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Re: Da sehe ich direkt mehrere Probleme

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.03.17 16:00

Hi Markus,

Der Pendler schrieb:
Das scheitert schon daran, dass die Brücke eigentlich nicht eine Brücke ist, sondern zwei - eine 1948er Stahlbrücke (die Nördliche) und eine 1980er Stahlbetonbrücke im Süden.

Da gehen bei mir, auch angesichts des Zustandes anderer Kölner Brücken, die Alarmglocken an. Sowohl im Hinblick auf fast 70 Jahre alten Stahl, als auch 40 Jahre alten Stahlbeton, was Änderungen der Belastung anbelangt.

Selbst wenn die Pfeiler noch 5 Meter Fläche böten, weder an den 48er Stahl, noch den 80er Stahlbeton bastelt man da so einfach was dran, und sei es nur jeweils die dann nötige MIV + Fußgänger + Radwegspur. Und üblicherweise hat es einen Grund, dass man nicht direkt bis an den Rand der Pfeiler die Lager setzt.

Und, wie gerade gesagt, was dann die Belastung der Brücke anbelangt, ich kann mir nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre (u.a. Begegnungsverbot Severinsbrücke) nicht vorstellen, dass beide Brücken (selbst die Stahlbetonbrücke hat dann 40 Jahre hinter sich) sowas lange noch mitmachen.

Auch von daher habe ich bislang schon den Plan mit dem Mini-Tünnelchen nicht verstanden, da eine weitere Taktverdichtung (au ja, noch mehr Staus auf der Brücke) nie und nimmer gesund sein konnten.

ich durfte letztlich an einer Führung durch die Leverkusener Rheinbrücke teilnehmen, auf der uns der zuständige Bauleiter von Strassen.NRW die Probleme der Brücke erklärt hat. Problematisch sind wohl insbesondere die Bauwerke aus den 60er-70er Jahren, da man hier das erste mal in großem Umfang geschweißte statt genietete Stahlbauten erstellt hat und dabei sowohl die Verarbeitungsqualität (vorallem die Qualität der Schweißnähte) als auch die Standards (in Lverkusen ist insbesondere die fehlende Z-Güte kritisch, da dies ein normales Anschweißen von Ersatzstahl nahezu unmöglich macht) noch nicht auf einem zufriedenstellenden Niveau waren. Die Deutzer Brücke könnte demnach Glück haben.

Daneben sei zu erwähnen, dass man mit der Kennedybrücke in Bonn erst vor kurzem eine Brücke aus derselben Zeit (1948) erfolgreich erweitert hat. Möglich wäre es also.

Der Pendler schrieb:
Ein, wie auch immer geartetes, Tauschen, zum Beispiel mit der Porz Linie, wäre kontraproduktiv, da dann diese Massen von Leuten nochmal zusätzlich am Heu- oder Neumarkt umsteigen müssten, man will aber das Gegenteil, nämlich die Fahrtzeit verkürzen.

Für mich wäre ein Tausch unter folgenden Umständen Denkbar, da er ansonsten ein sehr Kompliziertes Kreuzungsbauwerk auf deutzer Seite erfordern würde:

-Viergleisiger Tunnel von Deutz bis Neumarkt.
-Höhengleiche Ausfädelung sowohl in Deutz als auch am Neumarkt

Damit könnte man folgendes Fahrplankonzept fahren:
-Linie 1 alle 5 Min mit Dreiwagenzügen
-Um 2,5 min versetzt fahren sowohl die Linie 7 (Sülz-Zündorf) als auch die Linie 9 (Frechen - Königsforst) parrallel durch den Tunnel und ermöglichen so einen fliegenden Fahrgastwechsel

Wenn man den Abzweig Deutz so umbaut, dass die zündorfer Gleise von Norden in die Gleise aus Deutz einfädeln, dann kann man auch die aktuelle Linienführung beibehalten. Das wäre aber sehr aufwändig.

Das wäre zumindest meine favourisierte Lösung. Ist halt ziemlich teuer, aber ich bin der Meinung, dass man in einer Stadt wie Köln, die schon jetzt in einem einzigen Verkehrsinfarkt lebt und dazu noch eine positive Einwohnerentwicklung hat, beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs klotzen und nicht kleckern sollte.

