geschrieben von: andreas +
Datum: 04.08.26 23:08
geschrieben von: Ziggy
Datum: 05.08.26 06:45
geschrieben von: K.Malzahn
Datum: 05.08.26 10:49
geschrieben von: EDK 1000
Datum: 05.08.26 11:52
Nix Neues, kann man sich sparen.Und der Professor als filmbegleitender Experte gibt seine 'Expertise' bei der Beurteilung der LST-Anlagen unter offensichtlicher Betrachtung aus seiner universitären, theroretisch geprägten Blase ab. Fazit, alles, was an Stellwerkstechnik nicht ESTW ist, muss als Schrott betrachtet werden. Klar, Ersatzteilsituation (selbst verschuldet) und Schaltverbote sind schon ein Thema, aber nicht generell.
[...]
Ansonsten wieder überflüssige ‚Ampel‘, alte, nicht funktionierende Stellwerke, die Schweiz mit ‚einer‘ BZ, …
geschrieben von: Lok 22025
Datum: 05.08.26 12:12
geschrieben von: bogrács
Datum: 05.08.26 13:04
geschrieben von: andreas +
Datum: 05.08.26 13:52
So ein Professor sitzt nur in seiner Uni und muss sich mit dummen Studenten herumschlagen. Aber hier bekommt er endlich mal Stimme und Zuhörer.Auf DSO hätte er auch noch die dummen 'Kommentare' der DB-alles-schön-Schreiber' und 'Allesbesserwisser'
HW
MoinHallo Kai,
Sehr interessant finde ich das bei der Darstellung der Generalsanierung der Strecken der Nordosten wenn auch keine Generalsanierung sondern nur ein Ausbau Berlin Stralsund geplant war und auch bei anderen Darstellungen in anderen Publikationen zb. auch im Bundesverkehrswege Plan 2030 so gut wie überhaupt nicht berücksichtigt wird.
geschrieben von: Scheiteltunnel
Datum: 05.08.26 14:58
So ein Professor sitzt nur in seiner Uni und muss sich mit dummen Studenten herumschlagen. Aber hier bekommt er endlich mal Stimme und Zuhörer.
HW
geschrieben von: Radiowaves
Datum: 05.08.26 15:23
Das StaatsfernsehenNoch ist es kein Staatsfernsehen. Aus Angst davor, alsbald von Staatsfernsehen abgelöst zu werden, gibt es sich aber zunehmend "volkstümlich".
geschrieben von: Ziggy
Datum: 05.08.26 15:30
Dummerweise scheint es außer Hecht, Böttger und Leister keinen halbwegs telegenen wirklichen Bahnversteher zu geben, der den Medienmachern gut beratend zur Seite steht.Dieser "halbwegs telegene Bahnversteher" müsste ja von dem Projekt wissen - also auf der Liste sein, die von diesen Medienmachern angefragt wird.
Und in diese Lücken, die die vermeidbaren Fehler der Berichterstattung geben, stößt die DB-Pressemaschinerie eben immer wieder herein.Man möchte am liebsten kurze kompakte Aussagen - wenn das Füllen solcher Lücken zu kompliziert oder zu langatmig klingt, scheint man die ganz bewusst zu lassen. Zumindest habe ich am Rande einer VDEI-Veranstaltung von jemand Zuverlässigem im persönlichen Gespräch gehört, er habe schon zweimal auf Anfrage vor der Kamera Rede und Antwort gestanden um am Ende mit Null Sekunden Sendezeit im geschnittenen Beitrag aufzutauchen. Ein drittes Mal wird ihm das nicht passieren...
geschrieben von: bauigel
Datum: 05.08.26 17:19
Nur der große Sturm bleibt auf DSO bisher aus weil der Name ‚Hayali‘ 😱 nicht involviert ist. 😆Vielleicht sollte man erwähnen, dass da mehrere "Studierte" - einer davon auch noch BWL'er - ihre Meinung zum Besten geben? 😁😂
- verschleißabhängige Zuschläge für Loks mit hohem Schienenverschleiß gibt es in DE nicht,Dieses Thema wird schon lange totgeschwiegen, es darf vermutet werden aus industriepolitischen Gründen (Siemens).
geschrieben von: Sven1066
Datum: 05.08.26 18:15
Auf der Riedbahn hat man auch doppelt ausgerüstet (ETCS Level 2 mit Signale) und es erzählt euch keiner das das ETCS dort bis jetzt immer noch nicht richtig geht und nur von ICE genutzt werden kann und darf. Warum recherchiert keiner der Journalisten dort mal nach? Immerhin was das der Musterkandidat der ganzen "Generalsanierungen".Für den Generalsquatsch mag das zutreffen, für die Doppelausrüstung PZB und ETCS L2 nicht. Da dürfte sowas wie Eisenach–Erfurt ins Spiel kommen. Wie sieht denn dort die technische Zuverlässigkeit aus?
