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Nchdem die Firma ja nicht mehr hawege, sondern TeGut heißt und eigentlich schon längst MIGROS ist.

Schnarchverein TWSB. Außer Schwellen händisch auswechseln und Tatras ewig wieder zusammen schweißen keine Handlungsperspektiven. Die TWSB ist langfristig nicht haltbar, wenn sie sich Verkehrsbedürfnissen nicht anpaßt. Dazu gehören Fahrplan, Wegeinformationen und Tarife. Und die beiden Bauprojekte Walterhausen Bf. Umsteigeanlage und Trassentausch Fröttstädter Bahn / TWSB südlich von Friedrichroda Kliniken hat noch keiner angepackt. Zu Ottendorf-Okrilla - Königsbrück gibt es qualfizierte Aussagen ebenso wie zur Bäderbahn Lübeck - Neustadt (Holstein). 

Ist der böse Busunternehmer Steinbrück im Raum Gotha an Allem schuld gewesen?


Grüße aus Wü

TW 239
Wir lieben unsere TWSB , so wie sie ist . Traditionell .....
Aber ich hoffe, dass Du ansonsten bei guter Gesundheit bist?

Warum sollte der Verkehrsbetrieb da irgendwas umbenennen, wenn es niemand bezahlt. Man muss nicht die ganzen Umbenennungsquatsch der freien Wirtschaft mitmachen, wenn die nicht bereit ist, entsprechende Umbenennungen auch zu bezahlen - mit allen Auswirkungen: Änderung der Haltestellenschilder, Liniennetzpläne, Ansagen und sonstigen Auskunftsmedien. Wenn dann irgendwann mal sowieso - aus anderen Gründen - wieder eine Neuauflage dieser Medien erforderlich ist, dann kann man ja gleich eine solche Umbenennung in einen neutralen Namen, wie hier geschehen, fast kostenneutral mitmachen.

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr

ehrenwerter PL...


schon interessant das Du erstens Deinen Klarnamen nicht nennst und dann hier solch einen Beitrag vom Stapel lässt, zweitens das Dein Beitrag nur so von Unkenntnis strotzt.

Die Mitarbeiter der TWSB tun eine ganze Menge um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Vieles wird hier garnicht oder erst später bekannt gegeben. Und das ist gut so. Das hat nichts mit "Schnarchverein" zu tun. Hast Du vielleicht auch schoneinmal daran gedacht das es auch politischen Unwillen und politische Unfähigkeit gibt? Wenn ich mir die Gothaer Verkehrspolitik anschaue dann muss ich sehr oft an diese Attribute denken. Ich erinnere an meinen Beitrag zum Thema Verkehrsentwicklungsplan 2030+ der Stadt Gotha. Für Dich wiederhole ich es aber gerne nocheinmal... Die dort angeregten neuen bzw. zu verlegenden Haltestellen um nur dieses Thema aufzugreifen... Nicht die TWSB fährt mal eben los und rammt ein Haltestellenschild in den Boden. Da spielen noch ganz andere Dinge eine Rolle. Das muss politisch gewollt, unternehmerisch sinnvoll, bezahlbar und wirtschaftlich sein... Einfach mal abwarten. Die TWSB entwickelt sich und das ist gut so. Vielleicht liesst Du hier ja morgen oder in einem Monat oder in einem Jahr etwas völlig Neues womit Du nicht gerechnet hast...

Achso, Du hast ja auch in dem Beitragsfaden zum Thema Niederflurbahnen schon so richtig schön gestänkert... Erinnerst Du Dich? 2. Beitrag... Oder liegt Deine Art und Weise daran das es für Dich außer der Würzburger Straßenbahn sowieso kein anderes Unternehmen gibt welches "gut" ist?

Wenn ich mir was wünschen darf? Sachdienliche vernünftige Beiträge gerne, Polemik die wiederum Polemik und Gemotze hervorruft wird nicht wirklich benötigt.


Sebastian Woelk
Guten Abend werter PL!

1 - der bekannte "Biosupermarkt" wird tegut geschrieben, wie man leicht ergooglen kann. Ich möchte jetzt nicht Papiere suchen gehen, um herauszufinden, auf welcher Grundlage es zur Namensnennung der Haltestelle gab. hawege war dann weg, galt ein möglicher Vertrag immernoch weiter? Wie lange? Das wirst Du sicher kaum sagen können. 
2 - Schwellen per Hand wechseln, dass sind mal Einzelfälle, sonst kommen Gleisbaufirmen zum Einsatz. Die TWSB hat eine Infrastrukturabteilung, die in der Lage ist auch einmal einzugreifen, wenn was anliegt. Das ist nicht mehr in jedem Betrieb gegeben.
3 - Tatras zusammenschweißen, dass ist ganz einfach: "Brenner groß und dann geht die Sache los!" Den Klartext welche Probleme bei der Neufahrzeugbeschaffung in Thüringen anliegen, kannst Du Dir aus dem folgenden Link zusammenlesen:  
[www.thueringer-allgemeine.de]
Also kurz zusammengefasst liegt es nicht an der TWSB (bzw. den anderen Betrieben), sondern, dass im Fördertopf des Freistaates zu wenig Geld ist.
4 - Bauprojekte? Walterhausen Bf.: Dazu muss erst einmal Vorarbeit im Bahnhofsumfeld gemacht werden. Da ist nicht die TWSB alleine am Drücker. 
                         Fröttstädter Bahn? Sicher meinst Du die Friedrichrodaer Bahn... Vermutlich ist es Dir noch gar nicht aufgefallen, dass zum Fahrplanwechsel die roten Triebwagen gegen                                   grüne Triebwagen getauscht werden. Ah richtig, es tritt ein neuer Verkehrsvertrag mit einem neuen EVU in Kraft. Überdies solltest Du mal den Unterschied zwischen ÖPNV 
                         und SPNV und deren Finanzierung lernen. Um es kurz zu machen: BOStrab Leistungen sind ÖPNV = Aufgabenträger und Finanzierung durch Landkreis und EBO Leistungen
                         = Aufgabenträger und Finanzierung durch das Land - alles gesetzlich geregelt. Warum sollte sich der Kreis Gotha eine zusätzliche Ausgabe für den ÖPNV ans Bein binden,                               wenn das Land den SPNV bezahlt? Das ganze Thema ist auch hier im Forum schon mehrfach durchdekliniert worden. 
5 - Busunternehmer Steinbrück strotze ja ebenfalls im Interview vor Kompetenz, als er vorschlug den touristischen Teil der Leistungen der TWSB analog zur Brockenbahn zu finanzieren, wo wir wieder beim Pkt. 4 Teil 2 sind. Die HSB ist eben SPNV.
6 - Tarife: Die TWSB ist seit Jahren Teil des VMT. Ebenso gilt ein politisch beschlossener Nahverkehrsplan (dürfte im Ratinfosystem des Kreises Gotha noch online sein).

