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bogrács schrieb:
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.

Dieses Land ist Realsatire.
Ich antworte jetzt mal allgemein auf einige Beiträge.
Dass du der Erste bist, ist eher Zufall. Weildu den direkten Zusammenhang mit dem Medium Fernsehen ("Staatsfrnsehen") gelieferst hast. Das gibt es -zumindest derzeit- noch nicht in diesem Land. Und es möge auch immer so bleiben!

Da sie sind wieder die DB-DSO-Jubelschreiber. Eine "linksgrün-versiffte" Journalistin mit ausländisch klingendem Namen als "Gegen-Argument" geht hier nicht, dann ist es das "Staatsfernsehen" (das manche Kreise auch "Lügenpresse" nennen).
Dann sind DSO-Professoren grundsätzlich schlauer als von Steuergeldern durchgefütterte Professoren, bzw. emeritierte Profs, die mal grundsätzlich gar keine Ahnung haben können, da sie nur vor uninteressierten faulen langhaarigen linken Studies ihre Hirngespinste für eine gut bezahlte C 3-4-Professur zum besten gegeben haben und nicht einmal einen Zug von innen gesehen haben.
Und dann der Claus als DB-Schreck auch noch dazu. Geht jaalles gar nicht.
Alles Schlechtmacherei und journalistische ganz grobe Fehler mit "Signal- und Weichentechnik".

Dass man bei TV-Sendungen als Experten mal nicht jeden nehmen kann, scheinen hier auch einige überhaupt nicht zu wissen. Was nutzt ein wissenschaftliches Statement von einem, der in der Öffentlichkeit vor einer Kamera nicht sprechsicher ist, so dass kein "normaler" Zuschauer versteht er sagen will? Das ist bei den Talkshows auch so.

Dass sich Fr. Palla mit ihrer neuen "Transparenz" vor dem Aufzug ziemlich untransparent, ja geradezu mehr als peinlich benommen hat, geschenkt. Dass mit der "Boni-Frage" eine regelrecht dilettantische gestocherte Antwort kam, auch böses Staatsfernsehen, das sich erdreistet so was überhaupt schriftlich anzufragen.
Auch, dass die 2 Teams (die wohl Flexpreis hatten? - weiß ich jetzt aber nicht wirklich, die Ticketart wurde nicht erwähnt) sich im Hoheitsgebiet der Deutschen Bahn im wesentlichen die Verspätungen und Unannehmlichkeiten geholt hatten, geschenkt.

Der Bericht ist für ganz normale Bahnkunde und nur sehr gelegentliche Bahnkunden gemacht, nicht für das DB-DSO-Jubelpublikum.

Was ich tatsächlich vermisst habe ist die Antwort, ob das Team ITA-Rottenburg/W. einen Taxigutschein genommen hat oder nicht. Oder ein Hotel in ROW. Irgendwas papieriges hatte sie in der Hand.

Aber freuen wir uns, dass laut Fr. Palla die DB mal die beste Bahn in Europa sein wird. Den Italienern, Schweizern und Österreichern wird das Lachen noch vergehen. Ist so. Die deutsche Automobilindustrie wird auch bald weltweit führend bei Elektroautos sein. Ist so.

Re: Fachlich besser als die vorherige Doku

geschrieben von: NbgBahn

Datum: 05.08.26 19:41

Die SBB ist halt nicht der Maßstab der Welt, wie schon das ökonomische Desaster Re460 zeigte. Ein Vectron ist dank Länderpaketen universell einsetzbar, die 120 km/h Beschränkung in der Schweiz im Güterverkehr irrelevant. Mit dem "billigen" Vectron können Hersteller, Eigentümer und Betreiber ihren Schnitt machen, das zählt.
Es gibt den Vectron auch mit zwei unterschiedlichen Drehgestelltypen, SF4 mit 1,25 Raddurchmesser und Achsstand von 3 Metern und dem gleisschonenderem SF3 mit 1,1 Raddurchmesser und 2,7m Achsstand.

Dass es auch bei Siemens Ideen zum Drehgestell der Zukunft gibt zeigt diese Publikation

Re: Fachlich besser als die vorherige Doku

geschrieben von: korridor

Datum: 05.08.26 20:12

NbgBahn schrieb:
Dass es auch bei Siemens Ideen zum Drehgestell der Zukunft gibt zeigt diese Publikation
Da geht es aber doch nur um Laufdrehgestelle und nicht um Triebdrehgestelle. Da ist schon ein Unterschied um Potenzen zur Gleisbeanspruchung.
Und nun, da tausende Einheiten vom "billigen" (viele Lokführer sagen das auch) Vectron verkauft sind, käme eine Triebdrehgestell-Neuentwicklung reichlich spät.

