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[WI] Angepasste Streckenführung CityBahn vorgestellt

geschrieben von: Wimk

Datum: 12.04.18 16:20

Kürzlich wurde die finale Streckenführung der CityBahn für Wiesbaden vorgestellt. Man hat anscheinend wirklich auf etliche Eingaben gehört und sich im Bereich Biebrich/Amöneburg nun für eine ursprünglich schon verworfene Variante entschieden: die Führung soll hier durch ganz Biebrich bis zum Rheinufer verlaufen und von dort via Rheingaustraße nach Kastel weitergehen. Damit entspricht sie fast genau der Variante, die ich - nach etlicher Kritik hier im Forum (teilweise sehr berechtigt, manchmal aus meiner Sicht aber auch etwas überzogen) - skizziert habe und für welche ich u.a. auf der Infomesse in Biebrich Werbung gemacht habe. Der Unterschied: eine (nicht nur von mir gewünschte) neue Brücke über den Rhein wird zwar weiter in der Politik diskutiert - mögliche Standorte laut Oberbürgermeister unter anderem beim Industriehafen Mainz (!) oder aber auch parallel zur Kaiserbrücke - ist aber für die CityBahn vorerst nicht vorgesehen.

Ich „gratuliere“ den Planern dennoch zum neuen Vorschlag und freue mich für Wiesbaden – aus meiner Sicht verfolgt man nun die verkehrlich beste Variante bei Nutzung der Theodor-Heuss-Brücke. Sie umgeht das zum Teil verwaiste Gebiet im Bereich Kasteler Straße/Wiesbaden-Ost, verkehrt hier nicht mehr parallel zur S-Bahn und verzichtet dabei auch auf die technisch wohl aufwändige Kreuzung mit den dort geplanten HLB-Bahngleisen. Zudem wird Biebrich komplett bis zum Rheinufer erschlossen und Infraserv erhält eine attraktive ÖPNV-Anbindung im Süden. Auch hält man sich zumindest alle Optionen offen für eine zukünftige Brücke, die es mit der CityBahn zu nutzen gilt, falls sie wirklich mal kommen sollte. All das konnte die bisher führende Variante nicht bieten.

Trotz dieser Fortschritte bleibt ein Hauptproblem ungelöst – die Nutzung der Theodor-Heuss-Brücke. Nicht nur mir ist unklar, wie die CityBahn durch den täglich stockenden Verkehr kommen soll – wenn sie ihn nicht noch verschlimmert. Neben der Biebricher Allee scheint sich hier die größte Ablehnung für das Projekt zu ergeben und auch ich bin daher weiterhin sehr skeptisch, was den Ausgang eines Bürgerentscheides betrifft. Bei der politischen Unterstützung die man derzeit auf beiden Seiten des Rheins hat, wünschte ich mir mehr Mut für eine neue Rheinquerung im Kontext CityBahn. Das ist natürlich leicht gesagt – aber wie man es praktisch in kurzer Zeit (analog Kehl am Rhein) und finanziell hinbekommen könnte, habe ich auf meiner oben verlinkten Seite zumindest angedeutet. Ich bin überzeugt, dass eine gegebenenfalls auch für den MIV nutzbare Brücke parallel zur Kaiserbrücke dem Projekt Rückenwind geben würde – auch wenn es die Umsetzungsphase etwas verlängert.

Was die Biebricher Allee betrifft so ist es jedoch geradezu paradox, dass die Anwohner die am meisten von der Bahn profitieren (weniger MIV samt Wertsteigerung der Immobilien), am stärksten kritisieren. Man kann nur hoffen, dass sie nicht die Mehrheit bilden.

