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[BO] - schwerer Unfall an der 302 zw. Laer und Langendreer

geschrieben von: tim76

Datum: 05.12.18 15:44

[www.radiobochum.de]


[www.waz.de]

(WAZ plus via Google kostenlos)


Es muss an der Einmündung der alten Wittener Str in die Wittener Str passiert sein, im "Hochgeschwindigkeitsabschnitt".

Wenn ich die Bilder richtig deute kam die Variobahn auf der 302 aus Richtung Langendreer.

Leider 11 Verletzte, hoffentlich keine lebensbedrohlichen Verletzungen, gute Besserung allen Betroffenen!

Tw 114 solls sein.
Aber bitte, wie kann man eine Straßenbahn "übersehen"???

Der gute Mann hat einfach die Situation - bewusst oder unbewusst - falsch eingeschätzt und somit mehrere Menschenleben gefährdet.

W.
Ach das geht recht schnell. Ich kenne die Situation dort nicht, aber wenn die Ampelschaltung Konflikte beim Abbiegen nicht ausschließt zieht die gummibereifte Fraktion es oft gar nicht in Erwägung dass tatsächlich eine Bahn kommt.
Zum Bild, sehe ich es anhand der Schleifspuren richtig dass die Bahn von "rechts unten" kam und das Heck quasi die Front überholt hat?


Edit, bei näherem Hinsehen doch eher unwahrscheinlich. Der hintere Wagenteil dürfte derjenige sein der noch im Gleis steht.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.18 21:11.
derasselner schrieb:
Zum Bild, sehe ich es anhand der Schleifspuren richtig dass die Bahn von "rechts unten" kam und das Heck quasi die Front überholt hat?

Edit, bei näherem Hinsehen doch eher unwahrscheinlich. Der hintere Wagenteil dürfte derjenige sein der noch im Gleis steht.
Das erste und letzte Fahrgestell sind angetrieben und das mittlere rollt nur mit.
Wie es ausschaut, wurde das erste Fahrgestell im Gegengleis und auf dem Rasen stark abgebremst und der Rest des Wagens drückte nach. Die Straßenbahn durfte dort sicherlich schnell fahren und daher war noch viel Bewegungsenergie übrig, mit der das Heck nachgedrückt hat, während die Front im unebenen Untergrund ausgebremst wurde.

Falls dort niedrige Geschwindigkeiten gefahren werden, habe ich eine Theorie: Der Stromabnehmer sieht intakt aus und daher könnte es sogar sein, dass der Fahrer durch den Ruck beim Aufprall ausgerutscht ist und somit kurz beschleunigt hat. Aber das ist natürlich nur Spekulation. Ich denke, dass die Bahn so zusammengestaucht ist, weil sie dort schnell fahren darf.

Die Schwerverletzten sind nicht verwunderlich bei dieser großen Wucht. Da drinnen dürfte es keinen Halt mehr gegeben haben.
Hoffen wir, dass sie gut verheilen. Zum Glück war immerhin kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt. Dort hätte auch zum Beispiel ein Motorrad- oder Radfahrer auf der Linksabbiegerspur stehen können.

Wie groß die Schäden an der Straßenbahn sind, lässt sich sicherlich auch erst in der Werkstatt sagen. Denn die Gelenke sind stark eingeknickt und besonders das erste Fahrwerk sowie der Unterboden unter den ersten beiden Wagenteilen dürften beschädigt sein.
Da kann der Gutachter sich am ganzen Wagen austoben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.18 21:44.


tim76 schrieb:
[www.radiobochum.de]


[www.waz.de]

(WAZ plus via Google kostenlos)



Orginalfeuerwehrpressemeldung barrierefreier als waz
und radio mit 4 Bildern von der Feuerwehr zum runterladen:


[www.presseportal.de]
Wäre es kein Multigelenker, dann wäre er wahrscheinlich gar nicht entgleist, weil der seitliche Stoß am vorderen Ende das Fahrgestell nicht aus dem Gleis herausgedreht hätte.
Alles Gute den Verletzten. Man gut, daß da nicht auch noch eine Bahn entgegengekommen war...
derasselner schrieb:
Ach das geht recht schnell. Ich kenne die Situation dort nicht, aber wenn die Ampelschaltung Konflikte beim Abbiegen nicht ausschließt zieht die gummibereifte Fraktion es oft gar nicht in Erwägung dass tatsächlich eine Bahn kommt.
Zum Bild, sehe ich es anhand der Schleifspuren richtig dass die Bahn von "rechts unten" kam und das Heck quasi die Front überholt hat?


Edit, bei näherem Hinsehen doch eher unwahrscheinlich. Der hintere Wagenteil dürfte derjenige sein der noch im Gleis steht.