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 05.08.26 19:28
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.Ich antworte jetzt mal allgemein auf einige Beiträge.
Dieses Land ist Realsatire.
Dass es auch bei Siemens Ideen zum Drehgestell der Zukunft gibt zeigt diese PublikationDa geht es aber doch nur um Laufdrehgestelle und nicht um Triebdrehgestelle. Da ist schon ein Unterschied um Potenzen zur Gleisbeanspruchung.
Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:Das sind ja massive Vorwürfe. Gibt es hier Diskussionsteilnehmer, die die Behauptung von einem Preisaufschlag von weit über 200% für Weichen bestätigen oder entkräften können?
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100
Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview
geschrieben von: gezi
Datum: 05.08.26 21:44
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.
Dieses Land ist Realsatire.
Giovanni schrieb:Weil sie sich bei der Bobo 40 Jahre selbst belogen haben? Das man zulässige Grenzen dan auch nutzt ist irgendwie logisch, die gleiche SBB peitscht die zu schwere Lok ja mir völlig übertriebenen Lasten den Berg hoch...- verschleißabhängige Zuschläge für Loks mit hohem Schienenverschleiß gibt es in DE nicht,Dieses Thema wird schon lange totgeschwiegen, es darf vermutet werden aus industriepolitischen Gründen (Siemens).
Die Industrie verkauft Loks immer näher an der Reibungsgrenze, und die öffentlichen Netzbetreiber dürfen es ausbaden und häufigere Schienenwechsel bezahlen.
Die SBB werden schon wissen, warum sie den Vectron in der Bogengeschwindigkeit eingebremst haben und die Entwicklung einer gleisfreundlicheren Lok forcieren (Stadler)
geschrieben von: bollisee
Datum: 06.08.26 14:10
Das Bonus-System wird bei der AG vom Aufsichtsrat (in letzter Konsequenz bei der Aktionärsstruktur der DB AG die Politik) genehmigt, Korruption ist das nicht.In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von Bundestagsmitgliedern
Dass man die Kriterien so gestaltet, dass Prämien/Boni oder "variable Einkommensbestandteile" (Wording von Frau Palla) relativ einfach erreichbar sind, das steht auf einem anderen Blatt und mag auch an dem laschen Aufsichtsrat hängen, der im Gegensatz zu einer normalen AG nicht den Druck der Eigentümer hat. Sollte die AG Teil eines ETF-Portfolios wie etwa des MSCI world von BlackRock sein mit entsprechendem Anteil von BlackRock an der Aktionärsstruktur (das können schon mal bis zu 10% sein, bei dem europäischen Champion ASML Holding z.B. hält BlackRock ca. 7%, bei der Mercedes-Benz Group AG ca. 6%), dann weht da ein anderer Wind bei der Kontrolle durch den Aufsichtsrat. Dieser "Gefahr" dürfte eine DB AG nie ausgesetzt sein.
200% Kostensteigerung sind nicht ungewöhnlich, wenn es der Lieferant durchsetzen kann. Wollte gerade vom selben Versender eine CF Express Speicherkarte eines taiwanesischen Herstellers (Wise) kaufen, die ich dort zuletzt im Februar 2025 für 220€ kaufte. Aktueller Preis: 470€...Im Zug der nicht lieferbaren Weiche für Freudenstadt wurde behauptet, nur das Weichenwerk in Witten könnte die liefern und hätte eine extreme Lieferfrist. Komisch, das Weichenwerk in Witten gehört InfraGo und setzt eine Kostensteigerung auf 245% des Ausgangspreises durch. Laut dem Kostenkennwertkatalog der DB von 83.500 € (2016) auf 209.300 € (jetzt, 2026?) durch? Satte 145% Inflation in 10 Jahren? Für wie dumm willst Du uns verkaufen? Und dann noch Computerspeicher während der KI-induzierten Speicherkrise vergleichen? Der Vergleich hinkt gleich doppelt. Und dann vergleichen wir mal mit der Baukosteninflation zwischen 2016 und 2026, die etwa 50% bis 80% betragen dürfte. Da sind 145% Preisaufschlag schon eine satte Hausnummer, die den einen oder anderen Beteiligten durchaus ganz gut die Taschen füllen könnte. Hmmm... grübel, grübel...
