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[K] Forderungen nach einer Vierglesigkeit zwischen Neumarkt und Deutz -

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 16.03.17 20:18

unter der Ordnungsnummer AN/0442/2017 im Ratsinformationssystem der Stadt Köln [ratsinformation.stadt-koeln.de] finden wir einen Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Porz, der u.a. lautet:

Optimal wäre die unterirdische Führung ab dem Bahnhof Deutz/Messe für die Linien 1 und 9 unter dem Rhein und für die Linie 7 über die bestehende Strecke.

Die derzeitige Führung der Stadtbahn über die Deutzer Brücke und den Neumarkt führt jedoch regelmäßig zu Verzögerungen. Der Takt ist so dicht, dass eine weitere Verdichtung oberirdisch nicht mehr möglich ist. Auch führt die schwierige und enge Verkehrssituation regelmäßig zu Unfällen, oftmals sogar mit Personenschäden.
Die unterirdische Führung zweier Linien und die oberirdische der dritten führen zu der erforderlichen Entflechtung, die es auf allen drei Linien gestattet, den Takt zu erhöhen. Dies ist besonders nötig an der Haltestelle Neumarkt, da die dortige Zahl der Umsteiger wesentlich zu den Verzögerungen und den beschränkten Taktfrequenzen beiträgt.
Zu beachten ist ergänzend, dass ein geordneter Stadtbahnverkehr sicherer und somit auch zum Schutz von Leib und Leben sinnvoll ist.


Da scheint man erkannt zu haben, dass

a.) die U-Bahn alleine keine Kapazitätserhöhung bringt

b.) eine viergleisige Strecke zwischen Deutz und dem Abzweig in den Mauritiussteinweg sinnvoll ist

Schön finde ich es, dass man sich von der Ideolgie der "Schienenfreien Innenstadt" verabschiedet und zwei Gleise an der Oberfläche lassen möchte

Mir selber und persönlich kommt diese Idee irgendwie keinesfalls unbekannt vor - am 22.01 hat mich die Tastatur inhaltsgleich gejuckt - man könnte da glatt meinen, die Genossen würden sich auch hier in diesem Marktplatz ihre Ideen holen ...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.17 20:19.

Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 16.03.17 21:26

Tach zusammen!

Ich habe es ja auch schon seit einiger Zeit geschrieben, ein alleiniges Herumfummeln, dann noch mit so einem Mini-Tünnelchen, an der bestehenden Strecke wird nie und nimmer den Verkehrsbedürfnissen, die bereits jetzt bestehen, gerecht.

Es muss in dem Bereich eine separate Strecke her, ich hätte zwar ähnlich Düsseldorfs zweistöckig 2x2 verbaut (inkl. verknoteter Röhren zwischen Heumarkt und Neumarkt, um Bahnsteiggleiche Wechsel am Neumarkt je Richtung zu bekommen, aber hinter dem Heumarkt direkt getrennt 2 Röhren für je 1 und 9 nordost sowie die 7 südostwärts zu bekommen.
Die Pkw-Rampen zum, und das eigentliche Parkhaus, am Heumarkt sollten genügend Platz bieten für einen entsprechenden komplett neuen Bahnhof (die Vorbereitung im jetzigen Bahnhof für eine U-Bahn ist meines Wissenstandes ja nur für einen Anschluss zur oberirdischen Rheinkreuzung auf der Brücke ausgelegt, nicht jedoch für eine unterirdische, also auch wieder Mist, weil dann sich alles auf der Brücke ballt).

So wie hier nun in diesem Antrag betrachtet geht es natürlich auch, dann ist eben eine Ebene unter der Erde (1 und 9) und die andere bleibt über der Erde. Allerdings würde ich das dann trotzdem irgendwie so verbauen (möglicherweise auf 2 Ebenen), dass die Ausfädelung der 9 Richtung Mauritius so erfolgen kann, dass man den Tunnel später immer noch weiter westwärts treiben kann. Der Antrag selbst spricht ja auch von einer Weiterführung bis hinter die Universitätsstraße, dass halte auch ich für das Beste.

Das ist genau die Richtung, denn auch die letzte Diskussionsrunde hier in dem anderen Thread hat mich nur weiter bestärkt, dass alle anderen Lösungen trotz gewaltiger Kosten weiterhin gewaltige Probleme (zwar jeweils unterschiedliche, aber eben immer noch Unübersehbare) mit sich bringen.

Meiner Ansicht nach (offen gesagt überraschenderweise) endlich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Bis denne,
Markus.

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 16.03.17 22:12

Endlich sagt es auch mal eine politische Fraktion - denn im anderen Thema sind wir bekanntlich ebenfalls zu diesem Schluss gekommen. Jetzt muss man nur endgültig die offenbar immer noch unterbewusst vorherrschende Position zerstören, dass eine unterirdische Strecke allein mit einer Kapazitätserhöhung gleichsetzen wäre und man die oberirdische Trasse stilllegen könne. Dagegen sprechen bekanntlich sowohl die Zugfolge, als auch die Einfädelungen der Zweige nach Porz und vor allem nach Sülz. Zudem gewinnt man oberirdisch durch die freigesetzte Fläche nichts.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: mannibreuckmann

Datum: 16.03.17 22:26

Damit könnte man die 9 von Sülz kommend über "Deutzer Bf oberirdisch" nach Mülheim Süd und Flittard führen. Eine Kuh mehr von Eis;-)

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 16.03.17 23:29

Ja, ich habe im anderen Thema vorgeschlagen, beide Projekte (Ost-West-Tunnel und rechtsrheinische Nord-Süd-Bahn) zu verknüpfen - allerdings bei Durchbindung der neuen Linie von Flittard/Mülheim über die Strecke der 7 weiter nach Süden (Poll/Porz), inklusive des Ausbaus des Abzweigs an der Deutzer Freiheit/Deutzer Brücke zum Gleisdreieck. Was den Bahnhof Deutz angeht: Als Platz für eine oberirdische Haltestelle mit anschließender Tunnelrampe würde ich vor allem die Fläche zwischen Gleis 1, Gleis 12 und Deutz-Mülheimer Straße in Betracht ziehen, solange der Fußgängertunnel zu den Gleisen nicht in die Quere kommt.

Ansonsten ist die Frage, ob eine Haltestelle Deutzer Freiheit für den Ost-West-Tunnel vorgesehen ist. Das muss zwar nicht sein, aber es wäre nicht schlecht.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Deutzer Freiheit für Ost-West

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 16.03.17 23:56

Plastikbomber schrieb:
Ansonsten ist die Frage, ob eine Haltestelle Deutzer Freiheit für den Ost-West-Tunnel vorgesehen ist. Das muss zwar nicht sein, aber es wäre nicht schlecht.


Hmm, also ehrlich gesagt kann ich mir das nicht vorstellen. Die müsste auch noch in den Untergrund verlegt werden, ansonsten kommt man nicht vernünftig unter den Rhein. Zudem hätte man dann beim Tunnelbohren schon wieder enge Kurven - gerade das sollte man doch eigentlich vermeiden. Besser wäre es, tatsächlich ab Deutz Bahnhof vielleicht mit nur kleinem Winkel (vielleicht unter der Urbanstraße) dann direkt den Heumarkt anzupeilen, ginge von dort in fast gerade Linie.

Bin zwar auch dort (Deutzer Freiheit) schon oft ausgestiegen (an der Haltestelle der 1 und 9, bei der 7 so gut wie nie), bin mir allerdings trotzdem nicht sicher ob der Bedeutung der Haltestelle. Würde nämlich ansonsten dazu tendieren (zumal die 7"oberirdisch" ja auf der anderen Seite hält und auch weiterhin halten würde), ausnahmsweise in dem Fall mal für die 1 und 9 die Haltestelle wegfallen zu lassen; in dem Fall sollte der Zweck (wesentlich einfacherer und gerader Tunnelbau, Entfall der Tieferlegung der Haltestelle, kürzere Fahrtzeit) in Relation zum angebundenen Bereich vielleicht die Mittel heiligen.