Re: Massive Vorwürfe...

geschrieben von: bollisee

Datum: 05.08.26 21:10

andreas + schrieb:
Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100

Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview
Das sind ja massive Vorwürfe. Gibt es hier Diskussionsteilnehmer, die die Behauptung von einem Preisaufschlag von weit über 200% für Weichen bestätigen oder entkräften können?

Neueinbau statt Wartung, das vermutet man schon lange. Auch hier, wie kommt es eigentlich dazu? Der Manager ist ja der Funktion verpflichtet und nicht der Beschaffungsabteilung.

Das mit den gesenkten Vorgaben für Boni wurde ja schon öfter bemängelt. Wenn man die Latte auf 0,2 m senkt, dann reißt auch meine Oma nicht die Latte. Offensichtlich sehen das auch Experten so.

Die andere Frage ist, kann man eigentlich die Vorwürfe des Berichts mit Nachweisen und Zahlen entkräften? Denn eigentlich wären nach sematisch korrektem Gebrauch der deutschen Sprache diese Vorwürfe von Frontal massive Korruptionsvorwürfe.

Re: "frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: gezi

Datum: 05.08.26 21:44

bogrács schrieb:

Zitat
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.

Dieses Land ist Realsatire.


Die einen nöckeln über ein "Systemmedium", das immer mit den Regierungen der "Systemparteien" unter einer Decke stecke. Die anderen nennen es Satire, wenn das "Staatsfernsehen" Missstände bei der "Staatsbahn" thematisiert. Aber wo soll aus Deiner Sicht dann überhaupt noch seine Aufgabe sein, wenn es nicht über den Staar kritisch berichtet, nur bei "Eisenbahn-Romantik" mit und ohne Hagen von Ortloff?

Viele Grüße,
gezi

Edit: Falsche Beziehung von Zitat und eigenem Text korrigiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 10:22.

Mit dabei

geschrieben von: Bernhard Jaschke

Datum: 05.08.26 22:22

"...Dieses Land ist Realsatire...."

Dazu trägst Du einen Teil bei ...

MfG
Bernhard Jaschke

Re: Fachlich besser als die vorherige Doku

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 06.08.26 07:30

korridor schrieb:
Giovanni schrieb:
- verschleißabhängige Zuschläge für Loks mit hohem Schienenverschleiß gibt es in DE nicht,

Dieses Thema wird schon lange totgeschwiegen, es darf vermutet werden aus industriepolitischen Gründen (Siemens).
Die Industrie verkauft Loks immer näher an der Reibungsgrenze, und die öffentlichen Netzbetreiber dürfen es ausbaden und häufigere Schienenwechsel bezahlen.
Die SBB werden schon wissen, warum sie den Vectron in der Bogengeschwindigkeit eingebremst haben und die Entwicklung einer gleisfreundlicheren Lok forcieren (Stadler)
Weil sie sich bei der Bobo 40 Jahre selbst belogen haben? Das man zulässige Grenzen dan auch nutzt ist irgendwie logisch, die gleiche SBB peitscht die zu schwere Lok ja mir völlig übertriebenen Lasten den Berg hoch...

MfG

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]

Schienenfreunde?

geschrieben von: RadUndSchiene

Datum: 06.08.26 09:23

Da fielen mir spontan die Schienenfreunde ein ...

Mal den Ball flach halten

geschrieben von: NbgBahn

Datum: 06.08.26 11:07

Das Bonus-System wird bei der AG vom Aufsichtsrat (in letzter Konsequenz bei der Aktionärsstruktur der DB AG die Politik) genehmigt, Korruption ist das nicht.
Dass man die Kriterien so gestaltet, dass Prämien/Boni oder "variable Einkommensbestandteile" (Wording von Frau Palla) relativ einfach erreichbar sind, das steht auf einem anderen Blatt und mag auch an dem laschen Aufsichtsrat hängen, der im Gegensatz zu einer normalen AG nicht den Druck der Eigentümer hat. Sollte die AG Teil eines ETF-Portfolios wie etwa des MSCI world von BlackRock sein mit entsprechendem Anteil von BlackRock an der Aktionärsstruktur (das können schon mal bis zu 10% sein, bei dem europäischen Champion ASML Holding z.B. hält BlackRock ca. 7%, bei der Mercedes-Benz Group AG ca. 6%), dann weht da ein anderer Wind bei der Kontrolle durch den Aufsichtsrat. Dieser "Gefahr" dürfte eine DB AG nie ausgesetzt sein.

