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[P] "Schlagloch" an der Neubaustrecke beseitigt (11.1.)

geschrieben von: P-134

Datum: 07.01.18 19:31

Moin,
bei der Besichtigung der Baufortschritte im Bereich Endstelle Plattner-Campus / Wohngebiet
IMG_0816-2.jpg

gesehen, dass sich am Gleis Richtung Norden (Endstelle) ein Schlagloch aufgetan hat.

IMG_1353-2.jpg


Schwellen etwas versetzt, Bruchstelle gesichert und weiter geht es.
Risse/Brüche in der Nähe von Schweißnäthen waren auch in der Vergangenheit selten, aber möglich.
Hier ist der Bruch aber direkt am Übergang von Rillenschiene auf Standard.
Mal sehen, was die Experten rausfinden. (bitte keine Spekulatius-Diskussionen)

IMG_1354-2.jpg

Ansonsten nix Neues.
Auf der Linie 96 verkehren auch Wagen mit alter Netzspinne, sodaß Auswärtige erstmal nicht wissen wo sie sind.
Über die Reduzierungen habe ich mich bereits an anderer Stelle ausgelassen.

Gruß Achim



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.18 18:52.

Bemerkungen dazu

geschrieben von: tram

Datum: 07.01.18 23:33

P-134 schrieb:
Moin,
bei der Besichtigung der Baufortschritte im Bereich Endstelle Plattner-Campus / Wohngebiet
...
Schwellen etwas versetzt, Bruchstelle gesichert und weiter geht es.
Risse/Brüche in der Nähe von Schweißnäthen waren auch in der Vergangenheit selten, aber möglich.
Hier ist der Bruch aber direkt am Übergang von Rillenschiene auf Standard.
Mal sehen, was die Experten rausfinden. (bitte keine Spekulatius-Diskussionen)
...
Gruß Achim

Einige Bemerkungen dazu konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Schienenbrüche sind häufiger als mancher denkt oder bemerkt. Der fachlich richtige Umgang damit ist aber entscheidend für die Betriebssicherheit. Dieser kann bei verschiedenen Betriebsformen durchaus unterschiedlich sein.

Das Profil am Übergang heist übrigens nicht Standart sondern Vignolschiene.

Das Sichern der Bruchstelle erforderte hier das Versetzen der Schwelle. Ansonsten ist ein richtig gesicherter Schienenbruch kein großes Problem.

Brüche können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Hier liegt aber nahe das beim Herstellen des Einlaufes der Leitschiene ein Fehler unterlaufen ist der zum Bruch führte. Die Lage der Bruchstelle ist klassisch für solche Fertigungsfehler die entweder durch falsche Wärmeführung oder unsachliche oder fehlende Ausrundung des Rillenendes an der Fahrkante (Kerbwirkung) entstehen.

Warum "bitte keine Spekulationsdiskussionen"? Haben wir neuerdings hier Zensur?

Noch Fragen Kienzle?

https://www.nomegatrucks.eu/deu/service/download/no-mega-trucks-logo.jpg

Re: Bemerkungen dazu

geschrieben von: Tramfreak

Datum: 07.01.18 23:53

Dann fang' ich mal mit dem Spekulieren an: Ich denke, es wird beim Drüberfahren wahrnehmbar diffizile Geräusche und Vibrationen geben. Genaueres muss ein Besuch vor Ort ergeben.

Re: Bemerkungen dazu

geschrieben von: Sebastian Woelk

Datum: 08.01.18 00:12

tram schrieb:
Schienenbrüche sind häufiger als mancher denkt oder bemerkt. Der fachlich richtige Umgang damit ist aber entscheidend für die Betriebssicherheit. Dieser kann bei verschiedenen Betriebsformen durchaus unterschiedlich sein.

