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[D] Pendlerchaos am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 14.11.17 19:54

Tach zusammen!

Wundert mich, dass das noch nicht Thema war (oder tritt der Gewöhungseffekt ein?):

Es ging in den letzten beiden Tagen und geht wohl auch noch bis Donnerstag am Hbf im Bereich der U-Bahn dermaßen die Post ab, dass Bahnsteigzugänge gesperrt wurden mussten, die Leute 20min. bis nur auf den Bahnsteig runter brauchten, usw. usf..

Eine Ursache sind unter anderem Bauarbeiten an den Bahnsteigen, die diese verkürzen sowie den Zugang nur noch eingeschränkt über wenige Treppen/ Rolltreppen zulassen.

Interessant wäre (der Pendler, also meiner einer, muss im Moment glücklicherweise nicht über den Düsseldorfer Hbf, zumindest wechsel ich dort nicht von ganz oben nach ganz unten, was ich auch tunlichst eben seit einigen Wochen vermeide), ob überhaupt derzeit Langzüge wie sonst möglich sind, kann ja eigentlich nicht sein; allerdings habe ich mir die letzte Umbaustufe der Baustelle auf dem Bahnsteig auch noch nicht bewusst reingezogen.

Aber lest erstmal selber:

[www.rp-online.de]

Naja, leider war der Tag bei mir auch hart, wäre nämlich viel zu dem Thema zu schreiben.

Unter anderem rächt sich, dass es keine Verbindung aus dem Westen (linke Rheinseite= startend bei Hammfeld (A57 / A46), sowie Neuss Hbf via Handweiser, Lörick (Anschluss Krefeld) über den Rhein zur Messe gibt, und von dort dann weiter zum Düsseldorfer Flughafenbahnhof.

Wäre sogar dann eine Alternative, (derzeit nicht vorhandene weil zu wenige) Züge über Belsenplatz, Hansaallee, Lörick und dann den Rhein zur Messe fahren zu lassen, um zu entlasten.

Auf der anderen Seite, das ist mithin schon der größte Nutzerfall des Jahres (oder jeden Jahres), also bleibt auch die Frage, wieviel Infrastruktur man für sowas vorhalten soll.

Zu diskutieren wäre auch, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, von Anfang an die Flughafenbahn vom Fernbahnhof zum Flughafen als altbewährte Gummi-auf-Beton-Version auszuführen (wie beispielsweise in Frankfurt), und damit die Möglichkeit zu haben, den Flughafen und den Flughafenbahnhof dort schneller als in den derzeit diskutierten Versionen an die Messe anzubinden, indem man dann den entsprechenden Peoplemover dort zur Messe zieht (die Hängebahn halte ich für ungeeignet). Hätte weniger Terz mit den Anwohnern gegeben, weil niedriger, und auch leiser, und man hätte die Massen statt unnütz durch die Stadt direkt vom (Mauerblümchendasein fristenden) Flughafenbahnhof zur Messe führen können.

Nun gut, das Grundübel dürfte weiterhin sein, dass die Stadt weiter und weiter wächst und das Verkehrssystem im Normalzustand schon teils an den Grenzen ist, an solchen Großkampftagen muss man sich dann über das entstandene Chaos nicht mehr wundern...

Bis denne,
Markus.

Edit: Ups, jetzt sollte der Link funktionieren.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.17 19:56.

Re: [D] Pendlerchaos am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: cinéma

Datum: 14.11.17 20:05

Inwiefern ist es entscheidend, ob die Bahn die Räder oben oder unten hat?

Re: [D] Pendlerchaos am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: 2758

Datum: 14.11.17 20:21

Guten Abend,

Dreiwagenzüge werden auf der U 78 auch in der jetzigen Baustellensituation eingesetzt. Sie fahren jetzt aber von den anderen Bahnsteigen ab.

Gruß
2758

Re: [D] Pendlerchaos am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: Spoorslag '70

Datum: 14.11.17 20:23

3-Wagen Züge sind auch während der Arbeiten möglich - die 78 fährt deswegen über Gleis 3 statt 1. Die letzten Tage gab es wohl auch häufiger falsche Fahrstraßen am Hauptbahnhof; natürlich mit entsprechenden Folgen für die Verkehrsabwicklung.

Diese Signatur ist keine Signatur...

Re: [D] Pendlerchaos am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: M6D

Datum: 14.11.17 20:42

Die U78 fährt mit Dreierzügen im dichten Takt von Steig 3 statt Steig 1 - damit es nicht zu Staus im Stadtbahntunnel kommt, werden vereinzelt Bahnen von anderen Linien abweichend an Gleis 1 abgefertigt.

In Deutschland ist ja alles direkt immer "Chaos" ... was wäre denn besser? Wenn die Fahrgäste auf dem Bahnsteig ins Gleis gedrückt werden, weil von oben immer mehr Menschen nach unten strömen? DAS wäre ein Problem!

mehr "Räder-unten"-Hersteller

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 14.11.17 21:02

Ich nochmal kurz,

der Unterschied ist, dass sich (abseits von herkömmlichen Zügen/Straßenbahnen) weltweit Hersteller die "Räder-unten"-Systeme weitaus öfter verbaut haben, als Hängebahnen. (Edit, also auch Geldvorteil, weil mehr Konkurrenz wegen mehr Auswahl!)

