geschrieben von: Novoma
Datum: 01.09.25 18:20
geschrieben von: Mevissen4
Datum: 01.09.25 18:58
geschrieben von: Gernot
Datum: 01.09.25 19:09
.... aus dem Deutschlandticket aussteigen. Das ist doch nicht der Sinn eines deutschlandweit gültigen Tickets.Nein, das ist bestimmt nicht der Sinn. Und so schafft man die angepeilte Verkehrswende ganz bestimmt nicht. Aber wer aus dem D-Ticket aussteigt, sollte auch keine staatlichen Zuschüsse mehr bekommen.
geschrieben von: Fahrtsignal
Datum: 01.09.25 19:25
geschrieben von: Tony Laake
Datum: 01.09.25 20:23
geschrieben von: Samba Tw 303
Datum: 01.09.25 20:24
Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?Ob man das möchte... Ich glaube nicht. Die Bahn ist ja auch WIE SIE IST als ÖPNV gedacht. Aber von einem durch den Gesetzgeber durchgepeitschten D-Ticket konnte man nun wirklich nicht kalkulieren als die Bahn wieder in Betrieb ging.
geschrieben von: Waldstadion
Datum: 01.09.25 20:42
geschrieben von: kaufhalle
Datum: 01.09.25 21:40
Für mich wäre es neu, dass Wahlfreiheit zur Anerkennung des Deutschlandtickets besteht. Wer Zuschüsse bekommt als öffentlicher Nahverkehr, ist sicherlich an die Anerkennung gebunden, so wie bei Harzer Schmalspurbahn und Sylter Verkehrsgesellschaft.
Ich weiß allerdings nicht, wie das Konstrukt in Naumburg genau aussieht.
geschrieben von: KT4D-Freak
Datum: 01.09.25 21:56
Fahrtsignal schrieb:Wenn ich an anderer Stelle lese, dass die Fahrer und Schaffner der Naumburger Straßenbahn teilweise ehrenamtlich arbeiten, dann ist das eine Museumsbahn im Linienbetrieb. Für ein normales ÖPNV-Angebot müsste nach meinem Verständnis das Fahrpersonal regulär bezahlt werden, aber dafür reichen offenbar die Zuschüsse die gezahlt werden vorn und hinten nicht.Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?Ob man das möchte... Ich glaube nicht. Die Bahn ist ja auch WIE SIE IST als ÖPNV gedacht.
Neuaufteilung ab Oktober geplantDie Ankündigung aus Naumburg könnte also auch dafür sorgen, dass mehr Druck ausgeübt wird, die Verteilung neu zu regeln, damit eben nicht noch mehr kleine Betriebe aus dem D-Ticket aussteigen. Die Kirnitzschtalbahn wäre ein weiterer potentieller Kandidat, da sie als reine Touristenbahn eben auch zum Sondertarif fahren könnte. Die Freifahrt mit dem D-Ticket würde dann nur noch für den parallel verlaufenden Bus gelten, der derzeit alles andere als überfüllt ist.
Eine Neuaufteilung der Einnahmen ist von Oktober an vorgesehen, teilt die Landesregierung weiter mit. Dann sollen die Einnahmen unter Berücksichtigung der Postleitzahlen der Käufer verteilt werden. Auch Aspekte wie der Tourismus sollen einfließen. Das sei für die heimischen Verkehrsbetriebe ein Schritt in die richtige Richtung, hieß es aus dem Haus von Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos). Vielleicht wird die neue Verteilung sogar rückwirkend für das ganze Jahr 2025 vorgenommen. Das jedenfalls hat die Verkehrsministerkonferenz einstimmig im Februar gefordert, wie es vom Schweriner Ministerium hieß. Dazu liefen derzeit Beratungen zwischen den Beteiligten bundesweit. Die Entscheidung stehe noch aus.
geschrieben von: Black Eyed
Datum: 01.09.25 22:35
Mevissen4 schrieb:Ketzerische Frage an dich: Ist die Naumburger Straßenbahn essentiell für eine Verkehrswende? Ich bin da eher skeptisch und sehe sie primär als touristisches Verkehrsmittel in ihrer heutigen Form..... aus dem Deutschlandticket aussteigen. Das ist doch nicht der Sinn eines deutschlandweit gültigen Tickets.
Aber wer aus dem D-Ticket aussteigt, sollte auch keine staatlichen Zuschüsse mehr bekommen.Dann muss man sich gegebenenfalls fragen, ob es doch ein touristischer Betrieb & Tarif ist...
