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Re: Russland EP20

geschrieben von: Saxobav

Datum: 14.02.20 01:44


Dieter Buddrus schrieb:
6 Stück der flinken EP20 hat die russische Staatsbahnholdung 2019 gekauft und bekommen laut Lok Report. Und es wird wohl nicht viele Strecken geben, wo sie mehr als 160 fahren darf.
*
OT: Interessant wäre mal eine gute lesbare Karte, wo man sieht welche Strecken in der russischen Föderation mit die bremsenden 3kV DC und dem leistungsfähigen 25 kV AC versehen sind.
Hallo Dieter,
bis Ende letzten Jahres waren laut russischer WP 71 Stück abgeliefert worden. Es werden zwei Modifikationen geliefert, die durch verschiedene Untersetzungen entweder 200 km/h (18 Stück) oder 160 km/h (alle anderen) erreichen können. Die Schnellfahrvariante wird mit bis zu 17 Wagen spezifiziert, die andere mit bis zu 24 Wagen.

Als Strecken mit 200 km/h wird explizit Moskau-Petersburg genannt. Danach kommt noch die Strecke von Petersburg nach Helsinki in Frage, die auch vom "Allegro" befahren wird. Ob man auf der Sapsan-Strecke Moskau-Nishni Nowgorod auch schneller als 160 km/h fährt, weiß ich nicht. Dort sind die Loks ebenso zu Hause wie auf den Strecken ans Schwarze Meer sowie westwärts nach Brest. Der gehobene schnelle Geschäftsverkehr wird überwiegend mit den SAPSAN-Zügen gefahren. Danach kommen überwiegend Schlafwagenzüge, bei denen es wie in Westeuropa weniger auf die Höchstgeschwindigkeit ankommt. Und man hat natürlich auch die gleichen Probleme wie hier beim Mischverkehr mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die SAPSAN-Betriebsaufnahme Moskau-Petersburg hat jedenfalls den Regioverkehr stark gestört und die Leute waren ziemlich wütend wegen den "Businessmen". Wie der aktuelle Zustand ist, weiß ich nicht.

Bezüglich der elektrischen Traktion in RU kenne ich mich nicht aus. Scheinbar werden die 3 kV= nicht als großes Hemmnis angesehen, sonst würde man mit hoher Geschwindigkeit umrüsten, gerade um Moskau. Das Nicht-Spazierenfahren von schweren Kupfertrafos spart allerhand Energie, und als Reibmasse braucht man es scheinbar nicht. Falls man derzeit an Stelle der Trafos Akkus und Supercaps einbauen würde, hätte man eine starke Netzentlastung bezüglich der Spitzenwerte. Also sind Umrüstungen nach 25kV~ ebenso von unbestimmten Konjunkturzyklen abhängig wie in BE, IT, CR, FR, NL. In Weißrußland scheint China als Ausrüster der Nord-Südstrecken die Standards gesetzt zu haben, im Baltikum die EU. Und die Ukraine ist einfach schlaff, da ist für solchen Umrüstluxus kein Geld da.

Viele Grüße, saxobav.
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 Re: Russland EP20
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