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Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: Obelixx

Datum: 04.12.18 16:43

Gab es jemals eine Straßenbahnverbindung zwischen Köln und Düsseldorf?

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: BJ1964

Datum: 04.12.18 16:45

Bitte löschen!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 17:03.

Mit Umsteigen: "JA"

geschrieben von: 1208

Datum: 04.12.18 16:54

Du solltest nach folgenden Bahnen suchen, dann findest Du einen Weg mit Straßenbahnen von Köln nach Düsseldorf:

Mülheimer Kleinbahn AG, später Kölner Straßenbahnen
Straßenbahn Opladen – Ohligs
Bergische Kleinbahn AG, später Rheinische Bahngesellschaft AG

VG, 1208

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: rad3m

Datum: 04.12.18 17:16

Im Raum zwischen Köln und Düsseldorf gab es mal etwas, allerdings nicht bis in diese Städte. Irgendwo habe ich darüber was gelesen, vielleicht sogar Literatur im Bücherschrank, was mir aber jetzt nichts nützt (Dafür habe ich keine Suchmschine). Es lohnt sich also, weiter zu suchen. Im Eisenbahnatlas findet man abgehend in Langenfeld (an der Hauptstrecke Köln-Düsseldorf) Gleise eingezeichnet: "Bahnen der Stadt Monheim GmbH". Ob diese Gütergleise alte Kleinbahn/Straßenbahntrassen nutzen, weiß ich nicht. In alten Karten von 1930 sehen die Strecken etwas anders aus.

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: Gernot

Datum: 04.12.18 17:16

Rechtsrheinisch hat 1208 ja schon beantwortet. Linksrheinisch gab es in der großen Ära der Überlandstraßenbahnen so um 1910/1920 mal die Idee, eine solche zu bauen. Aber außer ersten Plänen kam da nichts mehr.

Mit Umsteigen - der genau Weg

geschrieben von: 1208

Datum: 04.12.18 18:19

Jetzt habe ich noch etwas mehr Zeit um die kurze Antwort von eben zu ergänzen. Dank dieser Seite von Uli Schubert kann man nachvollziehen, über welche Ortschaften man die Straßenbahnreise von Köln nach Düsseldorf hätte antreten können.
Zitat:
Zitat
· Köln Mülheim – Köln Stammheim
· Köln-Stammheim – Bayerwerk – Wiesdorf | 1435 mm | 5,0 km | 19.03.1906
· Wiesdorf – Küppersteg – Opladen | 1435 mm | 4,0 km | 01.10.1907
· Opladen – Langenfeld – Immigrath – Landwehr – Ohligs Bf. | 1435 mm | 15,3 km | 22..07.1910
· Ohligs Bf. – Hilden Gabelung | 1000 mm | 5,0 km | 21.01.1899
· Hilden Gabelung – Düsseldorf-Benrath | 1000 mm | 13,0 km | 12.12.1898
Angegeben jeweils Strecke | Spurweite | Streckenlänge | Eröffnungsdatum

VG, 1208



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 18:21.

Re: Mit Umsteigen - der genau Weg

geschrieben von: Cityrunner

Datum: 04.12.18 19:45

1208 schrieb:
Jetzt habe ich noch etwas mehr Zeit um die kurze Antwort von eben zu ergänzen. Dank dieser Seite von Uli Schubert kann man nachvollziehen, über welche Ortschaften man die Straßenbahnreise von Köln nach Düsseldorf hätte antreten können.
Zitat:
Zitat
· Köln Mülheim – Köln Stammheim
· Köln-Stammheim – Bayerwerk – Wiesdorf | 1435 mm | 5,0 km | 19.03.1906
· Wiesdorf – Küppersteg – Opladen | 1435 mm | 4,0 km | 01.10.1907
· Opladen – Langenfeld – Immigrath – Landwehr – Ohligs Bf. | 1435 mm | 15,3 km | 22..07.1910
· Ohligs Bf. – Hilden Gabelung | 1000 mm | 5,0 km | 21.01.1899
· Hilden Gabelung – Düsseldorf-Benrath | 1000 mm | 13,0 km | 12.12.1898
Angegeben jeweils Strecke | Spurweite | Streckenlänge | Eröffnungsdatum

