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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Hallo Leser im DSO-Straßenbahnforum,

Nach knapp 2 Wochen folgt nun der zweite Teil zu unserem Osterausflug nach Südostasien. Es handelt sich auch hier noch nicht wirklich um das entgültige Ziel der eigentlichen Reise, sondern führt uns nun nocheinmal zurück nach Hong Kong, bzw. in die Stadt Tuen Mun.

Wer den ersten Teil verpasst hat, oder sich diesen nocheinmal durchlesen möchte, findet den entsprechenden DSO-Beitrag unter folgendem Link: [www.drehscheibe-foren.de]




So, wir haben nun den 01.April 2013 und es ist der Ostermontag. Wie am Vortag schellte gegen 06:00 Uhr der Handywecker, es war Zeit um aufzustehen und zum Frühstück zu gehen. Es war der zweite und somit schon der letzte komplette Tag in Hong Kong! In 30 Stunden würden wir uns schon langsam am Flughafen befinden, um dem eigentlichen Ziel der Reise entgegenzublicken. Doch noch befanden wir uns im Hong Kong-Programm und dieses war bereits wieder vollgepackt, da man aufgrund der knappen Zeit vor Ort so viel wie möglich erleben wollte.

Nach dem herzhaften Frühstück in unserem feinen Viersterne-Hotel "Excelsior" packten wir im Appartement unsere Sachen für den Tag zusammen...also Fototasche und der passende Inhalt. Auf Rucksäcke verzichteten wir wie manchmal auch an diesem Tag. Die ganzen Unterlagen für Notizen, der Reisepass und die Netzpläne passen auch in die Fototasche...Verpflegung gibt es schließlich an jeder Ecke und muss nicht noch mitgeschleppt werden.

Vom Hotel erreichten wir die kultige Straßenbahn von Hong Kong bereits wieder nach wenigen Augenblicken. Wie am Vortag war um diese Uhrzeit noch nicht viel los und nebenbei entstanden einige Bilder für die Wagenstatistik. Kurz nach 08:00 Uhr erreichten wir die Haltestelle Bank Street...wo wir unser erstes Tagesziel erreichen würden. Doch bevor wir die Straßenbahn verlassen noch einige Bilder...


Tw 62 kurz vor der Haltestelle Bank Street...gerade durchquietscht der Wagen eine S-Kurve.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/13.JPG


Auch hier füllte sich die Speicherkarte recht schnell mit einigen Aufnahmen. So leer wie die Straßen jetzt noch waren würden diese nichtmehr lange sein. Doch so lange wollten wir uns dort nicht aufhalten, denn wir hatten nun einen kleinen Fußmarsch vor uns. Über eine Seitenstraße, Treppen, durch einen Park und nochmals bergauf erreichten wir die Talstation der "Peak Tram".


Wasserfall an der Talstation der "Peak Tram"
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-01.JPG


Bei der "Peak Tram" handelt es sich nicht direkt um eine Straßenbahn, sondern vielmehr um eine Standseilbahn, welche auf den 552m hohen Victoria-Peak führt. Dies ist der Hausberg auf Hong Kong Island und wird auf einer Streckenlänge von 1365m durch diese Bergbahn und einigen Zwischenstationen erschlossen. Seit 1888 existiert dieses Bähnchen und bringt seit dem ,nunmehr schon in der fünften Wagengeneration, Ausflügler und Touristen auf den Berg. Da aber immer vor sehr langen Wartezeiten gewarnt wird, sind wir nun schon am Morgen hier um recht zeitig auf den Peak zu kommen.

Die Warteschlange war noch schön leer und ohne andere Passanten konnten wir in Ruhe unsere Berg-/Talfahrt erstehen. Es war kein Wägelchen in der Station...also ein Zeichen dafür, dass eines der beiden gleich einfahren muss und es auch alsbald tat. Mit einer handvoll anderer Fahrgäste fuhren wir dann auf den Berg. Die Fahrt führte unter einer Straße hindurch und dann zwischen Bäumen steil hinauf. An zwei Zwischenstationen hielten wir und begegneten dem Gegenwagen. Weiter oben konnte man schon die Aussicht auf die Hochhausschlucht geniesen...irgendwie so, wie man es bei den Reisevorbereitungen schon vielfach gesehen hat.

