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Im Berufsverkehr hatten wir in diesen Wochen wieder einmal einen Stehplatz in einem Tatra KT4D Solo Wagen ergattert - diesmal war es in Frankfurt Oder.
Wir fragten uns, warum denn kein Doppelzug eingesetzt wird. Fehlt es dafür an Fahrzeugen? Bei insgesamt 17 Tatra KT4D und 8 Niederflurfahrzeugen GT6M in Frankfurt Oder (Übersicht in [fahrzeuge.tram-ff.de]) ist es ein möglicher Grund.

Aber, so erklärten mir andere Fahrgäste, sollen auch Zusatzqualifikationen für Tram-Fahrer notwendig sein, um mit 2 oder 3 Wagenzügen statt Einzelwagen fahren zu können.
Und dieser Zusatz kostet natürlich auch wieder extra...

Frage an die Community:
Welche Zusatzqualifikationen werden für das Fahren eines Doppel/Mehrfach-Zuges notwendig und was kostet so etwas?

Dank vorab & Grüße vom
InterRailer26+



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.01.19 23:44.
InterRailer26+ schrieb:
Frage an die Community:
Welche Zusatzqualifikationen werden für das Fahren eines Doppel/Mehrfach-Zuges notwendig und was kostet so etwas?
Keine. Bei den früheren DDR-Straßenbahnbetrieben wurde/wird während der Ausbildung alle technisch möglichen / zugelassenen Zugbildungen unterwiesen und erlernt.

Lediglich neu eingeführte Fahrzeuge / Kombinationen brauchen wieder eine gesonderte Unterweisung, was meist im Rahmen der turnusmäßigen Unterweisungsstunden mit abgehandelt wurde. Ein Beispiel dafür war der zusätzliche Einbau von Rückwärtsfahrschaltern in Dresdner B4D oder die dortigen Eigenbau-Zweirichter.

So long

Mario
der weiße bim schrieb:

Keine. Bei den früheren DDR-Straßenbahnbetrieben wurde/wird während der Ausbildung alle technisch möglichen / zugelassenen Zugbildungen unterwiesen und erlernt.


Da hab ich von einem BVGer mal was anderes gehört, bzw. auf seinem Beiblatt zum Führerschein gelesen. Der durfte keine 2GTZ und T6-Großzug fahren, was er aber nach deiner Aussage hätte dürfen. Das leidige Thema mit Berechtigung für KT4D und T6, aber kein KT4Dt hat sich inzwischen im Regelbetrieb von allein erledigt.

(Das im Liniendienst niemals modernisierte Großzüge gefahren sind, weiß ich. Es geht ums Prinzip!)

Bei der BVG ist es wohl, dass das Fahrpersonal für jede mögliche Kombination eine Ausbildung braucht, die Flex sind sogar zweieinhalb Ausbildungen, wer den F6Z hat, bekommt eine 4stündige Einweiungs auf dem 8er. Ausnahme war wohl bloß die Umrüstung der GT6 (1001ff, 2001ff) auf OBU. Da hieß es, wer GT6 und ein OBU-Fahrzeug (F, GTU (1202ff.)) hat, braucht keine neue Einweisung.

Doppelzüge aus GT6 werden ausgebildet, nur bei den Zweirichtern eher selten, da die zum großen Teil in Köpenick fahren. Da dürfen keine 2GT-Verbände fahren.

Freundliche Grüße
92 80 1229 181-3 D-CLR
--
Bw Friedrichsfelde S-Bahn

"Alle gelben Farben waren Leuchtfarben. Die Züge strahlten nachts wie frisch aus dem Kernkraftwerk." Aus: Das-Bahn-Forum.de
Die Liste mit den KT4D ist nicht mehr sehr Aktuell, denn es wurden Wagen nach Lemberg abgegeben und Triebwagen 222 ging nach Cottbus um die 2 bei einen Unfall beschädigten Triebwagen zu reparieren. Kosten für die Einweisung des Personals entstehen eigentlich nicht aus den Grund, weil das Unternehmen ein Fahrlehrer hat der Fest angestellt ist. Es galt einmal die Regelung das jeder GT8 Kurs der Ausfällt mit einer Doppeltraktion gefahren werden muss. Leider ist dies schon sehr lange her das es so gemacht wurde und es ist auch Heute nicht mehr so Einfach eine Doppeltraktion fahren zu lassen. Der Grund dafür ist schnell gesagt es gibt nicht mehr genug Fahrzeuge, weil ja auch eine Reserve in der Hinterhand noch vorhanden sein muss.
Fahren die Frankfurter nicht generell nur im Solo-Verkehr?

Hendrik Haucke... Auch ein festangestellter Fahrlehrer kostet Arbeitszeit und somit Geld. Der Auszubildende auch. 2 h auf dem Fahrschulwagen sind 2h die beide bezahlt bekommen. Gibt es externe Fahrlehrer? Jeder Betrieb bildet doch selbst aus, weil es keinen generellen Strassenbahnführerschein gibt.


229 181-3 schrieb:
Zitat:
der weiße bim schrieb:
Zitat:
Keine. Bei den früheren DDR-Straßenbahnbetrieben wurde/wird während der Ausbildung alle technisch möglichen / zugelassenen Zugbildungen unterwiesen und erlernt.

