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[BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 17.05.17 00:24

General-Anzeiger und Kölner Stadt-Anzeiger dazu, Primärquelle (Bonn macht mit) zum weiteren Dialog und Entscheidungsprozess

Von den Varianten der seit einiger Zeit geplanten Seilbahn zum Venusberg in Bonn, die vorab untersucht wurden, hat sich ein Gutachten - wie erwartet - auf eine nördliche Strecke über den Hindenburgplatz in Dottendorf und den in Bau befindlichen Bahn-Haltepunkt UN-Campus in Gronau als beste Lösung festgelegt. Dort sollen jeweils auch die Stationen liegen. Möglich ist darüber hinaus eine Weiterführung über die Rheinaue und den Rhein zu einem geplanten S-Bahn-Haltepunkt in Ramersdorf.

Technisch wird eine - mit bis zu zehn Plätzen pro Kabine relativ kleine - 1S-Bahn bevorzugt, ein 30-Sekunden-Takt in der Spitze ist möglich. Schätzungen gehen von 7000 Fahrgästen pro Tag, einer Geschwindigkeit von 22 km/h und einer Fahrtzeit von 12 bis 15 Minuten zwischen Venusberg und Ramersdorf aus. Die Kosten allein für die erste Baustufe werden auf 19,5 Millionen geschätzt.

Auch wenn die Seilbahn weitgehend dem Verlauf vorhandener Straßen folgen soll, sind der Überflug von privaten Häusern sowie Eingriffe in Landschaftsschutzgebiete nicht zu vermeiden. Dies wird zum Gegenstand weiterer Beratungen, auch mit Bürgerbeteiligung.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.17 00:30.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 17.05.17 22:44

Was mich wundert, ist die Bevorzugung vom Hp UN-Campus gegenüber der Stadtbahn. Mit Stadtbahnanschluss erreicht man fast das gesamte lokale Einzugsgebiet, was sicher die stärksten Verflechtungen mit dem Venusberg hat (Bonn, Beuel, Sankt Augustin, Siegburg, Bad Godesberg, Oberkassel, Königswinter, Bad Honnef). Auch könnte man sich die Rheinquerung dank Anschluss an die 66 sparen.

Am UN-Campus sind die Umsteigemöglichkeiten m.E. wesentlich uninteressanter.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Kiwi

Datum: 18.05.17 00:06

Dass so viele Leute von Gronau über Dottendorf zum Venusberg fahren möchten ist mir völlig neu. Wie kommt man auf diese Streckenführung?!

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 18.05.17 06:53

Hallo,

am UN-Campus habe ich doch auch die Stadtbahnhaltestelle Heussallee im Einzugsbereich, sodass der Stadtbahnanschluss gegeben ist? Wichtig für Pendler ist denke ich einen zusätzlichen Umstieg am Hbf in die Stadtbahn zur Erreichung der Seilbahn zu vermeiden (zu unattraktiv), daher muss man in irgendeiner Form direkten Anschluss an die DB schaffen (was man in Ausbaustufe 2 ja sogar auf beiden Rheinseiten tun würde). Interessant ist die Seilbahn für manchen Fahrgast sicherlich auch als Verbindung beider Rheinseiten bzw. auch beider DB-Rheinstrecken.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 18.05.17 09:54

Hat man da wirklich einen akzeptablen Übergang zur Heussallee? IMHO müsste dann zumindest eine neue witterungsgeschützte Fußwegverbindung aus dem Zwischengeschoss der U-Bahn gebaut werden, ggf. mit Fahrsteig.

Anfangs hieß es m.W. mal, die Seilbahnstation würde genau zwischen DB und Stadtbahn angelegt werden. Im aktuellen Bericht ist aber klar vom DB-Hp die Rede.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Gernot

Datum: 18.05.17 10:15

Je länger die Strecke werden soll, desto größer dürfte auch der Widerstand werden. Denn eine Seilbahn im Wohnbereich führt entweder über Straßen oder Gärten, Höfe etc.. Würde ich dort wohnen hätte ich ehrlich gesagt keine Lust, alle paar Sekunden neugierige Blicke aus den Kabinen in den Garten, auf den Balkon, ins Schlafzimmer oder so auszuhalten. Die Idee, den Venusberg mitels Seilbahn anzubinden hat was, aber die Talstation sollte in Dottendorf in Straßenbahnnähe liegen und gut ist. Wenn dann noch die Straßenbahn von Dottendorf über Friesdorf bis zur Stadtbahntrasse verlängert wird, sollte das als Anbindung ausreichen. Muss man denn wirklich aus dem gesamten Großraum Bonn von Brühl bis Altenahr und von Hennef bis Meckenheim mit nur einem Umstieg zur Uniklinik kommen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.17 10:16.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 18.05.17 10:29

Hallo Gernot,

Gernot schrieb:
Muss man denn wirklich aus dem gesamten Großraum Bonn von Brühl bis Altenahr und von Hennef bis Meckenheim mit nur einem Umstieg zur Uniklinik kommen?
Mit dem "muss" ist das natürlich so eine Sache, die Investition in die Seilbahn lohnt sich allerdings nur wenn man mit ihr nennenswert Fahrgäste anzieht. Zentraler Umsteigepunkt in Bonn ist der Hauptbahnhof bzw. ZOB und die Route über den Quirinusplatz mit Umstieg aus der Strab in die Seilbahn bietet dann gegenüber dem direkten Bus vom Hbf halt nur sehr wenig (oder gar keinen) Zeitvorteil, hat aber einen Umstieg mehr. Also wird man aus meiner Sicht nur Fahrgäste anziehen können, wenn man die Seilbahn möglichst direkt mit möglichst vielen auf Bonn zulaufenden bzw. durch Bonn laufenden Linien (denn da kommen die Leute letztlich her) verbindet. Das würde allerdings nur dadurch erreicht dass die Seilbahn mindestens direkten Umstieg zur DB-Rheinstrecke (links) bietet, d.h. der neue Haltepunkt UN-Campus ist hier aus meiner Sicht als Anschluss zwingend notwendig. Ferner ist die Anbindung an die Stadtbahn-Stammstrecke notwendig (Reisebeziehungen aus Richtung Köln, Siegburg, Bad Honnef, Bad Godesberg), daher muss der Haltepunkt der Seilbahn so gelegt werden dass auch die Haltestelle Heussallee mit akzeptablem Fußweg erreichbar ist. Wenn man nur den Quirinusplatz als Anschluss hat bringt die Seilbahn allen Reisenden aus dem Bonner Süden zudem fast nichts, da von dort aus der Quiriniusplatz auch nur schlecht über Buslinien erreichbar ist. Alles was danach kommt (Posttower, Ramersdorf) ist aus meiner Sicht ein nettes Extra was mehr Fahrgäste bringt, aber nicht zwingend für das Gesamtprojekt.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 18.05.17 10:29

Hallo Hauptmann Mumm,

der akzeptable Übergang zur Heussallee muss einfach kommen. Wenn man das anders baut, dann hat man die ganze Geschichte einfach nicht zuende gedacht.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 18.05.17 11:08

Kiwi schrieb:

Dass so viele Leute von Gronau über Dottendorf zum Venusberg fahren möchten ist mir völlig neu. Wie kommt man auf diese Streckenführung?!

Die ganze Seilbahn macht nur als Teil einer Reisekette Sinn. Das bedeutet natürlich auch, dass vernünftige Umsteigebeziehungen gegeben sein müssen. Der Haltepunkt UN-Campus bietet hier günstige Voraussetzungen

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 18.05.17 11:14

Gernot schrieb:

Je länger die Strecke werden soll, desto größer dürfte auch der Widerstand werden. Denn eine Seilbahn im Wohnbereich führt entweder über Straßen oder Gärten, Höfe etc.. Würde ich dort wohnen hätte ich ehrlich gesagt keine Lust, alle paar Sekunden neugierige Blicke aus den Kabinen in den Garten, auf den Balkon, ins Schlafzimmer oder so auszuhalten.

Die Macbarkeitsstudie empfiehlt eine Trassenhöhe über den Dächern.

Gernot schrieb:
Die Idee, den Venusberg mitels Seilbahn anzubinden hat was, aber die Talstation sollte in Dottendorf in Straßenbahnnähe liegen und gut ist. Wenn dann noch die Straßenbahn von Dottendorf über Friesdorf bis zur Stadtbahntrasse verlängert wird, sollte das als Anbindung ausreichen. Muss man denn wirklich aus dem gesamten Großraum Bonn von Brühl bis Altenahr und von Hennef bis Meckenheim mit nur einem Umstieg zur Uniklinik kommen?

Die wenigsten potenziellen Fahrgäste dürften die Gesamtstrecke fahren, die Seilbahn bezieht ihren Verkehrswert vor allem aus der Eigenschaft als Querverbindung. Dass das Verkehrsmodell für den Abschnitt Hindebunrgplatz - UN-Campus als Hindenburgplatz-Venusberg prognostiziert, sagt ja schon recht deutlich, dass hier auch von Fahrgästen ausgegangen wird, die von Dottendorf zum Hp UN-Campus mit der Seilbahn fahren würden, anstatt mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof zu gondeln.

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Lz

Datum: 18.05.17 11:20

Guten Morgen,
ich stimme Michael und dem Hauptmann zu, die Seilbahn sollte schon bis zur linken Rheinstrecke und zur Stadtbahntrasse reichen. Hier liegen einfach viel mehr und wichtigere Umsteigebeziehungen. Natürlich ist das mit den Überflugrechten rechtlich nicht trivial, aber laut Bericht geht es bei der Nordtrasse um "nur" 10 Betroffene.
Der Zustiegspunkt am Hp Un Campus sollte dabei nicht auf der Bergseite liegen, sondern zumindest über dem oder auf der rheinseite des DB Haltepunktes.
Rollbänder o.ä. wie am Flughafen ( heißen die Fahrsteige, wieder was gelernt), zwischen Ubahn Hp und DB Hp halte ich aber zur Attraktivitätssteigerung aber auch für sinnvoll, wenn man dadurch schneller von der Ubahn zur Seilbahnstation kommt.
Diese Rollbänder kämen ja auch den Fahrgästen zu Gute die vom DB Hp Richtung Tulpenfeld, Konferenzzentrum, ... wollen, und nicht nur für Seilbahnumsteiger.
Zumeist ist die Stadt ja eh in diesem Ortsteil bereit etwas mehr Geld zu investieren, wenn man sich die dortigen Ausgänge der Ubahn und die Bushaltestellen ansieht.
Ich hoffe nur, dass das Seilbahn Projekt wird nicht zerredet, wie soviele andere Verkehrsprojekte in Bonn.

Gruß mbn

geändert: Tippfehler



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.17 11:29.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 18.05.17 11:23

Michael89 schrieb:
Zentraler Umsteigepunkt in Bonn ist der Hauptbahnhof bzw. ZOB und die Route über den Quirinusplatz mit Umstieg aus der Strab in die Seilbahn bietet dann gegenüber dem direkten Bus vom Hbf halt nur sehr wenig (oder gar keinen) Zeitvorteil, hat aber einen Umstieg mehr. Also wird man aus meiner Sicht nur Fahrgäste anziehen können, wenn man die Seilbahn möglichst direkt mit möglichst vielen auf Bonn zulaufenden bzw. durch Bonn laufenden Linien (denn da kommen die Leute letztlich her) verbindet. Das würde allerdings nur dadurch erreicht dass die Seilbahn mindestens direkten Umstieg zur DB-Rheinstrecke (links) bietet, d.h. der neue Haltepunkt UN-Campus ist hier aus meiner Sicht als Anschluss zwingend notwendig.

Eine wesentliche Zielgruppe sind m.E. Studenten, die aktuell mit dem Zug aus Köln kommen und am Hauptbahnhof in die Busse steigen, die mit denen, die zu den Instituten in Poppelsdorf wollen, sowieso shcon überfüllt sind. Für die bietet es sich an, eine Station länger sitzen (oder stehen) zu bleiben und am UN-Campus statt am Hbf umzusteigen. Als Nebeneffekt wird die Busverbindung Hbf-Poppelsdorf entlastet.

Michael89 schrieb:
Ferner ist die Anbindung an die Stadtbahn-Stammstrecke notwendig (Reisebeziehungen aus Richtung Köln, Siegburg, Bad Honnef, Bad Godesberg), daher muss der Haltepunkt der Seilbahn so gelegt werden dass auch die Haltestelle Heussallee mit akzeptablem Fußweg erreichbar ist. Wenn man nur den Quirinusplatz als Anschluss hat bringt die Seilbahn allen Reisenden aus dem Bonner Süden zudem fast nichts, da von dort aus der Quiriniusplatz auch nur schlecht über Buslinien erreichbar ist. Alles was danach kommt (Posttower, Ramersdorf) ist aus meiner Sicht ein nettes Extra was mehr Fahrgäste bringt, aber nicht zwingend für das Gesamtprojekt.

Das sehe ich nciht unbedingt so. Grade in Kombination mit der Eisenbahn ergeben sich die wirklich interessanten Reiseketten mit Fahrzeitvorteilen. Zum Beispiel auch sowas wie Dottendorf-Flughafen, Remagen-Post Tower und generell die Möglichkeit, zwischen den beiden Rheinstrecken umzusteigen. Vorausgesetzt natürlich, die S13 wird nach Süden durchgebunden

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 18.05.17 11:24

Lz schrieb:
ich stimme Michael und dem Hauptmann zu, die Seilbahn sollte schon bis zur linken Rheinstrecke und zur Stadtbahntrasse reichen. Hier liegen einfach viel mehr und wichtigere Umsteigebeziehungen. Natürlich ist das mit den Überflugrechten rechtlich nicht trivial, aber laut Bericht geht es bei der Nordtrasse um "nur" 10 Betroffene.
Der Zustiegspunkt am Hp Un Campus sollte dabei nicht auf der Bergseite liegen, sondern zumindest über dem oder auf der rheinseite des DB Haltepunktes.

