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Ich fahre gelegentlich mit DB-Fahrkarte nach Bochum und dann mit der 308 nach Hattingen. Das City-Ticket gilt bis zur Stadtgrenze, das VRR-Ticket Preisstufe A für den Rest der Reise beginnt frühestens Haus Weitmar (heißt jetzt anders, aber egal) und spätestens Oberwinzerfeld.

Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Kontrolleur, ob ich bis Haus Weitmar warten muss mit dem Abstempeln oder schon am Hbf abstempeln darf. Er meinte, Hbf stempeln geht auch, es sei ja nachvollziehbar dass ich mit dem DB-Ticket bis zur Stadtgrenze frei fahren kann. Hatte er recht?

Re: [VRR] Kombination City-Ticket und 4-Fahrten-Karte?

geschrieben von: THU

Datum: 03.12.18 18:07

Winterkind schrieb:
Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Kontrolleur, ob ich bis Haus Weitmar warten muss mit dem Abstempeln oder schon am Hbf abstempeln darf. Er meinte, Hbf stempeln geht auch, es sei ja nachvollziehbar dass ich mit dem DB-Ticket bis zur Stadtgrenze frei fahren kann. Hatte er recht?
Nein. Bochum Hbf befindet sich nicht in einer Nachbarwabe von Hattingen, die A-Karte gilt demnach nur innerhalb Bochums. Wenn du nach Hattingen willst, darfst du dein A-Ticket frühestens am Haus Weitmar entwerten. Mit dem Wabenaufdruck "360" (wo sich der Hbf befindet) wird dich wohl kein Kontrolleur nach Hattingen lassen, allenfalls mit zugedrücktem Auge ;-)


Winterkind schrieb:
Ob erlaubt oder nicht, ob beim Umsteigen oder im Fahrzeug, es ist doch völlig hirnrissig für 0,25 oder ähnliche Beträge so einen Aufwand zu machen.
Für solche Beträge stimmt das schon. Zweimal A würde ich wohl auch nicht machen. Interessant wird es erst bei weiteren Strecken.

Für den Weg zu einer Freundin bietet es sich mir zum Beispiel an, zuerst ein B-Ticket zu lösen, für die Weiterfahrt reicht dann ein A-Ticket (Nachbarwabenregel). Würde ich durchfahren, bräuchte ich dagegen ein C-Ticket. 5,90+2,80 sind 8,70€, ein C-Ticket kostet 12,50€. Nun muss ich auch wieder zurück, 2x 8,70€ sind 17,40€, 2x 12,50€ aber 25€. Macht also insgesamt eine Ersparnis von 8,60€, gegenüber einem C-Tagesticket (24,30€) immerhin noch 6,90€. Das lohnt sich meines Erachtens schon, wenn man fast so viel spart, wie eine Fahrt kostet.
cinéma schrieb:
Mir fällt gerade ein: War es nicht so, dass der VRS den Kurzstreckentarif vor dem VRR eingeführt hat?

Netter Versuch. Nur leider voll daneben. Der VRS wurde erst 1987 gegründet, da hatte der VRR schon lange einen Kurzstreckentarif.

Allberto schrieb:
Zitat aus dem aktuellen VRR-Handbuch für Tarif und Vertrieb, Teil B Tarifbestimmungen, Abschnitt B.2.4:
"Die Aneinanderreihung verschiedener oder gleicher Tickets mit verschiedener oder gleicher Preisstufe bzw. Regionszugehörigkeit für eine Fahrt ist unzulässig."
PDF-Quelle: [vrr.pcs.sabio.de]

Das steht meines Wissens so (oder so ähnlich) schon seit 1980 in den VRR-Tarifbestimmungen.

Vielen Dank für die Klarstellung.

Winterkind schrieb:
Ob erlaubt oder nicht, ob beim Umsteigen oder im Fahrzeug, es ist doch völlig hirnrissig für 0,25 oder ähnliche Beträge so einen Aufwand zu machen. Schließlich darf man dann auch nicht vergessen, an einem bestimmten Punkt eine bestimmte Aktion zu machen, das lohnt definitiv nicht. Das Leben ist zu kurz für so viel Theater. Ticket kaufen, bei Fahrtantritt entwerten und dann entspannen ist viel mehr wert als ein paar Cent.