Nach knapp 8 Minuten waren wir an der Bergstation angelangt, viel war hier noch nicht los. Einige Souvenierläden öffneten gerade, Caffees taten dies schon etwas eher und nur wenige Touristen kreuzten unseren Weg auf dem Plateau.

Doch bevor wir uns dort weiter umschauten spazierten wir einen etwas steilen Fußweg neben der Strecke hinab um ein Streckenbild der Standseilbahn zu machen...dies gelang mit dem Wagen 1 kurz vor der Zwischenstation Barker Road.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/p1.JPG


Nach einigen Foto- und Videoaufnahmen stemmten wir den Fußweg zurück auf den Berg und suchten einen kleinen Aussichtspunkt auf.
Dort konnte man einen Blick auf die Hochhäuser auf Hong Kong Island und Kowloon werfen. Doch besonders interessant rechts im Meer die Landzunge...
dies war bis 1998 der legendäre Flughafen Kai Tak!
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-02.JPG


Auf dem Plateau neben dem Peak-Tower stand noch ein alter Standseilbahnwagen, welcher zwischen 1959 und 1989 auf der Strecke seinen Dienst verrichtet hat. Dieser dient nun als Infostand...
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/p2.JPG


Die talwärtige Wagenhälfte ist mit Infobroschüren und Stadtplänen gesättigt und ein kleines asiatisches Püppchen erklärt den Touristen alles wissenswerte zur Bahn und zum Peak. Auf der bergwärtigen Wagenhälfte ist noch der originale Fahrgastraum vorzufinden.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/p3.JPG


Wir erkundigten uns an gleicher Stelle um ein Postamt, da wir die Ansichtskarten versenden wollten, welche wir bereits am Vorabend ausgefüllt haben. Da dieses aber noch nicht geöffnet hatte erhielten wir eine Wegbeschreibung zum Briefmarkenautomaten, welchen wir nach endlosen Rolltreppenfahrten im Peak-Tower auch fanden. Es war ein spitzenmäßiger uriger Automat, welcher scheinbar schon die Ära der Dinosaurier erlebt hat und über einige hübsche Knöpflein verfügte. Hinein mit dem Geld...auf das kleine Knöpflein gedrückt und ohne Widerspruch ratterte eine kleine Marke aus dem Schlitz am anderen Ende der Automatenwand. So kam es mir recht, dass man zahlreiche Karten nach Europa schicken wollte...umso länger konnte ich mich an diesem Gerät erfreuen. :-)

Somit hatten wir eigentlich alles erledigt, was wir auf dem Berg machen wollten und wir entschieden uns für die nächste Talfahrt. Schließlich spürte man auf dem Berg, dass es immer mehr Leute wurden. Auch die ankommende Bahn war sehr gut ausgelastet und füllte das Gelände weiter. Wir stiegen indes in das erneut fast leere Wägelchen und zuckelten alsbald darauf talwärts...ganz im Genuss der steilen Strecke in verklemmender Haltung auf den Holzbänken. Es war einfach ein Erlebniss!

Kurz nach der Ankunft an der Talstation strömten die nächsten "Bergfahrer" in den Wagen...die weitere Schlange ging zudem schon hinaus auf die Straße. Wie am Vortag bei der Seilbahn "Ngong Ping 360" spürten wir auch jetzt, dass es wieder lohnenswert war, so zeitig aufzubrechen. Dabei Blick zurück auf unseren Bergbahnwagen.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/p4.JPG


Zu dieser Bahn entstand ebenfalls wieder ein Video, welches unter dem folgenen Link aufrufbar ist. Es zeigt die komplette bergwärtige Streckenmitfahrt aus der Kabine und wurde mit entsprechenden Außenaufnahmen an entsprechenden Stellen auf dem oberen Streckenabschnitten ergänzt.