Als Führer des Kartells, das in eine Händler- und eine Produzentenebene unterteilt war, galt Voestalpine. Die Zusammensetzung des Kartells veränderte sich im Laufe der Jahre. Wesentliche Spieler blieben Voestalpine, Thyssenkrupp und Corus (später Tata Steel).Weselsky sagt folgendes im Frontalbericht dazu.Zitat
"Bei diesen Vollsperrungen, bei diesen Generalsanierungen, das ist ein riesengroßes schwarzes Loch, wo Geld verschwindet in einer unglaublichen Größenordnung"Nun würde ich mal behaupten, Weselsky hat sich mit seinem Lieblingsfeind Bahnvorstand und dessen Machenschaften einige Jahre beschäftigt. Oft genug hat er erklärt, woran es hapert. War nicht seine Aufgabe als Gewerkschaftsboss, aber wahrscheinlich hat er den Abfluss von Geld stärker beobachtet als andere.
geschrieben von: andreas +
Datum: 06.08.26 14:44
...Diese Szene hat mir 'signalisiert' resp. bei mir den Eindruck hinterlassen, daß Frau Palla die falsche Wahl für den / die Konzern-Vorstandsvorsitzende(n) war / ist: Ich habe Zweifel, ob sie wirklich gewillt ist, das, was sie so angekündigt hat, auch umzusetzen und zu realisieren ... oder ob sie nur bemüht ist, die nächsten Jahre als Konzern-Vorstandsvorsitzende möglichst unbeschadet zu überstehen.
Nur irgendwie wird das in Deutschland nie, aber auch gar nie überprüft, denn Deutschland ist ja korruptionsfrei. Es wäre also schon gut, wenn mal konkret überprüft würde, wie es sich mit dem zusätzlichen Geld für die Bahn verhält. Es könnte ja auch alles seinen korrekten Gang gehen. Dann wäre es auch kein Problem, wenn man seitens der Bahn der Transparenz fröhnt. Spätestens bei der Aufzugsszene im Frontalbericht wird klar, Frau Palla hat kein Interesse an Öffentlichkeit. Könnte sie aber ändern.
geschrieben von: gezi
Datum: 06.08.26 14:46
In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von BundestagsmitgliedernInwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
geschrieben von: bauigel
Datum: 06.08.26 16:28
bollisee schrieb:Abgeordnete, Staatssekretäre, sonstige Parteibuchträger... Wenn jemand vom Leder ziehen will, ist das alles das gleiche - da ist dein Vorredner nicht alleine.
ZitatIn anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von BundestagsmitgliedernInwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
geschrieben von: Stupor Mundi
Datum: 06.08.26 18:04
geschrieben von: nordicocean
Datum: 06.08.26 20:40
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 06.08.26 20:56
P.S.: Selbst wenn sie da gerade 'kein Nerv' für ein Interview o.ä. gehabt hätte, hätte sie ihre Kompetenz bewiesen, wenn sie dem ZDF-Team ein Interviewtermin zugesagt (und dann gegeben) hätte. [size=13px][/size]Du hast vollkommen recht.
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.
Dieses Land ist Realsatire.
Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100
Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview
geschrieben von: Wuhlheider
Datum: 07.08.26 21:20
geschrieben von: Wuhlheider
Datum: 08.08.26 11:46
geschrieben von: andreas +
Datum: 08.08.26 12:32
Hallo,Beim Ritzelhohlwellenantrieb ist die Ritzelwelle als Hohlwelle ausgeführt. Das Getriebegehäuse mit Ritzel und Großrad sitzt ungefedert auf der Radsatzwelle.
eine Sache ist mir zum Thema dieser o.g. Doku im Geist hängen geblieben:
Der Professor ist mit dem Reporter unter einem Vectron lag gegangen und monierte den Tatzlagerantrieb, also einen ungefederten Antrieb der Achsen.
