geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4
Datum: 02.06.26 21:08
Wahrung der Ermittlungen schön und gut, aber nach dem Anschauen eines recht eindeutigen Videos die Frage "aber die Bahn war zu schnell (...)?" mit "wir spekulieren an der Stelle nicht (...)" zu beantworten, wirkt doch ziemlich lächerlich. Man kann darüber spekulieren, warum die Bahn zu schnell war oder um wie viele km/h, aber DASS sie zu schnell war, ist doch nun wirklich keine Spekulation mehr!Ja oder auch nein, man weiß nicht, ob das 'Zeugenvideo' den Ablauf wirklich in Echtzeit, also in echter Geschwindigkeit zeigt.
Natürlich ist das noch Spekulation. Das Video wird von Experten ausgewertet, die Geschwindigkeit ist zum Beispiel von der Bildaufzeichnungsrate abhängig. Zudem gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung. Du möchtest doch bestimmt auch, dass dein Arbeitgeber dich nicht in der Presse vorverurteilt.
geschrieben von: Stundentakt
Datum: 02.06.26 21:30
Tramfreak schrieb:Die Forensiker werden das sehr schnell abgleichen. Die Uhr oben links im Handyvideo läuft jdf 'normal', darunter zischt der Zug schon ziemlich forsch durch. Nächste Frage: wieviele Meter vom Fokus der Kamera bis zum Zwangspunkt und wie scharf müßte man das bremsen. Schön sieht das ganze leider nicht aus.Wahrung der Ermittlungen schön und gut, aber nach dem Anschauen eines recht eindeutigen Videos die Frage "aber die Bahn war zu schnell (...)?" mit "wir spekulieren an der Stelle nicht (...)" zu beantworten, wirkt doch ziemlich lächerlich. Man kann darüber spekulieren, warum die Bahn zu schnell war oder um wie viele km/h, aber DASS sie zu schnell war, ist doch nun wirklich keine Spekulation mehr!Ja oder auch nein, man weiß nicht, ob das 'Zeugenvideo' den Ablauf wirklich in Echtzeit, also in echter Geschwindigkeit zeigt.
[…]
geschrieben von: Knut Ochdorf
Datum: 02.06.26 21:44
Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:Tramfreak schrieb:Das Video wird nur als eines von vielen Beweisstücken betrachtet. Maßgebend sind die Daten auf dem UDS, wo genau alle Daten der Bahn gespeichert sind. Da wird nicht nur die tatsächliche Geschwindligkeit sondern auch alle anderen Dinge wie Stellung Sollwertgeber, Sanddtaster, Füllstand Sandkästen usw. aufgezeichnet. Man kann damit genau rekonstruieren, was der Fahrer gemacht oder nicht gemacht hat.Tramfreak schrieb:Die Forensiker werden das sehr schnell abgleichen. Die Uhr oben links im Handyvideo läuft jdf 'normal', darunter zischt der Zug schon ziemlich forsch durch. Nächste Frage: wieviele Meter vom Fokus der Kamera bis zum Zwangspunkt und wie scharf müßte man das bremsen. Schön sieht das ganze leider nicht aus.Wahrung der Ermittlungen schön und gut, aber nach dem Anschauen eines recht eindeutigen Videos die Frage "aber die Bahn war zu schnell (...)?" mit "wir spekulieren an der Stelle nicht (...)" zu beantworten, wirkt doch ziemlich lächerlich. Man kann darüber spekulieren, warum die Bahn zu schnell war oder um wie viele km/h, aber DASS sie zu schnell war, ist doch nun wirklich keine Spekulation mehr!Ja oder auch nein, man weiß nicht, ob das 'Zeugenvideo' den Ablauf wirklich in Echtzeit, also in echter Geschwindigkeit zeigt.
[…]
Berlin-Gerd schrieb:Wenn der Sprecher über technisches Versagen spekulieren würde, würde er der Werkstatt eins reinwürgen. Die Ermittlungen werden zeigen, welche Geschwindigkeit gefahren wurde und ob eventuell noch etwas zusätzlich eine Rolle spielte. Der Zustand der Schienen, Gegenstände im Gleis, all das ermittelt man.Natürlich ist das noch Spekulation. Das Video wird von Experten ausgewertet, die Geschwindigkeit ist zum Beispiel von der Bildaufzeichnungsrate abhängig. Zudem gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung. Du möchtest doch bestimmt auch, dass dein Arbeitgeber dich nicht in der Presse vorverurteilt.Das muss ja nicht sein, es kann ja auch ein technisches Versagen dazu geführt haben, dass die Bahn zu schnell war. Und dieses Video ist ja jetzt nicht alles an Indizien. Wir haben ja auch noch ein katastrophales Schadensbild vor uns. Es müsste doch, wie man so schön sagt, mit dem Teufel zugehen, wenn dieses durch ein Befahren des engen Bogens mit der vorgesehenen Geschwindigkeit entstanden wäre.
