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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Hallo,
Stadtbahnhasser Spec und seine geliebten Busse:
Stuttgarter Zeitung:

klick

Über diesen OB kann man nur den Kopf schütteln.


hier noch die Ludwigsburger Kreiszeitung:

KLICK!!!


edit: LKZ hinzugefügt, am 11. 07. StZ hinzugefügt

Heute in der Stuttgarter Zeitung: links im Bericht noch ein link: Warum der Landrat Haas das Zündeln nicht lassen kann


Nur die SPD ist für die Hochflurbahn





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.18 11:02.
Der gemeine Bürger fragt sich echt ob das Volksvertreter sind oder narzistische Schwachköpfe!

Noch Fragen Kienzle?

https://www.nomegatrucks.eu/deu/service/download/no-mega-trucks-logo.jpg

BRT sind totaler Mist

geschrieben von: Zweisystemer

Datum: 07.07.18 02:18

Ich hoffe, dass sich der Landkreis und die Kommunen mit der hochflurigen SSB-Stadtbahn durchsetzen. Es ist verkehrsplanerischer Harakiri vom Ludwigsburger OB, ein BRT zu fordern.

https://abload.de/img/unbenannt-1trcjm.png

Re: BRT sind totaler Mist

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 07.07.18 09:49

BRT ist natürlich Schwachsinn, aber ob man wirklich auf Hochflurbahnen setzen will sollte man sich gut überlegen. Die entscheidende Frage ist, ob man wirklich sinnvolle Durchbindungen ins Stuttgarter Netz schaffen kann. Nur dann sollte man sich den Klotz ans Bein binden.

Durchbindungen der Netze mit verschiedenen Systemen

geschrieben von: PL

Datum: 07.07.18 10:47

gibt es woanders auch. Köln-Bonn wie auch Düsseldorf betreiben je 3 Kombinationen aus Nieder- und Hochflur bei unterschiedlichen Fahrzeugbreiten. Die SSB hat große Werkstätten. Da kann man auch Arbeitsstände für ein neues System einrichten.

Auch wenn ich einen Ludwigsburger kenne - die Trassierungsschwierigkeiten irgendwo in der City die Spec meint mit dem BRT leichter zu lösen kennt nur er. Und Pattonvile wird sich ggü. dem BRT nur mit neuen Baugebieten rechnen - auch wenn der Großraum Stuttgart schon zugebaut genug ist.


Grüße aus Wü

TW 239
Servus- huch, da passen ja gar nicht mehr so viele Buchstaben ins Titelfeld!

...sorgt für die Zementierung der grottigen Zustände in und um Ludwigsburg.
Wegen ein paar nichtstaugenden Hanseln muss also eine ganze Region leiden.

Die Made im Spec arbeitet nun sicher an immer neuerlichen Gutachten,
die neben dem BRT auch RFT und RBT berücksichtigen- nur damit er diese furchtbare
Vision auf Schienen, auch Stadtbahn genannt, nie zu sehen bekommt.

RFT bedeutet "Rapid Flug Taxi" und RBT "Rapid Beam Tec".
Wahrscheinlich werden beide Systeme schon etabliert sein, bevor man in Ludwigsburg
fortschrittliche Nahverkehrssysteme bewundern kann.

Ich empfinde es schon als Veruntreuuung, wenn OB Spec immer neue Gutachten anfertigen
lässt und präsentiert- das gibts ja nicht zum Nulltarif! Was sagt das Gesetz dazu?
Wer soll allen Ernstes auf so einen besch... Bus umsteigen wollen und schneller voran kommen?

Die Haltung der Ludwigsburger Obrigkeiten zum Thema Stadtbahn-Hochflur sind mehr oder weniger
absurd und lächerlich.
Klar schaut man neidisch auf Stuttgart, wo die Leute sehr sicher
in ebenen Fahrzeugen mit durchgehend klarer Sitzlandschaft unterwegs sind, noch dazu sehr komfortabel.

Die engen Kurven, die in LB notwendig wären, sind sicher ein Knackpunkt.
Bei der aktuellen Situation arbeitet man aber wohl eher an der eigenen Destruktivität, Verhindern und Behindern.