Die Machbarkeitsstudie empfiehlt eine Seilbahnstation über den Gleisen

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Lz

Datum: 18.05.17 11:34

Val schrieb:

Lz schrieb:
ich stimme Michael und dem Hauptmann zu, die Seilbahn sollte schon bis zur linken Rheinstrecke und zur Stadtbahntrasse reichen. Hier liegen einfach viel mehr und wichtigere Umsteigebeziehungen. Natürlich ist das mit den Überflugrechten rechtlich nicht trivial, aber laut Bericht geht es bei der Nordtrasse um "nur" 10 Betroffene.
Der Zustiegspunkt am Hp Un Campus sollte dabei nicht auf der Bergseite liegen, sondern zumindest über dem oder auf der rheinseite des DB Haltepunktes.

Die Machbarkeitsstudie empfiehlt eine Seilbahnstation über den Gleisen

Danke, so intensiv habe ich noch nicht gelesen. Wäre ja zumindest nicht auf der Bergseite.
Gruß, mbn

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 18.05.17 11:44

Hallo Val,

Val schrieb:
Grade in Kombination mit der Eisenbahn ergeben sich die wirklich interessanten Reiseketten mit Fahrzeitvorteilen. Zum Beispiel auch sowas wie Dottendorf-Flughafen, Remagen-Post Tower und generell die Möglichkeit, zwischen den beiden Rheinstrecken umzusteigen. Vorausgesetzt natürlich, die S13 wird nach Süden durchgebunden.
Diese Reiseketten würde ich auch nicht bestreiten, denn ich denke auch dass hier in Zusammenhang mit der S13 noch interessante und schnelle Fahrtbeziehungen entstehen. Die Seilbahn hat hier durch ihre Vergleichsweise hohe Taktdichte auch den unbeschreiblichen Vorteil bei Umstiegen nicht zwangsläufig riesige Wartezeiten zu generieren (und somit z.B. für die Verbindung rechte/linke Rheinstrecke besser zu sein als die Variante 66/62).
Daher denke ich das hier nicht nur die von dir genannten Verbindungen mit einmaligem Umstieg (also Seilbahn im Ziel- oder Quellgebiet) aufkommen werden, sondern auch solche die ggf. einen weiteren Umstieg erfordern. Hier denke ich vor allem an Verbindungen aus dem südlichen Bonn (Bad Godesberg, Mehlem und umliegende Stadtteile) auf die andere Rheinseite, da hier die aktuell vorhandenen Möglichkeiten (soweit ich das überschaue vor allem mit Umstieg Olof-Palme Allee und Ramersdorf via Südbrücke oder dann mit Umstieg am Hbf via Kennedybrücke und dann ggf. weiterer Umstieg in Beuel) alles Andere als attraktiv sind.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Ruhri

Datum: 18.05.17 12:40

Keine riesigen Wartezeiten? Nun ja, das dürfte davon abhängen, wieviele Personen so in die Seilbahn umsteigen wollen. Ich stelle mir das sehr nervig vor, wenn man (rein hypothetisch!) von einem Zug in die Seilbahn umsteigen will. Einige hundert Menschen strömen zur Seilbahnstation, die Kabinen kommen und gehen, und die Menschen weiter hinten einer langen Schlange können nur zuschauen, wie andere Leute damit wegfahren, während sie immer noch warten müssen, bis sie selber endlich den Einstiegspunkt erreichen. So etwas ist natürlich der Worst-Case.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: cinéma

Datum: 18.05.17 13:41

Es gibt durchaus sehr leistungsfähige Seilbahnen, man schaue sich das mal in den Alpen an!
Es ist allerdings nicht zwingend so, dass eine Seilbahn in einem dichteren Takt als eine Schienenbahn verkehrt.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 18.05.17 13:52

Hallo,

in den verlinkten Unterlagen war die Rede von Takt maximal alle 30 sek. (in der HVZ) und 10 Personen pro Kabine. Ich gehe davon aus dass in der Nebenzeit natürlich nicht so oft gefahren wird, dennoch denke ich das die Taktzeit deutlich unter der von 10-20 min einer durchschnittlichen Bonner Buslinie liegen wird.
Sicherlich kann es gerade am UN-Campus in der HVZ zu Wartezeiten kommen, bei der maximalen Taktzeit von 30sek kommt man so aber auch auf 200 Personen innerhalb 10 Minuten und das wäre immerhin 1/4 eines voll besetzten RRX.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Thomaner

Datum: 18.05.17 14:52

Ruhri schrieb:

Keine riesigen Wartezeiten? Nun ja, das dürfte davon abhängen, wieviele Personen so in die Seilbahn umsteigen wollen. Ich stelle mir das sehr nervig vor, wenn man (rein hypothetisch!) von einem Zug in die Seilbahn umsteigen will. Einige hundert Menschen strömen zur Seilbahnstation, die Kabinen kommen und gehen, und die Menschen weiter hinten einer langen Schlange können nur zuschauen, wie andere Leute damit wegfahren, während sie immer noch warten müssen, bis sie selber endlich den Einstiegspunkt erreichen. So etwas ist natürlich der Worst-Case.

Naja, ob Du nun 5 Minuten auf deinen Anschluss (Zug, Bus, Bahn) wartest und der dann alle 100 Umsteiger auf einmal mitnimmt oder du hinten in der Schlange stehst und diese durch die Seilbahn kontinuierlich "abgearbeitet" wird, kommt sich unterm Strich gleich raus.
Was nun psyschologisch besser ist (gemeinsam warten und abfahren oder peu à peu), kann ich gerade nicht sagen.

! und ? sind keine Rudeltiere.

Meine Bildbeiträge

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Ruhri

Datum: 18.05.17 15:15

Thomaner schrieb:
Naja, ob Du nun 5 Minuten auf deinen Anschluss (Zug, Bus, Bahn) wartest und der dann alle 100 Umsteiger auf einmal mitnimmt oder du hinten in der Schlange stehst und diese durch die Seilbahn kontinuierlich "abgearbeitet" wird, kommt sich unterm Strich gleich raus.
Was nun psyschologisch besser ist (gemeinsam warten und abfahren oder peu à peu), kann ich gerade nicht sagen.


Na, wir kennen doch unsere Landsleute. 10 Minuten zu warten, bis ein Verkehrsmittel auftaucht, dass alle Wartenden mitnimmt, werden die meisten vermutlich besser verkraften als zu 10 Minuten zuschauen zu müssen, wie die Leute vor einem bereits abfahren können.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: cinéma

Datum: 18.05.17 15:33

Michael89 schrieb:

Hallo,

in den verlinkten Unterlagen war die Rede von Takt maximal alle 30 sek. (in der HVZ) und 10 Personen pro Kabine. Ich gehe davon aus dass in der Nebenzeit natürlich nicht so oft gefahren wird, dennoch denke ich das die Taktzeit deutlich unter der von 10-20 min einer durchschnittlichen Bonner Buslinie liegen wird.
Sicherlich kann es gerade am UN-Campus in der HVZ zu Wartezeiten kommen, bei der maximalen Taktzeit von 30sek kommt man so aber auch auf 200 Personen innerhalb 10 Minuten und das wäre immerhin 1/4 eines voll besetzten RRX.

Gruß Michael

Ist die Frage, ob das ein so gutes Seilbahnmodell ist. Vielleicht wäre eine Jumbo-Bahn wie in den Alpen, die alle fünf bis zehn Minuten fährt, dann aber auf einen Schlag alle mitnimmt besser?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 18.05.17 15:38

Dann wärst Du an die technischen Restriktionen einer Pendelbahn gebunden, was Richtungsänderungen und Zwischenstationen verkompliziert bzw. unmöglich macht.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 18.05.17 15:44

Bei einem langen RRX mit entsprechenden Umsteigewegen vom Zugschluss und Treppen- sowie Aufzugbenutzern hast Du zum "Abarbeiten" der Seilbahnumsteiger locker 3 Minuten Zeit. Da ist ein regelmäßiger Gondelverkehr m.E. durchaus brauchbar. 30 sec Gondelfolge erscheint mir allerdings sehr lang.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 18.05.17 15:50

Gernot schrieb:
Muss man denn wirklich aus dem gesamten Großraum Bonn von Brühl bis Altenahr und von Hennef bis Meckenheim mit nur einem Umstieg zur Uniklinik kommen?
Man kann es bereits!

Problem ist doch, dass der bestehende Busverkehr völlig überlastet ist und über Straßen läuft, die ebenfalls völlig überlastet sind.

Und um das zu ändern, muss die Seilbahn für möglichst viele Wege die bessere ÖPNV-Verbindung darstellen. Und das ist ab Dottendorf nicht erreichbar.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 18.05.17 17:25

Hauptmann Mumm schrieb:

Bei einem langen RRX mit entsprechenden Umsteigewegen vom Zugschluss und Treppen- sowie Aufzugbenutzern hast Du zum "Abarbeiten" der Seilbahnumsteiger locker 3 Minuten Zeit. Da ist ein regelmäßiger Gondelverkehr m.E. durchaus brauchbar. 30 sec Gondelfolge erscheint mir allerdings sehr lang.

Die 30 Sekunden sfinde ich eigentlich schon ziemlich gut. technisch wären wohl Folgezeiten bis knapp unter 20 denkbar, aber da ist halt auch das Thema Wirtschaftlichkeit und Investitionskosten - bei 20 statt 30 Sekunden bräuchte man mal eben 50% mehr Kabinen...
Die Empfehlung basiert auf der prognostizierten Auslastung in der Spitzenstunde mit ein wenig Reserve, d.h. in der Spitzenstunde würden die Fahrgästen im Schnitt genauso schnell abtransportiert, wie neue ankommen. Außerhalb der Spitzen sollte das dann quasi ohne Wartezeit laufen.

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Kiwi

Datum: 18.05.17 21:04

Gernot schrieb:

Je länger die Strecke werden soll, desto größer dürfte auch der Widerstand werden. Denn eine Seilbahn im Wohnbereich führt entweder über Straßen oder Gärten, Höfe etc.. Würde ich dort wohnen hätte ich ehrlich gesagt keine Lust, alle paar Sekunden neugierige Blicke aus den Kabinen in den Garten, auf den Balkon, ins Schlafzimmer oder so auszuhalten. Die Idee, den Venusberg mitels Seilbahn anzubinden hat was, aber die Talstation sollte in Dottendorf in Straßenbahnnähe liegen und gut ist.

Eine Seilbahn wird man wegen Einschränkung der Privatspäre nicht durchsetzen können, da stimme ich zu. Stattdessen entweder eine Standseilbahn von Dottendorf zum Venusberg rauf. Oder noch besser eine Strassenbahn mit Zahnstangenantrieb. Dann könnte man die Strassenbahn nach Dottendorf bis zum Venusberg verlängern und niemand muss umsteigen:-)

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 18.05.17 21:56

Kiwi schrieb:

Eine Seilbahn wird man wegen Einschränkung der Privatspäre nicht durchsetzen können, da stimme ich zu. Stattdessen entweder eine Standseilbahn von Dottendorf zum Venusberg rauf. Oder noch besser eine Strassenbahn mit Zahnstangenantrieb. Dann könnte man die Strassenbahn nach Dottendorf bis zum Venusberg verlängern und niemand muss umsteigen:-)

Sorry, aber das ist Unfug. Eine bodengebundene Verbindung ist keinesfalls durchsetzbar, die einzig realistische Chance auf eine weitere Anbindung des Venusbergs ist eine Seilbahn. Völlig abgesehen davon ist der verkehrswert ohne die Verbindung zum Hp UN-Campus drastisch geringer., die Baukosten viel höher.

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 18.05.17 22:46

Was die Stadtbahn-Anbindung zu den Linien 66, 16 und 63 angeht, ist es zwar schade, dass sie wenn, dann ziemlich suboptimal sein wird - mit gleichermaßen langem Fußweg zu Heussallee und Ollenhauerstraße. Aber die Nordtrasse ist die einzig vernünftige Achse, auf der sich eine Seilbahn ohne größere Eingriffe bauen lässt. Die Südvariante würde zwar eine Umsteigemöglichkeit an der Olof-Palme-Allee anbieten, aber Dottendorf, Friesdorf und den Venusberg selbst nur tangieren. Weiter nach Nordosten gäbe es außerdem zu unmittelbaren Parallelverkehr zur Linie 66.

So hat der Anschluss zur DB-Strecke und den Straßenbahnen 61 und 62 definitiv mehr Nutzen und die Perspektive der Weiterführung ist ebenfalls attraktiver. Suboptimal finde ich bloß den Bau des Haltepunkts UN-Campus an sich, da er - abgesehen davon, dass Überholgleise und damit eine Planung als Bahnhof gut wäre - um 100 Meter nach Süden versetzt definitiv näher an der Seilbahn wäre und allgemein günstiger liegen würde.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 01:48

Ruhri schrieb:

Keine riesigen Wartezeiten? Nun ja, das dürfte davon abhängen, wieviele Personen so in die Seilbahn umsteigen wollen. Ich stelle mir das sehr nervig vor, wenn man (rein hypothetisch!) von einem Zug in die Seilbahn umsteigen will. Einige hundert Menschen strömen zur Seilbahnstation, die Kabinen kommen und gehen, und die Menschen weiter hinten einer langen Schlange können nur zuschauen, wie andere Leute damit wegfahren, während sie immer noch warten müssen, bis sie selber endlich den Einstiegspunkt erreichen. So etwas ist natürlich der Worst-Case.
Das ist nicht ein Worst-Case sondern reine hypothetische Theorie, also fernab der Realität. Also was soll sowas bitte?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 01:54

Ruhri schrieb:

Thomaner schrieb:
Naja, ob Du nun 5 Minuten auf deinen Anschluss (Zug, Bus, Bahn) wartest und der dann alle 100 Umsteiger auf einmal mitnimmt oder du hinten in der Schlange stehst und diese durch die Seilbahn kontinuierlich "abgearbeitet" wird, kommt sich unterm Strich gleich raus.
Was nun psyschologisch besser ist (gemeinsam warten und abfahren oder peu à peu), kann ich gerade nicht sagen.