200% Kostensteigerung sind nicht ungewöhnlich, wenn es der Lieferant durchsetzen kann. Wollte gerade vom selben Versender eine CF Express Speicherkarte eines taiwanesischen Herstellers (Wise) kaufen, die ich dort zuletzt im Februar 2025 für 220€ kaufte. Aktueller Preis: 470€...
NbgBahn schrieb:
Das Bonus-System wird bei der AG vom Aufsichtsrat (in letzter Konsequenz bei der Aktionärsstruktur der DB AG die Politik) genehmigt, Korruption ist das nicht.
Dass man die Kriterien so gestaltet, dass Prämien/Boni oder "variable Einkommensbestandteile" (Wording von Frau Palla) relativ einfach erreichbar sind, das steht auf einem anderen Blatt und mag auch an dem laschen Aufsichtsrat hängen, der im Gegensatz zu einer normalen AG nicht den Druck der Eigentümer hat. Sollte die AG Teil eines ETF-Portfolios wie etwa des MSCI world von BlackRock sein mit entsprechendem Anteil von BlackRock an der Aktionärsstruktur (das können schon mal bis zu 10% sein, bei dem europäischen Champion ASML Holding z.B. hält BlackRock ca. 7%, bei der Mercedes-Benz Group AG ca. 6%), dann weht da ein anderer Wind bei der Kontrolle durch den Aufsichtsrat. Dieser "Gefahr" dürfte eine DB AG nie ausgesetzt sein.
In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von Bundestagsmitgliedern


NbgBahn schrieb:
Zitat:
200% Kostensteigerung sind nicht ungewöhnlich, wenn es der Lieferant durchsetzen kann. Wollte gerade vom selben Versender eine CF Express Speicherkarte eines taiwanesischen Herstellers (Wise) kaufen, die ich dort zuletzt im Februar 2025 für 220€ kaufte. Aktueller Preis: 470€...
Im Zug der nicht lieferbaren Weiche für Freudenstadt wurde behauptet, nur das Weichenwerk in Witten könnte die liefern und hätte eine extreme Lieferfrist. Komisch, das Weichenwerk in Witten gehört InfraGo und setzt eine Kostensteigerung auf 245% des Ausgangspreises durch. Laut dem Kostenkennwertkatalog der DB von 83.500 € (2016) auf 209.300 € (jetzt, 2026?) durch? Satte 145% Inflation in 10 Jahren? Für wie dumm willst Du uns verkaufen? Und dann noch Computerspeicher während der KI-induzierten Speicherkrise vergleichen? Der Vergleich hinkt gleich doppelt. Und dann vergleichen wir mal mit der Baukosteninflation zwischen 2016 und 2026, die etwa 50% bis 80% betragen dürfte. Da sind 145% Preisaufschlag schon eine satte Hausnummer, die den einen oder anderen Beteiligten durchaus ganz gut die Taschen füllen könnte. Hmmm... grübel, grübel...

Na gut, nach dem Stichwort KI befragt man mal ebendiese nach den Lieferanten der DB für Weichen. Voestalpine, Vossloh, DB Bahnbau. Also war die Aussage zur Weiche in Freudenstadt mit dem einen Lieferanten (Weichenwerk Witten) gelogen. Aber Voestalpine tauchte ja ganz vorne bei den "Schienenfreunden" auf (Dank der Aufmerksamkeit von User RadUndSchiene).
Wikipedia zitiert hier einen Artikel im Handelsblatt von Martin Murphy.Zitat
Als Führer des Kartells, das in eine Händler- und eine Produzentenebene unterteilt war, galt Voestalpine. Die Zusammensetzung des Kartells veränderte sich im Laufe der Jahre. Wesentliche Spieler blieben Voestalpine, Thyssenkrupp und Corus (später Tata Steel).
Weselsky sagt folgendes im Frontalbericht dazu.Zitat
"Bei diesen Vollsperrungen, bei diesen Generalsanierungen, das ist ein riesengroßes schwarzes Loch, wo Geld verschwindet in einer unglaublichen Größenordnung"
Nun würde ich mal behaupten, Weselsky hat sich mit seinem Lieblingsfeind Bahnvorstand und dessen Machenschaften einige Jahre beschäftigt. Oft genug hat er erklärt, woran es hapert. War nicht seine Aufgabe als Gewerkschaftsboss, aber wahrscheinlich hat er den Abfluss von Geld stärker beobachtet als andere.

