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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Hallo,

nachdem gestern bereits eine Straßenbahn vom neuen Typ NGT10 "XL" von Solaris am Augustusplatz gegen Mittag einfach so liegen geblieben ist [siehe LVZ], sind zudem sowohl gestern Abend gegen 18 Uhr als auch heute Abend gegen 21 Uhr noch jeweils eine NGT8+NB4-Kombination einfach so(?) liegen geblieben. Die gestern liegen gebliebene NGT8+NB4-Kombination konnte anscheinend selbst nicht mehr weiterfahren, sodass eine Tatra-Traktion diesen Wagenzug dann zum Strbf. Paunsdorf abgeschleppt hat.

Die heute Abend gegen 21 Uhr im Bereich der Haltestelle Schönefeld, Volbedingstraße liegen gebliebene NGT8+NB4-Kombination 11xx+909 der Li. 1 nach Lausen konnte dann doch nach einigen Minuten noch etwas weiterfahren und anschließend vorerst in die Schleife Schönefeld zurücksetzen, um die nachfolgenden Straßenbahnen der Li. 1 nach Lausen (u. a. zuverlässigere Tatra-Großzüge inkl. Niederflurbeiwagen NB4) nicht weiter zu blockieren.

http://fs1.directupload.net/images/180708/5h95jxwr.jpg
NGT8+NB4-Kombination 11xx+909 heute beim Zurücksetzen in die Schleife Schönefeld
Hallo,

ich denke, das war jetzt einfach Zufall. Die NGT8 zeichnen sich ja nun schon seit Jahren, vermutlich altersbedingt, durch eine steigende Ausfallrate aus, sodass es zwangsläufig auch mal die Gespanne trifft. Da nun in den Ferien zudem mehr Kurse als NGT8+NB4 unterwegs sind, bleibt halt auch mal häufiger einer davon liegen. Hin und wieder streikt auch mal der Beiwagen und muss an den Endstellen abgehangen werden, dann rollt der Triebwagen eben alleine weiter, das Phänomen gab und gibt es aber auch hinter den Tatrawagen. Gegenüber den NGT10 ist das aber alles "peanuts", die sind jetzt am Wochenende wieder reihenweise liegengeblieben bzw. ausgefallen ...
233+240 schrieb:
(u. a. zuverlässigere Tatra-Großzüge inkl. Niederflurbeiwagen NB4)
Tatra-Wagen sind im Zugverband natürlich NOCH NIE liegengeblieben oder kaputtgegangen. ;-)
Hallo,

während eines der letzten Weihnachtsmärkte stand mal ein Tatra Großzug genauso quer über die Kreuzung. Aber die Kreuzung war sehr schnell wieder frei, denn am Ende des Großzuges befand sich eine Kupplung, am Anfang des nächsten Zuges auch, sodass der Fahrer des 2. Zuges beherzt ankuppelte und den liegengebliebenen Zug von der Kreuzung schob. Sowas ist mit den neuen Fahrzeugen auch nicht mehr (so einfach) möglich.

Grüße,
Rico
PuratorLE schrieb:
Sowas ist mit den neuen Fahrzeugen auch nicht mehr (so einfach) möglich.
...was aber wohl am Verzicht auf prinzipiell wohl für die meisten Typen erhältliche Scharfenberg-Kupplungen liegt und nicht an der Tatsache "neues Fahrzeug".
Moin,
Zitat:
Sowas ist mit den neuen Fahrzeugen auch nicht mehr (so einfach) möglich.
...was aber wohl am Verzicht auf prinzipiell wohl für die meisten Typen erhältliche Scharfenberg-Kupplungen liegt und nicht an der Tatsache "neues Fahrzeug".
Tatras, Leoliner, NGT8, NGT12 und NB4 haben allesamt beidseitig SchaKus, zum Teil eingeklappt und hinter einer Verkleidung getarnt, zum Teil ohne E-Teil. Mechanisch sind diese alle kompatibel, eben für den Fall solcher Schlepp- oder Schiebefahrten. Sollten die NGT10 tatsächlich nur eine Albertkupplung hinter der Verkleidung versteckt haben, dann ist im Wagen auch ein Adapter auf Schaku vorhanden. Das dauert dann nur ein paar Minuten länger. Das Entfernen der Verkleidungen und das Ausklappen der Kupplungen kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen. In einem schweren Winter war mal die Heckverkleidung eines NB4 komplett von innen mit Schnee/Eis zugesetzt, da musste dann eine T4D-Traktion rückwärts von der Angerbrücke bis zur Lützner/Merseburger Straße vor den dort havarierten Tatrazug fahren. Hier kam erschwerend die dummerweise nicht beheizte und im Normalbetrieb stumpf befahrene Weiche an der Odermannstraße hinzu, diese musste auch erstmal enteist und in die richtige Endlage gebracht werden. Okay, das alles kann man aktuell ausschließen. Eher macht das Lösen der Federspeicherbremsen Probleme. So einfach wie beim Tatra (Hebel rausklappen und gut ist es) geht das bei den moderneren Typen dann auch nicht mehr und dauert entsprechend länger. Auch ist hier besondere Vorsicht geboten. Sind die Federspeicher erstmal alle "auf", ist der Wagenzug ein Spielball der Schwerkraft.
Liegenbleiber gab es schon zu Zeiten weit vor den Tatras. Nur hat man da früher nicht so einen medialen Zirkus gemacht, wie das heute der Fall ist. Jetzt von einem Massenproblem zu sprechen, nur weil es zufällig 2x nacheinander zentrumsnah passiert ist, ist völlig überzogener Quatsch. Wäre einer der Vorfälle kurz vor Taucha oder Schkeuditz passiert, hätte wohl kaum jemand davon Notiz genommen.
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.18 21:04.