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[P] Fahrt zur neuen Endhaltestelle Campus am Jungfernsee

geschrieben von: 19FT1

Datum: 09.01.18 17:19

Hallo,

heute habe ich es mal geschafft die seit Dezember 2017 in Betrieb genommene Endhaltestelle zu Besuchen. Wenn dort nicht das Hasso Plattner Institut (SAP) wäre, dann wäre es der Ort, wo sich Fuchs und Haase gute Nacht sagen:

+409.jpg

Die Aussteigestelle Campus Jungfernsee,


+  409.jpg

die Einsteigestelle. Das Ärgernis ist, dass fast alle Buslinien, aus dem nördlichen Raum, die bis Dezember in Potsdamer Innenstadt fuhren, jetzt hier enden und die Fahrgäste mit teilweiser längerer Umsteigezeit auf die Linie 96 umsteigen müssen. Die Busse haben 20 Minutentakt und die Straßenbahn fahren alle 10 Minuten.


+SAP.jpg

Und hier das Ziel der Linie 96: Das Hasso- Plattner- Institut.
Zwischen der ehemaligen Endhaltestelle "Viereckremise" und der jetzigen wird übrigens viel gebaut. Zu den "normalen" Wohnhäusern gibt es aber auch noble Quartiere, wie eingezäunte Areale mit Namen "Jungfernsee Belvedere".

Also, wer nicht weiß wohin mit seinem Geld, hier kann es angelegt werden. -Grins-


und noch viele Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.18 17:20.
[bgcolor= rgb(229, 229, 225); color: rgb(51, 51, 51); font-family: Verdana,]Das Ärgernis ist, dass fast alle Buslinien, aus dem nördlichen Raum, die bis Dezember in Potsdamer Innenstadt fuhren, jetzt hier enden und die Fahrgäste mit teilweiser längerer Umsteigezeit auf die Linie 96 umsteigen müssen. Die Busse haben 20 Minutentakt und die Straßenbahn fahren alle 10 Minuten.

Nicht nur das - die Straßenbahn ist auf dieser Strecke auch noch langsamer als die Busse davor, weil sie einige Umwege (Fachhochschule, Kapellenberg) fährt.
Wird höchste Zeit dass dieser Unfug zurückgenommen wird und die Busse (unter anderem die 638 von Rathaus Spandau!) wieder in die Potsdamer Innenstadt zum Hbf durchfahren!
Wenn die Tram sich dort ohne diesen gebrochenen Verkehr (der viele Fahrgäste vergrault) nicht gelohnt hätte, hätte man es halt gleich sein lassen sollen, diese Strecke zu bauen.[/bgcolor]
zur Ergänzung:

Anbindung an das angrenzende Wohnviertel
IMG_1355-2.jpg
ist es nicht genau richtig herum? Der ÖPNV ist bereits mit direkter Innenstadtanbindung vorhanden, wenn nach und nach neue Bewohner dazu kommen. Zahlreiche andere Großstädte schaffen das nicht mal nach zig Jahren!
Pilot22 schrieb:
ist es nicht genau richtig herum? Der ÖPNV ist bereits mit direkter Innenstadtanbindung vorhanden, wenn nach und nach neue Bewohner dazu kommen. Zahlreiche andere Großstädte schaffen das nicht mal nach zig Jahren!
Das war er auch davor vorhanden, zwar nur mit dem Bus, dafür war er jedoch schneller, wie ich schon schrieb. Und das Einzugsgebiet der Buslinien, die nun gebrochen werden müssen (z.B. die 638 nach Rathaus Spandau), muss auch berücksichtigt werden!

Re: [P] Fahrt zur neuen Endhaltestelle Campus am Jungfernsee

geschrieben von: def

Datum: 10.01.18 08:53

Paulsternstraße schrieb:
Pilot22 schrieb:
ist es nicht genau richtig herum? Der ÖPNV ist bereits mit direkter Innenstadtanbindung vorhanden, wenn nach und nach neue Bewohner dazu kommen. Zahlreiche andere Großstädte schaffen das nicht mal nach zig Jahren!
Das war er auch davor vorhanden, zwar nur mit dem Bus, dafür war er jedoch schneller, wie ich schon schrieb. Und das Einzugsgebiet der Buslinien, die nun gebrochen werden müssen (z.B. die 638 nach Rathaus Spandau), muss auch berücksichtigt werden!
An der Paulsternstraße war vor Eröffnung der U7 sicher auch ein ÖPNV vorhanden. Hätte man sie also nie bauen sollen?