So nun kannst Du Dich gern weiter äußern!

Grüße in die Runde von 

Ronny



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.17 22:13.
PL schrieb:
Nchdem die Firma ja nicht mehr hawege, sondern TeGut heißt und eigentlich schon längst MIGROS ist.

Schnarchverein TWSB. Außer Schwellen händisch auswechseln und Tatras ewig wieder zusammen schweißen keine Handlungsperspektiven. Die TWSB ist langfristig nicht haltbar, wenn sie sich Verkehrsbedürfnissen nicht anpaßt. Dazu gehören Fahrplan, Wegeinformationen und Tarife. Und die beiden Bauprojekte Walterhausen Bf. Umsteigeanlage und Trassentausch Fröttstädter Bahn / TWSB südlich von Friedrichroda Kliniken hat noch keiner angepackt. Zu Ottendorf-Okrilla - Königsbrück gibt es qualfizierte Aussagen ebenso wie zur Bäderbahn Lübeck - Neustadt (Holstein). 


Grüße aus Wü

Hallo PL!
Wie siehts aus, möchtest du dem "Schnarchverein" eine großzügige Spende zukommen lassen? Von Irgendwas muss er ja agieren...

Wie mir zu Ohren gekommen ist, besitzt die TWSB KEINE Gelddruckmaschine und ist somit abhängig u.a. von der Finanzlage der Stadt Gotha.
Ohne Geld kann man kaum handeln und nicht viel mehr, als das vorhandene Material für den Betrieb weiter vorzuhalten.

Völlig aus dem Ruder gerät dein "Beitrag" mit dem Verweis auf den Trassentausch in Friedrichroda.
Mag sein, dass du bei "Wünsch dir was" aufgewacht bist, aber wir leben immer noch in der Realität.
Was hat die TWSB mit einem Trassentausch in Friedrichroda zu tun, der dir vorschwebt?

Irgendwie scheinst du keine Ahnung zu haben, was Infrastrukturausbau bedeutet, Elektrifizierung, Konzessionen und viel mehr.

Komm mal auf die Beine und in die Realität zurück.
Und wenn du tatsächlich aus Wü bist, dann würde ich mal die Arroganz sparen und aufhören, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Gotha wäre sicherlich froh, wenn es so finanzstark wäre wie Würzburg.

Keine Grüße Torsten

Re: [GTH] TWSB ist aufgewacht und weiteres aufgerechnet

geschrieben von: jockeli

Datum: 10.11.17 22:45

zahlen aus der presse
mit vielen Details zu Investitionen der letzten Monate
Dankeschön jockeli für diesen interessanten Link. Ich selbst hatte nicht einmal alle Baumassnahmen registriert - ich merke das ich zu lange aus Gotha weg bin... Ist aber sehr schön das die TWSB solche Zahlen veröffentlicht. Bei manchem Verkehrsbetrieb bekommt man diese Zahlen nur aus der Bilanz.

Aber einen Tipp für PL hätte ich noch - Gotha besuchen (eine sehr schöne Stadt!), Ticket kaufen und Straßenbahn fahren, somit kannst Du das Unternehmen auf die einfachste Weise unterstützen. Denn nur Nachfrage schafft neue Angebote.


Viele Grüße
Sebastian Woelk
Ronny Quaß schrieb:
1 - der bekannte "Biosupermarkt" wird tegut geschrieben, wie man leicht ergooglen kann. Ich möchte jetzt nicht Papiere suchen gehen, um herauszufinden, auf welcher Grundlage es zur Namensnennung der Haltestelle gab. hawege war dann weg, galt ein möglicher Vertrag immernoch weiter? Wie lange? Das wirst Du sicher kaum sagen können. 

