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Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich (35 Bilder)

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 17.01.15 09:30

Guten Tag,

man nehme eine Stadt. Man baue eine Bahnstrecke. Diese verlaufe nicht direkt vor den Stadttoren, sondern ein klein wenig außerhalb. Aber die Stadt ist so bedeutend, daß sie einen Bahnhof erhält. Es dauert einige Jahrzehnte, dann möchte auch das Umland dieser Stadt Eisenbahnanschluß haben. Das geschieht, aber auf Schienen, die erheblich dichter beianander liegen. Die Zeiten ändern sich, die Schmalspur verschwindet teilweise. Die Zeiten ändern sich erneut, der Rest Schmalspur soll nun auch verschwinden. Dazu kommt es nicht, ein privates Unternehmen übernimmt. Das nimmt sogar den Personenverkehr wieder auf und weil es in der Stadt mehrere Stationen bedient, benennt es in seinem Fahrplan die Station am Bahnhof der großen Eisenbahn als Hauptbahnhof. Die große Eisenbahn hingegen nennt ihren Bahnhof weiterhin ganz einfach nach dem Namen der Stadt. Und schon hatte ich ein neues Ziel. Und das heutige Bahnhofsportrait seinen Namen: Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich.


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Oschatz liegt an Deutschlands ältester noch bestehende Eisenbahnstrecke (die erste, Nürnberg - Fürth, wurde bekanntlich 1922 eingestellt). Sie wurde in vielen kleinen Etappen 1837 bis 1839 eröffnet. Am 24. April 1837 machte Leipzig Dresdener Bahnhof - Althen den Anfang, Wurzen wurde am 31. Juli 1838 und Riesa am 21. November erreicht. Letzte Teilstrecke war Riesa - Oberau am 7. April 1839. Schon sehr bald folgte das zweite Gleis. 1876 wurde die bisher private Gesellschaft an den sächsischen Staat verkauft. 1946 mußte die Strecke auf ein Gleis zurückgebaut werden, „der Russe” wollte es so. Seit dem Jahr 1970 ist zwischen Leipzig und Dresden elektrischer Zugbetrieb möglich, als die Teilstrecke Riesa - Wurzen elektrifiziert wurde. Über den beiden Endabschnitten der LD-Linie war bereits im Vorjahr der Fahrdraht unter Strom gesetzt worden. Im Zusammenhang mit der Elektrifizierung wurde auch die Zweigleisigkeit komplett wiederhergestellt.

Der Fernverkehr fährt in Oschatz durch. Halten tun offiziell ausschließlich talentierte Hamster. Tagsüber sind sie rot und fahren zwischen Leipzig und Dresden. Nachts sind sie grau und wagen sich nicht bis Riesa. Doch einmal in der Woche tut es einer, sonntagfrüh um eine Minute vor sieben fährt er nach Riesa und kommt eine Woche minus sechs Minuten später wieder zurück.

Das Nicht-mehr-Empfangsgebäude von Oschatz wurde am 1. Juli 1880 eröffnet, es stand bei meinem Besuch am 5. September 2014 leer. Zuletzt hatte es nur noch eine Bahnagentur beherbergt. Am 28. Juli 1996 wurde im Rahmen der Modernisierung der LD-Linie ein elektronisches Stellwerk in Betrieb genommen.


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Dann wäre da noch die Schmalspur. Von den einstmals zwei Strecken, die Oschatz bedienten, ist noch eine halbe in Betrieb. Die älteste Schmalspurstrecke führt südwärts über Mügeln nach Döbeln. Führte, besser gesagt, denn zwischen Mügeln und Döbeln endete am 13. Dezember 1964 der Gesamtverkehr. Das war der ältere Streckenteil, am 31. Oktober 1884 wurde er zwischen Großbauchlitz und Mügeln eröffnet, ab Folgetag auch zwischen Großbauchlitz (später in Döbeln Nord umbenannt) und Döbeln Hbf. Der Nordabschnitt Oschatz - Mügeln folgte am 7. Januar 1885, am 28. September 1975 endete der Reiseverkehr. Es blieb der Güterverkehr. Den hätte die Reichsbahn schon vor der Wende gerne auch eingestellt, es sollte aber anders kommen: Am 20. Dezember 1993 wurde der Betrieb offiziell an die neugegründete Döllnitzbahn übergeben, der Güterverkehr wurde fortan mit Dieselloks betrieben. Am 3. August 1995 wurde der Reiseverkehr wieder aufgenommen. Seit 2001 ist der Güterverkehr (Kaolin) eingestellt. Der heutige Fahrplan weist in der Woche hauptsächlich Fahrten im Schülerverkehr auf (dieselbespannt), ferner fahren an einzelnen Wochenenden Dampfzüge.