Klar bietet die Niederflurtechnik heute schöne Fahrzeuge,
aber ob da jetzt ein DT8 durch LB rollt (und in die Nachbarorte), der Unterschied wird nicht groß
sein. Ob man die Bürgersteige an manchen geeigneten Stellen einfach um 1m anhebt
oder die Fahrbahn absenkt (siehe Stuttgart Badstraße, Mittnachtstraße, Nordbahnhof) und
damit die Bahnsteige quasi verschwinden lässt? Mit nett Rasengleis dazwischen sieht das sehr gut aus.

Wie schnell sind dann eigentlich die Niederflurfahrzeuge?
Wenn wie gewünscht die Nachbargemeinden angebunden werden sollen, ist ein DT8
mit seinen maximal 80 km pro h gar nicht so schlecht- was schaffen denn die "Niederen" so
und welchen Fahrkomfort bieten sie dabei?
Gerade bei "Fernstrecken" ist das ein nicht zu unterschlagender Vorteil.


Selbstverständlich bleibt auch die uralte Mär des Themas "Umstieg".
Wer umsteigen muss, hat verloren...Anschlussverlust, Wartezeiten, Stress.
Wie nett wäre es dann, ohne umzusteigen einfach durchzufahren?

Wer kennt die U14 im SSB Netz 2018? Viele der Fahrgäste fahren die zeitraubende Stadtrunde
einfach mit, weil sie nicht nochmal zusätzlich umsteigen wollen.
Ist dieser Aspekt so nebensächlich?

Das barocke Ludwigsburg- wer kennt es nicht?
Wunderschön anzusehen- zumindest da, wo man die alte Struktur noch beließ.
Ansonsten: B27- furchtbare Autobahn mitten durch die BAROCKE Stadt,
ebenso die äußerst hässlichen Betonsünden vergangener Jahrzehnte.
Diese Verschandelungen passen auf jeden Fall besser in die Barocke Stadt
als eine Stadtbahn. Wer sich da nicht veräppelt vorkommt...

Die Stadtbahn-Debatte in/ um LB ist das Beispiel von der Behinderung der Entwicklung
durch rückständige Provinzfürsten, die nur sich selbst im Mittelpunkt sehen.

LG Torsten
Spätestens jetzt zeigt sich, dass die Umspurung der Stuttgarter Stadtbahn von Meter- auf Normalspur damals ein riesengroßer Fehler war.

Eigentlich war ich Fan der Stadtbahn, habe lange in S gelebt und die hochflurigen komfortablen Bahnen mit ihrer geschmeidigen Fahrweise immer genossen. Habe auch die Umspurung von der ersten bis zur letzten Schiene miterlebt.

Aber: Immer mehr leidet jetzt der gesamte Ballungsraum unter diesem Fehlkonzept. Besser wäre es gewesen, die Umspurung sein zu lassen, stattdessen lieber in der Stadt neben den 2 bestehenden Stammstrecken eine dritte und eine vierte zu errichten. Siehe hierzu auch den Blog von Fritz Möbus (s21 irrtum). Man hätte die gleichen, wenn nicht sogar noch viel mehr Kapazitätsausweitungen erreicht. Und das ganze natürlich mit Niederflur (Gut, damals war die Technik noch nicht so richtig verfügbar und dessen Boom noch nicht abzusehen.) Jedenfalls könnte man dann heute problemlos in die Nachbarstädte Esslingen (wohin es ja schonmal eine meterspurige Gleisverbindung über die Filder gab soviel ich weiss...) , Ludwigsburg und auch Waiblingen erweitern. Alle diese Städte erfordern ja prinzipiell enge Kurvenradien.

Ausserdem hätte man sich in Stuttgart selber leichter getan, die Strecken nach Obertürkheim und Rohr belassen können und Engstellen wie die Badstrasse in Cannstadt besser bewältigen können.

Schliesslich funktionieren ganze Länder mit kleinere Spurweiten hervorragend (Japan, Kapspur). Normalspur ist also keine Notwendigkeit per se.

