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? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen

geschrieben von: erny779

Datum: 06.07.18 12:27

Hallo,

in Darmstadt gibt es jetzt in den Sommerferien in der Heidelberger Landstraße, wo normalerweise die Straßenbahnlinien 1, 6,7 (und 8) fahren, die üblichen Gleisbauarbeiten. Die SEV-Busse werden mindestens teilweise von der HEAG Mobilo selbst gefahren. Baustellenbedingt können die Busse dabei nicht immer in unmittelbarer Nähe zur eigentlichen Straßenbahnhaltestelle halten, so dann dort eben keine Fahrscheinautomaten stehen.
In den sonst fahrenden Straßenbahnen wurden die Fahrscheinautomaten vor wenigen Jahren abgeschafft. In der Regel steht aber an jeder Straßenbahnhaltestelle ein Fahrscheinautomat, ggf. auch nur auf der Seite der Gegenrichtung, wenn der Platz fehlt.
Da in den Bussen des SEV jedoch keine Fahrscheine verkauft werden, steigen entlang der langen Baustellenroute immer wieder Fahrgäste ohne Fahrschein ein. Einen Fahrscheinvorverkauf mit Entwertung in Bus&Bahn gibt es im RMV bekanntlich nicht. Einzelfahrscheine und Tageskarten gelten entsprechend immer sofort. Ebenso verfügt auch nicht jeder Fahrgast über die Möglichkeit, einen Einzelfahrschein oder Tageskarte via Smartphone-App zu kaufen. Entsprechend seien die betroffenen Fahrgäste laut HEAG verpflichtet, bei der unmittelbar nächsten Haltestelle, an der die Person aussteigt, einen Fahrschein nachzulösen, insofern ein Automat oder eine sonstige Verkaufsstelle vorhanden ist. Freilich kontrolliert nur niemand, ob die betroffenen Fahrgäste dies auch tun.

Wie verhält es sich in anderen Verbünden, wo es keinen Fahrscheinvorverkauf gibt und baustellenbedingt mal SEV-Verkehr gibt? Gibt es dort auch keinen Fahrscheinverkauf in den SEV-Bussen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.18 20:18.

Re: ? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen - Magdeburg

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 06.07.18 14:25

In Magdeburg ist es grundsätzlich so, dass die Busse und Bahnen der MVB (die locker 90% des innerstädischen Verkehrs abwicket) in den Fahrzeugen einen Automaten haben. Einen einheitlichen Standart von Marego gibt es aber nicht. Für die, die lange nicht in Magdeburg waren: Die Automaten in den Fahrzeugen gibt es erst seit ein paar Jahren, im gleichen Athemzug wurde der Fahrscheinverkauf beim Fahrer abgeschafft, wobei der auch nur Einzelfahrscheine mit Aufpreis verkauft hatte.
Daneben gibt es an einigen ausgewählten Haltestellen noch stationäre Automaten ohne Touchscreen, die nur ein begrenztes Angebot haben (z.b. keine Kurzstrecke) und seit den 90ern unverändert ihren Dienst tun. Im Fahrzeug gekaufte Tickets gelten absofort, draußen gekaute müssen gestempelt werden.

Nun ist es jetzt in den Sommerferien so, dass es aufgrund von Bauarbeiten die SEV-Linien 41 - 43 im Süden der Magdeburgs gibt, von denen die 41 und 42 Fremdfirmen fahren. Dort soll es so sein, dass die Busfahrer ausschließlich Einzelfahrscheine verkaufen, also weder Tageskarten, noch Kurzstreckentickets, noch sonst irgendetwas was man am Automaten im Fahrzeug kaufen könnte, wie zum Beispiel eine Monatskarte oder ein Schülerferienticket.
Für draußen verkaufte Fahrscheine, sollen die Fahrer der 41 und 42 wohl ein Stemel haben um diese zu entwerten.
Wie gut das alles in der Praxis funktioniert, weiß ich nicht.

Außerdem ist es so, dass man in den Bussen der MVB beim Fahrer eingestiegen werden muss und dem Fahrer die Fahrkarte unter die Nase gehalten werden muss, aber dabei gibt es schon bei der MVB selbst große unterschiede, bis dahin, das Fahrer demonstrativ wegschauen, wenn man einsteigt.
Wie der Vordereinstieg und die Kontrolle bei der 41 und 42 durchgesetzt wird, weiß ich nicht. Zumal: Ob die Fahrer, die wohl nach den KFZ-Kennzeichen zum Teil auch aus Aachen kommen, über alle möglichen Fahrkarten bescheid wissen, die in Magdeburg gülitig und ungülitig sind, sei auch mal dahingestellt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.18 14:26.

