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Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Ruhri

Datum: 09.01.19 08:38

_Fabian_ schrieb:
Das Bemerkenswerte daran ist, dass die in den 90er Jahren angeschafften MGT6D (dort als NF6D bezeichnet) der Bogestra in jeder Bahn einen Fahrkartenautomaten eingebaut haben, man aber bei den ab 2008 ausgelieferten Variobahnen (worum auch immer) zum Fahrkartenverkauf durch den Fahrer zurückgekehrt ist.

[...]

Die Automaten im Fahrzeug waren halt damals der letzte Schrei und sie entlasten natürlich den Fahrer, wenn der mit dem Verkauf nichts zu tun hat. (Die U35-Fahrzeuge haben dafür gemäß der alten Stadtbahnregeln weder einen Verkauf im Fahrzeug noch einen Entwerter. Daran hält sich auch nicht mehr jede Gesellschaft.) Die NF6D waren der Vorreiter für Automatenverkauf im Fahrzeug, aber in der Chefzentrale hat man offensichtlich aus den damals gemachten Erfahrungen und vielleicht aus den Rückmeldungen der Kundschaft den Schluss gezogen, zum Fahrerverkauf zurück zu kehren - mit allen Vor- und Nachteilen.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Greo

Datum: 09.01.19 10:23

Es scheint auch einen Unterschied zwischen Bus und Straßenbahn zu geben. Beispiel Düsseldorf: In Straßenbahn und Stadtbahn gibt es keinen Verkauf beim Fahrer, im Bus allerdings schon. Im Ausland fällt mir spontan noch Palma de Mallorca ein, wo die Busfahrer ebenfalls Fahrscheine verkaufen.
Ich persönlich habe schon ewig kein Ticket mehr mit Bargeld bezahlt. Ich nutze eigentlich immer die App von Handyticket.de.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Tramubus

Datum: 09.01.19 10:41

Greo schrieb:
Es scheint auch einen Unterschied zwischen Bus und Straßenbahn zu geben. Beispiel Düsseldorf: In Straßenbahn und Stadtbahn gibt es keinen Verkauf beim Fahrer, im Bus allerdings schon. Im Ausland fällt mir spontan noch Palma de Mallorca ein, wo die Busfahrer ebenfalls Fahrscheine verkaufen.
Ich persönlich habe schon ewig kein Ticket mehr mit Bargeld bezahlt. Ich nutze eigentlich immer die App von Handyticket.de.
Der Fahrerverkauf im Bus ist ja nicht nur im Ausland, sondern auch hierzulande der Regelfall. Es gibt nur sehr wenige Betriebe, die im Bus auf Automaten setzten. Mir fallen Köln, München, Magdeburg und Görlitz ein. In Potsdam ist mir mal aufgefallen, dass es an der zweiten Tür einen Automaten gab trotz Vordereinstiegsregelung. Da wird es natürlich irgendwie skurril.

Gruß,
Tramubus

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Ruhri

Datum: 09.01.19 10:43

Das ist genauso ein Möglichkeit wie das Nutzen von Abo- oder Mehrfahrtentickets. Insgesamt scheint der Verkauf in den Fahrzeugen ohnehin wesentlich niedriger zu sein als vor einigen Jahrzehnten. Der Verkauf von Mehrfahrtentickets wie ihn die Bogestra (sonst noch jemand?) durchführt, unterstützt das natürlich. Wer beim Fahrer oder am Automaten so einen Fahrschein erwirbt, kommt die nächsten drei Fahrten mit einem simplen Entwerter aus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 09:26.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 09.01.19 19:52

Tramubus schrieb:
Greo schrieb:
Es scheint auch einen Unterschied zwischen Bus und Straßenbahn zu geben. Beispiel Düsseldorf: In Straßenbahn und Stadtbahn gibt es keinen Verkauf beim Fahrer, im Bus allerdings schon. Im Ausland fällt mir spontan noch Palma de Mallorca ein, wo die Busfahrer ebenfalls Fahrscheine verkaufen.
Ich persönlich habe schon ewig kein Ticket mehr mit Bargeld bezahlt. Ich nutze eigentlich immer die App von Handyticket.de.
Der Fahrerverkauf im Bus ist ja nicht nur im Ausland, sondern auch hierzulande der Regelfall. Es gibt nur sehr wenige Betriebe, die im Bus auf Automaten setzten. Mir fallen Köln, München, Magdeburg und Görlitz ein. In Potsdam ist mir mal aufgefallen, dass es an der zweiten Tür einen Automaten gab trotz Vordereinstiegsregelung. Da wird es natürlich irgendwie skurril.