Hat da überhaupt Sponsoring stattgefunden? Ich vermute da eher eine unbedachte Haltestellenbenennung im Geiste der frühen 90er Jahre, vermutlich ohne dass jemals Geld dafür geflossen wäre. Da tegut und hawege im Prinzip das gleiche Unternehmen waren (den Namen "tegut" gab es schon, noch bevor die ersten haweges in Thüringen eröffnet wurden), hätte man wohl sonst auf Umbenennung bestanden, was von den Kosten her für eine Firma wie tegut eine Kleinigkeit gewesen wäre. Jetzt hat man mit dieser (auch damals eigentlich schon unschönen) Benennung eben aufgeräumt.
Also für Gotha weiß ich es absolut nicht, in Nordhausen (Haktestelle minimal) meine ich mich zu erinnern das diese Haltestelle auf ausdrücklichen Wunsch des Supermarktbetreibers hin mit dem Namen "Ninimal" versehen wurde, das der Betreiber hier auch entsprechende Gelder gezahlt hätte. Man frage mich bitte nicht wo ich das gelesen habe - das ist zu lange her als das ich mich daran erinnern könnte. Gab es da mal ein Streckenportait in einer Ausgabe des Straßenbahnmagazins? Oder wurde allgemein da mal über Haltestellennamen nach Einrichtungen / Händlern berichtet? Leider ist diese Erinnerung völlig verblasst. Es gab aber auch solche Fälle das gerade solche Händler eine Haltestelle haben wollten, diese (bei Eingleisigkeit) nicht machbar war wegen der Haltbedingten Fahrzeitverlängerung und dann das ganze unterstützt wurde das das Verkehrsunternehmen den erhöhten Eigenanteil für die Errichtung einer solchen Haltestelle aufbringen konnte. Wie es in Gotha war weiss ich ehrlich nicht mehr.

Wenn ich mir aber was wünschen darf... eine neue Haltestelle zwischen Schöne Aussicht und Inselsbergstraße "Schubertstraße" - Anbindung zahlreicher altersgerechter Wohnungen, Anbindung Polizeiinspektion/Polizeidirektion, Anbindung Neubaugebiet (überwiegend EFH) auf dem Areal einer alten sowietischen Kaserne, Anbindung real-Markt... Der Stadtbus hält da glaube ich schon... Aber das wurde ja schon im Verkehrsentwicklungsplan angeregt. Der ist nach meinem Eindruck bei der Stadt auf dem Dachboden in einer Schublade im alten Schreibtisch des 1. Bürgermeisters (zeitlich!) verschwunden, Staub darübergeschaufelt - Hauptsache es findet den keiner wieder. Schade eigentlich.


Viele Grüße
Sebastian Woelk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.11.17 15:05.
Die Initiative zum Trassentausch / zur Streckenerweiterung muß von den anerkannten lokalen Akteuren kommen. Friedrichroda Ort muß kommen, weil das die Wirtschaftlichkeit der TWSB sichert. Nur Tabarz ist zu wenig. Es braucht Krankenhaus, Markt und östlich hinaus auf der alten Bahntrasse 800m weiter als der heutige Prellbock. Das ist Karlsruher Modell. Das sind Ortsverhältnisse, wie sie in Leopoldshafen oder Rheinstetten oder auch Spöck genau so gelöst wurden. Der VEP schlägt die Inselsbergstraße als Erstmaßnahme vor. Kann man nur zustimmen.
Das MUß jetzt kommen. Genauso wie danach FRIEDRICHRODA.

Nur Masten wechseln reicht nicht. Das machen die Bergischen Museumsbahnen auch. Die TWSB muß alle 20 min fahren. Nur das sichert das Überleben. Normalspur sollte für den Güterverkehr oder auch den Gelegenheitsverkehr liegen bleiben. Ob Eisenach - Friedrichroda sich noch lohnt weiß ich nicht.

Schätze nach der Pleite von Steinbrück hat man jezt Handlungsspielraum. Den gilt es zu nutzen. Und zwar umgehend.


Grüße aus Wü

TW 239




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.11.17 20:55.
Hallo PL,


na das sind ja mal etwas andere Töne als "Schnarchverein" - ich gebe zu, Du überrascht mich.

Aber...


Die Initiative zu einem Trassentausch muss von den örtlichen Akteuren kommen. Ich halte das für sehr sehr unwahrscheinlich das sich Friedrichroda hier nach vorne wagt. Man hat vor Jahren schon den eigenen Verlustbeitrag zur TWSB nicht decken wollen/können. Tabarz (heute Bad...) konnte es damals nicht.

Östlich des Bahnhofes Friedrichroda liegt eine kleine Ansammlung an Gewerbegrundstücken. Allzuviele Arbeitsplätze gibt es da nicht. Ein Containerdienst, ein Baustoffhändler, eine Tankstelle. Ein Fahrgastpotenial sehe ich dort nicht für solch hohe Kosten wie es ein Umbau einer Eisenbahnstrecke zur Straßenbahnstrecke erfordert. Vor dem heutigen Bahnhof abbiegen und südlich in den alten Ortskern fahren - möglich, aber es gibt auch hier genügens Straßenzüge die eine solche Strecke nicht aufnehmen können. Nördlich in das Neubaugebiet würde zwar auch funktionieren, der Platz ist da. Aber wohin fahren? Hier sehe ich auch zahlreiche Probleme. Leider muss ich Dir sagen das eine reine Forderung, so wie von Dir erhoben, "Trassentausch muss jetzt kommen" absolut sinnlos.