Legal linksabbiegen geht da überhaupt nicht...
[www.google.de]

http://s1.directupload.net/images/140414/ukfaan2k.jpg

Wat ei wrait ßer ebav is friee from ße liver away.
wie es in den Ruhr Nachrichten hieß wollte der LKW wohl wenden, offenbar klar verbotswidrig.
Es dürfte sich vermutlich trotzdem juristisch um eine einfache Fahrlässigkeit handeln?
derasselner schrieb:
wie es in den Ruhr Nachrichten hieß wollte der LKW wohl wenden, offenbar klar verbotswidrig.
Es dürfte sich vermutlich trotzdem juristisch um eine einfache Fahrlässigkeit handeln?
Vorsatz würde man ihm sowieso nicht nachweisen können, aber denke es ist eher grobe Fahrlässigkeit. Für eine einfache Fahrlässigkeit ist alleine der Schaden viel zu hoch. Und die Folgen sind ja nun auch nicht mit einem normalen Auffahrunfall beim Auto vergleichbar. Es sind mehrere verletzt, einige schwer, und es gibt Schaden an einer Straßenbahn. Alleine von den Kosten ist das schon um ein vielfaches höher.

Und grade, wenn ich Straßenbahnschienen überfahre, muss man immer mit einer Bahn rechnen. Und eine Straßenbahn bei voller Fahrt hat nun mal einen viel längeren Bremsweg. Er hat sich bestimmt voll auf das Wenden konzentriert und Schienen weder vorne und hinten im Blick gehabt.
Warum versucht ein LKW-Fahrer an dieser Stelle verbotswidrig zu wenden? Warum "vergisst" ein Berufskraftfahrer den Schulterblick? Sollte es so gewesen sein, noch fahrlässiger kann man einen Verkehrsunfall wohl kaum verursachen!
Kiwi schrieb:
Warum versucht ein LKW-Fahrer an dieser Stelle verbotswidrig zu wenden? Warum "vergisst" ein Berufskraftfahrer den Schulterblick? Sollte es so gewesen sein, noch fahrlässiger kann man einen Verkehrsunfall wohl kaum verursachen!
Es gab sogar im Sauerland mal einen LKW-Fahrer, der hat auf einem Bahnübergang gewendet, in dem Moment senkten sich die Schranken und der Zug kam. Da fragt man sich auch, wie man auf die Idee kommt, auf einem Bahnübergang zu wenden...Verstehen muss man das alles nicht.
Kiwi schrieb:
Warum versucht ein LKW-Fahrer an dieser Stelle verbotswidrig zu wenden? Warum "vergisst" ein Berufskraftfahrer den Schulterblick? Sollte es so gewesen sein, noch fahrlässiger kann man einen Verkehrsunfall wohl kaum verursachen!
Dem letzten Satz stimme ich zu.
Man muss bedenken dass an dieser Stelle gar kein Linksabbiegen vorgesehen ist (Dank an den 1bügler für den Google-Link!).
Vermutlich hat er das Verbot des Linksabbiegens wohl wahrgenommen, festgestellt dass der (Auto-) Gegenverkehr nicht zu dicht war und das Manöver gestartet ohne die Bahn überhaupt in Erwägung zu ziehen. Daher auch kein Schulterblick.
Das Überfahren einer roten Ampel mit Unfallfolge ist grob fahrlässig, wenn man das bedenkt dürfte die Missachtung des klaren Abbiegeverbots es wohl auch sein.
derasselner schrieb:
Kiwi schrieb:
Warum versucht ein LKW-Fahrer an dieser Stelle verbotswidrig zu wenden? Warum "vergisst" ein Berufskraftfahrer den Schulterblick? Sollte es so gewesen sein, noch fahrlässiger kann man einen Verkehrsunfall wohl kaum verursachen!
Dem letzten Satz stimme ich zu.
Man muss bedenken dass an dieser Stelle gar kein Linksabbiegen vorgesehen ist (Dank an den 1bügler für den Google-Link!).
Vermutlich hat er das Verbot des Linksabbiegens wohl wahrgenommen, festgestellt dass der (Auto-) Gegenverkehr nicht zu dicht war und das Manöver gestartet ohne die Bahn überhaupt in Erwägung zu ziehen. Daher auch kein Schulterblick.
Das Überfahren einer roten Ampel mit Unfallfolge ist grob fahrlässig, wenn man das bedenkt dürfte die Missachtung des klaren Abbiegeverbots es wohl auch sein.
Da ist praktisch alles schief gelaufen, was schieflaufen kann. Grade hier wäre der Schulterblick mehr als angebracht gewesen, zumal man dann eine Bahn wohl kaum übersehen kann. Mir tuts leid für die ganzen Verletzten etc., für den Fahrer hält sich mein Mitleid in Grenzen.
DavMa83 schrieb:
Vorsatz würde man ihm sowieso nicht nachweisen können, aber denke es ist eher grobe Fahrlässigkeit. Für eine einfache Fahrlässigkeit ist alleine der Schaden viel zu hoch.
Allerdings bemißt sich der Fahrlässigkeitsgrad nicht am Schadensumfang, sondern u.a. am anlegbaren Sorgfaltsmaßstab, und da hat ein ...

