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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Laut MZ vom 29.08.2025 wird die Naumburger Straßenbahn GmbH an 01.01.2026 das Deutschlandticket nicht mehr anerkannt. Grund ist lt. MZ das Problem, dass die Ausgleichszahlungen die Einnahmeausfälle bei weitem nicht kompensieren, und die Gesellschaft dadurch in finanzielle Nöte geraten ist. Zusätzlich zu dem übrigen "Huddel" den die Straßenbahn mit dem Landkreis hat, ist das kein gutes Zeichen für die Zukunft der Bahn. Man kann nur hoffen, dass die Fahrgastzahlen 2026 nicht einbrechen.

Wieso kann eigentlich die eine oder andere Bahn ....

geschrieben von: Mevissen4

Datum: 01.09.25 18:58

.... aus dem Deutschlandticket aussteigen. Das ist doch nicht der Sinn eines deutschlandweit gültigen Tickets.

Re: Wieso kann eigentlich die eine oder andere Bahn ....

geschrieben von: Gernot

Datum: 01.09.25 19:09

Mevissen4 schrieb:
.... aus dem Deutschlandticket aussteigen. Das ist doch nicht der Sinn eines deutschlandweit gültigen Tickets.

Nein, das ist bestimmt nicht der Sinn. Und so schafft man die angepeilte Verkehrswende ganz bestimmt nicht. Aber wer aus dem D-Ticket aussteigt, sollte auch keine staatlichen Zuschüsse mehr bekommen.
Vielleicht wäre es sinnvoller, mit den Zuschußgebern über einen höheren Ausgleich zu verhandeln. Denn dass das D-Ticket nicht kostendeckend ist, wissen alle. Aber das war der ÖPNV auch vorher nicht.
Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?
Hallo

Statt auf die Naumburger einzuschlagen, sollte man sich vielleicht die Gründe anschauen, wieso man diesen Schritt geht. Denn bei ausreichender Finanzierung durch die Stadt/Landkreis/Land sowie Ausgleichzahlungen durch das DT würde man dies nicht machen. Und einfach so mal anklopfen, mit der Forderung nach mehr Geld, ist auch nicht. Da sind die beiden GF schon kräftig hinterher. Die Naumburger Straßenbahn ist, trotz der kurzen Streckenlänge, Teil des ÖPNV in der Stadt. Auch wenn man dort mit alten Fahrzeugen unterwegs, oder auch grade weil man damit fährt, hat die Bahn einen gewissen Status in der Bevölkerung erlangt.
Ich möchte das jetzt nicht komplett ausführen, aber vielleicht einen Anstoß zu einer sauberen und fairen Diskussion, über das warum und wie man weitere Mittel generieren könnte.

"Das Ziel bestimmt die Art und Weise, wie man dahin gelangt"
(Emanuel Seidelbast)
Fahrtsignal schrieb:
Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?
Ob man das möchte... Ich glaube nicht. Die Bahn ist ja auch WIE SIE IST als ÖPNV gedacht. Aber von einem durch den Gesetzgeber durchgepeitschten D-Ticket konnte man nun wirklich nicht kalkulieren als die Bahn wieder in Betrieb ging.

Letztendlich sollte man als Fahrgast nicht nur fordern. Das Ticket ist nun wirklich immer noch sehr günstig dafür dass es in Deutschland gilt. Man sollte sich vor Augen halten was früher ein Monatsticket für Pendler in die Nachbarstadt gekostet hat.
Für mich wäre es neu, dass Wahlfreiheit zur Anerkennung des Deutschlandtickets besteht. Wer Zuschüsse bekommt als öffentlicher Nahverkehr, ist sicherlich an die Anerkennung gebunden, so wie bei Harzer Schmalspurbahn und Sylter Verkehrsgesellschaft.

Ich weiß allerdings nicht, wie das Konstrukt in Naumburg genau aussieht.
Waldstadion schrieb:
Für mich wäre es neu, dass Wahlfreiheit zur Anerkennung des Deutschlandtickets besteht. Wer Zuschüsse bekommt als öffentlicher Nahverkehr, ist sicherlich an die Anerkennung gebunden, so wie bei Harzer Schmalspurbahn und Sylter Verkehrsgesellschaft.

Ich weiß allerdings nicht, wie das Konstrukt in Naumburg genau aussieht.