Bis denne,
Markus.

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Schwarz-Fahrer

Datum: 17.03.17 02:29

Na jetzt bin ich ja gespannt, was da beschlossen wird. Ich drück' die Daumen.
Wenn nun also Weiden und Frechen an eine Tunnelstrecke angeschlossen werden und die Strecke von Sülz oberirdisch bleibt, dann kann man ja mal darüber nachdenken, eine Linie von Zollstock über Mauritius, Neumarkt und Heumarkt über den Rhein zu führen.
Ich würde die Tunnelstrecke nicht über Deutzer Freiheit führen sondern direkt vom Heumarkt zum Bf Deutz.
Kommen wir zu den allseits beliebten Linien-Planspielen.

1 Weiden - Tunnel - Bensberg 5min
2 Frechen - Tunnel - Königsforst 5min
9 Sülz - Uni - Cäcilienstraße - Bf Deutz 10min
9E Uni - Cäcilienstraße - Bf Deutz 10min
10 Zollstock - Cäcilienstraße - Zündorf 10min
11 Chorweiler - Ringe - Ubierring 10min
11E Longerich - Ringe - Ubierring 10min
12 Merkenich - Ringe - Ubierring 10min

Man könnte den Ast Frechen ja auch über die Uni anbinden, wenn man die entsprechenden Weichenverbindungen schafft. Dann kann der Tunnel auch den Gürtel noch unterfahren.

1 Weiden - Tunnel - Bensberg 5min
2 Junkersdorf - Tunnel - Königsforst 5min
7 Frechen - Gleueler Straße/Gürtel - Uni - Cäcilienstraße - Bf Deutz 10min
9 Sülz - Uni - Cäcilienstraße - Bf Deutz 10min
10 Zollstock - Cäcilienstraße - Zündorf 10min
11 Chorweiler - Ringe - Ubierring 10min
11E Longerich - Ringe - Ubierring 10min
12 Merkenich - Ringe - Ubierring 10min

Die zusätzliche Stammstrecke schafft neue Möglichkeiten. Und längere Züge braucht man dann womöglich gar nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.03.17 14:47.

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 19.03.17 09:55

Mir persönlich wäre es am liebsten, man würde die Brücke viergleisig ausbauen und dann, wie im Antrag geschrieben, den Porzer Ast ebenerdig nach Sülz führen und die 1 und 9 in einen Tunnel schicken. Das wäre mir lieber, als eine Rheinuntertunnelung.

Die Vorteile:
1. Alle Vorteile der Tunnelvariante mit Rheinunterquerung kommen auch hier zur Geltung.
2. Weniger Aufwand. Die Brückenpfeiler sind scheinbar auf eine Verbreiterung der Brücke um ca. 5 meter pro Seite ausgelegt. Erscheint mir einfacher, schneller und billiger als ein Tunnel unter dem Rhein.
Ich erinnere mich noch, wie schnell und unproblematisch damals die Verbreiterung der Hohenzollernbrücke von 4 auf 6 Gleise vollzogen war.
3. Ästhetische Gründe. Ich persönlich fände eine viergleisige Brücke sehr schick, bei einem Tunnel würde
a) die schönste Aussicht abgeschafft, die die KVB zu bieten hat: Dom, Altstadt, Rhein, Hohenzollernbrücke ist schon fein.
b) gehört es für mich, wie für die meisten Kölner zum Stadtbild dazu, auf der Deutzer Brücke eigentlich immer eine Straßenbahn zu sehen.

Irgendjemand hier (Cinema oder Marc-faute-defrappe ?) hatte im Vorläuferthema mal behauptet, die Kölner wären den Hamburgern gleich und wollten am liebsten keine Straßenbahn im Stadtbild mehr sehen. Das muss ein sehr subjektiver Eindruck sein, denn die Kölner, mit denen ich spreche, sehen das alle anders: Die Straßenbahn gehört zum Stadtbild dazu*


* = Dass die lieblose KVB-Streichholz-Lackierung der letzten Jahre tatsächlich nicht dazu beiträgt, das Stadtbild zu verschönern, ist ein anderes Thema, und wird vermutl. auch genau aus diesem Grund in den nächsten 10 Jahren erledigt sein.

Da sehe ich direkt mehrere Probleme

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 19.03.17 11:25

Tach zusammen!

Also, zunächst einmal soll auch dem anfangs hier erwähnten Antrag der SPD zufolge die 9 weiterhin Deutz Bf - Uni - Sülz fahren. Dies ist auch unerlässlich, da die 9 auf diesem Streckenabschnitt eben ordentliche Massen von Leuten befördert.

Ein, wie auch immer geartetes, Tauschen, zum Beispiel mit der Porz Linie, wäre kontraproduktiv, da dann diese Massen von Leuten nochmal zusätzlich am Heu- oder Neumarkt umsteigen müssten, man will aber das Gegenteil, nämlich die Fahrtzeit verkürzen.

Die Ausfädelung Mauritius sollte (erst Recht wenn man unterirdisch am Neumarkt auf 2x2 gehen würde, also 2 Etagen), kein Problem sein. Ebensowenig die 9 dann am Mauritiussteinweg hochzuholen, wobei es besser wäre, wenn die direkt bis zur Mensa unter der Erde bliebe, dann hätte man richtig was gewonnen - ist aber mit Sicherheit erstmal nicht drin.

Die 7 soll ja durchaus mit Bedacht - auch wenn es nicht unbedingt der Blick auf die Stadt ist, das ist in dem Fall eine erfreuliche Beigabe oben auf der Brücke bleiben.

Jedoch wird es eine "einfache" Erweiterung der Brücke nicht geben, und da sehe ich das zweite, große Problem:

Das scheitert schon daran, dass die Brücke eigentlich nicht eine Brücke ist, sondern zwei - eine 1948er Stahlbrücke (die Nördliche) und eine 1980er Stahlbetonbrücke im Süden.

Da gehen bei mir, auch angesichts des Zustandes anderer Kölner Brücken, die Alarmglocken an. Sowohl im Hinblick auf fast 70 Jahre alten Stahl, als auch 40 Jahre alten Stahlbeton, was Änderungen der Belastung anbelangt.

Selbst wenn die Pfeiler noch 5 Meter Fläche böten, weder an den 48er Stahl, noch den 80er Stahlbeton bastelt man da so einfach was dran, und sei es nur jeweils die dann nötige MIV + Fußgänger + Radwegspur. Und üblicherweise hat es einen Grund, dass man nicht direkt bis an den Rand der Pfeiler die Lager setzt.

Und, wie gerade gesagt, was dann die Belastung der Brücke anbelangt, ich kann mir nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre (u.a. Begegnungsverbot Severinsbrücke) nicht vorstellen, dass beide Brücken (selbst die Stahlbetonbrücke hat dann 40 Jahre hinter sich) sowas lange noch mitmachen.

Auch von daher habe ich bislang schon den Plan mit dem Mini-Tünnelchen nicht verstanden, da eine weitere Taktverdichtung (au ja, noch mehr Staus auf der Brücke) nie und nimmer gesund sein konnten.

Zudem habe ich arge Sicherheitsbedenken in Bezug auf Blitzschläge, denn die Deutzer Brücke ist im Gegensatz zur Hohenzollern flach. Ästhetisch schön fände ich da 4 Gleise ehrlich gesagt gar nicht, aber das ist Geschmackssache, nur sind derzeit die Laternenmaste an den Seiten die höchsten Punkte. Wenn da in größerer Breite 4 Oberleitungen so schön exponiert an dieser Stelle hängen, dann dürfte das nicht unbedingt den Blitzschutz erleichtern (mir fällt auch auf Anhieb überhaupt keine Brücke über einen Fluß vom Ausmaße Rhein ein, die Flach ist, 4 Gleise bietet und nicht irgendwie wie Hohenzollern oder Severinsbrücke mit irgendwelchen Kasten-, Pfeiler- oder anderen Konstruktionen weit oberhalb der Leitungen aufwartet.