YOUTUBE-Videolink: "THE PEAK TRAM" in Hong Kong (01.04.2013) (13:22)
http://i3.ytimg.com/vi/Z8psNhwiaXQ/mqdefault.jpg
[www.youtube.com]


Nach diesem ersten Tagespunkt marschierten wir wieder hinunter zur Straßenbahn um Orientierung zu finden. Anbei ein Bild vom Geschehen...Tw 24 & 151 kurz nach der Haltestelle Bank Street.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/14.JPG

Wie überall sind auch dort massig Doppelstockbusse zu sehen...ein regelrechtes Elefantenrennen kann an der Ampelkreuzung verfolgt werden, wenn die Lämplein umspringen.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-03.JPG


Die Doppelstockbusse waren auch Teil der nächsten Etappe! Schließlich wollten wir nun etwa 40km nach Nordwesten Fahren, an die Grenze der Sonderverwaltungszone von Hong Kong. Dort in der Ecke liegt auch die Satelittenvorstadt Tuen Mun, welche ebenfalls ein Straßenbahnsystem besitzt, wenn es sich dabei auch eher um ein "Light Rail Transit" handelt. Doch diese Bahn hat es mir bei den Reiseplanungen einfach angetan und dementsprechend mussten wir diese Stadt einfach besuchen, wenn man denn schon einmal "in dieser Ecke" ist.

Zwar kann man auch direkt mit der Metro bis dorthin fahren, doch dies ist nicht so angenehm wie mit dem Doppelstockbus, da man von dort noch andere Ecken der Stadt erfahren und sehen kann. Mit ein bisschen Suche fanden wir dann endlich eine Haltestelle der Linie 962...im ganzen "Dschungel an Busgesellschaften" gar nicht so einfach. Nach wenigen Minuten kam bereits die 962 um die Ecke geschossen. Für die nächste Stunde plazierten wir uns auf dem Oberdeck des Dennis Dragon-Doppeldeckers um an der Frontscheibe die Fahrt zu geniesen. Ja auch hier wollte man sich eben nur wie ein Tourist verhalten und die Fahrt geniesen. Für so einen Dorfjungen wie mich ist die Fahrt mit einem Doppelstockbus durch Hong Kong etwas anderes als mit einem Minibus durch Plauen :-)


Die Fahrt führt durch die belebten Straßen von Hong Kong Central und dann durch den Tunnel unter der Bucht hindurch auf die andere Seite nach Kowloon. Dann immerweiter an der Küste entlang...über Brücken und über Schnellstraßen...einfach toll!
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-04.JPG


Mit der Zeit aber vermuteten wir langsam das Ziel...doch sicher waren wir uns nicht. Es gab keine Haltestellenansagen und auch keine entsprechenden Anzeigen. Drausen zog aber ein nach dem anderen Hochhaus an uns vorbei...tja, wie weit sollten wir fahren...den Überblick hat man doch etwas verloren. Dann aber der Lichtblick...wir sichteten Gleise und Oberleitung, also hieß es an der nächsten Station aussteigen!

Die Fahrt war ganz gemütlich und die ersten Schritte auf den eigenen Beinen fiel wieder schwer. Wir suchten die nächste Station auf, um uns einen Überblick zu verschaffen, wo man sich nun eigentlich befindet. Recht schnell erkannten wir, dass es die Endstation Sam Shing gewesen ist und wir nun einen prima Ausgangspunkt für die kleine Exkursion in Tuen Mun hatten. Sam Shing selbst ist wie auch andere Endstationen im Erdgeschoss eines Hochhauses untergebracht. Inmitten von Betonstelzen wendet die Bahn und verfügt auch dort über mehrere Abfahrtsbahnsteige.

Nach nur sieben Minuten fuhr eine Bahn in Richtung Stadt, welche wir auch mit unserer Octopus-Card nutzten (bereits im Teil 1 erklärt). Wir wollten etwas die Strecke kennenlernen und an einigen Stellen auch einige Bilder machen. Doch so einen richtigen Fotoplan gab es diesmal nicht, also fuhren wir einfach so drauf los und fotografierten zwischendurch.

Die zu fotografierenden Fahrzeuge sind allesamt sehr lange vierachsige Wagen mit einer Länge von 20,2m, jedoch stammen diese von unterschiedlichen Herstellern (A.Goninan, Kawasaki, Comeng sowie UGL/CSR). Zum Einsatz kommen diese Fahrzeuge meist in Doppeltraktion, bzw. auch als Solowagen. Gewöhnungsbedürftig war auch dort das fotografieren mit Linksverkehr...also umdenken war immerwieder angesagt!