Na, wir kennen doch unsere Landsleute. 10 Minuten zu warten, bis ein Verkehrsmittel auftaucht, dass alle Wartenden mitnimmt, werden die meisten vermutlich besser verkraften als zu 10 Minuten zuschauen zu müssen, wie die Leute vor einem bereits abfahren können.
Die 100 Fahrgäste wären in 5 und nicht 10 Minuten mit der Seilbahn weg (siehe Thomaners Beitrag oben!).
Zudem: Woher willst du bitte so genau wissen, was angeblich allen anderen Landleuten lieber ist? Kannst du in alle ihre Köpfe reinschauen? Es gibt auch mehr als genug Leute, die in der Reisekette möglichst kurz im Verkehrtsmittel sitzen wollen, also möglichst längere Zeit ihre "Freiheit" haben wollen. Auch muss hier klar gesagt werden, dass die Fahrzeit mit der Seilbahn schneller als mit dem Bus wäre.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 02:00

cinéma schrieb:

Michael89 schrieb:

Hallo,

in den verlinkten Unterlagen war die Rede von Takt maximal alle 30 sek. (in der HVZ) und 10 Personen pro Kabine. Ich gehe davon aus dass in der Nebenzeit natürlich nicht so oft gefahren wird, dennoch denke ich das die Taktzeit deutlich unter der von 10-20 min einer durchschnittlichen Bonner Buslinie liegen wird.
Sicherlich kann es gerade am UN-Campus in der HVZ zu Wartezeiten kommen, bei der maximalen Taktzeit von 30sek kommt man so aber auch auf 200 Personen innerhalb 10 Minuten und das wäre immerhin 1/4 eines voll besetzten RRX.

Gruß Michael

Ist die Frage, ob das ein so gutes Seilbahnmodell ist. Vielleicht wäre eine Jumbo-Bahn wie in den Alpen, die alle fünf bis zehn Minuten fährt, dann aber auf einen Schlag alle mitnimmt besser?
Was ist bitte eine "Jumbo-Bahn"? Du meinst offenbar eine Pendelbahn. Doch so eine ist hier nicht einsatzbar, weil diese nur funktioniert, wenn es keine Zwischenstationen gibt. Deshalb ist hier logisch eine Umlaufbahn zu nehmen, wobei in der Machbarkeitsstudie dahingehend eine Einseilumlaufbahn und eine Dreiseilumlaufbahn untersucht wurde, wobei erstere aus den in der Studie lesbaren Gründen hier vorteilhafter war.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 02:06

Hauptmann Mumm schrieb:
30 sec Gondelfolge erscheint mir allerdings sehr lang.
Das ist für Einseilumlaufbahnen ein absolut üblicher Wert. Technisch ist mit 10er-Kabinen übrigens ein 15s-Takt möglich, was bei den üblichen 0,2m/s Stationsgeschwindigkeit in den Stationen einen Abstand von 3m bedeutet.

Und wenn die Fahrgastzahlen der Seilbahn in Zukunft stark steigen sollten, kann man einfach noch mehr Kabinen anschaffen und im dichteren Abstand fahren lassen. Weder Strecke noch Stationen müssen dafür geändert bzw. ausgebaut werden. Man kann sich so also sehr gut der künftigen Nachfrage anpassen.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Ruhri

Datum: 19.05.17 09:19

Fernreisender schrieb:
Das ist nicht ein Worst-Case sondern reine hypothetische Theorie, also fernab der Realität. Also was soll sowas bitte?

Wenn du, wie üblich, nichts sinnvolles zu sagen hast, dann lass es doch einfach sein. Danke!

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Ruhri

Datum: 19.05.17 09:30

Fernreisender schrieb:
Die 100 Fahrgäste wären in 5 und nicht 10 Minuten mit der Seilbahn weg (siehe Thomaners Beitrag oben!).
Zudem: Woher willst du bitte so genau wissen, was angeblich allen anderen Landleuten lieber ist? Kannst du in alle ihre Köpfe reinschauen? Es gibt auch mehr als genug Leute, die in der Reisekette möglichst kurz im Verkehrtsmittel sitzen wollen, also möglichst längere Zeit ihre "Freiheit" haben wollen. Auch muss hier klar gesagt werden, dass die Fahrzeit mit der Seilbahn schneller als mit dem Bus wäre.

Tja, und ich hatte etwas "von einigen hundert" Fahrgästen geschrieben. Stellen wir uns also vor, dass vierhundert Leute aus einem Zug stolpern und sich zur Seilbahnstation aufmachen, und schon wären wir bei 20 Minuten, bis alle weggegondelt werden könnten. Für diejenigen, die den weitesten Weg zur Seilbahn zu gehen hätten sowie für die langsameren unter ihnen wäre das eben doch eine erhebliche Wartezeit.

Aber wie ich schon gesagt hatte: Worst Case! Bei ein paar hundert Umsteigewilligen würde jedes Verkehrsmittel in die Knie gehen. Und die ersten, die die Seilbahn erreichen und in die Gondel einsteigen, freuen sich natürlich mit Sicherheit, dass es so wenig Wartezeit gibt.

So gesehen hat eine Seilbahn natürlich ihre Möglichkeiten. Viel mehr Sorgen würde ich mir um die Durchsetzbarkeit machen. Wer will schon, dass ein ÖPNV-Mittel in mehreren Metern Höhe über sein Grundstück schwebt? Ich ganz bestimmt nicht. Oder wer möchte, wenn er schon an einer belebten Straße wohnt, dass der ÖPNV jetzt nicht nur wie gewohnt auf Ebene 0, sondern auch auf Ebene 1, 2 oder 3 vorbei fährt?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.05.17 10:06

Hallo,

Ruhri schrieb:
Wenn du, wie üblich, nichts sinnvolles zu sagen hast, dann lass es doch einfach sein. Danke!
und wenn du ihm argumentativ nichts entgegenzusetzen hast, dann versuchst du es lieber mit solch einer Aussage? Ich persönlich teile seine Einschätzung zu deinem dargestellten Szenario.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 10:09

Ruhri schrieb:

Fernreisender schrieb:
Das ist nicht ein Worst-Case sondern reine hypothetische Theorie, also fernab der Realität. Also was soll sowas bitte?

Wenn du, wie üblich, nichts sinnvolles zu sagen hast, dann lass es doch einfach sein. Danke!
Ich halte nur logisch-sachlich gegen! Denn nach deiner Argumentation wäre z.B. genau so jeder U-/S-Bahnhalt abzulehnen bzw. kritisch, wenn nicht sichergestellt wäre, dass ein paar hundert mit einem Zug ankommende Fahrgäste von dort innerhalb von 5 Minuten komplett per ÖPNV abtransportiert werden könnten. Das wäre aber genau so ein rein hypothetisch-theoretische Situation. Es ist also nicht sachlich bzw. logisch, mit sowas hier gegen die Seilbahn zu argumentieren. Ganz einfach.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Ruhri

Datum: 19.05.17 10:14

Michael89 schrieb:
Hallo,

und wenn du ihm argumentativ nichts entgegenzusetzen hast, dann versuchst du es lieber mit solch einer Aussage? Ich persönlich teile seine Einschätzung zu deinem dargestellten Szenario.

Gruß Michael

Er hatte aber keine Einschätzung abgegeben, sondern nur herumgeätzt. Möchtest du diese Einstellung wirklich teilen?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Lz

Datum: 19.05.17 10:22

Fernreisender schrieb:

Das ist für Einseilumlaufbahnen ein absolut üblicher Wert. Technisch ist mit 10er-Kabinen übrigens ein 15s-Takt möglich, was bei den üblichen 0,2m/s Stationsgeschwindigkeit in den Stationen einen Abstand von 3m bedeutet.

Und wenn die Fahrgastzahlen der Seilbahn in Zukunft stark steigen sollten, kann man einfach noch mehr Kabinen anschaffen und im dichteren Abstand fahren lassen. Weder Strecke noch Stationen müssen dafür geändert bzw. ausgebaut werden. Man kann sich so also sehr gut der künftigen Nachfrage anpassen.

Da wäre ja echt zukunftsweisend wenn sich die Kapazität so erweitern ließe. Standen diese Zahlen auch in der Studie ? Oder sind die von Doppelmayer, Leitner o.ä. ?

Gruß

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.05.17 10:25

Hallo,

Ruhri schrieb:
Stellen wir uns also vor, dass vierhundert Leute aus einem Zug stolpern und sich zur Seilbahnstation aufmachen, und schon wären wir bei 20 Minuten, bis alle weggegondelt werden könnten.
Kannst du bitte uns an deiner Vorstellung noch insoweit teilhaben lassen das wir verstehen in welchem Zusammenhang das Szenario auftreten kann? Mir fällt es persönlich schwer zu glauben dass das beschrieben Szenario in der Praxis tatsächlich auftreten kann. Ferner wäre diese Menschenmenge auch bei Busbetrieb erst nach 3-4 Kursen abgefahren und dann wären wir auch bei 20 Minuten. Von daher halte ich die kontinuierliche Abfuhr einer Seilbahn vielleicht sogar für besser als wenn 400 Leute versuchen den 1. Bus zu nehmen.


Ruhri schrieb:
Viel mehr Sorgen würde ich mir um die Durchsetzbarkeit machen.
Das wird sicherlich eine der "Hauptbaustellen" bis zur vollzogenen Planfeststellung werden.

Ruhri schrieb:
Oder wer möchte, wenn er schon an einer belebten Straße wohnt, dass der ÖPNV jetzt nicht nur wie gewohnt auf Ebene 0, sondern auch auf Ebene 1, 2 oder 3 vorbei fährt?
Wenn du jetzt dein Haus nicht genau unter bzw. neben einer Stütze hast, dann ist die Seilbahn wahrscheinlich deutlich leiser als Busse im 5min-Takt vor dem Fenster auf der Straße. Zudem ist es ja nicht so dass die Seilbahn entlang der heute überlasteten Trasse verkehrt. Die vielen Anwohner an der Zufahrtstraße zum Venusberg werden entlastet, während einige wenige Anwohner im Bereich der Seilbahn belastet werden (aber wahrscheinlich auch nicht in unzumutbarer Weise) und sich deswegen gegen das Konzept sträuben.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Val

Datum: 19.05.17 10:26

Ruhri schrieb:

So gesehen hat eine Seilbahn natürlich ihre Möglichkeiten. Viel mehr Sorgen würde ich mir um die Durchsetzbarkeit machen. Wer will schon, dass ein ÖPNV-Mittel in mehreren Metern Höhe über sein Grundstück schwebt? Ich ganz bestimmt nicht. Oder wer möchte, wenn er schon an einer belebten Straße wohnt, dass der ÖPNV jetzt nicht nur wie gewohnt auf Ebene 0, sondern auch auf Ebene 1, 2 oder 3 vorbei fährt?

Dann vergleiche die Durchsetzbarkeit mal mit einem Bodengebundenen Verkehrsmittel, für das Parkplätze geopfert werden müssten und eine Schneise quer durch' Naturschutzgebiet abgeholzt....

Gruß,

Val




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.17 10:26.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.05.17 10:31

Hallo,

Ruhri schrieb:
Möchtest du diese Einstellung wirklich teilen?
Ja, ich möchte die Einstellung dass das von dir beschriebene Szenario mit der Realität nichts zu tun hat durchaus teilen.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Ruhri

Datum: 19.05.17 10:40

Fernreisender schrieb:

Ruhri schrieb:

Fernreisender schrieb:
Das ist nicht ein Worst-Case sondern reine hypothetische Theorie, also fernab der Realität. Also was soll sowas bitte?

Wenn du, wie üblich, nichts sinnvolles zu sagen hast, dann lass es doch einfach sein. Danke!
Ich halte nur logisch-sachlich gegen! Denn nach deiner Argumentation wäre z.B. genau so jeder U-/S-Bahnhalt abzulehnen bzw. kritisch, wenn nicht sichergestellt wäre, dass ein paar hundert mit einem Zug ankommende Fahrgäste von dort innerhalb von 5 Minuten komplett per ÖPNV abtransportiert werden könnten. Das wäre aber genau so ein rein hypothetisch-theoretische Situation. Es ist also nicht sachlich bzw. logisch, mit sowas hier gegen die Seilbahn zu argumentieren. Ganz einfach.

Du hast deine Aussage noch einmal selber zitiert. Was ist bitteschön an "Das ist nicht ein Worst-Case sondern reine hypothetische Theorie, also fernab der Realität. Also was soll sowas bitte?" logisch oder sachlich? Eben, überhaupt nichts!. Also, wenn du auf diesem Niveau argumentieren willst, dann halte dich bitte einfach geschlossen. Danke!