Ich denke weiterhin, dass eine Neubaustrecke zuzüglich der Altstrecke oben notwendig ist, anders wird man dem Verkehrsbedürfnis nicht Herr, also 7 Oben lassen und die 1 und 9 bis Minimum hinter den Abzweig Mauritiussteinweg unten ansiedeln.

Bis denne,
Markus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 11:26.

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Schwarz-Fahrer

Datum: 19.03.17 11:38

Kölnbahner schrieb:

Mir persönlich wäre es am liebsten, man würde die Brücke viergleisig ausbauen und dann, wie im Antrag geschrieben, den Porzer Ast ebenerdig nach Sülz führen und die 1 und 9 in einen Tunnel schicken. Das wäre mir lieber, als eine Rheinuntertunnelung.

Die Vorteile:
1. Alle Vorteile der Tunnelvariante mit Rheinunterquerung kommen auch hier zur Geltung.

Das sehe ich nicht so, denn so, wie Du es beschreibst, geht die direkte Verbindung von der Uni zum Bf Deutz flöten. Und die wird ja als besonders wichtig angesehen.
Einer der Beiträge hatte eine oberirdische Verbindung von der Brücke zum Bf Deutz vorgeschlagen. Die Fläche dafür wird ja durch die Schließung der Rampe frei, wenn der Tunnel direkt vom Heumarkt zum Bf Deutz führt. Das erscheint mir sehr sinnvoll und davon gehen auch die Liniennetzvorschläge aus, die ich gepostet habe.
Ich find's irgendwie lustig, daß der Vorschlag mit zwei Stammstrecken aus einem Stadtbezirksrat kommt, und zwar von einem, in dem sich die Baumaßnahme gar nicht abspielt.
Wann kommt denn das Gutachten? Oder hatte ich das schon gefragt?

Oh, da mit der Verbindung Uni - Bf Deutz hat schon einer eingewendet.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 11:46.

Ot: Anbindung Stadion

geschrieben von: Gauron

Datum: 19.03.17 12:30

Angesichts des üblichen Chaos gestern beim FC Spiel. Man spielt ja mit dem Gedanken das Stadion auf 75000 Plätze auszubauen. Wie könnte man das mit dem öpnv regeln? 3-Wagen-Züge werden wohl kaum ausreichen. Am besten würde Köln wohl eine komplett neue Ost-west Ubahn stehen..

Auch das wäre mit der Vorlage ja möglich

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 19.03.17 13:00

... zumindest auf dem Abschnitt Deutz - Stadion.

Gesetzt den Fall, man folgt der hier diskutierten Vorlage und der hier in den Raum geworfenen Änderung für eine neue Haltestelle am Bahnhof Deutz, so könnte man bis zu 4er Pendelzüge von Deutz Bf bis zumindest zum Stadion fahren lassen.

Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass man den Tunnel bis Melaten treibt, denn dann blieben als ernsthafte Problemkreuzungen nur noch der Gürtel und der Maarweg.

Den Neu- und Heumarkt unterirdisch auf bis zu 180m zu bekommen (Bahnsteiglänge für 4 Wagen inkl. Weichen am östlichen Ende des Neumarkts, damit die 9 zwischen Neu- und Heumarkt vorab ausgefädelt werden kann) sollte wohl drin sein. Rudolfplatz ebenso, Moltkestr. und Universitätsstr. kann man (wenn unterirdisch) zusammenlegen, und die restlichen, dann oberirdischen Stationen dann auch entsprechend verlängern, das sollte das geringste Problem sein.

Vom Stadion nach beispielsweise Weiden ist es was anderes, da liegen dann doch noch eine ganze Reihe Problemkreuzungen dazwischen, vor allem die AS Lövenich, die man, erst Recht an Spieltagen, wohl nicht ohne Weiteres einfach im engen Takt mit 4er Zügen kreuzen kann.

Bis denne,
Markus.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 13:03.

Re: Ot: Anbindung Stadion

geschrieben von: Strizie

Datum: 19.03.17 13:16

Gauron schrieb:

Angesichts des üblichen Chaos gestern beim FC Spiel. Man spielt ja mit dem Gedanken das Stadion auf 75000 Plätze auszubauen. Wie könnte man das mit dem öpnv regeln? 3-Wagen-Züge werden wohl kaum ausreichen. Am besten würde Köln wohl eine komplett neue Ost-west Ubahn stehen..


Am besten wäre eine Stichstrecke für die S-Bahn durch den Grünstreifen. Man käme dann an der HST Junkersdorf ungefähr an. Von dort ist es bis zum Stadion nicht mehr weit.

Um die Fanverkehre zu trennen könnte man auch in Höhe Stadtwald eine Stichstrecke aus der HGK-Trasse ausfädeln die dann in Höhe der Südtribüne enden würde.


Allerdings müsste man sich auf massiven Wiederstand bei beiden Varianten einstellen. Das beste wäre das FC-Stadion zu verlegen. Was mich eigentlich am meisten ärgert ist eher, dass sich die Vereine wenig Gedanken um die Stadionanbindung im ÖPNV machen sondern nur auf den Autobahnanschluss gucken (wenn überhaupt).

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Strizie

Datum: 19.03.17 13:23

Die Frage ist nicht was man sich wünscht sondern was finanziert wird. Köln kann die Ost-West-Variante nicht alleine bezahlen.

1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 19.03.17 14:07

das könnte sich ändern. Und überhaupt

[www.express.de]

Baurechtlich am Einfachsten dürfte eine Umsetzung in Marsdorf sein, da gibt es reichlich Platz für ein Stadion, Parkplätze und vielleicht auch noch ein Kongresszentrum oder Hotel.

also Linie 7 - weitab vom Schuss, keine Entlastung durch Köln-Weiden West möglich
Und schön mit der - da nicht mehr Tram - über die BÜStra Dürener Straße - Militärring.
Ruut und wiess, wie lieb ich Dich - aber ich mein' die Klingelbööm

Es gibt aber auch Flächen in Hürth, Frechen oder Worringen, für die man Machbarkeitsstudien erstellen will.

Hürth - ein Herz für Bonner und Brühler sowie den ganzen Kreis der Bereiften Mörder und von Cölle us dann im 5-Minuten-Takt über den Militärring - oder vielleicht auch schon drüber hinweg ...
1. FC Knapsack oder Chemie Knapsack

Frechen - wie Marsdorf, doch noch wigger drusse - aber auch mit Klingelbööm
Düppesbäcker

Worringen - das Kölner Angebot für Fortuna 95-Fans aus - Düsseldorf - und zusätzlich der EffZeh als Sponsor des 10-Minuten-Taktes auf der S 11 und/oder von Fernbahnsteigen an der Fernbahn in Worringen nebst Angeboten
Unne su noh beim Bayer - es spielt Bayer Leverkusen gegen Bayer Worringen ...

Und wie bekommen wir jetzt mit oder ohne oder auch trotz FC der Knüddel zwischen Universitätsstraße und dem Deutzer Bahnhof auseinanderpusamentiert ???

Vill Spaß dobei



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 14:10.

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 19.03.17 14:25

Angenommen, wir gehen mal von einer viergleisigen Rheinquerung aus und vergleichen die Varianten:

Bei einer viergleisigen Brücke ist die östliche Tunnelrampe am Heumarkt und die Bestandsstrecke muss daran vorbeigeführt werden. Ob es dafür Platz gibt, weiß ich nicht, aber gehen wir mal davon aus, dass die heutigen Linien 1 und 9 in Mittellage und die 7 außen fährt. Im Ostteil der Deutzer Brücke müsste die von Poll/Zündorf kommende 7 dann die beiden Mittelgleise kreuzen, was betrieblich nicht so günstig ist. Den Linienbetrieb (Tunnel - Bf. Deutz nördlich und oberirdisch - Siegburger Str. südlich) stelle ich mir noch weniger passend vor.