VG, 1208
Danke 1208... ich wusste gar nicht das es mal so ein Netz gab. Teilweise interessante Laufwege.
Viele davon sind heute Buslinien. Ich glaub sogar eine direktverbindung Stammheim Wiesdorf gibt es heute nicht mehr. SO auch von opladen nach Solingen Ohligs Nicht mehr.
Habe ich einen Denkfehler? Wenn nein, muss es doch möglich gewesen sein, dass man das heutige NRW gefühlt fast gänzlich per Straßenbahn bereisen konnte:
- Von Werne nach Unna,
- weiter nach Dortmund,
- über verschieden mögliche Strecken nach Düsseldorf,
- weiter auf dem bereits genannten Weg nach (Köln-)Zündorf,
- anschließend nach Siegburg
- und über Bonn nach Bad Honnef.

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: cinéma

Datum: 04.12.18 20:26

Obelixx schrieb:
Gab es jemals eine Straßenbahnverbindung zwischen Köln und Düsseldorf?
Zumindest hatte die Rheinbahn bis Ende der 70er eine Konzession für eine Buslinie Düsseldorf-Hilden-Langenfeld-Opladen, soweit ich weiß, war das die Linie 76. Die dürfte auf eine ehemalige Straßenbahnverbindung zurückgegangen sein.
Ähnlich bei den KVB, die hatten bis in die 80er hinein eine Konzession bis Opladen (Linie 52?). Die dürfte auf der ehemaligen Straßenbahnlinie O beruht haben.

Re: Mit Umsteigen - der genau Weg

geschrieben von: Gernot

Datum: 04.12.18 20:31

Cityrunner schrieb:
1208 schrieb:
Jetzt habe ich noch etwas mehr Zeit um die kurze Antwort von eben zu ergänzen. Dank dieser Seite von Uli Schubert kann man nachvollziehen, über welche Ortschaften man die Straßenbahnreise von Köln nach Düsseldorf hätte antreten können.
Zitat:
Zitat
· Köln Mülheim – Köln Stammheim
· Köln-Stammheim – Bayerwerk – Wiesdorf | 1435 mm | 5,0 km | 19.03.1906
· Wiesdorf – Küppersteg – Opladen | 1435 mm | 4,0 km | 01.10.1907
· Opladen – Langenfeld – Immigrath – Landwehr – Ohligs Bf. | 1435 mm | 15,3 km | 22..07.1910
· Ohligs Bf. – Hilden Gabelung | 1000 mm | 5,0 km | 21.01.1899
· Hilden Gabelung – Düsseldorf-Benrath | 1000 mm | 13,0 km | 12.12.1898
Angegeben jeweils Strecke | Spurweite | Streckenlänge | Eröffnungsdatum

VG, 1208
Danke 1208... ich wusste gar nicht das es mal so ein Netz gab. Teilweise interessante Laufwege.
Viele davon sind heute Buslinien. Ich glaub sogar eine direktverbindung Stammheim Wiesdorf gibt es heute nicht mehr. SO auch von opladen nach Solingen Ohligs Nicht mehr.
Verwechsle nicht die Eröffnungsabschnitte aus der obigen Tabelle mit eigenen Linien. Die Linie von Mülheim nach Opladen wurde in drei Abschnitten eröffnet und die Linie von Ohligs nach Benrath in zwei. Das ist ja auch kein Netz, sondern das sind von einander getrennte Strecken unterschiedlicher Gesellschaften. Mit zahlreichen Umstiegen hätte man in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts theoretisch von Dinslaken bis Bad Honnef oder von Mönchengladbach bis Unna mit der Straßenbahn fahren können. Durchgehende Sonderfahrten wären aber nicht möglich gewesen, weil die Spurweiten wechselten.