Grüße

Re: Das geht endlich mal in die richtige Richtung

geschrieben von: Plastikbomber

Datum: 19.03.17 17:27

Schwarz-Fahrer schrieb:
So eine Linie belegt dann Fahrplantrassen auf beiden Strecken, womit der Kapazitätszuwachs schon wieder empfindlich reduziert wird. Deshalb die oberirdische Stichstrecke zum Bf Deutz, unabhängig vom Deutzer Tunnel. Die lohnt sich.
Fahrplantrassen sind ein nicht zu unterschätzendes Argument, aber wenn beide Strecken parallel betrieben werden, ist die Kapazität dafür groß genug.

Daher auch meine Idee, einen neuen Ost-West-Tunnel bis zu einer Haltestelle und Tunnelrampe etwa zwischen Bf. Deutz und Deutz-Mülheimer Straße durchzuziehen, mit höhenfreier Verbindung zur Bestandsstrecke, indem die neuen Tunnelröhren außen neben dem Bestandstunnel geführt werden und dann ihre eigene Trasse bis zur 3/4 bekommen. Ich rede von diesem Bereich: [www.openstreetmap.org]

Damit es keine Missverständnisse gibt, hier die Linien, von denen ich ausgehe, falls man mit einem Tunnel und ohne zusätzliche Haltestelle im Bereich Bf. Deutz plant:

Unterirdische Strecke
1 Weiden - Refrath - Bensberg und Junkersdorf - Brück (- Refrath), alle 5 Minuten
9 Frechen - Braunsfeld - Königsforst

Oberirdische bzw. bestehende Strecke:
7 Sülz - Zündorf
8 Universität - Bf. Deutz (- Ostheim - Neubrück, falls man da weiterplant)
14 (Zündorf -) Poll - Bf. Deutz - Mülheim - Flittard (erfordert Umbau Deutzer Freiheit zum Gleisdreieck)

INFRASTRUKTURAPOKALYPSE




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 17:28.

Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 19.03.17 17:57

Hallo hsimpson und Tach zusammen Rest!

Also, erstmal danke für den Hinweis mit den generellen Problemen der Stahlgüte. Mir war das vorhin nicht mehr auf Anhieb intus, d.h., es ging vor allem also mit den Problemen um die 60er und 70er Stahlbauten.

Allerdings ist das mit dem Glück so eine Sache, gerade auch weil Du die Bonner Kennedy erwähnst.

Das "erfolgreiche Erweitern" war ja nicht so ganz freiwillig - die Fuß- und Radwege der 48er Brücke hatten nämlich unter ihren Füßen arge Korrosionsprobleme, die so arg waren, dass (weiß nicht mehr, sogar beidseitig?!?) die Wege gesperrt, und auf eine der Fahrbahnen verlegt wurden. Richtig ist, dass man bei der Sanierung und Verbreitung dann erfolgreich anschweißen konnte, nur...

nur wurde die zusätzliche Belastung sehr in Grenzen gehalten. Wo früher je 2 Fahrspuren (davon je eine mit der Bahn geteilte) waren, ist es jetzt nur eine, außen befinden sich nur die Fuß-/Radwege, und die Bahn ist weiterhin genau in der Mitte. Zudem wird ja dort in absehbarer Zeit keine große Taktverdichtung kommen, noch eine Verlängerung.

Bei dem jedoch, was einige hier vorschlagen, nämlich dem nördlichen Brückenteil der Deutzer (jenes welcher der 48er Stahlteil ist) quasi noch 2 Gleise aufzubrummen damit man 4-gleisigkeit bekäme, dann noch teils 3er (oder 4er) Züge, würde man auch ohne irgendwelches Dranschweißen einer nördlichen MIV-Fußgänger-Fahrrad-Strecke die Belastung schon gewaltig hochtreiben.
Dazu noch irgendwelche Weichen auf der Brücke, also da derzeit (wie oft so zu finden) die Gleise einzeln (mit Gummiunterlage?) befestigt sind, halte ich es für keine gute Idee, das ganze mittels Weichen zu einem Schwingungskörper zu verbinden, dann noch 2 Doppel- und 2 3-fach-Traktionen gleichzeitig auf der Brücke, und die Truppe, die derzeit die Leverkusener A1-Brücke notschweißt und vor der Notschlachtung bewahrt kann im Anschluss direkt sich im Unterbau der Deutzer Brücke gemütlich auf Jahrzehnte einrichten. Bei aller Liebe, ich glaube einfach nicht, dass die Brücke das mitmacht, zumal meines Wissens nach die beiden aktuellen Gleise bereits jetzt beide auf der 48er Brücke liegen (bitte korrigieren, falls ich mich da irre).


