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(K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: linienplan

Datum: 10.04.18 19:29

Der Stadtanzeiger hat im heutigen Regionalteil Köln-Süd einen Artikel über die geplante Stadtbahnanbindung von Rondorf und Mechernich gebracht.
Es geht von der geplanten Endhaltestelle der Nord-Süd-Stadtbahn Bonnerstraße (am Verteiler) über Rondorf nach Mechenich, wobei sowohl bei der Führung in Rondorf, als auch bei der Querung des Militärringes am Verteilerkreuz zwei Varianten dikutiert werden. Die "billigere" Variante kreuzt den Militärring ebenerdig (Himmel, wie kann man daran nur denken, will man die heutigen Probleme von der Luxemburger Str wiederholen?!) und die Variante im Tunnelstück, die aber deutlich teurer wäre. Damit sich die Tunnelvariante lohnt
(Kosten-Nutzen-Verhältnis größer 1), müsste die Einwohnerzahl in Rondorf erhöht, das Neubaugebiet also verdichtet werden.

http://fs1.directupload.net/images/180410/temp/99cwc2rr.jpg

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 10.04.18 20:48

Da hätte man den bestehenden Tunnel auch direkt durchbauen können. Nun wird man wahrscheinlich ausgerechnet an einer großen Kreuzung (Marktstraße) hochkommen, um weniger als zwei Kilometer später (Arnoldshöhe) wieder im Tunnel zu verschwinden. Vollkommen gaga.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Tesserakt

Datum: 10.04.18 22:08

Noch günstiger wäre es sicher, die Autobahn A4 ebenfalls ebenerdig zu überqueren, am besten mit einer Schrankenanlage auf der A4, damit die Bahn Vorrang hat ;-)

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: pluseins

Datum: 10.04.18 22:30

Tesserakt schrieb:
Noch günstiger wäre es sicher, die Autobahn A4 ebenfalls ebenerdig zu überqueren, am besten mit einer Schrankenanlage auf der A4, damit die Bahn Vorrang hat ;-)
Vorrangschaltung? Wo denkst du hin? In Köln gäbe es keine absolute Vorrangschaltung, die Bahn darf nur durch die Lücken fahren. ;)

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: hsimpson

Datum: 10.04.18 23:20

cinéma schrieb:
Da hätte man den bestehenden Tunnel auch direkt durchbauen können. Nun wird man wahrscheinlich ausgerechnet an einer großen Kreuzung (Marktstraße) hochkommen, um weniger als zwei Kilometer später (Arnoldshöhe) wieder im Tunnel zu verschwinden. Vollkommen gaga.
Na klar. Am besten legt man am besten direkt die ganze 16 bis Bonn in den Tunnel. Kost ja nichts. Dass die Strecke auf der Bonner Straße etwa 2/3 der Länge des gesamten Nord-Süd-Tunnels hat - geschenkt. Für einen 200m - Tunnel am Stadtrand kann man gerne nochmal ~2,5km Tunnel in die Weltgeschichte bohren, obwohl oben genug Platz ist für die Stadtbahn...

Wer ist jetzt vollkommen gaga?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.04.18 23:21.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 11.04.18 02:17

Platz ist nicht das alleinige Kriterium.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Salzufler

Datum: 11.04.18 13:22

Genau!
Zum Beispiel auch die Kosten!

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Paulsternstraße

Datum: 11.04.18 15:22

Oder auch Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit!

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: pluseins

Datum: 11.04.18 16:47

Naja, wir müssen mal realistisch bleiben: Ein Tunnel unter der Bonner Straße ist spätestens ab dem Gürtel viel zu teuer für zu wenig Nutzen. Auch wenn die 5 mit der Eröffnung im 5-Minuten-Takt fährt, das lohnt sich m.M.n. nicht.
Das Geld dafür könnte man dann besser in andere Tunnelprojekte investieren...

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 11.04.18 17:20

Es kommt eigentlich nur die Variante mit dem Haltepunkt Rondorf Mitte in Frage die andere ist genau so schlecht wie die Linie 1-Verlängerung von Weiden-West nach Widdersdorf am Rande von Lövenich vorbei.

Interessant finde ich eher, dass man die Stadtbahnlinie durch Köln-Mechenich auf der Hauptstraße ziehen möchte und am Südrand wäre dann Schluss. Welcher Stümper lässt sich so was einfallen?

1. geht das nur, wenn die A 553 um Köln-Mechenich herum als Umgehungsstraße fortgeführt wird (was auch geplant ist)

2. Würde es natürlich viel Sinn machen, wenn man die Stadtbahn gleich entlang der A 553 zur Querbahn verlängert und dort ein Gleisdreieck baut.

2.1. Dies wiederrum würde es ermöglichen Betriebsfahrten vom Btf. Wesseling nach Köln-Mechenich durchzuführen.

2.2. Die Linie 16 könnte im Bedarfsfall gut umgeleitet werden.

2.3. Eine neue Stadtbahnlinie Brühl-Mitte - Köln-Mechenich - Arnoldshöhe (und weiter) würde die Stadtbahnlinie 18 massiv entlasten denn die Fahrzeit Brühl-Neumarkt/Heumarkt dürfte in etwa gleich sein. Des weiteren würde der Kölner Süden von Brühl aus wesentlich besser erreichbar (was man natürlich auch schon durch die Verlängerung der heutigen Buslinie 132 erreichen könnte).

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 11.04.18 17:21

pluseins schrieb:
Naja, wir müssen mal realistisch bleiben: Ein Tunnel unter der Bonner Straße ist spätestens ab dem Gürtel viel zu teuer für zu wenig Nutzen. Auch wenn die 5 mit der Eröffnung im 5-Minuten-Takt fährt, das lohnt sich m.M.n. nicht.
Das Geld dafür könnte man dann besser in andere Tunnelprojekte investieren...

So ist es. Nichts gegen weitere Tunnel in Köln, aber es gibt da mehrere Projekte, die deutlich sinnvoller wären.
Dazu kommt noch, dass ein Tunnel unter der Bonner Str. keine Abzweigemöglichkeiten zur geplanten Gürtelbahnverlängerung zulässt, weder im Linienbetrieb noch als Betriebsstrecke.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 11.04.18 17:31

Ich glaube nicht, dass die Relation Meschenich - Brühl so nachfragestark ist, dass man dort ca. 2,5 km Stadtbahnstrecke bauen sollte. Den größten Teil davon durch Ackerland. Auch nicht wenn man Rondorf, Marienburg etc. noch mit einbezieht. Und Brühl ist mit 18 und Regionalverkehr gut an das Kölner Zentrum angebunden

btw: Es heißt übrigens immer noch Meschenich. Seit wann wird in Köln ein ch hochdeutsch ausgesprochen? Also schreibt man das Dorf lieber gleich so, wie man es ausspricht.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 11.04.18 17:33

Paulsternstraße schrieb:
Oder auch Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit!
So ist es.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 11.04.18 18:05