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Nordöstlich von Oschatz liegt an der Elbe Strehla. Als die LD-Linie gebaut wurde, wollten die Stadtväter die Eisenbahn nicht, so daß sie wenig später ansehen mußten, wie ihre Stadt an Bedeutung verlor, während das zuvor kleinere Riesa wuchs und gedieh. Es sollte aber noch einige Jahrzehnte dauern, ehe Strehla eine eigene Eisenbahn bekam: Am Silvestertag des Jahres 1891 weihten die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen ihre Strecke von Oschatz her ein, am 31. Januar 1972 endete unter der Reichsbahn ohne Reich der Gesamtbetrieb.
Sie sollte in Teilen ein zweites "Leben" erhalten: Eine regelspurige verteidigungsstrategische Schienenbahn wurde gebaut. Sie hieß im Volksmund Raketenbahn und diente der Umfahrung Riesas im Fall des Falles. Schienen lagen auf beiden Seiten des Flusses, im Bedarfsfall hätte man eine Behelfsbrücke über die Elbe gebaut (die Teile lagen bereit). 1979 begannen die Bauarbeiten, schon am 20. März 1987 wurde die Strecke offiziell fertiggestellt. Mittlerweile galt das ganze als überholt, im selben Jahr erhielt die Reichsbahn ein schönes langes Abstellgleis für Güterwagen. 1996 wurde die Weiche zur Hauptstrecke ausgebaut.

(Die Angaben zur Schmalspurgeschichte entnahm ich dem blauen Buch aus Nordhorn, Angaben zur Raktenbahn ergänzend dem Buch DDR-Reichsbahn und „Vorbereitung” von Peter Bley, Berlin 2005.
Alle Aufnahmen entstanden am 5. September 2014.)


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DOT01 by Sören Heise, auf Flickr

1 442 311, einer der Saxonia-Hamster, brachte mich nach Oschatz. Es ist ein völlig anderes Fahrgefühl als in den zuvor eingesetzten Doppelstockwagen.




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DOT02 by Sören Heise, auf Flickr

2 Blick zurück. Der Bahnhof verfügt über zwei Hauptgleise und zwei Überholgleise mit Bahnsteig. Das Empfangsgebäude steht rechts hinterm Signal.




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DOT03 by Sören Heise, auf Flickr

3 Eine Ansicht in Richtung Leipzig.




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4 Ein Blick hinüber zur Schmalspur mit Umladekran und Wagenwerkstatt.




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DOT05 by Sören Heise, auf Flickr

5 Verladerampe.




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6 Rostige Gleise.




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7 Ein Blick nach hinten, am Lokschuppen vorbei.




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DOT08 by Sören Heise, auf Flickr

8 Die „Viehrampe”.




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DOT09 by Sören Heise, auf Flickr

9 Unfreiwillige Besucher aus früheren Zeiten und fernen Ländern haben sich hier verewigt: Kuban, Ossetien, Lemberg, Georgien, Taschkent, Saratov, Murmansk...




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DOT10 by Sören Heise, auf Flickr

10 Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich.




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11 Da steht sie.




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12 Das Empfangsgebäude. Es ist kein schöner Anblick. Seit 2012 steht es leer, aber vielleicht ändert sich das bald.




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13 Ausfahrsignal und Anschlußgleis, beide außer Betrieb.




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14 199 030 rangiert an den Zug. Beachte die schönen Grenzzeichen.




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15 Der Bahnhof von vorne.




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16 Weichenwärterbude, seit 1975 Stellwerk.




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17 Kein Anschluß. Auch der Regionalverkehr richtet sich nicht sonderlich gut nach dem Fahrplan der Döllnitzbahn.




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18 Gepflegte Bahnsteiganlagen.




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19 Nahverkehr anno 2014.




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20 Hausbahnsteig.




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21 Willkommensgruß.




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22 Fahrkartencontainer und hinten ein altes Stellwerk. Beide mittlerweile unbesetzt.