Eine Fotopause legten wir im Bereich Tuen Mun – Town Centre (gleichnamige Haltestelle) ein. Diese Haltestellenanlage erreicht gleich der A.Goninan 1100. Diese Fahrzeuge sind die zweite Serie an Fahrzeugen auf dem erst 1988 Straßenbahn-/Lightrailsystem.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/01.JPG


Kurz darauf an gleicher Stelle...es folgt eine Doppeltraktion aus den Wagen 1015+1204. Bei dem führenden Wagen handelt es sich um den Typen Comeng und der geführte Beitriebwagen stammt von Kawasaki.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/02.JPG


Noch ein solches Gespann aus den Wagen 1067+1205 verlässt gerade die Haltestelle Town Centre.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/03.JPG


An einen der Bahnsteige dann noch ein Bild...es zeigt den Wagen 1050 vom Typen UGL/CSR. Interessant ist jedoch die Belegung mit einer tieferliegenden Nummernserie bei einigen dieser neueren Wagen. Ob es Lücken bei der Erstbelegung gab, oder wie dies genau zusammenhängt ist mir derzeit noch unklar. Zumindest gibt es bauliche Unterschiede zwischen den 10xx "Lückenwagen" und der richtigen Serie ab dem Fahrzeug 1111.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/04.JPG


Nach einigen Aufnahmen fuhren wir auch weiter über die östliche Hochbahnstrecke nach Norden...einfach toll! Man konnte auch dort bauliche Vorleistungen für spätere Streckenerweiterungen feststellen, wie es auch in den letzten Jahren schon durchgeführt wurde. Der nächste Halt war am Umsteigepunkt Siu Hong. Dies war einer der "Pflichtpunkte" beim Besuch in Tuen Mun, welcher beim nun mangelnden Sonnenschein gut umgesetzt werden konnte. Es handelt sich dabei um das Aufeinandertreffen der Hochbahnstrecke auf die Bodenstrecken vor einem Gleisdreieck.


Diese Stelle passiert gerade der moderne UGL/CSR 1030 vor der angesprochenen Station Siu Hong.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/05.JPG


Nur kurze Zeit später ein Treffen von Kawasaki-Wagen...links eine Doppeltraktion auf dem Weg zur Hochbahnstrecke und rechts der Wagen 1089, welcher gerade von der Bodenstrecke einbiegt.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/06.JPG


Wir spazierten etwas an der Strecke entlang und fanden eine Bike-Station, wo eifrige Radfahrer ihr gutes Stück zurücklassen können, um die Reststrecke mit der Bahn weiterzufahren. Doch inmitten der Hochhausschluchten war dieses Fleckchen eher ein "Friedhof der Drahtesel"...einige Zweiräder waren noch vorzufinden, keines jedoch zu 100%. ...Ich nenne das folgende Bild bei Siu Hong deshalb einfach mal "Individualmobilität mit Hindernissen".
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-05.JPG


Zeit um weiterzufahren...diesmal in das Stadtviertel Tin Shui Wai im Nordosten. Auch hier finden sich zahlreiche Hochhäuser aber kaum Leben auf den Straßen. Es ist zwar Ostermontag, doch an einigen Zeitpunkten kam man schon stark ins überlegen, ob man sich wirklich in einer Großstadt befindet.

1024+1064 vor der Haltestelle Tin Wing.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/07.JPG


Einige Minuten später...die Kawasaki-Doppeltraktion 1080+10?? ebenfalls vor der Haltestelle Tin Wing.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/08.JPG


Mit der nächsten Bahn der Linie 751 fuhren wir die Querverbindung des Gebietes von Tin Shui Wai, welches u.a. durch zwei Ringlinien erschlossen wird. Für weitere Bilder suchten wir die Strecke um die Zwischenschleife Tin Yat auf.