Wie wichtig man so was nimmt, kann jeder mit sich selbst ausmachen. Die Situation ist aber ein ganz heftiges Indiz für einen Konstruktionsfehler im Tarif. Normalerweise hat man eine so deutliche Entfernungsdegression, dass ein Stückeln Unsinn wäre (es sei denn, man braucht Reste an Vorverkausfahrscheinen aus persönlichem Bestand auf, die man anders nicht nutzen kann). Selbst ein Stückeln von Zonenfahrschein und Kurzstrecke bei Fahrten, die an einer Seite nur knapp eine Zahlgrenze überschreiten, sollte bei einem gut gemachten Tarif unrentabel sein. Das ist hier das Problem und nicht eine vermeintliche Aufregung wegen ein paar Cent.
kaufhalle schrieb:

Wie wichtig man so was nimmt, kann jeder mit sich selbst ausmachen. Die Situation ist aber ein ganz heftiges Indiz für einen Konstruktionsfehler im Tarif. Normalerweise hat man eine so deutliche Entfernungsdegression, dass ein Stückeln Unsinn wäre (es sei denn, man braucht Reste an Vorverkausfahrscheinen aus persönlichem Bestand auf, die man anders nicht nutzen kann). Selbst ein Stückeln von Zonenfahrschein und Kurzstrecke bei Fahrten, die an einer Seite nur knapp eine Zahlgrenze überschreiten, sollte bei einem gut gemachten Tarif unrentabel sein. Das ist hier das Problem und nicht eine vermeintliche Aufregung wegen ein paar Cent.

Dann dürfte aber auch das Zusatzticket für mein Ticket 2000 (3,50€) nicht teurer sein als ein A-Ticket (2,80€)

Denn im Moment ist es günstiger, bei einer Fahrt bis Heinrich-Heine-Allee, beim Umstieg Bus->Bahn an "Haus Meer" ein A-Ticket zu kaufen anstatt bei Fahrtbeginn ein Zusatzticket.
UK schrieb:
Dann dürfte aber auch das Zusatzticket für mein Ticket 2000 (3,50€) nicht teurer sein als ein A-Ticket (2,80€)

Denn im Moment ist es günstiger, bei einer Fahrt bis Heinrich-Heine-Allee, beim Umstieg Bus->Bahn an "Haus Meer" ein A-Ticket zu kaufen anstatt bei Fahrtbeginn ein Zusatzticket.
Gerade in Düsseldorf und Neuss gibt es noch mehr Ungereimtheiten. So ist die Fahrt mit der 709 von der NE-Stadthalle bis NE-Hbf, dort in die U75 bis D-Belsenplatz, dort in den 835 bis D-Landtag/Kniebrücke die Preisstufe A, die Fahrt auf direktem Wege mit der 709 von der Stadthalle bis D-Landtag/Kniebrücke aber Preisstufe B. Bis ca. zum Jahr 2000 war die Fahrt von D-Hamm, Brückenrampe bis NE-Stadthalle eine Kurzstrecke. Neuss war dann der Meinung, dass zu viel Kaufkraft nach Düsseldorf abwandert und hat eine Zwischenwabe an der NE-Langemarkstraße eingeschoben. Damit wurde die Fahrt zur Preisstufe B. Gleichwohl hat man aber scheinbar vergessen das gleiche bei der U75 zu tun. Mit dieser kommt man weiterhin bis D-Heinrich-Heine-Allee ins Düsseldorfer Zentrum.
UK schrieb:
Dann dürfte aber auch das Zusatzticket für mein Ticket 2000 (3,50€) nicht teurer sein als ein A-Ticket (2,80€)
Aber auch nur im Übergang in die Nachbarstadt. Schon wenn ich mit einem A-2000er plus Zusatzticket zwei Städte weiter fahre, ist das Zusatzticket wieder günstiger als die normale Fahrkarte. Zwischenzeitlich gab es für diesen Fall ja mal zwei verschiedene Zusatztickets, hat man aber wieder abgeschafft.

Als Fahrradticket hingegen bietet sich eher das NRW-Radticket an, da zahlt man nur 4€ für einen Tag statt 3,50€ pro Fahrt.
Ich glaube, die Ungereimtheit lässt sich damit begründen, dass die Tarifgebiete und Waben eben nicht so schön gerade begrenzt sind, wie auf den abstrakten Grafiken. Dadurch sind Direktfahrten, die zufällig durch ein weiteres Tarifgebiet mit einer Haltestelle dort führen teurer als Umwegfahrten, die das Tarifgebiet nicht verlassen.
Ein Beispiel ist die Fahrt "D-Bilk-S nach "Neuss, Am Kaiser". Mit der S-Bahn Preisstufe B, mit der Wehrhahnlinie und U75 Preisstufe A.
Dass das wirklich ein Problem ist, liegt an den absurden Preissprüngen zwischen den Preisstufen.