Gernot schrieb:
Ich glaube nicht, dass die Relation Meschenich - Brühl so nachfragestark ist, dass man dort ca. 2,5 km Stadtbahnstrecke bauen sollte. Den größten Teil davon durch Ackerland. Auch nicht wenn man Rondorf, Marienburg etc. noch mit einbezieht. Und Brühl ist mit 18 und Regionalverkehr gut an das Kölner Zentrum angebunden

btw: Es heißt übrigens immer noch Meschenich. Seit wann wird in Köln ein ch hochdeutsch ausgesprochen? Also schreibt man das Dorf lieber gleich so, wie man es ausspricht.
Hier geht es eher um eine Entlastung der Linie 18. Der in 10-20 Jahren vielleicht mal kommende 5 Minuten-Takt bis Hürth dürfte auch keinerlei Entlastung bringen, wenn das Bevölkerungswachstum weiter so veranschreitet wie derzeit.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Salzufler

Datum: 11.04.18 21:35

pluseins schrieb:
Naja, wir müssen mal realistisch bleiben: Ein Tunnel unter der Bonner Straße ist spätestens ab dem Gürtel viel zu teuer für zu wenig Nutzen. Auch wenn die 5 mit der Eröffnung im 5-Minuten-Takt fährt, das lohnt sich m.M.n. nicht.
Das Geld dafür könnte man dann besser in andere Tunnelprojekte investieren...
Genau, eine solch realitische Einschätzung hat zu der jetzt in Umsetzung befindlichen und wirtschaftlichsten Variante geführt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.04.18 21:36.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 12.04.18 09:27

Paulsternstraße schrieb:
Oder auch Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit!
Die ist auf eigenem Bahnkörper oberirdisch genauso gegeben! Nur weil die Bahn nicht im Keller verkehrt ist sie nicht automatisch unzuverlässigen und langsamer.

Aber die User Cinema und Paulsternstraße haben ja offenbar zu viel Geld.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Paulsternstraße

Datum: 12.04.18 10:08

Samba Tw 303 schrieb:
Paulsternstraße schrieb:
Oder auch Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit!
Die ist auf eigenem Bahnkörper oberirdisch genauso gegeben! Nur weil die Bahn nicht im Keller verkehrt ist sie nicht automatisch unzuverlässigen und langsamer.

Aber die User Cinema und Paulsternstraße haben ja offenbar zu viel Geld.
Sie wird immer noch in Berührung mit dem MIV kommen, und auch keine 70-80 fahren können. Nicht zu vergessen die absolut unästhetischen Hochbahnsteige.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.04.18 10:37

Paulsternstraße schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Paulsternstraße schrieb:
Oder auch Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit!
Die ist auf eigenem Bahnkörper oberirdisch genauso gegeben! Nur weil die Bahn nicht im Keller verkehrt ist sie nicht automatisch unzuverlässigen und langsamer.

Aber die User Cinema und Paulsternstraße haben ja offenbar zu viel Geld.
Sie wird immer noch in Berührung mit dem MIV kommen, und auch keine 70-80 fahren können. Nicht zu vergessen die absolut unästhetischen Hochbahnsteige.

70 - 80 km/h bei Haltestellenabständen von unter 500 m? Ich weiß nicht... Und die Hochbahnsteige sind auf der Bonner Str. südlich der Eisenbahnbrücke auch nicht das ästhetische Problem. Diese Straße gehört ganz bestimmt nicht zu den städtebaulichen Kleinodien Kölns. Die Argumente ziehen in diesem Fall also nicht so richtig. Man sollte die Bahn da ruhig über der Erde lassen und dafür an anderen Stellen Tunnel bauen, z.B. rund um den Barbarossaplatz, auf der Neusser Str. zwischen Mollwitzstraße und Wilhelm-Sollmann-Str. oder in Deutz zwischen Suevenstr. und Messekreisel. Diese Projekte wären erheblich sinnvoller und würden zu wirklichen Verbesserungen führen. Und zwar in allen drei Punkten: Störungsfreiheit, Geschwindigkeitserhöhung und städtebauliches Erscheinungsbild.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Paulsternstraße

Datum: 12.04.18 11:50

Ob ein deutlich längerer Tunnel unter der Bonner Straße notwendig ist, wollte ich nicht abschließend beurteilen.
Klar ist natürlich, wie du schon andeutest, dass die Kölner Stadtbahn zu viele Zwangspunkte und viel zu wenig Tunnel/unabhängige Strecken befährt, und dass viele Projekte eine höhere Priorität haben sollten (z.B. Ost-West-Achse, Neusser Str., Barbarossaplatz). Damit man sich näher in die Richtung eines SCHNELLbahnnetzes bewegt.
Ich wollte nur klarstellen, dass eine Straßenbahn auch mit besonderem Bahnkörper kein gleichwertiger Ersatz für ein Tunnel sein kann.

Und ich kann es auch verstehen, dass man es für fragwürdig hält, einen teuren Tunnel in der Innenstadt zu bauen, um diesen dann immer noch von miv-abhängigen Bahnen befahren zu lassen, sodass die Vorteile der höheren Schnelligkeit, Betriebsqualität, ... schlecht ausgespielt werden können.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 12.04.18 13:06

Samba Tw 303 schrieb:
Die ist auf eigenem Bahnkörper oberirdisch genauso gegeben!
Nur, wenn der Bahnkörper kreuzungsfrei mit dem anderen Verkehr ist, wie bspw. auf der Riehler Straße, andernfalls ist Deine Aussage schlichtweg falsch.
Das heißt nicht, dass man überall kreuzungsfrei bauen muss, aber bevor man solche Aussagen tätigt, wie Du, sollte man diese schon auf Substanz überprüfen!

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 12.04.18 13:13

Paulsternstraße schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Paulsternstraße schrieb:
Oder auch Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit!
Die ist auf eigenem Bahnkörper oberirdisch genauso gegeben! Nur weil die Bahn nicht im Keller verkehrt ist sie nicht automatisch unzuverlässigen und langsamer.

Aber die User Cinema und Paulsternstraße haben ja offenbar zu viel Geld.
Sie wird immer noch in Berührung mit dem MIV kommen, und auch keine 70-80 fahren können. Nicht zu vergessen die absolut unästhetischen Hochbahnsteige.
Mir geht es vor allem darum, dass hier, wie auf der Luxemburger, ein Hemmschuh zwischen Tunnel und unabhängiger Strecke entsteht: Ein besonderer Bahnkörper mit bedingtem Vorrang und diversen Unfallschwerpunkten. Das wird auch auf der Bonner der Abschnitt sein, auf dem die Bahnen ausgebremst werden werden. Hinzu kommt im Bedarfsfall, bei weiterem Einwohnerwachstum, die 75 m-Problematik, der man sich wegen dieser Lücke auch hier wieder aussetzt. Das ist alles keine Verkehrspolitik aus einem Guss!
Man hätte über einen längeren Tunnel zumindest mal ernsthaft nachdenken können, schließlich war er ja ursprünglich angedacht, ist also nicht so, dass das eine fixe Idee nur von mir wäre!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.18 13:14.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 12.04.18 13:18