Letztlich dürfte das aber auch ein Zwischenschritt sein - zum einen soll die Straßenbahn weiter gen Norden verlängert werden, so dass dann das besonders ärgerliche Gefühl wegfällt, kurz vor dem Ziel umzusteigen, zum anderen entwickelt sich ja das Umfeld auch, so dass früher oder später vielleicht wieder ein Parallelverkehr von Straßenbahn und zumindest einer der Buslinien gerechtfertigt scheint - besonders nahe liegen würde der 638er. Im Gegenzug könnte ja der 697er zum Campus Jungfernsee zurückgezogen werden.

Ich verstehe übrigens nicht, wieso man nicht den 698er vom Weißen- zum Jungfernsee verlängert hat. Würde sicher auch so manche Fahrt verkürzen und die 96 noch etwas "füttern".

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
zum Bus 697:
Montag bis Freitag (5:30 -18:30) gilt

kommt aus Berlin Kladow als 697 bis Potsdam-Bornstedt (Kirschallee)
wechselt nur die Linie + Zielangabe und fährt als 612 weiter nach Potsdam Grube
wechselt nur die Linie + Zielangabe und fährt als 634 weiter nach Neu Töplitz

Fahrzeit von Kladow bis Golm 49 Minuten, kein Umsteigen erforderlich
am Wochende braucht man für dieselbe Strecke 25 bis 60 Minuten mehr, mehrfaches Umsteigen inclusive und Wartezeiten an Knotenpunkten, die dafür nicht ausgelegt sind (z.B.Kirschallee)
def schrieb:
Paulsternstraße schrieb:
Pilot22 schrieb:
ist es nicht genau richtig herum? Der ÖPNV ist bereits mit direkter Innenstadtanbindung vorhanden, wenn nach und nach neue Bewohner dazu kommen. Zahlreiche andere Großstädte schaffen das nicht mal nach zig Jahren!
Das war er auch davor vorhanden, zwar nur mit dem Bus, dafür war er jedoch schneller, wie ich schon schrieb. Und das Einzugsgebiet der Buslinien, die nun gebrochen werden müssen (z.B. die 638 nach Rathaus Spandau), muss auch berücksichtigt werden!
An der Paulsternstraße war vor Eröffnung der U7 sicher auch ein ÖPNV vorhanden. Hätte man sie also nie bauen sollen?

Letztlich dürfte das aber auch ein Zwischenschritt sein - zum einen soll die Straßenbahn weiter gen Norden verlängert werden, so dass dann das besonders ärgerliche Gefühl wegfällt, kurz vor dem Ziel umzusteigen, zum anderen entwickelt sich ja das Umfeld auch, so dass früher oder später vielleicht wieder ein Parallelverkehr von Straßenbahn und zumindest einer der Buslinien gerechtfertigt scheint - besonders nahe liegen würde der 638er. Im Gegenzug könnte ja der 697er zum Campus Jungfernsee zurückgezogen werden.

Ich verstehe übrigens nicht, wieso man nicht den 698er vom Weißen- zum Jungfernsee verlängert hat. Würde sicher auch so manche Fahrt verkürzen und die 96 noch etwas "füttern".
[bgcolor= transparent; box-sizing: border-box; color: rgb(51, 51, 51); font-family: Verdana,]Dein Vergleich mit der Paulsternstraße ist sinnlos, schließlich hat die U7 dort, was z.B. Fahrzeit und Komfort betrifft, gewaltige Verbesserungen herbeigeführt.
Das tut die neue Straßenbahn am Campus Jungfernsee eindeutig nicht. Nicht für das Einzugsgebiet der neuen Strecke (außer für Fahrgäste mit Ziel Fachhochschule oder Bornstedter Feld), und schon gar nicht für das Einzugsgebiet der Buslinien, die nun dort gebrochen werden, anstatt die Fahrgäste bequem in die Potsdamer Innenstadt durchfahren zu lassen.
Denn im Gegensatz zu den Bussen davor fährt die Tram große Umwege und braucht damit länger (das habe ich schon erläutert). Welcher Arbeitnehmer, der sich seine Zeit einteilen muss, steht gerne 5-10 Minuten (und das ist nicht wenig!) früher auf, um zur Arbeit zu fahren?