Der Vorteil ist dann aber, dass man - wenn auch mithilfe ebenerdiger Kreuzungen - alle Linienäste miteinander verknüpfen kann.

Ein Tunnel unter dem Rhein hingegen ist erst einmal völlig unabhängig von der Bestandsstrecke oben - im Positiven und im Negativen. Der Halt Deutzer Freiheit entfällt bei direkter, geradliniger Führung unter dem Rhein hindurch. Die westlichen Linienäste (Weiden/Junkersdorf und Frechen unterirdisch, Sülz/Universität oberirdisch) lassen sich mit beiden östlichen Strecken verknüpfen, aber der Ostteil der Linie 7 kann nicht in den Tunnel, sondern muss oben bleiben. Umgekehrt kann immerhin eine Linie von Uni/Sülz über die bestehende Tunnelrampe zum Bf. Deutz geführt werden.

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 19.03.17 14:33

>>> Umgekehrt kann immerhin eine Linie von Uni/Sülz über die bestehende Tunnelrampe zum Bf. Deutz geführt werden.

Oder oberirdisch eben auch zum Bahnhof Deutz und weiter nach Mülheim Süd - Mülheim - Stammheim - Flittard

Und auf der Porzer Bahn eine Linie - vielleicht von der Autobahn oder von der Salmstraße zum Deutzer Bahnhof, um endlich auch mal diese Verbindung anzubieten, wenn denn da am Deutzer Hafen selbstverladende Ladegüter angesiedelt werden sollen

Siegburger Straße aus der S-Bahn aussteigen - zum Deutzer Bahnhof mit der Tram fahren - beim Lommi ein Päffgen trinken - zur S-Bahn gehen und in die S-Bahn einsteigen, die man zuvor an der Siegburger Straße verlassen hat

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: TW337

Datum: 19.03.17 14:41

Plastikbomber schrieb:

Angenommen, wir gehen mal von einer viergleisigen Rheinquerung aus und vergleichen die Varianten:

Bei einer viergleisigen Brücke ist die östliche Tunnelrampe am Heumarkt und die Bestandsstrecke muss daran vorbeigeführt werden. Ob es dafür Platz gibt, weiß ich nicht, aber gehen wir mal davon aus, dass die heutigen Linien 1 und 9 in Mittellage und die 7 außen fährt. Im Ostteil der Deutzer Brücke müsste die von Poll/Zündorf kommende 7 dann die beiden Mittelgleise kreuzen, was betrieblich nicht so günstig ist. Den Linienbetrieb (Tunnel - Bf. Deutz nördlich und oberirdisch - Siegburger Str. südlich) stelle ich mir noch weniger passend vor.

Der Vorteil ist dann aber, dass man - wenn auch mithilfe ebenerdiger Kreuzungen - alle Linienäste miteinander verknüpfen kann.

Ein Tunnel unter dem Rhein hingegen ist erst einmal völlig unabhängig von der Bestandsstrecke oben - im Positiven und im Negativen. Der Halt Deutzer Freiheit entfällt bei direkter, geradliniger Führung unter dem Rhein hindurch. Die westlichen Linienäste (Weiden/Junkersdorf und Frechen unterirdisch, Sülz/Universität oberirdisch) lassen sich mit beiden östlichen Strecken verknüpfen, aber der Ostteil der Linie 7 kann nicht in den Tunnel, sondern muss oben bleiben. Umgekehrt kann immerhin eine Linie von Uni/Sülz über die bestehende Tunnelrampe zum Bf. Deutz geführt werden.

Da das Maritim bei einer 4 gleisigen Brücke mit je 2 KFZ Spuren ein Fix Punkt bleibt wir die Brücke um 7 Meter nach Norden verbreitert. Allerdings nicht gerade sondern in einer leichten Kurve. Die Linie 1 und 9 bleibt nördlich incl. Tunnelrampe und die Linie 7 nutzt die Bestandsstrecke. Kein kreuzen der Streckengleise lediglich aus betrieblichen Gründen Weichenverbindungen auf der Brücke.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 15:08.

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 19.03.17 14:44

TBOAR (bt) schrieb:

- beim Lommi ein Päffgen trinken -

Wie jetzt, nur eins?

;-)

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Schwarz-Fahrer

Datum: 19.03.17 15:39

Plastikbomber schrieb:

Umgekehrt kann immerhin eine Linie von Uni/Sülz über die bestehende Tunnelrampe zum Bf. Deutz geführt werden.

So eine Linie belegt dann Fahrplantrassen auf beiden Strecken, womit der Kapazitätszuwachs schon wieder empfindlich reduziert wird. Deshalb die oberirdische Stichstrecke zum Bf Deutz, unabhängig vom Deutzer Tunnel. Die lohnt sich.

Zugegeben, die Idee, diese Stichstrecke nach Flittard zu verlängern, ist verlockend. Eine NF-Linie über Mülheim-Süd nach Flittard erfordert aber unvorteilhafte 2-System-Haltestellen in Mülheim und an der Messe. Dann sollte man lieber die 3 und 4 vom Bf Deutz bis zum Abzweig in die Deutz-Mülheimer Straße unterirdisch führen. So kann man wahlweise:
3 und 4 über Mülheim nach Schlebusch bzw Flittard und die 9 nach Buchheim Herler Straße führen,
oder umgekehrt 3 und 4 nach Thielenbruch und die 9 nach Schlebusch und ganztägig das Verstärkerangebot der 9 von der Uni nach Flittard. 3 und 4 bräuchten dann nur noch eine Nummer.
Auch da ergeben sich neue Möglichkeiten durch zwei Ost-West-Strecken.

Re: Da sehe ich direkt mehrere Probleme

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.03.17 16:00

Hi Markus,

Der Pendler schrieb:
Das scheitert schon daran, dass die Brücke eigentlich nicht eine Brücke ist, sondern zwei - eine 1948er Stahlbrücke (die Nördliche) und eine 1980er Stahlbetonbrücke im Süden.

Da gehen bei mir, auch angesichts des Zustandes anderer Kölner Brücken, die Alarmglocken an. Sowohl im Hinblick auf fast 70 Jahre alten Stahl, als auch 40 Jahre alten Stahlbeton, was Änderungen der Belastung anbelangt.

Selbst wenn die Pfeiler noch 5 Meter Fläche böten, weder an den 48er Stahl, noch den 80er Stahlbeton bastelt man da so einfach was dran, und sei es nur jeweils die dann nötige MIV + Fußgänger + Radwegspur. Und üblicherweise hat es einen Grund, dass man nicht direkt bis an den Rand der Pfeiler die Lager setzt.

Und, wie gerade gesagt, was dann die Belastung der Brücke anbelangt, ich kann mir nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre (u.a. Begegnungsverbot Severinsbrücke) nicht vorstellen, dass beide Brücken (selbst die Stahlbetonbrücke hat dann 40 Jahre hinter sich) sowas lange noch mitmachen.

Auch von daher habe ich bislang schon den Plan mit dem Mini-Tünnelchen nicht verstanden, da eine weitere Taktverdichtung (au ja, noch mehr Staus auf der Brücke) nie und nimmer gesund sein konnten.

ich durfte letztlich an einer Führung durch die Leverkusener Rheinbrücke teilnehmen, auf der uns der zuständige Bauleiter von Strassen.NRW die Probleme der Brücke erklärt hat. Problematisch sind wohl insbesondere die Bauwerke aus den 60er-70er Jahren, da man hier das erste mal in großem Umfang geschweißte statt genietete Stahlbauten erstellt hat und dabei sowohl die Verarbeitungsqualität (vorallem die Qualität der Schweißnähte) als auch die Standards (in Lverkusen ist insbesondere die fehlende Z-Güte kritisch, da dies ein normales Anschweißen von Ersatzstahl nahezu unmöglich macht) noch nicht auf einem zufriedenstellenden Niveau waren. Die Deutzer Brücke könnte demnach Glück haben.