Wenn ich mich recht erinnere hat der Vectron doch aber einen Hohlwellenantrieb, der den ungefederten Anteil des Antriebs auf die Achsen spürbar verringert.
Habe ich da einen Denkfehler?
MfG
geschrieben von: Matthias Muschke
Datum: 08.08.26 12:51
Wuhlheider schrieb:Und trotzdem wiegt das heute nur noch einen Bruchteil im Vergleich zu früher, als das als KO-Kriterium galt. Nicht umsonst kann man damit 200 km/h fahren. Und die eigentliche Ursache der lächerlichen Einschränkung in der Schweiz versteht offenbar auch niemand.. 🤷♂️Hallo,Beim Ritzelhohlwellenantrieb ist die Ritzelwelle als Hohlwelle ausgeführt. Das Getriebegehäuse mit Ritzel und Großrad sitzt ungefedert auf der Radsatzwelle.
eine Sache ist mir zum Thema dieser o.g. Doku im Geist hängen geblieben:
Der Professor ist mit dem Reporter unter einem Vectron lag gegangen und monierte den Tatzlagerantrieb, also einen ungefederten Antrieb der Achsen.
Wenn ich mich recht erinnere hat der Vectron doch aber einen Hohlwellenantrieb, der den ungefederten Anteil des Antriebs auf die Achsen spürbar verringert.
Habe ich da einen Denkfehler?
MfG
geschrieben von: PeterK
Datum: 08.08.26 14:31
geschrieben von: Florian Ziese
Datum: 08.08.26 18:01
Und trotzdem wiegt das heute nur noch einen Bruchteil im Vergleich zu früher, als das als KO-Kriterium galt. Nicht umsonst kann man damit 200 km/h fahren. Und die eigentliche Ursache der lächerlichen Einschränkung in der Schweiz versteht offenbar auch niemand.. 🤷♂️Naja, nicht wirklich aus den echten Vorschriften bedingt, nach dem Regelwerk könnte der Vectron problemlos schneller fahren. Zusätzliche Zugreihen aufstellen ist nun wahrlich kein Hexenwerk und wurde schon öfters problemlos gemacht.
Die 120 km/h ergeben sich aus der Vorschrift und nicht technisch bedingt.
geschrieben von: X73900
Datum: 08.08.26 18:16
bollisee schrieb:Zitat:Der Begriff Korruption wird hier etwas beliebig verwendet. Selbst wenn der Aufsichtsrat zu 100 % mit Vertretern des einzigen Aktionärs (Bund) bestückt wäre, hat das mit Korruption nichts zu tun, wenn der Aufsichtsrat das Gehalt des Vorstands festlegt. Korruption wäre, wenn im Aufsichtsrat Verwandte und Freunde von Frau Palla sitzen würden und ihr wegen der persönlichen Nähe ein besonderes hohes Gehalt zuschanzen würden. Frau Palla ist als Ausländerin übrigens nicht mal zum Bundestag wahlberechtigt und daher wohl auch kaum Mitglied einer deutschen politischen Partei.In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von BundestagsmitgliedernInwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
Soweit ich weiß, üben die jeweiligen Regierungsfraktionen seit langen Jahren schon das Besetzungsrecht stets für drei der 20 Sitze aus.
geschrieben von: Matthias Muschke
Datum: 09.08.26 14:01
geschrieben von: Sven372
Datum: 11.08.26 04:53
geschrieben von: bollisee
Datum: 12.08.26 19:14
Der Begriff Korruption wird hier etwas beliebig verwendet. Selbst wenn der Aufsichtsrat zu 100 % mit Vertretern des einzigen Aktionärs (Bund) bestückt wäre, hat das mit Korruption nichts zu tun, wenn der Aufsichtsrat das Gehalt des Vorstands festlegt. Korruption wäre, wenn im Aufsichtsrat Verwandte und Freunde von Frau Palla sitzen würden und ihr wegen der persönlichen Nähe ein besonderes hohes Gehalt zuschanzen würden. Frau Palla ist als Ausländerin übrigens nicht mal zum Bundestag wahlberechtigt und daher wohl auch kaum Mitglied einer deutschen politischen Partei.Ich habe nie behauptet, dass es Korruption gäbe. Ich habe geschrieben, dass alle Zutaten für Korruption in Sachen Bahn in Deutschland vorhanden sind, vom Prinzip her genauso wie in Süditalien. Da sollten die Behörden mal nicht in Tiefschlaf verfallen, bloß weil es eine Nummer zu groß scheint. Beweise müssen andere Leute finden, wenn denn die Anzeichen sich verdichten sollten. Zudem ist Deine enge Definition eben nicht das einzige, was man darunter verstehen kann. Beispielsweise waren Helmut Kohl und Verkehrsminister Wissmann nicht korrupt. Aber nachdem man seitens der Bundesregierung über 16 Jahre den Fluglärm aus Zürich ignoriert und weggelogen hat, wurden die beiden Herren in diverse Aufsichtsräte der Schweizer Luftfahrtindustrie berufen. Das ist der Job, bei dem es für eine Sitzung im Jahr eine Aufwandsentschädigung in 5-stelliger Höhe gibt. Vorteilsnahme im Amt kann man den Herren nicht vorwerfen, die gab es ja mutmaßlich nicht.