Lange Zeit nach der Einstellung der Straßenbahnlinie O fuhr die KVB-Buslinie 52 (heute 152) von Mülheim nach Leverkusen-Mitte/Wiesdorf und wenn ich mich richtig erinnere sogar bis Opladen (damals noch eine eigenständige Stadt). Heute ist man da mit der Regional- oder S-Bahn schneller. Viele der aus heutiger Sicht unverständlichen Parallelstrecken zur Staatsbahn wie z.B. die Straßenbahn von Mülheim nach Wiesdorf oder von Opladen nach Ohligs stammten aus der Zeit, als es noch keine Tarifgemeinschaften gab.
614 078 schrieb:
Habe ich einen Denkfehler? Wenn nein, muss es doch möglich gewesen sein, dass man das heutige NRW gefühlt fast gänzlich per Straßenbahn bereisen konnte:
- Von Werne nach Unna,
- weiter nach Dortmund,
- über verschieden mögliche Strecken nach Düsseldorf,
- weiter auf dem bereits genannten Weg nach (Köln-)Zündorf,
- anschließend nach Siegburg
- und über Bonn nach Bad Honnef.
Das wäre möglich gewesen. Aber eben nur mit vielfachem Umsteigen und zahlreichen Fahrkartenkäufen, weil es noch keine Verkehrsverbünde gab.
Es wäre auch Richtung Westen bis Mönchengladbach-Rheydt oder Moers gegangen und ins Bergische bis nach Remscheid. Auch nach Hagen hätte man von Wuppertal aus kommen können, während es von Dinslaken bis Wesel eine Lücke gab. Sonst wäre sogar eine Reise entlang des Rheins von Emmerich bis Bad Honnef möglich gewesen. Und wenn es in Emmerich eine Rheinbrücke mit Straßenbahngleisen gegeben hätte sogar von Nijmegen aus.
614 078 schrieb:
Habe ich einen Denkfehler? Wenn nein, muss es doch möglich gewesen sein, dass man das heutige NRW gefühlt fast gänzlich per Straßenbahn bereisen konnte:
- Von Werne nach Unna,
- weiter nach Dortmund,
- über verschieden mögliche Strecken nach Düsseldorf,
- weiter auf dem bereits genannten Weg nach (Köln-)Zündorf,
- anschließend nach Siegburg
- und über Bonn nach Bad Honnef.
Dein Denkfehler ist vermutlich, dass du davon ausgehst, in Werne oder Unna wäre NRW zu Ende. Bis zu dem dir vermutlich besser bekannten Niedersachsen fehlen aber noch zahlreiche Kilometer. Von "fast gänzlich" also noch weit weg...

Viele Grüße, Christian
http://www.christianmuc.de/foren/mh-tafel-k.jpg
Mehr oder minder aktuelle Bilder gibt es auf flickr: Fotos | Alben

Re: RRX

geschrieben von: Marcus Lehmann

Datum: 04.12.18 21:52

Der geplante RRX soll besagte Schnellbahn nun verwirklichen. Dennoch mit dem was man sich damals vorgestellt hat, konnte am Ende nur der Metrorapid mithalten, dass was jetzt kommt ist nur eine Optimierung von dem was schon da ist und deshalb sind dau auch nur wenige Verbesserungen zu erwarten.

Die damalige schnell Bahn, welche man auch als Überlandstraßenbahn sehen konnte, sollte da schon was Unabhängiges zum übrigen Rest werden. Das Ganze wurde unter anderen von der SEG betreut, welche heute auch den meisten eher als Ruhrbahn bekannt sein sollte. Im Archiv gibt es auch noch einige Zeichnungen zur geplanten Strecke, wovon die heutige U79 unter anderem ein Teil ist.

In Essen sollte diese Schnellbahn damals unterirdisch verlaufen, hingegen war der Metrorapid dann oberirdisch auf Stelzen geplant.

Ist schon ne interessante Sache das Ganze.

Zu: Denkfehler

geschrieben von: HLeo

Datum: 04.12.18 22:23

ChristianMUC schrieb:
... Dein Denkfehler ist vermutlich, dass du davon ausgehst, in Werne oder Unna wäre NRW zu Ende. Bis zu dem dir vermutlich besser bekannten Niedersachsen fehlen aber noch zahlreiche Kilometer. Von "fast gänzlich" also noch weit weg...