Was das andere angeht, so müssen natürlich zwei Dinge auseinander gehalten werden: Wieviele Personen können über einen bestimmten Zeitraum abtransportiert werden? Und wie sieht es mit dem Wartezeiten aus? Was die reine Kapazität angeht, so mag eine gut gebaute Seilbahn mit eine Stadt- oder Straßenbahn mithalten können, geschweige denn mit einem Bus. Kapazitätsbetrachtungen sind allerdings zwar unerlässlich, können aber in die Irre führen. Wenn ein Solobus alle zwei Stunden für die Bedienung der Nachfrage reicht, werden die allermeisten potenziellen Fahrgäste trotzdem sagen, dass da nie etwas fährt und man besser gleich das Fahrrad oder das Auto nimmt.

Im Falle dieser Seilbahn liegt nun ein anderer Fall vor. Sie kann und soll viele Leute in kurzer Zeit transportieren. So weit, so gut. Aber was ist mit der Wartezeit? Im Gegensatz zu Eisen- und Straßenbahnen oder Bussen müssen wir die minimale, die maximale und die mittlere Wartezeit betrachten. Die minimale beträgt bei einem 30-s-Takt halt 30 Sekunden - ein Spitzenwert, quasi Null. Die mittlere Wartezeit dürfte vergleichbar sein mit einem herkömmlichen Verkehrsmittel. Wie sieht aber die maximale aus, die bei größten Andrang erreicht wird? Genau das ist doch der Knackpunkt!

Bei größtem Abdrang ist auch immer die Frage zu bedenken: Was ist mit den nächsten Stationen hinter einem großen Umsteigepunkt? Wenn man an diesem in einer Schlange steht, die alle 30 s kürzer wird, regt das vielleicht den einen oder anderen auf, aber das ist letztlich Gewöhnungssache. Aber an der nächsten Station? Man stelle sich vor, dass 10 Minuten lang alle 30 s eine Gondel vorbei kommt, aber man kann in 15-20 Gondeln gar nicht erst einsteigen, weil alle rappelvoll sind. Das hat nun wirklich ein sehr hohes Nervpotenzial. Gibt es dafür eine Lösung?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 10:47

Lz schrieb:
Da wäre ja echt zukunftsweisend wenn sich die Kapazität so erweitern ließe. Standen diese Zahlen auch in der Studie ? Oder sind die von Doppelmayer, Leitner o.ä. ?
Teil, teils. Das meiste der Zahlen stammt von den zahlreichen Referenzen von Doppelmayr. Der mögliche minimale Abstand hängt nur von der Größe der Kabinen ab, die ja in den Stationen noch den nötigen Abstand zueinander brauchen.

Ich hatte vor ca. einem Jahr mal angefangen, mich über das Thema Seilbahnen schlau zu machen und mir dazu auch eine Excel-Tabelle erstellt, wo ich mit der Eingabe der entsprechenden Betriebsparameter und Streckendaten diverse Sachen ausrechnen kann (z.B. Fahrzeit, Beschleunigung-/Bremsstrecken, Förderkapazität, Abstand Gondeln in Stationen und auf der Strecke, etc.).

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.05.17 10:58

Hallo Ruhri,

deine Einwände bezüglich des Niveaus vom User "Fernreisender" kann ich zwar nicht so ganz nachvollziehen, aber im weiteren Verlauf kommst du zum Glück nun detailliert auf deine fachlichen Einwände zu sprechen, sodass ich dazu gern noch etwas schreiben möchte:

Ruhri
Wie sieht aber die maximale aus, die bei größten Andrang erreicht wird? Genau das ist doch der Knackpunkt!
Da hast du sicherlich Recht, ich gehe allerdings davon aus dass auch die maximale Wartezeit nicht über der eines anderen öffentlichen Verkehrsmittels liegen wird, sodass hier dann eher die Vorteile der kürzeren Mindestwartezeit bezogen auf die Gesamtwartezeit überwiegen.

Ruhri
Bei größtem Abdrang ist auch immer die Frage zu bedenken: Was ist mit den nächsten Stationen hinter einem großen Umsteigepunkt?
Dieser Einwand ist sicherlich berechtigt, da in der aktuellen Vorzugsvariante ja hinter dem angenommenen Hauptzugangspunkt UN-Campus noch der Zustiegspunkt Quiriniusplatz käme und hier natürlich ein, wenn auch geringeres, Fahrgastaufkommen anfällt welches auch zeitnah befriedigt werden möchte. Nach meinem Verständnis werden die Kabinen aber beim "Halt" vom durchlaufenden Seil entkoppelt und erst am Ende der Station wieder in dieses "eingehakt". Der Transport in der Station erfolgt mit einem eigenständigen Fördersystem. Soweit ich mich an die Erläuterungen aus früheren Phasen erinnere, war die die Rede davon dass das aktuell als Vorzug gesehen System auch die Möglichkeit von "Zwischenwenden" bietet. Fraglich ist allerdings ob man diese Möglichkeit in allen Stationen einbauen lässt oder nur in den "Großen" (Ramersdorf, UN-Campus, Uniklinik). Zumindest am UN-Campus halte ich solch eine Zwischenwende für notwendig (zumal die Station ja auch als Endpunkt eines "1. Bauabschnitts" vorgesehen ist) um gerade bei Verkehrsspitzen die Problematik von zeitweise bereits voll ankommenden Gondeln zu umgehen.

Gruß Michael

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 11:00

Ruhri schrieb:
Tja, und ich hatte etwas "von einigen hundert" Fahrgästen geschrieben. Stellen wir uns also vor, dass vierhundert Leute aus einem Zug stolpern und sich zur Seilbahnstation aufmachen, und schon wären wir bei 20 Minuten, bis alle weggegondelt werden könnten.
Und wo ist jetzt bitte das Argument? Nach dieser Sichtweise wäre JEDER S-/U-Bahnhaltepunkt abzulehnen, wo es nicht zu 100% sichergestellt werden kann, dass beim Aussteigen von mehreren Hundert Fahrgästen diese innerhalb kürzerster Zeit per ÖPNV allesamt abtransportiert werden können. Wo ist also nun das angebliche Alleinstellungsmerkmal gegen die Seilbahn?

Ruhri schrieb:
Aber wie ich schon gesagt hatte: Worst Case! Bei ein paar hundert Umsteigewilligen würde jedes Verkehrsmittel in die Knie gehen.
Und warum hast dann zuerst alleinstellend damit gegen die Seilbahn argumentiert, wenn es also nun doch JEDES Verkehrsmittel in die Knie zwingen würde? Wo ist das Argument?

Ruhri schrieb:
So gesehen hat eine Seilbahn natürlich ihre Möglichkeiten. Viel mehr Sorgen würde ich mir um die Durchsetzbarkeit machen. Wer will schon, dass ein ÖPNV-Mittel in mehreren Metern Höhe über sein Grundstück schwebt?
Gegenfrage: Wer will schon, dass eine S-Bahnstrecke direkt neben seinem Haus vorbeiführt mit den entsprechenden Lärm- und Vibrationsemissionen? Eine Seilbahn schwebt praktisch ohne solche Emissionen drüber.
Es gibt also für jedes Verkehrsmittel ganz spezifische Ablehnungsgründe, weshalb auch hier ein angebliches Alleinstellungsmerkmal für die Seilbahn fehl am Platz ist.

Ruhri schrieb:
Oder wer möchte, wenn er schon an einer belebten Straße wohnt, dass der ÖPNV jetzt nicht nur wie gewohnt auf Ebene 0, sondern auch auf Ebene 1, 2 oder 3 vorbei fährt?
Es wäre mit jetzt ganz neu, dass in Bonn ein Seilbahnnetz mit drei Strecken gebaut werden soll, dass sich auch noch genau über Wohnhäusern in drei Höhen kreuzt...
Und nochmal: Eine Strecke für S-Bahn, Straßenbahn oder Bus gibt deutlich mehr Lärm und Vibrationen ab. Bei einer Seilbahn hingegen kommen "unten" wie gesagt so gut wie kein Lärm und Vibrationen an.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 11:04

Ruhri schrieb:

Michael89 schrieb:
Hallo,

und wenn du ihm argumentativ nichts entgegenzusetzen hast, dann versuchst du es lieber mit solch einer Aussage? Ich persönlich teile seine Einschätzung zu deinem dargestellten Szenario.

Gruß Michael

Er hatte aber keine Einschätzung abgegeben, sondern nur herumgeätzt. Möchtest du diese Einstellung wirklich teilen?
Hier hat niemand "herumgeätzt" sondern ich habe dir nur entschieden in deiner Aussage widersprochen, wo du dieses rein hypothetisch-theoretische Extremszenario als angebliches Alleinstellungsmerkmal gegen eine Seilbahn angeführt hast, wobei es jedoch für alle Verkehrsmittel der Fall wäre. Somit ist es also kein Alleinstellungsmerkmal und damit auch kein Argument gegen eine Seilbahn.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 11:58

Ruhri schrieb:
Was das andere angeht, so müssen natürlich zwei Dinge auseinander gehalten werden: Wieviele Personen können über einen bestimmten Zeitraum abtransportiert werden? Und wie sieht es mit dem Wartezeiten aus?
Nochmal: Wo ist hier das angebliche Alleinstellungs gegen die Seilbahn? Diese Frage muss man sich an JEDEM ÖPNV-Haltepunkt stellen, also auch an S-/U-Bahnhaltestellen, wo es zum Weiterfahren z.B. nur eine Buslinie gibt.

Ruhri schrieb:
Was die reine Kapazität angeht, so mag eine gut gebaute Seilbahn mit eine Stadt- oder Straßenbahn mithalten können, geschweige denn mit einem Bus. Kapazitätsbetrachtungen sind allerdings zwar unerlässlich, können aber in die Irre führen.
Für deine spezielle hypothetisch-theoretische Extremsituation ist die Kapazitätsbetrachtung jedoch maßgeben - und da frage ich mich wie gesagt, wo das alleinstellende Argument gegen eine Seilbahn sein soll, wenn man sich diese Frage bei JEDEM Haltepunkt eines ÖPNV-Systems stellen müsste. Deine Szenario hat hier also keine Basis als Argument speziell gegen eine Seilbahn.

Ruhri schrieb:
Im Falle dieser Seilbahn liegt nun ein anderer Fall vor. Sie kann und soll viele Leute in kurzer Zeit transportieren. So weit, so gut. Aber was ist mit der Wartezeit? Im Gegensatz zu Eisen- und Straßenbahnen oder Bussen müssen wir die minimale, die maximale und die mittlere Wartezeit betrachten. Die minimale beträgt bei einem 30-s-Takt halt 30 Sekunden - ein Spitzenwert, quasi Null.
Eben.

Ruhri schrieb:
Die mittlere Wartezeit dürfte vergleichbar sein mit einem herkömmlichen Verkehrsmittel. Wie sieht aber die maximale aus, die bei größten Andrang erreicht wird? Genau das ist doch der Knackpunkt!
Und nochmal: Wo ist hier denn nun das angebliche Alleinstellungsmerkmal? Wenn ich ein ÖPNV-System habe, dass z.B. eine Kapazität von 1.200 Pers./h/Richtung hat, dann habe ich freilich meistens niedrigere Wartezeiten, wenn ich kleine Gefäßgrößen in kleinen Abständen als große Gefäßgrößen in großen Abständen fahren lasse. Die maximale Wartezeit, also wenn 1.200 Personen in der Stunde transportiert werden sollen, ist in allen Fällen gleich, eben weil die Systeme nicht mehr pro Stunde wegkriegen.
Und wie genau definierst du "mittlere" Wartezeit? Aber egal, wie es nun definiert ist - weil die minimale Wartezeit bei der Seilbahn wie du sagst eh quasi Null ist und die maximale Wartezeit auf Grund der Kapazität gleich, liegt die mittlere Wartezeit der Seilbahn dann logisch auch besser als die herkömmlicher Verkehrsmittel.

Ruhri schrieb:
Bei größtem Abdrang ist auch immer die Frage zu bedenken: Was ist mit den nächsten Stationen hinter einem großen Umsteigepunkt? Wenn man an diesem in einer Schlange steht, die alle 30 s kürzer wird, regt das vielleicht den einen oder anderen auf, aber das ist letztlich Gewöhnungssache. Aber an der nächsten Station? Man stelle sich vor, dass 10 Minuten lang alle 30 s eine Gondel vorbei kommt, aber man kann in 15-20 Gondeln gar nicht erst einsteigen, weil alle rappelvoll sind. Das hat nun wirklich ein sehr hohes Nervpotenzial. Gibt es dafür eine Lösung?
Und wo soll jetzt wieder das Alleinstellungsmerkmal der Seilbahn sein? Wenn morgens zur HVZ bereits völlig volle Busse und U-Bahnen in Haltestellen einfahren, so dass man nicht mehr zusteigen kann, dann ist es doch genau so. Auch in dem Fall müsste man auf den/die nächste(n) oder gar übernächste(n) Bus/Bahn warten. Und wie gesagt ist dies ja nur und nur in deinem rein hypothetisch-theoretischen Extremszenario so. Sorry, aber was soll das bitte für eine Argumentation sein?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 12:15

Michael89 schrieb:
Ruhri
Wie sieht aber die maximale aus, die bei größten Andrang erreicht wird? Genau das ist doch der Knackpunkt!
Da hast du sicherlich Recht, ich gehe allerdings davon aus dass auch die maximale Wartezeit nicht über der eines anderen öffentlichen Verkehrsmittels liegen wird, sodass hier dann eher die Vorteile der kürzeren Mindestwartezeit bezogen auf die Gesamtwartezeit überwiegen.
Die maximale Wartezeit einer Seilbahn kann wie schon in meinem Beitrag eben an Ruhri garnicht über der eines anderen ÖPNV-Systems mit GLEICHHOHER Kapazität pro Stunden liegen, eben weil hier freilich die Kapazität die maximale Wartezeit vorgibt, denn ich kann nur eine bestimmte Zahl von Personen in einer Stunden wegschaffen. Und dies dauert logisch überall gleich.
Und zum Thema minimale Wartezeit hast du absolut recht. Auch weil ich bei der Seilbahn kleinere Gefäßgrößen in kürzeren Abständen fahre, habe ich insbesondere zur NVZ und SVZ deutlich geringere Wartezeiten als im Vergleich zu Bus oder Bahn, eben weil da eher kleinere, verteiltere Fahrgastmengen fahren und durch den 30s-Abstand eben schneller und oft ohne Wartezeit abtransportiert werden können, wohingegen Bus/Bahn zu NVZ/SVZ in entsprechend großen Takten fahren, so dass ich auf diese länger warten muss. Ein weiterer Vorteil der Seilbahn ist ja hier, dass ich nicht für jede Kabine einen Fahrer brauche, so dass ich auch zu NVZ/SVZ die selbe Menge an Kabinen am Seil lassen kann, eben weil ich ja nicht proportional dazu Personalkosten habe. Ich habe immer nur das Personal in den Stationen, wo es egal ist, ob ich mit 60 oder 90 Kabinen im Umlauf fahre.