Daneben sei zu erwähnen, dass man mit der Kennedybrücke in Bonn erst vor kurzem eine Brücke aus derselben Zeit (1948) erfolgreich erweitert hat. Möglich wäre es also.

Der Pendler schrieb:
Ein, wie auch immer geartetes, Tauschen, zum Beispiel mit der Porz Linie, wäre kontraproduktiv, da dann diese Massen von Leuten nochmal zusätzlich am Heu- oder Neumarkt umsteigen müssten, man will aber das Gegenteil, nämlich die Fahrtzeit verkürzen.

Für mich wäre ein Tausch unter folgenden Umständen Denkbar, da er ansonsten ein sehr Kompliziertes Kreuzungsbauwerk auf deutzer Seite erfordern würde:

-Viergleisiger Tunnel von Deutz bis Neumarkt.
-Höhengleiche Ausfädelung sowohl in Deutz als auch am Neumarkt

Damit könnte man folgendes Fahrplankonzept fahren:
-Linie 1 alle 5 Min mit Dreiwagenzügen
-Um 2,5 min versetzt fahren sowohl die Linie 7 (Sülz-Zündorf) als auch die Linie 9 (Frechen - Königsforst) parrallel durch den Tunnel und ermöglichen so einen fliegenden Fahrgastwechsel

Wenn man den Abzweig Deutz so umbaut, dass die zündorfer Gleise von Norden in die Gleise aus Deutz einfädeln, dann kann man auch die aktuelle Linienführung beibehalten. Das wäre aber sehr aufwändig.

Das wäre zumindest meine favourisierte Lösung. Ist halt ziemlich teuer, aber ich bin der Meinung, dass man in einer Stadt wie Köln, die schon jetzt in einem einzigen Verkehrsinfarkt lebt und dazu noch eine positive Einwohnerentwicklung hat, beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs klotzen und nicht kleckern sollte.

Grüße

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 19.03.17 17:27

Schwarz-Fahrer schrieb:
So eine Linie belegt dann Fahrplantrassen auf beiden Strecken, womit der Kapazitätszuwachs schon wieder empfindlich reduziert wird. Deshalb die oberirdische Stichstrecke zum Bf Deutz, unabhängig vom Deutzer Tunnel. Die lohnt sich.
Fahrplantrassen sind ein nicht zu unterschätzendes Argument, aber wenn beide Strecken parallel betrieben werden, ist die Kapazität dafür groß genug.

Daher auch meine Idee, einen neuen Ost-West-Tunnel bis zu einer Haltestelle und Tunnelrampe etwa zwischen Bf. Deutz und Deutz-Mülheimer Straße durchzuziehen, mit höhenfreier Verbindung zur Bestandsstrecke, indem die neuen Tunnelröhren außen neben dem Bestandstunnel geführt werden und dann ihre eigene Trasse bis zur 3/4 bekommen. Ich rede von diesem Bereich: [www.openstreetmap.org]

Damit es keine Missverständnisse gibt, hier die Linien, von denen ich ausgehe, falls man mit einem Tunnel und ohne zusätzliche Haltestelle im Bereich Bf. Deutz plant:

Unterirdische Strecke
1 Weiden - Refrath - Bensberg und Junkersdorf - Brück (- Refrath), alle 5 Minuten
9 Frechen - Braunsfeld - Königsforst

Oberirdische bzw. bestehende Strecke:
7 Sülz - Zündorf
8 Universität - Bf. Deutz (- Ostheim - Neubrück, falls man da weiterplant)
14 (Zündorf -) Poll - Bf. Deutz - Mülheim - Flittard (erfordert Umbau Deutzer Freiheit zum Gleisdreieck)

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 17:28.

Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 19.03.17 17:57

Hallo hsimpson und Tach zusammen Rest!

Also, erstmal danke für den Hinweis mit den generellen Problemen der Stahlgüte. Mir war das vorhin nicht mehr auf Anhieb intus, d.h., es ging vor allem also mit den Problemen um die 60er und 70er Stahlbauten.

Allerdings ist das mit dem Glück so eine Sache, gerade auch weil Du die Bonner Kennedy erwähnst.

Das "erfolgreiche Erweitern" war ja nicht so ganz freiwillig - die Fuß- und Radwege der 48er Brücke hatten nämlich unter ihren Füßen arge Korrosionsprobleme, die so arg waren, dass (weiß nicht mehr, sogar beidseitig?!?) die Wege gesperrt, und auf eine der Fahrbahnen verlegt wurden. Richtig ist, dass man bei der Sanierung und Verbreitung dann erfolgreich anschweißen konnte, nur...

nur wurde die zusätzliche Belastung sehr in Grenzen gehalten. Wo früher je 2 Fahrspuren (davon je eine mit der Bahn geteilte) waren, ist es jetzt nur eine, außen befinden sich nur die Fuß-/Radwege, und die Bahn ist weiterhin genau in der Mitte. Zudem wird ja dort in absehbarer Zeit keine große Taktverdichtung kommen, noch eine Verlängerung.

Bei dem jedoch, was einige hier vorschlagen, nämlich dem nördlichen Brückenteil der Deutzer (jenes welcher der 48er Stahlteil ist) quasi noch 2 Gleise aufzubrummen damit man 4-gleisigkeit bekäme, dann noch teils 3er (oder 4er) Züge, würde man auch ohne irgendwelches Dranschweißen einer nördlichen MIV-Fußgänger-Fahrrad-Strecke die Belastung schon gewaltig hochtreiben.
Dazu noch irgendwelche Weichen auf der Brücke, also da derzeit (wie oft so zu finden) die Gleise einzeln (mit Gummiunterlage?) befestigt sind, halte ich es für keine gute Idee, das ganze mittels Weichen zu einem Schwingungskörper zu verbinden, dann noch 2 Doppel- und 2 3-fach-Traktionen gleichzeitig auf der Brücke, und die Truppe, die derzeit die Leverkusener A1-Brücke notschweißt und vor der Notschlachtung bewahrt kann im Anschluss direkt sich im Unterbau der Deutzer Brücke gemütlich auf Jahrzehnte einrichten. Bei aller Liebe, ich glaube einfach nicht, dass die Brücke das mitmacht, zumal meines Wissens nach die beiden aktuellen Gleise bereits jetzt beide auf der 48er Brücke liegen (bitte korrigieren, falls ich mich da irre).


Einen viergleisigen Tunnel (Doppelstöckig?) oder sogar eine vor dem Tunnel / im Tunnel stattfindende Kreuzung, egal ob höhengleich oder nicht, halte ich ehrlich gesagt für überflüssig. Wüsste jetzt auch nicht, wie man das Bohren wollte.

Dazu ist es zu verlockend, und spart auch einfach dermaßen Baukosten, wenn man direkt von Deutz Bf rüber zum Heumarkt bohrt. Wenn man irgendwann die 7 auch unter dem Rhein kreuzen lassen will, dann würde ich eher am Heumarkt die Haltestelle auf 2x2 vorbereiten, so das eine getrennte Röhre die 7 auf die linke Rheinseite führt. Statt kompliziert erst beide Strecken rechtsrheinisch vor der Rheinquerung zu verknoten, niedrige Geschwindigkeiten in dem Bereich zu haben, wären 2 getrennte Röhren (1 für die 1 und 9 und eine für die 7) wohl um Welten besser.

Verbinden der Strecken von 1 und 7 würde ich dann wiederum entweder zwischen Heu- und Neumarkt, oder aber kurz hinter dem Neumarkt machen - jeweils aber ohne Kreuzung, sondern mit Höhentausch.

Den ganzen - nicht zuletzt komplexen und teuren - Krempel der vorangegangenen 3 Abschnitte erspart man sich aber ja, und das ist es ja gerade das Geniale, wenn man die 7 oben lässt. Die 7 kann ich dann taktverdichten (zumindest bis zum Neumarkt!) wie ich lustig bin, und dann hinter dem Mauritiussteinweg entweder in einen Tunnel der 1 bis Melaten tief einfädeln, oder aber man holt hinter dem Mauritiussteinweg die 1 zur 7 an die Oberfläche.