Wie wahr!
Von Unna bis Minden oder Höxter ist es noch sehr weit. Ebenso von Werne bis Rheine oder kurz vor Osnabrück. Und die Eifel und das Siegerland sollten wir auch nicht vergessen.
cinéma schrieb:
Zumindest hatte die Rheinbahn bis Ende der 70er eine Konzession für eine Buslinie Düsseldorf-Hilden-Langenfeld-Opladen, soweit ich weiß, war das die Linie 76.
Ähnlich bei den KVB, die hatten bis in die 80er hinein eine Konzession bis Opladen (Linie 52?).
Ja, es waren die Linien 76 (heutige Restlinie 785) bzw. 52 (152).
Die WUPSI fuhr mit der Linie 31 (231) Lützenkirchen - Opladen - Langenfeld - Ohligs.
Die Einführung der Verkehrsverbünde VRR und VRS hat die Linienwege in Langenfeld zerstört.

Die Bahnen der Stadt Monheim fuhren früher im Personen- und Güterverkehr durch die Ortsmitte. Anschlüsse an Düsseldorf oder Köln sind mir nicht bekannt. Die BSM war am alten Staatsbahnbahnhof Langenfeld angebunden.

In der Schule hatte ich gelernt, dass die früheren Soldaten oft auf diese Straßenbahnkettenverbindungen angewiesen waren, um (kostenfrei) eine Heimreise machen zu können.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 22:31.

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: K66

Datum: 04.12.18 22:38

Im Buch über die Stadtbahn in Düsseldorf dürfte man fündig werden. Dort wird über eine seinerzeit geplante Schnellbahnverbindung von Düsseldorf über Neuss und Dormagen bis nach Köln berichtet. Diese sollte schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts in Düsseldorf als Unterpflasterbahn geführt werden mit einem U-Bahnhof etwa unter dem Fernbahnhof Graf-Adolf-Platz der Rheinbahn.

Diese Bahn wurde aber niemals realisiert.
Zählt die S-Bahn auch dazu? Die S-Bahn Langenfeld - Düsseldorf (heute Teil der S6) war in den 70ern ein Gemeinschaftsprojekt von Bundesbahn und Rheinbahn. Bus-Fahrkarten der Rheinbahn galten auch in der S-Bahn.

Re: Mit Umsteigen - der genau Weg

geschrieben von: Cityrunner

Datum: 05.12.18 08:14

Gernot schrieb:
Cityrunner schrieb:
1208 schrieb:
Jetzt habe ich noch etwas mehr Zeit um die kurze Antwort von eben zu ergänzen. Dank dieser Seite von Uli Schubert kann man nachvollziehen, über welche Ortschaften man die Straßenbahnreise von Köln nach Düsseldorf hätte antreten können.
Zitat:
Zitat
· Köln Mülheim – Köln Stammheim
· Köln-Stammheim – Bayerwerk – Wiesdorf | 1435 mm | 5,0 km | 19.03.1906
· Wiesdorf – Küppersteg – Opladen | 1435 mm | 4,0 km | 01.10.1907
· Opladen – Langenfeld – Immigrath – Landwehr – Ohligs Bf. | 1435 mm | 15,3 km | 22..07.1910
· Ohligs Bf. – Hilden Gabelung | 1000 mm | 5,0 km | 21.01.1899
· Hilden Gabelung – Düsseldorf-Benrath | 1000 mm | 13,0 km | 12.12.1898
Angegeben jeweils Strecke | Spurweite | Streckenlänge | Eröffnungsdatum

VG, 1208
Danke 1208... ich wusste gar nicht das es mal so ein Netz gab. Teilweise interessante Laufwege.
Viele davon sind heute Buslinien. Ich glaub sogar eine direktverbindung Stammheim Wiesdorf gibt es heute nicht mehr. SO auch von opladen nach Solingen Ohligs Nicht mehr.
Verwechsle nicht die Eröffnungsabschnitte aus der obigen Tabelle mit eigenen Linien. Die Linie von Mülheim nach Opladen wurde in drei Abschnitten eröffnet und die Linie von Ohligs nach Benrath in zwei. Das ist ja auch kein Netz, sondern das sind von einander getrennte Strecken unterschiedlicher Gesellschaften. Mit zahlreichen Umstiegen hätte man in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts theoretisch von Dinslaken bis Bad Honnef oder von Mönchengladbach bis Unna mit der Straßenbahn fahren können. Durchgehende Sonderfahrten wären aber nicht möglich gewesen, weil die Spurweiten wechselten.