Gruß,
Tramubus
Und Lindau seit Ibn des Stadtbussystems Ender bereits in der 90igern: nur Automatenverkauf.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: _Fabian_

Datum: 09.01.19 22:31

Ruhri schrieb:
Die U35-Fahrzeuge haben dafür gemäß der alten Stadtbahnregeln weder einen Verkauf im Fahrzeug noch einen Entwerter. Daran hält sich auch nicht mehr jede Gesellschaft.

Das scheint bei der U35 inzwischen aber auch geändert worden zu sein.

Zumindest an der (oberirdischen) Haltestelle Ruhr-Universität sind die früher dort befindlichen Entwerter vor einiger Zeit durch Hinweise, man möge seine Fahrkarte in der Bahn entwerten, ersetzt worden.

Ich habe nicht wirklich darauf geachtet, nehme aber einmal an, dass sich seitdem tatsächlich in jeder auf der U35 eingesetzten Bahn (vor allem B-Wagen, aber auch ein paar Stadler Tango) mindestens ein Entwerter (sinnvollerweise sogar einer je Türbereich) befindet.

An welchen weiteren Haltestellen außerdem Entwerter abgebaut worden sind, weiß ich nicht.

An der Plazierung der Fahrkartenautomaten an den Haltestellen hat sich zumindest an der Ruhr-Universität nichts geändert.

Entwerter bei der Stadtbahn

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.01.19 06:40

Ruhri schrieb:
Die U35-Fahrzeuge haben dafür gemäß der alten Stadtbahnregeln weder einen Verkauf im Fahrzeug noch einen Entwerter. Daran hält sich auch nicht mehr jede Gesellschaft.

Ob es solche Stadtbahnregeln überhaupt gegeben hat? Bei der Stadtbahn Rhein-Sieg jedenfalls gibt es seit eh und je Entwerter im Fahrzeug, bei der Stadtbahn Rhein-Ruhr war das zumindest anfangs anders, da waren die Fahrzeuge entwerterfrei, so wie die Wuppertaler Schwebebahn noch heute.
Im Bereich der Stadtbahn Rhein-Sieg ist es mittlerweile so, dass auch in den Fahrzeugen nur noch wenige Entwerter sind, da Einzelfahrscheine und Tageskarten bereits entwertet sind. Die Entwerter gibt es also nur noch für Mehrfahrtenkarten. Diese sind aber recht selten geworden, seit der Trend zu Abo- bzw. Tageskarten sowie Handy-Tickets geht.
Da im Bereich der SRR Einzelfahrscheine und Tageskarten oftmals noch entwertet werden müssen, mag dort bzgl. der Entwerterbenutzung ein Unterschied zum Bereich der SRS bestehen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.19 06:42.

Re: Automaten in den NF6D der Bogestra

geschrieben von: Kondukteur

Datum: 10.01.19 07:21

_Fabian_ schrieb:
Das Bemerkenswerte daran ist, dass die in den 90er Jahren angeschafften MGT6D (dort als NF6D bezeichnet) der Bogestra in jeder Bahn einen Fahrkartenautomaten eingebaut haben, man aber bei den ab 2008 ausgelieferten Variobahnen (worum auch immer) zum Fahrkartenverkauf durch den Fahrer zurückgekehrt ist
Hallo,

bei den NF6D der Bogestra ist durch die Türanordnung ein Einstieg direkt beim Fahrer nicht möglich. Im Jahre 2012 habe ich in Gdańsk beobachten können, wie unpraktisch es ist, wenn bei nicht vorhandener Einstiegstür beim Fahrer den Fahrgästen, welche noch eine Fahrkarte kaufen müssen, die Fahrgäste entgegenkommen, welche gerade ihre Fahrkarte gekauft haben. (Das Problem betrifft dort nur wenige Fahrzeuge.)