geschrieben von: gezi
Datum: 12.08.26 19:53
Beispielsweise waren Helmut Kohl und Verkehrsminister Wissmann nicht korrupt. Aber nachdem man seitens der Bundesregierung über 16 Jahre den Fluglärm aus Zürich ignoriert und weggelogen hat, wurden die beiden Herren in diverse Aufsichtsräte der Schweizer Luftfahrtindustrie berufen. Das ist der Job, bei dem es für eine Sitzung im Jahr eine Aufwandsentschädigung in 5-stelliger Höhe gibt. Vorteilsnahme im Amt kann man den Herren nicht vorwerfen, die gab es ja mutmaßlich nicht.Und in welchen Aufsichtsräten wäre das gewesen? Zu Helmut Kohl ergeben die mir zugänglichen Quellen, er habe im Leben in einem einzigen Aufsichtsrat gesessen, dem der Generali Versicherung AG. Zu Matthias Wissmann finden sich mehrere Mandate, aber keinerlei Angabe zu irgendeinem in der Schweiz, weder in der Luftfahrt noch in einer anderen Branche. Dafür allerdings in dem der Lufthansa AG - das passt aber wohl zu dem angedeuteten Zusammenhang gerade nicht besonders.
geschrieben von: bollisee
Datum: Gestern, 00:28:37
bollisee schrieb:Du hast Recht, Helmut Kohl war ab 1999 im Credit Suisse International Advisory Board tätig, 2 Sitzungen jährlich für ca. 100.000 CHF. Ebenso war er ab 1999 ein persönlicher Berater von Leo Kirch, 12 Gespräche für 600.000 DM. Für 14 Sitzungen im Jahr das fürstliche Gehalt, das würde ich auch nehmen. Matthias Wissmann wurde Senior International Counsel der Kanzlei Wilmer, Cutler & Pickering. Dort hatte seine WCP-Tätigkeit laut der damaligen Kanzleimeldung ausdrücklich die Bereiche Luftfahrt, Verkehrsliberalisierung und Lufthansa-Privatisierung zum Schwerpunkt. Dort vertrat er den Flughafen Zürich anwaltlich gegen Deutschland. Ich schätze mal, Wissmann war der Erfolgreichere, was die Einnahmen im Anschluss an das Ministeramt angeht. Der Flughafen Zürich und Swisscontrol (heute Skyguide) hatten sich gegen Deutschland zur Wehr gesetzt, aber dann hahnebüchene Arbeit abgeliefert, was im Flugzeugunglück von Überlingen seinen Höhepunkt fand.
ZitatBeispielsweise waren Helmut Kohl und Verkehrsminister Wissmann nicht korrupt. Aber nachdem man seitens der Bundesregierung über 16 Jahre den Fluglärm aus Zürich ignoriert und weggelogen hat, wurden die beiden Herren in diverse Aufsichtsräte der Schweizer Luftfahrtindustrie berufen. Das ist der Job, bei dem es für eine Sitzung im Jahr eine Aufwandsentschädigung in 5-stelliger Höhe gibt. Vorteilsnahme im Amt kann man den Herren nicht vorwerfen, die gab es ja mutmaßlich nicht.Und in welchen Aufsichtsräten wäre das gewesen? Zu Helmut Kohl ergeben die mir zugänglichen Quellen, er habe im Leben in einem einzigen Aufsichtsrat gesessen, dem der Generali Versicherung AG. Zu Matthias Wissmann finden sich mehrere Mandate, aber keinerlei Angabe zu irgendeinem in der Schweiz, weder in der Luftfahrt noch in einer anderen Branche. Dafür allerdings in dem der Lufthansa AG - das passt aber wohl zu dem angedeuteten Zusammenhang gerade nicht besonders.