Michael89 schrieb:
Soweit ich mich an die Erläuterungen aus früheren Phasen erinnere, war die die Rede davon dass das aktuell als Vorzug gesehen System auch die Möglichkeit von "Zwischenwenden" bietet. Fraglich ist allerdings ob man diese Möglichkeit in allen Stationen einbauen lässt oder nur in den "Großen" (Ramersdorf, UN-Campus, Uniklinik). Zumindest am UN-Campus halte ich solch eine Zwischenwende für notwendig (zumal die Station ja auch als Endpunkt eines "1. Bauabschnitts" vorgesehen ist) um gerade bei Verkehrsspitzen die Problematik von zeitweise bereits voll ankommenden Gondeln zu umgehen.
Achtung! Bitte hier beachten, dass die Möglichkeit für "Zwischenwenden", also das Aufteilen der Strecke in einer Mittelstation in zwei selbst umlaufende Abschnitte nicht im Mischbetrieb mit dem normalen, durchlaufenden Betrieb gefahren würden. Dies würde entweder bei Störungen gemacht, wo die Leute dann zumindest noch zwischen zwei der Stationen fahren können, oder im Falle eine temporären sehr großen Verkehrsaufkommens bei Großereignissen, so dass an der dortigen Station die Fahrgastströme in beide Richtungen besser verteilt werden können. Ob, wie und wo das jedoch in Bonn gemacht werden soll, muss sich zeigen. Auf jeden Fall wird dies am Übergang vom 1. zum 2. Bauabschnitt kommen, damit die Verlängerung später deutlich einfacher möglich ist. Es ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren bei Seilbahnen und bringt v.a. beim Einsatz im urbanen Umfeld wie hier die Möglichkeit für erweiterte Flexibilität und Ausfallsicherheit.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.17 12:19.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 19.05.17 12:21

Lz schrieb:
Da wäre ja echt zukunftsweisend wenn sich die Kapazität so erweitern ließe. Standen diese Zahlen auch in der Studie ? Oder sind die von Doppelmayer, Leitner o.ä. ?
Meine Einschätzung der mit 30 sec vergleichsweise langen Gondelfolge basiert auf gängigen Anlagen in den Alpen, wo es bei Umlaufbahnen absolut üblich ist, dass mehrere Gondeln gleichzeitig in den Stationen sind. Insofern würde ich davon ausgehen, dass sich die Kapazität recht einfach erweitern ließe. Die einzelne Gondel ist auch sicherlich nicht der wesentliche Kostenfaktor, ggf. schon eher die sich dadurch erhöhenden Energiekosten.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 19.05.17 12:31

Fernreisender schrieb:
Achtung! Bitte hier beachten, dass die Möglichkeit für "Zwischenwenden", also das Aufteilen der Strecke in einer Mittelstation in zwei selbst umlaufende Abschnitte nicht im Mischbetrieb mit dem normalen, durchlaufenden Betrieb gefahren würden.
Warum nicht? Ein derartiges Verfahren ist doch bei Umlaufbahnen möglich und wird auch praktiziert. In den Alpen gibt es sogar abgefahrene Konstruktionen wie auf dem Kitzsteinhorn Kaprun, wo untere+obere Sektion durchgehend mit Gondeln gefahren wird und zusätzlich nur untere-Sektion mit Sesseln.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 19.05.17 14:54

Hauptmann Mumm schrieb:
Warum nicht? Ein derartiges Verfahren ist doch bei Umlaufbahnen möglich und wird auch praktiziert. In den Alpen gibt es sogar abgefahrene Konstruktionen wie auf dem Kitzsteinhorn Kaprun, wo untere+obere Sektion durchgehend mit Gondeln gefahren wird und zusätzlich nur untere-Sektion mit Sesseln.
Huch! Das es sowas gibt, war mir jetzt völlig neu. Danke für den Hinweis!
Ich kanne zwar die Kombibahnen, wo Kabinen und Sessel in einer Seilbahn gemischt fahren, aber bisher noch keine derartige Kontruktion wie diese Bahn am Kitzsteinhorn (Gletscherjet 3+4), wo eine solche außergewöhnliche Betriebsweise gefahren wird. Und wie ich das sehe, kommen in der oberen Sektion noch zusätzliche Kabinen dazwischen hinzu.

Ok, dann geht dies offenbar doch im Mischbetrieb, was man also auch im urbanen Umfeld machen könnte. Nur würde man dann freilich nur mit Kabinen (keine Sessel) fahren. Die Frage wäre nur, wie man hier dem Fahrgast anzeigt, welche Kabinen durchfahren und welche in der Mittelstation umkehren. Beim Gletscherjet 3 (untere Sektion) ist das ja kein Problem, weil alle Gondeln durchfahren. Beim 4er (obere Sektion) ist es nach oben egal, ob man in eine durchgefahrene oder umgekehrte Kabine einsteigt, eben weil freilich alle nach oben fahren. Doch wie ist es auf dem Weg nach unten? Muss ich mal nachsehen. Zudem würde sich hier ja auch die Frage stellen, in welchem Verhältnis die Kabinen durchfahren und umkehren sollten => 1:1? 1,5:1? 2:1?

In Bonn würde sich aber auf jeden Fall für den ersten Bauabschnitt ein ganz normaler Umlaufbetrieb anbieten, da hier eine solche Betriebsweise am UN-Campus garkeinen Sinn machen würde. Zum einen fährt man ja im Gegensatz zum Kitzsteinhorn eh nur mit Kabinen (Das wird dort ja nur gemacht, weil die Sessel nicht bis ganz rauf fahren sollen/dürfen/können) und zum anderen würde sich ja an der Kapazität dadurch nichts ändern. Erst wenn der 2. Bauabschnitt dazukommt, wäre sowas vielleicht denkbar. Die Frage wäre nur, ob man dies dann im normalen Alltagsbetrieb oder nur bei z.B. bestimmten Großereignissen gemacht würde.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 19.05.17 15:28

Die relativ geringe Kapazität einer 1S-Umlaufbahn könnte tatsächlich für Nachteile und vor allem lange Wartezeiten bei einem Grundtakt von 2 Minuten sorgen. Als Ausgangspunkt nehme ich die voraussichtlichen Abfahrt- und Ankunftszeiten der Regionalzüe am neuen Haltepunkt UN-Campus, die zufällig weitgehend in den Symmetrieminuten liegen oder wo es selbst bei kleineren Unregelmäßigkeiten schnell Überlagerungen und damit Fahrgastspitzen geben könnte.

RE5: :58 nach Köln und :00 nach Koblenz
RB26: :28 nach Köln und :30 nach Koblenz
RB48: :49 nach Köln und :11 nach Bonn-Mehlem
RB30: :52 nach Ahrbrück und :06 nach Bonn Hbf

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 20.05.17 17:12

Wie kommst du auf eine angeblich "geringe" Kapazität einer 1S-Bahn? Mit dem 30s-Abstand und 10er-Kabinen hat man eine Kapazität von 1.200 Pers./h.

Wieviel Kapazität haben denn bitte die Busverbindungen von dort hoch zur Uni heute? Doch wohl weniger! Also was soll das?

Zudem: Wie gesagt könnte der Kabinenabstand bei genug Nachfrage mit der Anschaffung weiterer Kabinen auf min. 16s reduziert werden, was dann eine Kapazität von 2.250 Pers./h entspräche. Wo ist also bitte das Problem?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 20.05.17 17:49

Ich wollte nur auf einen Umstand aufmerksam machen, der bislang evtl. etwas unterschätzt wurde und in der Untersuchung nicht vorkommt, soweit ich sie durchgegangen bin. Bei einem 30-Sekunden-Takt geht es noch, ebenfalls bei einem 1-Minuten-Takt zumindest außerhalb der Spitzenzeiten, aber der Grundtakt soll bei 2 Minuten liegen und da können Spitzen von ca. 50 (wenn nicht bis zu 100) Fahrgästen pro Richtung durchaus auftreten. In einen Gelenkbus, allerdings in weniger dichtem Takt und bei längerer Fahrtzeit, passen mehr Leute.

Ich halte das System und die Größe erstmal für ausreichend leistungsfähig. Man muss nur bedenken, dass sich die Nachfrage oft auf ganz bestimmte Zeiten konzentriert und nicht einfach über längere Zeitspannen - und seien es nur 20 Minuten - verteilt werden kann. Mal etwas Offtopic: Zu ähnlichen Schlüssen ist z.B. auch die KVB bei der Untersuchung ihrer Buslinie 142 (zur Uni) gekommen, da die Nachfrage dort in Spitzen auftritt und in besonderem Maße durch Vorlesungszeiten und Umsteigerelationen vorgegeben ist. Ähnlich könnte es auch hier sein.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 20.05.17 19:12

Fernreisender schrieb:
Mit dem 30s-Abstand und 10er-Kabinen hat man eine Kapazität von 1.200 Pers./h.

Wieviel Kapazität haben denn bitte die Busverbindungen von dort hoch zur Uni heute? Doch wohl weniger!
Wenn ich jetzt richtig gezählt habe, sind es in der Spitzenstunde neun Gelenk- und acht Solowagen auf den Venusberg, letztere auf den Querverbindungen. Also 1.460 Plätze/h. Wenn man MIV verlagern möchte, könnte die Seilbahn durchaus noch etwas leistungsstärker sein.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 20.05.17 21:14

Achtung! Die bestehenden Buslinien werden ja mit der Seilbahn nicht eingestellt sondern dafür ausgedünnt oder erhalten neue Laufwege. Also tut bitte nicht künstlich so, als dass die angeblich allesamt wegfallen würden. Auch fahren die Busse ja noch diverse andere Haltestellen zusätzlich an und enden eben an der Uni, dind also nicht 1:1 umzurechnen.

Die Seilbahn wird hier also der gewünschten schnellen, direkten Verbindung dienen und in Kombination mit den weniger werdenden Bussen eben dann mehr Gesamtkapazität als heute bieten.

Also wie gesagt kein Problem, wenn man es nicht künstlich dazu machen will...

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 20.05.17 23:53

Es wird nicht 1:1 der Busverkehr umgerechnet, sondern nur ein Teil davon, wobei auch mögliche Umstiege vom Individualverkehr berücksichtigt werden. Ich habe nur angesprochen, dass es eher Nachfragespitzen zu bestimmten Zeiten statt einer gleichmäßigeren Verteilung geben wird und das kann hier wohl keiner leugnen. Das ist ein Nachteil des Systems Seilbahn, aber es stellt das Gesamtsystem nicht grundsätzlich in Frage.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 21.05.17 09:35

Fernreisender schrieb:
Achtung! Die bestehenden Buslinien werden ja mit der Seilbahn nicht eingestellt sondern dafür ausgedünnt oder erhalten neue Laufwege. Also tut bitte nicht künstlich so, als dass die angeblich allesamt wegfallen würden.
Habe ich nicht behauptet. Ich habe nur die Behauptung richtiggestellt, die Seilbahn wäre kapazitätsstärker als der bestehende Busverkehr.

Dieser Vergleich ist m.E. durchaus hilfreich, um das Projekt besser einschätzen zu können. Aber wie schon geschrieben: ein Angebotsausbau der Seilbahn sollte ja auch nachträglich möglich sein.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: hsimpson

Datum: 21.05.17 15:15

Ruhri schrieb:
Bei größtem Abdrang ist auch immer die Frage zu bedenken: Was ist mit den nächsten Stationen hinter einem großen Umsteigepunkt? Wenn man an diesem in einer Schlange steht, die alle 30 s kürzer wird, regt das vielleicht den einen oder anderen auf, aber das ist letztlich Gewöhnungssache. Aber an der nächsten Station? Man stelle sich vor, dass 10 Minuten lang alle 30 s eine Gondel vorbei kommt, aber man kann in 15-20 Gondeln gar nicht erst einsteigen, weil alle rappelvoll sind. Das hat nun wirklich ein sehr hohes Nervpotenzial. Gibt es dafür eine Lösung?