Hier folgt der Comeng Solowagen 1019 auf der Durchgangsstrecke der Haltestelle Tin Yat...ungewöhnlich einen Solowagen dort zu sehen, doch beim zweiten Blick die Lösung zu einer Dienstfahrt. Immerwieder nützlich, dass die gesamte "SVZ Hong Kong" bis 1997 eine britische Kronkolonie gewesen ist...dementsprechend sind so gut wie alle Texte und Schriften auch auf English vorzufinden.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/09.JPG


Doch im ganzen lohnt es auch für Busfreunde. Da schon seit einiger Zeit die erhofften Neoplan-Doppeldecker umherfuhren musste auch davon ein Bild gelingen. Diese Fahrzeuge stammen aus dem heimischen Werk im vogtländischen Plauen :-) ...also ein Stückchen Heimat so weit weg von Zuhaus. Nach einiger Wartezeit an einer erneut wie ausgestorben wirkenden Straße dann der Glücksgriff! Der Neoplan Centroliner N4426 in der Nähe von Tin Yat.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-06.JPG


Wir fuhren daraufhin mit der Bahn zurück in den Innenstadtbereich um uns einer Mittagspause zu opfern und etwas Ruhe zu tanken. Wir einigten uns nochmal auf einen Mc Donalds, da man das Risiko eines "kulinarischen Fehlgriffes" wie am Vortag nicht nochmal riskieren wollte. Schließlich sind wir nicht in Hotelnähe und hatten noch einiges vor uns. So suchten wir uns im Einkaufscenter "Tin Yiu Plaza" das goldene M und reihten uns in die Schlange. Scheinbar kommt es nicht so oft vor, dass dort Europäer auftauchen, so zumindest die sehr interessierten Blicke der anderen. Die Bestellung an sich war etwas schwierig, da der kleine Chinajunge nicht ganz verstanden wollte, was ein Cheeseburger und ein Bic Mäc ist. Nachdem die Pommes abgelehnt wurden erhielt man dann doch das gewünschte "Mahl".

Im Seven-Eleven-Laden um die Ecke gab es noch die passenden Getränke für eine kleine Mittagspause :-) ...hinter dem Center in einem kleinen Park zwischen den Hochhäusern fanden wir eine ruhige Ecke um zu schlemmen. Erstaunlich wie die Burger doch rund um den Globus überall gleich schmecken!

Blick während der Mittagspause nach oben...
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-07.JPG


Nach dieser Stärkung mit Essen und Flüssigkeiten fuhren wir zurück nach Tuen Mun selbst. Doch der Himmel zog kräftig zu...so genossen wir ein paar Fahrten über das Netz und stiegen zwischendurch ein paarmal aus, da die Wagen sehr stark klimatisiert waren...dies sogar recht unangenehm.

Bei einem der Umstiege noch ein Bild...es zeigt den Kawasaki 1083 vor der Haltestelle Ming Kum.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/10.JPG


Irgendwann erreichten wir unser Abschlussziel der Tuen-Mun Rundfahrt, dem Ferry Pier in der Südstadt.
Dort findet sich ebenfalls eine mehrgleisige Entstation wieder welche im Untergeschoss einer Hochhausanlage angelegt ist. Der A.Goninan Solowagen 1103 an der Endhaltestelle Tuen Mun Ferry Pier.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.04.01/11.JPG


Dort sahen wir auch wieder die Buslinie 962 nach Hong Kong fahren, also waren wir richtig um bald darauf zurückzufahren. Doch bis dahin genossen wir noch etwas die Druckluftwagen in der Wendeschleife und verabschiedeten uns schonmal in Gedanken von diesem Straßenbahnsystem in Tuen Mun. Passend dazu dann auch noch die folgende Video-Zusammenfassung:

YOUTUBE-Videolink: Die Straßenbahn in Tuen Mun (01.04.2013) (12:07)
http://i3.ytimg.com/vi/jVJPS64Puog/mqdefault.jpg
[www.youtube.com]


Nach einer viertel Stunde Wartezeit kam dann endlich der 962er Bus nach Hong Kong Central, welchen wir für die Rückfahrt nutzten, da der Ausblick bei der Hinfahrt gefallen hat. Doch die schaukelnde Rückfahrt wog sanft in den Schlaf und viel hat man so nicht mitbekommen. Nur hin und wieder blinzelte man durch halbverschlossene Augen und sah sich über eine Schnellstraße fliegen...welch ein suspekter Traum :-)

Recht schnell war man so zurück in Hong Kong Central und orientierte sich ganz grob. Ganz praktisch fuhr diese Linie sogar in Hotelnähe vorbei und so konnten wir dies nur wenige Minuten nach dem aussteigen betreten. Mit dem Lift ging es hinauf in die 27te und in unser feines Räumchen. Doch viel Zeit haben wir nicht verbracht...eigentlich nur etwas frisch machen und für den Abend umziehen. Dazu wurden noch ein paar heimische Bierdeckel in die Fototasche gesteckt und das Stativ angehängt.