VG Wimk

PS: unter http://www.verkehrsanalysen.wordpress.com habe ich auch eine Idee für eine Abfahrt der Mainz-stadteinwärtigen Busse via südliche Auffahrt der THB in Mainz publik gemacht. Solange die CityBahn diskutiert wird, wird es in dem Bereich vorerst zwar sicher keine baulichen Änderungen geben können. Rückmeldungen zu dem Vorschlag nehme ich aber dennoch gerne entgegen.
Wimk schrieb:
Was die Biebricher Allee betrifft so ist es jedoch geradezu paradox, dass die Anwohner die am meisten von der Bahn profitieren (weniger MIV samt Wertsteigerung der Immobilien), am stärksten kritisieren. Man kann nur hoffen, dass sie nicht die Mehrheit bilden.
Das ist nicth paradox, sondern völlig normal. Jedes ÖPNV Projekt wird in diesem land doch bis zum Tode versucht zu verhindern.

Die Biebricher Allee hätte eine Entlastung aber wirklich nötig, wenn ich da so an die HVZ und die ständig überfüllten Busse der Linien 4/14 denke. Da kann man wirklich nur hoffen, dass die CityBahn kommt.
Glückwunsch vor allem an die Planer, die eine CityBahn planen, die nicht in die City führt. Und dabei auch noch sämtliche innerstädtischen Verknüpfungspunkte mit dem übrigen ÖPNV ignorieren und die vorhandene ÖPNV-Ost-West-Achse ebenso (auch wenn man in Wiesbaden das seltsame Talent hat, in genau diese Achsen die Zufahrten zu den Parkhäusern zu legen, aber das ist ein anderes Thema). Ebenso die Trennung von Bahn und Bus auch an den Haltestellen, an denen dies nicht nötig wäre, die fehlende Weitsicht, nicht nur Bahntrassen sondern Kombitrassen für Bahn und Bus zu schaffen, die Trasse „zunächst“ direkt vor erreichen einer Großwohnsiedlung enden zu lassen, etc. pp. Da bekommt man langsam das Gefühl, dass die Gegner des Projekts nicht so ganz unrecht haben.
Wimk schrieb:
Kürzlich wurde die finale Streckenführung der CityBahn für Wiesbaden vorgestellt. Man hat anscheinend wirklich auf etliche Eingaben gehört und sich im Bereich Biebrich/Amöneburg nun für eine ursprünglich schon verworfene Variante entschieden: die Führung soll hier durch ganz Biebrich bis zum Rheinufer verlaufen und von dort via Rheingaustraße nach Kastel weitergehen. Damit entspricht sie fast genau der Variante, die ich - nach etlicher Kritik hier im Forum (teilweise sehr berechtigt, manchmal aus meiner Sicht aber auch etwas überzogen) - skizziert habe und für welche ich u.a. auf der Infomesse in Biebrich Werbung gemacht habe. Der Unterschied: eine (nicht nur von mir gewünschte) neue Brücke über den Rhein wird zwar weiter in der Politik diskutiert - mögliche Standorte laut Oberbürgermeister unter anderem beim Industriehafen Mainz (!) oder aber auch parallel zur Kaiserbrücke - ist aber für die CityBahn vorerst nicht vorgesehen.

Ich „gratuliere“ den Planern dennoch zum neuen Vorschlag und freue mich für Wiesbaden – aus meiner Sicht verfolgt man nun die verkehrlich beste Variante bei Nutzung der Theodor-Heuss-Brücke. Sie umgeht das zum Teil verwaiste Gebiet im Bereich Kasteler Straße/Wiesbaden-Ost, verkehrt hier nicht mehr parallel zur S-Bahn und verzichtet dabei auch auf die technisch wohl aufwändige Kreuzung mit den dort geplanten HLB-Bahngleisen. Zudem wird Biebrich komplett bis zum Rheinufer erschlossen und Infraserv erhält eine attraktive ÖPNV-Anbindung im Süden. Auch hält man sich zumindest alle Optionen offen für eine zukünftige Brücke, die es mit der CityBahn zu nutzen gilt, falls sie wirklich mal kommen sollte. All das konnte die bisher führende Variante nicht bieten.

