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Ich habe schon viel im Netz gesucht, aber nichts gefunden. Müsste gut ein Meter sein, aber das ist zu ungenau.
Um für die hier verkehrenden hochflurigen Stadtbahnwagen der Linie U74 einen barrierefreien Zugang zu schaffen,
ist die Anordnung von Hochbahnsteigen mit einer Höhe von 90 cm über Schienenoberkante erforderlich.

Quelle: [www.duesseldorf.de]
Danke, das ist ja schon mal etwas. Wundert mich, das es 90 cm sind, das ist ja eine eher ungewöhnliche Höhe. Ob es sich um eine gerundete Angabe handelt? Hätte auch gedacht, dass es deutlich höher ist.
In diesem Bauplan ratsinfo.duesseldorf.de für den anstehenden Bau des Hochbahnsteiges am Luegplatz ist von 95 cm über Schienenoberkante die Rede. Vermutlich ist der Boden in den B80 dann 100 cm über Schienenoberkante.
niasie schrieb:Zitat:
In diesem Bauplan ratsinfo.duesseldorf.de für den anstehenden Bau des Hochbahnsteiges am Luegplatz ist von 95 cm über Schienenoberkante die Rede. Vermutlich ist der Boden in den B80 dann 100 cm über Schienenoberkante.
90 cm habe ich auch von Stuttgart im Kopf - ebenfalls bei einer Einstiegshöhe von 1 m. Am Charlottenplatz vermeldet Wikipedia sogar 96 cm-Bahnsteighöhe...

Zum Vergleich:
Frankfurt hat aktuell 80 cm für 87 cm Einstiegshöhe. Früher gab es auch viele 87 cm Bahnsteige für 97 cm Einstiegshöhe. Angeblich sogar auch mindestens einen Bahnsteig mit 92 cm Bahnsteighöhe.

Karlsruhe verwendet 55 cm Bahnsteighöhe bei 58 cm Einstiegshöhe - somit ganze 3 cm Unterschied. Und 55 cm-Bahnsteighöhe muss sogar im BoStrab-Bereich existieren.

Insofern sind 10 cm Unterschied beim Einstieg früher keineswegs ungewöhnlich, ebenso wenig wie heute die 7 cm in Frankfurt oder die vermuteten 5 cm dort früher - ähnlich sieht es mit den 4 cm in Stuttgart und den 3 cm in Karlsruhe aus. Wobei sich hier schnell die Frage der Niveauregelung stellt...

Es wäre also plausibel, dass in Düsseldorf sowohl 90 als auch 95 cm Bahnsteighöhe Verwendung finden - vielleicht hat man sich hier eher den 95 cm angenähert im Rahmen der Barrierefreiheit. Die 5 cm fallen dem normalen Nutzer jedenfalls kaum auf.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Zwischenfazit

geschrieben von: Anbeku

Datum: 10.04.18 15:50

Dann habe ich ja jetzt schon mal zwei verschiedene Antworten die beide irgendwo belegt sind. Ich hätte jetzt gedacht, das die Bahnsteige eine Standardhöhe haben wie es z.B. auch bei Vollbahnen der Fall ist, z.B. 96 cm. Aber entweder schwankt die Höhen von Haltestelle zu Haltestelle innerhalb eines gewissen Rahmens oder die Angaben sind gerundet bzw. nicht exakt.

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: telefonbahner

Datum: 10.04.18 16:24

Hallo,
zu Bahnsteighöhen gibts diesen Artikel:

[de.wikipedia.org]

Gruß Gerd aus Dresden

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: Anbeku

Datum: 10.04.18 16:46

telefonbahner schrieb:
zu Bahnsteighöhen gibts diesen Artikel:

[de.wikipedia.org]

Kenn ich, da geht es aber fast ausschließlich um Voll-Bahnen. Das hilft mir in diesem Fall nicht weiter.