Schon gleich nach Start des VRR 1980 (da hießen die Preisstufen noch 1, 2, ...) fuhr ich öfter D-Unterrath - DU-Emilstr. Als preissensibler junger Mensch löste ich Preisstufe 2 nach Duisburg, und zwischen Schnabelhuck und "Am Kanal" musste eine Fahrt auf der 4er-Karte Preisstufe 1 "nachgestempelt" werden. Umgekehrt entsprechend.

Ich habe das gut in Erinnerung, weil die Fahrer der 909 oft zu blöd waren, die richtige Wabe einzustellen, geschweige denn das Übergangstarifgebiet (irgendsoeine 900er-Nummer) im Überlappungsbereich! Und ich wollte nicht in Düsseldorf mit einer Preisstufe 2 abgestempelt mit Wabe 230 (Duisburg Nord) aufgegriffen werden - also immer wieder Diskussion mit dem Strabsenfahrer.

Jedenfalls, die heftigen Preissprünge sind ein Webfehler des Verbundes von Anfang an.
Ein anderer Webfehler war der Schnitt der Tarifgebiete, die im Westen eine große Nord-Süd-Ausdehnung haben. Dadurch kam ich mit Preisstufe 3 gut 30 km weit (D-Mitte => DU-Nord), während Mönchengladbach - Düsseldorf bei ungefähr gleicher Entfernung Preisstufe 5 war. Das hat man aber mit der Umstellung auf die Buchstaben-Preisgruppen immerhin(!) geglättet.
Sorry, dieser ganze Murks, diese Wissenschaft, die ganzen Überlegungen.... alles (und noch vieles mehr) hinfällig wenn der ÖPNV endlich kostenlos nutzbar wäre. Und wenn das nicht durchsetzbar ist dann wenigstens eine ÖPNV-Abgabe a la GEZ pro Person und fertig. Aber das nur am Rande weil es gerade wieder so offensichtlich ist, bitte keine neue Diskussion.

EKAI

kundenfreundliche Regelungen

geschrieben von: reisendehr

Datum: 04.12.18 14:51

Winterkind schrieb:
Zitat
Ob erlaubt oder nicht, ob beim Umsteigen oder im Fahrzeug, es ist doch völlig hirnrissig für 0,25 oder ähnliche Beträge so einen Aufwand zu machen.
Völlig richtig!

Genau deshalb sollten Stückelungen grundsätzlich legalisiert werden, der Aufwand für die Verkehrsverbünde in solchen Grauzonen juristisch aktiv zu werden ist fern jeder Verhältnismäßigkeit und der Schaden durch vergraulte Fahrgäste enorm!
Wer im Zeitraum einer Kontrolle ein für die jeweilige Strecke gültiges Ticket hat, ist auf der sicheren Seite, ... wo wäre denn das Problem an einer solchen Regel?
Sollte die Vorhaltung eines gültigen Fahrausweises an fehlenden Entwertern im Fahrzeug scheitern, geht der Vorgang zu Lasten des Verkehrsunternehmens und fertig.

Selbst wenn dadurch einige systematische Nischen entstehen sollten, wäre kaum ein Schaden messbar, weil die jeweiligen Nutzergruppen im Vergleich zur Masse der Zeitkartennutzer nur klein sind und weil gleichzeitig solche kundenfreundlichen Regelungen auch positive Effekte mit sich bringen.
Belohnt werden würden Leute, die sich gut mit dem Tarifsystem auskennen, das wäre aus gesellschaftlicher Perspektive absolut in Ordnung.


Hans

Re: kundenfreundliche Regelungen

geschrieben von: DavMa83

Datum: 04.12.18 16:22

Man muss generell sagen, dass der Nahverkehr im VRR doch schon recht teuer ist.