Zusammengenommen finde ich schon, dass alle Zutaten da sind, die etwa in Kalabrien oder Sizilien Bauprojekte immens verzögern und verteuern. Nur irgendwie wird das in Deutschland nie, aber auch gar nie überprüft, denn Deutschland ist ja korruptionsfrei. Es wäre also schon gut, wenn mal konkret überprüft würde, wie es sich mit dem zusätzlichen Geld für die Bahn verhält. Es könnte ja auch alles seinen korrekten Gang gehen. Dann wäre es auch kein Problem, wenn man seitens der Bahn der Transparenz fröhnt. Spätestens bei der Aufzugsszene im Frontalbericht wird klar, Frau Palla hat kein Interesse an Öffentlichkeit. Könnte sie aber ändern.

Ich bin auf die Entwicklung gespannt. Aber ich würde mich überhaupt nicht wundern, wenn da plötzlich oder vielleicht erst in einigen Jahren ein größerer Korruptionssumpf auftauchte, weil dann doch mal jemand recherchiert hat oder Whistleblower tätig war.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 14:12.
bollisee schrieb:
...
Nur irgendwie wird das in Deutschland nie, aber auch gar nie überprüft, denn Deutschland ist ja korruptionsfrei. Es wäre also schon gut, wenn mal konkret überprüft würde, wie es sich mit dem zusätzlichen Geld für die Bahn verhält. Es könnte ja auch alles seinen korrekten Gang gehen. Dann wäre es auch kein Problem, wenn man seitens der Bahn der Transparenz fröhnt. Spätestens bei der Aufzugsszene im Frontalbericht wird klar, Frau Palla hat kein Interesse an Öffentlichkeit. Könnte sie aber ändern.
Diese Szene hat mir 'signalisiert' resp. bei mir den Eindruck hinterlassen, daß Frau Palla die falsche Wahl für den / die Konzern-Vorstandsvorsitzende(n) war / ist: Ich habe Zweifel, ob sie wirklich gewillt ist, das, was sie so angekündigt hat, auch umzusetzen und zu realisieren ... oder ob sie nur bemüht ist, die nächsten Jahre als Konzern-Vorstandsvorsitzende möglichst unbeschadet zu überstehen.


P.S.: Selbst wenn sie da gerade 'kein Nerv' für ein Interview o.ä. gehabt hätte, hätte sie ihre Kompetenz bewiesen, wenn sie dem ZDF-Team ein Interviewtermin zugesagt (und dann gegeben) hätte.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 14:50.
bollisee schrieb:

Zitat
In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von Bundestagsmitgliedern
Inwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
Soweit ich weiß, üben die jeweiligen Regierungsfraktionen seit langen Jahren schon das Besetzungsrecht stets für drei der 20 Sitze aus.

Viele Grüße,
gezi



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.26 14:49.
gezi schrieb:
bollisee schrieb:

Zitat
In anderen Ländern wäre ein solches Setup ein klassischer Ausgangspunkt für Korruption. Der Aufsichtsrat ist ohnehin durchsetzt von Bundestagsmitgliedern
Inwiefern? Ich finde unter den 20 Aufsichtsratsmitgliedern zwei MdB, Uwe Schmidt und Björn Simon. Und einen früheren, Sebastian Brehm - aber der war zur Zeit seiner Berufung in den Aufsichtsrat schon nicht mehr Abgeordneter.
Abgeordnete, Staatssekretäre, sonstige Parteibuchträger... Wenn jemand vom Leder ziehen will, ist das alles das gleiche - da ist dein Vorredner nicht alleine.
107 Milliarden Euro sind heute nicht mehr viel Geld, das reicht gerade mal für vier Stuttgart 21!

Vertriebsagent für SNCF und Trenitalia
andreas + schrieb:Zitat:
P.S.: Selbst wenn sie da gerade 'kein Nerv' für ein Interview o.ä. gehabt hätte, hätte sie ihre Kompetenz bewiesen, wenn sie dem ZDF-Team ein Interviewtermin zugesagt (und dann gegeben) hätte. [size=13px][/size]

Du hast vollkommen recht.
Der Auftritt, bzw. Nichtauftritt vor der Fahrstuhltür war für Palla peinlich und unsouverän. Ihr Marketingkommitee wird entsetzt gewesen sein. Könnte ihr mit dem Transparenzgerede und "Kommunikation verbesseren" noch ziemlich auf die Füße fallen. Und wie du richtig schreibst, hätte sie souverän einfach einen zu vereinbarenden Termin mit dem ZDF vereinbaren können. Es war ja keine Livesendung.
Seltsamerweise erinnert mich die Szene vor dem Aufzug an Patricia Schlesinger im rbb-Hochhaus. Letztere fuhr dann nach unten (!) was dann kurz danach auch für sie bildlich so war. Nicht nur eine wortlose Aufzugsfahrt, sondern der Abgang.
In dem Frontal-Bericht ist leider nicht zu sehen, ob Fr. Palla oder die Begleitpersonen die Taste nach oben oder unten gedrückt hat. Schade.
Gefühlt war es die Taste nach unten.

