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? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 16.05.17 22:50

Hallo,

wo wurde dieses Modell (ab 1975 in Jena verwendet) sonst noch eingesetzt? Wo ich hinkam, gab es meist Lochentwerter. Gab es vor der Wende irgendwo auch elektrische Entwerter? Ganz dunkle Erinnerung: ich habe welche gesehen (Erfurt?), kann mich aber auch täuschen. Lang ist's her...

Bild ist gerade auf Wikimedia hochgeladen, 2003 in einem der Fahrschulbeiwagen gemacht.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d9/Druckentwerter_Tram_Jena_ab_1975_12Juli2003.jpg/640px-Druckentwerter_Tram_Jena_ab_1975_12Juli2003.jpg

Gruß Thomas

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: KTNF6Heizer

Datum: 16.05.17 23:49

Elektrische Entwerter gab es vor der Wende in Halle/S.

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: H0-Großzug

Datum: 17.05.17 00:39

Hi,
diesen Typ gab es auch in Magdeburg. Sowohl in der Straßenbahn als auch im (Stadt-)Omnibus. Ursprünglich mit einem Stempeleinsatz versehen, wurde diese bald durch eine Lochmustermatrize ( ich glaube 5x4 Löcher) ersetzt. Sie wurden bei uns erst nach der Wende durch die Klüssendorfentwerter ersetzt, die erneut umgebaut heute noch verbaut sind.

Michael

Re: zu el. Entwertern

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 17.05.17 06:55

Guten Tag,

Thomas Wedekind schrieb:
Hallo,

wo wurde dieses Modell (ab 1975 in Jena verwendet) sonst noch eingesetzt?

Das kenne ich sonst nicht, scheint mir eher ein Exot zu sein.

Thomas Wedekind schrieb:
Wo ich hinkam, gab es meist Lochentwerter.

Zum Vorne-Drauf-Drücken, z.B. Leipzig, Dresden, Erfurt, meines Wissens jeweils der selbe Typ. Habe ich später auch in Ostrava (CZ) gesehen.

Thomas Wedekind schrieb:
Gab es vor der Wende irgendwo auch elektrische Entwerter?

Karl-Marx-Stadt ab 1977 (?), in Bus und Bahn, Fahrschein waagerecht von vorn einzuschieben. Lediglich bei der Schmalspurbahn manuell (Druck von oben), weil die keine Kleinspannungsanlage hatte. Diese Entwerter waren furchtbar laut und ziemlich unzuverlässig.
Später gab es eine zweite Bauart, vor allem im Bus, kleiner und leiser, der Fahrschein mußte da von oben eingeschoben werden.
Ab Mitte der 1980er tauchten nach meiner Erinnerung aber auch einige simple Lochentwerter auf.

Die älteren elektrischen Entwerter wurden in gleicher Art z.B. bei den Mensen der TU Dresden für das Abstempeln der Essenmarken genutzt (jeweils am Tag vorher, genaues Datum stand drauf, es gab immer zwei, einen mit roter und einen mit grüner Tinte, damit hatte man sich auf ein bestimmtes Essen am nächsten Tag festgelegt)

Grüße,
Jan B.

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 17.05.17 07:31

Brandenburg hatte auch druckende Entwerter, müssten die gleichen gewesen sein. Dort war das wegen Umsteigeberechtigung nötig, auch wenn die explizite Auflage galt, dass zur Wahrung der Umsteigeberechtigung im Triebwagen zu entwerten war. Anscheinend hat man nur dort die Einstellungen zuverlässig gepflegt.

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: Schaffner_40

Datum: 17.05.17 10:48

Thomas Wedekind schrieb:
... Gab es vor der Wende irgendwo auch elektrische Entwerter? Ganz dunkle Erinnerung: ich habe welche gesehen (Erfurt?), kann mich aber auch täuschen. Lang ist's her...
In Halle (Saale) kamen ab 22.03.1980 elektrische Entwerter zum Einsatz. Wegen ihrer hohen Störanfälligkeit war ihnen nur ein kurzes Leben beschieden. Wegen der allgegenwärtigen Materialknappheit handelte sich um recht primitive, mit der "heißen Nadel gestrickte" Geräte. Die nur ungenügend gelöste Aufbringung der Stempelfarbe und nicht selten durchbrennende Spulen sorgten für viel Frust unter den Fahrgästen. Das dünne Fahrscheinpapier machte die Auslösung des Entwertungsvorganges oft zur Glücksache. Mit der Einführung neuer Beförderungsbestimmungen zum 01.06.1982 verschwanden diese Fehlkonstruktionen bereits wieder, sie wurden durch Lochentwerter ersetzt. Diese hielten sich bis zum 31.01.1991 und wurden durch die heute noch verwendeten Klüssendorf-Entwerter abgelöst.