Einen viergleisigen Tunnel (Doppelstöckig?) oder sogar eine vor dem Tunnel / im Tunnel stattfindende Kreuzung, egal ob höhengleich oder nicht, halte ich ehrlich gesagt für überflüssig. Wüsste jetzt auch nicht, wie man das Bohren wollte.

Dazu ist es zu verlockend, und spart auch einfach dermaßen Baukosten, wenn man direkt von Deutz Bf rüber zum Heumarkt bohrt. Wenn man irgendwann die 7 auch unter dem Rhein kreuzen lassen will, dann würde ich eher am Heumarkt die Haltestelle auf 2x2 vorbereiten, so das eine getrennte Röhre die 7 auf die linke Rheinseite führt. Statt kompliziert erst beide Strecken rechtsrheinisch vor der Rheinquerung zu verknoten, niedrige Geschwindigkeiten in dem Bereich zu haben, wären 2 getrennte Röhren (1 für die 1 und 9 und eine für die 7) wohl um Welten besser.

Verbinden der Strecken von 1 und 7 würde ich dann wiederum entweder zwischen Heu- und Neumarkt, oder aber kurz hinter dem Neumarkt machen - jeweils aber ohne Kreuzung, sondern mit Höhentausch.

Den ganzen - nicht zuletzt komplexen und teuren - Krempel der vorangegangenen 3 Abschnitte erspart man sich aber ja, und das ist es ja gerade das Geniale, wenn man die 7 oben lässt. Die 7 kann ich dann taktverdichten (zumindest bis zum Neumarkt!) wie ich lustig bin, und dann hinter dem Mauritiussteinweg entweder in einen Tunnel der 1 bis Melaten tief einfädeln, oder aber man holt hinter dem Mauritiussteinweg die 1 zur 7 an die Oberfläche.

Dann behalte ich auch immer noch die Option, eine Linie oder einen Zwischentakt von Zündorf jeweils über ein das zu ändernde bestehende Gleisdreieck zum Deutzer Bahnhof zu fahren, dies sollte tatsächlich eine wirklich billig umzusetzende Sache sein.

Und, wie Du siehst, ich gehe tatsächlich weiterhin davon aus, dass die 9 ihre Strecke behält, denn soviele Hunderte Millionen zu verbohren und verbuddeln, nur damit man dann an einer Monsterhaltestelle Neumarkt Horden von Pendlern umsteigen lässt, halte ich für sehr kontraproduktiv. Nicht zu reden davon, dass man dann die Beschleunigungsminuten, die man durch einen Wegfall der Deutzer Freiheit, einer direkten Tunnelführung Deutz-Heumarkt-Neumarkt-Mauritius, einer kreuzungsfreien Ausfädelung aus der Strecke mit der 1 gewinnen würde, dann durch einen zusätzlichen Umstieg ausgerechnet am Neumarkt, wo auch noch Umsteiger aus dem Innenstadttunnel dazu kommen, wieder zunichte macht - ich möchte mir gar nicht die Haltezeiten dort unter solchen Umständen vorstellen. Ist ja nicht so, dass da nicht sowieso Leute aus- und einsteigen würden, die "nur" zum Neumarkt wollen, bzw. evtl. auch dort auf einen der Busse wechseln.