Güterverkehr gibt es auf dieser Strecke übrigens garnicht mehr, die gesamte Strecke Fröttstädt - Friedrichroda wird im ZLB nach Ril 436 befahren. Der Abschnitt Waltershausen - Friedrichroda ist ein sog. Stichstreckenblock. Weiterhin hat sich das Land Thüringen langfristig zu dieser Strecke bekannt, Ronny Quaß hat es hier schon geschrieben das zum Fahrplanwechsel 2018 oder 2019 die STB den Verkehr übernimmt. Also so einfach ist es nicht den Verkehr auf ein anderen Verkehrsmittel umzulenken. Vgl. auch Ronnys Ausführungen zu den gesetzlichen Unterschieden SPNV/ÖPNV und derer Trägerschaften!

Der Vekehrsentwicklungsplan hat lediglich Ideen aufgezeigt. Nähere Untersuchungen zu Reisestrecken, Bevölkerungszahlen, Arbeitsplatzzahlen sind im Zuge dieses Plans nicht durchgeführt worden. Es wird empfohlen in nähere Betrachtungen einzusteigen. Wir dürfen glaube ich alle nicht erwarten das die TWSB mit einer Pressemitteilung hervorprescht, "Wir untersuchen jetzt alles was der VEP so vorschlägt". Selbst eine einzige neue Haltestelle kostet Minimum 250.000 € - Ein erheblicher Teil für Untersuchung, und Entwurfsplanung. Diese Gelder müssen erstens da sein, zweitens von den Gesellschaftern freigegeben werden. Der Geschäftsführer der TWSB kann hier nicht einfach sagen "Wir machen das jetzt". Dann wäre er nach GmbHG nämlich der Gesellschaft gegenüber zum Schadenersatz verpflichtet.

Seit der Wende (was ein blödes Wort) wurde bei der TWSB verdammt viel investiert. Nach meinem Kenntnisstand sind folgende Streckenabschnitte noch alte Gleise:
- Friedrichstraße (zwischen Kreuzung Bahnhofstraße/Schöne Allee und Arnoldiplatz) [ca. 1987]
- Gartenstraße (Kreuzungsbereiche Anfang/Ende ausgenommen) [ca. 1985]
- Hersdorfstraße (ohne Hersdorfplatz) [keine Ahnung wie alt die GVP dort sind]
- Inselsbergstraße (zwischen Schöne Aussicht und Haltestelle Inselsbergstraße) [keine Ahnung wie alt, an eine GE kann ich mich nicht erinnern]
- Strecke Sundhausen - Boxberg (ab sog. Gutskurve bis Haltestelle Boxberg] [keine Ahnung wie alt die Gleise sind]
- Strecke Leina - Wahlwinkel (exklusive der Haltestellen)

Neu gemacht wurden auf jeden Fall die
- Waltershäuser Straße (erste Erneuerung nach der Wende)
- Bahhofstraße
- Arnoldiplatz-Huttenstraße [ca. 2013/14/15]
- Bügeraue mit B.-v.-Suttner-Platz [ca. 2000]
- vor dem Betriebshof [ca. 2000]
- Inselsbergstraße bis Sundhausen [bis 1995 im Zuge Neubau EÜ Sundhausen, das Gleis wurde tiefer gelegt]
- Boxberg - Leina (hat mein Ausbildungsbetrieb gemacht)
- Ausweiche Kilometer 11 (hat mein Ausbildungsbetrieb gemacht, war ich sogar mit dabei)
- Gleisdreieck (mit Bahnsteigbau und Bau einer Buswendeschleife)
- Gleisdreieck - Schnepfenthal (im Zuge Umbau Gleisdreieck)
- Reinhardsbrunn Bf - Friedrichroda (Umbau BÜSA Friedrichroda B88)
- Marienglashöhle - Tabarz (hat mein Ausbildungsbetrieb gemacht)
- Waltershausen ist auch komplett erneuert worden
- Wahlwinkel in Richtung Gleisdreieck wurde erst 2015 gemacht.

Der vormaige GF der TWSB hat immer die Infrastruktur zuerst im Auge gehabt. Hier wurde ganz klar die Meinung vertreten das erst die Infrastruktur gemacht werden muss damit Neufahrzeuge nicht auf maßiger bis saumäßiger Infrastruktur kaputt gefahren werden. Diese Entscheidung ist m.M.n. mit nichts zu kritisieren. Die Fahrwerks- und Gelenk-(portal-)probleme bei manchem Verkehrsunternehmen rühren in meinen Augen auch mit durch die Befahrung von Gleisen in schlechter Lage. Selbst die 1992/1993 sanierte Waltzershäuser Straße bietet heute (25 Jahre später) mit dem KT4D einen erheblich besseren Fahrkomfort als seinerzeit mit GT4 und Co. Zwischendrin wurden halt so wie am Markt verfügbar, so wie finanzierbar Gebrauchtfahrzeuge übernommen. Alternativen gab es keine. Auch ich hätte (hatte) mir mal gewünscht statt der völlig abgeschriebenen (nicht im kaufmännischen Sinne) GT6-Z aus Bochum M6S oder M6C - diese wären mit Sicherheit modernisiert worden und würden heute noch fahren. Es gab aber schlicht keine Fahrzeuge.

Zum Thema Fahrplan... Welche Verbesserung wäre Deiner Meinung nach eine Verdichtung von 30 auf 20 min auf der Überlandstrecke? Viele Bahnen fahren dort schon halb leer herum. Es gibt auch Busverkehre die teilweise im Wettbewerb zur TWSB stehen. Diese sind aber hier und da notwendig weil Ortschaften angebunden werden die keinen Anschluss an die TWSB haben. Eine Taltverdichtung würde eine völlig neue Struktur bei Ausweichen bedeuten. Wer soll das bezahlen?