Kiwi schrieb:
Zitat:
Warum versucht ein LKW-Fahrer an dieser Stelle verbotswidrig zu wenden? Warum "vergisst" ein Berufskraftfahrer den Schulterblick? Sollte es so gewesen sein, noch fahrlässiger kann man einen Verkehrsunfall wohl kaum verursachen!
... Berufskraftfahrer in einem Verkehrsdelikt schlechtere Karten, als zB ein PKW-Fahrer, der unter maximierender Ausnutzung seiner Führerscheinklasse die Kontrolle über einen ad hoc gemieteten Sprinter verlöre... Da könnte der Schaden (am Tram nebst Insassen) der gleiche sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.12.18 08:00.
Tja, und im Kommentarboard der WAZ hat schon jemand gefordert , die seines Erachtens "unverantwortliche" Raserei der Straßenbahnen an dieser Stelle so schnell wie möglich zu unterbinden. Eine zulässige Geschwindigkeit von 70 km/h sei viel zu hoch.

Nun ja, vielleicht sollte man Schranken und Andreaskreuze aufstellen? Ob das dann deutlich genug wäre?

Über die Strecke der 308 auf dem Castroper Hellweg hat auch schon mal jemand vergleichbares gefordert. Anstelle von den Autofahrern zu fordern, sich an die Verkehrsregeln zu halten, müsse die Straßenbahn auf besonderem oder unabhängigem Gleiskörper Schleichfahrt betreiben. Apropos Verkehrsregeln - was wohl der Polizist von seinen Kollegen zu hören bekommen hat, der vor geraumer Zeit beim Versuch, die Schienen zu überqueren, in seinem Streifenwagen ein wenig Zug (= U35) abbekommen hat?
Ruhri schrieb:
Tja, und im Kommentarboard der WAZ hat schon jemand gefordert , die seines Erachtens "unverantwortliche" Raserei der Straßenbahnen an dieser Stelle so schnell wie möglich zu unterbinden. Eine zulässige Geschwindigkeit von 70 km/h sei viel zu hoch.

Dann sollte er das wenigstens konsequenterweise auch für den Autoverkehr fordern, auf der Fahrbahn sind dort (außerorts) nämlich auch 70 km/h erlaubt.
_Fabian_ schrieb:
Ruhri schrieb:
Tja, und im Kommentarboard der WAZ hat schon jemand gefordert , die seines Erachtens "unverantwortliche" Raserei der Straßenbahnen an dieser Stelle so schnell wie möglich zu unterbinden. Eine zulässige Geschwindigkeit von 70 km/h sei viel zu hoch.
Dann sollte er das wenigstens konsequenterweise auch für den Autoverkehr fordern, auf der Fahrbahn sind dort (außerorts) nämlich auch 70 km/h erlaubt.
Unverantwortliche Raserei, der war gut...Der sollte lieber mal sehen, wie manche Autofahrer etc. dort fahren und diese sollten sich erstmal an ihre eigene Nase packen. Warum dort 70 km/h viel zu hoch sein sollen, ist mir echt schleierhaft. Das ist völliger Unsinn: es ist ausserorts, eigentlich sehr übersichtlich. Warum machen wir nach Laer rein nicht gleich 30?

Und man tut grade so, als würde die Straßenbahn da zig Kilometer 70 fahren, es ist doch nur das Stück zwischen Alte Ümminger Str. und Mark 51°7 wo wirklich länger 70 gefahren wird.

Ich wette, wenn man das für die Autoverkehr auch fordert wären das die erste Leute, die auf die Barrikaden gehen würden ;-).
DavMa83 schrieb:
[...]
Ich wette, wenn man das für die Autoverkehr auch fordert wären das die erste Leute, die auf die Barrikaden gehen würden ;-).

Klar, denn das wäre grundgesetzwidrig: "Freie Fahrt für freie Bürger."

Ach, den Artikel gibt es gar nicht? Na so etwas aber auch...

Re: [BO] - schwerer Unfall an der 302 zw. Laer und Langendreer

geschrieben von: mavo

Datum: Gestern, 15:08:45

Kiwi schrieb:
Warum versucht ein LKW-Fahrer an dieser Stelle verbotswidrig zu wenden? Warum "vergisst" ein Berufskraftfahrer den Schulterblick? Sollte es so gewesen sein, noch fahrlässiger kann man einen Verkehrsunfall wohl kaum verursachen!
Denkst Du bei diesen "Kapitänen der Landstraße" handelt es sich noch um ausgebildete "Kraftverkehrsmeister" oder wenigstens "Berufskraftfahrer"?
Willkommen im 21. Jahrhundert!
Wenn man sich die Menschen ansieht, welche als "Resozialisierungsmaßnahme" einen LKW Führerschein erhalten haben, oder ohne ausreichende Kenntnisse einer allgemein verständlichen Sprache, unsere Straßen unsicher machen, dürfte solches Verhalten verständlich sein...
>:-(





1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 15:09:10.

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