Und zudem ist für mich nach x-Verbesserungen und Umbauten das immer noch eine rumpelige Wackelfahrt mit der Hängebahn.

Was zudem die Beschleunigung der schon seit Ewigkeiten verkehrenden Gummi-unten-Vehikel-Flughafenbahnvehikel anbetrifft(in Singapur oder Hong Kong z.B. geht das mit der Beschleunigung und Verzögerung schon in Richtung grenzwertig, und zwar am oberen Ende) , ist für mich das Düsseldorfer Siemens-Vehikel (welches ja nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat) eher am unteren Ende - schlecht, wenn man extrem enge Zugfolgen (90, oder gar 60 Sekunden) anpeilen muss.

Und die "altherkömmliche Rad-unten" Lösung, nämlich einfach die Stadtbahn bis zum Flughafenbahnhof zu ziehen, ist aus vielschichtigen Gründen alles andere als einfach, weil es am Terminal beispielsweise nicht oben geht (dort müsste man unten rein, da ist dann die S-Bahn), aber man steil wieder zwischen den Parkhäusern auf dem Weg zum Flughafenbahnhof hoch muss (nur wo? viel Spaß dabei) um dort hoch rauszukommen (schweineteuer).

Zudem, nachdem es Ewigkeiten bei der Rheinbahn gedauert hat, überhaupt neue Stadtbahnwagen zu bestellen (und die alten Schätzchen uns wohl noch länger erhalten bleiben), hätte die Lösung, dass Messe und Flughafen "autonom" als diejenigen, die in erster Linie ja davon profitieren, sich hätten alleine das aushandeln und verbauen dürfen, ja auch möglicherweise schneller umgesetzt werden können. (O.k., Traumvorstellung, weil bei Flughafen und Messe auch schon wieder Leute von der Stadt oben drinsitzen...).

Und wie gesagt, die Doppelspur-(Doppelreifen!)-Gummifahrzeuge dürften vor allem im Bereich der noch zu bauenden hohen Brücke deutliche Lärmvorteile gegenüber der einspurigen Hängebahn oder aber auch der normalen Stadtbahn Stahl auf Stahl haben, das hätte für weniger Widerstand bei den Anwohnern gesorgt.

Edits: bin müde, einige Korrekturen, gute Nacht.



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.17 21:34.

Re: [D] Pendlerchaos am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: Brockenhexe

Datum: 14.11.17 23:11

Zunächst mal ist es doch erfreulich, das sehr viele Menschen zur Messe d.dorf den ÖPNV nutzen. Besser als Dortmund wo im mittleren Umkreis der Westfalenhalle(stadion) Wohngebiete, Gehwege und Grünflächen rigoros und oft ungestraft zugeparkt werden. Das es im morgendlichen Berufsverkehr insbesondere in Ballungszentren auf Schiene und Straße picke packe voll ist ist auch keine neue Erkenntnis. Verschiebt doch einfach den Messebeginn z.B. auf 10.30 Uhr - Abfahrt ab 09.30 Uhr ab HBF ist der Berufsverkehr durch. Sonst gebe es (theoretisch) nur eine Lösung: die Arbeitsplätze sind wieder in Wohnortnähe (mit dem Fahrad oder Moped zum Pütt)  praktisch ist das langfristig aus vielen Gründen ausgeschlossen. Und die Bauarbeiten dienen nicht der Selbstbefriedigung der Rheinbahn sondern verbessern unsere Sicherheit und sind auch lange angekündigt. Nicht jeder Presseartikel ist geignet den Weltuntergang hinauf zu beschwören. In Dortmund wurde viele Jahre insbesondere in den Vororten das illegale und sehr oft auch behindernde Gehwegparken nicht kontroliert oder geahndet. Seit einiger Zeit haben Personengruppen die mehr Gehwegbreite benötigen (Rollstühle/Kinderwagen) RICHTIGERWEISE ein neues Selbstbewusstsein und zwingen quasi die Stadt zu Kontrollen auch in den Vororten...... Natürlich schagen die Automobilisten zurück und erklären regelmäßig über die Tagespresse das sie beim illegalen Gehwegparken streng darauf achten niemand zu behindern, die einzig verbliebene Zeitungsredaktion schlägt sich natürlich auf die Seite der Automobilisten und befürchtet infolgedessen regelmäßig den Weltuntergang zumindest in Dortmund - bis Dienstag 23 Uhr ist er ausgeblieben. Wenn es voll ist dauert es eben etwas länger - im Rewe, im Aldi, bei der Bahn, bei der Rheinbahn, beim Arzt, in der Kneipe u.s.w. - ärgerlich aber sicher kein Grund sofort den Pressemann(frau) seines Vertrauens die "Story seines Berufslebens" einzutrichtern.

Re: [D] Engpässe am Düsseldorfer Hbf

geschrieben von: Dorander

Datum: 15.11.17 07:57

Der Hauptbahnhof ist nunmal der zentrale Umsteigepunkt für Berufspender und Studenten in Düsseldorf und wenn die Hälfte der Bahnsteigflächen der Stadtbahnen wegen Renovierung/Aufhübschung gesperrt ist, dann muss es morgens und abends zwangsläufig zu Engpässen kommen - wie jetzt.
Ansonsten sind die Bahnsteige ausreichend groß bemessen.