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Zuverlässig funktionierender Schienenverkehr auch z.B. bei widrigsten Wetter-Chaos

geschrieben von: Stapelburg

Datum: 12.02.18 10:49


Diesen Beitrag habe ich zwar schon so ähnlich in dem Thread „Alle reden vom Wetter, wir nicht“ gebracht, da er da aber bei rund 60 Beiträgen auf 4 Seiten wohl „untergeht“ schreibe ich hier noch einmal meine Anmerkungen zu diesem wichtigen Thema.

Die (Werbe-) Aussage der Deutschen Bundesbahn(DB) „Alle reden vom Wetter, wir nicht“(Was bedeuten sollte, wenn auf Straßen, Wasserwegen und in der Luft wegen z.B. Schnee-Chaos gar nichts, und wirklich gar nichts mehr lief, fuhr zuverlässig als einziges die Eisenbahn !) traf zumindest noch bis Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre voll zu. Weil nämlich damals noch genug – eigenes – Personal vorhanden war und es noch nicht die insbesondere von den Medien immer wieder so hochgelobte „supermoderne“, aber sehr, anfällige Stellwerks- und Signal-Technik gab.

Dann war die Motivation der Eisenbahner auch viel besser. In unserem Bahnhof Goslar z.B. war bei starkem Dauer-Schneefall der Dienststellenleiter des Bahnhofs Otto.H. immer - auch nachts - bei allen Schnee schaufelnden Männern im Gleisbereich, versorgte sie mit einem Schluck Korn(Gut, das ist heute nicht mehr In) und Zigaretten und Zuspruch und Lob und sorgte bei Erschöpfung für Ablösung!

Der Dienststellenleiter der Güterabfertigung Gottfried Sch. und viele Büro-Beamte schaufelten ebenfalls den Schnee beiseite.

Und nachts fuhren – auch wenn sonst Betriebspause gewesen wäre - Spurloks und der vor Ort vorhandene Schnee-Pflug(Wo gibt es den heute noch?) die Strecken ständig frei. Bei Ausfall von Lokomotiven, Triebwagen und Reisezug-Garnituren waren im Bw und Bww immer genug Reserve-Fahrzeuge vorhanden.

Ein weiteres Beispiel: Am 24. Nov. 1965 – leicht zu merken, da genau einen Monat vor Heiligabend – war Goslar wegen starken Schneefalls und Verwehungen von der Außenwelt fast abgeschnitten. Auf den Straßen lief gar nichts mehr!
Bei Jerstedt auf der B 6 steckten in großflächigen meterhohen Schneeverwehungen 6 Omnibusse mit Schülern und Berufstätigen fest. Erst am späten Nachmittag konnten sie nach massiven Einsatz der Bundeswehr(es gab damals in Goslar noch über 2 000 Soldaten – heute gar keine mehr) aus ihrer mißlichen Lage(frierend, hungrig, durstig) befreit werden, und von den Soldaten mit Decken und warmen Getränken und Speisen versorgt werden.

Die große Kleiderfabrik Odermark in Goslar hatte Zweigwerke in Salzgitter-Bad und in Salzgitter-Lebenstedt. In Goslar wurden Stoffe zurechtgeschnitten und zur Weiterverarbeitung täglich per Lkw in die Zweigwerke gefahren. Das ging am 24. November 1965 überhaupt nicht, die Straßen waren unpassierbar!
Deshalb wurden die Teile mit der Eisenbahn in die Bahnhöfe der Städte der Zweigwerke befördert.
Das ging, weil einzig und allein die Eisenbahn fuhr, und sogar fast pünktlich!!!

Und Heute? Heute stellt die Deutsche Bahn bundesweit den Schienenverkehr ein, wenn ein paar Schneeflocken fallen, oder einige Bäume auf den Gleisen liegen.
Weiterreisen können die Reisenden dann mit Taxis oder Bussen, die fahren heutzutage nämlich trotz des widrigen Wetters.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.18 11:07.
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