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[E/MH] Linie 104

geschrieben von: Gernot

Datum: 10.01.18 17:31

Wo doch jetzt die Straßenbahnbetriebe von Mülheim und Essen fusioniert sind: Gibt es eigentlich Überlegungen, die Linie 104 über Aktienstr. hinaus ins Essener Zentrum zu verlängern? Dass die Linie quasi am Stadtrand von Essen endet, konnte ich mir bisher eigentlich nur wegen der unterschiedlichen Gesellschaften erklären.

Re: [E/MH] Linie 104

geschrieben von: Samba Tw 303

Datum: 10.01.18 17:36

Nein dass ist vor allem auf den damaligen Marketing Chef zurück zu führen welcher der Meinung war es gäbe nicht genug Fahrgäste welche die 104 städteübergreifend nutzen würden. So wurde die 104 per Salamitaktik immer unattraktiver gemacht.

Re: [E/MH] Linie 104

geschrieben von: Allberto

Datum: 10.01.18 18:13

Gernot schrieb:
Wo doch jetzt die Straßenbahnbetriebe von Mülheim und Essen fusioniert sind: Gibt es eigentlich Überlegungen, die Linie 104 über Aktienstr. hinaus ins Essener Zentrum zu verlängern?
Informationen von zuständigen Stellen oder gut informierten Personen sind mir nicht bekannt.

Ich hege die Hoffnung, dass nach Umstellung des S-Bahn-Taktes auf das 30/15-Minuten-Schema, der in mehreren Ruhrgebietsstädten auch Taktumstellungen des Stadtverkehrs nach sich zieht, auch irgendwann die Ruhrbahn ihre Straßenbahnen auf den 15-Minuten-Takt umstellt.

Dann halte ich es für möglich, dass die Linien 103, 104 und 105, jeweils im 15-Minuten-Takt, zwischen Fliegenbusch und Essen Rathaus einen Fünf-Minuten-Takt bilden, der dann der 104 wieder zu einer Rückkehr nach Essen verhelfen könnte. In den 90er Jahren fuhr die Linie noch vom Mülheimer Hauptfriedhof bis zur Finefraustraße in Rellinghausen.

Bislang hat sich die Stadt Essen gegen eine solche Taktumstellung ausgesprochen. Wahrscheinlich merken die das erst, wenn die S9 umgestellt wurde und sich Fahrgäste in Borbeck und Kupferdreh über die nicht mehr passenden Anschlüsse beschweren.

Re: [E/MH] Linie 104

geschrieben von: MissFitz

Datum: 10.01.18 18:23

[...]
Zitat:

Bislang hat sich die Stadt Essen gegen eine solche Taktumstellung ausgesprochen. Wahrscheinlich merken die das erst, wenn die S9 umgestellt wurde und sich Fahrgäste in Borbeck und Kupferdreh über die nicht mehr passenden Anschlüsse beschweren.
Hoffentlich bleibt man als Fahrgast in Essen von dieser unsinnigen Umstellung verschont. Was bringt es, wenn der Takt schlechter wird? Die Umsteigezeit wird bei Verspätungen knapper, gerade am Bahnhof Borbeck Süd und Hbf sind die Wege zur S-Bahn recht lang, da passt ein 10-Min Takt besser, als die vermeintliche Anpassung.
Durch die Umstellung des 10/20-Min Taktes auf der Linie 104 auf einen 15-Min-Takt wurde das Angebot zwischen Grenze Borbeck und Abzweig Aktienstr. unter der Woche (Mo-Fr) bereits geringfügig verbessert. Der Takt ist aber nicht direkt vom Nahverkehrsbetrieb bestimmt, sondern wird im NVP zur Abstimmung gestellt. Ob eine weitere Linie über die Altendorfer Str. sinnvoll wäre? Dann hätte man vielleicht besser beim Umbau der Straße (v.a. zwischen Röntgen- und Helenenstr.) nicht die Verschlechterungen für alle Verkehrsteilnehmer (Ausnahme: Fußgänger) umsetzen dürfen: Die Bahn hat nach wie vor keinen eigenen Gleiskörper, die Straße wurde verengt (ein Rad der PKWs steht dadurch immer auf den Schiennen und behindert die Straßenbahn), die Radfahrer fahren ungeschützt auf einem Bedarfsradweg (auf der Straße), es fielen Parkplätze weg (weshalb nun noch öfter in zweiter Reihe geparkt wird)... Dafür wurde der Bürgersteig massiv verbreitet, "um die Aufenthaltsqualität" zu steigern. So einen Schildbürgerstreich kann man vermutlich nur in Essen vorgeführt bekommen.