Oder aber man geht den Weg konsequent weiter und wiederholt das Stuttgarter Programm mit den extensiven Stadtbahntunneln jetzt eben auch in Ludwigsburg, man bräuchte sich nicht mehr mit Stadtbildverschandelungen und anderen Problemen des oberirdischen Verkehrs beschäftigen. Aber das will natürlich keiner finanzieren.

Weitblickende Verkehrsplanung sieht deshalb anders aus.

Unter dem Prestigegewinn, der wohl der Hauptgrund der Umspurung war, werden noch Generationen von (potentiellen) Fahrgästen leiden, und der Modal Split bleibt, eingefroren, wo er ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.18 14:50.
UptownMUC schrieb:
Spätestens jetzt zeigt sich, dass die Umspurung der Stuttgarter Stadtbahn von Meter- auf Normalspur damals ein riesengroßer Fehler war.
Was hat das nun mit der Normalspur zu tun? Eine anständige Straßenbahn hat 2,65 m breit zu sein, außerdem lässt auch die Normalspur engere Gleisbögen zu, wie zum Beispiel mit Karlsruhe mit ihren 25 m.

https://abload.de/img/unbenannt-1trcjm.png
Außerdem könnte man mit Meterspur die Träume von einer Regiostadtbahn in Ludwigsburg beerdigen. Niederflur geht auch mit Normalspur, und das auch mit hohen Geschwindigkeiten, siehe wiederum Karlsruhe.
Zweisystemer schrieb:
UptownMUC schrieb:
Spätestens jetzt zeigt sich, dass die Umspurung der Stuttgarter Stadtbahn von Meter- auf Normalspur damals ein riesengroßer Fehler war.
Was hat das nun mit der Normalspur zu tun? Eine anständige Straßenbahn hat 2,65 m breit zu sein, außerdem lässt auch die Normalspur engere Gleisbögen zu, wie zum Beispiel mit Karlsruhe mit ihren 25 m.
Tja, es gibt auch "anständige Straßenbahnen" mit 2,40m Breite und Meterspur...

"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero
Hallo Torsten,

ec paganini schrieb:
Klar bietet die Niederflurtechnik heute schöne Fahrzeuge,
aber ob da jetzt ein DT8 durch LB rollt (und in die Nachbarorte), der Unterschied wird nicht groß
sein. Ob man die Bürgersteige an manchen geeigneten Stellen einfach um 1m anhebt
oder die Fahrbahn absenkt (siehe Stuttgart Badstraße, Mittnachtstraße, Nordbahnhof) und
damit die Bahnsteige quasi verschwinden lässt? Mit nett Rasengleis dazwischen sieht das sehr gut aus.

Für mich ist das Problem nicht Hoch- oder Niederflur, sondern die 50m Mindestradius eines DT8. Für Ludwigsburg wäre ein kleinerer Mindestradius sinnvoll. Als Niederflurwagen gibt es das von der Stange, als Hochflurwagen müsste das ggf. neu konstruiert werden, falls nicht ein B80-Nachfolger geeignet wäre. Die Hochbahnsteige sind da für mich eher zweitrangig.

ec paganini schrieb:
Wie schnell sind dann eigentlich die Niederflurfahrzeuge?
Wenn wie gewünscht die Nachbargemeinden angebunden werden sollen, ist ein DT8
mit seinen maximal 80 km pro h gar nicht so schlecht- was schaffen denn die "Niederen" so
und welchen Fahrkomfort bieten sie dabei?
Gerade bei "Fernstrecken" ist das ein nicht zu unterschlagender Vorteil.

Die Albtalbahn ist ja jetzt nicht so weit weg, solltest Du mal besuchen. Beim Weg ins Elsass läge die sogar auf dem Weg :-)
80 km/h mit Niederflur auf Fernstrecken ist da gar kein Problem

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Der normalspurige Siemens Avenio als 100 % Niederflurwagen schafft in der Monogelenkvariante 22 m-Radien, wenn's sein muss, z.B. Betriebsgelände/-strecken, sogar 18 m; Multigelenker dürften das noch geringfügig unterbieten können.
Zweisystemer schrieb:
Was hat das nun mit der Normalspur zu tun? Eine anständige Straßenbahn hat 2,65 m breit zu sein, außerdem lässt auch die Normalspur engere Gleisbögen zu, wie zum Beispiel mit Karlsruhe mit ihren 25 m.
Servus,

und alle Meterspurnetze sind dann "unanständige" Trams? Sagt wer? Es gibt auch "Schmalspur"-Netze, da sind die Fahrzeuge breiter als auf manchem 1435 mm-Netz, wo es nämlich auch oft - historisch gewachsen - schmale Fahrzeuge gibt. München wäre demnach auch so ein "unanständiger" Fall, wenn wir die Kellertram mal ausklammern.