Strizie schrieb:
Gernot schrieb:
Ich glaube nicht, dass die Relation Meschenich - Brühl so nachfragestark ist, dass man dort ca. 2,5 km Stadtbahnstrecke bauen sollte. Den größten Teil davon durch Ackerland. Auch nicht wenn man Rondorf, Marienburg etc. noch mit einbezieht. Und Brühl ist mit 18 und Regionalverkehr gut an das Kölner Zentrum angebunden

btw: Es heißt übrigens immer noch Meschenich. Seit wann wird in Köln ein ch hochdeutsch ausgesprochen? Also schreibt man das Dorf lieber gleich so, wie man es ausspricht.
Hier geht es eher um eine Entlastung der Linie 18. Der in 10-20 Jahren vielleicht mal kommende 5 Minuten-Takt bis Hürth dürfte auch keinerlei Entlastung bringen, wenn das Bevölkerungswachstum weiter so veranschreitet wie derzeit.
Eine Entlastung für die Stadtbahn 18 werden die S-Bahn 15 und 17 werden.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 12.04.18 18:04

cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Gernot schrieb:
Ich glaube nicht, dass die Relation Meschenich - Brühl so nachfragestark ist, dass man dort ca. 2,5 km Stadtbahnstrecke bauen sollte. Den größten Teil davon durch Ackerland. Auch nicht wenn man Rondorf, Marienburg etc. noch mit einbezieht. Und Brühl ist mit 18 und Regionalverkehr gut an das Kölner Zentrum angebunden

btw: Es heißt übrigens immer noch Meschenich. Seit wann wird in Köln ein ch hochdeutsch ausgesprochen? Also schreibt man das Dorf lieber gleich so, wie man es ausspricht.
Hier geht es eher um eine Entlastung der Linie 18. Der in 10-20 Jahren vielleicht mal kommende 5 Minuten-Takt bis Hürth dürfte auch keinerlei Entlastung bringen, wenn das Bevölkerungswachstum weiter so veranschreitet wie derzeit.
Eine Entlastung für die Stadtbahn 18 werden die S-Bahn 15 und 17 werden.
Träum mal schön weiter...

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 12.04.18 19:13

cinéma schrieb
Nur, wenn der Bahnkörper kreuzungsfrei mit dem anderen Verkehr ist, wie bspw. auf der Riehler Straße, andernfalls ist Deine Aussage schlichtweg falsch.
Das heißt nicht, dass man überall kreuzungsfrei bauen muss, aber bevor man solche Aussagen tätigt, wie Du, sollte man diese schon auf Substanz überprüfen!
Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt. Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.

Und wie ich in einem anderen Threads schon geschrieben habe, ist die Gestaltung von Bahnsteigen auch eine städtebauliche Designfrage, die anderswo in Europa prima gelöst wird. Vielleicht solltet ihr euch Mal ein paar Betriebe mehr in Europa anschauen, die architektonisch super Hingucker als Haltestellen entwerfen.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 12.04.18 20:59

Samba Tw 303 schrieb:

Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt. Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.

Sind sie ja auch. Meines Wissens darf in Deutschland die maximale Geschwindigkeit auf Strecken mit Bahnübergängen bei 160 km/h liegen. Bei den Ausbaustrecken mit höherer zulässiger Geschwindigkeit wurden alle Bahnübergänge durch Brücken oder Unterführungen ersetzt. Jedoch ist die Geschwindigkeit bei der hier diskutierten Strecke nicht das Problem. Bei vier Haltestellen auf 2 km Strecke ist sowieso kein beeindruckendes Tempo zu erwarten. Hätte man die Strecke unterirdisch konzipiert, wäre vermutlich mindestens eine der Haltestellen verschwunden, also eine höhere Geschwindigkeit zu Lasten der Erschließungswirkung. Wie man´s macht, ist es verkehrt...

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Paulsternstraße

Datum: 12.04.18 21:42

Samba Tw 303 schrieb:
cinéma schrieb
Nur, wenn der Bahnkörper kreuzungsfrei mit dem anderen Verkehr ist, wie bspw. auf der Riehler Straße, andernfalls ist Deine Aussage schlichtweg falsch.
Das heißt nicht, dass man überall kreuzungsfrei bauen muss, aber bevor man solche Aussagen tätigt, wie Du, sollte man diese schon auf Substanz überprüfen!
Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt. Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.

Und wie ich in einem anderen Threads schon geschrieben habe, ist die Gestaltung von Bahnsteigen auch eine städtebauliche Designfrage, die anderswo in Europa prima gelöst wird. Vielleicht solltet ihr euch Mal ein paar Betriebe mehr in Europa anschauen, die architektonisch super Hingucker als Haltestellen entwerfen.
Wo in Europa gibt es denn Hochbahnsteige im Straßenraum, die städtebaulich gut integriert sind?
Von Systemen außerhalb von Deutschland die mit Hochbahnsteigen im Straßenraum arbeiten kenne ich persönlich (also auch von vor Ort) nur Manchester, da finde ich das aber nicht so gelungen.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.04.18 03:40

Strizie schrieb:
cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Gernot schrieb:
Ich glaube nicht, dass die Relation Meschenich - Brühl so nachfragestark ist, dass man dort ca. 2,5 km Stadtbahnstrecke bauen sollte. Den größten Teil davon durch Ackerland. Auch nicht wenn man Rondorf, Marienburg etc. noch mit einbezieht. Und Brühl ist mit 18 und Regionalverkehr gut an das Kölner Zentrum angebunden

btw: Es heißt übrigens immer noch Meschenich. Seit wann wird in Köln ein ch hochdeutsch ausgesprochen? Also schreibt man das Dorf lieber gleich so, wie man es ausspricht.
Hier geht es eher um eine Entlastung der Linie 18. Der in 10-20 Jahren vielleicht mal kommende 5 Minuten-Takt bis Hürth dürfte auch keinerlei Entlastung bringen, wenn das Bevölkerungswachstum weiter so veranschreitet wie derzeit.
Eine Entlastung für die Stadtbahn 18 werden die S-Bahn 15 und 17 werden.
Träum mal schön weiter...
Meinst Du im Ernst, dass eine 5 bis Brühl eher kommt? Sei nicht naiv!

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.04.18 03:45

Gernot schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt. Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.
Sind sie ja auch. Meines Wissens darf in Deutschland die maximale Geschwindigkeit auf Strecken mit Bahnübergängen bei 160 km/h liegen. Bei den Ausbaustrecken mit höherer zulässiger Geschwindigkeit wurden alle Bahnübergänge durch Brücken oder Unterführungen ersetzt. Jedoch ist die Geschwindigkeit bei der hier diskutierten Strecke nicht das Problem. Bei vier Haltestellen auf 2 km Strecke ist sowieso kein beeindruckendes Tempo zu erwarten. Hätte man die Strecke unterirdisch konzipiert, wäre vermutlich mindestens eine der Haltestellen verschwunden, also eine höhere Geschwindigkeit zu Lasten der Erschließungswirkung. Wie man´s macht, ist es verkehrt...
Die Haltestelle Cäsarstr. ist überflüssig wie ein Kropf.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.04.18 03:50

Samba Tw 303 schrieb:
cinéma schrieb
Nur, wenn der Bahnkörper kreuzungsfrei mit dem anderen Verkehr ist, wie bspw. auf der Riehler Straße, andernfalls ist Deine Aussage schlichtweg falsch.
Das heißt nicht, dass man überall kreuzungsfrei bauen muss, aber bevor man solche Aussagen tätigt, wie Du, sollte man diese schon auf Substanz überprüfen!
Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt.

Nein, auch dann ist sie nicht richtig. Nicht in Sachen Geschwindigkeit und schon gar nicht in Sachen Zuverlässigkeit.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.04.18 03:57

Zitat:
Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.
Wir reden hier nicht von Bahnübergängen, sondern von einem besonderen Bahnkörper, die Bahn nimmt also am Straßenverkehr teil.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 13.04.18 08:52

cinéma schrieb:
Die Haltestelle Cäsarstr. ist überflüssig wie ein Kropf.