Wie am Vortag fuhren wir mit der "Ding Ding" in das Herz der Stadt und suchten die Kneipenstraße auf. Dort hatte unsere Zielkneipe gestern geschlossen, doch heute nicht. (man soll halt auch auf die Öffnungszeiten achten)
Ganz heimisch fühlten wir uns dann in der Kneipe "Schnurrbart"...welche aus unserem Lande stammt und nun von Asiaten betrieben wird. Es war fast 1:1 und man fand eine gemütliche urige kleine Straßenkneipe vor. Auch die Speisekarte war total deutsch und ohne jegliche Fehler. Wir mussten dabei schmunzeln, wie Asiaten am Nachbartisch Schnitzel und andere eine Bockwurst bestellt haben...ob sie dabei eigentlich wussten was es ist? Doch das war nur Nebensache...wir erfreuten uns eines feinen Schnitzels mit Bratkartoffeln und schmackhaften Getränken dazu. Geschmacksunterschiede gab es wie bei Mc Donalds nicht...es hätte auch 1:1 hier in einer Kneipe serviert werden können. Also für diese Lokalität einfach nur die Daumen hoch.
Nach dem Essen und beim bestellen weiterer Getränke zum Verdauen kamen wir mit einer Kellnerin ins Gespräch. Sie war von den Philippinen und erzählte uns viel von dort, nachdem sie erfahren hatte, dass es für uns am nächsten Tag dorthin gehen würde. Zum Schluss erhielt die Gastwirtschaft für die deutsche Sammlung noch ein paar Sternquell-Bierdeckel aus Plauen.

Wir verabschiedeten uns und machten einen Verdauungsspaziergang durch die Straßen zurück zur Straßenbahn. Für den Abend haben wir es uns vorgenommen eine Runde mit der Ding-Ding zu fahren und Hong Kong bei Nacht zu erfahren.


Zwischendurch einige Bilder an passenden Stellen...Tw 131 & 10 an der Haltestelle Western Market. Im Nachhinein mein Lieblingsmotiv aus dieser Stadt!
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/15.JPG


Zahlreiche Bilder entstanden und irgendwann erreichten wir den Endpunkt Kennedy Town im Westen der Insel. Hier sehen wir Tw 95 an der Haltestelle Davis Street, der Ausstiegshaltestelle des Endpunktes.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/16.JPG


Das Rauschen des Meeres war unweit zu vernehmen und wir spazierten noch eine Runde an der Küste entlang...dort wo alte Hafenanlagen und Hochhäuser nebeneinander stehen.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-08.JPG


Dort setzten wir uns auf eine Bank und genossen ein paar Schlücke aus der Dose bevor es dann zurück zur Straßenbahn ging. Viele Kurse sind schon eingerückt und auch die Fahrgastzahlen nahmen ab. So waren wir einige Zeit allein an Bord und konnten das Oberdeck geniesen, wärend man durch die nächtlichen Straßen von Hong Kong zuckelte.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/anderebetriebe/2013/2013.03.31-04.01/17.JPG


Wir genossen die Rückfahrt zum Hotel und waren der Meinung, dass wir nun für die zwei Tage Aufenthalt sehr viel erleben konnten. Neben einigen Kulturstätten, der Seilbahn Ngong Ping 360, der Peak-Tram und dem Straßenbahnsystem von Tuen Mun blieb dennoch Zeit um die kultige Ding-Ding zu erleben. Auch wenn es eine Tatrafreie Zone ist, so hat es mir diese Stadt einfach angetan und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird mich diese Metropole irgendwann wiedersehen!