Und nur kurz, weil es Strizie vorhin ansprach: ja, die lieben Kosten, da sind wird wieder beim Thema "wasch mich, aber mach mich nicht nass". Desto mehr und intensiver wir hier diskutieren, desto offensichtlicher wird doch, dass die bislang diskutierte Lösung, nur auf der linken Rheinseite einen Tunnel, und den dann gar nur zwischen Heu- und Neumarkt, zu verbauen
-nicht das Problem des Gleisdreiecks in Deutz löst
-nicht das Problem, dass 3 gut genutzte Linien sich dann nur auf einem Gleis pro Richtung weiterhin auf dieser hochbelasteten Strecke von Deutz bis hinter den Neumarkt auf den Füßen stehen, löst
-nicht das Problem löst, wie man vernünftig die 9 hinter dem Neumarkt ausfädeln will, denn selbst wenn der Neumarkt 4 Bahnsteige hätte, muss die 9 dann irgendwie kreuzen. (Hat man im Gegensatz dazu die 9 mit der 1 im Tunnel, hat man zig Optionen, wie ich bereits dargelegt habe, entweder Ost-West übereinander und zur Seite weg, oder aber vor dem Neumarkt schon teilen oder aber, sofern die 1 bis Melaten unten bliebe, in Richtung Uni zur Seite weg und über den 1er Tunnel führen - das alles kann man im Detail noch ausrechnen, wenn man sich mal grundsätzlich endlich über die zukünftigen Streckenführungen einig ist.)
-nicht das Problem löst, dass man sich mit dem angedachten Tunnel dann endgültig erstmal für lange, lange Zeit alle Optionen auf Tunnelweiterführungen Richtung Westen verbaut (es sei denn, man fängt an, hinter dem Neumarkt weitere Tunnel Richtung Sülz für die Neun oder Melaten für die 7 zu bauen, dann wird es aber richtig Unfug die Linien versammelt am Neumarkt an die Oberfläche zu holen um sie im Anschluss direkt wieder zu versenken). Edit: Und natürlich verbaut man sich auf lange Zeit alle Optionen einer vernünftigen Ausfädelung auf Deutzer Seite sowie einer Untertunnelung des Rheins / Fahrtzeitverkürzung Richtung Deutz Bf.

Nochmal, der gegenseitige Lerneffekt aus Fehlern in Düsseldorf und Köln scheint gegen Null zu tendieren - in dem Fall zum Beispiel bei der Wehrhahnlinie die Bahnen ausgerechnet vor der Monsterkreuzung Adlerstraße an die Oberfläche zu holen, statt sie gemütlich bis zur Uhlandstraße unten zu lassen - gut gespart, aber praktisch besehen übelst. Und, Überraschung, wenn ich alles in einen Tunnel stopfe, heißt das noch lange nicht, dass da nicht auch mal eine Bahn stehenbleibt - was auch in dem Fall eher für eine Lösung 1+9unten und 7Oben spräche.

Beide Städte wachsen und werben sogar um Firmen / Betriebe / Wohnende (Düsseldorf derzeit in Relation zur bisherigen Einwohnerzahl noch stärker, hat noch aufzuholen), hängen aber gleichzeitig im Ausbau der Verkehrsnetze teils 1 Jahrzehnt oder mehr hinterher.

Und ich wiederhole mich, für dieses Tünnelchen jahrelange Bauzeiten mit den entsprechenden Störungen zu kassieren, das Ganze ebenfalls nicht zum Nulltarif, nur um nachher 4 Ampelkreuzungen weniger zu haben, und dann noch nichtmal die Option zu bekommen, wenigstens im Abschnitt Deutz - Stadion auf 3er-Fuhrwerke hochzusatteln - ne, also die derzeit von der Stadt ins Auge gefasste Lösung halte ich für mehr als suboptimal.

Bis denne,
Markus.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.17 19:04.

Re: Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.03.17 18:34

Moin Markus,

bei der Verbreiterung der Kennedybrücke wurde mit Sicherheit auch eine mögliche Taktverdichtung und/oder ein Einsatz von Drei-Wagen-Zügen berücksichtigt. Bis Siegburg gibt's nämlich inzwischen nur noch auf den paar Metern zwischen Combahn- und Kreuzstraße keinen Unabhängigen Bahnkörper. Und auch bei diesem Stück mehren sich die Anzeichen, dass in nächster Zeit eine konkrete Planung aufgenommen werden könnte. Damit wären Dreiwagenzüge oder eine Taktverdichtung deutlich einfacher machbar.

Grüße

3 Wagenzüge auf der Bonner 66

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.03.17 19:15

Hallo,

an 3-Wagenzüge auf der 66 glaube ich ehrlich gesagt selbst nach Beseitigung des straßenbündigen Abschnitts in Beuel nicht, wenn dann eher Takverdichtung (evtl. dann nur bis Hbf). Zwar ist die Bonner Stammstrecke aufgrund der Auslegung für die KBE-Züge für längere Züge ausgelegt aber die neu gebauten Haltestellen Stadthaus und Ollenhauerstraße sind dafür zu kurz. Am Berta-von-Suttner Platz halte ich eine Verlängerung des Hochflurbahnsteiges für äußerst schwierig.

Gruß Michael

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 19.03.17 20:53

Ich will ja nichts sagen aber die Bundesligavereine haben genug Geld um eine ordentliche Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur bereitzustellen.