Re: "frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: rf

Datum: 07.08.26 14:40

Na ja, der Beitrag - nicht der von "frontal" - ist wohl auch etwas Realsatire und durch die blaue Perspektive gesehen.
Gell: "Man darf hier nüscht mehr soochen, sonst..."
Geh´mal nach anderswo hin, dann wirst du bald den Unterschied zum Staatsfernsehen merken. Und die vielgelobten Privatsender stoßen im Vergleich sehr viel mehr Informationsmüll, z.B. in Form von Werbung, aus.
Aber dazu braucht man vielleicht auch Fremdsprachenkenntnisse.
rf


bogrács schrieb:
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.

Dieses Land ist Realsatire.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.26 14:41.

Re: "frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: mov

Datum: 07.08.26 20:54

Als Experten haben sie einen Prof. der TU Berlin dabei, der mit sehr einseitigen, teilweise hanebüchenen Statements aufwartet und dem Zuseher die Wahrheit zurechtbiegt. Etwa mit der Aussage, es gebe nur wenige Bahnunternehmen, die noch mechanische Stellwerkstechnik einsetzten (international). Oder damit, dass er nur mit dem Für bzgl. signalanlagenloser ETCS-Technik angeführt wird.
Da ist also einiges im Argen. Zur journalistischen Sorgfalt hätte es gehört, einen umfassenden Eindruck zu vermitteln und nicht mit Halbwahrheiten einseitig zu polarisieren. Man kann auch informativ und journalistisch sein und dabei trotzdem zum Schluss kommen, dass die DB derzeit in summa eine unsäglich schlechte Leistung abliefert, die ich als komplett schrottig bezeichnen würde. Aber Fairness in der Betrachtung muss halt schon sein, und in dieser Hinsicht scheitert das ZDF mal wieder komplett. Selektive Miesmacherei, die unterm Strich zu weniger Informiertheit führt, weil eben einseitig Stimmung gemacht wird, indem wesentliche Argumente -- wohl absichtlich -- unterschlagen werden. Und das macht halt auch die validen Punkte im Beitrag »kaputt«.

Leider einmal mehr klarer Schmierenjournalismus mit dem mutmaßlich prägenden Ziel einer (beim miesen Zustand der DB insgesamt) komplett unnötigen Skandalisierung.

andreas + schrieb:
Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100

Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.26 21:05.
Habe mir mal diese Doku in der Mediathek angesehen.
Schuld sind also die exterm anfälligen, mechanischen Stellwerke. Abhilfe schafft nur die Digitalisierung.
Sehr interessant. Die Bahn war doch aber am zuverlässigsten, als es nur diese störanfälligen (elektro-) mechanischen Stellwerke gab.

Oder sind damit die störanfälligen, mechanischen Weichen gemeint? Dann warten wir mal ab, wann die ersten digitalen, elektronischen Weichen verbaut werden.
Bisher habe ich aber noch nicht von solchen Weichen gehört. Die mir bekannten Weichen sind alle mechanisch!

Übrigens, zu meiner Zeit als Fdl auf mechanischen Stellwerken gab es keine nennenswerten Störungen. Lediglich Weichen (die bei mechanischen, elektromechanischenm Gleisbildstellwerken und elektronischen Stw. ja immer die gleichen sind) machten bei Hitze gelegentlich Probleme. Und die Impulsgeber mit Reed-Kontakten waren unzuverlässig. Diese Komponenten waren / sind aber bei allen Stw. vom eigentlichen Stw. unabhängig.

MfG

"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden."
Friedrich Nietzsche

"Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen"
Phil Bosmans
Hallo,

eine Sache ist mir zum Thema dieser o.g. Doku im Geist hängen geblieben:

Der Professor ist mit dem Reporter unter einem Vectron lag gegangen und monierte den Tatzlagerantrieb, also einen ungefederten Antrieb der Achsen.
Wenn ich mich recht erinnere hat der Vectron doch aber einen Hohlwellenantrieb, der den ungefederten Anteil des Antriebs auf die Achsen spürbar verringert.

Habe ich da einen Denkfehler?

MfG

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