Den VEP hat die Stadt Gotha ausarbeiten lassen. Der Landkreis hat hier sicherlich maximal einen geringen Anteil, hat dort seine Vorstellungen der Kreiserschließung eingebracht. Es sind im VEP verschiedene Vorschläge für NBS genannt worden. Ob und wenn ja wann davon was umgesetzt wird ist Sache des Aufgabenträgers, also Stadt Gotha. Mir wäre es auch lieber wenn aus der Stadt Gotha eine solche Diskussion kommen würde und die Bevölkerung auf diesen Zug (falsch, auf diese Straßenbahn aufspringt), es hier eine Begeisterung gibt. Ich fürchte aber eher das in Gotha - genauso wie in fast allen anderen Städten - eher die Diskussion kommt "Nein, weil das quietscht in den Kurven"; "Nein, da kann ich mit dem Auto ja nicht mehr so schnell fahren"; "Nein, das hält nicht vor meiner Haustür, 137 m laufen ist mir zu viel Weg"; "Nein, die Oberleitung verschandelt das Stadtbild"; "Nein, das ist zu teuer"; "Nein, alle 15 oder 10 min eine Fahrtmöglichkeit ist zu wenig"; "Nein, mir fallen die Gläser aus dem Schrank". Es gibt da mit Sicherheit noch viel mehr Aussagen die standhafte Straßenbahngegener ins Feld führen. Wie oben geschrieben, erwarte von der TWSB nicht das wir hier erfahren was man dort beabsichtigt zu tun. Wenn was passiert ist dann werden wir es schon sehen/lesen/hören.

Zuversichtlich stimmt mich das Thema WLAN in den Bahnen. Gerade bei der heutigen Jugend wird dieses Thema durchaus zu einer Steigerung der Attraktivität des Verkehrsmittels Straßenbahn beitragen. Ich kann mich grad nicht erinnern wo ich die Aussage her habe, aber im letzten Jahr seien die Fahrgastzahlen leicht gestiegen, vom VMT habe es wohl eine entsprechende Information gegeben. Der Bus hat Fahrgäste verloren. Über meine Wünsche und Vorstellungen für Neubaustrecken in Gotha schreibe ich hier jetzt mal nichts, denn davon ist sicherlich auch nicht alles (oder überhaupt etwas?) umsetzbar. Der Busverkehr ab 07/2019 wird demnächst ausgeschrieben. Die RBA Arnstadt erhofft sich hier den großen Wurf. Mit der Kurzzeitvergabe 01/2018 bis 06/2019 hat man erstmal einen Fuß in der Tür. Es darf also davon ausgegangen werden das ein Teil des Bisverkehrs dann von der RBA Arnstadt gefahren wird. Die in dieser Ausschriebung (für 10 Jahre) zugesagten Leistungen müssen abgenommen werden. Der Aufgabenträger hat nun nicht so einfach die Möglichkeit einzelne Linien herauszulösen. Vielmehr wäre ab 2019 die Möglichkeit in aller Ruhe die Voruntersuchung anzugehen, die Planfeststellung, die Ausführungsplanung und den Bau sowie die Fahrzeugkauf. Wenn es eine NBS in Gotha gibt dann sehe ich hier nicht vor 2028 eine realistische Chance. Mit geänderten Anschlussverkehren lässt sich ein Busunternehmen vielleicht darauf ein auf das letzte Jahr zu verzichten wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist.

Viele Grüße in die Dunkelheit
Sebastian Woelk
Sebastian Woelk schrieb:
Aber...

Die Initiative zu einem Trassentausch muss von den örtlichen Akteuren kommen. Ich halte das für sehr sehr unwahrscheinlich das sich Friedrichroda hier nach vorne wagt. Man hat vor Jahren schon den eigenen Verlustbeitrag zur TWSB nicht decken wollen/können. Tabarz (heute Bad...) konnte es damals nicht.

Östlich des Bahnhofes Friedrichroda liegt eine kleine Ansammlung an Gewerbegrundstücken. Allzuviele Arbeitsplätze gibt es da nicht. Ein Containerdienst, ein Baustoffhändler, eine Tankstelle. Ein Fahrgastpotenial sehe ich dort nicht für solch hohe Kosten wie es ein Umbau einer Eisenbahnstrecke zur Straßenbahnstrecke erfordert. Vor dem heutigen Bahnhof abbiegen und südlich in den alten Ortskern fahren - möglich, aber es gibt auch hier genügens Straßenzüge die eine solche Strecke nicht aufnehmen können. Nördlich in das Neubaugebiet würde zwar auch funktionieren, der Platz ist da. Aber wohin fahren? Hier sehe ich auch zahlreiche Probleme. Leider muss ich Dir sagen das eine reine Forderung, so wie von Dir erhoben, "Trassentausch muss jetzt kommen" absolut sinnlos.