Das Problem ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Wenn um die Minute 00 zwei RRX Garnituren am UN-Campus ankommen wird das evtl dazu führen, dass in Dottendorf für min. 5min keine freie Kabine ankommt. Sicher auch nicht so optimal. Allerdings besteht bei einer Seilbahn der große Vorteil, dass man an den Endstationen Gondeln zwischenparken kann, die man dann bei großem Andrang direkt hinterneinander los schicken kann. Heißt, wenn da plötzlich 100-200 Mann auf einmal stehen wird halt im 15s-Takt Gefahren und die Leute sind in 3-4min abgefertigt. dazwischen reicht dann auch locker ein 60s-Takt. An der Haltestelle Dottendorf dürften die Fahrgäste ja deutlich besser über die Zeit verteilt ankommen. Umgekehrt geht natürlich dasselbe: Zu den Zeiten, wo es einen Anschluss an die Züge am UN-Campus gibt wird deutlich häufiger gefahren als sonst.

Nebenbei wird hier vergessen, dass der Bahnhof UN-Campus auch von den Buslinien 610 und 611 erschlossen werden soll, die dann alle 10min und in der HVZ noch Häufiger richtung Heusallee und weiter fahren. Für den Ottonormalverbraucher ist das sicher uninteressant, aber für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ist das schon ein Segen.

Außerdem sollte man sich überlegen, wo die Wohngebiete liegen, von denen man zur Uniklinik kommen wollen würde. Die Fahrt zum Hbf als Umsteigepunkt kann evtl sogar kürzer sein, wenn man mit der Straßenbahn vom Hindenburgplatz aus zum Hbf fährt, da die Seilbahn sicher noch einige Minuten zum UN-Campus braucht. Auch die Umstiegszeiten sind bei dem 5-min Takt der Straßenbahn sehr attraktiv. Zu den Wohngebieten im nördlichen Gidesberg kommt man entweder mit der 612 vom Hindenburgplatz nach Friesdorf oder mit den Linien 610 und 611 vom UN-Campus nach Plittersdorf/Villenviertel. Die Linien 63 und 16 binden hier im wesentlichen Gewerbegebiete an. Für alles was weiter richtung Süden geht lohnt sich eh meist ein Umstieg in Godesberg oder Mehlem, wo man auch mit dem Zug hinkommt, oder aber die dirkte Busfahrt mit den Linien 610-612.

Problematisch sind eigentlich da nur die rechtsrheinischen Gebiete, die von der Linie 66 erschlossen werden. Für diese gibt es keine alternative als den Fußweg von der Heusallee zum Bahnhof UN-Campus ohne die Rheinquerung der Seilbahn. Allerdings ist dieser Weg im Endeffekt nicht größer als der durchschnittliche Umsteigevorgang in einem großen Hbf und sollte von daher auch nicht so kritisch gesehen werden.

Die Rheinwuerung hääte darüber hinaus auch noch den Großen vorteil, dass der Arbeitsplatzschwerpunkt rund um T-Mobile endlich mit einer attraktiven Verbindung zu den Siedlungsschwerpunkten am Fuße des Venusbergs von Kessenich bis Friesdorf versehen wird. Hier gibt es nämlich bisher überhaupt keine attraktive Ost-West Verbindung ohne größere Umwege (z.B. Hbf) oder miserable Takt- und Fahrtzeiten (630 und 631). Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass diese Verbindung auch funktioniert.

Grüße

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 22.05.17 12:06

Plastikbomber schrieb:
Ich habe nur angesprochen, dass es eher Nachfragespitzen zu bestimmten Zeiten statt einer gleichmäßigeren Verteilung geben wird und das kann hier wohl keiner leugnen. Das ist ein Nachteil des Systems Seilbahn, aber es stellt das Gesamtsystem nicht grundsätzlich in Frage.
Das ist garkein Nachteil, weil du hier wie gesagt eine extreme Nachfragespitze (mehrere Hundert ankommende Fahrgäste aus Zügen) zur SVZ - z.B. ab 21 Uhr - hoch zur Uni unterstellst, die es so in der Realität garnicht gibt bzw. geben wird. Derartige Szenarien zu machen, um gegen ein System argumentieren zu wollen, ist eben nicht seriös, weil von unrealistischen bzw. völlig überzogenen Forderungen ausgehend.

Re: Nachfragespitzen

geschrieben von: Michael89

Datum: 22.05.17 12:16

Hallo,

die Frage ist ob Nachfragespitzen hier überhaupt so ausgeprägt existieren. Neben dem verkehrlichen Problem gibt es auf dem Venusberg für das UKB ja auch ein Parkraumproblem. Dem Personal (das an bestimmte Schichtzeiten gebunden ist) stehen oben eigene Parkplätze zur Verfügung, hier wird der Umsteigedrang auf den ÖPNV daher nicht so ausgeprägt sein wie bei den Patienten, welche regelmäßig oben um die Parkplätze kämpfen.
Die Patienten hingegen (welche am UKB ambulant behandelt/untersucht werden) haben feste Termine und verteilen sich aus meiner Sicht eher gleichmäßig über den Tag.

Gruß Michael

Danke für den Beitrag!

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 22.05.17 16:44

Michael89 schrieb:

Hallo,

die Frage ist ob Nachfragespitzen hier überhaupt so ausgeprägt existieren. Neben dem verkehrlichen Problem gibt es auf dem Venusberg für das UKB ja auch ein Parkraumproblem. Dem Personal (das an bestimmte Schichtzeiten gebunden ist) stehen oben eigene Parkplätze zur Verfügung, hier wird der Umsteigedrang auf den ÖPNV daher nicht so ausgeprägt sein wie bei den Patienten, welche regelmäßig oben um die Parkplätze kämpfen.
Die Patienten hingegen (welche am UKB ambulant behandelt/untersucht werden) haben feste Termine und verteilen sich aus meiner Sicht eher gleichmäßig über den Tag.

Gruß Michael
Danke für den Beitrag! Denn er zeigt gut auf, dass es die hier behaupteten Nachfragespitzen in der Praxis praktisch so nicht gibt bzw. geben wird.

[BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Val

Datum: 22.05.17 17:24

Ruhri schrieb:

Bei größtem Abdrang ist auch immer die Frage zu bedenken: Was ist mit den nächsten Stationen hinter einem großen Umsteigepunkt? Wenn man an diesem in einer Schlange steht, die alle 30 s kürzer wird, regt das vielleicht den einen oder anderen auf, aber das ist letztlich Gewöhnungssache. Aber an der nächsten Station? Man stelle sich vor, dass 10 Minuten lang alle 30 s eine Gondel vorbei kommt, aber man kann in 15-20 Gondeln gar nicht erst einsteigen, weil alle rappelvoll sind. Das hat nun wirklich ein sehr hohes Nervpotenzial. Gibt es dafür eine Lösung?

Wenn man sich die Fahrgastprognosen so anschaut, wird man feststellen, dass sich bei der prognostizierten nachfrage durchaus mehrere Fahrgastströme überlagern, mit der größten Belastung auf dem Abschnitt Hindenburgplatz-UN-Campus. In der Praxis wird es an der nächsten Station wohl eher mehr Aus- als Einsteiger geben und das Problem "alle Gondeln voll" eher wenig Relevanz haben.
Screenshot_20170522_171036.png

Im übrigen wird die Bahn ja mit Kapazitätsreserve geplant, die vorgeschlagene Maximalleistung von 1200/Stunde liegt ein ganzes Stück über der höchsten prognostizierten Nachfragespitze. Selbst wenn ein RE mal 200 Umsteiger auf einmal am UN-Campus rausschmeißen würde, wären die in 10 Minuten weggeschafft, d.h. mit hoher Wahrscheinlichkeit alle weg, bevor der nächste Zug kommt.
Screenshot_20170522_171611.png

Gruß,

Val

Re: [BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 22.05.17 17:55

Sehe ich das richtig, dass man im Verkehrsmodell nahezu keine Zuwächse auf der Schiene zum Hp Bundesviertel prognostiziert?

Re: Danke für den Beitrag!

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 22.05.17 18:02

Fernreisender schrieb:
Denn er zeigt gut auf, dass es die hier behaupteten Nachfragespitzen in der Praxis praktisch so nicht gibt bzw. geben wird.
Abgesehen davon, dass die 601 morgens trotz doppelter Taktdichte um die 100%-Auslastung fährt und spätestens ab Poppelsdorf keiner mehr rein passt.
Es hat schon Gründe, dass man die Seilbahn plant.

Re: [BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Val

Datum: 22.05.17 21:00

Hauptmann Mumm schrieb:

Sehe ich das richtig, dass man im Verkehrsmodell nahezu keine Zuwächse auf der Schiene zum Hp Bundesviertel prognostiziert?

Ja. Die Fahrgastzuwächse aus Richtung Köln werden wohl fast vollständig dadurch ausgeglichen, dass Fahrgäste aus Richtung Remagen nun eine Station früher aussteigen, denn grade für die bringt die Seilbahn neben dem Umstand, nicht mehr in überfüllten Bussen stehen zu müssen (was das Verkehrsmodell schlecht abbilden kann) auch noch echte Reisezeitvorteile

Gruß,

Val

Re: [BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.05.17 12:42

Val schrieb:
Im übrigen wird die Bahn ja mit Kapazitätsreserve geplant, die vorgeschlagene Maximalleistung von 1200/Stunde liegt ein ganzes Stück über der höchsten prognostizierten Nachfragespitze.

Mit den vorliegenden Zahlen sieht mir das jetzt erst recht knapp aus.

Nach gängiger VDV-Fausformel sollte in der Spitzenstunde maximal 65% Platzauslastung herrschen. Ansonsten ist zu erwarten, dass man in den stärksten 20 Minuten auf über 100% kommt.

65% von 1200 Seilbahnplätzen pro Stunde macht ca. 800 Plätze. Das entspricht schon ziemlich genau der Fahrgastprognose. Wenn dann noch zusätzliche Fahrgäste nicht mehr den Bus nehmen sollten, sondern DB+Seilbahn (was durchaus nicht unwahrscheinlich ist), wäre man schnell in der Überlastung.

Re: [BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.05.17 12:47

Jedenfalls zeigt die Verkehrsprognose sehr schön den erheblichen Nutzen der Querverbindung. Insbesondere auch für die S13 wäre das Gold wert, da diese sonst rechtsrheinisch ja ziemlich in der Luft hängen würde.

Gleichzeitig könnte man sich den sehr aufwändigen (und m.E. auch sehr zweifelhaften) Bau von Stadtbahnverbindungskurven zur Südbrücke sowie die Stadtbahnstation Rheinaue rechtsrheinisch sparen, da die dadurch gewünschten Verkehrsbeziehungen (i.W. Bad Godesberg - Beuel-Süd) mit der Seilbahn ebenfalls sehr gut abgedeckt wären.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.17 12:49.

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Michael89

Datum: 23.05.17 13:29

Hallo,

werden die Verbindungskurve an der Südbrücke und eine Stadtbahnstation "Rheinaue rechtsrheinisch" zur Zeit wirklich ernsthaft diskutiert? Ist dann irgendwie an mir vorbeigegangen. Die Frage wäre ja auch ob die genannte Stadtbahnstation wirklich die gewünschte Erschließung hin zur rechten Rheinstrecke bringt und wie man sich das vom Fahrzeugeinsatz her vorstellt (Kurzpendel Stadthalle-Ramersdorf?).

Gruß Michael

Re: [BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 23.05.17 13:38

Hauptmann Mumm schrieb:

Val schrieb:
Im übrigen wird die Bahn ja mit Kapazitätsreserve geplant, die vorgeschlagene Maximalleistung von 1200/Stunde liegt ein ganzes Stück über der höchsten prognostizierten Nachfragespitze.

Mit den vorliegenden Zahlen sieht mir das jetzt erst recht knapp aus.

Nach gängiger VDV-Fausformel sollte in der Spitzenstunde maximal 65% Platzauslastung herrschen. Ansonsten ist zu erwarten, dass man in den stärksten 20 Minuten auf über 100% kommt.

65% von 1200 Seilbahnplätzen pro Stunde macht ca. 800 Plätze. Das entspricht schon ziemlich genau der Fahrgastprognose. Wenn dann noch zusätzliche Fahrgäste nicht mehr den Bus nehmen sollten, sondern DB+Seilbahn (was durchaus nicht unwahrscheinlich ist), wäre man schnell in der Überlastung.
Die Fachleute, die die Verkehrsprognose erstellt haben, machen dies jeden Tag und werden daher ganz genau wissen, was sie da mit welchen Prämissen prognostiziert haben. Du unterstellst ihnen mit deinen Ausführungen hier also indirekt, dass sie ihre Job nicht korrekt machen würden. Stattdessen stellst du eine rein persönliche Vermutung zu Ungunsten der Seilbahn auf, die du weder anhand der Daten nachweisen bzw. begründen kannst. Sorry, aber das hat keine Substanz. Ist es nicht eher der verbissene Versuch, noch irgendwie Scheinprobleme gegen ein Projekt zu kreieren, nur um mit aller Kraft noch ein Gegenargument zu haben, dass sich bei näherer Betrachtung jedoch als unhaltbar erweist? Sei bitte ehrlich zu dir selbst.

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Val

Datum: 23.05.17 14:44

Michael89 schrieb:
werden die Verbindungskurve an der Südbrücke und eine Stadtbahnstation "Rheinaue rechtsrheinisch" zur Zeit wirklich ernsthaft diskutiert? Ist dann irgendwie an mir vorbeigegangen. Die Frage wäre ja auch ob die genannte Stadtbahnstation wirklich die gewünschte Erschließung hin zur rechten Rheinstrecke bringt und wie man sich das vom Fahrzeugeinsatz her vorstellt (Kurzpendel Stadthalle-Ramersdorf?).