So ist es... auch Deinen (von mir aus dem Zitat gelöschten) Ausführungen zur möglichen Entstehung kann ich nur zustimmen... Aber die Diskussion um den Schienenbruch und seine Ursachen sowie die Handhabung desgleichen erinnern mich an eine Dienstschicht bei agilis... dürfte im Dezember 2012 gewesen sein.

Wir hatten eine Leistung auf der ESt Ulm bei dieser ist man 14:44 durch bis Landshut gefahren, dort 45 min Pause, dann zurück nach Ulm... auf dem Rückweg gab es in Ingolstadt nochmal eine kurze Pause während ca. 30 min Wendezeit am Bahnsteig. letztere wurde aber durchbezahlt...

Ich fuhr pünktlich aus Ingolstadt ab, nach der Abfahrt am HP Ernsgaden polterte es unter meinem ET exakt sooft wie der Achsen hatte. Ich habe dem Fdl Vohburg meine Feststellung gemeldet, aus der Erfahrung im Gleisbau über welche ich verfüge habe ich auf einen Schienenbruch geschlossen. Meine Fahrt ging weiter bis Landshut. Alles pünktlich... Auch die Rückfahrt kopnnte ich pünktlich antreten. Es war sehr kalt (unter dem Gefrierpunkt...).

Normalerweise hatte ich bei dieser Schicht entweder einen Zugbegleiter Ulm-Ingolstadt, diesen habe ich dann auf dem Rückweg wieder mitgenommen und einen anderen Ingolstadt-Regensburg (70%), selten noch einen Regensburg-Landshut u.z., die Wahrscheinlichkeit auf der Rückfahrt von Regensburg nach Ingolstadt einen zu haben war auch bei etwa 70%. Ich komme pünktlich aus Richtung Landshut in Regensburg eingefahren und sehe dort 3 (!) Zugbegleiter. Alle 3 bei mir in den Zug rein. Eine Donauwörther Kollegin kommt zu mir vor und offeriert mir das sie bis Donauwörth drauf bleibt. Sie beschwert sich das es zwischen Vohburg und Ingolstadt einen Schienenbruch gegeben hat und das ich der erste Zug sei der wieder fährt. Alles andere vor mir ist ausgefallen. (Kurzwende). Ich glaube ich habe sogar noch einen ET drauf bekommen der in Ingolstadt wieder abgehängt wurde was auch nicht planmäßig war.

Die Zugbegleiterin beschwerte sich noch das es eine "Sch***kälte" sei und man keine Möglichkeit hätte sich irgendwo aufzuwärmen weil man ja für die Fahrgäste da sein muss, diese natürlich gerne zum BNV bringt, dort wieder abholt... Selbst friert man aber...

Da ich ja der Meldende war und nun die Konsequenz meiner Meldung auch noch kannte - (Ich war erschrocken das ich der erste wieder durchfahrende bin und das auch noch pünktlich...) dachte ich mir so *tirili-tirila - Halt jetzt bloß die Fresse das Du den Schienenbruch gemeldet hast, Dich lynchen sonst 3 Zugbegleiter, die Fahrgäste helfen wahrscheinlich bei der Beseitigung der Leiche...)


Soviel mal als eine kleine Anekdote wie es dem Personal bei soetwas ergeht...

In meiner Zeit im Gleisbau hatte ich auch mal die Ehre über Weihnachten jeden Tag eine Kontrolle des Notlaschenverbandes durchzuführen, der Schienenbruch trat im Bereich einer vorübergehenden Schweißung zwischen 2 Bauabschnitten auf... 2001 - DB Netz verbaute damals die UMTS-Milliarden. Frei war theoretisch nur der eigentliche Feiertagszeitraum... an allen anderen Tagen wurde gearbeitet.


Viele Grüße
Sebastian Woelk

PS: die dort abgebildeten Fusslaschen sind bei der Eisenbahn übrigens nicht mehr zulässig. Bei meinem Ausbildungsbetrieb hatten wir die gefühlt "millionenfach"



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.18 00:13.