Des weiteren ist eine Anbindung an schienengebundenen ÖPNV auch ein Standortvorteil. Man könnte also (das meine ich allgemein) die Unternehmen in Köln ruhig mal an der Finanzierung des ÖPNV beteiligen. Das gilt auch für den 1.FC Köln.

Wenn ich die anderen Standorte so sehe sieht man ja auch worauf die Vereine setzen nämlich auf einen guten AB-Anschluss und nicht mehr. Andere Länder wie die Niederlande z.B. sind da wesentlich weiter und dort werden sogar die Fangruppen direkt getrennt.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 20.03.17 00:38

Der gesamte Sportpark Müngersdorf, also auch die Hauptkampfbahn, gehört seit der Eröffnung 1923 der Stadt Köln. Für die Infrastruktur ist also nicht der FC zuständig. Der zahlt seine Stadionmiete und das wars. Des Weiteren hatte das Stadion früher deutlich mehr Zuschauerplätze als heute und der Motorisierungsgrad war erheblich geringer. Trotzdem sind die Leute irgendwie zu und von den Spielen gekommen. Als Drittes wäre noch anzumerken, dass es ja auch die Anbindung von Westen her gibt. Also mit der S-Bahn nach Weiden-West und dann ein paar Stationen mit der 1 bis zum Stadion. Dass nicht jeder Zuschauer erwarten kann, eine Viertelstunde nach dem Abpfiff einen Sitzplatz bis zum Neumarkt zu bekommen, versteht sich wohl von selbst.
Wem das alles zu voll ist, der kann ja ins Südstadion gehen. Bei der Fortuna ist nur sehr selten ausverkauft.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gauron

Datum: 20.03.17 02:16

Mal als beispiel vor Spielbeginn :
Ab Rudolfplatz bis zum Stadion hat man quasi keine Chance noch einzusteigen. Schon garnicht als Gruppe. Das liegt aber nicht daran, dass zu wenige Bahnen fahren. Dadurch dass so viele Bahnen fahren beträgt die fahrzeit ab Neumarkt mindestens 30min+. Die Leute in den Bahnen können nicht umfallen und viele tausende kommen jedes mal zu spät zum Anpfiff. Gerade die "unerfahren",die ihrer Reiseroute dann in ihrer App sehen und danach gehen.
Zurück dann das selbe Spiel. Warten bis man in eine Bahn kommt, eingezwängt stehen.. Und dann gut und gerne bis 45min zum Neumarkt brauchen. Je nachdem wie die Leute sich verhalten, und inwiefern die Fahrer das Zwangsschliessen anwenden. Das sind einfach keine Zustände die man sich wünscht... Akzeptiert wird es aber wohl oder übel trotzdem von den Fans.

Re: Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: cinéma

Datum: 20.03.17 03:27

Zitat:
Bei aller Liebe, ich glaube einfach nicht, dass die Brücke das mitmacht, zumal meines Wissens nach die beiden aktuellen Gleise bereits jetzt beide auf der 48er Brücke liegen (bitte korrigieren, falls ich mich da irre).

Das nördliche Gleis liegt auf der 48er-Brücke, das südliche auf der 80er.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Strizie

Datum: 20.03.17 05:46

Gernot schrieb:

Der gesamte Sportpark Müngersdorf, also auch die Hauptkampfbahn, gehört seit der Eröffnung 1923 der Stadt Köln. Für die Infrastruktur ist also nicht der FC zuständig. Der zahlt seine Stadionmiete und das wars. Des Weiteren hatte das Stadion früher deutlich mehr Zuschauerplätze als heute und der Motorisierungsgrad war erheblich geringer. Trotzdem sind die Leute irgendwie zu und von den Spielen gekommen. Als Drittes wäre noch anzumerken, dass es ja auch die Anbindung von Westen her gibt. Also mit der S-Bahn nach Weiden-West und dann ein paar Stationen mit der 1 bis zum Stadion. Dass nicht jeder Zuschauer erwarten kann, eine Viertelstunde nach dem Abpfiff einen Sitzplatz bis zum Neumarkt zu bekommen, versteht sich wohl von selbst.
Wem das alles zu voll ist, der kann ja ins Südstadion gehen. Bei der Fortuna ist nur sehr selten ausverkauft.

Ließ mal genau...

