Servus!
Bereits seit einiger Zeit werden 1-2 Umläufe auf dem Rheinland-pfälzischen RE6 nicht mehr talentiert gefahren, sondern es kommen eigentlich mal als Notnagel gedachte 628er zum Einsatz. Alleine dies wäre schon ein Grund gewesen, mal wieder einen Tag in der schönen Pfalz zu verbringen. Als wir dann aber am Nachmittag feststellten, daß am nächsten Tag ein Umlauf (erstmals?) sogar artrein mit SyltPappen verkehren sollte, war die Sache klar: Auf gehts in die Palz!
Da 13 Stunden Wanderdünenfuzzerei vielleicht doch ein bisschen eintönig werden könnte, überlegten wir uns, wie wir die Sache etwas abwechslungsreicher gestalten könnten. So richtig fiel uns nichts ein, bis der Schreiber dieser Zeilen einwarf, daß man doch auch mal wieder im Elsaß vorbeischauen könnte; das lag ja irgendwie fast schon am Weg. Ein Blick in die SNCF-App ergab, daß zumindest einer der beiden Planumläufe auch tatsächlich lokbespannt unterwegs in die Berge wäre. Nur: Es war ja erst zwei Wochen nach Zeitumstellung: Geht da morgens überhaupt schon was? Der in unserem Kollegenkreis für frankophile Angelegenheiten zuständige Jens N. aus N. in der M. meinte, „Urmatt“ sollte sich zumindest für den zweiten Umlauf ausgehen – wenn auch nur knapp. Ein Blick in den Peakfinder ergab: Sonne auf der Strecke ab 7:17 Uhr, geplante Zugdurchfahrt 7:25 Uhr. Na, das kann ja heiter werden...
Puh, das war lichttechnisch eine Sache von Sekunden! Wir sehen 67 515 mit dem TER 31811 (St Die des Vosges–Strasbourg) bei Urmatt.
Na, das war doch schon mal ein toller Tagesauftakt! Wir schwangen uns wieder ins Auto und steuerten das eigentliche Tagesziel an. Da an dem Tag eine nicht unerhebliche Anzahl an Bildern auf die Speicherkarten wanderten, zeigen wir euch an dieser Stelle nur mal die Top9. :-)
Hier sehen wir 628 467 und 445 als leicht verspäteter RE 12012 nahe Edenkoben...
... die Rückfahrt erwarteten wir an einer massiv freigerodeten Stelle bei Insheim.
Mittags um 11 trifft sich die Fuzzyschaft traditionell in Winden, um den noch hart arbeitenden Formsignalen zu huldigen. Im Hintergrund rasen 628 507 und 501 durchs Motiv (als RE 12016). Ein nerviges Graffiti wurde hier digital entfernt.
Das Ziel für die nächste SSP-Runde war das ESig von Kandel.
Nun düsten wir wieder nach Insheim für das rote Doppel als RE 12025.
Auch vom radikalen Freischnitt profitiert hat das ESig von Winden aus Richtung Wissembourg, welches wir mit der RB 81423 umsetzten. Im Einsatz war 643 014.
Für den Abend hatten wir eigentlich den Plan schon gemacht – aber jeder Plan ist nur so lange gut, wie die DB mitspielt. Eine Stellwerksstörung und dazu noch ein kaputter Bahnübergang sorgten für Chaos im Feierabendverkehr. Und so standen wir – sehr zur Verwunderung der örtlichen Landwirte – fast zwei Stunden am Einfahrtsignal von Kandel...
... ehe ein wunschgemäßges Foto entstand. :-)
Nun standen nur noch „die Weißen“ auf der to-do-Liste. Diese standen „irgendwo around Wörth“. Die Frage war nur, ob und wann es nochmals gen Pfalz zurück gehen würde. Irgendwann kam dann doch noch die erlösende Abfahrtsmeldung, also Cams scharf gemacht...
... und draufgehalten. Wir sehen den RE 12032 mit dem ungewöhnlichen Laufweg Wörth-Neustadt…
... auf Verdacht ging es über die A65 nochmals in Richtung Edesheim. Im letzten Büchsenlicht klickten die Cams ein letztes Mal. Die Verspätung ist zwischenzeitlich von 43 auf über 60 Minuten angewachsen.
Nach einer leckeren Pizza (die hatten wir uns heute wirklich verdient!) ging es schnurstracks zurück in den Schwarzwald. :-)
Der Bildbearbeiter nutzt neuerdings eine andere Software. Was meint ihr, paßt das mit den Farben so?
Viele Grüße
Der Schwarzwaldbahner & KBS720.