Mit einigen Nachtbildern ging der späte Abend auch langsam zuende...
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-09.JPG


Im Hotel angekommen packten wir unsere Habseligkeiten schon grob zusammen, um am nächsten Morgen nicht noch alles zusammentragen zu müssen. Dann würde es endlich auf die Philippinen gehen...um genauer zu sein, zu den Tatras nach Manila!!! ...meinem bis dahin eigentlich noch letzten offenen Hobbyziel.

Mit Vorfreude auf die nächsten Tage wollten wir aber noch unsere Beiarbeit zur Skyline von Hong Kong leisten und bauten dieses Türmchen, welches sich vom Zimmerfenster gut auf Kowloon integrieren könnte.
http://www.stadtverkehr-plauen.de/dso/20130401-10.jpg



Das war es an dieser Stelle von mir aus Hong Kong und einer kurzen Möglichkeit die dortigen Bahnen kennenzulernen und etwas zu erleben. Ich hoffe, dass Euch auch dieser Beitrag etwas gefallen hat und die Möglichkeit gegeben hat etwas an dieser Reise teilzunehmen.

Zum Abschluss noch die Zusammenfassung zur kultigen Straßenbahn auf Hong Kong Island:
YOUTUBE-Videolink: Die Straßenbahn in Hong Kong (31.03 & 01.04.2013) (16:00)
http://i4.ytimg.com/vi/wQLPa7IVx_s/mqdefault.jpg
[www.youtube.com]


Der nächste Bericht (Teil 3 der Osterreise) führt wie gesagt zu den Tatra RT8D5M nach Manila...dem Nachfolger des schönsten* Straßenbahnwagens (KT8D5). Mit sicherlich viel Text und einigen Bildern wird es in den nächsten Wochen hier bei DSO dorthin gehen. Würde mich freuen, wenn man sich dabei wiedersieht.


Mit freundlichen Grüßen,
Daniel Möschke

📸 FB-Fotogruppe "STRASSENBAHN / TRAM / ТРАМВАЙ": https://www.facebook.com/groups/642006306748282
📸 FB-Fotogruppe "O-BUS / TROLLEYBUS / ТРОЛЛЕЙБУС ": https://www.facebook.com/groups/481137061897565
🎥 Youtube-Kanal "Straßenbahn & O-Busvideos aus aller Welt": [www.youtube.com]
Auch der zweite Beitrag gefällt mir richtig gut! Ein sehr schön zu lesender Bericht mit den passenden Fotos!

Gruß,
Philip

Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Flickr: [www.flickr.com]

Danke

geschrieben von: Daniel Möschke

Datum: 07.05.13 14:02

Hallo Ihr beiden,

freut mich wenn auch dieser Beitrag gefallen hat.

Es folgt dann Manila, welches ich doch in zwei Teile aufsplitten werde und nicht nur in einen einzigen Bericht.
Doch bis das soweit ist...kann es noch einige Zeit dauern.

Viele Grüße,
Daniel

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Re: Danke

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 07.05.13 14:23

Bin jetzt schon gespannt, wie es euch in Manila ergangen ist: Bei mir ist es der bislang einzige Betrieb, wo eine Fotogenehmigung verweigert wurde (2007). Allerdings war der Betriebschef sehr nett und hat uns mitgeteilt, wo es Fußgängerwege sind, die annähernd niveaugleich zur Strecke sind. So gab es dann von dort ein paar gute Bilder. Bahnsteigaufnahmen waren aber "off-limits".

Re: Danke

geschrieben von: Daniel Möschke

Datum: 07.05.13 14:31

Hallo Patrick,
Oh wie es uns in Manila ergangen ist...also ich wollte zwischendurch einfach nurnoch aufgeben und alles hinschmeißen!
Fotogenehmigung im Vorfeld zwecklos und vor Ort unmöglich...aber auch nur fast.
Man muss sein Hobbyziel vor Augen halten und dann geht man den Leuten mit allen Mitteln entgegen bis es geklappt hat :-) ...aber nieweider dorthin! Soviel steht schonmal fest!
Die Fußwege an der Strecke sind für richtig ordentliche Bilder aber fast nicht zu gebrauchen...da muss man viele Abstriche machen, was aber im Vorfeld schon bekannt war.

Doch weiteres im Teil 3 und dann die Highlights im Teil 4 :-)

Viele Grüße,
Daniel