Eigentlich tritt man mit Teilnahme an einem Verkehrsverbund die Tarifhoheit an diesen ab. Die Konstruktion dieser Nichtanerkennung würde mich da schon mal interessieren. Und natürlich führt das jetzt zunächst mal zu Mindereinnahmen, man kriegt dann ja entsprechend weniger vom Verkehrsverbund. Wenn der das denn überhaupt mitmacht.
Samba Tw 303 schrieb:
Fahrtsignal schrieb:
Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?
Ob man das möchte... Ich glaube nicht. Die Bahn ist ja auch WIE SIE IST als ÖPNV gedacht.
Wenn ich an anderer Stelle lese, dass die Fahrer und Schaffner der Naumburger Straßenbahn teilweise ehrenamtlich arbeiten, dann ist das eine Museumsbahn im Linienbetrieb. Für ein normales ÖPNV-Angebot müsste nach meinem Verständnis das Fahrpersonal regulär bezahlt werden, aber dafür reichen offenbar die Zuschüsse die gezahlt werden vorn und hinten nicht.

Und bislang ist es so, dass der Verkäufer des Deutschlandtickets die Einnahmen behalten darf. Da das Ticket in Metropolregionen für viele Pendler die zuvor eine Monatskarte nutzten eine sehr attraktive Alternative darstellt, dürften hier ungleich mehr Verkäufe erzielt werden, als in der Fläche, wo der Nahverkehr bereits vor dem Deutschlandticket unattraktiv war. Da man das Deutschlandticket aber überall nutzen kann, müssten also die Deutschlandticketkäufer der Naumburger Straßenbahn diese für alle mit finanzieren, die dort nur zu Besuch sind und die Bahn jetzt kostenlos nutzen wollen. Für kleine Betriebe ist der Aufwand des D-Ticket-Abo-Vertriebs sogar unverhältnismäßig groß, so dass ich mir nicht sicher bin, ob man das D-Ticket aktuell überhaupt in Naumburg kaufen könnte.

Stand August 2025 wird darüber diskutiert, dass die Einnahmen neu aufgeteilt werden sollen: [www.sueddeutsche.de]

Zitat
Neuaufteilung ab Oktober geplant
Eine Neuaufteilung der Einnahmen ist von Oktober an vorgesehen, teilt die Landesregierung weiter mit. Dann sollen die Einnahmen unter Berücksichtigung der Postleitzahlen der Käufer verteilt werden. Auch Aspekte wie der Tourismus sollen einfließen. Das sei für die heimischen Verkehrsbetriebe ein Schritt in die richtige Richtung, hieß es aus dem Haus von Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos). Vielleicht wird die neue Verteilung sogar rückwirkend für das ganze Jahr 2025 vorgenommen. Das jedenfalls hat die Verkehrsministerkonferenz einstimmig im Februar gefordert, wie es vom Schweriner Ministerium hieß. Dazu liefen derzeit Beratungen zwischen den Beteiligten bundesweit. Die Entscheidung stehe noch aus.
Die Ankündigung aus Naumburg könnte also auch dafür sorgen, dass mehr Druck ausgeübt wird, die Verteilung neu zu regeln, damit eben nicht noch mehr kleine Betriebe aus dem D-Ticket aussteigen. Die Kirnitzschtalbahn wäre ein weiterer potentieller Kandidat, da sie als reine Touristenbahn eben auch zum Sondertarif fahren könnte. Die Freifahrt mit dem D-Ticket würde dann nur noch für den parallel verlaufenden Bus gelten, der derzeit alles andere als überfüllt ist.
Gernot schrieb:
Zitat:
Mevissen4 schrieb:
.... aus dem Deutschlandticket aussteigen. Das ist doch nicht der Sinn eines deutschlandweit gültigen Tickets.
Ketzerische Frage an dich: Ist die Naumburger Straßenbahn essentiell für eine Verkehrswende? Ich bin da eher skeptisch und sehe sie primär als touristisches Verkehrsmittel in ihrer heutigen Form.

Aber weiter: Eine Verkehrswende wird von "der Politik" im Sinne der regierenden Parteien im Bund, im Land und in der Stadt hat diese sicherlich keine Mehrheit und auch nicht auf absehbarer Zeit...


Gernot schrieb:
Zitat:
Aber wer aus dem D-Ticket aussteigt, sollte auch keine staatlichen Zuschüsse mehr bekommen.
Dann muss man sich gegebenenfalls fragen, ob es doch ein touristischer Betrieb & Tarif ist...