Im Historischen Betriebshof Seebener Straße sind der Elektro- und der Lochentwerter im Original zu sehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.17 10:50.

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: bolusch

Datum: 17.05.17 12:14

Die elektrischen Entwerter in Halle waren eine Entwicklung des Gründers des heute noch existierenden, seit 2015 zur Kiefer Schweisstechnik GmbH gehörenden Unternehmens SSST Schienen-, Schleif- und Schweißtechnik GmbH, Rochlitzer Straße 33, 04649 Bad Lausick.
In dem braun-gelben Kunststoffgehäuse befanden sich im wesentlichen ein Paginierstempel, betätigt durch eine dem Trabant-Ersatzteil(mangel) entnommenen Starterspule. Theoretisch wurde der Paginierstempel mit jeder Entwertung um eine Zahl weitergeschaltet, was aber nicht immer funktionierte. Eine Schwachstelle war der als Auslöser funktionierende Mikroschalter. Das Papier der Fahrkarten war nicht nur zu dünn, sondern auch noch stark hygroskopisch, so dass mit einem feuchten, dann lappenähnlichen Fahrschein keine Auslösung erfolgte. Die in einem (Tatra)Wagen befindlichen 3 Entwerter (9 pro Großzug) hatten jeder eine andere Stempeleinstellung, so dass eine Zeit- oder Linienzuordnung nicht möglich war.
Bei den Nachfolgern, den handbetätigten Lochentwertern, war dies durch Umstecken der Schneidestifte zwar in begrenztem Unfang möglich, wurde aber wegen der zeitaufwändigen Umsteckprozedur kaum genutzt. Die Schneidestifte wurden später noch durch Nadeln ersetzt, um der Verunreinigung des Wagens mit dem Lochkonfetti entgegenzuwirken.
Mit Verlassen des fast 50 Jahre geltenden 15-Pfennig-Basistarifs kamen dann bei der HAVAG als erste Entwerter-Nachfolger je 500 Entwerter von Elgewa und Klüssendorf auf Straßenbahn und Bussen zum Einsatz.

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: Gürtler Andreas

Datum: 17.05.17 14:26

Zu den Magdeburger Entwertern mal noch einige Ergänzungen.
Zum 13. Juni 1976 wurde das Zahlboxsystem gegen das Entwertersystem „Jena“ bei den MVB eingeführt. Dazu wurden am Sonnabend dem 12.06.76 der erste Teil von Fahrzeugen umgebaut und am folgenden Tag ins Rennen geschickt. Die am Sonnabend mit Zahlboxen eingesetzten Fahrzeuge waren dann am Sonntag mit dem Umbau dran.
Dabei kam ein System mittels Zahlenrad und Farbbändern, ähnlich einer Schreibmaschine zum Einsatz. Das Zahlenrad war in sechs einzeln einstellbare Zahlenreihen von 0 – 9 unterteilt. Dieses ergab z.B. den Aufdruck 022036 auf dem Fahrschein. Dabei war die erste Zahl immer der aktuelle Tag aber nur die letzte Stelle, hier also der 10.,20. oder 30 des Monat. Danach folgte die Linie, hier die 22 und dann der Kurs/Zugnummer, als 03. Die letzte Zahl war die Variante 6, dieses war eine festgelegte Überprüfungsmöglichkeit für die Kontrolleure. Für den laufenden Tag gab es eine neue Variante welche mit Betriebsbeginn startete und dann im ca. 4- 5 Stundenrhythmus um jeweils zwei weitere geändert wurde. Also wenn mit der Variante 6 der Tag begann, wurde um 8:00 auf die 8, gegen Mittag auf 0, um 18:00 auf 2 und dann nochmals auf 4 geändert. Typische Frage bei der Ablösung zur Umstellzeit war damals immer: Hasste schon umgestellt?
Nach über 10 Jahren Einsatzzeit gab es immer wieder Probleme Tinte für die Farbbänder und Farbbänder an sich zu organisieren. Auch waren die Aufdrucke im Winter oft nicht lesbar. Es musste also Ersatz geschaffen werden und da wurden die vorhandenen Gehäuse weiterverwendet. Das Innenleben wurde umgebaut, teilweise in Fremdleistung und die Lehrwerkstatt. Es kam eine Lochmaske mit 5 x 5 Löchern zum Einbau welche mit Stahlnägeln bestückt wurden.
Hierbei ergab sich folgendes Bild. Die obere Reihe war immer vollständig da diese für die Spaltenkennung war. Die Variantenkennung rutsche in die erste Reihe und nur 3 Felder senkrecht, was nun die Möglichkeit einschränkte den Zweiersprung zu machen. Gezählt wurden die drei Löcher mit 1,2 und 4 was eine Zahlenvariante bis 7 ergab und die Variantenumstellung um jeweils nur eine weitere Zahl beinhaltete.
Die erste Reihe waagerecht nach der Spaltenkennung war mit 4 Löchern und der Kennung 1,2,4 und 8 dem Tag zugeordnet, die nächste Reihe der Linie und die 3 waagerechte Reihe für die Zugkennung. Die letzte waagerechte Reihe war dem Bus vorbehalten und hatte keine Kennung sondern hier war ein vorgegebenes Muster für die einzelne Linie vorhanden war.
Die Maske war in die Stempelvorrichtung ein gehangen und nach dem ziehen am Hebel wurde eine Feder gespannt welche dann ausgelöst die Maske nach vorn schellen lies und durch die Nägel wurde das Muster in das Fahrscheinpapier gepiekt.
Wegen der in Magdeburg vorhanden Umsteigemöglichkeit mussten dafür dann auch der Druck der Fahrscheine geändert werden und die Rückseite wurde seitenverkehrt aufgedruckt.
Die ersten umgebauten Entwerter kamen im Herbst 1987 im Busbereich zum Einsatz und im Frühjahr/Sommer 1988 waren alle Entwerter umgebaut. Dieses System hielt dann nur ca. 4 Jahre, denn ab 1991/92 waren dann die elektrischen Entwerter von Klüssendorf im Einsatz. Diese wurde dann zur Einführung des neuen Fahrscheinformat 2010 umgebaut und erhielten ein neues Druckwerk und breitere Öffnungen für die Fahrscheine.