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23 Wirtschaftsgebäude und Bushaltestelle.




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24 Fortbewegungsmittel.




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25 Fortbewegungsmittel.




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26 Ein Blick ins Empfangsgebäude.




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27 Stadtbüschen.




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28 Vorderansicht.




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29 Noch ein Einblick. Das ist die einstige Bahnhofsgaststätte.




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30 Abwärts.




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31 Nach dem Kunstgenuß folgen wir dem Pfeil.




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32 Aufwärts.




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33 Die Lounge. Man hatte extra für mich frisch gestrichen, so mein Eindruck.




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34 Keine Güterabfertigung. Zu den Speichern oben führte einst ein Anschlußgleis mit Spitzkehre.




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35 Und schon wieder ein Hamster. 442 317 brachte mich nach Leipzig.


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Vielen Dank an Niels!

Viele Grüße
Sören





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:05:20:14:03:47.

Re: Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich (35 Bilder)

geschrieben von: Ludwigsburger

Datum: 17.01.15 10:25

Hallo Sören,

Vielen Dank für das tolle Porträt meines Bahnhofes :-). Von 1980 bis 1994 lebte ich dort mit der Familie im rechten Teil des EG , damals waren alle Wohnungen in beiden Teilen noch bewohnt und wie wir uns gefreut haben als das EG einen neuen Anstrich bekam was wohl dem großen Jubiläum der Leipzig dresdner Bahn geschuldet war.

Die mitropa Gaststätte war damals noch funktional und es gab auch noch einen Zeitungsladen wo ich meinen ersten EK kaufte :-) . Auch ne Aufsicht gab es zu DDR Zeiten j d mein Vater war nicht gerade erfreut als er Juniors Stimmen aus dem Lautsprecher des des Bahnhofes hörte um einen Zug anzusagen:-)

Und es gab immer was zu gucken besonders wenn die Schmalspurbahn einlief und der Packwagen dann den Buckel in Richtung Stellwerk rollte , was ein Spaß und sonntags ging es dann mit frischgekochten Essen zu Vater auf sein Stellwerk wo es immer gut roch und schoki gab . Lang ist es her.

Vielen Dank

Grüße Mirko

Re: Hübscher Kleinbahnsteig ... (m1B)

geschrieben von: Alberto

Datum: 17.01.15 11:19

... vor 15½ Jahren sah er noch viel verwildeter aus:

http://up.picr.de/20709699gy.jpg

Gruß Alberto
Hallo Sören,

ja, Oschatz... Die endlosen Bahnsteige, die man nur durch eine längere Wanderung erreicht, die stets am Existenzminimum herumkrebsende Schmalspurbahn, dazwischen die mit Tempo 200 durch den Bahnhof brausenden Schnellzüge... Irgendwie eine seltsame Bahn-Anmutung, dieses Oschatz. Durch den Gegensatz von Erneuerung und Verfall hast du das schön eingefangen.

Meine erste persönliche Begegnung in Oschatz hatte ich im November 1990. Wie so oft reiste ich mit dem D 451 (Frankfurt/M. - Dresden - Warschau) in die gerade erst abgewickelte DDR ein - in jenes nun auch dem Bundesbürger weit offen stehende Bahn-Paradies. Der Schnellzug führte neben so illustren Fahrzeugen wie russischen Weitstreckenwagen Madrid - Moskau oder polnischen Liegewagen auch einen Bundesbahn-Halbgepäckwagen, auf dessen ausgezogenen Sitzen man als armer Wehrpflichtiger gut schlafen konnte.
Im November 1990 hat die Deutsche Reichsbahn aus irgendwelchen Gründen für zwei Stunden gestreikt (die durfte das, die Bundesbahn nicht). Mein D-Zug stand diese zwei Stunden in Oschatz ab. Bei der Schmalspurbahn haben sie das mit dem Streik wohl nicht mitbekommen, denn die war die ganze Zeit heftig am Rangieren. Mir sind die zwei Stunden jedenfalls nicht langweilig geworden, und es entstanden sogar ein paar Fotos - so auch dieses.
Das wahre Motiv habe ich aber erst entdeckt, als ich das Bild aus den Entwicklungsländern zurück erhielt:

Im hinteren Bereich des Bahnhofes waren nicht weniger als sieben Angehörige der Roten Armee damit beschäftigt, einen E-Wagen mit Kohle zu entladen. Die Jungs standen oben auf der Kohle und schippten diese ziemlich lustlos aus dem Wagen. Oder besser: zwei schippten, die anderen saßen nur rum oder rauchten.
Ein kluger Russe kam dann aber auf die Idee, zur Beschleunigung des Entladevorgangs doch einfach die Seitenwände des Wagens zu öffnen! Das hat er dann auch getan - seine Kameraden standen aber noch oben auf der Ladung und wurden gleich mit beschleunigt. Jaja, der Niedergang der ruhmreichen Sowjetarmee...

http://www.desiro.net/500-Oschatz-1991-kl.jpg

Viele Grüße

Heiko

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4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:01:17:12:24:06.

Dankeschön mit 1 Bild

geschrieben von: EC Vindobona

Datum: 17.01.15 12:23

Hallo Sören,

Danke für diesen tollen Beitrag. Als ich das letzte Mal auf dem Oschatzer Bahnhof war, konnte man das EG noch betreten.
Ich war voriges Jahr das letzte Mal in Oschatz zu Gange, jedoch leider nicht auf dem "Hbf".

Ich war an der Strecke unterwegs, um die Kleinbahn zu knipsen.

http://static.panoramio.com/photos/large/112297270.jpg
199 030 an der Hst Oschatz,Lichtstraße

Grüße aus Freiberg
Micha

Sehr schön!

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 17.01.15 12:28

Hallo Sören,

vielen Dank für den Beitrag aus heimatlichen Gefilden. Dieser typische Alt-Neu-Kontrast, wie er so oft an den Bahnanlagen der Neuen Bundesländer zu finden ist, wurde schön eingefangen. Für Oschatz muss man sich glücklich schätzen, dass (noch) kein obligatorischer Discounter-Supermarkt neben dem Bahnhof steht.

Heute ist es kaum zu glauben, dass vor etwa 10 Jahren noch vereinzelte IC-Züge in Oschatz hielten - wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, sogar ein IC-Zugpaar ins Ruhrgebiet mit der MET-Garnitur.


Grüße sendet

Amzfriend

Von Oschatz in die weite Welt - Das war einmal...

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 17.01.15 17:11

Hallo!

Von bzw. nach Oschatz konnte man in die weite Welt reisen. Dies war bis Anfang 1945 möglich gewesen.

So vermeldete das Kursbuch 1943 folgende Leistungen:

7.09 Uhr: SFR 2025 Frankfurt (Main) - Dresden (fiel aus, wenn EmW 279 verkehrte)
7.09 Uhr: EmW 279 Hamburg-Altona - Dresden (auf Anordnung)
7.22 Uhr: SFR 2392 Dresden - Leipzig
8.57 Uhr: D 144 Dresden - Hannover
9.22 Uhr: D 137 den Haag - Dresden
11.02 Uhr: D 189 Köln - Dresden (auf Anordnung)
14.54 Uhr: DmW 184 Dresden - Warnemünde
15.17 Uhr: D 83 Hamburg-Altona - Dresden
18.54 Uhr: D 131 Wesermünde-Lehe - Dresden
21.01 Uhr: D 190 Dresden - Köln (auf Anordnung)
21.04 Uhr: D 141 Hannover - Dresden
21.55 Uhr: SFR 2292 Leipzig - Dresden
22.20 Uhr: SFR 2125 Dresden - Frankfurt (Main) (fiel aus, wenn EmW 280 verkehrte)
22.20 Uhr: EmW 280 Dresden - Hamburg-Altona (auf Anordnung)

Vor Beginn des 2. Weltkrieges waren viele dieser (und weitere) Züge vorhanden gewesen. Es ging sogar mit Kurswagen bis nach Basel und nach Oberschlesien. Auch Wien war zu finden gewesen.

Anfang 1945 kam der Fernverkehr hier auch zum Erliegen. Doch bereits im November 1946 konnten folgende Fernzüge gemeldet werden:

D 83/84 Magdeburg - Dresden-Neustadt (auf Anordnung)
D 183/184 Warnemünde - Dresden-Neustadt
DD 203/206 Leipzig - Dresden (auf Anordnung)

DD = Dienstschnellzug

Bereits im Winter 1948/49 standen bereits wieder 5 D-Zug-Paare im Angebot. Neues Zeil war nun Erfurt geworden.