Die Pläne stehen meines Wissens in den entsprechenden Bedarfs-/Entwicklungsplänen, aber auf den hinteren Positionen, zusammen mit der Stadtbahnverlängerung nach Mehlem zum Beispiel. So etwas wie mögliche Linienführungen sind da noch überhaupt nicht berücksichtigt. Da tut sich ja sowieso fast nichts, allein schon der ohne Infrastrukturmaßnahmen machbare Asttausch der heutigen Stadtbahnlinien ist ja seit mittlerweile 15 Jahren "in der Diskussion", ohne dass da irgendetwas jemals konkret geworden wäre.

Gruß,

Val

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.05.17 15:16

Michael89 schrieb:
werden die Verbindungskurve an der Südbrücke und eine Stadtbahnstation "Rheinaue rechtsrheinisch" zur Zeit wirklich ernsthaft diskutiert? Ist dann irgendwie an mir vorbeigegangen. Die Frage wäre ja auch ob die genannte Stadtbahnstation wirklich die gewünschte Erschließung hin zur rechten Rheinstrecke bringt und wie man sich das vom Fahrzeugeinsatz her vorstellt (Kurzpendel Stadthalle-Ramersdorf?).

Die Stadtbahnstation würde der besseren Anbindung Bonner Bogen/Telekom an die 66 dienen, nicht der Verknüpfung mit der rechten Rheinstrecke.
Linienführung wäre laut VEP Bonn ein Abzweig von der 62, also aus Beuel kommend unter Umgehung von Ramersdorf über die Brücke und dann abbiegend nach Bad Godesberg. D.h. alle Stationen müssten auch einen Niederflurbereich bekommen. Auch deshalb halte ich das für suboptimal.

Re: [BN] Auslastung Venusberg-Seilbahn

geschrieben von: Hauptmann Mumm

Datum: 23.05.17 15:18

Fernreisender schrieb:
IIst es nicht eher der verbissene Versuch, noch irgendwie Scheinprobleme gegen ein Projekt zu kreieren, nur um mit aller Kraft noch ein Gegenargument zu haben, dass sich bei näherer Betrachtung jedoch als unhaltbar erweist?
Nein.

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Michael89

Datum: 23.05.17 15:58

Hallo,

Hauptmann Mumm schrieb:
Auch deshalb halte ich das für suboptimal.
der Einschätzung kann ich mich dann nur anschließen. Zwar finde ich als Bad Godesberger die genannte Verkehrsbeziehung nach Beuel (alles südlich der Kennedybrücke) zur Zeit im ÖPNV sehr schwierig bis unmöglich und diese Situation würde mit der genannten Linie mit Sicherheit verbessert, aber ich denke auch die Tendenz sollte eher in Richtung Vermeidung von (weiteren) HF/NF-Mischabschnitten gehen.
Die vielleicht bessere Variante wäre hier dann schon die 62 bis Beuel Bf einzukürzen und die Reststrecke dann als Verlängerung der ebenfalls in Überlegung befindlichen Linie aus Niederkassel zu betreiben (insofern diese als HF-Linie käme). Also quasi (Köln-) Godorf - Niederkassel - Beuel Bf - Ramersdorf - Stadthalle (ggf. alternierend nach Oberkassel). Hätte zudem den Charme dass man sich damit dem letzten echten Mischabschnitt im Bonner Netz entledigen würde und die K5000 der SWB damit stadtintern endlich frei einsetzbar wären. Aber die Linie nach Niederkassel sehe ich auch noch nicht so wirklich Realität werden.

Gruß Michael

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Gernot

Datum: 23.05.17 17:20

Michael89 schrieb:
Aber die Linie nach Niederkassel sehe ich auch noch nicht so wirklich Realität werden.


Was wird denn in Bonn überhaupt Realität: Hardtbergbahn? Verlängerung nach Mehlem? Dottendorf - Hochkreuz? Rheinuferbahn rechtsrheinisch? Auerberg - Buschdorf? Einbindung der Kleinbahn Beuel - Großenbusch ins Stadtbahnnetz?
Alles Pläne, die teilweise schon seit Jahrzehnten diskutiert, aber aus irgendwelchen Gründen dann doch wieder hintenangestellt werden. Und jetzt kommt auch noch eine Seilbahn zum Venusberg dazu....
An die glaub ich auch erst wenn alle Masten stehen. Aber diskutiert mal schön weiter über Taktfrequenzen und zusätzliche Kabinen :-)

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Val

Datum: 24.05.17 06:14

Gernot schrieb:

Was wird denn in Bonn überhaupt Realität: Hardtbergbahn? Verlängerung nach Mehlem? Dottendorf - Hochkreuz? Rheinuferbahn rechtsrheinisch? Auerberg - Buschdorf? Einbindung der Kleinbahn Beuel - Großenbusch ins Stadtbahnnetz?
Alles Pläne, die teilweise schon seit Jahrzehnten diskutiert, aber aus irgendwelchen Gründen dann doch wieder hintenangestellt werden. Und jetzt kommt auch noch eine Seilbahn zum Venusberg dazu....
An die glaub ich auch erst wenn alle Masten stehen. Aber diskutiert mal schön weiter über Taktfrequenzen und zusätzliche Kabinen :-)

Das ist ja einer der Gründe, warum die Seilbahn überhaupt diskutiert wird: Die im Vergleich zu Schienenprojekten geringen Kosten und die kurze Bauzeit - und damit verbunden die verhältnismäßig hohen Chancen auf eine kurz- bis mittelfristige Realisierung.

Gruß,

Val

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Michael89

Datum: 24.05.17 10:21

Hallo Gernot,

der DB-Haltepunkt UN-Campus wird ja nun tatsächlich gebaut, ist allerdings auch nicht städtisch finanziert.
Von den von dir genannten Projekten werden ja zur Zeit allenfalls die rechtsrheinische Strecke über Niederkassel und die Verlängerung der 61 ernsthaft diskutiert. Der Rest war allerdings zugegben in den letzten Jahr(zehnt)en immer mal wieder mehr oder weniger ernsthaft in der Diskussion. Das Problem hier ist ja dass sich bei jedem Projekt bereits in der Diskussionsphase schon mindestens 2 Bürgerinitiativen gründen die das Projekt für unnötig halten und es kategorisch ablehnen, das ist aus meiner Sicht im Moment ein echtes Problem der politischen Kultur deren Lösung sich die Stadtverwaltung irgendwie stellen muss.

Gruß Michael

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Tramwayman

Datum: 24.05.17 14:21

Mit 1S-Bahn Man braucht dreifach oder vierfach mehr Rohrstützen. Was sehr hässlich ist.

10-er Kabinen sind total unbequem, klein. Rollstulfahrer kaum geht rein und blokiert 4 sitze gleich, auch mit Fahrrad genauso.

1S-Bahn ist sehr eingeschänkt in windiges wetter.



3S Bahn ist das einzige Seilbahn Typ was in Stadt als rein Vehrkehrsmittel installiert sollte.

Weniger Stützen.

Hoch über Hausern.

35-er Kabinen sind sehr bequem, bieten viel Platz für mehrere Fahrreder und Rollstulhfahrer.

Super windstabilität bis zum 100 km/h. Also Seilbahn wird nie eingestellt wegen Wind.

Man braucht weniger Kabinenanzahl was auch viel schon ist Optisch als anstatt dreifach mehr kleine Girlanden im Luft.

Habt ihr nie gesehen wie sieht den 1S Bahn aus mit viele Kabinen? Es ist wiederhässlich.

Stadt ist kein Skigebiet.

Bonn hat für diese Horror 1S Bahn entschieden weil es einfach billiger zu Bauen ist.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: cinéma

Datum: 24.05.17 14:43

Hauptmann Mumm schrieb:

Dann wärst Du an die technischen Restriktionen einer Pendelbahn gebunden, was Richtungsänderungen und Zwischenstationen verkompliziert bzw. unmöglich macht.

Eine Pendelbahn mit separaten Antrieben pro Zugseil sollte auch Zwischenstationen ermöglichen.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Tramwayman

Datum: 24.05.17 19:32

cinéma schrieb:

Hauptmann Mumm schrieb:

Dann wärst Du an die technischen Restriktionen einer Pendelbahn gebunden, was Richtungsänderungen und Zwischenstationen verkompliziert bzw. unmöglich macht.

Eine Pendelbahn mit separaten Antrieben pro Zugseil sollte auch Zwischenstationen ermöglichen.

Ja das heißt Funifor un baut Doppelmayr.

Aber Pendelbahn mit Mittelstation wo beide Cabinen zusammen einfahren, langsam durchfahren und dann weiter fahren so was gab schon in Georgien, Tsnori - Sighnaghi Pendelbahn war 4500 meter lang und im 1981 gebaut, hat Mittelstation wo die Cabinen einfach langsam durchfurten.
Und auch in Georgien gab es zweite Pendelbahn genau so mit Mittelstation, zwischen Tkibuli und Neun Kreuzen Berg im 1986 gebaut.

Aber dass ist möglich mit zwei Cabinen Pendelbahnen nur wenn Mittelstation genau im mittel steht und dass ist sehr schwer so zu schaffen. Das Man die Station genau in der Mitte braucht.


Deswegen wenn Mann baut Urbane Seilbahnen heutzutage baut Man Umlaufbahnen weil die haben viel großere Kapazität. Wendemöglichkeiten und alle mögliche Station posizionierung.

Pendelbahn ist eingeschängt und braucht großere Wartezeiten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.05.17 19:35.

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: citta dei sassi

Datum: 24.05.17 20:40

Servus

Ich geb jetzt hier als hauptberuflicher Seilbahner auch mal meinen Senf dazu. (Auf Foto Nr 31 ist mein ganzer Arbeitsplatz abgelichtet. [www.drehscheibe-online.de] ) Ich hab mir mal den Beitrag von Tramwayman rausgenommen weil hier viele Aspekte angesprochen werden die immer wieder auftauchen.

Tramwayman schrieb:
Mit 1S-Bahn Man braucht dreifach oder vierfach mehr Rohrstützen. Was sehr hässlich ist.
Stimmt so nicht. Ist eine Frage der Spurweite und des Geländes. Und werden das Rohrstützen? Muß nicht zwingend sein, da ist viel vom Desing her möglich.
Tramwayman schrieb:
10-er Kabinen sind total unbequem, klein. Rollstulfahrer kaum geht rein und blokiert 4 sitze gleich, auch mit Fahrrad genauso.
1S-Bahn ist sehr eingeschänkt in windiges wetter.
Ist teilweise Richtig. Ein Fahrrad oder ein Rollstuhl nimmt aber immer Patz weg. Vorteil hier ist der wirkliche eben Einstieg vom Bahnsteig her. Die Türweite ist ca. 1 Meter und pro Sitzplatz werden 45cm Sitzfläche eingebaut. Zum Wind später.
Tramwayman schrieb:
3S Bahn ist das einzige Seilbahn Typ was in Stadt als rein Vehrkehrsmittel installiert sollte.
Weniger Stützen.
Hoch über Hausern.
35-er Kabinen sind sehr bequem, bieten viel Platz für mehrere Fahrreder und Rollstulhfahrer.
Super windstabilität bis zum 100 km/h. Also Seilbahn wird nie eingestellt wegen Wind.
3S-Bahn in hoher Ausführung über Häusern ist dann wieder so eine Sache wegen dem Wind. Je weiter oben desto windiger wird es. Wird gerne vergessen. Und aus der Windanfälligkeit und dem Abstand der Stützen rechnet sich die Spurweite. Die Seile werden ordentlich vom Wind auf die Seite gedrückt.
Tramwayman schrieb:
Man braucht weniger Kabinenanzahl was auch viel schon ist Optisch als anstatt dreifach mehr kleine Girlanden im Luft.
Habt ihr nie gesehen wie sieht den 1S Bahn aus mit viele Kabinen? Es ist wiederhässlich.
Auch hier ist wieder viel möglich. Da gibts wirklich schicke Kabinen, dürft ihr hier mal mal schauen:
[www.google.it]
Tramwayman schrieb:
Stadt ist kein Skigebiet.
Stimmt.
Tramwayman schrieb:
Bonn hat für diese Horror 1S Bahn entschieden weil es einfach billiger zu Bauen ist.
Muß nicht zwingend sein.

Hier einige Beispiele von städtischen Seilbahnen:

[de.wikipedia.org]) London
[www.spiegel.de] La Paz
[www.bolzano-bozen.it] Bozen
[de.wikipedia.org]) Caracas
[de.wikipedia.org] Perugia, kuppelbare Standseilbahn.

Zur maximalen Förderleistung sei gesagt das das sich das Limit bei Kabinen mit 10 Personen bei 3400 pro stund pro Richtung liegt.

Schöne Grüsse.

Ich hab die Räder bei meinen Bahnen oben über dem Dach und dann gondel ich da so auf meinen Seilen durch die Landschaft....

Re: Stadtbahnprojekte an der Südbrücke

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 25.05.17 01:16

Wenn man eine 3S-Umlaufbahn für ca. 20 Personen mit relativ geringem Bodenabstand für die Stationen kombinieren könnte, wäre das natürlich optimal.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: cinéma

Datum: 25.05.17 05:50

Tramwayman schrieb:

cinéma schrieb:

Hauptmann Mumm schrieb:

Dann wärst Du an die technischen Restriktionen einer Pendelbahn gebunden, was Richtungsänderungen und Zwischenstationen verkompliziert bzw. unmöglich macht.

Eine Pendelbahn mit separaten Antrieben pro Zugseil sollte auch Zwischenstationen ermöglichen.

Ja das heißt Funifor un baut Doppelmayr.