Vielleicht wäre es sinnvoller, mit den Zuschußgebern über einen höheren Ausgleich zu verhandeln. Denn dass das D-Ticket nicht kostendeckend ist, wissen alle. Aber das war der ÖPNV auch vorher nicht.Die Zuschussgeber wollen oder können nicht mehr zahlen - sowohl der Bund als auch die Ländern wollen ihre Ausgaben für das D-Ticket begrenzen oder gar zurückfahren. Und Kommunen und Kreise haben dann die zusätzlichen Einnahmeausfälle auszugleichen, was viele an den Rand ihrer Möglichkeiten treibt...
geschrieben von: Teufelsmauer
Datum: 01.09.25 23:02
Damit signalisiert man gleichzeitig auch, dass man nicht Teil des ÖPNV sein möchte, sondern ein touristischer Museumsverkehr. Ob das in zukünftigen Diskussionen über Zuschüsse und Förderungen hilfreich ist?Moin. Ist immer die Frage welche Einnahmen die Naumburger Straßenbahn macht mit dem Ticketverkauf im Zug und am Schalter ggf Automaten. Mit dem DT verdient die VG kein Geld. Für den Verein zählt jeder Cent.
geschrieben von: Werntalbahn
Datum: 02.09.25 09:59
geschrieben von: Elblaus
Datum: 02.09.25 11:43
geschrieben von: MaxMuster
Datum: 02.09.25 12:29
geschrieben von: MaxMuster
Datum: 02.09.25 12:53
Alle 30 Minuten und mit musealem Rumpelmaterial - so lockt man niemanden aus dem Auto in die Tram.
In der jetzigen Form ist es ein Museums-/ Touristenbetrieb.
Was es bräuchte, wären Neubautriebwagen a la Woltersdorf und mindestens ein 15er- oder 10er-Takt.
Vielleicht ja am Ende sogar autonom, dann entfallen auch Personalthemen.
Ich meine, wir reden von einem Fußweg Hbf-Dom/Innenstadt von 1.500 Metern... wenn ich aus Richtung Leipzig ankomme, stehe ich 23-29 Minuten rum, um auf die Tram zu warten. In der Zeit habe ich alles zu Fuß erreicht...
geschrieben von: Christoph Zimmermann
Datum: 02.09.25 14:57
Zur Bezeichnung als „Museumsbahn“:Nur kurz, um ein Missverständnis abzuräumen: Die Bezeichnung als Museumsbahn hat überhaupt nichts mit dem Betrieb nach BOStrab zu tun. Auch die "Bergische Museumsbahn" in Wuppertal ist ein voll nach BOStrab betriebenes und nach PBefG konzessioniertes Straßenbahnunternehmen und muss entsprechend alle Vorschriften einhalten und wird dabei durch die zuständige TAB überwacht. Siehe entsprechende Einträge auch hier im Forum in den letzten Tagen. Von den auf städtischen Netzen verkehrenden Museumswagen erst gar nicht zu reden. Auch diese unterliegen selbstverständlich allen Regeln der BOStrab.
Die NSB ist explizit keine Museumsbahn. Auch wenn historisches Fahrzeugmaterial eingesetzt wird, unterliegt die NSB den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen eines regulären Verkehrsunternehmens nach der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab). Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) sehr genau kontrolliert.
geschrieben von: Andreas Schulz
Datum: 02.09.25 16:07
MaxMuster schrieb:Volle Zustimmung! Der erste zitierte Satz impliziert ja, dass Museumsbahnen - egal ob Eisenbahn oder Straßenbahn - nicht den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen unterliegen würden. Das ist natürlich Unsinn. BOStrab, EBO/ESBO gelten genauso.Zur Bezeichnung als „Museumsbahn“:Nur kurz, um ein Missverständnis abzuräumen: Die Bezeichnung als Museumsbahn hat überhaupt nichts mit dem Betrieb nach BOStrab zu tun. Auch die "Bergische Museumsbahn" in Wuppertal ist ein voll nach BOStrab betriebenes und nach PBefG konzessioniertes Straßenbahnunternehmen und muss entsprechend alle Vorschriften einhalten und wird dabei durch die zuständige TAB überwacht. Siehe entsprechende Einträge auch hier im Forum in den letzten Tagen. Von den auf städtischen Netzen verkehrenden Museumswagen erst gar nicht zu reden. Auch diese unterliegen selbstverständlich allen Regeln der BOStrab.
Die NSB ist explizit keine Museumsbahn. Auch wenn historisches Fahrzeugmaterial eingesetzt wird, unterliegt die NSB den vollen betrieblichen und rechtlichen Anforderungen eines regulären Verkehrsunternehmens nach der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen (BOStrab). Die Einhaltung dieser Vorschriften wird von der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) sehr genau kontrolliert.
geschrieben von: Novoma
Datum: 02.09.25 17:26
geschrieben von: AK1
Datum: 02.09.25 18:12
Waldstadion schrieb:Wie definierst Du diese Teilnahme? Laut Homepage sind bei der Straßenbahn ausschließlich deren eigene Fahrkarten käuflich zu erwerben, wenngleich MDV-Fahrkarten genauso wie das Deutschlandticket anerkannt werden.Für mich wäre es neu, dass Wahlfreiheit zur Anerkennung des Deutschlandtickets besteht. Wer Zuschüsse bekommt als öffentlicher Nahverkehr, ist sicherlich an die Anerkennung gebunden, so wie bei Harzer Schmalspurbahn und Sylter Verkehrsgesellschaft.Eigentlich tritt man mit Teilnahme an einem Verkehrsverbund die Tarifhoheit an diesen ab. Die Konstruktion dieser Nichtanerkennung würde mich da schon mal interessieren. Und natürlich führt das jetzt zunächst mal zu Mindereinnahmen, man kriegt dann ja entsprechend weniger vom Verkehrsverbund. Wenn der das denn überhaupt mitmacht.
Ich weiß allerdings nicht, wie das Konstrukt in Naumburg genau aussieht.
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