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Reichlich Güterverkehr in Köthen (15B)

geschrieben von: feinstaubsammler168

Datum: 31.08.17 10:31

Guten Morgen zusammen,

Während meines mehrtägigen Aufenthaltes in Köthen vom 24.bis 27.8 nahm ich auch den Bahnhof genau unter die Lupe.
Ich kenne deutschlandweit keinen vergleichbar großen Bahnhof, der noch so viel Flair der guten alten Eisenbahn ausstrahlt, und das ja wohl nicht mehr lange..
was mir sonst auffiel war das hohe Aufkommen an Güterzügen-lag bei meinem letzten Besuch vor 3 Jahren der Wert bei max 1 Gz pro Stunde, waren es am Samstagnachmittag!(26.8.) 3 Gz pro Stunde..
evt spielen hier die Baumassnahmen an der Nord-Süd-Strecke mit eine Rolle..
Nun zu den Bildern:
kurz nach meiner Ankunft am 24.8. gegen 11 Uhr rumpelte 185 689 von Railpool mit Kesselwagen am alten Stellwerk W1 vorbei
http://fs5.directupload.net/images/170831/7obao5uv.jpg

Am Abend posierte 261 088 vor den Ausfahrsignalen am NOrdkopf des BF
http://fs5.directupload.net/images/170831/icy2bufk.jpg

143 175 der MEG wartete mit einem Autozug i,R. Magdeburg auf Ausfahrt
http://fs5.directupload.net/images/170831/ma3pv9tg.jpg

185 201 kam mit leeren Kaliwagen nach Baalberge herein, der Zug wurde sofort auf 232 umgespannt
http://fs5.directupload.net/images/170831/ns874ljv.jpg

155 056 und 185 201 geniessen mit dem Fotografen die letzte Sonnenstunde vor dem Wasserturm
http://fs5.directupload.net/images/170831/tgdbbt7z.jpg

Blick von der Strassenbrücke am Südkopf: 143 807 mit EZ in R. Magdeburg
http://fs5.directupload.net/images/170831/i9aqehi9.jpg

Kleiner Abstecher in den Süden zum Bf Weissand Gölzau: 145 022 ist soeben mit RB nach Magdeburg eingelaufen
http://fs5.directupload.net/images/170831/yzi2omgr.jpg

Schon kurios: Trotz erfolgtem Streckenausbau ist der insgesamt museumswürdige Schrankenposten nach wie vor in Gebrauch..
( die Mehrausgaben bei S21 lassen grüssen???)
http://fs5.directupload.net/images/170831/ldedbfc7.jpg

Während meines halbstündigen Aufenthaltes hier kam sogar noch ein Güterzug: 185 519 mit Kesselwagen in R Magdeburg
http://fs5.directupload.net/images/170831/l2g3mlbc.jpg

Und nun der "Supersamstag" 26.8.
Dank der Tatsache, dass die sehr baufällige Brücke am Nordkopf nur mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden kann, gelang dieses Bild einer Begegnung
mit RBH 115 und 218 304 der Bahnbaugruppe
http://fs5.directupload.net/images/170831/92e2smjg.jpg

193 026 schleppt 3 Schwesterloks samt Ganzzug aus Kesselwagen nach Süden
http://fs5.directupload.net/images/170831/e4rrn628.jpg

Es folgt 146 519 ebenfalls mit Kessel nach Süden
http://fs5.directupload.net/images/170831/ngrgaznv.jpg

"Der Kuchen wächst..": 386 021 Metrans solo nach Süden
http://fs5.directupload.net/images/170831/6nnuz9kd.jpg

Und das "Sahnehäubchen der Torte" bildete 140 008 der PRESS mit Altmann-Autozug nach Süden
http://fs5.directupload.net/images/170831/lkr6maec.jpg

Zum Abschluss noch zwei Bilder vom Bahnhofsbereich :
Blick von derStrassenbrücke am Südkopf auf den Abzweig der Strecke nach Bernburg mit 642 288
http://fs5.directupload.net/images/170831/8fxwyf2v.jpg

Der Nordkopf mit 143 176 und EZ i.R. Halle
http://fs5.directupload.net/images/170831/kk8aqog5.jpg

Grüße an die zwei getroffenen Fotografen!