Dann behalte ich auch immer noch die Option, eine Linie oder einen Zwischentakt von Zündorf jeweils über ein das zu ändernde bestehende Gleisdreieck zum Deutzer Bahnhof zu fahren, dies sollte tatsächlich eine wirklich billig umzusetzende Sache sein.

Und, wie Du siehst, ich gehe tatsächlich weiterhin davon aus, dass die 9 ihre Strecke behält, denn soviele Hunderte Millionen zu verbohren und verbuddeln, nur damit man dann an einer Monsterhaltestelle Neumarkt Horden von Pendlern umsteigen lässt, halte ich für sehr kontraproduktiv. Nicht zu reden davon, dass man dann die Beschleunigungsminuten, die man durch einen Wegfall der Deutzer Freiheit, einer direkten Tunnelführung Deutz-Heumarkt-Neumarkt-Mauritius, einer kreuzungsfreien Ausfädelung aus der Strecke mit der 1 gewinnen würde, dann durch einen zusätzlichen Umstieg ausgerechnet am Neumarkt, wo auch noch Umsteiger aus dem Innenstadttunnel dazu kommen, wieder zunichte macht - ich möchte mir gar nicht die Haltezeiten dort unter solchen Umständen vorstellen. Ist ja nicht so, dass da nicht sowieso Leute aus- und einsteigen würden, die "nur" zum Neumarkt wollen, bzw. evtl. auch dort auf einen der Busse wechseln.

Und nur kurz, weil es Strizie vorhin ansprach: ja, die lieben Kosten, da sind wird wieder beim Thema "wasch mich, aber mach mich nicht nass". Desto mehr und intensiver wir hier diskutieren, desto offensichtlicher wird doch, dass die bislang diskutierte Lösung, nur auf der linken Rheinseite einen Tunnel, und den dann gar nur zwischen Heu- und Neumarkt, zu verbauen
-nicht das Problem des Gleisdreiecks in Deutz löst
-nicht das Problem, dass 3 gut genutzte Linien sich dann nur auf einem Gleis pro Richtung weiterhin auf dieser hochbelasteten Strecke von Deutz bis hinter den Neumarkt auf den Füßen stehen, löst
-nicht das Problem löst, wie man vernünftig die 9 hinter dem Neumarkt ausfädeln will, denn selbst wenn der Neumarkt 4 Bahnsteige hätte, muss die 9 dann irgendwie kreuzen. (Hat man im Gegensatz dazu die 9 mit der 1 im Tunnel, hat man zig Optionen, wie ich bereits dargelegt habe, entweder Ost-West übereinander und zur Seite weg, oder aber vor dem Neumarkt schon teilen oder aber, sofern die 1 bis Melaten unten bliebe, in Richtung Uni zur Seite weg und über den 1er Tunnel führen - das alles kann man im Detail noch ausrechnen, wenn man sich mal grundsätzlich endlich über die zukünftigen Streckenführungen einig ist.)
-nicht das Problem löst, dass man sich mit dem angedachten Tunnel dann endgültig erstmal für lange, lange Zeit alle Optionen auf Tunnelweiterführungen Richtung Westen verbaut (es sei denn, man fängt an, hinter dem Neumarkt weitere Tunnel Richtung Sülz für die Neun oder Melaten für die 7 zu bauen, dann wird es aber richtig Unfug die Linien versammelt am Neumarkt an die Oberfläche zu holen um sie im Anschluss direkt wieder zu versenken). Edit: Und natürlich verbaut man sich auf lange Zeit alle Optionen einer vernünftigen Ausfädelung auf Deutzer Seite sowie einer Untertunnelung des Rheins / Fahrtzeitverkürzung Richtung Deutz Bf.

Nochmal, der gegenseitige Lerneffekt aus Fehlern in Düsseldorf und Köln scheint gegen Null zu tendieren - in dem Fall zum Beispiel bei der Wehrhahnlinie die Bahnen ausgerechnet vor der Monsterkreuzung Adlerstraße an die Oberfläche zu holen, statt sie gemütlich bis zur Uhlandstraße unten zu lassen - gut gespart, aber praktisch besehen übelst. Und, Überraschung, wenn ich alles in einen Tunnel stopfe, heißt das noch lange nicht, dass da nicht auch mal eine Bahn stehenbleibt - was auch in dem Fall eher für eine Lösung 1+9unten und 7Oben spräche.

Beide Städte wachsen und werben sogar um Firmen / Betriebe / Wohnende (Düsseldorf derzeit in Relation zur bisherigen Einwohnerzahl noch stärker, hat noch aufzuholen), hängen aber gleichzeitig im Ausbau der Verkehrsnetze teils 1 Jahrzehnt oder mehr hinterher.

Und ich wiederhole mich, für dieses Tünnelchen jahrelange Bauzeiten mit den entsprechenden Störungen zu kassieren, das Ganze ebenfalls nicht zum Nulltarif, nur um nachher 4 Ampelkreuzungen weniger zu haben, und dann noch nichtmal die Option zu bekommen, wenigstens im Abschnitt Deutz - Stadion auf 3er-Fuhrwerke hochzusatteln - ne, also die derzeit von der Stadt ins Auge gefasste Lösung halte ich für mehr als suboptimal.

Bis denne,
Markus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 19:04.

Re: Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.03.17 18:34

Moin Markus,

bei der Verbreiterung der Kennedybrücke wurde mit Sicherheit auch eine mögliche Taktverdichtung und/oder ein Einsatz von Drei-Wagen-Zügen berücksichtigt. Bis Siegburg gibt's nämlich inzwischen nur noch auf den paar Metern zwischen Combahn- und Kreuzstraße keinen Unabhängigen Bahnkörper. Und auch bei diesem Stück mehren sich die Anzeichen, dass in nächster Zeit eine konkrete Planung aufgenommen werden könnte. Damit wären Dreiwagenzüge oder eine Taktverdichtung deutlich einfacher machbar.

Grüße

3 Wagenzüge auf der Bonner 66

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.03.17 19:15

Hallo,

an 3-Wagenzüge auf der 66 glaube ich ehrlich gesagt selbst nach Beseitigung des straßenbündigen Abschnitts in Beuel nicht, wenn dann eher Takverdichtung (evtl. dann nur bis Hbf). Zwar ist die Bonner Stammstrecke aufgrund der Auslegung für die KBE-Züge für längere Züge ausgelegt aber die neu gebauten Haltestellen Stadthaus und Ollenhauerstraße sind dafür zu kurz. Am Berta-von-Suttner Platz halte ich eine Verlängerung des Hochflurbahnsteiges für äußerst schwierig.

Gruß Michael

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 19.03.17 20:53

Ich will ja nichts sagen aber die Bundesligavereine haben genug Geld um eine ordentliche Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur bereitzustellen.

Des weiteren ist eine Anbindung an schienengebundenen ÖPNV auch ein Standortvorteil. Man könnte also (das meine ich allgemein) die Unternehmen in Köln ruhig mal an der Finanzierung des ÖPNV beteiligen. Das gilt auch für den 1.FC Köln.