Solche Pauschalierungen sind einfach so sinnvoll, wie wenn Spec und seine Lumpenburger über Parkplätze und was weiß ich noch heulen...

Du genießt die ruhige samtene Kraftentfaltung, die satte Beschleunigung, das leise Summen begleitet harmonisch den ungebrochenen Drang zur Bewegung. Du lehnst Dich zurück und weißt:

Nichts...bewegt Dich wie eine Drehstromlok !
Stuttgarter Zeitung

Thema: Stadtbahnstreit von Ludwigsburg geht weiter
ÖPNV: Gipfeltreffen in gespielter Harmonie

[www.stuttgarter-zeitung.de]
Neu baut sowas aber keiner mehr. Alles was derzeit an komplett neuen Netzen entsteht wird mit 2,65m gebaut.
Hätte man die Stuttgarter Umspurung gemacht, wenn zu der Zeit der Niederflurdurchbruch schon da gewesen wäre? Also von Meterspur/GT4 auf Normalspur/Niederflur?

Höchstwahrscheinlich nicht.

Allenfalls die Kompatibilität mit Regiostadtbahnstreckenteilen, so man denn ein grosses zusammenhängendes Netz S/LB etc wollte, hätte das noch begründen können.

Völlig groteske Lage - Reaktivierung in Gefahr?

geschrieben von: nimbostratus

Datum: 08.07.18 22:49

Schon grotesk. Ein OB, der plötzlich eine Niederflurstadtbahn verteidigt und ein Landrat, der eine SSB-Tram mit einer Trasse wieder ins Spiel bringt, die an der Innenstadt der Kreisstadt vorbeifährt. Mich würde es ja nicht wundern, wenn der Landrat demnächst zum Bus-Rapid-Transit-Fan wird, weil nur so die Innenstadt Ludwigsburgs erschlossen werden kann.

Und was noch grotesker ist: Hier wird von einem Ringschluss mit der SSB-Stadtbahn gesprochen. Also wenn ich die Powerpoints richtig interpretiert habe, gibt es doch so gut wie einen Ringschluss:
Markgröninger Bahn mit der Verlängerung bis Leonberg über Ditzingen und Korntal mit Anschluss an die Strohgäubahn und Halt in Schwieberdingen.

Kann mir jetzt einer erklären, wie jetzt hier ein Stadtbahnringschluss Sinn machen soll? Was war im Gespräch? Kallenberg?

Noch viel grotesker wird es ja, wenn man bedenkt, dass ebenjener Landrat nicht nur
a. damit vertragsbrüchig wurde, da ja klare Beschlüsse in den Kommunen zur Niederflurstadtbahn vorliegen und Ludwigsburg und Kornwestheim sich einstimmig zur Doppelstrategie aussprachen und
b. er seine Strohgäubahn weiterhin als NE-Bahn saniert hat. Die Chance auf SSB-Stadtbahn hätte er doch wahrnehmen können, wenn es denn wirklich hätte sein müssen. Die Scherereien mit dem Plangenehmigungsverfahren um seinen Betriebshof in Korntal hätte man sich dann natürlich auch sparen können.

Für mich erscheint dies doch arg eine konstruierte Scheindebatte, die hier vom Zaun gebrochen wurde, um rasch umsetzbare Lösungen durch neue politische Debatten zu zerreden und wieder Stillstand zu erzwingen und um Druck auf Ludwigsburg auszuüben, in die alte Fahrzeugdebatte zurückzukehren.

Zumindest hier im Forum funktioniert ja der Reflex exzellent.