Für den durchfahrenden Fahrgast vermutlich schon, für die Anwohner vermutlich nicht. Die beiden Haltestellen davor und danach, Marktstraße und Gürtel, stehen sowieso fest. Aber die sind fast 900 m von einander entfernt. Für die Erschließung eines relativ dicht bebauten Wohngebiets ist das doch etwas viel.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 13.04.18 12:25

cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Gernot schrieb:
Ich glaube nicht, dass die Relation Meschenich - Brühl so nachfragestark ist, dass man dort ca. 2,5 km Stadtbahnstrecke bauen sollte. Den größten Teil davon durch Ackerland. Auch nicht wenn man Rondorf, Marienburg etc. noch mit einbezieht. Und Brühl ist mit 18 und Regionalverkehr gut an das Kölner Zentrum angebunden

btw: Es heißt übrigens immer noch Meschenich. Seit wann wird in Köln ein ch hochdeutsch ausgesprochen? Also schreibt man das Dorf lieber gleich so, wie man es ausspricht.
Hier geht es eher um eine Entlastung der Linie 18. Der in 10-20 Jahren vielleicht mal kommende 5 Minuten-Takt bis Hürth dürfte auch keinerlei Entlastung bringen, wenn das Bevölkerungswachstum weiter so veranschreitet wie derzeit.
Eine Entlastung für die Stadtbahn 18 werden die S-Bahn 15 und 17 werden.
Träum mal schön weiter...
Meinst Du im Ernst, dass eine 5 bis Brühl eher kommt? Sei nicht naiv!
Leichter zu realisieren ist das auf jedenfall, wenn das bis Köln-Meschenich Süd etwas wird.

Ich habe schon dutzende Male auf die Probleme mit den Anwohnern vom Inselweiher in Brühl hingewiesen was den Ausbau angeht. Die Anwohner sind traumatisiert vom Unglück damals (was ja auch erst ca. 15 Jahre her ist). Die Strecke liegt dazu noch auf einem Bahndamm oberhalb der Wohnhäuser.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 13.04.18 12:31

Samba Tw 303 schrieb:
cinéma schrieb
Nur, wenn der Bahnkörper kreuzungsfrei mit dem anderen Verkehr ist, wie bspw. auf der Riehler Straße, andernfalls ist Deine Aussage schlichtweg falsch.
Das heißt nicht, dass man überall kreuzungsfrei bauen muss, aber bevor man solche Aussagen tätigt, wie Du, sollte man diese schon auf Substanz überprüfen!
Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt. Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.

Und wie ich in einem anderen Threads schon geschrieben habe, ist die Gestaltung von Bahnsteigen auch eine städtebauliche Designfrage, die anderswo in Europa prima gelöst wird. Vielleicht solltet ihr euch Mal ein paar Betriebe mehr in Europa anschauen, die architektonisch super Hingucker als Haltestellen entwerfen.
In Deutschland sieht das dann so aus wie die Straßenbahnhaltestelle in Berlin Hbf :-))).

Schön bauen können die Franzosen gut.

In Deutschland kann man das aber nicht sieht man auch an den tollen Betonmasten für die Oberleitungen.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.04.18 14:29

cinéma schrieb:
Gernot schrieb:
Hätte man die Strecke unterirdisch konzipiert, wäre vermutlich mindestens eine der Haltestellen verschwunden, also eine höhere Geschwindigkeit zu Lasten der Erschließungswirkung. Wie man´s macht, ist es verkehrt...
Die Haltestelle Cäsarstr. ist überflüssig wie ein Kropf.
Auf Höhe der Haltestelle Cäsarstr. liegt (entlang der parallelel Goltsteinstr.) das Ortszentrum von Bayenthal. Gespannt bin ich, ob man die dort durchfahrende Linie 106 wirklich einstellt. Was in diesem Raum entfallen kann und wird, ist die Bushaltestelle 'Mannsfeld' des 132ers.

Aufheben läßt sich auch eine der drei Bushaltestellen des 132ers südlich des Gürtels. Das ist m.W. in der Stadtbahnplanung ohnehin schon drin.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.04.18 18:14

Strizie schrieb:
Leichter zu realisieren ist das auf jedenfall, wenn das bis Köln-Meschenich Süd etwas wird.

Ich habe schon dutzende Male auf die Probleme mit den Anwohnern vom Inselweiher in Brühl hingewiesen was den Ausbau angeht. Die Anwohner sind traumatisiert vom Unglück damals (was ja auch erst ca. 15 Jahre her ist). Die Strecke liegt dazu noch auf einem Bahndamm oberhalb der Wohnhäuser.
Man hat bis jetzt überhaupt noch keine Idee, wie man durch Meschenich hindurch kommen will, bis jetzt endet die Planung am Aldi in Meschenich-Nord. Eine Durchquerung von Meschenich wird alles andere als einfach.

Die S-Bahn in Brühl soll eingleisig werden, das sollte passen.

Für traumatisierte Menschen ist ein Besuch beim Psychologen sinnvoll.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 13.04.18 19:16

Strizie schrieb:
Samba Tw 303 schrieb:
cinéma schrieb
Nur, wenn der Bahnkörper kreuzungsfrei mit dem anderen Verkehr ist, wie bspw. auf der Riehler Straße, andernfalls ist Deine Aussage schlichtweg falsch.
Das heißt nicht, dass man überall kreuzungsfrei bauen muss, aber bevor man solche Aussagen tätigt, wie Du, sollte man diese schon auf Substanz überprüfen!
Meine Aussage ist insofern richtig solange die Stadtbahn an Kreuzungspunkten absoluten Vorrang genießt. Ansonsten müsste man auch Bahnübergänge bei der Eisenbahn als Geschwindigkeitshindernis sehen.

Und wie ich in einem anderen Threads schon geschrieben habe, ist die Gestaltung von Bahnsteigen auch eine städtebauliche Designfrage, die anderswo in Europa prima gelöst wird. Vielleicht solltet ihr euch Mal ein paar Betriebe mehr in Europa anschauen, die architektonisch super Hingucker als Haltestellen entwerfen.
In Deutschland sieht das dann so aus wie die Straßenbahnhaltestelle in Berlin Hbf :-))).

Schön bauen können die Franzosen gut.

In Deutschland kann man das aber nicht sieht man auch an den tollen Betonmasten für die Oberleitungen.
In Frankreich durchaus aber auch in Polen zeigen die sanierten Abschnitte, wie schön man z. B. Fahrleitungsmasten gestalten kann. Für SOLCHE Gestaltungen bräuchten wir in Deutschland eine Lobby.

Ohne verallgemeinern zu wollen, zeugt das deutsche Straßenbild im Hinblick auf Anblick von Fahrleitungsmasten, Straßenlaternen, Pflastersteine, Grünanlagen und Frauen dass im Vergleich zu unseren Nachbarländern das Styling leider nicht so schön sondern eher zweckmäßig betrachtet wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.18 19:18.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 13.04.18 19:46

Samba Tw 303 schrieb:
In Frankreich durchaus aber auch in Polen zeigen die sanierten Abschnitte, wie schön man z. B. Fahrleitungsmasten gestalten kann. Für SOLCHE Gestaltungen bräuchten wir in Deutschland eine Lobby.