Solch ein Funifor wird, soweit ich das gelesen habe, meist in zweifacher Ausführung nebeneinander gebaut. Wenn man so vorgehen würde, müssten doch auch Zwischenstationen möglich sein, die nicht in der Mitte liegen und die unabhängig voneinander angefahren werden könnten, habe ich das richtig verstanden, oder irgendetwas nicht bedacht?

Beispiel für solch eine Bahn mit autonomen Kabinen, jedoch ohne Zwischenstationen: [de.wikipedia.org]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.05.17 07:01.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Tramwayman

Datum: 25.05.17 19:48

cinéma schrieb:
Solch ein Funifor wird, soweit ich das gelesen habe, meist in zweifacher Ausführung nebeneinander gebaut. Wenn man so vorgehen würde, müssten doch auch Zwischenstationen möglich sein, die nicht in der Mitte liegen und die unabhängig voneinander angefahren werden könnten, habe ich das richtig verstanden, oder irgendetwas nicht bedacht?

Beispiel für solch eine Bahn mit autonomen Kabinen, jedoch ohne Zwischenstationen: [de.wikipedia.org]

Mit Funifor beide Kabinen sind unabhängig und ja Zwischenstationen sind moöglich aber Funifor kann mann nicht als Urbane Seilbahn nutzen.

Für Urbane Seilbahn solte nur 1S oder 3S Umlaubahnen gebaut werden, oder Funitel, aber ist sehr teuer und verbraucht viel Strom.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: cinéma

Datum: 26.05.17 03:21

Tramwayman schrieb:

cinéma schrieb:
Solch ein Funifor wird, soweit ich das gelesen habe, meist in zweifacher Ausführung nebeneinander gebaut. Wenn man so vorgehen würde, müssten doch auch Zwischenstationen möglich sein, die nicht in der Mitte liegen und die unabhängig voneinander angefahren werden könnten, habe ich das richtig verstanden, oder irgendetwas nicht bedacht?

Beispiel für solch eine Bahn mit autonomen Kabinen, jedoch ohne Zwischenstationen: [de.wikipedia.org]

Mit Funifor beide Kabinen sind unabhängig und ja Zwischenstationen sind moöglich aber Funifor kann mann nicht als Urbane Seilbahn nutzen.

Warum nicht, wenn man fragen darf?


Tramwayman schrieb:
Für Urbane Seilbahn solte nur 1S oder 3S Umlaubahnen gebaut werden, oder Funitel, aber ist sehr teuer und verbraucht viel Strom.

Die Kölner Seilbahn ist eine 2S-Bahn und verrichtet mitten in der Stadt zuverlässig ihren Dienst, was spricht also generell gegen 2S?


P.S.: Wenn es eine Umlaufbahn sein müsste, wäre ich allerdings auch eher für das Koblenzer Konzept mit der 3S-Bahn, die Förderleistung überzeugt dort. Mich wundert, dass man in Bonn nicht zur Nachbarstadt Koblenz schaut, bei den Planungen!

Seilsysteme

geschrieben von: Val

Datum: 26.05.17 09:29

cinéma schrieb:
P.S.: Wenn es eine Umlaufbahn sein müsste, wäre ich allerdings auch eher für das Koblenzer Konzept mit der 3S-Bahn, die Förderleistung überzeugt dort. Mich wundert, dass man in Bonn nicht zur Nachbarstadt Koblenz schaut, bei den Planungen!

Weil eine 3S-Bahn für die Bonner Linie überdimensioniert wäre? Die Systemfrage war ja genau eine der Fragestellungen der Machbarkeitsstudie und der Gutachter plädiert klar für eine 1S-Bahn. Diese hat geringere Baukosten, benötigt eine schmalere Trasse und tangiert damit weniger Privatgrundstücke und bietet ausreichende Kapazität (mit Reserve) für die prognostizierten Fahrgastzahlen.

Zur Erinnerung: Die Bahn soll schnell realisiert werden, um akute Verkehrsprobleme zu lösen. Und wirtschaftlich sein.

Gruß,

Val

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 26.05.17 22:04

Tramwayman schrieb:
Mit Funifor beide Kabinen sind unabhängig und ja Zwischenstationen sind moöglich aber Funifor kann mann nicht als Urbane Seilbahn nutzen.
Dir scheint offenbar nicht klar zu sein, dass eine Pendelbahn (bei Doppemmayr-Garaventa "Funifor" genannt) für einen Einsatz wie hier in Bonn eine deutlich zu geringe Beförderungskapazität hat und auch die Stationen nicht unerheblich größer ausfallen müssen als bei einer 1S-Bahn. Auch sinkt bei einer Pendelbahn die Beförderungskapazität, je länger die Strecke wird. Deshalb wäre es für Bonn die völlig falsche Wahl, auch weil man hier ja im Endausbau drei Mittelstationen hätte, was mit nur einer Pendelkabine pro Richtung nur einen Bruchteil der Beförderungskapazität der 1S-Lösung ergeben würde - und obendrein auch noch lange Wartezeiten, denn ein Umlauf würde entsprechend lange dauern. Also was willst du hier bitte mit einer Pendelbahn?

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 26.05.17 22:17

cinéma schrieb:
Solch ein Funifor wird, soweit ich das gelesen habe, meist in zweifacher Ausführung nebeneinander gebaut. Wenn man so vorgehen würde, müssten doch auch Zwischenstationen möglich sein, die nicht in der Mitte liegen und die unabhängig voneinander angefahren werden könnten, habe ich das richtig verstanden, oder irgendetwas nicht bedacht?
Beispiel für solch eine Bahn mit autonomen Kabinen, jedoch ohne Zwischenstationen: [de.wikipedia.org]
Was Tramwayman wie gesagt nicht bedenkt ist, dass eine Pendelbahn für einen Einsatz in Köln eine deutlich zu geringere Beförderungskapazität als Totschlagsargument sowie noch einige andere Nachteile hätte. Zudem sind Pendelbahnen in der Regel nicht für Strecken mit Mittelstationen gemacht. Das Thema Pendelbahn und Bonn passt also in keinster Weise zusammen, also ist es pure Zeitverschwendung sich weiter darüber zu unterhalten.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 26.05.17 22:29

cinéma schrieb:
Die Kölner Seilbahn ist eine 2S-Bahn und verrichtet mitten in der Stadt zuverlässig ihren Dienst, was spricht also generell gegen 2S?
2S-Bahnen werden von Doppelmayr-Garaventa garnicht mehr und von Leitner nur noch auch Wunsch angeboten. Sie werden also so gut wie garnicht mehr gebaut, eben weil die 1S- und 3S-Lösungen für die Kunden das Passendere und Wirtschaftlichere sind. Die 2S kann also alles gut aber nicht so gut wie eine 1S oder 3S, deshalb wird Erstere wie gesagt so gut wie garnicht mehr gebaut.

cinéma schrieb:
P.S.: Wenn es eine Umlaufbahn sein müsste, wäre ich allerdings auch eher für das Koblenzer Konzept mit der 3S-Bahn, die Förderleistung überzeugt dort. Mich wundert, dass man in Bonn nicht zur Nachbarstadt Koblenz schaut, bei den Planungen!
In Koblenz brauchte man eine 3S-Bahn, um das lange Spannfeld rauf zur Festung Ehrenbreitstein zu schaffen, was man mit einer 1S-Lösung nicht gekonnt hätte. Hier lag es also v.a. an diesem Faktor. In Bonn ist es wieder anders, weil man hier eben nicht so lange stützenlose Bereiche hat. Hier ist in der Tat eine 1S-Lösung deshalb aus mehrerer Hinbsicht die bessere Lösung. Zwar hätte man hier auch eine 3S-Bahn bauen können, doch die wäre erstens teurer gekommen und zweitens bräuchte man deren große Förderleistung hier garnicht.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Tramwayman

Datum: 27.05.17 00:52

Fernreisender schrieb:

Tramwayman schrieb:
Mit Funifor beide Kabinen sind unabhängig und ja Zwischenstationen sind moöglich aber Funifor kann mann nicht als Urbane Seilbahn nutzen.
Dir scheint offenbar nicht klar zu sein, dass eine Pendelbahn (bei Doppemmayr-Garaventa "Funifor" genannt) für einen Einsatz wie hier in Bonn eine deutlich zu geringe Beförderungskapazität hat und auch die Stationen nicht unerheblich größer ausfallen müssen als bei einer 1S-Bahn. Auch sinkt bei einer Pendelbahn die Beförderungskapazität, je länger die Strecke wird. Deshalb wäre es für Bonn die völlig falsche Wahl, auch weil man hier ja im Endausbau drei Mittelstationen hätte, was mit nur einer Pendelkabine pro Richtung nur einen Bruchteil der Beförderungskapazität der 1S-Lösung ergeben würde - und obendrein auch noch lange Wartezeiten, denn ein Umlauf würde entsprechend lange dauern. Also was willst du hier bitte mit einer Pendelbahn?

Hallo?
Ich habe doch geschrieben das Funifor kann Mann nicht als Urbane Seilbahn nutzen, ebenso Pendelbahn auch. Solltest besser lesen was ich geschrieben habe.

Mit Pendelbahnen Zwischenstation ist möglich aber wenn nur genau in der Mitte ist also Mittelstation. Aber wie ich oben geschrieben habe so was ist sehr schwer zu schaffen in Stadt und auch wenn mann so was schafft doch Kapazität sowieso klein ist. Nun wenn mann so riesen Pendelbahn baut wie in Vietnam mit 230 Menshen je Kabine so groß wie den ganzen Stadt Bonn hahah

Wir hatten in Georgien solche Pendelbahn in 1981 gebaut mit 25er Kabinen. 4500 meter Lang und Mittelstation genau in der Mitte. Verbindete diese Pendelbahn zwei Städte, Tsnori und Signaghi. Kabinen sind langsm durch Station zusammen gefahren so das Passagieren aus und einsteigen könnten.

Städische Seilbahn Beispiele brauche ich nicht weil Tiflis hat 7 Urbane Seilbahnen 1 kinder Seilbahn und 1 Funicular so lange her wenn keine Stadt noch Seilbahn hat.

Heutzutage haben wir 2 Seilbahnen ( Ein Leitner EUB aus 2012 und Pendelbahn aus 1966 im 2016 renoviert worde) un Funicular. Noch ein Pendelbahn wird jetzt renoviert und ein EUB bei Doppelmayr gebaut anstatt verunguckte Pendelbahn in 1990. Was interesant ist dass als Talstation wird Pendelbahn Statin benutzt und Doppelmayr hat riesen job gemacht um die histrische Station beschediglos mit EUB kombinieren. Sehr schweriges projekt weil auch jede menge Häuser stehen.

[www.google.com]



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.17 01:26.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Kiwi

Datum: 27.05.17 01:48

Ich empfehle den guten alten Einsitzer-Sessellift. Alle 5 Sek. ein Sessel und wenn die Fahrgäste sich zusammenkauern, fallen die Sessel kaum störend auf. Und man ist an der frischen Luft. Vor allem im Winter und wenn es schneit ein echter Kreislaufkick:-)

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Christoph L

Datum: 27.05.17 09:17

Wenn man ein Projekt verhindern möchte, ist es immer eine gute Strategie, Maximallösungen zu fordern. Bei einer Tagesnachfrage von maximal 6000 Fahrgästen eine 3S-Bahn zu fordern, die das in anderhalb Stunden bewältigt, kann ich mir nur so erklären. Warum kann man nicht einfach mal die Ergebnisse aus dem Gutachten akzeptieren, und eine Lösung mit Augenmaß bauen lassen? Abgesehen von der Größe der einzelnen Fahrzeuge hat die 3S-Bahn an dieser Stelle keine Vorteile gegenüber einer Einseilumlaufbahn, kostet aber ein vielfaches in Bau und Instandhaltung.

In Luxemburg wird derzeit ein neuer Eisenbahnhaltepunkt "Arrét Kirchberg/Pfaffenthal" mit Anschluss an den Arbeitsplatzschwerpunkt auf dem Kirchberg gebaut. Die Verbindung zum Kirchberg erfolgt über eine Standseilbahn. Man hat sich für zwei parallele Doppel-Standseilbahnen mit insgesamt vier Wagen für je 140 Personen entschieden, um Wartezeiten definitiv auszuschließen. Mal sehen, ob diese Mega-Anlage mit einer Kapazität von 7200 Personen pro Stunde wirklich ausgelastet ist...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.17 21:27.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Lz

Datum: 15.06.17 09:10

Der Bonner GA, berichtet über die Positionierung einiger großer Unternehmen zur Seilbahn. Neben der Uniklinik ist die Telekom nun ein weiterer gewichtiger Fürsprecher.
Mal sehen wie weit diese Unterstützung geht.

[www.general-anzeiger-bonn.de]

Gruß, und einen schönen Feiertag.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Tramwayman

Datum: 15.06.17 14:15

Also in EU alles dauert ewig.

Seilbahn baut Man sehr schnell aber 3 JAHRE?

So viel Bürocratie.

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Lz

Datum: 17.06.17 07:52

Guten Morgen,
anbei der nächste GA Artikel zur Seilbahn.
Er ist zum einen eine Terminankündigung zur nächsten Bürgerversammlung am Do, 22.6.2017, als auch ein Bericht über eine Stellungnahme von diversen Umwelt- und Verkehrsinitativen und einer Bürgerinitivative, die sich für die Seilbahn aussprechen:

[www.general-anzeiger-bonn.de]

Gruß

Re: [BN] Venusberg-Seilbahn nimmt Formen an

geschrieben von: Michael89

Datum: 24.06.17 14:10

Hallo,

die Bürgerversammlung hat stattgefunden, es muss wohl (nicht nur wegen des Wetters) heiß her gegangen sein:

[www.general-anzeiger-bonn.de]

Gruß Michael