Wir sehen übrigens auch keine Berührungen zwischen den schief stehenden Masten und der Bahn, aber dass die Masten von der Bahn gerammt wurden, steht komischerweise außer Frage. Mag rechtlich alles so richtig sein (kann ich nicht beurteilen), aber logisch finde ich das nicht.Na die Anschlagspuren sind doch mehr als deutlich zu sehen.
Zitat:Ich vermute mal, dass auch die Berliner Aufzeichnungsgeräte haben und die Karten nach Unfällen an die Polizei übergeben werden zwecks Ermittlungen.wenn dieses durch ein Befahren des engen Bogens mit der vorgesehenen Geschwindigkeit entstanden wäre
geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4
Datum: 02.06.26 23:25
Die Uhr oben links im Handyvideo läuft jdf 'normal', darunter zischt der Zug schon ziemlich forsch durch.Je nach dem welche Uhr man betrachtet, die auf dem Handy oder die des rbb24-Videos kommt man auf eine Durchfahrzeit / Vorbeifahrzeit des Straßenbahnwagens von etwa zwei bis drei Sekunden. Bei 40 m Fahrzeuglänge wären das etwa 20 m/Sek. bis 13 m/Sek, was etwa 70 km/h bis 46 km/h entspräche.
geschrieben von: Berlin-Gerd
Datum: 03.06.26 00:48
Das Video wird nur als eines von vielen Beweisstücken betrachtet.Die Frage ist, ob ein illegal aufgenommenes Video überhaupt Beweiskraft hat. Wir vergessen da bitte nicht den Datenschutz als hohes Gut. Die Schutzbehauptungen "Wind und Vögel" sind keine Entschuldigung für den Rechtsbruch.
geschrieben von: Führerbremsventil
Datum: 03.06.26 06:48
Knut Ochdorf schrieb:Ja, ich hab auch "lachen" müssen bei dieser Erklärung...Das Video wird nur als eines von vielen Beweisstücken betrachtet.Die Frage ist, ob ein illegal aufgenommenes Video überhaupt Beweiskraft hat. Wir vergessen da bitte nicht den Datenschutz als hohes Gut. Die Schutzbehauptungen "Wind und Vögel" sind keine Entschuldigung für den Rechtsbruch.
was mich wundert:Der Fahrleitungsmast neigt sich mMn nicht nach innen, sondern in Fahrtrichtung, den hat der Zug mitgerissen.
Der Oberleitungsmast aus Doppel-T-Profil neigt sich nach innen, wenn ein Fahrzeugteil in Fahrtrichtung gegen ihn stößt?
Wenn überhaupt, hätte ich eher eine (hauptsächliche) Verschiebung in Fahrtrichtung erwartet.
Ist der überhaupt abgeknickt bzw. verbogen oder hat er sich samt Fundament schon vorher ins Profil des Gleises geneigt?
geschrieben von: Der Einbügler
Datum: 03.06.26 11:45
Berlin-Gerd schrieb:Ich habe auch eine Überwachungskamera für den Hof (Privatgelände), und obwohl diese relativ exponiert sitzt hat weder Wind noch Geflügel jemals für eine Änderung der Ausrichtung gesorgt.Knut Ochdorf schrieb:Ja, ich hab auch "lachen" müssen bei dieser Erklärung...Das Video wird nur als eines von vielen Beweisstücken betrachtet.Die Frage ist, ob ein illegal aufgenommenes Video überhaupt Beweiskraft hat. Wir vergessen da bitte nicht den Datenschutz als hohes Gut. Die Schutzbehauptungen "Wind und Vögel" sind keine Entschuldigung für den Rechtsbruch.
geschrieben von: andreas +
Datum: 03.06.26 14:09
Führerbremsventil schrieb:Ungeachtet ob's wirklich die Vögel oder der Wind waren, hätte er auch sagen können, er habe gerade mal die Vorbeifahrt einer Straßenbahn aufnehmen wollen ...Berlin-Gerd schrieb:Ich habe auch eine Überwachungskamera für den Hof (Privatgelände), und obwohl diese relativ exponiert sitzt hat weder Wind noch Geflügel jemals für eine Änderung der Ausrichtung gesorgt.... Die Schutzbehauptungen "Wind und Vögel" ...Ja, ich hab auch "lachen" müssen bei dieser Erklärung...
geschrieben von: Mitteldrehgestell
Datum: 03.06.26 15:39
Und zur Beschädigung: Es ist allseits bekannt, daß die modernen Niederflurfahrzeuge - egal jetzt ob Schiene oder Straße - nicht mehr annähernd durch ihre grazile Bauweise das aushalten, was frühere Bauarten so massiv gemacht hat.So ein Unsinn, die Crash-Normen wurden immer wieder verschärft. Heute müssen Straßenbahnen ein Vielfaches aushalten als vor Jahrzehnten.

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