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Re: ? Reaktivierung der Südanbindung Usedoms

geschrieben von: Pio

Datum: 21.11.20 22:03


Da ja Richtung Hafen in Swinemünde mehr oder weniger alles verbaut ist, wird da wohl kaum etwas mit Güterverkehr kommen.
Wenn überhaupt was kommen sollte, dann wird sich das auf eine gelegentliche oder tägliche Bedienungsfahrt beschränken.
In Swinemünde ist die gesamte Infrastruktur auf der Westseite konzentriert. Eine Bahnverbindung über die Swine ist nicht vorhanden und wird nicht kommen.
Wenn die Strecke Ducherow-Swinemünde wirklich kommen würde, würde mir hoher Sicherheit auch eine Verbindung des SPNV zumindest bis Ducherow fahren.
Usedom, Dargen, Görke, Zirchow, Garz, Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf erhalten damit umsteigefrei, SPNV Anschluß an das Festland und den RE nach Anklam, Pasewalk, Prenzlau, Angermünde, den Großraum Berlin und natürlich auch Richtung Nord nach Greifswald und Stralsund. Warum sollte das Hinterland also nichts davon haben?
Die Bevölkerung bekommt einen verbesserten Anschluß an die Umwelt. Der Anreisende Tourist bekommt eine wesentlich schneller und direkte Anbindung an die Kaiserbäder und Swinemünde. Mindestens bis Kölpinsee dürfte man auch von der Südanbindung von der Fahrzeit her profitieren. Und der Abschnitt Züssow-Wolgast bis Kölpinsee, wird entlastet. Geht man davon aus, das ein RE/IC 2 mit 5 Wagen alle 2h nach Heringsdorf fährt haben wir ein Sitzplatzangebot von ca.500 Plätzen. Setzen wir mal das Auto mit 4 Personen an (das ist im Durchschnitt zu hoch angesetzt) kann ein Zug ca.125 MIV Fahrten (hin und zurück 250) ersparen. Eher ist aber von ca. >175 (>350) Fahrten auszugehen. Und das nur bei einem Zug. Die schnelle Verbindung wird aber auch Nachfrage generieren. Das nicht nur aus dem Ballungsraum Berlin sondern auch aus dem nahen Festland, welcher mit der RB statt mit dem MIV anreisen kann. Die Südwestseite von Usedom hat auch seine Reize und ist durch die mangelhafte ÖPNV Verbindung nur mit dem MIV akzeptabel erreichbar. Das ist diesen Orten aber auch meist deutlich anzusehen (was aber wiederum auch seine Reize hat), hier könnte es mit der SPNV Verbindung (die Stadt Usedom sollte auch Halt für den SPFV/RE werden) einen deutlichen Aufschwung bzw. eine deutlich verbesserte Atraktivität für den Tourismus geben.
Das Angebot im SPNV/SPFV wird sich nach der Nachfrage richten. Gehen wir davon aus das ca. 500 MIV Fahrten am Tag auf die den SPNV/SPFV verlagert, so währen das von Berlin aus pro. Kfz. ca. 200 km. Bei 500 Kfz macht das, 110.000 km (hin und zurück ca .1.000 Fahrten mit 220.000 km) die in ihren gesamten Umweltbelastungen nicht die Insel, das Hinterland und die Allgemeinheit belasten. 365 × 220.000 = 80.300.000 km MIV im Jahr. Wobei 500 Kfz/Tag in der Hochsaison extrem niedrig angesetzt sind.
Und davon soll das Hinterland nichts haben? Da gibt es zusätzlichen Lärm ? Was ist besser, ein 20 h/Tag Lärmdauerberieselung, oder 40 × in 24 h ein vorbeifahrenden moderner Reisezug??? Was ist besser, zugestaute Ostseeherlichkeit oder bequemes an-/abreisen mit einem umweltfreundlichen Verkehrsmittel? Was ist besser, erhaltene Hinterlanidyle oder durch moderne Bundesstraßen und Ortsumfahrungen zerschnitten Landschaften?

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




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 Re: ? Reaktivierung der Südanbindung Usedoms
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