1960 hielten sogar weniger Züge in Oschatz als im Jahre 1948/49. Immerhin konnte man im Kurswagen bis nach Budapest fahren. Neue Fernziele gab es u. a. nach Zittau und Arnstadt.

Im Laufe der 1960er Jahre tauchten auch erstmalig wieder Züge nach Westdeutschland auf. So konnte dann zumindest Köln und Frankfurt (Main) erreicht werden. Ebenso kamen weitere Fernverbindungen nach Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn und Rumänien hinzu. Ende der 1960er/Anfang der 1970 gab es erste Verbindungen nach Hoyerswerda. Später folgten auch Züge u. a. nach Meiningen, Wernigerode usw.

Von Zugverdichtungen abgesehen, blieb das Angebot bis zur Wende in etwa bestehen.

Kurz nach dem Mauerfall gab es wieder einen durchgehenden Zug nach Hamburg. Zur Entlastung des Nachtzuges Warschau - Frankfurt (Main) wurde der Binnenzug D 958/951 Dresden - Eisenach zum neuen D 1150/1151 Dresden - Frankfurt (Main). 1991 wurde Oschatz in das IR-Netz integriert. Im darauffolgendem Jahr sogar zum 2-Stunden-Takt verdichtet. Die internationalen Züge wurden allerdings arg zurückgeschraubt. Gab es bisher Verbindungen bis nach Budapest - Bukarest, aber auch nach Kraków, Rzeszow usw., so wurde dies ab 1992 stetig immer weniger. Nach Ende des Einsatzes des D 476/477 (Bratislava -) Prag - Hamburg und des D 452/453 Warschau - Leipzig blieb nur noch der D 450/451 Warschau - Frankfurt (Main) übrig. Er führte von 1991 bis 1993 auch Kurswagen nach Madrid. Mitte der 1990er Jahre war es um den Kurswagen Moskau - Madrid dann auch geschehen, er wurde ebenfalls gestrichen. D 450/451 wurde dann zur Jahrtausendwende gestrichen. Danach begann das langsame, aber stetige, Sterben der Fernzüge.

Nicht zu vergessen ist der Wintersportzug Leipzig - Altenberg, welcher jahrelang bestanden hat. Er fuhr über diese Strecke als beschleunigter Personenzug.

Quellen: Fahrpläne entsprechender Jahrgänge. Datenbank Fernverkehr von [www.fernbahn.de] und [www.deutsches-kursbuch.de].

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:01:17:19:59:17.

Oschätzchen

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 17.01.15 18:24

Vielen Dank, Sören.

Das ist nun DB 21: Bansteige zwar erneuert,aber ewig weit weg und ohne nennenswerte Serviceeinrichtungen.

Vor ziemlich genau 23 Jahren entstanden diese Aufnahmen:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/631/bD8lbm.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/673/DaHNrC.jpg

Und am 15.6.2009:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/537/CW1gPZ.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/909/9Px5wI.jpg

Dieses Lökchen hing an einer "kurzen Leine":

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/538/O3XhgX.jpg

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/910/NSwxSM.jpg

Schönen Sonntag noch,
wünscht
Carsten

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Re: Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich (35 Bilder)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 17.01.15 19:36

Es ist eine Schande, dass dieses Empfangsgebäude so verwahrlost ist. Im Jahre 2011 war dort noch ein hübsches Reisebüro mit Fahrkartenverkauf, Abfahrtsplänen aus DDR-Zeiten und Inter-Regio-Modellen drin. Die Döllnitzbahn sollte sich hier auch engagieren, denn es liegt in ihrem Interesse, dass Fahrgäste gerne in ihre Züge ein- und umsteigen.

"... heute circa 55 Minuten später ... von Gleis 3 ... direkt gegenüber!"

Re: Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich (35 Bilder)

geschrieben von: Bremer1897

Datum: 17.01.15 21:15

Ein gelungener Beitrag. Die Bilder von der Kleinbahn wissen auch zu begeistern. Vorallem das Bild 17 mit dem ICE im Hintergrund. Begeistern tut mich dabei auch die gepflegtheit des Kleinbahnbahnsteiges.

Hier geht es zu meinen Reiseberichten


Fußball und Eisenbahn funktioniert !