Gernot schrieb:
Vielleicht wäre es sinnvoller, mit den Zuschußgebern über einen höheren Ausgleich zu verhandeln. Denn dass das D-Ticket nicht kostendeckend ist, wissen alle. Aber das war der ÖPNV auch vorher nicht.
Die Zuschussgeber wollen oder können nicht mehr zahlen - sowohl der Bund als auch die Ländern wollen ihre Ausgaben für das D-Ticket begrenzen oder gar zurückfahren. Und Kommunen und Kreise haben dann die zusätzlichen Einnahmeausfälle auszugleichen, was viele an den Rand ihrer Möglichkeiten treibt...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Aussteigen aus dem D-Ticket wäre nicht der richtige Weg. Alternativ könnte man ein Historik-Zuschlag verlangen, wie es bereits in Sachsen der Fall ist (gleiches gilt im übrigen für die Harzer Schmalspurbahnen, die in arge finanzielle Schwierigkeiten geraten sind). Jedenfalls bin ich froh, dass die Straßenbahn in Naumburg fährt und sie ist es wert, erhalten zu werden - mit oder ohne DT.

Einnahmen aus Ticketverkauf

geschrieben von: Cityrunner

Datum: 02.09.25 06:04

Fahrtsignal schrieb:
Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?
Moin. Ist immer die Frage welche Einnahmen die Naumburger Straßenbahn macht mit dem Ticketverkauf im Zug und am Schalter ggf Automaten. Mit dem DT verdient die VG kein Geld. Für den Verein zählt jeder Cent.
Alle 30 Minuten und mit musealem Rumpelmaterial - so lockt man niemanden aus dem Auto in die Tram.
In der jetzigen Form ist es ein Museums-/ Touristenbetrieb.
Was es bräuchte, wären Neubautriebwagen a la Woltersdorf und mindestens ein 15er- oder 10er-Takt.
Vielleicht ja am Ende sogar autonom, dann entfallen auch Personalthemen.

Ich meine, wir reden von einem Fußweg Hbf-Dom/Innenstadt von 1.500 Metern... wenn ich aus Richtung Leipzig ankomme, stehe ich 23-29 Minuten rum, um auf die Tram zu warten. In der Zeit habe ich alles zu Fuß erreicht...
Hallo Freunde des Nahverkehrs!

Die Ausführungen von Herrn Laake sind auch mein Gedanke gewesen.
Es ist schade, wie man auf die Gesellschaft "einschlägt" und deren Betrieb fast schon
in Frage stellt. Selber hätte ich kein Problem, dort paar Dienste im Ehrenamt zu fahren.
Die entsprechenden Fahrberechtigungen sind vorhanden. Die Fahrzeuge vertraut.
Schon allein damit die Bahn erhalten bleibt.
Nur ist es die Entfernung vom zu Hause.

Herzliche Grüße
Gerrit
Sehr geehrte Mitwirkende,

vielen Dank für die Diskussion. Diese wird aber der Sache nicht gerecht.

Zur Einordnung als „Touristen-Bahn“:
Diese Einschätzung trifft nicht zu. Die Bahn wird von Einheimischen ebenso selbstverständlich genutzt wie jedes andere öffentliche Verkehrsmittel. Zwar gibt es Zeiten mit geringerer Auslastung, doch dies ist bei den städtischen Bussen ebenso der Fall. An Wochenenden und bei Veranstaltungen steigt der Anteil touristischer Fahrgäste naturgemäß an. Gleichzeitig nutzen aber auch viele Anwohner aus der Stadt und dem Umland die Bahn gezielt für ihre Ausflüge, insbesondere bei Veranstaltungen. R ichtig ist, dass die Fahrgastzahlen an Wochenenden und bei Veranstaltungen durch touristische Nutzer und Ausflügler aus der gesamten Region spürbar ansteigen. Genau diese Mischung aus Alltagsverkehr und Tourismus macht die Bahn zu einem wichtigen Standortfaktor für unsere strukturschwache Region und sichert ihre Wirtschaftlichkeit.

Zum Deutschlandticket (D-Ticket):
Die NSB ist kein Mitglied eines Tarifverbundes, erkennt jedoch Verbundtickets und das Deutschlandticket an. Für die Anerkennung dieser Fahrscheine erhalten wir vertraglich geregelte Ausgleichszahlungen. Entgegen mancher Spekulationen handelt es sich hierbei nicht um hohe Beträge. Die Berechnung der Ausgleichszahlungen für das D-Ticket ist komplex und basiert auf Faktoren wie Fahrgeldeinnahmen und Fahrleistung, was in der entsprechenden Landesgesetzgebung (z. B. Sächsische Deutschlandticket-Finanzierungsverordnung [www.revosax.sachsen.de] detailliert geregelt ist.