Re: ? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen

geschrieben von: sepruecom

Datum: 06.07.18 15:15

Vermutlich nicht so relevant für die Fragestellung:

In Melbourne/Australien ist Schienenersatzverkehr grundsätzlich umsonst. Schließlich wird die eigentliche Leistung (Straßen-/Bahn-Fahrt) nicht erbracht. Eine Fahrkarte braucht man erst bei der wieder anschließenden Straßen-/Bahn...

(Bedenkt man die miserable Organisiation des SEV hier, ist das aber auch kein großes Wunder, dass die dafür nichts berechnen. Keiner hat eine Übersicht, wann die Busse fahren und/oder aus dem Dienst gestellt werden und die Züge fahren "im Anschluss" nach Fahrplan weiter, d.h. sie warten nicht auf den zwangsläufig später ankommenden Ersatzbus (außer vielleicht bei der letzten Fahrt des Tages). Etwaige vorhandene betonierte Straßenbahnspuren werden von den Ersatzbussen in der Regel auch nicht genutzt. Dadurch schaukeln sich die Verzögerungen schnell zu über eine Stunde auf, selbst wenn der Ersatzverkehrsbereich nur 15 Minuten lang ist...)

Gruss, sepruecom

Aus einem sozialistischen System ein kapitalistisches zu machen, ist, wie aus einem Omelett ein intaktes Ei zu machen (Unbekannter Verfasser)

Der gescheiterte US-Präsidentschaftskandidat John McCain zu seiner Nachtruhe: Seit seiner Niederlage schlafe er wie ein Baby: "Zwei Stunden schlafen, aufwachen und heulen, zwei Stunden schlafen". Quelle

Re: Cottbus

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 06.07.18 17:01

Hallo!

In Cottbus ist das einfach gelöst: Fahrscheine werden auch beim Busfahrer verkauft. Einstieg natürlich nur an der 1. Tür (bekannte Ausnahmen, wie Kinderwagen usw., sind logisch). Die Busse selber haben seit einigen Jahren keinen Automat mehr, da ja der Busfahrer die Fahrscheine verkauft.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: ? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen

geschrieben von: 111 111-1+111 111-1

Datum: 06.07.18 17:20

bei der MVG in München fahren den SEV für die Straßenbahn ausschließlich Busse der MVG und deren Subunternehmer - die haben alle Automaten im Fahrzeug.

Beim Ersatzverkehr für die S-Bahn sind oft bunt gewürfelte Busse von Unternehmen in ganz Südbayern im Einsatz. Da ist Ticketverkauf weder vorgesehen noch wird er praktiziert. Man muss zwar eigentlich ein Ticket haben - aber kontrolliert wird beim S-Bahn SEV meines Wissens nicht.
Hallo Forengemeine!

Die TWSB in Gotha hat zwei eigene Busse für Busnot-/Schienenersatzverkehr angeschafft. Die Fahrscheine erhält man beim Fahrer (analog wie in der Straßenbahn).
Die Busse können, außerhalb der geplanten Schienenersatzverkehrszeiträume, für Sonderfahrten gebucht werden.

Re: ? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 07.07.18 09:29

Bei uns in Chemnitz kann man die Fahrscheine, abgesehen von der Kurzstrecke beim Busfahrer kaufen. Bei der Straßenbahn sollte man in den vorderen Wagen einsteigen weil die Tatras mit gerader Nummer keinen Automat haben.

An die Besteller von Verkehrsleistungen: Wer eine werksneue Mercedes S-Klasse bestellt sollte nicht nur einen Trabant bezahlen wollen.

Re: ? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen

geschrieben von: Fastrider

Datum: 07.07.18 16:18

111 111-1+111 111-1 schrieb:

Beim Ersatzverkehr für die S-Bahn sind oft bunt gewürfelte Busse von Unternehmen in ganz Südbayern im Einsatz. Da ist Ticketverkauf weder vorgesehen noch wird er praktiziert. Man muss zwar eigentlich ein Ticket haben - aber kontrolliert wird beim S-Bahn SEV meines Wissens nicht.
Bei der Münchner S-Bahn heisst es offiziell, dass man seinen Fahrschein am eigentlichen S-Bahnhof kaufen und entwerrten muss. Oft werden dadurch den Fahrgästen zusätzliche Wege bis zu 1500 m zugemmutet.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

Re: ? Fahrscheinverkauf in SEV-Bussen

geschrieben von: BSDE

Datum: 08.07.18 14:37

Bei der S-Bahn Berlin wird in der Regel durchgewunken, wenn Beförderungsfälle beim SEV-Busfahrer nach Tickets fragen. Bei der BVG, die Straßenbahnersatz mit Bussen bedient, die sonst im Regelverkehr unterwegs sind, können Tickets auch im Bus gekauft werden.