Oschätzchen hat aber keinen Bahnhof

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 17.01.15 21:31

Hallo,

Oschätzchen ist ein Dorf in der Nähe von Elsterwerda, nicht weit weg von Oschatz auf dem östlichen Elbeufer gelegen.

Viele Grüße

Heiko

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Re: Oschätzchen hat aber keinen Bahnhof

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 17.01.15 23:47

Der Zeuge Desiros schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
>
> Oschätzchen ist ein Dorf in der Nähe von
> Elsterwerda, nicht weit weg von Oschatz auf dem
> östlichen Elbeufer gelegen.
>
> Viele Grüße
>
> Heiko

Heiko kennt sich aus,Oschätzchen ist ein Ortsteil von Bad Liebenwerda: [de.wikipedia.org] ,
man findet es auch in Hamburg: [www.oschaetzchen.com]

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[www.wilder-robert.de] [www.doellnitzbahn.de] [de.wikipedia.org] [www.mysnip.de]

Schönen Sonntag noch,
Carsten

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Sammelantwort

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 18.01.15 14:44

Moin,

vielen Dank für eure Kommentare und Ergänzungen.


Ludwigsburger: Kaum zu glauben, was der Bahnhof vor 20 Jahren noch bot.

Alberto: Danke fürs Vergleichsbild. Demzufolge ist die Überdachung original.

Heiko: Danke für Deine Erinnerungen. Und das Bild - da dürfte sich Niels K. drüber freuen.

EC Vindobona: Danke für die Aufnahme. Nach längerem Suchen finde ich den Bahnsteig. Bei meiner Mitfahrt war das nicht der Fall.

Amzfriend: Ja, es ist wirklich ein Kontrast. Verglichen mit anderen Stationen steht das Empfangsgebäude aber nicht allzu schlecht da.

Eurocity341: Danke für den Überblick. Rzeszów, war das als Endbahnhof? Kaum vorzustellen. Kurswagen nach Madrid, unvorstellbar.

Oschätzchen: Lustiger Name. Danke für den Seitensprung und die Aufnahmen, Carsten. Danke für den Ort, Heiko. Was Du alles kennst...

Myln: Vielleicht kehrt wieder Leben ins Empfangsgebäude. Zu wünschen wäre es. Nicht nur in Oschatz.

Bremer1897: Mit dem ICE hatte ich Glück.


Viele Grüße
Sören

Oschatz - ein abgehängter Bahnhof?

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 18.01.15 16:42

Dazu ein Link zum [www.mdr.de]





175 Jahre Ferneisenbahn Leipzig-Dresden Oschatz - ein abgehängter Bahnhof?

Der Bahnhof in Oschatz ist einer der wenigen Haltepunkte der ersten Ferneisenbahn Deutschlands zwischen Leipzig und Dresden. Der Bahnhof ist vor ein paar Jahren für den Durchgangsverkehr der ICEs umgebaut worden, neue Gleise wurden verlegt. Doch wie wichtig ist der Bahnhof heute noch? Während eines Besuchs ergibt sich ein zweigeteiltes Bild.

von Thomas Matsche, MDR INFO
Der Nachbau von Deutschlands erster Dampflokomotive "Saxonia" fährt am Samstag (12.07.2008) in Dresden während eines Eisenbahnfestes mit Gästen auf dem Führerstand. Anlass ist der 200. Geburtstag ihres Erfinders in diesem Jahr. Professor Johann Andreas Schubert gilt auch als Erbauer der Göltzschtalbrücke und des Dampfschiffes "Königin Maria". Die ursprünglische "Saxonia" wurde in Dresden gebaut und war am 8. April 1839 bei der Eröffnung der ersten deutschen Ferneisenbahn zwischen Leipzig und Dresden unterwegs.

Nur 30 Minuten brauche ich mit dem Regionalexpress von Leipzig nach Oschatz. Mein erster Eindruck vom Bahnhofsgelände ist positiv: Die Bahnsteige sind modern gestaltet. Auch der Zustieg zum Wilden Robert, der Oschatzer Schmalspurbahn, die vom Bahnhof aus viele Touristen ins Umland transportiert, sieht neu aus. Doch ein Blick auf das heruntergekommene Hauptgebäude trübt das Bild gewaltig.
"Es ist ein schlimmer Anblick"

Der Busbahnhof wurde modernisiert, das Bahnhofsgebäude verfällt.