DerAufenthalt fand am Sonntag mit dem Besuch des Sommerfestes im DB Museum Halle einen krönenden Abschluss, bevor es in den kommenden Wochen
beruflich und privat richtig rundgeht--deshalb ist das hier vorerst mein letzterBeitrag im Forum..
Alles Gute und viele Grüße Matthias

V max 30 km/h in Köthen auf der Hauptbahn

geschrieben von: Drögen

Datum: 31.08.17 10:46

.. mit stündlichem IC Angebot (davon sogar alle 2 Stunden mit Durchfahrt im Schleichtempo) spricht ja Bände über die vorbeugende Instandhaltung der DB Netz AG.. :-((

Re: V max 30 km/h in Köthen auf der Hauptbahn

geschrieben von: Kieler 218

Datum: 31.08.17 11:51

Vmax 30 km/h ist den maroden Brücken geschuldet, die allerdings nicht saniert werden können, solange das Stellwerk W1 steht, weil dessen Fundament irgendwie mit den Brückenlagern zusammenhängt. Der Plan ist Momentan 2019 ein halbes Jahr vollsperren, alles abreißen und neu machen. Und jetzt rate, ob das was wird, denn wie zu erwarten gab es schon reichlich Beschwerden wegen der Bahnhofsvollsperrung. Wenn die Beschwerden beachtet werden müssen, wird der Umbau garantiert länger dauern, denn ohne W1 sind Ein-und Ausfahrt aus/nach Magdeburg, Dessau und Aken nicht möglich. Und solange W1 steht, können die Brücke nicht erneuert werden. Was die Instandhaltungsmaßnahmen angeht, so wird nur noch das nötigste gemacht vor dem Hintergrund des anstehenden Umbaus. Auch in die andere Richtung in der Ausfahrt Richtung Baalberge/Bernburg sind einige Weichen zu finden, die nur mit 30 km/h oder noch weniger passiert werden dürfen.

Re: V max 30 km/h in Köthen auf der Hauptbahn

geschrieben von: M 262

Datum: 31.08.17 15:00

Kieler 218 schrieb:

(...) Wenn die Beschwerden beachtet werden müssen, wird der Umbau garantiert länger dauern, denn ohne W1 sind Ein-und Ausfahrt aus/nach Magdeburg, Dessau und Aken nicht möglich. Und solange W1 steht, können die Brücke nicht erneuert werden. Was die Instandhaltungsmaßnahmen angeht, so wird nur noch das nötigste gemacht vor dem Hintergrund des anstehenden Umbaus. Auch in die andere Richtung in der Ausfahrt Richtung Baalberge/Bernburg sind einige Weichen zu finden, die nur mit 30 km/h oder noch weniger passiert werden dürfen.
Typische RB Südost-Logik. Die DDR lässt grüßen...

Re: V max 30 km/h in Köthen auf der Hauptbahn...DDR???

geschrieben von: Pio

Datum: 31.08.17 16:19

Ich kann mir nicht erklären wie Du das mit der DDR in zusammenhang bringen möchtest.
In der DDR gab es eine permanente Materialknappheit und permanenten Arbeitskräftemangel.
Im gegensatz zum Westteil Deutschlands gab es hier keinen Marshhallplan sondern massive Demontagen.
Dieses Land hatte auch keine eigenen Rohstoffe, die waren im abgetrennten Westen bzw. Osten.