Dass da nichts kommt, kann auch was damit zu tun haben, dass man nicht zu einem vernünftigen Konzept findet. Sicher drängt sich das irgendwo auf, "was mit Friedrichroda" zu machen, und es war schon auch schon die drohende Einstellung des Eisenbahnverkehrs Anlass dafür. Nur muss man solche Ideen, die sich aufdrängen, auch zu Ende denken. Die Thüringerwaldbahn nach Friedrichroda ist so ein Fall, wo nach dem Zuendedenken eben kein wirklich vernünftiges Konzept rauskommt. Eben eins, das nicht nur irgendwie denkbar ist, sondern das auch die Investitionskosten rechtfertigt. Hierbei muss zuallererst die gesamte Strecke Fröttstädt - Friedrichroda betrachtet werden. Für Waltershausen und Friedrichroda ist die Strecke auch der Anschluss an den Rest der Welt, insbesondere in Richtung Eisenach. Weiterhin wird eine Linienteilung in Reinhardsbrunn auszuschließen sein. Mehr als 30-min-Takt ist nicht drin, der sollte dann aber schon auf der ganzen Strecke gefahren werden. Somit kann es keine Linie Gotha - Friedrichroda geben. Damit würde am Ende eine Straßenbahnlinie Fröttstädt - Friedrichroda rauskommen, die zwischen Waltershausen Bahnhof und Reinhardsbrunn die heutige Straßenbahnstrecke benutzen würde und ansonsten Neubau auf ehemaliger Eisenbahntrasse wäre. Der Eisenbahnabschnitt Waltershausen Bahnhof - Reinhardsbrunn-Friedrichroda wäre stillzulegen. Das würde aber auch Parallelverkehr zur Linie 4 zwischen Gleisdreieck und Reinhardsbrunn bedeuten. Also alles nicht so umwerfend überzeugend.

Sebastian Woelk schrieb:
Neu gemacht wurden auf jeden Fall die
- Waltershäuser Straße (erste Erneuerung nach der Wende)

Das ist nicht wirklich eine Nachwendeerneuerung. Die Bauarbeiten haben schon 1989 begonnen, gingen aber überhaupt nicht voran und wären ohne Wende wohl noch jahrelang nicht fertig geworden. Die Straße war monatelang nur eine Schlammpiste mit einem Gleis drin, und zeitweise wurde nicht mal dran gearbeitet. Vor diesem Hintergrund kann man auch die gelegentlich anzutreffende Meinung, die 1986 stillgelegte Strecke zum Friedhof wäre zu DDR-Zeiten zur Reaktivierung vorgesehen gewesen und die endgültige Stilllegung eine Folge der Wende, unter Ulk verbuchen.

Sebastian Woelk schrieb:
Zum Thema Fahrplan... Welche Verbesserung wäre Deiner Meinung nach eine Verdichtung von 30 auf 20 min auf der Überlandstrecke? Viele Bahnen fahren dort schon halb leer herum. Es gibt auch Busverkehre die teilweise im Wettbewerb zur TWSB stehen. Diese sind aber hier und da notwendig weil Ortschaften angebunden werden die keinen Anschluss an die TWSB haben. Eine Taltverdichtung würde eine völlig neue Struktur bei Ausweichen bedeuten. Wer soll das bezahlen?

Seh ich auch so. Zu DDR-Zeiten bestand über den größten Teil des Tages nur ein Stundentakt, nur zur HVZ gab es einzelne Verstärker (allerdings auch Doppelfahrten, die nicht im Fahrplan ersichtlich waren). Der 30-min-Takt ist angebotsorientierte Verkehrspolitik, der nicht immer zur gewünschten Nachfrage führt. Mehr ist nicht zu rechtfertigen.

Verbesserungen wären allerdings innerstädtisch fällig, insbesondere beim Abendverkehr der Linie 2.

Sebastian Woelk schrieb:
Der Busverkehr ab 07/2019 wird demnächst ausgeschrieben. Die RBA Arnstadt erhofft sich hier den großen Wurf. Mit der Kurzzeitvergabe 01/2018 bis 06/2019 hat man erstmal einen Fuß in der Tür. Es darf also davon ausgegangen werden das ein Teil des Bisverkehrs dann von der RBA Arnstadt gefahren wird. Die in dieser Ausschriebung (für 10 Jahre) zugesagten Leistungen müssen abgenommen werden. Der Aufgabenträger hat nun nicht so einfach die Möglichkeit einzelne Linien herauszulösen. Vielmehr wäre ab 2019 die Möglichkeit in aller Ruhe die Voruntersuchung anzugehen, die Planfeststellung, die Ausführungsplanung und den Bau sowie die Fahrzeugkauf. Wenn es eine NBS in Gotha gibt dann sehe ich hier nicht vor 2028 eine realistische Chance. Mit geänderten Anschlussverkehren lässt sich ein Busunternehmen vielleicht darauf ein auf das letzte Jahr zu verzichten wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist.

Das PBefG sieht einen Vorrang für Straßenbahnverkehre vor. Damit (und durch entsprechende Vertragsgestaltung) sollte es möglich sein, bei den Bussen nach Gotha-West (heute Linie A, denn andere Neubaustrecken kommen eh nicht in Frage) Änderungen vorzunehmen, bis hin zur Einstellung einer Linie. Der exakte Leistungsumfang kann sowieso variieren (wer soll denn heute wissen, welche Busfahrten man 2028 braucht), und wenn man die Leistungen innerhalb der Stadt teilweise durch Verstärkungen anderer Linien kompensiert, sollte eine Einigung möglich sein. Aber wenn man bisher noch nichts für eine solche Neubaustrecke gemacht hat, wird das eh kaum schneller fertig als bis 2028.
Moin,


irgendwie hat das jetzt nicht geklappt den Ursprungstext zu teilen... deswegen habe ich meine Anmerkungen mal in [i
kursiver Schrift[/i] eingefügt...
Viele Grüße
Sebastian Woelk