Vor der verrammelten Eingangstür treffe ich auf den Eisenbahn-Enthusiasten Ralf Korn. Er ist Mitglied im Förderverein Wilder Robert und betreibt ein Modellbahngeschäft in Oschatz. "Unser Bahnhof ist seit 1990 immer desolater geworden. Früher war eine Mitropa drin, Fahrkartenverkauf, Gepäckannahme und so weiter, oben waren Wohnungen", schwärmt er. "Jetzt steht der komplette Bahnhof schon seit zehn Jahren leer." Das Gebäude wurde von der Bahn immer wieder verkauft. Zuletzt vor einem Jahr für 4.500 Euro an einen unbekannten Käufer, sagt Ralf Korn. Getan wurde seitdem nichts, das 130 Jahre alte Haus verkommt. Die Fassaden sind voller Graffiti, die Fensterscheiben zerschlagen, in den Räumen stehen alte Malereimer. "Es ist schon ein schlimmer Anblick. Selbst die elektrischen Anlagen. Alles wird hier eben in Mitleidenschaft gezogen."
Der alte Bahnhof - ein Schandfleck?

Dass hier seit Jahren nichts unternommen wird, macht auch diese Passantin wütend: "Ich finde das ganz ehrlich zum kotzen. Ich bin eine alte Oschatzerin und früher war's ja so schön. Man konnte rein, da war ein Serviceschalter… Das haben sie alles abgeschafft. Jetzt ist es ein Schandfleck, finde ich persönlich. Wenn man fremd ankommt, denkt man 'Oh mein Gott'." Wie aufs Stichwort laufen mir zwei britische Touristen über den Weg. Sie sind aus Dresden gekommen und wollen mit der Schmalspurbahn nach Mügeln fahren. "Ich finde es sehr schlimm, dass diese alten Gebäude, besonders an Bahnhöfen, nicht besser in Schuss gehalten werden. Sie haben oft eine wunderbare Architektur, aber man lässt einfach zu, dass sie kaputtgehen", erklärt einer der Männer.
Bürgermeister: Man kann nicht viel tun

Stimmen, die Oschatz' Oberbürgermeister Andreas Kretschmar natürlich wurmen. Denn die Stadt habe sämtliche kommunalen Flächen um den Bahnhof erneuert: Parkplätze für Autos, Taxis und Busse gebaut, Gehwege gepflastert sowie eine abschließbare Fahrradhalle errichtet. Kretschmar hat die Bahn sogar davon überzeugt, wieder einen Ticketschalter in einem Container neben dem Hauptgebäude zu errichten. Den persönlichen Kontakt zu einer Bahnmitarbeiterin wissen vor allem die älteren Reisenden zu schätzen. Doch gegen den Schandfleck kann Andreas Kretschmar gegenwärtig nichts machen. "Es ärgert uns als Stadt sehr, dass dieses Gebäude in dieser Form hier zu sehen ist. Aber es befindet sich nicht in unserem Eigentum. Wir haben auch nicht vor, dieses Gebäude zu übernehmen, da wir keine Nutzung haben. Wir können nur hoffen, dass der neue Eigentümer das nicht nur gekauft hat, damit er es gekauft hat, sondern dass er auch tatsächlich Hand anlegt."
Pendler nutzen die Verbindung durchaus

Andreas Kretschmar glaubt in jedem Fall fest an die Zukunft der Bahn und des Bahnhofs in Oschatz. Immer mehr Pendler nutzten die schnellen, stündlichen Verbindungen nach Leipzig oder Dresden. Woher er das weiß? Langsam werden die Parkplätze vor dem Bahnhof wieder knapp.


Links in MDR.DE

Spezial: 175 Jahre Ferneisenbahn Leipzig-Dresden [www.mdr.de]



© 2015 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das EG ist mehrfach verkauft,da kann die Döllnitzbahn nur wenig machen.

Gruß
Carsten

Noch 'n paar Links:

Oschatz-Strehla: [www.stillgelegt.de]

Oschatz-Mügeln: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]

Beginne den Tag mit SPORT ...
und lass' den Kaffee laufen!

[www.brandenburgische-staedtebahn.de]
Die Eisenbahnfreunde "Hoher Fläming" Bad Belzig auf FB:[www.facebook.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:01:18:16:53:30.

Rzeszow

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 18.01.15 17:12

Hallo!