Viele Grüße,
gezi
geschrieben von: gezi
Datum: Gestern, 01:03:54
Du hast Recht, Helmut Kohl war ab 1999 im Credit Suisse International Advisory Board tätig, 2 Sitzungen jährlich für ca. 100.000 CHF. Ebenso war er ab 1999 ein persönlicher Berater von Leo Kirch, 12 Gespräche für 600.000 DM. Für 14 Sitzungen im Jahr das fürstliche Gehalt, das würde ich auch nehmen. Matthias Wissmann wurde Senior International Counsel der Kanzlei Wilmer, Cutler & Pickering. Dort hatte seine WCP-Tätigkeit laut der damaligen Kanzleimeldung ausdrücklich die Bereiche Luftfahrt, Verkehrsliberalisierung und Lufthansa-Privatisierung zum Schwerpunkt. Dort vertrat er den Flughafen Zürich anwaltlich gegen Deutschland. Ich schätze mal, Wissmann war der Erfolgreichere, was die Einnahmen im Anschluss an das Ministeramt angeht. Der Flughafen Zürich und Swisscontrol (heute Skyguide) hatten sich gegen Deutschland zur Wehr gesetzt, aber dann hahnebüchene Arbeit abgeliefert, was im Flugzeugunglück von Überlingen seinen Höhepunkt fand.Ist es nicht vielleicht deshalb schon keine - auch nur zeitlich versetzte - Vorteilsnahme, weil ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen früherer amtlicher Befassung mit Fluglärm in Zürich und späteren Tätigkeiten im Advisory Board einer Schweizer Bank oder für einen deutschen Medienunternehmer nicht recht erkennbar ist? Und mag aber die frühere minsterielle Tätigkeit von Wissmann in Deutschland denn doch anscheinend den Interessen des Züricher Flughafens wenig gedient haben, wenn er für den Flughafen noch Jahre später gerade gegen Deutschland als Anwalt des Berliner Sitzes einer US-Sozietät mandatiert werden musste (scheint mir ziemlich fern von einem satt vergütteten zeremoniellen Beiratsposten)? Mir fällt ein beiden Fällen aus unterschiedlichen Gründen schwer, einen Zusammenhang zwischen früheren und späteren Tätigkeiten herzustellen, erst recht einen anrüchigen.
Natürlich ist das Alles keine Korruption, weil Vorteilsnahme im Amt nicht gegeben war. Die Vorteilsnahme fand ja zeitlich versetzt statt. Die Dinge fasst man in Deutschland einfach etwas intelligenter an, insbesondere nach den Erfahrungen der Flick-Affaire...
geschrieben von: MD 612
Datum: Gestern, 13:30:53
Wäre es nicht einmal eine Überlegung wert, auf Strecken, die absehbar im Mischverkehr mit maximal 200 km/h befahren werden sollen, das PZB vom 160 auf 200 km/h "aufzubohren"?Da ist nichts mit "PZB aufbohren", weil die Grenze von 160km/h vor allem daran liegt, dass man im Betrieb mit Signalen an der Strecke und PZB auf Signalsicht fahren muss. Bei mehr als 160km/h ist nicht mehr sichergestellt, dass man alle Signale an der Strecke bei jeder Wetterlage eindeutig erkennen kann. Zudem reichen bei höheren Geschwindigkeiten die Vorsignalabstände an der Strecke nicht mehr aus, um einen Zug mit mehr als 160km/h bei "Halt erwarten!" noch rechtzeitig vor dem "Halt!" zeigenden Hauptsignal zum Stehen bekommt. Die "eine Strecke in D." war die probeweise mit dem Sk-Signalsystem ausgerüstete Strecke Augsburg - Donauwörth, was sich aber in der Praxis nicht bewährt hat. Die entsprechende Sicherheit bieten bei Geschwindigkeiten über 160km/h nur Anzeigen im Führerraum, und da sind wir bei LZB bzw. ETCS.
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