Ein eigener Vertrieb des D-Tickets durch die NSB wäre zwar technisch denkbar, der administrative und finanzielle Aufwand für die Einrichtung und Betreuung einer Verkaufsplattform stünde jedoch in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Einnahmen. Ein solcher Vertrieb würde zudem den Aufbau von Personal für Service und Support erfordern. Kooperationen mit anderen Anbietern sind in diesem Bereich schwer zu realisieren.

Grundsätzlich gilt, dass die Ausgleichszahlungen – bei der NSB wie auch bei vielen anderen Verkehrsunternehmen – keine vollständige Kostendeckung gewährleisten.

Zur Bezeichnung als „Museumsbahn“:
Die NSB ist explizit keine Museumsbahn. Auch wenn historisches Fahrzeugmaterial eingesetzt wird, unterliegt die NSB den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen eines regulären Verkehrsunternehmens nach der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab). Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) sehr genau kontrolliert. Zudem sind moderne Sicherungseinrichtungen im Einsatz.

Dass der Betrieb gelegentlich, insbesondere bei Veranstaltungen, durch Freiwillige unterstützt wird, ist der geringen Personaldecke geschuldet. In einem kleinen Unternehmen werden personelle Engpässe, etwa durch Krankheitswellen, schneller sichtbar. Während in größeren Betrieben Leistungen dann oft ersatzlos ausfallen (Straßenbahnen stehen wild auf der Strecke, weil keine Ablösung kommt, oder es wird am hellen lichten Tag eingerückt), ist der gezielte Einsatz von qualifizierten Aushilfen eine pragmatische und fahrgastfreundliche Lösung.


Dieses Projekt war in seiner über 30-jährigen Geschichte oft mit erheblichen Widerständen konfrontiert. Dass es heute in dieser Form existiert, ist dem unermüdlichen Engagement einiger weniger Personen und der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung zu verdanken. Politische Entscheidungen haben in der Vergangenheit leider wiederholt verhindert, dem Projekt eine andere, möglicherweise wirtschaftlich tragfähigere Ausrichtung zu geben.

Eine fundierte Kritik und Auseinandersetzung mit dem Status des Unternehmens ist stets willkommen. Für eine konstruktive Diskussion ist es jedoch unerlässlich, sich mit der komplexen Sachlage vertraut zu machen. Pauschale Urteile, die auf Halbwissen basieren, werden der Thematik und dem Engagement der Beteiligten nicht gerecht.

Aber:
Jeder der mit ungarem Halbwissen, hochwertige Expertisen zum Status eines Unternehmens abliefert, weil er zu jeder Fußball WM Trainer ist, bei jeder Krise Experte und bei jedem Krankheitsbild Mediziner im Ruhestand, der genau wusste, wie es kommt und sofort eine Lösung hat, die viel besser ist, sollte vielleicht erstmal in das Thema eintauchen um anschließend einen fundierten Kommentar abgeben zu können.

Ihr seid tatsächlich Experten? Dann legt los und entwerft Lösungsansätze mit den gegebenen Rahmenbedingungen. Jede Hilfe ist willkommen, die dieses Projekt unterstützt.
Werntalbahn schrieb:
Alle 30 Minuten und mit musealem Rumpelmaterial - so lockt man niemanden aus dem Auto in die Tram.
In der jetzigen Form ist es ein Museums-/ Touristenbetrieb.
Was es bräuchte, wären Neubautriebwagen a la Woltersdorf und mindestens ein 15er- oder 10er-Takt.
Vielleicht ja am Ende sogar autonom, dann entfallen auch Personalthemen.

Ich meine, wir reden von einem Fußweg Hbf-Dom/Innenstadt von 1.500 Metern... wenn ich aus Richtung Leipzig ankomme, stehe ich 23-29 Minuten rum, um auf die Tram zu warten. In der Zeit habe ich alles zu Fuß erreicht...

Vielen Dank für deine professionelle Einschätzung. Wären moderne Fahrzeuge möglich, wären diese im Wochenbetrieb im Einsatz. Kennst Du denn die Gründe, warum besonders das alte Material so zwanghaft erhalten wird? In Naumburg wurde im Übrigen auch mal ein KT4D erprobt. Hast DU aber bestimmt gewusst. Vielleicht kannst DU auch gleich erklären, wo hier die Probleme liegen.
Der 10 oder 15-Minuten Takt ist ein wirklich guter Einwand. Kennst DU den Status im BKL dazu? Da würde ich mich über eine Ausführung dazu freuen!

