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[HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: Djensi

Datum: 12.04.18 14:31

Moin,
im HOCHBAHN-Blog findet sich eine interessante Erläuterung zu einem möglichst kostenstabilen Bauen.

[dialog.hochbahn.de]

Grüße!

Re: [HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: Christoph L

Datum: 13.04.18 08:14

Eigentlich keine neuen Erkenntnisse. Allerdings werden die Planer in der Regel in einem frühen Planungsstadium bereits nach den Kosten gefragt. Natürlich nur ganz unverbindlich nach einer „Hausnummer“. Aber: einmal öffentlich genannte Baukosten wird man nicht wieder los. Die verfolgen einen bis zum Ende des Projektes. Nur sehr wenige Projektleiter geben dem Druck aus der Politik nicht nach und nennen erst bei entsprechender Planungstiefe fundierte Kosten. Allerdings wäre so manches Leuchtturmprojekt nicht zustande gekommen, wenn sofort die tatsächlichen Kosten inklusive Angstzuschläge genannt worden wären. Das ist auch in Hamburg so.

Re: [HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: Gundi

Datum: 13.04.18 12:15

...auch nicht außer Acht gelassen werden sollte, dass die "Verlängerung", um die es hier geht, auf unbebautem Gelände stattfindet. Und das zudem in künstlich aufgeschütteten monotonem Sanduntergrund zwischen Spundwänden 8 Meter über Null. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass man im Baugrund der Hafencity auf "böse Überraschungen" trifft oder man teure Nebenbauwerke (Gebäudeabstützungen/Überbrückungen/Verlegen von bereits vorhandener Infrastruktur und Versorgungsleitungen, etc) errichten muss, die ihrerseits wieder so ihre Tücken haben, natürlich bei nahezu Null. Gruß: Michael

Re: [HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: NVB

Datum: 13.04.18 20:06

Na toll, wenn man die Kosten vergleichsweise sehr hoch ansetzt, dann kann man natürlich viel leichter "kostenstabil" bauen ...

Diese U4 hält ohnehin keinen Vergleichen stand. Gibt es irgendwo eine U-Bahn, die annähernd so teuer und noch unnützer war? Knapp 6.000 Fahrgäste am Tag, wovon angeblich mehr als die Hälfte ab Jungfernstieg aus Versehen die falsche Linie genutzt haben ... ;-)

Re: [HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: Rostocker1989

Datum: 13.04.18 23:53

NVB schrieb:
Gibt es irgendwo eine U-Bahn, die annähernd so teuer und noch unnützer war? Knapp 6.000 Fahrgäste am Tag, wovon angeblich mehr als die Hälfte ab Jungfernstieg aus Versehen die falsche Linie genutzt haben ... ;-)
U55 Berlin (bis zur U5-Verbindungs-Fertigstellung)?
Aber warten wir erstmal ab, wenn der Bereich Baakenhafen fertig bebebaut ist. Dort wird es reletiv viele Wohnungen für (Halbwegs-)Normalverdiener geben, die dann auch realisitische U4-Nutzer wären.

Re: [HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: Djensi

Datum: 15.04.18 09:49

Moin,

@ Gundi: Das Bauverfahren ist eben nicht so, wie Du es beschrieben hast. Der Aufwand war deutlich höher und aufgrund des schwierigen Baugrundes gab es einiges an Unwägbarkeiten, die auf den Bauverlauf hätten Einfluß nehmen können. Zum Verfahren schaue doch erst einmal die Beschreibung dazu an, bevor Du Dich weiter falsch dazu äußerst:
[www.hochbahn.de]

@ NVB: OK, Deine Haltung zur U4-Verlängerung ist bekannt, aber wärest nicht Du einer der Ersten, der die Kritik rausgehauen hätte, wenn man einen Stadteil mit bis zu 25.000 Einwohnern zzgl. Arbeitsplätzen baut, warum hat man nicht vorher schon eine U-Bahn gebaut und reißt nun die neuen Straßen wieder auf...?
Mit dem Projekt U4-Verlängerung hat man nämlich das gemacht, was sonst von Hans+Franz eingefordert wird, zuzüglich der Option den Sprung über die Elbe irgendwann einmal zu realisieren.
Leider sind Deine Angaben zur Frequentierung auch nicht OK, weil konkret zur jetzt im Bau befindlichen Haltstelle kann man noch nichts sagen und sonst findest Du die letzten Zahlen zur Haltestellenfrequentierung hier: [dt5online.de]

Demnach fahren jetzt schon täglich mehr als 12.000 Fahrgäste auf der U4 und mit jedem neu bezogenen Projekt werden es mehr.

Schönen Sonntag!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.18 09:50.

Re: [HH] U-Bahn-Bau - Bauen ohne Kostenexplosion

geschrieben von: Gundi

Datum: 15.04.18 13:22

@Djensi: "Zum Verfahren schaue doch erst einmal die Beschreibung dazu an, bevor Du Dich weiter falsch dazu äußerst": hab' ich. Dann schau Dir mal an, womit die es im Untergrund z.B. in Berlin mit der U5/U55 oder Stuttgart 21 zu tun haben und vergleiche mal! Eine ausführliche Ausarbeitung würde hier aber jeglichen Rahmen sprengen! Im Wesentlichen stehe ich genau zu dem, was ich zu dem Thema gesagt habe, auch wenn die Formulierung mit den "unverbauten 8 Meter aufgeschütteten Sand zwischen Spundwänden" sicherlich den auch an der Elbe erbrachten Ingenieursleistungen nicht gerecht wird. Das sollte auch nur bildlich veranschaulichen was hier vermeintlich "gefeiert" wird. Schönen Sonntag noch. Gruß: Michael



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.18 13:31.
Und die U4 könnte eines Tages nach Harburg fahren. Denn die S-Bahn ist dort überlastet, und einige Gebiete in Harburg und Wilhelmsburg liegen abseits der S-Bahn. Und man möchte ja bestimmt keine 3. S-Bahn-Stammstrecke bauen.