Ohne verallgemeinern zu wollen, zeugt das deutsche Straßenbild im Hinblick auf Anblick von Fahrleitungsmasten, Straßenlaternen, Pflastersteine, Grünanlagen und Frauen dass im Vergleich zu unseren Nachbarländern das Styling leider nicht so schön sondern eher zweckmäßig betrachtet wird.

Abgesehen davon, dass ein Tail dieses Postings eigentlich 5 € für die Chauvikasse bedeutet, ist das halt so. Wir Deutschen haben einen Hang zur Zweckmäßigkeit in vielen Bereichen. Design wird oft als übertriebener Schnickschnack betrachtet und steht im Generalverdacht teurer und pflegeintensiver zu sein. Von daher ist es nur folgerichtig, wenn unsere Straßenbilder eher zweckmäßig als stylish sind. Und wenn nicht zweckmäßig, dann soll es schnuckelig aussehen, also so eine Mischung aus Rothenburgischer Fachwerkromantik und Disneyland.
Es gibt aber auch Ausnahmen. Recht gut gelungen finde ich beispielsweise die Gestaltung auf der Amsterdamer Str..

Meschenich - NICHT Mechenich

geschrieben von: HLeo

Datum: 13.04.18 22:31

Der Kölner Stadtteil heißt Meschenich - NICHT Mechenich. Ja, ich weiß, dass die kölschen Ausspracheregeln etwas anderes suggerieren.

Und das ganze bitte nicht mit Mechernich - der Ort kurz vor der Eifel - verwechseln.

Ach ja: ;-)

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 14.04.18 01:04

cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Leichter zu realisieren ist das auf jedenfall, wenn das bis Köln-Meschenich Süd etwas wird.

Ich habe schon dutzende Male auf die Probleme mit den Anwohnern vom Inselweiher in Brühl hingewiesen was den Ausbau angeht. Die Anwohner sind traumatisiert vom Unglück damals (was ja auch erst ca. 15 Jahre her ist). Die Strecke liegt dazu noch auf einem Bahndamm oberhalb der Wohnhäuser.
Man hat bis jetzt überhaupt noch keine Idee, wie man durch Meschenich hindurch kommen will, bis jetzt endet die Planung am Aldi in Meschenich-Nord. Eine Durchquerung von Meschenich wird alles andere als einfach.

Die S-Bahn in Brühl soll eingleisig werden, das sollte passen.

Für traumatisierte Menschen ist ein Besuch beim Psychologen sinnvoll.
In Meschenich geht das nur, wenn die A 553 um Meschenich herum geführt wird und als Umgehungsstraße fungiert. Dann könnte ich mir eine Stadtbahn über die derzeitige Hauptstraße vorstellen. Vorher natürlich nicht.

Dann gehe mal zu den dortigen Bewohnern und sag denen das ins Gesicht.

Davon abgesehen sind die Bewohner auch nicht das einzige Problem. Bei 3 Gleisen muss auch der Brühler Schlosspark weichen und die Falkenluster Allee wird noch mehr durchschnitten.

Auch stände das Überholgleis 4 dem RE-Verkehr nicht mehr zur Verfügung, da dort dann die S-Bahn halten müsste. Ein Wiederaufbau von Gleis 3 ist absolut ausgeschlossen.

Ich denke weder ich noch Du werden eine linksrheinische S-Bahn in diesem Leben noch erleben.

Re: Meschenich - NICHT Mechenich

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 14.04.18 10:52

HLeo schrieb:
Der Kölner Stadtteil heißt Meschenich - NICHT Mechenich. Ja, ich weiß, dass die kölschen Ausspracheregeln etwas anderes suggerieren.

Und das ganze bitte nicht mit Mechernich - der Ort kurz vor der Eifel - verwechseln.

Ach ja: ;-)
Meschenisch ;-)

Re: Meschenich - NICHT Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 14.04.18 10:56

Kölnbahner schrieb:
HLeo schrieb:
Der Kölner Stadtteil heißt Meschenich - NICHT Mechenich. Ja, ich weiß, dass die kölschen Ausspracheregeln etwas anderes suggerieren.

Und das ganze bitte nicht mit Mechernich - der Ort kurz vor der Eifel - verwechseln.

Ach ja: ;-)
Meschenisch ;-)

Das wäre zwar die korrkete Aussprache, aber nicht ganz richtig geschrieben :-). Ävver wat soll et?

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Gernot

Datum: 14.04.18 11:25

Strizie schrieb:

In Meschenich geht das nur, wenn die A 553 um Meschenich herum geführt wird und als Umgehungsstraße fungiert. Dann könnte ich mir eine Stadtbahn über die derzeitige Hauptstraße vorstellen. Vorher natürlich nicht.

Die entsprechenden Planungen sind m.W. schon recht weit fortgeschritten. Inzwischen aber als Bundesstraße - anfänglich sollte die Autobahn bis zum Kölner Ring fortgeführt werden.

Zitat:
Dann gehe mal zu den dortigen Bewohnern und sag denen das ins Gesicht.
Bis zu einem möglichen Baubeginn ist der Unfall etwa 25 Jahre her. Wie viele der damaligen Bewohner dann noch dort wohnen, ist fraglich. Und ob eine Traumatisierung nach einem Vierteljahrhundert immer noch so stark ist???
Zitat:
Davon abgesehen sind die Bewohner auch nicht das einzige Problem. Bei 3 Gleisen muss auch der Brühler Schlosspark weichen und die Falkenluster Allee wird noch mehr durchschnitten.
Der Schlosspark muss weichen? Das ist aber eine sehr großzügige Auslegung! Der Schlosspark wird nur am Rand von der Bahnlinie durchquert (und das seit 180 Jahren!) und die um ein Gleis verbreiterte Trasse würde auf etwa 300 m Länge vier Meter in der Breite wegnehmen. Es ist ja nicht so, dass der stark frequentierte barocke Teil des Parks komplett plattgemacht würde, sondern nur ein schmaler Streifen der Randbepflanzung im englischen Stil.
Und die Falkenluster Allee ist bei der Kreuzung mit der Bahnlinie sowieso schon zusätzlich durch eine Straßenunterführung unterbrochen, weil man die Störung der Allee klugerweise auf einen Punkt reduziert hat.
Zitat:

Auch stände das Überholgleis 4 dem RE-Verkehr nicht mehr zur Verfügung, da dort dann die S-Bahn halten müsste. Ein Wiederaufbau von Gleis 3 ist absolut ausgeschlossen.