Da hab ich von einem BVGer mal was anderes gehört, bzw. auf seinem Beiblatt zum Führerschein gelesen. Der durfte keine 2GTZ und T6-Großzug fahren, was er aber nach deiner Aussage hätte dürfen. Das leidige Thema mit Berechtigung für KT4D und T6, aber kein KT4Dt hat sich inzwischen im Regelbetrieb von allein erledigt
Etwas anderes hat der weiße bim doch nicht geschrieben. Er schrieb, das man als Fahrberechtigung eine Einweisung/+Einweisungsfahrt von X Stunden benötigt, auf jedem Typ und jeder Zugkombination. Wenn der Berliner keine 2GTZ und T6-Großzüge fahren darf, dann hatte er keine Einweisung.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.19 20:04.
Das ist richtig, aber laut seiner Aussage müsste er das ja dürfen, da in den ehemaligen DDR-Betrieben alles ausgebildet wird. Ich zähle (Ost-)Berlin aufgrund seiner geografischen Lage und Vergangenheit einfach mal zu den (ehemaligen) DDR-Betrieben. Somit ist seine Aussage nicht vollständig korrekt. Es wird bei der BVG eben nicht alles ausgebildet. Und nur um diesen Punkt ging es mir, mehr nicht - auch wenn ich das so nicht geschrieben habe...

Freundliche Grüße
92 80 1229 181-3 D-CLR
--
Bw Friedrichsfelde S-Bahn

"Alle gelben Farben waren Leuchtfarben. Die Züge strahlten nachts wie frisch aus dem Kernkraftwerk." Aus: Das-Bahn-Forum.de
Bist Du etwa unzufrieden? Ein Stehplatz ist immer noch besser als gar keine Bahn. Hier in Berlin sorgt die BVG seit nun etwa 2 Jahren für ständige Ausfälle von Zügen und Bussen. Insofern ist F/O da noch gut dran.

Da ein Verkehrsbetrieb immer von der Politik abhängig ist, stelle doch die Frage dem Oberbürgermeister René Wilke (Linke). Meines Wissens hat er in seinem Dienstwagen keine Stehplätze. Vielleicht hat er für Dich mal einen Sitzplatz frei.

Immer diese Erwartungshaltung einen Sitzplatz zu bekommen. Also nee. Warum fährst Du nicht mit dem Fahrrad. Unsere Berliner Politiker sind da total geil drauf. Also jetzt nicht selbst. Aber für die Wähler und so.

Ironie...
In Kassel wird in beiden Unternehmen nur das ausgebildet, was auch gefahren wird. Bei der KVG (Straßenbahn) jeder Fahrzeugtyp (N8C, 6NGTW, 8NGTW und NGT8) ausgebildet und zusätzlich noch ein bisschen Doppeltraktion geübt.

Interessanterweise wird in der Fahrschule kein Beiwagenzug gelehrt. Für diesen gibt es wohl nur eine technische Einweisung.

RegioTrams werden natürlich nicht ausgebildet, da diese von den Kollegen der RTG gefahren werden, welche wiederum keine Straßenbahnen fahren dürfen, da sie für diese keine Ausbildung erhalten haben, obwohl sie mit Straßenbahnen die Netzkenntnis erfahren.

Mich würde ja mal interessieren, wie das in Karlsruhe und Chemnitz ist.

LG
666
Zu Chemnitz kann ich dir was dszu erzählen.

Die Cvag lernt aufm Tatra, danach wird auf Variobahn gelernt und irgendwann folgt noch der Skoda. Auf Citylink nein.

Bei der City-Bahn ist es so die machen die Fahrschule bei der Cvag zwecks Liniennetzkunde. Danach wird dann die Typenschulung für den Citylink absolviert.
Danke dir! Dann ist es ja im Prinzip wie in Kassel.
Fahrschule auf dem N8C und Typenzulassungen.
bsbw schrieb:

Zitat
Bist Du etwa unzufrieden? Ein Stehplatz ist immer noch besser als gar keine Bahn.
Nein, ich bin ganz und gar nicht unzufrieden. SVF und Stadtverwaltung machen ihre Arbeit gut: Das Bekenntnis Frankfurt Oder's zur Straßenbahn ist sehr wohl ein Grund zur Freude. Man hält Kurs trotz notwendiger, gerade abgeschlossener Brückensanierung über die Autobahn, trotz anstehender Fuhrpark-Erneuerung für die Barrierefreiheit, trotz knapper Stadtkasse.

Und auch wenn man es der Größe der Stadt wie Frankfurt Oder nicht ansieht: Freitagnachmittag oder bei der nächsten Autobahnsperrung ist man froh, nach abgeschlossenen Bauarbeiten in/aus Richtung Markendorf wieder am Stau vorbeifahren zu können.

Nur zu viel Erfolg darf man damit bei dem verbliebenen Fuhrpark und Ausbildungsstand nicht haben... Doch da findet sich Frankfurt ja in bester Gesellschaft.

An dieser Stelle vielen Dank für die interessanten Rückmeldungen!
MfG, InterRailer26+