Und in der BRD von heute eine der technologisch fortschrittlichsten und reichsten Ländern der Welt, verkommen Hauptbahnen.
Auch das mit dem Stellwerk sollte, wenn mann nur wollte lösbar sein.
Es liegt wohl eher an diesem Land, wo einzig und allein das Kapital und seine Interessengruppen, sowie ihre Vertreter in der Politik das Sagen haben.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Mit Interesse verfolge ich die Diskussion, die ich mit meinem Beitrag hier ausgelöst habe..
Nun ich gebe zu bedenken dass wir seit 25Jahren wiedervereinigt sind und die DDR quasi abgewickelt haben. Auch wenn das mit Material und Rohstoffknappheit alles korrekt ist ist die DDR aus meinerSicht aus dieser Diskussion völlig raus.
Das mit der baufälligen Brücke war schon seit den 90er Jahren bekannt, warum hat man nicht schon vorher gehandelt?
Und niemand ist so dumm und baut ein Stellwerk, dass fast symbiotisch mit dem Schicksal einer Brücke zusammenhängt.
Wir sind doch ein hochtechnisiertes Land, also gibt es bitteschön auch eine Lösung für eine neue Brücke und das Stellwerk W1.
Nein, derjetzigeZustand des Bf Köthen ist aus meinerSicht Ausdruck einer völlig verfehlten bzw nicht erkennbaren Verkehrspolitik, die lieber die Landschaft mit fragwürdigen(weil für Güterzüge unbenutzbare)Neubauprojekten zubetoniert bzw ganze Innenstädte für superdesignte aber praxisuntaugliche Pseudo-Ubahnhöfe
unterhöhlt , anstatt die vorhandenen Strecken den heutigen Verkehrsbedürfnissen von Personenverkehrs-bzw Güterkunden durch entspr. Aus-bzw Umbau anzupassen.
Hinzu kommt ein abgehobenes und fern jeglicher Realität agierendes Management, ( wie mit uns fahren Kunden im Personen- und Güterverkehr? Ach soooooo...)
das , wie es auch andere Unetrnehmen zu Zeiten des heutigen Kapitalismus tun, Probleme auf Teufel komm raus aussitzen und alles auf verschleiss fahren, bis nur noch ein Totalumbau hilft und das bitteschön möglichst der Steuerzahler zu tragen hat!
Leidtragende sind die "einfachen" leute die auf die Bahn als Verkehrsmittel angewiesen sind und so auch eine Fast-Totalsperrung des Bf Köthen ertragen müssen, der, hätte man die Baumassnahmen der Priorität nach über einen größeren Zeitraum verteilt, sicher vermeidbar gewesen wäre.
So wird sich wohl zwangsläufig ein großer Teil der Pendlerströme dieserregion wiederauf die Strassen verlagern.
Und wie war das noch? Die "christliche" Partei tut alles für den Klimaschutz??
So, ich stoppe hier mal, sonst artetdas noch aus.
Schöne weitere Diskussion und Grüße Matthias

Aber für ein massives Grenzbefestigungswerk

geschrieben von: 612.4

Datum: 31.08.17 17:26

..aus rostfreiem Edelstahlgittergeflecht hat es in der Ostzone immer gereicht... Das Volk hat geackert für Grenzanlagen und Stasitechnik... Kein Strom im strengen Winter, wenn die Kohlen eingefroren waren... aber in Marienborn gab es ein Notstromdiesel der hätte ganz Magdeburg versorgen können. Hat er aber nicht, denn die GüSt musste ja IMMER hell erleuchtet sein. Wirtschaft konnten die Kommunisten nun wirklich nicht...

Nix rostfreier Edelstahl, nur verzinktes Blech

geschrieben von: 219 006

Datum: 31.08.17 19:54

Ich finde es schade, dass man 27 Jahre nach dem Ende der DDR eine völlig sinnlose Ost- West- Diskussion anzettelt.
Natürlich hätte man schon früher handeln sollen und müssen, da sind sich wahrschinlich alle einig, aber wie du schon sagst, wird heutzutage nicht vorausschauend und durchdacht geplant, sondern hauptsächlich in Prestige-Projekte investiert.
Dass es eine Möglichkeit gäbe, die Brücken ohne einen Abriss des Stellwerks zu erneuern will ich garnicht bestreiten, aber du wirst keinen in den BWL-Etagen finden, der dir das finanzieren wird. Momentan ist eben Stand der Dinge, dass die Brückenproblematik nicht gelöst werden kann/wird solange W1 steht. Eine andere Brücke auf der Hauptstrecke, von Köthen Richtung Magdeburg raus wird übrigens derzeit ersetzt und müsste meines Wissens nach etwa Ende des Jahres eingeschoben werden.

Ich sehe es genauso, aber..

geschrieben von: feinstaubsammler168

Datum: 01.09.17 08:54

Man sieht ja anhand Stuttgart 21 das die Finanzierung von Prestige- Bauprojekten wohl kein Problem darstellt und ob hier wirklich nach BWL-Manier alles optimal abgewogen wurde lasse ich mal bewusst aussen vor..
es kommt halt drauf an wie man seine Prioritäten setzt- bei einer Sanierung und Optimierung des bestehenden Stuttgarter Kopfbahnhofes anstatt S21 wäre bestimmt noch Geld übrig gewesen, um andere Ausbauprojekte voranzubringen, wie etwa die Brückensanierung in Köthen unter Beibehaltung von W1 und der Vermeidung einer Totalsperrung..
Grüße Matthias