kaufhalle schrieb:
]
Dass da nichts kommt, kann auch was damit zu tun haben, dass man nicht zu einem vernünftigen Konzept findet. Sicher drängt sich das irgendwo auf, "was mit Friedrichroda" zu machen, und es war schon auch schon die drohende Einstellung des Eisenbahnverkehrs Anlass dafür. Nur muss man solche Ideen, die sich aufdrängen, auch zu Ende denken. Die Thüringerwaldbahn nach Friedrichroda ist so ein Fall, wo nach dem Zuendedenken eben kein wirklich vernünftiges Konzept rauskommt. Eben eins, das nicht nur irgendwie denkbar ist, sondern das auch die Investitionskosten rechtfertigt. Hierbei muss zuallererst die gesamte Strecke Fröttstädt - Friedrichroda betrachtet werden. Für Waltershausen und Friedrichroda ist die Strecke auch der Anschluss an den Rest der Welt, insbesondere in Richtung Eisenach. Weiterhin wird eine Linienteilung in Reinhardsbrunn auszuschließen sein. Mehr als 30-min-Takt ist nicht drin, der sollte dann aber schon auf der ganzen Strecke gefahren werden. Somit kann es keine Linie Gotha - Friedrichroda geben. Damit würde am Ende eine Straßenbahnlinie Fröttstädt - Friedrichroda rauskommen, die zwischen Waltershausen Bahnhof und Reinhardsbrunn die heutige Straßenbahnstrecke benutzen würde und ansonsten Neubau auf ehemaliger Eisenbahntrasse wäre. Der Eisenbahnabschnitt Waltershausen Bahnhof - Reinhardsbrunn-Friedrichroda wäre stillzulegen. Das würde aber auch Parallelverkehr zur Linie 4 zwischen Gleisdreieck und Reinhardsbrunn bedeuten. Also alles nicht so umwerfend überzeugend.

Vielleicht liegt diese "Konzeptlosigkeit" auch am Land Thüringen? Man prüft ja nach einem Beitrag im Newsforum (2 oder 3 Wochen her?) schon wieder diverse Strecken und Stationen in Thüringen. Vielleicht ist das mir bekannte "langfristige Bekenntnis" in 2 Jahren wieder vorbei? Sofern die Eisenbahnstrecke ihren Verkehr verlieren sollte wäre der richtige Zeitpunkt sich Gedanken zu machen. vorher bringt das absolut nichts.


Das ist nicht wirklich eine Nachwendeerneuerung. Die Bauarbeiten haben schon 1989 begonnen, gingen aber überhaupt nicht voran und wären ohne Wende wohl noch jahrelang nicht fertig geworden. Die Straße war monatelang nur eine Schlammpiste mit einem Gleis drin, und zeitweise wurde nicht mal dran gearbeitet. Vor diesem Hintergrund kann man auch die gelegentlich anzutreffende Meinung, die 1986 stillgelegte Strecke zum Friedhof wäre zu DDR-Zeiten zur Reaktivierung vorgesehen gewesen und die endgültige Stilllegung eine Folge der Wende, unter Ulk verbuchen.

Linie 3 - das kann gut möglich sein... Waltershäuser Straße - bewusst kann ich mich an diese Baustelle erinnern da diese ja auch mit "den neuen Straßenbahnen" zusammenkam. Meine Großeltern haben damals in der 18.-März-Straße gewohnt, mein Vater hatte einen Teil seiner Arbeit in der Waltershäuser Straße zwischen Einmündung Cosmarstraße und Ecke Burgfreiheit. Aus dem Garten der Großeltern konnte ich die Straßenbahnen sehen. Mit Opa bin ich so gerne über die Baustelle gelaufen. Ich war seinerzeit 7-9 Jahre alt. Ich meine 1992 wurde die sanierte Straße eingeweiht.

Sebastian Woelk schrieb:
Zum Thema Fahrplan... Welche Verbesserung wäre Deiner Meinung nach eine Verdichtung von 30 auf 20 min auf der Überlandstrecke? Viele Bahnen fahren dort schon halb leer herum. Es gibt auch Busverkehre die teilweise im Wettbewerb zur TWSB stehen. Diese sind aber hier und da notwendig weil Ortschaften angebunden werden die keinen Anschluss an die TWSB haben. Eine Taltverdichtung würde eine völlig neue Struktur bei Ausweichen bedeuten. Wer soll das bezahlen?
Seh ich auch so. Zu DDR-Zeiten bestand über den größten Teil des Tages nur ein Stundentakt, nur zur HVZ gab es einzelne Verstärker (allerdings auch Doppelfahrten, die nicht im Fahrplan ersichtlich waren). Der 30-min-Takt ist angebotsorientierte Verkehrspolitik, der nicht immer zur gewünschten Nachfrage führt. Mehr ist nicht zu rechtfertigen.

Verbesserungen wären allerdings innerstädtisch fällig, insbesondere beim Abendverkehr der Linie 2.

Das sehe ich auch so... vielleicht tut sich ja was wenn man nun 2x >6 Monate mit dem aufgezwungenen Spätverkehr auf der Strecke zum Ostbahnhof Erfahrungen sammeln kann. Bei bisherigen Bauarbeiten war die Umleitungszeit ja immer recht kurz.

