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Früherwarallesbesser schrieb:
Naja, die ÖVP [...], daher vermute ich, dass sich da gar nichts tun wird.
Das entspricht aber ganz und gar nicht der Linie, die der türkisschwarze Studienabbrecher vorgegeben hat: Veränderungen. So wird sich bestimmt der ein oder andere, bisher für unmöglich gehaltene Straßenausbau kommen.

Dass sich die Nachhaltigkeitsministerien oder gar der Herr Mechaniker nochmal für grüne Verkehrsideen einspannen lassen, wird so schnell nicht nochmal passieren.
Veränderungen zulasten der Autofahrer? Das wäre jetzt wirklich mal neu. Im schwarzbraunen türkisblauen Umfeld steht „Veränderungen“ doch eher für Sozialabbau, rückwärtsgewandtes Denken und Verringerung von Umweltstandards. Eher schaffen die in Salzburg den Obus ab, und beschaffen, neben vielen Dieselbussen, dann als Feigenblatt noch ein, zwei Batterie- oder Brennstoffzellenbusse.
4076 schrieb:
Türen schließen selbsttätig schrieb:
Dagegen Salzburg: eine Truppe von Fans ohne fachliche Ausbildung, KEIN politischer Rückhalt,
Also so schlimm ist es nicht, die Planungen einer unterirdische Lokalbahnverlängerung wurde von Schweizer Experten betreut. Mackinger war selbst politisch engagiert und wurde bei vielen Projekten (nicht nur) von der damaligen Landeshauptfrau mit Fördermittel unterstützt. Die jüngsten Planungen stammen von Karlsruher Verkehrsplanern . . .
Einverstanden, ein wenig zugespitzt habe ich schon...:)

ABER: Österreich und Gutachten, fürwahr ein Kapitel für sich! Zweck einer Begutachtung ist es in Österreich, seinen eigenen Standpunkt bestätigt zu bekommen. Es ist gang und gäbe, dass Gutachten von einer Seite -gerne einer politisch geprägten Seite- bestellt und dann postwendend von der anderen Seite mit Hohn und Spott zurückgewiesen werden: "das ist ja ein SPÖ-Gutachten" (andersrum genauso), womit ausgedrückt werden soll, es sei halt nur eine Mischung an Ergebenheitsschriftstellerei unter gröblicher Missachtung aller wirklich relevanten Aspekte, totaler Verdrehung der Realität usw. (was die eine oder andere Seite dann darunter halt so versteht....). Und, dummerweise, oft ist es auch nicht allzuweit davon entfernt, denn es IST ja zumeist eine von vornherein festgelegter Arbeitsauftrag, den die Gutachter erhalten.

Und was man bei der causa Salzburg auch sehr schön sieht: parteiliche Solidarität mag lange halten, man mag lange Rückendeckung bekommen, aber auch das hat irgendwo seine Grenzen. Ein Name ist ja schon gefallen, und "seine" SPÖ hat dann ja nach langen Jahren großer Geduld mit dem Genossen doch den Stecker gezogen und ihn fallenlassen. Und da kann man nur sagen: selbst schuld, wer Solidarität dermaßen einseitig strapaziert, den erwischt es irgendwann.

Ich denke, Herr M. hat nie verstanden, dass seine Sicht auf die Dinge aus einem ziemlich wahrnehmungsbeschränkten Blickwinkel kommt. Man könnte es auch eine Form von Autismus nennen. Man verfällt dann rasch dem Glauben, "die Bevölkerung" stehe hinter einem und es gehe wirklich um eine Weichenstellung höchstrangiger Art, zwischen Wohl und Wehe, gut und böse. Wenn man von Emotionen getrieben ist, die einen Sehnsucht danach verspüren lassen, an Landstationen Milchkannenverladung wie dereinst bei den Interurbans zu haben - in Ordnung, auf der Modelleisenbahn oder in süssen Träumen. Wenn man versucht, ähnliche Sachen in der Gegenwart umzusetzen (nein ich behaupte nicht, dass er das genannte Beispiel bei der SLB umsetzen wollte, aber es gab andere Gedanken zuhauf, wo auch wirklich realisiert oder beibehalten wurde - unter Geldvernichtung ohne Ende....), dann sollte man sich einer schonungslosen Selbstanalyse stellen, wenn nötig, mit professioneller Unterstützung.....:)
Daß die SPÖ ihren Parteigenossen und Lokalbahndirektor "hat fallen lassen", würde ich mit Blick auf die Eigentumsverhältnisse bei der Salzburg AG so nicht sagen. Die Salzburg AG gehört zu 42,56 Prozent dem Land Salzburg, zu 31,31 Prozent der Stadt Salzburg und zu 26,13 Prozent der Energie AG Öberösterreich Service und Beteiligungsverwaltungs-GmbH. Ohne die Zustimmung des großen Partners (Land Salzburg) wäre die Ablösung nicht möglich gewesen. Gegen den Willen des Landesrats für Verkehr (das entspricht dem Landesverkehrsminister in Deutschland) Hans Mayr wäre der Wechsel an der Spitze der Salzburger Lokalbahn im Jahr 2014 somit nicht möglich gewesen. Der inzwischen als Landesrat zurückgetretene Hans Mayr war zum damaligen Zeitpunkt Mitglied im Team Stronach, aus dem er im November 2015 ausgetreten ist. Zuvor war Mayr Mitglied in der ÖVP, aus der er 2012 ausgetreten ist. Im Frühjahr 2016 gründete Mayr schließlich die Salzburger Bürgergemeinschaft (SBG), mit der er zur bevorstehenden Landtagswahl 2018 antreten wollte. Grund für seinen Rücktritt ist eine Affäre um Spenden aus der Bauwirtschaft mit welchen der Wahlkampf seiner neuen Partei SBG finanziert werden sollte.
Hans Mayr bekam Medienberichten zufolge auch Wahlunterstützung finanzieller Natur von Batteriebusfirmen.
Heute gibt es HIER:

[orf.at]

einen ausführlichen und fundierten Beitrag zum Verkehr in und um Salzburg.

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