Trotz dieser Fortschritte bleibt ein Hauptproblem ungelöst – die Nutzung der Theodor-Heuss-Brücke. Nicht nur mir ist unklar, wie die CityBahn durch den täglich stockenden Verkehr kommen soll – wenn sie ihn nicht noch verschlimmert. Neben der Biebricher Allee scheint sich hier die größte Ablehnung für das Projekt zu ergeben und auch ich bin daher weiterhin sehr skeptisch, was den Ausgang eines Bürgerentscheides betrifft. Bei der politischen Unterstützung die man derzeit auf beiden Seiten des Rheins hat, wünschte ich mir mehr Mut für eine neue Rheinquerung im Kontext CityBahn. Das ist natürlich leicht gesagt – aber wie man es praktisch in kurzer Zeit (analog Kehl am Rhein) und finanziell hinbekommen könnte, habe ich auf meiner oben verlinkten Seite zumindest angedeutet. Ich bin überzeugt, dass eine gegebenenfalls auch für den MIV nutzbare Brücke parallel zur Kaiserbrücke dem Projekt Rückenwind geben würde – auch wenn es die Umsetzungsphase etwas verlängert.

Was die Biebricher Allee betrifft so ist es jedoch geradezu paradox, dass die Anwohner die am meisten von der Bahn profitieren (weniger MIV samt Wertsteigerung der Immobilien), am stärksten kritisieren. Man kann nur hoffen, dass sie nicht die Mehrheit bilden.

VG Wimk

PS: unter http://www.verkehrsanalysen.wordpress.com habe ich auch eine Idee für eine Abfahrt der Mainz-stadteinwärtigen Busse via südliche Auffahrt der THB in Mainz publik gemacht. Solange die CityBahn diskutiert wird, wird es in dem Bereich vorerst zwar sicher keine baulichen Änderungen geben können. Rückmeldungen zu dem Vorschlag nehme ich aber dennoch gerne entgegen.
ICH, ICH, ICH., MEIN Vorschlag, MEIN Gedanke, MEIN Wunsch - vielleicht solltest Du, wenn Du so ein Thema einstellst, erst mal vor dem ausgiebigen Eigenlob eine neutrale Quelle benennen, die das aufzeigt, was nun Sache ist. Ich erlaube mir das mal mit einer von mehreren verfügbaren Quellen nachzuholen:

[www.wiesbadener-kurier.de]
Schade das die Stadtbahn nicht mehr zum Bahnhof Wiesbaden Ost fahren soll!
[www.citybahn-verbindet.de]

Re: [WI] Angepasste Streckenführung CityBahn vorgestellt

geschrieben von: Wimk

Datum: 13.04.18 10:17

Türen schließen selbsttätig schrieb:
Zitat:
ICH, ICH, ICH., MEIN Vorschlag, MEIN Gedanke, MEIN Wunsch
Lol das habe ich nach deinen tollen Vorschlägen vom Januar bestimmt nur für dich so geschrieben, guter Tss - schön, dass du darauf anspringst. Schon mit deiner ersten Aussage hast du damals versucht, jeden alternativen Gedanken ins Abseits zu stellen und hast laufende Planungen einfach mal für beendet erklärt:

Türen schließen selbsttätig schrieb im Januar:
Wer die von Dir hier promotete Variante sinnvoll findet, der hätte sie ja im Vorfeld bereits ins Spiel bringen können - da hätte es viele Möglichkeiten gegeben, über die örtlichen Parteien, auf Veranstaltungen zum Thema usw. Warum also jetzt ein "Nachschuss", da die Vorplanungen abgeschlossen sind...
Wie soll ich also auf dein "man hätte" oder "du solltest" reagieren? Bevor du daher nochmal mit einem Vorschlag kommst, dass ICH Parteien ansprechen, MICH über die Projektwebsite einbringen und MEINE Gedanken auf Veranstaltungen präsentieren soll, schreib ich lieber gleich, dass ICH es getan habe. Ja, ich ich ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten recherchiert, habe eine kleine Website gebastelt, bin rumgerannt, habe Flyer erstellt und verteilt, die Diskussion gesucht, E-Mails verschickt etc. Dafür will ich keinen Applaus, schon gar nicht von dir. Meine Brücken-Idee hat sich - ich habe nichts anderes erwartet - nicht ansatzweise durchgesetzt und wenn ich wählen müsste, wie groß mein Einfluss auf die restliche Planung war, dann würde ich eher zu 0% als zu 1% tendieren. Aber wahrscheinlich immer noch mehr, als Du getan hast!