Wenn ich die anderen Standorte so sehe sieht man ja auch worauf die Vereine setzen nämlich auf einen guten AB-Anschluss und nicht mehr. Andere Länder wie die Niederlande z.B. sind da wesentlich weiter und dort werden sogar die Fangruppen direkt getrennt.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 20.03.17 00:38

Der gesamte Sportpark Müngersdorf, also auch die Hauptkampfbahn, gehört seit der Eröffnung 1923 der Stadt Köln. Für die Infrastruktur ist also nicht der FC zuständig. Der zahlt seine Stadionmiete und das wars. Des Weiteren hatte das Stadion früher deutlich mehr Zuschauerplätze als heute und der Motorisierungsgrad war erheblich geringer. Trotzdem sind die Leute irgendwie zu und von den Spielen gekommen. Als Drittes wäre noch anzumerken, dass es ja auch die Anbindung von Westen her gibt. Also mit der S-Bahn nach Weiden-West und dann ein paar Stationen mit der 1 bis zum Stadion. Dass nicht jeder Zuschauer erwarten kann, eine Viertelstunde nach dem Abpfiff einen Sitzplatz bis zum Neumarkt zu bekommen, versteht sich wohl von selbst.
Wem das alles zu voll ist, der kann ja ins Südstadion gehen. Bei der Fortuna ist nur sehr selten ausverkauft.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gauron

Datum: 20.03.17 02:16

Mal als beispiel vor Spielbeginn :
Ab Rudolfplatz bis zum Stadion hat man quasi keine Chance noch einzusteigen. Schon garnicht als Gruppe. Das liegt aber nicht daran, dass zu wenige Bahnen fahren. Dadurch dass so viele Bahnen fahren beträgt die fahrzeit ab Neumarkt mindestens 30min+. Die Leute in den Bahnen können nicht umfallen und viele tausende kommen jedes mal zu spät zum Anpfiff. Gerade die "unerfahren",die ihrer Reiseroute dann in ihrer App sehen und danach gehen.
Zurück dann das selbe Spiel. Warten bis man in eine Bahn kommt, eingezwängt stehen.. Und dann gut und gerne bis 45min zum Neumarkt brauchen. Je nachdem wie die Leute sich verhalten, und inwiefern die Fahrer das Zwangsschliessen anwenden. Das sind einfach keine Zustände die man sich wünscht... Akzeptiert wird es aber wohl oder übel trotzdem von den Fans.

Re: Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: cinéma

Datum: 20.03.17 03:27

Zitat:
Bei aller Liebe, ich glaube einfach nicht, dass die Brücke das mitmacht, zumal meines Wissens nach die beiden aktuellen Gleise bereits jetzt beide auf der 48er Brücke liegen (bitte korrigieren, falls ich mich da irre).

Das nördliche Gleis liegt auf der 48er-Brücke, das südliche auf der 80er.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 20.03.17 05:46

Gernot schrieb:

Der gesamte Sportpark Müngersdorf, also auch die Hauptkampfbahn, gehört seit der Eröffnung 1923 der Stadt Köln. Für die Infrastruktur ist also nicht der FC zuständig. Der zahlt seine Stadionmiete und das wars. Des Weiteren hatte das Stadion früher deutlich mehr Zuschauerplätze als heute und der Motorisierungsgrad war erheblich geringer. Trotzdem sind die Leute irgendwie zu und von den Spielen gekommen. Als Drittes wäre noch anzumerken, dass es ja auch die Anbindung von Westen her gibt. Also mit der S-Bahn nach Weiden-West und dann ein paar Stationen mit der 1 bis zum Stadion. Dass nicht jeder Zuschauer erwarten kann, eine Viertelstunde nach dem Abpfiff einen Sitzplatz bis zum Neumarkt zu bekommen, versteht sich wohl von selbst.
Wem das alles zu voll ist, der kann ja ins Südstadion gehen. Bei der Fortuna ist nur sehr selten ausverkauft.

Ließ mal genau...

Zitat:
Einen Ausbau wird es nur geben, wenn die Stadt dem FC das Stadion zu einem marktgerechten Preis verkauft und die Verkehrsproblematik löst.

Das heißt die Stadt soll schön alles bezahlen. Das ist wie mit der Polizei da soll auch immer die öffentliche Hand bezahlen denn die eigenen Ordnerdienste kann man total vergessen. Die Bundesligavereine sind aber keine armen Schlucker sondern heutzutage eher erfolgreiche Unternehmen. Hier dürfte es noch interessant werden in anderer Hinsicht.


Warst Du schon mal bei Bundesligaspielen? Schön ist es nicht da total eingequetscht zu stehen und 30 Minuten oder länger mit zu fahren. Die S-Bahn fährt nur alle 30 Minuten am Wochenende in Weiden-West und davon abgesehen gibt es kaum Verstärkerfahrten in diese Richtung die KVB konzentriert alles auf Richtung Innenstadt und dies komplett über die HST Stadion.

Aber ok schlimmer geht es immer da muss man nur mal Auf Schalke fahren und anschließend zurück mit den Miniwägelchen.

Re: Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: macphil

Datum: 20.03.17 09:44

Kleiner Vorschlag für eine Anschauung zum Thema Brückendynamik:

Wenn man am Rheinufer die Wendeltreppe am Pegel hinauf zur Deutzer Brücke geht,
kann man am Übergang zwischen Deutzer Brücke (welche übrigens für Fahrzeuge > 3,5t gesperrt ist) und der Wendeltreppe (= eigenes Bauwerk) sehr beeindruckend sehen,
wie sehr sich die Brücke durchbiegt (2-5cm werden das schon sein); und zwar nur bei den Fahrten auf dem südlichem Gleis (=> richtung Innenstadt).

(jaja, ich ein bischen Maschinenbau studiert und weiß, dass es normal und ok ist, solange dies im elastischem Bereich ist; aber ich fand es nunmal beeindruckend, sowas "in Echt" zu beobachten.)

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 20.03.17 11:37

Strizie schrieb:

Gernot schrieb:

Der gesamte Sportpark Müngersdorf, also auch die Hauptkampfbahn, gehört seit der Eröffnung 1923 der Stadt Köln. Für die Infrastruktur ist also nicht der FC zuständig. Der zahlt seine Stadionmiete und das wars. Des Weiteren hatte das Stadion früher deutlich mehr Zuschauerplätze als heute und der Motorisierungsgrad war erheblich geringer. Trotzdem sind die Leute irgendwie zu und von den Spielen gekommen. Als Drittes wäre noch anzumerken, dass es ja auch die Anbindung von Westen her gibt. Also mit der S-Bahn nach Weiden-West und dann ein paar Stationen mit der 1 bis zum Stadion. Dass nicht jeder Zuschauer erwarten kann, eine Viertelstunde nach dem Abpfiff einen Sitzplatz bis zum Neumarkt zu bekommen, versteht sich wohl von selbst.
Wem das alles zu voll ist, der kann ja ins Südstadion gehen. Bei der Fortuna ist nur sehr selten ausverkauft.

Ließ mal genau...

Zitat:
Einen Ausbau wird es nur geben, wenn die Stadt dem FC das Stadion zu einem marktgerechten Preis verkauft und die Verkehrsproblematik löst.

Das heißt die Stadt soll schön alles bezahlen. Das ist wie mit der Polizei da soll auch immer die öffentliche Hand bezahlen denn die eigenen Ordnerdienste kann man total vergessen. Die Bundesligavereine sind aber keine armen Schlucker sondern heutzutage eher erfolgreiche Unternehmen. Hier dürfte es noch interessant werden in anderer Hinsicht.


Warst Du schon mal bei Bundesligaspielen? Schön ist es nicht da total eingequetscht zu stehen und 30 Minuten oder länger mit zu fahren. Die S-Bahn fährt nur alle 30 Minuten am Wochenende in Weiden-West und davon abgesehen gibt es kaum Verstärkerfahrten in diese Richtung die KVB konzentriert alles auf Richtung Innenstadt und dies komplett über die HST Stadion.

Aber ok schlimmer geht es immer da muss man nur mal Auf Schalke fahren und anschließend zurück mit den Miniwägelchen.

