geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 05.08.26 19:28
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.Ich antworte jetzt mal allgemein auf einige Beiträge.
Dieses Land ist Realsatire.
Dass es auch bei Siemens Ideen zum Drehgestell der Zukunft gibt zeigt diese PublikationDa geht es aber doch nur um Laufdrehgestelle und nicht um Triebdrehgestelle. Da ist schon ein Unterschied um Potenzen zur Gleisbeanspruchung.
Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:Das sind ja massive Vorwürfe. Gibt es hier Diskussionsteilnehmer, die die Behauptung von einem Preisaufschlag von weit über 200% für Weichen bestätigen oder entkräften können?
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100
Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview
geschrieben von: gezi
Datum: 05.08.26 21:44
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.
Dieses Land ist Realsatire.
Giovanni schrieb:Weil sie sich bei der Bobo 40 Jahre selbst belogen haben? Das man zulässige Grenzen dan auch nutzt ist irgendwie logisch, die gleiche SBB peitscht die zu schwere Lok ja mir völlig übertriebenen Lasten den Berg hoch...- verschleißabhängige Zuschläge für Loks mit hohem Schienenverschleiß gibt es in DE nicht,Dieses Thema wird schon lange totgeschwiegen, es darf vermutet werden aus industriepolitischen Gründen (Siemens).
Die Industrie verkauft Loks immer näher an der Reibungsgrenze, und die öffentlichen Netzbetreiber dürfen es ausbaden und häufigere Schienenwechsel bezahlen.
Die SBB werden schon wissen, warum sie den Vectron in der Bogengeschwindigkeit eingebremst haben und die Entwicklung einer gleisfreundlicheren Lok forcieren (Stadler)
geschrieben von: bollisee
Datum: 06.08.26 14:10
Das Bonus-System wird bei der AG vom Aufsichtsrat (in letzter Konsequenz bei der Aktionärsstruktur der DB AG die Politik) genehmigt, Korruption ist das nicht.In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von Bundestagsmitgliedern
Dass man die Kriterien so gestaltet, dass Prämien/Boni oder "variable Einkommensbestandteile" (Wording von Frau Palla) relativ einfach erreichbar sind, das steht auf einem anderen Blatt und mag auch an dem laschen Aufsichtsrat hängen, der im Gegensatz zu einer normalen AG nicht den Druck der Eigentümer hat. Sollte die AG Teil eines ETF-Portfolios wie etwa des MSCI world von BlackRock sein mit entsprechendem Anteil von BlackRock an der Aktionärsstruktur (das können schon mal bis zu 10% sein, bei dem europäischen Champion ASML Holding z.B. hält BlackRock ca. 7%, bei der Mercedes-Benz Group AG ca. 6%), dann weht da ein anderer Wind bei der Kontrolle durch den Aufsichtsrat. Dieser "Gefahr" dürfte eine DB AG nie ausgesetzt sein.
200% Kostensteigerung sind nicht ungewöhnlich, wenn es der Lieferant durchsetzen kann. Wollte gerade vom selben Versender eine CF Express Speicherkarte eines taiwanesischen Herstellers (Wise) kaufen, die ich dort zuletzt im Februar 2025 für 220€ kaufte. Aktueller Preis: 470€...Im Zug der nicht lieferbaren Weiche für Freudenstadt wurde behauptet, nur das Weichenwerk in Witten könnte die liefern und hätte eine extreme Lieferfrist. Komisch, das Weichenwerk in Witten gehört InfraGo und setzt eine Kostensteigerung auf 245% des Ausgangspreises durch. Laut dem Kostenkennwertkatalog der DB von 83.500 € (2016) auf 209.300 € (jetzt, 2026?) durch? Satte 145% Inflation in 10 Jahren? Für wie dumm willst Du uns verkaufen? Und dann noch Computerspeicher während der KI-induzierten Speicherkrise vergleichen? Der Vergleich hinkt gleich doppelt. Und dann vergleichen wir mal mit der Baukosteninflation zwischen 2016 und 2026, die etwa 50% bis 80% betragen dürfte. Da sind 145% Preisaufschlag schon eine satte Hausnummer, die den einen oder anderen Beteiligten durchaus ganz gut die Taschen füllen könnte. Hmmm... grübel, grübel...
Als Führer des Kartells, das in eine Händler- und eine Produzentenebene unterteilt war, galt Voestalpine. Die Zusammensetzung des Kartells veränderte sich im Laufe der Jahre. Wesentliche Spieler blieben Voestalpine, Thyssenkrupp und Corus (später Tata Steel).Weselsky sagt folgendes im Frontalbericht dazu.Zitat
"Bei diesen Vollsperrungen, bei diesen Generalsanierungen, das ist ein riesengroßes schwarzes Loch, wo Geld verschwindet in einer unglaublichen Größenordnung"Nun würde ich mal behaupten, Weselsky hat sich mit seinem Lieblingsfeind Bahnvorstand und dessen Machenschaften einige Jahre beschäftigt. Oft genug hat er erklärt, woran es hapert. War nicht seine Aufgabe als Gewerkschaftsboss, aber wahrscheinlich hat er den Abfluss von Geld stärker beobachtet als andere.
geschrieben von: andreas +
Datum: 06.08.26 14:44
...Diese Szene hat mir 'signalisiert' resp. bei mir den Eindruck hinterlassen, daß Frau Palla die falsche Wahl für den / die Konzern-Vorstandsvorsitzende(n) war / ist: Ich habe Zweifel, ob sie wirklich gewillt ist, das, was sie so angekündigt hat, auch umzusetzen und zu realisieren ... oder ob sie nur bemüht ist, die nächsten Jahre als Konzern-Vorstandsvorsitzende möglichst unbeschadet zu überstehen.
Nur irgendwie wird das in Deutschland nie, aber auch gar nie überprüft, denn Deutschland ist ja korruptionsfrei. Es wäre also schon gut, wenn mal konkret überprüft würde, wie es sich mit dem zusätzlichen Geld für die Bahn verhält. Es könnte ja auch alles seinen korrekten Gang gehen. Dann wäre es auch kein Problem, wenn man seitens der Bahn der Transparenz fröhnt. Spätestens bei der Aufzugsszene im Frontalbericht wird klar, Frau Palla hat kein Interesse an Öffentlichkeit. Könnte sie aber ändern.
geschrieben von: gezi
Datum: 06.08.26 14:46
In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von BundestagsmitgliedernInwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
geschrieben von: bauigel
Datum: 06.08.26 16:28
bollisee schrieb:Abgeordnete, Staatssekretäre, sonstige Parteibuchträger... Wenn jemand vom Leder ziehen will, ist das alles das gleiche - da ist dein Vorredner nicht alleine.
ZitatIn anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von BundestagsmitgliedernInwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
geschrieben von: Stupor Mundi
Datum: 06.08.26 18:04
geschrieben von: nordicocean
Datum: 06.08.26 20:40
geschrieben von: Stammstrecke 4
Datum: 06.08.26 20:56
P.S.: Selbst wenn sie da gerade 'kein Nerv' für ein Interview o.ä. gehabt hätte, hätte sie ihre Kompetenz bewiesen, wenn sie dem ZDF-Team ein Interviewtermin zugesagt (und dann gegeben) hätte. [size=13px][/size]Du hast vollkommen recht.
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.
Dieses Land ist Realsatire.
Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100
Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview
geschrieben von: Wuhlheider
Datum: 07.08.26 21:20
geschrieben von: Wuhlheider
Datum: 08.08.26 11:46
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