Zitat:
Einen Ausbau wird es nur geben, wenn die Stadt dem FC das Stadion zu einem marktgerechten Preis verkauft und die Verkehrsproblematik löst.

Das heißt die Stadt soll schön alles bezahlen. Das ist wie mit der Polizei da soll auch immer die öffentliche Hand bezahlen denn die eigenen Ordnerdienste kann man total vergessen. Die Bundesligavereine sind aber keine armen Schlucker sondern heutzutage eher erfolgreiche Unternehmen. Hier dürfte es noch interessant werden in anderer Hinsicht.


Warst Du schon mal bei Bundesligaspielen? Schön ist es nicht da total eingequetscht zu stehen und 30 Minuten oder länger mit zu fahren. Die S-Bahn fährt nur alle 30 Minuten am Wochenende in Weiden-West und davon abgesehen gibt es kaum Verstärkerfahrten in diese Richtung die KVB konzentriert alles auf Richtung Innenstadt und dies komplett über die HST Stadion.

Aber ok schlimmer geht es immer da muss man nur mal Auf Schalke fahren und anschließend zurück mit den Miniwägelchen.

Re: Nochmal u.a. zur Brückenproblematik

geschrieben von: macphil

Datum: 20.03.17 09:44

Kleiner Vorschlag für eine Anschauung zum Thema Brückendynamik:

Wenn man am Rheinufer die Wendeltreppe am Pegel hinauf zur Deutzer Brücke geht,
kann man am Übergang zwischen Deutzer Brücke (welche übrigens für Fahrzeuge > 3,5t gesperrt ist) und der Wendeltreppe (= eigenes Bauwerk) sehr beeindruckend sehen,
wie sehr sich die Brücke durchbiegt (2-5cm werden das schon sein); und zwar nur bei den Fahrten auf dem südlichem Gleis (=> richtung Innenstadt).

(jaja, ich ein bischen Maschinenbau studiert und weiß, dass es normal und ok ist, solange dies im elastischem Bereich ist; aber ich fand es nunmal beeindruckend, sowas "in Echt" zu beobachten.)

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gernot

Datum: 20.03.17 11:37

Strizie schrieb:

Gernot schrieb:

Der gesamte Sportpark Müngersdorf, also auch die Hauptkampfbahn, gehört seit der Eröffnung 1923 der Stadt Köln. Für die Infrastruktur ist also nicht der FC zuständig. Der zahlt seine Stadionmiete und das wars. Des Weiteren hatte das Stadion früher deutlich mehr Zuschauerplätze als heute und der Motorisierungsgrad war erheblich geringer. Trotzdem sind die Leute irgendwie zu und von den Spielen gekommen. Als Drittes wäre noch anzumerken, dass es ja auch die Anbindung von Westen her gibt. Also mit der S-Bahn nach Weiden-West und dann ein paar Stationen mit der 1 bis zum Stadion. Dass nicht jeder Zuschauer erwarten kann, eine Viertelstunde nach dem Abpfiff einen Sitzplatz bis zum Neumarkt zu bekommen, versteht sich wohl von selbst.
Wem das alles zu voll ist, der kann ja ins Südstadion gehen. Bei der Fortuna ist nur sehr selten ausverkauft.

Ließ mal genau...

Zitat:
Einen Ausbau wird es nur geben, wenn die Stadt dem FC das Stadion zu einem marktgerechten Preis verkauft und die Verkehrsproblematik löst.

Das heißt die Stadt soll schön alles bezahlen. Das ist wie mit der Polizei da soll auch immer die öffentliche Hand bezahlen denn die eigenen Ordnerdienste kann man total vergessen. Die Bundesligavereine sind aber keine armen Schlucker sondern heutzutage eher erfolgreiche Unternehmen. Hier dürfte es noch interessant werden in anderer Hinsicht.


Warst Du schon mal bei Bundesligaspielen? Schön ist es nicht da total eingequetscht zu stehen und 30 Minuten oder länger mit zu fahren. Die S-Bahn fährt nur alle 30 Minuten am Wochenende in Weiden-West und davon abgesehen gibt es kaum Verstärkerfahrten in diese Richtung die KVB konzentriert alles auf Richtung Innenstadt und dies komplett über die HST Stadion.

Aber ok schlimmer geht es immer da muss man nur mal Auf Schalke fahren und anschließend zurück mit den Miniwägelchen.