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: westring

Datum: 10.04.18 17:12

Anbeku schrieb:
Kenn ich, da geht es aber fast ausschließlich um Voll-Bahnen. Das hilft mir in diesem Fall nicht weiter.
Das einzige, was aus diesem Artikel hilfreich ist, ist der Link zu §31 BOStrab. Dieser regelt in (7), dass die Bahnsteighöhe nicht höher sein soll als der Fahrzeugboden. Die Abweichungen nach unten in der Praxis sind dadurch bedingt, dass die Radreifen sich abfahren und dadurch der Fahrzeugboden bei abgefahrenen Radreifen um einige Zentimeter niedriger ist als bei neuen.

Gruß
westring

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: Christoph L

Datum: 10.04.18 17:19

Für den Stadtbahnwagen B mit 1 m Wagenbodenhöhe im Neuzustand der Radreifen werden in der Regel in der Geraden 90 oder 92 cm Hohe Bahnsteige mit einem Abstand von 1,405 m von der Gleisachse gebaut. Bei 92 cm Höhe ergibt sich im Neuzustand der Radreifen genau ein Würfel 8 x 8 cm (Höhendifferenz/Spaltmaß) beim Einstieg. Die Behindertenverbände fordern allerdings oft 5 x 5 cm, was bei Hochflurwagen aber schwer realisierbar ist.

Der Raddurchmesser beträgt im Neuzustand 746 mm und wird bis zu einem Verschleißzustand von 660 mm herunter gefahren. Das ergibt eine Differenz von ca. 4,5 cm.

Die Fahrzeuge vom Typ K5000 in Köln haben eine Wagenbodenhöhe von nur 98 cm im Neuzustand, passend zu 90 cm- Bahnsteigen. Die Trittstufen der B- Wagen werden neuerdings in Köln schräg gestellt.

Edit: Ich habe noch eine Düsseldorfer Regelzeichnung von 1979 gefunden. Wegen Mischbetrieb mit GT8SU (Wagenbreite 2,47 m, Wagenbodenhöhe im Neuzustand 0,955 m) ist das Spaltmass beim B-Wagen auf 6 cm reduziert worden; beim GT8S ergeben sich dann noch 15 cm. Die Bahnsteighöhe in der Zeichnung beträgt 90 cm. So verbleiben beim GT8S noch etwa 5 cm für Radreifenverschleiss.



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.04.18 18:29.

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: Rolf Hafke

Datum: 10.04.18 19:13

Die Fußbodenhöhe vom B-Wagen ist 100 cm,
also sollte der5 Einstieg etwas niedriger sein, auch bei möglichen abgefahrenen
Radbandagen .....

Las soeben der Einstieg sei in Dortmund sogar 97 cm, hier in Köln sind es 90 cm-Bahnsteige.

Gruß
Rolf Hafke
niasie schrieb:
Vermutlich ist der Boden in den B80 dann 100 cm über Schienenoberkante.
Guckst du hier: [de.wikipedia.org]

Tabelle oben rechts: Fußbodenhöhe: 1000mm

Grüße

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 11.04.18 16:26

Die 90 cm waren bei allen NRW-Stadtbahnen das Standardmaß.
Wimre baut Dortmund inzwischen 94 cm.

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: Christoph L

Datum: 11.04.18 16:43

Hauptmann Mumm schrieb:
Die 90 cm waren bei allen NRW-Stadtbahnen das Standardmaß.
Wimre baut Dortmund inzwischen 94 cm.
Das ist erstaunlich in Verbindung mit den Außenschwingtüren. Die Kölner Türen setzen immer wieder auf bei 2200/2300ern mit abgefahrenen Radreifen. Zuletzt in Wesseling Nord erlebt.

Re: Zwischenfazit

geschrieben von: cinéma

Datum: 13.04.18 04:01

Das ist in der Tat erstaunlich, aus Bochum habe ich so etwas auch noch nicht gehört, was macht man in Köln falsch?