Es wäre kein großes Problem, fahrplanmäßige Überholungen nach Kalscheuren oder Sechtem zu verlegen. Auch würde die Aufnahme des S-Bahnverkehrs zwischen Köln und Bonn sowieso eine Neuordnung des gesamten Regionalverkehrs auf dieser Strecke mit sich bringen. Und würde man es eventuell schaffen, einen Teil des Güterverkehrs auf andere Strecken zu verlagern, wäre die Lage noch entspannter. M.W. gibt es Überlegungen zum Neubau einer rechtsrheinischen Güterstrecke (sozusagen die Gütervariante der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt) und/oder zum Ausbau der Siegtalstrecke, um die Rheintalstrecken auf beiden Ufern vom Güterverkehr zu entlasten. Je nach Relation könnte man auch über einen Ausbau der vor einigen Jahrzehnten stark rückgebauten Eifelstrecke nachdenken. Ist zwar alles teuer, aber ganz ohne weitere Investitionen wird man den Güterkorridor Rotterdam - Genua nur fragmentarisch nutzen können.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Christoph L

Datum: 14.04.18 13:34

Passt hier zwar überhaupt nicht hin, aber welche Verkehrsaufgabe soll eine linksrheinische S-Bahn haben? Der weitläufige Planungskorridor zwischen Köln und Bonn, Brühl und Wesseling wird von zwei Stadtbahnstrecken mit Reisegeschwindigkeiten auf U-Bahn-Niveau sehr gut erschlossen. Mit einer zusätzlichen Anbindung von Meschenich bleiben kaum Erschließungsdefizite. Die DB-Strecke wird überwiegend als durchgehende schnelle Verbindung Köln - Bonn genutzt. Der einzige sinnvolle zusätzliche Halt wäre in Köln an der Aachener Straße wegen der Umsteigebeziehungen zu den KVB-Linien 1 und 7. Das mangelhafte Platzangebot könnte durch längere Züge geschaffen werden, dazu braucht man nicht unbedingt zusätzliche durchgehende Gleise. Zusätzliche Überholgleise in Brühl (alter Zustand), Sechtem um Roisdorf wären aber hilfreich. Eine S-Bahn mit ein bis zwei durchgehenden Gleisen ist unbezahlbar. Es gibt Engstellen in Brühl und Roisdorf, die einen erheblichen Eingriff in die Bebauung erfordern würden. An der Kreuzung mit der Querbahn läuft der Verkehr schon jetzt auf drei Ebenen. Bei all den Wünschen der Städte wegen zusätzlicher Halte einer möglichen S-Bahn würde deren Fahrzeit 45 Minuten betragen, also fast genau so lang, wie die der Linie 16 im Endzustand nach IBN der Nord-Süd-Stadtbahn.
So ein teures Projekt muss dann erst mal im Rahmen einer Standardisierten Bewertung als förderfähig eingestuft werden, und da sieht es derzeit gar nicht gut aus.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 14.04.18 15:06

Christoph L schrieb:
Passt hier zwar überhaupt nicht hin, aber welche Verkehrsaufgabe soll eine linksrheinische S-Bahn haben? Der weitläufige Planungskorridor zwischen Köln und Bonn, Brühl und Wesseling wird von zwei Stadtbahnstrecken mit Reisegeschwindigkeiten auf U-Bahn-Niveau sehr gut erschlossen. Mit einer zusätzlichen Anbindung von Meschenich bleiben kaum Erschließungsdefizite. Die DB-Strecke wird überwiegend als durchgehende schnelle Verbindung Köln - Bonn genutzt. Der einzige sinnvolle zusätzliche Halt wäre in Köln an der Aachener Straße wegen der Umsteigebeziehungen zu den KVB-Linien 1 und 7. Das mangelhafte Platzangebot könnte durch längere Züge geschaffen werden, dazu braucht man nicht unbedingt zusätzliche durchgehende Gleise. Zusätzliche Überholgleise in Brühl (alter Zustand), Sechtem um Roisdorf wären aber hilfreich. Eine S-Bahn mit ein bis zwei durchgehenden Gleisen ist unbezahlbar. Es gibt Engstellen in Brühl und Roisdorf, die einen erheblichen Eingriff in die Bebauung erfordern würden. An der Kreuzung mit der Querbahn läuft der Verkehr schon jetzt auf drei Ebenen. Bei all den Wünschen der Städte wegen zusätzlicher Halte einer möglichen S-Bahn würde deren Fahrzeit 45 Minuten betragen, also fast genau so lang, wie die der Linie 16 im Endzustand nach IBN der Nord-Süd-Stadtbahn.
So ein teures Projekt muss dann erst mal im Rahmen einer Standardisierten Bewertung als förderfähig eingestuft werden, und da sieht es derzeit gar nicht gut aus.
Des weiteren kommt dazu, dass die S-Bahn teilweise Parallelverkehr zur Linie 18 bedeutet. Alleine der Schwenker über Hürth-Fischenich erfordert eine Neubautrasse. Den Halt Klettenberg mag man auch noch verstehen aber Weißhausstraße na ja...

Was Brühl und Roisdorf angeht so könnten dort auch Umfahrungen gebaut werden. In Brühl an der A 553 entlang und in Roisdorf gibt es noch einen hübschen Rasenstreifen durch den neuen Gewerbepark.

Ich bin echt gespannt auf die Machbarkeitsstudie.

Dagegen wäre eine Linie 5 nach Brühl-Mitte etwas komplett anderes. Man käme von Brühl aus direkt zum Chlodwigplatz z.B. wofür man heute mindestens ein mal Umsteigen muss. Hier würde man also auch massiv neue Fahrgastpotentiale erschließen denn ein Busverkehr gibt es ja heute praktisch nicht.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: linienplan

Datum: 14.04.18 15:42

Strizie schrieb:
Des weiteren kommt dazu, dass die S-Bahn teilweise Parallelverkehr zur Linie 18 bedeutet. Alleine der Schwenker über Hürth-Fischenich erfordert eine Neubautrasse. Den Halt Klettenberg mag man auch noch verstehen aber Weißhausstraße na ja...

Was Brühl und Roisdorf angeht so könnten dort auch Umfahrungen gebaut werden. In Brühl an der A 553 entlang und in Roisdorf gibt es noch einen hübschen Rasenstreifen durch den neuen Gewerbepark.

Ich bin echt gespannt auf die Machbarkeitsstudie.

Dagegen wäre eine Linie 5 nach Brühl-Mitte etwas komplett anderes. Man käme von Brühl aus direkt zum Chlodwigplatz z.B. wofür man heute mindestens ein mal Umsteigen muss. Hier würde man also auch massiv neue Fahrgastpotentiale erschließen denn ein Busverkehr gibt es ja heute praktisch nicht.
Den Halt "Klettenberg" (Höhe Gürtel gelegen - geplante Verknüpfung mit der Linie 13) mag man nicht nur verstehen, er ist genauso zur Erschließung der dicht bebauten Wohngebiete Sülz/Klettenberg und Zollstock wichtig wie der Halt "Weißhausstraße", in dessen Einzugsbereich auch diverse Einrichtungen (Schulen, Institute, Wohngebiete) liegen. Nicht zu vergessen, die Kapazitäten der Linie 18 sind trotz 5 Min-Takt oft schon ausgelastet.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.04.18 21:02

Strizie schrieb:
In Meschenich geht das nur, wenn die A 553 um Meschenich herum geführt wird und als Umgehungsstraße fungiert. Dann könnte ich mir eine Stadtbahn über die derzeitige Hauptstraße vorstellen. Vorher natürlich nicht.