Zum einen weiß im Moment niemand, wie lange der derzeitige Fußball-Hype noch anhält. Ich erinnere mich noch an die Saison 1977/78 als der FC das Double holte. Obwohl das Müngersdorfer Stadion damals 10.000 Plätze mehr hatte als heute und der FC deutich besser war, lag der Zuschauerschnitt um einiges unter dem der letzten Jahre. Im Moment ist (Erstliga-)Fußball in Köln und einigen anderen Städten total angesagt. Das kann sich aber auch innerhalb weniger Jahre ändern. Modewellen haben selten Bestand.
Und ob es zum anderen betriebswirtschaftlich wirklich so sinnvoll wäre für ca. 20 halbe Tage im Jahr (und vielleicht noch zwei Konzerte im Sommer) eine Strecke so auszubauen, dass man 25.000 - 35.000 Leute problemlos innerhalb von ein oder zwei Stunden transportieren kann? Das gilt übrigens nicht nur für den Kölner Stadionverkehr: Nur wenige Stadien dieser Größenordnung sind m.W. besser angeschlossen. Natürlich käme in Köln ein solcher Ausbau auch den anderen Fahrgästen der stark genutzten Linie 1 entgegen, aber eine Nummer kleiner täte es auch.
Was den Anschluss des Stadions über Weiden-West angeht: Der Neubau der Strecke von Weiden-Mitte bis West geschah im Vorfeld der WM 2006, wenn ich mich nicht irre. Anders als für den Satdionverkehr ist auch die Viergleisigkeit der Endhaltestelle nicht zu begründen. Nur hat die schlechte Nutzung nicht nur etwas mit dürftigem S-Bahn-Takt zu tun, sondern auch mit mangelnder Information. Das allseits bekannte "Kicker"-Bundesligasonderheft beispielsweise schlägt als ÖPNV-Anreise nur die Sonderzüge ab Neumarkt vor.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Kölnbahner

Datum: 20.03.17 17:34

Zum FC:
Finanzielle Beteiligung an Verkehr und Polizeieinsatz für Profifußball fände ich generell auch begrüßenswert, müsste aber nicht nur bundesweit, sondern europaweit einheitlich geregelt werden, sonst gibt das gar nichts außer Unmut und Stunk. Außerdem würde der FC mit Recht argumentieren, dass man sich ja durch das Kombiticket bereits sehr wohl an den Kosten für den ÖPNV beiteiligt. Von jeder Karte gehen ein paar Euro an den VRS, egal, ob der Karteninhaber per Fahrrad, Auto oder Reisebus anreist.
Außerdem zahlt der FC an die Stadt Köln so ziemlich die höchste Stadionmiete aller Bundesligavereine.

Der (eigentlich sehr gut durchdachte) Stadionbahnhof müsste von 2x Doppeltraktion auf 2x Dreifachtraktion erweitert werden, mit einem neuen Gleis entlang des Oswald Hirschfeld-Wegs. [www.google.de]
Damit hätte man die Kapazität schon mal auf 150% aufgestockt.
Richtig effektiv würde das ganze aber erst bei einem Dritten Gleis in der Mitte der Aachener Straße, 1 Gleis genügt, weil der Verkehr ja nur entweder ZUM oder VOM Stadion drängt. Bis zum Gürtel würde wahrscheinlich genügen, Vorrangschaltung oder Polizist als Hampelmann auffer Krezung vorausgesetzt

Die Königslösung wäre hier natürlich eine S-Bahn Stichstrecke über den Walter-Binder-Weg. [www.google.de]
Wäre nur 1km Stichstrecke mit einem Tunnel von 200m - unterirdischen Bahnsteig am Peter-Günther-Weg. Aber wohl Utopie, weil die Bauzeit für so einen Kilometer ja wahrscheinlich ~30 Jahre betragen würde


Zur Bonner Kennedybrücke / Dreifachtraktion:
Die 66 ist definitv auch ein Kandidat für Dreifachtraktion und Ausnahmeregelung für ein paar hundert Meter. Zur HVZ und zur Schulklingelzeit kriegste in Siegburg (Endstation!) schon keinen Sitzplatz mehr.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: hsimpson

Datum: 20.03.17 18:02

Strizie schrieb:
Warst Du schon mal bei Bundesligaspielen? Schön ist es nicht da total eingequetscht zu stehen und 30 Minuten oder länger mit zu fahren. Die S-Bahn fährt nur alle 30 Minuten am Wochenende in Weiden-West und davon abgesehen gibt es kaum Verstärkerfahrten in diese Richtung die KVB konzentriert alles auf Richtung Innenstadt und dies komplett über die HST Stadion.
Nun ja, ich bin bisher einmal im Stadion gewesen (damals war der FC in der zweiten Liga) und das mit dem Auto. Ich kann dir sagen, die Überlastungsprobleme hat die KVB bei FC-Spielen definitiv nicht exklusiv.

