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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Seit Montag letzter Woche liegen die Unterlagen für ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren für den Bau der U2 aus.

Den Unterlagen kann man u.a. entnehmen
- Extreme bauzeitliche Lärmbelastungen
- Vibrationen oberhalb der einschlägigen Grenzwerte
- Stärkere Grundwasserabsenkung

Es werden an Wohnbebauung Baulärmpegel bis 90 dB(A) ausgewiesen (Ulmenweg; Im Weidengrund). Beurteilungspegel, nicht Spitzenpegel. Nicht nur die einschlägigen Grenzwerte der AVV werden massiv überschritten, sondern auch die grundrechtliche Unzumutbarkeitsschwelle von 70 dB(A).,

Insgesamt wird Gonzenheim großflächig mit Baulärm oberhalb der einschlägigen Grenzwerte nach AVV belastet. Dies betrifft auch Kindergärten und Schulen.

Der Planfeststellungsbeschluss führt als Nebenbestimmung aus

"3.4.1 Schädliche Umwelteinwirkungen durch Lärm-, Geruchs-, Staub- und Erschütterungsimmissionen sind nach dem Stand der Technik zu vermeiden und unvermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Insbesondere ist sicherzustellen, dass - nur lärm-, erschütterungs- und schadstoffarme Fahrzeuge, Baumaschinen und Bauverfahren nach dem Stand der Technik eingesetzt werden,
- die AVV Baulärm und die 32. BImSchV (Lärm) sowie die DIN 4150-2 und die DIN 4150-3 (Erschütterungen) beachtet und eingehalten werden, "

Mit den vorgelegten Unterlagen fordert die Antragstellerin implizit die Aufhebung dieser Nebenbestimmung. Solche Nebenbestimmungen werden nicht pro forma erlassen, sondern müssen eingehalten werden. Mit der Nebenbestimmung ist man auf Einwendungen eingegangen, die Befürchtungen im Hinblick auf Baulärm äußerten. Grundsätzlich kann man in Planfeststellungsbeschlüssen auch Grenzwertüberschreitungen zulasssen, wenn Kompensationen vorgesehen werden; dies ist aber hier nicht gegeben. Es wird darauf hingewiesen (in der Dokumentation der UVPG-Vorprüfung), dass für betroffene Bewohner bei hoher Lärmbelastung Ersatzwohnraum und finanzielle Entschädigungen geboten sind.

Mit massiven Lärmbelastungen muss man wohl über die gesamte Bauzeit (4 Jahre?) rechnen.

Es sollen größere Wassermengen als bisher abgeführt und in der Nordostecke des Seedammbads versickert werden. Die damit verbundene Grundwasserabsenkung könnte zu Gebäudeschäden führen.

Schon diese erste kursorische Betrachtung ist erschreckend.

Die Förderung ist wohl immer noch nicht zugesagt; die NKU wurde immer noch nicht übermittelt. Mit dem vorschnellen Abriss der Station setzt Amann alle Beteiligten unter Druck, dem Bau zuzustimmen.

Termin für eine förmliche Stellungnahme ist der 9.9.26.

Re: Bad Homburg bekommt ein Projekt 20xx ?

geschrieben von: R. Anders

Datum: Gestern, 07:40:16

Guten Morgen,

Letztes Wochenende besuchte ich Bekannte in Bad (Beton)-Homburg und war erschrocken wie sehr sich die Kurstadt zu ihrem Städtebaulichen Nachteil verändert hat. Rund um den arg kastrierten Bahnhof ersteckt sich Betonbau an Betonbau. Der Busbahnhof am Bahnhofvorplatz eine einzige Hitzeinsel.
Und nun eifert der Bürgermeister Stuttgart 21 nach ?
Mit dem errichteten Betonklotz eines Kino in unmittelbarer Nähe am Bahnhof hat man sich eine kostengünstige Variante zur Verlängerung der Linie U2 - über Frankfurter Landstraße, Europa Kreisel abbiegend Richtung Bahnhof - im wahrsten Sinn des Wortes verbaut. Und wie man befürchtet wird mit dem Neubau des Kurhauses wohl ein weiterer Betonklotz mitten im Stadtkern errichtet werden. Vielleicht sollten die Bad Homburger bei der nächsten Wahl keinen Bürgermeister mit Frankfurter Genen ins Amt wählen.

Mfg, R. Anders
Dass beim U-Bahn-Bau zeitweise AVV-Grenzwerte für Wohngebiete überschritten werden, dürfte nicht ungewöhnlich sein. Es sind ja oft Rammarbeiten und ähnliches erforderlich, die sehr laut sind.

Gruß
X73900



1-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 19:53:48.

Re: Bad Homburg bekommt ein Projekt 20xx ?

geschrieben von: andreas +

Datum: Gestern, 22:45:39

R. Anders schrieb:
Mit dem errichteten Betonklotz eines Kino in unmittelbarer Nähe am Bahnhof hat man sich eine kostengünstige Variante zur Verlängerung der Linie U2 - über Frankfurter Landstraße, Europa Kreisel abbiegend Richtung Bahnhof - im wahrsten Sinn des Wortes verbaut.
So breit ist die Frankfurter Landstraße nun auch nicht, als daß man da 'locker' die U-Bahn-Linie hätte weiterführen können. (Das war ja auch der Grund für die Endstation Gonzenheim.)

Breite

geschrieben von: Turner

Datum: Heute, 08:41:08

andreas + schrieb:
So breit ist die Frankfurter Landstraße nun auch nicht, als daß man da 'locker' die U-Bahn-Linie hätte weiterführen können. (Das war ja auch der Grund für die Endstation Gonzenheim.)
Es handelt sich jetzt nicht um viele Kilometer, die auf der Straße gewesen wären.

Als Vergleich die Eckenheimer Landstraße in Frankfurt, U5.
Die ist etwa gleich breit und man kann auch dort mit 2,65 m breiten Fahrzeugen fahren und das schon seit Bestehen der kompletten B-Strecke.

Und wenn man in andere Städte schaut wie z.B. Stuttgart-Köln-Karlsruhe sind breite Fahrzeuge nicht das Problem.

Bad Homburg wollte seinerzeit einfach eine "schienenfreie Stadt" haben und da kamen breitere Fahrzeuge grade recht und das verkaufte man damals so dem unwissenden Volk.

Es bestand auch in Frankfurt vom ehem. Stadtwerkedirektor O. die Einstellung, dass U-Bahnen mit breiten Wagen nicht auf Straßen gehören, also nur abgeteilt vom Straßenverkehr. Da waren die Überführungen zwischen Eckenheim und Kw schon die Ausnahme gewesen.
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