Dann wäre das aber immer noch eine straßenbündige Strecke, die nicht gefördert wird. Köln müsste also bereit sein, sie alleine zu bezahlen. Da Köln aber von solch einer Verlängerung nicht viel hätte, würde man solch ein Vorhaben sicherlich nicht ohne Beteiligung des Rhein-Erft-Kreises umsetzen, und das kann man getrost vergessen, dort bekommt man ja noch nicht einmal die kurze Strecke der 19 nach Hürth-Mitte hin.
Daher sehe ich die Verwirklichung der S-Bahn auch als wahrscheinlicher an, denn die bezahlen Land und Bund.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.04.18 21:07

Gernot schrieb:
Die entsprechenden Planungen sind m.W. schon recht weit fortgeschritten. Inzwischen aber als Bundesstraße - anfänglich sollte die Autobahn bis zum Kölner Ring fortgeführt werden.
Geht so. Man hat die Umgehung den Menschen schon seit Jahrzehnten versprochen – passiert ist nichts. Im Moment können sich Stadt und Land noch nicht einmal auf eine Streckenführung einigen.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.04.18 21:11

Christoph L schrieb:
Passt hier zwar überhaupt nicht hin, aber welche Verkehrsaufgabe soll eine linksrheinische S-Bahn haben?

Ursprünglich ist man davon ausgegangen, dass für Bonn generell ein Stadtbahnnetz reichen wird, S-Bahnen waren nicht vorgesehen. Seitdem ist aber viel Zeit vergangen, die Einwohnerzahlen in den Kommunen sind gewachsen, das gilt insbesondere auch für die linksrheinische DB-Strecke. Mittlerweile geht man nicht mehr davon aus, dass die Stadtbahn auf der Vorgebirgsbahn alleine ausreichen wird.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.04.18 21:14

Strizie schrieb:
Des weiteren kommt dazu, dass die S-Bahn teilweise Parallelverkehr zur Linie 18 bedeutet.
Genau das ist auch gewollt, denn so kann die 18 entlastet werden. Parallelverkehr ist hier sogar ausdrücklich erwünscht.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Christoph L

Datum: 15.04.18 07:17

cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Des weiteren kommt dazu, dass die S-Bahn teilweise Parallelverkehr zur Linie 18 bedeutet.
Genau das ist auch gewollt, denn so kann die 18 entlastet werden. Parallelverkehr ist hier sogar ausdrücklich erwünscht.
Du hast keine Ahnung, welche Folgen das bei der erforderlichen (bundesweit einheitlichen) standardisierten Bewertung für das S-Bahn-Projekt hat, wenn Verkehre zu einem großen Teil nur von anderen öffentlichen Verkehrsmitteln verlagert werden. Damit erreicht man keinen entsprechenden Wert für eine Förderfähigkeit.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.04.18 13:22

Christoph L schrieb:
cinéma schrieb:
Strizie schrieb:
Des weiteren kommt dazu, dass die S-Bahn teilweise Parallelverkehr zur Linie 18 bedeutet.
Genau das ist auch gewollt, denn so kann die 18 entlastet werden. Parallelverkehr ist hier sogar ausdrücklich erwünscht.
Du hast keine Ahnung, welche Folgen das bei der erforderlichen (bundesweit einheitlichen) standardisierten Bewertung für das S-Bahn-Projekt hat, wenn Verkehre zu einem großen Teil nur von anderen öffentlichen Verkehrsmitteln verlagert werden. Damit erreicht man keinen entsprechenden Wert für eine Förderfähigkeit.
Sehe ich auch so und wenn man dann noch 75 oder 90m-Stadtbahnen zur S-Bahn heranzieht dürfte es noch düsterer aussehen.

Macht endlich aus der Vorgebirgsbahn eine S-Bahn

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 15.04.18 13:44

die, wo auch immer (zwischen Hürth-Fischenich und Brühl-Schwadorf) aus der Staatsbahn von Köln aus kommend sich heraus entwickelt und lasst den Kölner Stummel der 18 Stadtbahn sein.

Nicht umsonst war das die alte Kölner S-Bahn-Planung bis zur Entwicklung der 3. Baustufe (Stammstrecke).
Die Linke Rheinstrecke wird dann die schnelle Regionalverkehrsstrecke mit Fernverkehr und Güterverkehr.

Und die Altvorderen wollten Erftstadt mit einem Villetunnel an Brühl anbinden und die S-Bahn nach Euskirchen durch diesen Tunnel führen ...

Überall, wo neue Infrastrukturen geschaffen werden, die aber nur Verkehre umverteilen, werdet Ihr Kosten auslösen, ohne viel mehr Nutzen zu haben, weil sich schon vorhandene Fahrgäste umverteilen, aber zu wenige (für die hohen Neubaukosten) Fahrgäste neu gewinnen lassen.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 15.04.18 14:42

cinéma schrieb:
Mittlerweile geht man nicht mehr davon aus, dass die Stadtbahn auf der Vorgebirgsbahn alleine ausreichen wird.
Wer ist man?

Wie man in dem aktuellen Faden zu den Planungen für das Bonner Stadtbahnnetz lesen kann, ist noch nicht einmal der durchgehende 10'-Takt auf der 18 mittelfristig erforderlich.

Köln - Bonn braucht einen Ausbau des RE-Verkehrs und mehr Verlässlichkeit, keine verbesserte Zwischenortserschließung.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Linie21

Datum: 15.04.18 18:16

Strizie schrieb:
Zitat:
Dagegen wäre eine Linie 5 nach Brühl-Mitte etwas komplett anderes. Man käme von Brühl aus direkt zum Chlodwigplatz z.B. wofür man heute mindestens ein mal Umsteigen muss. Hier würde man also auch massiv neue Fahrgastpotentiale erschließen denn ein Busverkehr gibt es ja heute praktisch nicht.
Man kann nicht überall umsteigefreie Verbindungen schaffen. Dass ausgerechnet diese Relation "massiv neue Fahrgastpotentiale" erschließt, bezweifle ich.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 15.04.18 21:14

Hauptmann Mumm schrieb:
cinéma schrieb:
Mittlerweile geht man nicht mehr davon aus, dass die Stadtbahn auf der Vorgebirgsbahn alleine ausreichen wird.
Wer ist man?

Wie man in dem aktuellen Faden zu den Planungen für das Bonner Stadtbahnnetz lesen kann, ist noch nicht einmal der durchgehende 10'-Takt auf der 18 mittelfristig erforderlich.

Köln - Bonn braucht einen Ausbau des RE-Verkehrs und mehr Verlässlichkeit, keine verbesserte Zwischenortserschließung.
Das scheint der NVR leider anders zu sehen aber das sich der Besteller an den wünschen der Politiker orientiert und nicht an das seiner täglichen Kundschaft ist ja schon lange bekannt.

Gutes Beispiel dafür ist die HVZ-RB 48 in beiden Richtungen. Wer fährt denn morgens schon mit der HVZ-RB 48 von Bonn Hbf nach Köln Hbf. Fast niemand und von Roisdorf, Sechtem, Brühl oder Hürth-Kalscheuren sieht das nicht anders aus. Fast jeder nutzt da lieber die nachfolgende RB 26 (ich auch). Der Fahrzeitunterschied von fast 10 Minuten von Brühl bis Köln Hbf ist mir einfach zu hoch und andere denken da sicherlich genau so.

In der Gegenrichtung nachmittags von Köln Hbf nach Bonn Hbf fällt das oft nicht so massiv auf, da die RB 48 aus Wuppertal gerne mal Verspätung hat und dann steht man in Brühl eben nicht 12-13 Minuten rum. Ich nutze öfters die HVZ-RB 48 um 16.07 Uhr von Köln Hbf bis Brühl und diese ist meist total leer, wenn planmäßig gefahren wird.