Gruß

Kondukteur

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Ruhri

Datum: 10.01.19 09:34

_Fabian_ schrieb:
Das scheint bei der U35 inzwischen aber auch geändert worden zu sein.

Zumindest an der (oberirdischen) Haltestelle Ruhr-Universität sind die früher dort befindlichen Entwerter vor einiger Zeit durch Hinweise, man möge seine Fahrkarte in der Bahn entwerten, ersetzt worden.

Ich habe nicht wirklich darauf geachtet, nehme aber einmal an, dass sich seitdem tatsächlich in jeder auf der U35 eingesetzten Bahn (vor allem B-Wagen, aber auch ein paar Stadler Tango) mindestens ein Entwerter (sinnvollerweise sogar einer je Türbereich) befindet.

An welchen weiteren Haltestellen außerdem Entwerter abgebaut worden sind, weiß ich nicht.

An der Plazierung der Fahrkartenautomaten an den Haltestellen hat sich zumindest an der Ruhr-Universität nichts geändert.
Das war mir bislang auch noch nicht aufgefallen. Da werde ich das nächste Mal, wenn es mich in die U35 verschlägt, wohl einmal ein Auge drauf werfen müssen. Ich hätte schwören könnne, dass überall noch der Hinweistext stünde, dass das Betreten des Bahnsteigs nur mit gültigem Fahrschein möglich sei.

Die Ruhrbahn hat aber tatsächlich damit begonnen, die stationären Entwerter an den Stadtbahnstationen gegen solche in den Fahrzeugen auszutauschen. Und sie benutzt nur noch ein schlichtes "U" ohne den darüber gelegten Schriftzug "Stadtbahn".

Re: Entwerter bei der Stadtbahn

geschrieben von: Ruhri

Datum: 10.01.19 09:45

cinéma schrieb:
Ob es solche Stadtbahnregeln überhaupt gegeben hat? Bei der Stadtbahn Rhein-Sieg jedenfalls gibt es seit eh und je Entwerter im Fahrzeug, bei der Stadtbahn Rhein-Ruhr war das zumindest anfangs anders, da waren die Fahrzeuge entwerterfrei, so wie die Wuppertaler Schwebebahn noch heute.
Im Bereich der Stadtbahn Rhein-Sieg ist es mittlerweile so, dass auch in den Fahrzeugen nur noch wenige Entwerter sind, da Einzelfahrscheine und Tageskarten bereits entwertet sind. Die Entwerter gibt es also nur noch für Mehrfahrtenkarten. Diese sind aber recht selten geworden, seit der Trend zu Abo- bzw. Tageskarten sowie Handy-Tickets geht.
Da im Bereich der SRR Einzelfahrscheine und Tageskarten oftmals noch entwertet werden müssen, mag dort bzgl. der Entwerterbenutzung ein Unterschied zum Bereich der SRS bestehen.
Das müsstest du doch am besten wissen. Schließlich bist du hier unser großer Stadtbahnfreund. Als solcher weißt du aber natürlich auch, dass "Stadtbahn" seit langer Zeit nur noch ein Marketingmittel ist. Die Stadtbahngesellschaft Rhein-Ruhr hatte meines Wissens noch ein umfangreiches Regelwerk aufgelegt, aber ob es das bei der Stadtbahn Rhein-Sieg auch gegeben hat? Zwar gab es gegenseitige Beeinflussung und die Stadtbahngesellschaften wurden kurz nacheinander in den Jahren 1969 (Rhein-Ruhr) und 1974 (Rhein-Sieg) gegründet, aber das heißt ja nicht, dass man in Köln und Bonn alles genauso gemacht hätte wie im Norden.