Lange Zeit nach der Einstellung der Straßenbahnlinie O fuhr die KVB-Buslinie 52 (heute 152) von Mülheim nach Leverkusen-Mitte/Wiesdorf und wenn ich mich richtig erinnere sogar bis Opladen (damals noch eine eigenständige Stadt). Heute ist man da mit der Regional- oder S-Bahn schneller. Viele der aus heutiger Sicht unverständlichen Parallelstrecken zur Staatsbahn wie z.B. die Straßenbahn von Mülheim nach Wiesdorf oder von Opladen nach Ohligs stammten aus der Zeit, als es noch keine Tarifgemeinschaften gab.
Ich danke für deine Ausführungen. Die Kölner Linien sowie auch die Leverkuser Linien sind mir nicht mehr so geläuft. Ich war mir nicht mehr sicher welche Linie es gab von Köln nach Leverkusen. Dann war das doch die heutige 152. Wobei heute man im Chempark umsteigen müsste.
614 078 schrieb:
Habe ich einen Denkfehler? Wenn nein, muss es doch möglich gewesen sein, dass man das heutige NRW gefühlt fast gänzlich per Straßenbahn bereisen konnte:
- Von Werne nach Unna,
- weiter nach Dortmund,
- über verschieden mögliche Strecken nach Düsseldorf,
- weiter auf dem bereits genannten Weg nach (Köln-)Zündorf,
- anschließend nach Siegburg
- und über Bonn nach Bad Honnef.
NRW hat viele ländliche Ecken ich bezweifle das man von Aachen bis nach Minden mit der Straßenbahn mal fahren konnte. Auf den Jeden Fall konnte man von Bad Honnef bis nach Dortmund fahren. Sofern man xmal umsteigt und eineige Umwege in Kauf nimmt.

Insgesamt ein durchaus interessanter Thread ;).

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: cinéma

Datum: 05.12.18 09:39

Schlafmütze schrieb:
cinéma schrieb:
Zumindest hatte die Rheinbahn bis Ende der 70er eine Konzession für eine Buslinie Düsseldorf-Hilden-Langenfeld-Opladen, soweit ich weiß, war das die Linie 76.
Ähnlich bei den KVB, die hatten bis in die 80er hinein eine Konzession bis Opladen (Linie 52?).
Ja, es waren die Linien 76 (heutige Restlinie 785) bzw. 52 (152).
Die WUPSI fuhr mit der Linie 31 (231) Lützenkirchen - Opladen - Langenfeld - Ohligs.
Die Einführung der Verkehrsverbünde VRR und VRS hat die Linienwege in Langenfeld zerstört.

Die Bahnen der Stadt Monheim fuhren früher im Personen- und Güterverkehr durch die Ortsmitte. Anschlüsse an Düsseldorf oder Köln sind mir nicht bekannt. Die BSM war am alten Staatsbahnbahnhof Langenfeld angebunden.

In der Schule hatte ich gelernt, dass die früheren Soldaten oft auf diese Straßenbahnkettenverbindungen angewiesen waren, um (kostenfrei) eine Heimreise machen zu können.
Man konnte damals mit einmaligem Umsteigen in Opladen per Bus von Köln nach Düsseldorf fahren. Heute muss man zweimal umsteigen, einmal in Opladen und einmal in Langenfeld.

Re: Einstige Straßenbahn zwischen Köln und Düsseldorf

geschrieben von: Gernot

Datum: 05.12.18 10:02

Schlafmütze schrieb:
Zählt die S-Bahn auch dazu? Die S-Bahn Langenfeld - Düsseldorf (heute Teil der S6) war in den 70ern ein Gemeinschaftsprojekt von Bundesbahn und Rheinbahn. Bus-Fahrkarten der Rheinbahn galten auch in der S-Bahn.
Die S-Bahnstrecken in NRW der ersten Bauphase hatten damit nichts mehr zu tun. Dafür hatte man damals schon die ersten Tarifgemeinschaften, aus denen sich etwas später die heutigen Verkehrsverbünde entwickelten.