Sebastian Woelk schrieb:
Der Busverkehr ab 07/2019 wird demnächst ausgeschrieben. Die RBA Arnstadt erhofft sich hier den großen Wurf. Mit der Kurzzeitvergabe 01/2018 bis 06/2019 hat man erstmal einen Fuß in der Tür. Es darf also davon ausgegangen werden das ein Teil des Bisverkehrs dann von der RBA Arnstadt gefahren wird. Die in dieser Ausschriebung (für 10 Jahre) zugesagten Leistungen müssen abgenommen werden. Der Aufgabenträger hat nun nicht so einfach die Möglichkeit einzelne Linien herauszulösen. Vielmehr wäre ab 2019 die Möglichkeit in aller Ruhe die Voruntersuchung anzugehen, die Planfeststellung, die Ausführungsplanung und den Bau sowie die Fahrzeugkauf. Wenn es eine NBS in Gotha gibt dann sehe ich hier nicht vor 2028 eine realistische Chance. Mit geänderten Anschlussverkehren lässt sich ein Busunternehmen vielleicht darauf ein auf das letzte Jahr zu verzichten wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist.
Das PBefG sieht einen Vorrang für Straßenbahnverkehre vor. Damit (und durch entsprechende Vertragsgestaltung) sollte es möglich sein, bei den Bussen nach Gotha-West (heute Linie A, denn andere Neubaustrecken kommen eh nicht in Frage) Änderungen vorzunehmen, bis hin zur Einstellung einer Linie. Der exakte Leistungsumfang kann sowieso variieren (wer soll denn heute wissen, welche Busfahrten man 2028 braucht), und wenn man die Leistungen innerhalb der Stadt teilweise durch Verstärkungen anderer Linien kompensiert, sollte eine Einigung möglich sein. Aber wenn man bisher noch nichts für eine solche Neubaustrecke gemacht hat, wird das eh kaum schneller fertig als bis 2028.

Ob diese Vertragsgestaltung seitens des Auftraggebers überhaupt gewünscht ist? Schön wäre es... *träum*
Sebastian Woelk schrieb:
Vielleicht liegt diese "Konzeptlosigkeit" auch am Land Thüringen? Man prüft ja nach einem Beitrag im Newsforum (2 oder 3 Wochen her?) schon wieder diverse Strecken und Stationen in Thüringen. Vielleicht ist das mir bekannte "langfristige Bekenntnis" in 2 Jahren wieder vorbei? Sofern die Eisenbahnstrecke ihren Verkehr verlieren sollte wäre der richtige Zeitpunkt sich Gedanken zu machen. vorher bringt das absolut nichts.

Nein, andersrum. Ich kenne da nun nicht die Vertragslage und die Optionen zu Abbestellungen (faktisch war das in laufenden, auch ausgeschriebenen Verträgen nie ein Problem), aber das Konzept muss vorher da sein. Wenn das Land abbestellen will (was die Aufgabe der Infrastruktur zur Folge hätte), muss man zum Zeitpunkt des Betriebsendes mit den Umbauten anfangen können, um die Betriebslücke so kurz wie möglich zu halten. Somit müsste eine drohende Abbestellung Anlass sein, ein Konzept zu entwickeln. Nur ist das eben nicht trivial, und letztlich würde Fröttstädt - Friedrichroda auf veränderter Trasse einfach weitergeführt, eigentlich notwendigerweise sogar mit verbessertem Angebot (30-min-Takt zumindest zwischen Waltershausen und Friedrichroda, ab Fröttstädt nur, soweit dort Anschluss besteht). Dafür ist eine vorhergehende Abbestellung (mangels Nachfrage) keine günstige Basis. Eher wäre es sinnvoll, für diese Regionalstrecke das Land mit in die Pflicht zu nehmen, auch wenn das nur in Form einer Einzelvereinbarung geht. Es handelt sich nicht um eine Nachnutzung einer aufgegebenen Eisenbahnstrecke, sondern um eine Aufwertung. Wer ersteres verfolgt, scheitert sowieso.

Sebastian Woelk schrieb:
Das sehe ich auch so... vielleicht tut sich ja was wenn man nun 2x >6 Monate mit dem aufgezwungenen Spätverkehr auf der Strecke zum Ostbahnhof Erfahrungen sammeln kann. Bei bisherigen Bauarbeiten war die Umleitungszeit ja immer recht kurz.

Linie 2 leidet ganz massiv darunter, dass sie ihre Kapazität zu einem großen Teil im Parallelverkehr mit Linie 1/4 zwischen Huttenstraße und Hauptbahnhof verbraucht. Dort ist sie weitgehend nutzlos, verursacht aber Kosten durch den zusätzlichen Umlauf. Und mit dem resultierenden 20-min-Takt vergrault man die Leute, zumal man zumindest vom Bereich der Hst. Reuterstraße auch problemlos zu Fuß in die Innenstadt kommt. Zumindest für die verschenkte Kapazität zum Hauptbahnhof würde sich mit einer Neubaustrecke ins nördliche Gotha-West eine Lösung auftun, auch wenn ein 20-min-Takt der Linie 2 dort nur ein Teilangebot sein kann und man zudem die Haltestellen in der Innenstadt neu ordnen müsste.

Sebastian Woelk schrieb:
Ob diese Vertragsgestaltung seitens des Auftraggebers überhaupt gewünscht ist? Schön wäre es... *träum*

Diese Verkehrsverträge sind Rahmenverträge, die für die einzelnen Fahrplanperioden einer Konkretisierung unterliegen. Allein damit dürfte schon ein gewisser Handlungsspielraum bestehen. Sicher wird es nicht ganz einfach, weil der Busverkehr ins nördliche Gotha-West das Rückgrat des Busverkehrs in Gotha darstellt. Sonst wäre die Relation ja auch nicht straßenbahnwürdig.