Ändern könnte man diese lange Fahrzeit nur, wenn man auf Halte verzichtet. Von Bonn Hbf morgens/nachmittags würde es schon reichen, wenn man die Überholung der HVZ-RB 48 durch den Fernverkehr nach Sechtem verschiebt und dann auf den Halt Hürth-Kalscheuren verzichtet.

Von Köln Hbf aus gesehen müsste die HVZ-RB 48 möglichst vor dem nachfolgenden Fernverkehr in Bonn Hbf ankommen, denn passiert der Fernverkehr Richtung Bonn Hürth-Kalscheuren werden dort direkt dahinter gerne 1-2 Güterzüge eingefädelt weshalb die HVZ-RB 48 in Brühl auch so lange steht.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Die HVZ-RB 48 würde in beide Richtungen um mindestens 10 Minuten beschleunigt von Bonn Hbf bis Köln Hbf und wäre somit eine echte Alternative.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: cinéma

Datum: 16.04.18 05:48

Hauptmann Mumm schrieb:
Wer ist man?

Man ist der NVR.


Hauptmann Mumm schrieb:
Wie man in dem aktuellen Faden zu den Planungen für das Bonner Stadtbahnnetz lesen kann, ist noch nicht einmal der durchgehende 10'-Takt auf der 18 mittelfristig erforderlich.

Natürlich ist der nicht erforderlich. Bei der Entlastungswirkung geht es um Köln–Hürth–Brühl. Darüberhinaus würden Stadtbahn und S-Bahn unterschiedliche Siedlungsgebiete erschließen.


Hauptmann Mumm schrieb:
Köln - Bonn braucht einen Ausbau des RE-Verkehrs und mehr Verlässlichkeit, keine verbesserte Zwischenortserschließung.
Der Großraum Rhein-Sieg wächst, auch die Orte an der besagten DB-Strecke, von daher ist Deine Aussage Unfug.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.04.18 06:21

cinéma schrieb:
Hauptmann Mumm schrieb:
Wer ist man?
Man ist der NVR.


Hauptmann Mumm schrieb:
Wie man in dem aktuellen Faden zu den Planungen für das Bonner Stadtbahnnetz lesen kann, ist noch nicht einmal der durchgehende 10'-Takt auf der 18 mittelfristig erforderlich.
Natürlich ist der nicht erforderlich. Bei der Entlastungswirkung geht es um Köln–Hürth–Brühl. Darüberhinaus würden Stadtbahn und S-Bahn unterschiedliche Siedlungsgebiete erschließen.


Hauptmann Mumm schrieb:
Köln - Bonn braucht einen Ausbau des RE-Verkehrs und mehr Verlässlichkeit, keine verbesserte Zwischenortserschließung.
Der Großraum Rhein-Sieg wächst, auch die Orte an der besagten DB-Strecke, von daher ist Deine Aussage Unfug.
Also was Hürth angeht so erschließt die S-Bahn mit Kalscheuren unbedeutende Randgebiete und der Schlenker über Fischenich mit Stationsneubau dürfte nicht billig werden insbesondere, wenn die Linie 18 direkt gegenüber halten sollte. Da müsste man nämlich noch ein bahnsteigloses Gleis für den HGK-Güterverkehr verlegen.

Für Brühl bedeutet der Schlenker via. Fischenich einen zeitraubenden Umweg. Man würde nach Köln Hbf dann locker 25 Minuten benötigen. An der HVZ-RB 48 kann man sehr gut erkennen wie viele Fahrgäste eine Verbindung nutzen die so lange nach Köln Hbf benötigt. Und selbst Klettenberg, Weißhausstr. und Aachener Str. werden nicht so viel neues Fahrgastpotential erschließen um damit S-Bahnen im 20 Minuten-Takt zu füllen. Wer dann nach Köln-West möchte wäre richtig angeschissen, denn es ist davon auszugehen, dass der RE dort nicht halten wird.

Ansonsten ist die Linie 18 was die Siedlungsgebiete angeht viel näher am Zentrum bzw. an den Siedlungsgebieten. Bis auf Brühl gibt es derzeit keine Neubaugebiete in der Nähe vom Bahnhof.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 16.04.18 17:55

cinéma schrieb:
Da Köln aber von solch einer Verlängerung nicht viel hätte, würde man solch ein Vorhaben sicherlich nicht ohne Beteiligung des Rhein-Erft-Kreises umsetzen, und das kann man getrost vergessen, dort bekommt man ja noch nicht einmal die kurze Strecke der 19 nach Hürth-Mitte hin.
Der Rhein-Erft-Kreis ist nicht ÖPNV-Aufgabenträger für die Stadtbahn. Es sind die Städte Brühl, Hürth und Wesseling.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.18 19:25.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 16.04.18 17:57

cinéma schrieb:
Wir reden hier nicht von Bahnübergängen, sondern von einem besonderen Bahnkörper, die Bahn nimmt also am Straßenverkehr teil.
Auf dem besonderen Bahnkörper nicht.

SCNR.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Christoph L

Datum: 16.04.18 18:03

Hauptmann Mumm schrieb:
cinéma schrieb:
Wir reden hier nicht von Bahnübergängen, sondern von einem besonderen Bahnkörper, die Bahn nimmt also am Straßenverkehr teil.
Auf dem besonderen Bahnkörper nicht.
An den Überfahrten und Überwegen aber schon bei dieser Betriebsform.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 16.04.18 18:04

cinéma schrieb:
Man hätte über einen längeren Tunnel zumindest mal ernsthaft nachdenken können, schließlich war er ja ursprünglich angedacht, ist also nicht so, dass das eine fixe Idee nur von mir wäre!
Hat man ja.
Und man hat festgestellt, dass damit das Gesamtprojekt NSS nicht mehr förderfähig ist.

Und wozu auch?
Man hat für die städteverbindende Rheinuferbahn eine unabhängige Trasse mit großem Haltestellenabstand (Linie 16 am Rheinufer).
Und für die Feinerschließung im Kölner Süden eine ortsnahe Trasse mit kurzen Zugangswegen (zukünftige Linie 5 auf der Bonner Str. und weiter nach Meschenich).
Idealer geht es gar nicht.

Eine Alternative aus den 1960er/1970ern war ein Stadtbahntunnel unter der Bonner Straße mit Querspange ab Verteilerkreis zum Rheinufer und Aufgabe der heutigen Strecke der 16 nördlich von Heinrich-Lübke-Ufer. Also eine Strecke, die beides macht. Solche Sachen hat man teilweise bei der Stadtbahn Ruhr realisiert. Ergebnis: weder wäre die städteverbindende Linie wirklich schnell, noch wäre die lokale Linie wirklich feinerschließend. Also eine Summierung der Nachteile bei mutmaßlich höheren Baukosten.

Re: (K) Stadtbahnplanung nach Rondorf/Mechenich

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 16.04.18 19:23

Christoph L schrieb:
Hauptmann Mumm schrieb:
cinéma schrieb:
Wir reden hier nicht von Bahnübergängen, sondern von einem besonderen Bahnkörper, die Bahn nimmt also am Straßenverkehr teil.
Auf dem besonderen Bahnkörper nicht.
An den Überfahrten und Überwegen aber schon bei dieser Betriebsform.
Weiß ich doch ;-)

Nur gibt es doch diesen schönen Passus in der BOStrab, dass die Bahn AUF dem besonderen Bahnkörper nicht am Straßenverkehr teilnimmt.

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