Insgesamt muss man bei der ganzen Thematik zwischen verschiedenen Projekten unterscheiden. Zum einen gab es die unterschiedlichen Straßenbahngesellschaften, deren Strecken oft an der Endstelle einer anderen Gesellschaft endeten. Gelegentlich gab es auf Teilen der Strecke auch Gemeinschaftsverkehre um so das nächste Zentrum ohne weiteres Umsteigen zu erreichen. Im Ruhrgebiet kam das recht häufig vor.
Dann gab es die Kreis- und Kleinbahnen, meist in kommunaler Trägerschaft. Ein Teil davon wurde mit elektrischen Triebwagen befahren. Die Unterschiede zwischen mancher elektrisch betriebenen Kleinbahn und einer Überlandstraßenbahn waren für den Laien nicht leicht zu erkennen. Bei anderen hingegen, z.B. bei der Rheinuferbahn der Köln-Bonner-Eisenbahnen fielen sie sofort ins Auge. Je nach Fahrzeugen und Ausbauzustand waren solche Bahnen schneller als die Züge der Reichsbahn. Aus heutiger Sicht war das Angebot vieler Überland- und Kreisbahnen meist dürftig. 60'-Takte waren nicht selten, gelegentlich war der Takt noch dünner.
Als Drittes gab es das im Thread bereits angesprochene Projekt einer elektrischen Schnellbahn zwischen Köln und Düsseldorf, deren erste Ideen kurz vor dem 1. Weltkrieg aufkamen (die Elektrifizierung der Bundesbahnstrecken kam erst ca. 50 Jahre später), angestoßen durch den Erfolg der Bahnen von Düsseldorf nach Krefeld und Duisburg. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe war dies ein privates Projekt, das zwar über erste Planungen nicht hinauskam, aber eine ganze Weile diskutiert wurde. Man muss dabei berücksichtigen, dass man damals mit dem Bau und Betrieb von Bahnstrecken Gewinne erzielen konnte.
Und schließlich wollte sich auch die Reichsbahn in diesem Verkehrskorridor stärker engagieren. In den 1930er Jahren gab es deutschlandweit die Anfänge eines Schnellfahrnetzes mit Dieseltriebwagen und einigen Elektrotriebwagen - die berühmten fliegenden Züge. Dafür wurde zwischen Köln und Düsseldorf eine neue Strecke geplant und die ersten Baumaßnahmen gab es auch schon: Wer am S-Bahn Haltepunkt Köln-Volkhovener Weg der S 11 aussteigt sieht unmittelbar südlich davon einen Bahndamm, der von der Bahnstrecke Köln-Krefeld bis zum Volkhovener Weg reicht. An der Bahnstrecke fallen auch ein paar ungenutzte Brückenbauwerke auf, welche der niveaufreien Ausfädelung dieser Strecke dienen sollten. Die Bundesbahn holte diese Pläne im Zuge der Planungen für ihr zukünftiges ICE-Netz in den 1970ern wieder aus der Schublade. Aber da die Strecke mitten durch das mittlerweile gebaute Chorweiler geführt hätte, gab man die Idee bald wieder dran.
Die Bahnen der Stadt Monheim haben nichts mit einer (evtl. geplanten) Verbindung zwischen Köln und Düsseldorf zu tun. Die Bahn diente dazu, die Stadt Monheim und weitere Gemeinden an die Staatsbahn in Langenfeld anzuschließen. Die BSM waren in Ost-West-Richtung ausgerichtet, und wären damit im rechten Winkel zu einer Verbindung Düsseldorf - Köln trassiert gewesen. Die Bahngesellschaft ist heute immer noch dieselbe, allerdings wurde in den Siebzigern der elektrische Betrieb aufgegeben, und in den Achtzigern die Strecke in Monheim neu trassiert, um die Bahn vom Straßenverkehr zu trennen. Was heute von den BSM noch übrig ist, hat also kaum noch etwas mit den „alten“, elektrisch betriebenen BSM gemein.