Ich lasse es mir jedoch nicht nehmen, Stellung zur aktuellen Planung zu beziehen und "ICH freue MICH für Wiesbaden" zum Ausdruck zu bringen. Wenn du dafür eine bessere Formulierung hast
ohne ICH oder MICH zu nutzen, dann nur her damit. Ansonsten darfst du DICH zur Abwechslung gerne mal inhaltlich einbringen. Das wird dir als offenbar Ortsunkundigen ("ich bin leider in Mainz nicht so perfekt ortskundig. Mainzelbahn bin ich schon gefahren und dort auch ganz gut orientiert, aber mit dem Rest hapert's.") vielleicht schwer fallen, daher verstehe ich nicht, warum du hier überhaupt so einen Stress suchst?

Vielen Dank auch für deine Quellenangabe - den meisten Orstkundigen war die bereits eine Woche alte Entwicklung im ÖPNV Wiesbaden wahrscheinlich aber schon bekannt.

VG Wimk

Nehmt Euch nicht gar so wichtig...

geschrieben von: Hubert G. Königer

Datum: 13.04.18 11:40

Hallöle,

exakt den gleichen Gedanken wie «Türen schließen selbsttätig» hatte auch ich. Es wäre wohl vernünftiger, nicht so ich-bezogen aufzutreten, oder? «Türen schließen selbsttätig» danke ich für den Link zum Wiesbadener Kurier, der meine Neugier schlussendlich befriedigt hat.

Ich selbst bin keinesfalls ortskundig, obwohl ich schon einige Male in Wiesbaden (und natürlich auch in Mainz) gewesen bin. Ausser der wirklich herrlichen Neroberg-Bahn und ihrem Umfeld kenne ich mich ÖPNV-mässig kaum aus in der hessischen Landeshauptstadt. Da mir Wiesbaden recht gut gefällt, interessieren mich mehr die «handfesten» Fakten zur Planung und nicht so die persönlichen Ideen einzelner Hobby-Planer.

Viele Grüsse auf beide Rhein-Seiten von
Hubert aus dem Schwäbischen!

PS: Bei einem Reha-Aufenthalt in Königstein im Taunus im Jahre 2011 habe ich mich gewundert, wie schlecht die Verbindungen von hier nach Wiesbaden waren. Es gab wohl keine einzige Direktverbindung dorthin!

http://666kb.com/i/d3suyhxde7atexkr4.jpg 07/01/2015 JE SUIS CHARLIE - 13/11/2015 NOUS SOMMES PARIS - 14/07/2016 NOUS SOMMES NICE

Re: Nehmt Euch nicht gar so wichtig...

geschrieben von: Junior

Datum: 14.04.18 08:05

Hubert G. Königer schrieb:
PS: Bei einem Reha-Aufenthalt in Königstein im Taunus im Jahre 2011 habe ich mich gewundert, wie schlecht die Verbindungen von hier nach Wiesbaden waren. Es gab wohl keine einzige Direktverbindung dorthin!
Wie es damals war, weiß ich nicht, aber zumindest jetzt gibt es die direkte Linie X26.

Re: Nehmt Euch nicht gar so wichtig...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 15.04.18 01:09

Junior schrieb:Hubert G. Königer schrieb:
Hubert G. Königer schrieb:
PS: Bei einem Reha-Aufenthalt in Königstein im Taunus im Jahre 2011 habe ich mich gewundert, wie schlecht die Verbindungen von hier nach Wiesbaden waren. Es gab wohl keine einzige Direktverbindung dorthin!
Wie es damals war, weiß ich nicht, aber zumindest jetzt gibt es die direkte Linie X26.
Und die X26 hat indirekt eine sehr lange Planungsvergangenheit - so gab es doch immer wieder Projekte zu einer Taunusrandbahn in verschiedenstenh Konfigurationen (Elektrische Kleinbahn der FLAG, Schnellbahn, Einschienenbahn usw.) als Bäderverbindung Bad Homburg - Wiesbaden...

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Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]