Re: Automaten in den NF6D der Bogestra

geschrieben von: Ruhri

Datum: 10.01.19 09:58

Kondukteur schrieb:
Hallo,

bei den NF6D der Bogestra ist durch die Türanordnung ein Einstieg direkt beim Fahrer nicht möglich. Im Jahre 2012 habe ich in Gdańsk beobachten können, wie unpraktisch es ist, wenn bei nicht vorhandener Einstiegstür beim Fahrer den Fahrgästen, welche noch eine Fahrkarte kaufen müssen, die Fahrgäste entgegenkommen, welche gerade ihre Fahrkarte gekauft haben. (Das Problem betrifft dort nur wenige Fahrzeuge.)

Gruß

Kondukteur
Ich schätze, mit der Konstruktion der NF6D hat man sich ein wenig an den B80D orientiert, und da wollte man auch keinen Einstieg beim Fahrer und überhaupt keinen Fahrscheinverkauf in der Bahn haben. Die Fahrer sollten sich damit nicht belasten, sondern sich lieber auf das Fahren konzentrieren. Nur gab und gibt es über Fahrscheinautomaten immer Beschwerden der Fahrgäste, und einige Fahrer tun schon mal gerne etwas anderes und verkaufen einen Fahrschein. Sich immer auf ein und dieselbe Sache zu konzentrieren, führt auch leider im Gegenteil zu Unkonzentriertheit.

Was man daraus macht, bleibt jedem Betrieb selbst überlassen. Die neueren Niederflurstadtbahnfahrzeuge der DSW21 (U43&U44) sehen den Bogestra-NF6D recht ähnlich: Kein Einstieg beim Fahrer, Podeste an den Fahrzeugenden und Fahrscheinautomaten. Die Bogestra hat sich bei der Variobahn dazu entschieden, auf die Automaten zu verzichten und den Verkauf wieder in die Hand des Fahrers zu legen. Und da man die Meterspurlinien nicht auf Hochbahnsteige umbauen konnte bzw. wollte, musste aufgrund des nötigen Einstiegs beim Fahrer natürlich eine 100%-Niederflurbahn her. Das wurde ja auch hier im Forum schon des öfteren bemängelt, aber der Fahrerverkauf war nun einmal eine Vorgabe von oben.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Pogg 3000

Datum: 10.01.19 10:55

ZwiebelTomate schrieb:
Hallo zusammen,

in welcher größeren Stadt gibt es noch den Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn?
Ich Arbeite in Krefeld (Einwohner: 230.000) wo wir als Fahrer noch selber die Fahrscheine verkaufen müssen, Fahrscheinautomaten gibt es leider nicht.
Als Fahrer ist es wirklich sehr Zeitintensiv und nervig, als Fahrgast sicherlich recht bequem und einfach.
Hallo zusammen,

ich hab mir alle Beiträge durchgelesen und vermisse ein wichtiges Argument: Die Sicherheit für den Fahrer.

Lebt ihr in Krefeld auf einer "Insel der Glückseligen" oder habt ihr keinen "Nachtverkehr"?

Schöne Grüsse, Thomas

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.01.19 11:04

Ruhri schrieb:
Und sie benutzt nur noch ein schlichtes "U" ohne den darüber gelegten Schriftzug "Stadtbahn".
Das ist in der Tat ein drolliges Detail, denn im gleichen Zeitraum geht man in Bonn dazu über, das U, das man sonst immer benutzt hat, durch ein U-Stadtbahn zu ersetzen, das es früher eben nur im Bereich Rhein-Ruhr gab. Absprachen in NRW gibt es so gut wie keine.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: _Fabian_

Datum: 10.01.19 13:54

Ruhri schrieb:
_Fabian_ schrieb:
Das scheint bei der U35 inzwischen aber auch geändert worden zu sein.

Zumindest an der (oberirdischen) Haltestelle Ruhr-Universität sind die früher dort befindlichen Entwerter vor einiger Zeit durch Hinweise, man möge seine Fahrkarte in der Bahn entwerten, ersetzt worden.