Re: ? zu den alten Jenaer Druckentwertern

geschrieben von: Thomas Wedekind

Datum: 17.05.17 19:20

Gürtler Andreas schrieb:
Das Zahlenrad war in sechs einzeln einstellbare Zahlenreihen von 0 – 9 unterteilt. Dieses ergab z.B. den Aufdruck 022036 auf dem Fahrschein. Dabei war die erste Zahl immer der aktuelle Tag aber nur die letzte Stelle, hier also der 10.,20. oder 30 des Monat. Danach folgte die Linie, hier die 22 und dann der Kurs/Zugnummer, als 03. Die letzte Zahl war die Variante 6, dieses war eine festgelegte Überprüfungsmöglichkeit für die Kontrolleure. Für den laufenden Tag gab es eine neue Variante welche mit Betriebsbeginn startete und dann im ca. 4- 5 Stundenrhythmus um jeweils zwei weitere geändert wurde. Also wenn mit der Variante 6 der Tag begann, wurde um 8:00 auf die 8, gegen Mittag auf 0, um 18:00 auf 2 und dann nochmals auf 4 geändert.

Jena: zuerst die Tageszeit etwa nach der von dir geschilderten Methode, dann der Tag als laufender Tag des Jahres (1-365 oder 366), dann die Linie 2stellig (Standentwerter an der Haltestelle hatten 00). Drunter eine kleine Zahl quer, das war die Entwerter-Nr. (war wohl fest).

Zitat:
nach dem ziehen am Hebel wurde eine Feder gespannt welche dann ausgelöst die Maske nach vorn schellen lies

Ach ja, die Feder. Manche Zeitgenossen begriffen das nie, die knallten den Hebel mit voller Kraft zurück und dachten, sie bekämen so einen besseren Abdruck. Das ging aber fast lautlos, wenn man wollte. Hebel langsam ziehen, bis es "Plopp" machte.

Gruß Thomas

Bilder Karl-Marx-Stadt als Vergleich hier:

geschrieben von: zombie70

Datum: 17.05.17 19:29

Hier ein paar Bilder vom historischen Betriebshof Kappel. Diese alten elektrischen Druckentwerter gab es u.a. auch bei der Schöneicher Straßenbahn. In Berlin und vielen anderen Städten gab es ab den 70ern große Entwerter (Bild kann ich leider nicht beisteuern weil das Teil was ich noch hab noch in einer Umzugskiste liegt). Diese wurden dann im laufe der Mitte 80er gegen die einfachen Lochentwerter (analog K.-M.-Stadt) ausgetauscht. Waren wohl weniger Wartungsintensiv. Woanders (bspw. Strausberg und Woltersdorf gab es auch mechanische Entwerter mit einem schmalen Schlitz für die Schnipsel, später nach Einführung neuer "Einheitsfahrkarten" in den 80ern wurden die dann beim Entwerten nach meiner Erinnerung immer zusammengefaltet. Ist ein umfangreiches Thema, aber superspannend finde ich :)