Das Problem ist meiner Ansicht nach die Verfügbarkeit von Fahrzeugen. Die meisten Spiele sind ja Samstags, wo es gerade in Köln einen den ganzen Tag über sehr hohen Bedarf an Fahrten Richtung Innenstadt gibt. Auch der muss gedeckt sein. Und nur für Spiele des FC, die im Schnitt alle zwei Wochen in etwa neun von 12 Monaten im Jahr stattfinden, eigene Fahrzeuge bereit zu stellen, ist definitiv nicht mehr wirtschaftlich. Und man muss hierbei klar feststellen, dass Fußballfans eine deutlich höhere Schmerzgrenze haben als der Durchschnitt der KVB-Kundschaft.

Das Problem wird wohl etwas geringer werden, wenn die ersten Linien zur HVZ auf Dreiwagenzüge umgestellt werden. Unabhängig davon, ob die Ehre zuerst einer Hochflur- oder einer Niederflurlinie zugute kommt, kann man die dafür notwendigen Wagen außerhalb der HVZ auch als E-Wagen zum Stadion verwenden. Gerne auch als Dreifachtraktion. Wenn die Linie 1 zu dem Zeitpunkt noch nicht ausgebaut ist bieten sich Expresskurse vom Neumarkt mit einem Zwischenhalt am Rudolfplatz an. Aber ich gehe mal stark davon aus, dass die Linie 1 die erste mit Dreiwagenzügen sein wird, fragt sich nur, wann...

Übrigens, die S-Bahn in Weiden fährt ab Dezember auch Samstags im 20-Min Takt.

Grüße

Nachfrage bezüglich der Brückenbreiten

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 20.03.17 18:23

O.k., bin erst nächste Woche wieder in Köln, ich glaube, ich muss mir mal eine Stunde mehr Zeit nehmen und mal wieder zu Fuß über die Brücke / drunter durch.

Bin trotzdem verwirrt, das Verhältnis ist doch nördlich 20m (48er) zu 10m Breite südlich (80er Brücke), ich ging bislang deswegen davon aus, dass die Bahngleise beide auf der Stahlbrücke seien, denn sonst passt das doch nicht. Hängt denn die Stahlbetonbrücke irgendwie in dem Bereich über der Stahlbrücke?!? Muss ja, denn ansonsten könnte doch das südliche Gleis nicht dazu gehören; jedoch sind doch beide Fahrbahnen und auch die Gleise auf gleicher Höhe, also irgendwie steh ich da gerade auf dem Schlauch...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.17 18:59.

Brückenquerschnitt - Nitt raate, luure ...

geschrieben von: TBOAR (bt)

Datum: 20.03.17 19:15

[www.youtube.com] Minuten 9:21

Danke, der Querschnitt macht die Lage eindeutig sichtbar (o.w.T)

geschrieben von: Der Pendler

Datum: 20.03.17 19:33

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.17 19:59.

Re: 1. FC Köln - derzeit gut dabei, aber ...

geschrieben von: Gauron

Datum: 21.03.17 00:11

An zu wenigen Wagen liegt es nicht. Mehr kann man nicht auf die Strecke schicken. Ist eine Bahn weg, wird sofort die nächste bereitgestellt. Gibt ja auch extra mehrere Bahnsteigkanten. Ausnahmsweise muss man mal nicht lange auf die nächste bah warten. Das Problem ist dann die vollkommene Überlastung der Strecke durch zuviele Bahnen.
Und expresszüge bringen, ohne eigene Infrastruktur, überhaupt nichts. Die müssten ebenso, wie die anderen, an jeder Kreuzung halten.

Immer wieder interessant ist es, wenn man mit dem Fahrrad (manchmal auch zu Fuß) die Aachener entlangfährt und an der Straßenbahnkolonne vorbeizieht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.17 00:14.

Seiten: 1 2 All

Angemeldet: Niemand