Ich habe nicht wirklich darauf geachtet, nehme aber einmal an, dass sich seitdem tatsächlich in jeder auf der U35 eingesetzten Bahn (vor allem B-Wagen, aber auch ein paar Stadler Tango) mindestens ein Entwerter (sinnvollerweise sogar einer je Türbereich) befindet.

An welchen weiteren Haltestellen außerdem Entwerter abgebaut worden sind, weiß ich nicht.

An der Plazierung der Fahrkartenautomaten an den Haltestellen hat sich zumindest an der Ruhr-Universität nichts geändert.
Das war mir bislang auch noch nicht aufgefallen. Da werde ich das nächste Mal, wenn es mich in die U35 verschlägt, wohl einmal ein Auge drauf werfen müssen. Ich hätte schwören könnne, dass überall noch der Hinweistext stünde, dass das Betreten des Bahnsteigs nur mit gültigem Fahrschein möglich sei.

Die Ruhrbahn hat aber tatsächlich damit begonnen, die stationären Entwerter an den Stadtbahnstationen gegen solche in den Fahrzeugen auszutauschen. Und sie benutzt nur noch ein schlichtes "U" ohne den darüber gelegten Schriftzug "Stadtbahn".
Wenn ich mich nicht täusche, sind an den Abgängen zur Haltestelle Ruhr-Universität die Schilder mit dem Hinweistext (zumindest auf diesem Photo von der Haltestelle Hustadt lautet er "Zugang für Fahrgäste nur mit gültigem Fahrausweis") unverändert vorhanden. Genaugenommen ist das natürlich falsch, weil eine noch zu entwertende Fahrkarte (z.B. aus dem Vorverkauf) erst mit dem Abstempeln (was ja dort erst in der Bahn möglich ist) "gültig" wird.

Aber auch davon abgesehen halte ich die Regelung für verwirrend für Gelegenheitsfahrgäste, denen kaum der Unterscheid zwischen "Stadtbahn" (U35) und "Straßenbahn" (Liniennummern 3xx) bewußt sein dürfte (noch zumal bei der Bogestra alle davon sowohl "Stadtbahnhöfe" als auch Haltestellen im Straßenraum haben). Und durch "Stempeln ja, aber nicht Kaufen" auf der U35 wird es für diese Gruppe m.E. sogar noch verwirrender. Da sollte man besser auch in jede Bahn auf der U35 einen Fahrkartenautomaten einbauen, dann hätte man zumindest bei der Bogestra eine einheitliche Regelung. In den Bahnen wären sie sicher auch besser vor Vandalismus geschützt und das Geld Entnehmen bzw. Wechselgeld Nachfüllen könnte einfacher in der Stadtbahn-Werkstatt erfolgen.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Lokleitung

Datum: 11.01.19 10:26

Es gibt die DF Strab (VDV-Schrift 710), und die legt in §32, Abs. 3 fest

Zitat
Die Ausgabe von Fahrausweisen durch den Fahrer darf nur bei Stillstand des Zuges erfolgen.


Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr

Re: Drucker, welche während der Fahrt gesperrt sind?

geschrieben von: GT8_KR

Datum: 11.01.19 18:39

Hallo,

wenn ich mich nicht täusche, habe ich irgendwo mal gehört, dass ein Fahrer sagte, der Drucker sei während der Fahrt gesperrt. Zugegeben, das war in einem Bus. Aber wenn es eine solche technische Lösung im Bus gibt, warum sollte das nicht auch in der Straßenbahn möglich sein? Über konkrete Informationen darüber, wo Drucker während der Fahrt gesperrt sind, würde ich mich sehr freuen.