Extrem grotesk wird es ja, dass Schwieberdingen und Korntal bereits Teil eines fast geschlossenen Rings bei der aktuellen Doppelstrategie auf bestehenden Eisenbahnstrecken sein können. Der Lückenschluss nach Markgröningen fehlt nur noch. Stattdessen träumen alle von einer Stadtbahn-Neubaustrecke irgendwann in 10-20 Jahren. Kann so was wirtschaftlich sein, wenn man sich das auf der Karte anschaut?

Mich wundert leider nach wie vor, dass hier auch wieder nur über Stadtbahnfahrzeuge sinniert wird, aber offensichtlich niemand sich in diesem Eisenbahn-Forum darüber echauffiert, dass bei dieser Debatte eines komplett hinten herunter zu fallen droht:

Die Reaktivierung der Markgröninger Bahn, die vor 20 Jahren bereits einen Nutzen-Kosten-Wert von 6,0 hatte!
Es liegt aber nicht in meinem Naturell, hier "Skandal" zu schreien. Wäre dem so, wäre die Situation eine solche Gelegenheit.

Es wird zu viel geredet, zu viel sinniert und nicht gehandelt, wo es möglich ist.

...meint
nimbostratus
UptownMUC schrieb:
Hätte man die Stuttgarter Umspurung gemacht, wenn zu der Zeit der Niederflurdurchbruch schon da gewesen wäre? Also von Meterspur/GT4 auf Normalspur/Niederflur?

Höchstwahrscheinlich nicht.

Allenfalls die Kompatibilität mit Regiostadtbahnstreckenteilen, so man denn ein grosses zusammenhängendes Netz S/LB etc wollte, hätte das noch begründen können.
Die Umspurung und die Umstellung auf Hochflur-Stadtbahnen sind getrennt voneinander zu betrachten. Hätte man die Umspurung nicht wollen, hätte man eine Hochflurstadtbahn auch auf Meterspur realisieren können, sie wie sie z.B. in Bielefeld zu finden ist. Die Umstellung auf Normalspur ist in der höheren Beförderungskapazität von 2,65m gegenüber 2,20m breiten Fahrzeugen und GVFG-Zuschüssen begründet. Natürlich hätte man auch auf Meterspur breitere Fahrzeuge als 2,20m einsetzen können, aber auch dann hätte das komplette Netz umgebaut werden müssen. Warum dann nicht auch gleich umspuren.
Weiterhin ist auch die Historie zu betrachten, ursprünglich war ja eine Voll-U-Bahn geplant, diese wäre nicht in Meterspur ausgeführt worden. Die Stadtbahn war dann das Ergebnis dessen, das eine solche U-Bahn zu teuer geworden wäre. Das ist also eigentlich eine abgespeckte U-Bahn, welche aus Kostengründen in den Außenbezirken als Straßenbahn geführt wird. Im Vergleich müsste man das eher im Vergleich mit München oder Nürnberg sehen, wo ja Straßenbahn und U-Bahn auch zwei getrennte Netze sind, die aber dort "zufällig" dieselbe Spurweite haben.

Ich glaube daher nicht, dass die Umspurung nicht durchgeführt worden wäre, wenn schon früher Niederflurwagen zur Verfügung gestanden wären. Dann hätte man vielmehr auf NF-Basis umgespurt.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Niederflur und Schmalspur hängen nicht zusammen. Man hätte auch auf 1000 mm eine Hochflurstadtbahn bauen können, siehe Bielefeld. Normalspur hat lauftechnisch Vorteile bei höheren Geschwindigkeiten. Mit besseren Fahrwerken ist das heute in den Bereichen die für Stadtbahnen relevant sind kein Problem mehr, eine Variobahn fährt schon 80 km/h. Mit Eisenbahnfahrzeugen fährt man auf Meterspur auch locker 100 km/h.
Im Gegenzug opfert man aber Kurvengängigkeit, nur hat man da in Stuttgart noch nicht mal annähernd das ausgereizt was mit Normalspur möglich ist.

Am Ende darf man nicht vergessen, dass das noch die Zeit war in der viele Städte vom schrittweisen Umbau zu einer richtigen U-Bahn geträumt haben. Die Züge sollten in Stuttgart ja auch mal Längen erreichen die nicht mehr Straßentauglich wären, umgesetzt wurde es nicht richtig.

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