Und bis nach Groß Glienicke, geschweige denn Spandau, wäre eine Straßenbahn wirtschaftlich nicht sinnvoll, denke ich. Genau bis hier hin fährt jedoch die 638, also müsste man, wenn man auf diesen super tollen gebrochenen Verkehr besteht, bis dort hin bauen, damit nicht umgestiegen werden muss.[/bgcolor]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.18 11:24.
Das Ärgerliche aus meiner Sicht ist, dass das durchgehende Fahrtangebot der Tram 92 (wegen der neuen Hauptlinie 96) verschlechtert wurde - zumal somit auch das Fahren zum Stern-Center umständlicher geworden ist.

Bisher konnte man im regelmäßigen 20-Minuten-Takt (im Berufsverkehr sogar noch häufiger) bis Kirchsteigfeld mit der Tram 92 durchfahren - oder aber am Johannes-Kepler-Platz in die Buslinien 118 sowie 694 umsteigen.

Nun steht nur noch im Berufsverkehr an Schultagen die alle 20 min bis Kirchsteigfeld verkehrende Tram 92 zur Verfügung.

In den anderen Zeiten und vor allem während der gesamten Schulferien fährt die Tram 92 nicht mehr über den Bisamkiez hinaus bzw. wird sogar bereits ab ca. 19:30 Uhr auf den Abschnitt Hauptbahnhof - Kirschallee eingekürzt.

Selbstverständlich steht die nunmehr im Hauptverkehr alle 10 min bis Kirchsteigfeld verkehrende Tram 96 zur Verfügung. Es ist aber schon ein riesiger Unterschied, ob man z. B. statt zur Hannes-Meyer-Straße (meine nächstgelegene Haltestelle) nunmehr entweder zum Volkspark oder zum Campus Fachhochschule laufen muss, um eine über den Bisamkiez hinausfahrende Tram erwischen zu können. Oder aber man "darf" zunächst die Tram 92 benutzen und muss von dieser in die zum Kirchsteigfeld fahrende Tram 96 umsteigen.

Das Ganze wäre ja auch noch erträglich, wenn auf meinem Arbeitsweg zur Steinstraße die Übergänge zwischen der Tram 96 und den Buslinien 118 sowie 694 am Johannes-Kepler-Platz und umgekehrt funktionieren würden. Das ist aber oft nicht der Fall, obwohl fahrplanmäßig mehrere Minuten Übergangszeit wären.

Die Krönung war eine abendliche Heimfahrt. Der Bus 694 kam wie üblich ein paar Minuten zu spät, sodass die Tram 96 genau in dem Moment am Johannes-Kepler-Platz wegfuhr, als die vom Bus kommenden Umsteiger den Bahnsteig erreichten (sehr "zuvorkommender" Tramfahrer). Ausgerechnet zu dieser Zeit (gegen 20 Uhr) erfolgte dann auch der Übergang vom vielgepriesenen 10-Minuten-Takt der Linie 96 auf den 20-Minuten-Takt, sodass erst die 20 Minuten später fahrende Tram 96 wieder über den Platz der Einheit hinausfuhr.

Diese Erlebnisse, die jeweils zu "atemberaubenden" Fahrzeiten von deutlich mehr als 1 Stunde führten (mit dem Auto bin ich ohne Stau ca. 20 min und selbst im dicksten Feierabend-Berufsverkehr nur selten mehr als 35 - 40 min unterwegs) können mich nun gerade nicht für das dauerhafte Benutzen des ÖPNV gewinnen.

Eine zumutbare Alternative ist aus meiner Sicht nur möglich, wenn die Linien 92 und 96 im Wechsel (jede im 20-Minuten-Takt) über den Bisamkiez hinausfahren und die Anschlüsse am Johannes-Kepler-Platz besser funktionieren.