Gruß

GT8_KR

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: DavMa83

Datum: 11.01.19 19:32

ZwiebelTomate schrieb:
Hallo zusammen,

in welcher größeren Stadt gibt es noch den Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn?
Ich Arbeite in Krefeld (Einwohner: 230.000) wo wir als Fahrer noch selber die Fahrscheine verkaufen müssen, Fahrscheinautomaten gibt es leider nicht.
Als Fahrer ist es wirklich sehr Zeitintensiv und nervig, als Fahrgast sicherlich recht bequem und einfach.
In Witten auf der Linie 310 von Witten-Heven nach Bochum-Höntrop, da dort M-Wagen unterwegs sind. Die Umstellung auf Variobahnen wurde wieder verschoben und ist jetzt für 2020 angestrebt.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Ruhri

Datum: 14.01.19 09:42

DavMa83 schrieb:
In Witten auf der Linie 310 von Witten-Heven nach Bochum-Höntrop, da dort M-Wagen unterwegs sind. Die Umstellung auf Variobahnen wurde wieder verschoben und ist jetzt für 2020 angestrebt.
Diese Umstellung wird aber nichts ändern, da die Variobahnen der Bogestra auch auf Fahrscheinverkauf durch den Fahrer eingerichtet sind. Und somit gibt es diesen auch heute auf der Linie 302 von Bochum-Langendreer bzw. -Laer nach Gelsenkirchen-Buer, auf der 301 von Gelsenkirchen Hbf bis Gelsenkirchen-Horst, der 306 von Bochum Hbf bis Wanne-Eickel Hbf und zuweilen bereits auf der 308 und 318 von Hattingen bzw. Bochum-Dahlhausen bis Bochum-Gerthe. Nach endgültiger Ausmusterung der NF6D wird das daher im gesamten Bogestra-Meterspurnetz (mit Ausnahme der Ruhrbahn-Linie 107?) der Standard sein.

Re: Fahrscheinverkauf beim Fahrer in der Straßenbahn

geschrieben von: Ruhri

Datum: 14.01.19 09:45

_Fabian_ schrieb:
Wenn ich mich nicht täusche, sind an den Abgängen zur Haltestelle Ruhr-Universität die Schilder mit dem Hinweistext (zumindest auf diesem Photo von der Haltestelle Hustadt lautet er "Zugang für Fahrgäste nur mit gültigem Fahrausweis") unverändert vorhanden. Genaugenommen ist das natürlich falsch, weil eine noch zu entwertende Fahrkarte (z.B. aus dem Vorverkauf) erst mit dem Abstempeln (was ja dort erst in der Bahn möglich ist) "gültig" wird.

Aber auch davon abgesehen halte ich die Regelung für verwirrend für Gelegenheitsfahrgäste, denen kaum der Unterscheid zwischen "Stadtbahn" (U35) und "Straßenbahn" (Liniennummern 3xx) bewußt sein dürfte (noch zumal bei der Bogestra alle davon sowohl "Stadtbahnhöfe" als auch Haltestellen im Straßenraum haben). Und durch "Stempeln ja, aber nicht Kaufen" auf der U35 wird es für diese Gruppe m.E. sogar noch verwirrender. Da sollte man besser auch in jede Bahn auf der U35 einen Fahrkartenautomaten einbauen, dann hätte man zumindest bei der Bogestra eine einheitliche Regelung. In den Bahnen wären sie sicher auch besser vor Vandalismus geschützt und das Geld Entnehmen bzw. Wechselgeld Nachfüllen könnte einfacher in der Stadtbahn-Werkstatt erfolgen.

Jetzt habe ich mal die Situation selber in Augenschein nehmen können. Der Hinweis bzgl. der Fahrscheine ist noch da, aber die Stempelautomaten sind weg. Am Rathaus gibt es dagegen noch welche, aber die Fahrzeuge der U35 sind (natürlich) mit Entwertern ausgestattet.
GT8_KR schrieb:
Hallo,

wenn ich mich nicht täusche, habe ich irgendwo mal gehört, dass ein Fahrer sagte, der Drucker sei während der Fahrt gesperrt. Zugegeben, das war in einem Bus. Aber wenn es eine solche technische Lösung im Bus gibt, warum sollte das nicht auch in der Straßenbahn möglich sein? Über konkrete Informationen darüber, wo Drucker während der Fahrt gesperrt sind, würde ich mich sehr freuen.

Gruß

GT8_KR
Theoretisch können wir während der Fahrt Tickets verkaufen, erlaubt ist es nicht.

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