Rzeszow (dt.: Reichshof, so jedenfalls im Fahrplan 1944) war tatsächlich Endstation bzw. Startbahnhof gewesen. In den 1980er Jahren verkehrte nämlich D 484/485 Rzeszow - Leipzig. 1991/92 jedoch verkürzt auf Rzeszow - Dresden. 1992 ist er dann entfallen. In den 1970er Jahren ging es sogar bis nach Przemysl.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Alberto

Datum: 18.01.15 18:34

Demzufolge ist die Überdachung original.


Hallo Sören,

mir ist erinnerlich, daß die Bahnsteigüberdachung irgendwoanders abgebaut und dann nach Oschatz gebracht wurde.

Gruß Alberto

Bahnsteigüberdachtung Oschatz (750 mm)

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 18.01.15 21:11

Hallo!

"mir ist erinnerlich, daß die Bahnsteigüberdachung irgendwoanders abgebaut und dann nach Oschatz gebracht wurde"

"Irgendwoanders abgebaut" schon, aber nicht "nach Oschatz gebracht": Die Überdachung des Schmalspurbahnsteiges ist die alte Überdachung des Normalspur-Mittelbahnsteiges, der beim Totalumbau von Oschatz (1.435 mm) überflüssig und dann einfach zur Kleinbahn umgesetzt wurde.

Viele Grüße

Heiko

Umlauf 218 Ulm / Einsatzplan 472 Hamburg / Lok-Karussell bei den Diesel-Intercitys / Im Grenzbereich: der Polyvalent kommt / 146-Werbeloks / Das alles (und noch viel mehr) in Kürze in DREHSCHEIBE 351. Viel mehr wert, als sie kostet!

Re: Hauptbahnhof, kleinbahnamtlich (35 Bilder)

geschrieben von: Pilot22

Datum: 19.01.15 09:54

Ja, Oschatz hat irgendwie das Flair verloren, obwohl die Gleisanlagen aufenthaltsschöner wirken als z.B. die lärmschutzwandkaskadierten in Wurzen.

Lohnt es sich nicht, die Regelspur und damit die S1 bis Oschatz Zentrum zu führen? Das sind ja ca. 1 bis 2 km. Als Dreischienengleis ;-)

Und es gab vor über 12 Jahren mal einen Zwischenfall, als ein schneller ICE mit knapp 200 fahrend (von DD nach L) das leere Ausweichgleis nutzte. Die Fahrzeuge blieben trotz heftigem seitlichen Ruck im Gleis, das Geschirr im Bistro nicht und es soll wohl auch blaue Flecke durch Scheiben/Wandberührung gegeben haben. Warum trotz LZB keine Bremsung des ICEs erfolgte, weiß ich nicht mehr.

vg
Mit dem "Schippen" war das die Ausnahme,in der Regel selbst aus Fc -Wagen wurde Brikett für Brikett mit der Hand herausgeworfen. Das war nicht nur in Oschatz so.

Lustlos? Ich glaube, Du Glücklicher hast nie in einer "richtigen" Armee dienen müssen! Die Jungs (und auch die begleitenden Unteroffiziere), waren froh, wenn sie Kohlen ausladen durften und so mal aus der Kaserne herauskamen. Also durfte das Ausladen nicht so schnell gehen.

Re: Bahnsteigüberdachtung Oschatz (750 mm)

geschrieben von: Ludwigsburger

Datum: 19.01.15 12:33

Hallo Heiko kund alle anderen ,

Die Überdachung stammt vom ehemaligen Hausbahnsteig , der mittlere Bahnsteig hatte keine .

Grüße Mirko

Re: Bahnsteigüberdachung Oschatz

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 04.04.18 10:10

Ludwigsburger schrieb bereits im Januar 2015:
Die Überdachung stammt vom ehemaligen Hausbahnsteig , der mittlere Bahnsteig hatte keine .
Manche Dinge entdeckt man erst nach vielen Jahren. ;-(
Meiner Erinnerung nach hatte auch der "mittlere" Bahnsteig, also der zwischen Gleis 2 und 3 ein Bahnsteigdach. Dieses wurde jedoch schon zu DDR-Zeiten (vor 1985) abgerissen.
Ein Belegfoto liegt mir vor, allerdings möchte ich es hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen. Es stammt von Herrn Wünschmann, vielleicht liest er ja mit und kann es beisteuern?
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