Gruß, zombie.
a.jpg
b.jpg
c.jpg

http://fs5.directupload.net/images/160314/wr64ge43.jpg

Re: Bilder Karl-Marx-Stadt als Vergleich hier (Teil 2)

geschrieben von: zombie70

Datum: 17.05.17 19:32

Diesen hypermodernen Cad/Cam/Kim Entwerter kenn ich aber auch nur von dort, woanders ist er mir nicht aufgefallen :)

d.jpg
e.jpg
f.jpg

Potsdam

geschrieben von: 7904

Datum: 17.05.17 21:11

Schaffner_40 schrieb:
In Halle (Saale) kamen ab 22.03.1980 elektrische Entwerter zum Einsatz. Wegen ihrer hohen Störanfälligkeit war ihnen nur ein kurzes Leben beschieden. Wegen der allgegenwärtigen Materialknappheit handelte sich um recht primitive, mit der "heißen Nadel gestrickte" Geräte. Die nur ungenügend gelöste Aufbringung der Stempelfarbe und nicht selten durchbrennende Spulen sorgten für viel Frust unter den Fahrgästen.
...


Hallo,

dann dürfte es in Potsdam auch solche elektrischen Kästen gegeben haben. Irgendwie kann ich mich da an ein gerade im "Abrauchen" begriffenes Gerät in der Straßenbahn am damaligen Hauptbahnhof - so um 1980 - erinnern. Diese "Technik" war mir bis dahin unbekannt - in Dresden und Cottbus (dort wo man üblicherweise hinkam) gab es nur die Lochentwerter für die schmalen Streifen, wobei man auch gern einmal in Dresden "aus Versehen(!)" mit den preisgünstigeren Streifen aus Cottbus unterwegs war ... :-)


Viele Grüße vom
exElsterwerdaer

Matthias

Cottbus

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 17.05.17 22:16

Hallo!

Ja, in Cottbus gab es nach Ablösung der Zahlbox die Lochentwerter. Diese wurden erst zum Jahreswechsel 1991/92 aus dem Betrieb genommen. Jedoch musste Ende der 1980er Jahre das Modell wegen des neuen Fahrscheinformats umgebaut werden (oder wurden sie ausgetauscht?). Dieser Umbau (oder Austauschmodell?) war dann bis zum Schluß aktiv.

Hintergrund für den Umbau war die zum 1. Oktober 1989 geltende Regelung, dass man Einzelfahrscheine anderer Verkehrsbetriebe nutzen konnte. Man musste nur aufpassen, dass man tarifmäßig richtig entwertete.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: Bilder Karl-Marx-Stadt als Vergleich hier (Teil 2)

geschrieben von: Weiße Elster

Datum: 17.05.17 22:30

Das Modell „Elektromechanischer Druckentwerter 1977-1986“ wurde auch in Gera verwendet. Ist auch im kleinen Museum des GVB zu sehen. Ab wann und bis wann die in Gera im Einsatz waren weiß ich aber nicht genau. Beim Ausstellungsstück in Gera hat man den Kasten aus „Trabbi-Plaste“ etwas „veredelt“: der Pfeil und die Kante an der Öffnung zum Einführen des Fahrscheins sind rot markiert. Ob das aber an allen Entwertern so war weiß ich nicht mehr. Was ich aber noch weiß ist, dass die Funktion dieses Modells in ziemlicher Abhängigkeit von der Papierqualität der Fahrscheine stand. Die anfangs ausgegebenen (hellen) funktionierten noch ganz leidlich, zumindest wenn man sie in etwa im Ausgabezustand verwendet hat. ( längere „Lagerung“ in der Hosentasche führte schon zu Problemen). Aber dann kamen irgendwann – als das „helle“ Papier für irgendwelche höheren Aufgaben im Sozialismus benötigt wurde – die Tickets in grau. Und zwar in etwa dem grau, in dem es auch das Papier „für´n Allerwertesten“ gab. Und auch nur sehr wenig härter als dieses. Mit den Dingern den Entwerter zum Stempeln zu bewegen war dann schon „höhere Kunst“. Der gängigste Trick der ehrlichen Fahrgäste, die unbedingt den Entwerter zum Stempeln bringen wollten , war das Knicken des Fahrscheins in Längsrichtung. Damit war – aber auch nicht in jedem Falle – der „Schnipsel“ stabil genug um den Entwerter auszulösen. Die Fahrscheine in Gera sahen denen aus der Stadt mit den 3 „O“ auch sehr ähnlich. Lange ist´s her.

WE