In Berlin kostet eine Tageskarte bis zur Stadtgrenze 7 Euro, zum Vergleich in Dortmund kostet es genau dasselbe. Wenn man allerdings den Nahverkehr in Berlin mit Dortmund vergleichen würde, dann ist dieser Preis in Dortmund verhältnismäßig teuer. Auch in Hamburg ist man für dieselbe Leistung mit nur 70 cent mehr dabei.
EKAI schrieb:
Sorry, dieser ganze Murks, diese Wissenschaft, die ganzen Überlegungen.... alles (und noch vieles mehr) hinfällig wenn der ÖPNV endlich kostenlos nutzbar wäre. Und wenn das nicht durchsetzbar ist dann wenigstens eine ÖPNV-Abgabe a la GEZ pro Person und fertig. Aber das nur am Rande weil es gerade wieder so offensichtlich ist, bitte keine neue Diskussion.
Haben wir wieder Märchenstunde? Es gibt keinen kostenlos nutzbaren ÖV!
cinéma schrieb:
EKAI schrieb:
Sorry, dieser ganze Murks, diese Wissenschaft, die ganzen Überlegungen.... alles (und noch vieles mehr) hinfällig wenn der ÖPNV endlich kostenlos nutzbar wäre. Und wenn das nicht durchsetzbar ist dann wenigstens eine ÖPNV-Abgabe a la GEZ pro Person und fertig. Aber das nur am Rande weil es gerade wieder so offensichtlich ist, bitte keine neue Diskussion.
Haben wir wieder Märchenstunde? Es gibt keinen kostenlos nutzbaren ÖV!
Aus dem Zusammenhang solltest du ablesen können, wie das gemeint ist.

EKAI
kaufhalle schrieb:
cinéma schrieb:
Mir fällt gerade ein: War es nicht so, dass der VRS den Kurzstreckentarif vor dem VRR eingeführt hat?
Netter Versuch. Nur leider voll daneben. Der VRS wurde erst 1987 gegründet, da hatte der VRR schon lange einen Kurzstreckentarif.


Wann wurde denn der Kurzstreckentarif im VRR eingeführt? Ich spreche nicht von einer Wabe, sondern von Kurzstrecke!
Habe mal auf Wiki nachgeschaut: Laut Wiki gab es im VRR bis in die 90er Jahre hinein keine Kurzstrecke, das würde bedeuten, dass der VRS früher dran war.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 16:42.
cinéma schrieb:
Habe mal auf Wiki nachgeschaut: Laut Wiki gab es im VRR bis in die 90er Jahre hinein keine Kurzstrecke, das würde bedeuten, dass der VRS früher dran war.
Das ist Unsinn. Die Kurzstrecke gabs ab 1.1.1985 für 1DM.
cinéma schrieb:
Habe mal auf Wiki nachgeschaut: Laut Wiki gab es im VRR bis in die 90er Jahre hinein keine Kurzstrecke, das würde bedeuten, dass der VRS früher dran war.

Glaubst Du eigentlich all den Stuss selbst, den Du uns hier erzählst?

Auch im "alten" Tarifsystem mit den Regionalverkehrsstufen gab es einen Kurzstreckentarif, wenn auch nicht von Anfang an.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.18 21:53.
kaufhalle schrieb:
Glaubst Du eigentlich all den Stuss selbst, den Du uns hier erzählst?
Schreibst Du jetzt schon im Majestäts-Plural?
cinéma schrieb:
kaufhalle schrieb:
Glaubst Du eigentlich all den Stuss selbst, den Du uns hier erzählst?
Schreibst Du jetzt schon im Majestäts-Plural?
Bei den ganzen straßenbahnfeindlichen und vor allen unsachlichen Beiträgen (ohne messbare Fakten) ist es kein Wunder wenn sich bestimmte User mit ihrem unsachlichen AFD-Stil hier keine Freunde machen.
Samba Tw 303 schrieb:
cinéma schrieb:
kaufhalle schrieb:
Glaubst Du eigentlich all den Stuss selbst, den Du uns hier erzählst?
Schreibst Du jetzt schon im Majestäts-Plural?
Bei den ganzen straßenbahnfeindlichen und vor allen unsachlichen Beiträgen (ohne messbare Fakten) ist es kein Wunder wenn sich bestimmte User mit ihrem unsachlichen AFD-Stil hier keine Freunde machen.
Straßenbahnfeindlich? Och, habe ich das Bimmelbahner-Herzchen verletzt?
cinéma schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
cinéma schrieb:
kaufhalle schrieb:
Glaubst Du eigentlich all den Stuss selbst, den Du uns hier erzählst?
Schreibst Du jetzt schon im Majestäts-Plural?
Bei den ganzen straßenbahnfeindlichen und vor allen unsachlichen Beiträgen (ohne messbare Fakten) ist es kein Wunder wenn sich bestimmte User mit ihrem unsachlichen AFD-Stil hier keine Freunde machen.
Straßenbahnfeindlich? Och, habe ich das Bimmelbahner-Herzchen verletzt?
Auch sog "Bimmelbahnen" können eine moderne, bequeme und günstige Alternative sein. War ja klar dass du mit nichts besseren kontern kannst. Wie viel Straßenbahnbetriebe hast du schon kennengelernt? Bei mir war es im Sommer der 100. Betrieb. Man sagt ja reisen öffnet den Horizont...

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