Sinnvoller wäre es vermutlich, die 104 in Richtung Borbeck zu lenken. Von Mülheim nach Essen Mitte fährt wohl kaum jemand mit der Linie 104; andere Alternativen sind deutlich schneller.
MissFitz schrieb:
Durch die Umstellung des 10/20-Min Taktes auf der Linie 104 auf einen 15-Min-Takt wurde ...
Wurde? Wer sagt, daß die bewährte Teleskopierung in Aktienstraße entfällt?

(-,
Der neue Essener Nahverkehrsplan sieht die Beibehaltung des heutigen Taktschemas
- Mo-Fr HVZ/NVZ 5/10/20/30/60, SVZ 15/30/60
- Sa NVZ 15/30/60, SVZ 15/30/60
- So 15/30/60
vor. Im Gegensatz zu Bochum und Gelsenkirchen findet zum Fahrplanwechsel Eisenbahn im Dezember 2019 keine Taktumstellung zwecks Anpassung an den neuen S-Bahntakt statt.

Die 104 endet weiter an der Hast. Abzweig Aktienstraße. Dies macht Sinn, da sich die Fahrgastströme auf die Achse Frintrop - Altendorf - Essen Hbf (Linie 105) konzentrieren. Die Nachfrage auf der 104 zwischen Grenze Borbeck und Abzweig Aktienstraße ist trotz Verdichtung zum 15-Mi.-Takt (Mo-Fr) nur schwach ausgeprägt.

Re: [E/MH] Linie 104

geschrieben von: Andre Joost

Datum: 10.01.18 21:12

Allberto schrieb:


Bislang hat sich die Stadt Essen gegen eine solche Taktumstellung ausgesprochen. Wahrscheinlich merken die das erst, wenn die S9 umgestellt wurde und sich Fahrgäste in Borbeck und Kupferdreh über die nicht mehr passenden Anschlüsse beschweren.

Wieso? 30-Minuten-Takt auf der S9 und 10-Minuten-Takt auf der 103 passt doch ;-)

Gruß,
Andre Joost

Re: [E/MH] Linie 104

geschrieben von: 103ler

Datum: 11.01.18 14:28

Wozu verlängern wenn man in Mülheim bis heute nicht in der Lage ist mit den Bahnen halbwegs pünktlich zu fahren.
Mir erschließt sich kein Grund weshalb man nicht in der Lage ist diese paar Kilometer einigermaßen im Plan zu fahren.
Aktuell wieder eine Bahn Richtung Stadtmitte ausgefallen...natürlich ohne Gründe!!

Gute alte Bundesbahn-Zeit

Re: [E/MH] Linie 104 und RRX

geschrieben von: Marcus Lehmann

Datum: 13.01.18 22:35

Hallo,

in Essen hat man sich schon bewusst gegen die Taktanpassung zum RRX entschieden, da selbst bei einer Anpassung nicht wirklich sichergestellt ist das man am Ende auch seine Anschlüsse bekommt. Da hat man im 10 Minuten-Takt eher eine Chance und die Warte Zeiten halten sich hier auch in Grenzen.

Weiter wurde die Linie 104 damals aus verschiedenen Gründen an die Stadtgrenze von Essen zurück gezogen, einer der Gründe war die Auslastung des damals neuen Tunnel, aber am Ende spielte hier auch der Kostenfaktor eine wichtige Rolle, so konnte man mit der Verkürzung auch Kurse einsparen, wo man am Ende den eigentlichen Grund findet.

Dennoch wird vor allen von den Menschen zwischen Stadtgrenze und Aktienstraße bemängelt, das man seit nun 20 Jahren, förmlich vom Rest des Gleisnetz der heutigen Ruhrbahn, Richtung Essen abgekuppelt wurde.

Zumindest gibt es schon länger den Wunsch, dass man die Linie 104 nach Borbeck verlängert. Da dort eigentlich das nächst größere Zentrum ist und man auch hier einen viel bessere Möglichkeit hat in fast alle Richtungen um zusteigen.

Nur dafür müsste man entweder am Fliegenbusch wieder wie früher einen Linksabzweig einbauen oder man baut von der Heißener Straße zur Haltestelle Schloß Borbeck eine kurze neue Strecke. So könnte man die Linie 104 dann nach Borbeck führen.

Grüße