Zum einen weiß im Moment niemand, wie lange der derzeitige Fußball-Hype noch anhält. Ich erinnere mich noch an die Saison 1977/78 als der FC das Double holte. Obwohl das Müngersdorfer Stadion damals 10.000 Plätze mehr hatte als heute und der FC deutich besser war, lag der Zuschauerschnitt um einiges unter dem der letzten Jahre. Im Moment ist (Erstliga-)Fußball in Köln und einigen anderen Städten total angesagt. Das kann sich aber auch innerhalb weniger Jahre ändern. Modewellen haben selten Bestand.
Und ob es zum anderen betriebswirtschaftlich wirklich so sinnvoll wäre für ca. 20 halbe Tage im Jahr (und vielleicht noch zwei Konzerte im Sommer) eine Strecke so auszubauen, dass man 25.000 - 35.000 Leute problemlos innerhalb von ein oder zwei Stunden transportieren kann? Das gilt übrigens nicht nur für den Kölner Stadionverkehr: Nur wenige Stadien dieser Größenordnung sind m.W. besser angeschlossen. Natürlich käme in Köln ein solcher Ausbau auch den anderen Fahrgästen der stark genutzten Linie 1 entgegen, aber eine Nummer kleiner täte es auch.
Was den Anschluss des Stadions über Weiden-West angeht: Der Neubau der Strecke von Weiden-Mitte bis West geschah im Vorfeld der WM 2006, wenn ich mich nicht irre. Anders als für den Satdionverkehr ist auch die Viergleisigkeit der Endhaltestelle nicht zu begründen. Nur hat die schlechte Nutzung nicht nur etwas mit dürftigem S-Bahn-Takt zu tun, sondern auch mit mangelnder Information. Das allseits bekannte "Kicker"-Bundesligasonderheft beispielsweise schlägt als ÖPNV-Anreise nur die Sonderzüge ab Neumarkt vor.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 20.03.17 17:34

Zum FC:
Finanzielle Beteiligung an Verkehr und Polizeieinsatz für Profifußball fände ich generell auch begrüßenswert, müsste aber nicht nur bundesweit, sondern europaweit einheitlich geregelt werden, sonst gibt das gar nichts außer Unmut und Stunk. Außerdem würde der FC mit Recht argumentieren, dass man sich ja durch das Kombiticket bereits sehr wohl an den Kosten für den ÖPNV beiteiligt. Von jeder Karte gehen ein paar Euro an den VRS, egal, ob der Karteninhaber per Fahrrad, Auto oder Reisebus anreist.
Außerdem zahlt der FC an die Stadt Köln so ziemlich die höchste Stadionmiete aller Bundesligavereine.

Der (eigentlich sehr gut durchdachte) Stadionbahnhof müsste von 2x Doppeltraktion auf 2x Dreifachtraktion erweitert werden, mit einem neuen Gleis entlang des Oswald Hirschfeld-Wegs. [www.google.de]
Damit hätte man die Kapazität schon mal auf 150% aufgestockt.
Richtig effektiv würde das ganze aber erst bei einem Dritten Gleis in der Mitte der Aachener Straße, 1 Gleis genügt, weil der Verkehr ja nur entweder ZUM oder VOM Stadion drängt. Bis zum Gürtel würde wahrscheinlich genügen, Vorrangschaltung oder Polizist als Hampelmann auffer Krezung vorausgesetzt

Die Königslösung wäre hier natürlich eine S-Bahn Stichstrecke über den Walter-Binder-Weg. [www.google.de]
Wäre nur 1km Stichstrecke mit einem Tunnel von 200m - unterirdischen Bahnsteig am Peter-Günther-Weg. Aber wohl Utopie, weil die Bauzeit für so einen Kilometer ja wahrscheinlich ~30 Jahre betragen würde


Zur Bonner Kennedybrücke / Dreifachtraktion:
Die 66 ist definitv auch ein Kandidat für Dreifachtraktion und Ausnahmeregelung für ein paar hundert Meter. Zur HVZ und zur Schulklingelzeit kriegste in Siegburg (Endstation!) schon keinen Sitzplatz mehr.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: hsimpson

Datum: 20.03.17 18:02

Strizie schrieb:
Warst Du schon mal bei Bundesligaspielen? Schön ist es nicht da total eingequetscht zu stehen und 30 Minuten oder länger mit zu fahren. Die S-Bahn fährt nur alle 30 Minuten am Wochenende in Weiden-West und davon abgesehen gibt es kaum Verstärkerfahrten in diese Richtung die KVB konzentriert alles auf Richtung Innenstadt und dies komplett über die HST Stadion.
Nun ja, ich bin bisher einmal im Stadion gewesen (damals war der FC in der zweiten Liga) und das mit dem Auto. Ich kann dir sagen, die Überlastungsprobleme hat die KVB bei FC-Spielen definitiv nicht exklusiv.

Das Problem ist meiner Ansicht nach die Verfügbarkeit von Fahrzeugen. Die meisten Spiele sind ja Samstags, wo es gerade in Köln einen den ganzen Tag über sehr hohen Bedarf an Fahrten Richtung Innenstadt gibt. Auch der muss gedeckt sein. Und nur für Spiele des FC, die im Schnitt alle zwei Wochen in etwa neun von 12 Monaten im Jahr stattfinden, eigene Fahrzeuge bereit zu stellen, ist definitiv nicht mehr wirtschaftlich. Und man muss hierbei klar feststellen, dass Fußballfans eine deutlich höhere Schmerzgrenze haben als der Durchschnitt der KVB-Kundschaft.

Das Problem wird wohl etwas geringer werden, wenn die ersten Linien zur HVZ auf Dreiwagenzüge umgestellt werden. Unabhängig davon, ob die Ehre zuerst einer Hochflur- oder einer Niederflurlinie zugute kommt, kann man die dafür notwendigen Wagen außerhalb der HVZ auch als E-Wagen zum Stadion verwenden. Gerne auch als Dreifachtraktion. Wenn die Linie 1 zu dem Zeitpunkt noch nicht ausgebaut ist bieten sich Expresskurse vom Neumarkt mit einem Zwischenhalt am Rudolfplatz an. Aber ich gehe mal stark davon aus, dass die Linie 1 die erste mit Dreiwagenzügen sein wird, fragt sich nur, wann...

Übrigens, die S-Bahn in Weiden fährt ab Dezember auch Samstags im 20-Min Takt.

Grüße

Nachfrage bezüglich der Brückenbreiten

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 20.03.17 18:23

O.k., bin erst nächste Woche wieder in Köln, ich glaube, ich muss mir mal eine Stunde mehr Zeit nehmen und mal wieder zu Fuß über die Brücke / drunter durch.

Bin trotzdem verwirrt, das Verhältnis ist doch nördlich 20m (48er) zu 10m Breite südlich (80er Brücke), ich ging bislang deswegen davon aus, dass die Bahngleise beide auf der Stahlbrücke seien, denn sonst passt das doch nicht. Hängt denn die Stahlbetonbrücke irgendwie in dem Bereich über der Stahlbrücke?!? Muss ja, denn ansonsten könnte doch das südliche Gleis nicht dazu gehören; jedoch sind doch beide Fahrbahnen und auch die Gleise auf gleicher Höhe, also irgendwie steh ich da gerade auf dem Schlauch...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.17 18:59.

Brückenquerschnitt - Nitt raate, luure ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 20.03.17 19:15

[www.youtube.com] Minuten 9:21

Danke, der Querschnitt macht die Lage eindeutig sichtbar (o.w.T)

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 20.03.17 19:33

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.17 19:59.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gauron

Datum: 21.03.17 00:11

An zu wenigen Wagen liegt es nicht. Mehr kann man nicht auf die Strecke schicken. Ist eine Bahn weg, wird sofort die nächste bereitgestellt. Gibt ja auch extra mehrere Bahnsteigkanten. Ausnahmsweise muss man mal nicht lange auf die nächste bah warten. Das Problem ist dann die vollkommene Überlastung der Strecke durch zuviele Bahnen.
Und expresszüge bringen, ohne eigene Infrastruktur, überhaupt nichts. Die müssten ebenso, wie die anderen, an jeder Kreuzung halten.

Immer wieder interessant ist es, wenn man mit dem Fahrrad (manchmal auch zu Fuß) die Aachener entlangfährt und an der Straßenbahnkolonne vorbeizieht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.17 00:14.