DU kannst gern zum Dom laufen. Die Pendler, welche jeden Morgen vom Salztor zum Bahnhof fahren, möchten das vielleicht nicht und nehmen lieber die 12 Minuten Fahrt auf sich. Auf dem Rückweg tun diese das auch gern. Alternativ kann man den im 15-Minuten-versatz (zum Takt der Bahn) fahrenden Bus nutzen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:09:02:12:55:02.
MaxMuster schrieb:
Zur Bezeichnung als „Museumsbahn“:
Die NSB ist explizit keine Museumsbahn. Auch wenn historisches Fahrzeugmaterial eingesetzt wird, unterliegt die NSB den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen eines regulären Verkehrsunternehmens nach der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab). Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) sehr genau kontrolliert.
Nur kurz, um ein Missverständnis abzuräumen: Die Bezeichnung als Museumsbahn hat überhaupt nichts mit dem Betrieb nach BOStrab zu tun. Auch die "Bergische Museumsbahn" in Wuppertal ist ein voll nach BOStrab betriebenes und nach PBefG konzessioniertes Straßenbahnunternehmen und muss entsprechend alle Vorschriften einhalten und wird dabei durch die zuständige TAB überwacht. Siehe entsprechende Einträge auch hier im Forum in den letzten Tagen. Von den auf städtischen Netzen verkehrenden Museumswagen erst gar nicht zu reden. Auch diese unterliegen selbstverständlich allen Regeln der BOStrab.

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.
Christoph Zimmermann schrieb:
MaxMuster schrieb:
Zur Bezeichnung als „Museumsbahn“:
Die NSB ist explizit keine Museumsbahn. Auch wenn historisches Fahrzeugmaterial eingesetzt wird, unterliegt die NSB den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen eines regulären Verkehrsunternehmens nach der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab). Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) sehr genau kontrolliert.
Nur kurz, um ein Missverständnis abzuräumen: Die Bezeichnung als Museumsbahn hat überhaupt nichts mit dem Betrieb nach BOStrab zu tun. Auch die "Bergische Museumsbahn" in Wuppertal ist ein voll nach BOStrab betriebenes und nach PBefG konzessioniertes Straßenbahnunternehmen und muss entsprechend alle Vorschriften einhalten und wird dabei durch die zuständige TAB überwacht. Siehe entsprechende Einträge auch hier im Forum in den letzten Tagen. Von den auf städtischen Netzen verkehrenden Museumswagen erst gar nicht zu reden. Auch diese unterliegen selbstverständlich allen Regeln der BOStrab.
Volle Zustimmung! Der erste zitierte Satz impliziert ja, dass Museumsbahnen - egal ob Eisenbahn oder Straßenbahn - nicht den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen unterliegen würden. Das ist natürlich Unsinn. BOStrab, EBO/ESBO gelten genauso.
Hmm, was mir völlig fehlt, ist eine Lösung, wie man das Problem der Barrierefreiheit angehen möchte. Denn als regulärer Verkehrsbetrieb unterliegt auch die NSB den entsprechenden EU- und nationalen Regularien. Und die sehen nunmal vor, dass wenn ein Verkehrsbetrieb die Barrierefreiheit noch nicht hergestellt hat, zumindest ein belastbarer Plan vorliegen muss, wie und bis wann man plant, die vollständige Barrierefreiheit herzustellen. Die Kirnitzschtalbahn dürfte vor dem gleichen Problem stehen, und auch wenn die zuständigen Aufsichtsbehörden bislang alle Augen inklusive Hühneraugen zudrücken, sollte man sich nicht darauf verlassen, dass das für alle Zeiten so bleibt.
kaufhalle schrieb:
Waldstadion schrieb:
Für mich wäre es neu, dass Wahlfreiheit zur Anerkennung des Deutschlandtickets besteht. Wer Zuschüsse bekommt als öffentlicher Nahverkehr, ist sicherlich an die Anerkennung gebunden, so wie bei Harzer Schmalspurbahn und Sylter Verkehrsgesellschaft.

Ich weiß allerdings nicht, wie das Konstrukt in Naumburg genau aussieht.
Eigentlich tritt man mit Teilnahme an einem Verkehrsverbund die Tarifhoheit an diesen ab. Die Konstruktion dieser Nichtanerkennung würde mich da schon mal interessieren. Und natürlich führt das jetzt zunächst mal zu Mindereinnahmen, man kriegt dann ja entsprechend weniger vom Verkehrsverbund. Wenn der das denn überhaupt mitmacht.
Wie definierst Du diese Teilnahme? Laut Homepage sind bei der Straßenbahn ausschließlich deren eigene Fahrkarten käuflich zu erwerben, wenngleich MDV-Fahrkarten genauso wie das Deutschlandticket anerkannt werden.
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