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"frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: andreas +

Datum: 04.08.26 23:08

Hat jemand heute die Sendung gesehen? Falls nicht, kann man sich die via ZDF-Streaming-Portal anschauen:
https://www.zdf.de/video/dokus/frontal-die-doku-100/doku-das-deutsche-bahn-desaster-100

Es geht um Sanierung, Instandhaltung, Finanzierung, Kosten, Politik und Konzernvorstand, ... und von Frau Palla ... kein Kommentar, kein Interview

Re: "frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: Ziggy

Datum: 05.08.26 06:45

Nix Neues, kann man sich sparen.

Auch vom heiligen Claus kam nur Managerschelte bzw. wurde nur solche gezeigt. Ansonsten wieder überflüssige ‚Ampel‘, alte, nicht funktionierende Stellwerke, die Schweiz mit ‚einer‘ BZ, ….
Moin

Sehr interessant finde ich das bei der Darstellung der Generalsanierung der Strecken der Nordosten wenn auch keine Generalsanierung sondern nur ein Ausbau Berlin Stralsund geplant war und auch bei anderen Darstellungen in anderen Publikationen zb. auch im Bundesverkehrswege Plan 2030 so gut wie überhaupt nicht berücksichtigt wird.

Bf. Zingst Darßbahn
Ziggy schrieb:
Nix Neues, kann man sich sparen.
[...]
Ansonsten wieder überflüssige ‚Ampel‘, alte, nicht funktionierende Stellwerke, die Schweiz mit ‚einer‘ BZ, …
Und der Professor als filmbegleitender Experte gibt seine 'Expertise' bei der Beurteilung der LST-Anlagen unter offensichtlicher Betrachtung aus seiner universitären, theroretisch geprägten Blase ab. Fazit, alles, was an Stellwerkstechnik nicht ESTW ist, muss als Schrott betrachtet werden. Klar, Ersatzteilsituation (selbst verschuldet) und Schaltverbote sind schon ein Thema, aber nicht generell.

Dank VPN habe ich mir das auch hier angetan, hätte ich mir jedoch getrost sparen können. Ein Wunder, dass nicht auch noch der berüchtigte Zugführer (auf der Lok) eine Erwähnung bekommen hat.

_____
Gruß aus der nördlichsten Hauptstadt Europas





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 11:58.
So ein Professor sitzt nur in seiner Uni und muss sich mit dummen Studenten herumschlagen. Aber hier bekommt er endlich mal Stimme und Zuhörer.
HW
Das Staatsfernsehen zieht über die Staatsbahn her - mit "Experten" die allesamt von Steuergeldern leben.

Dieses Land ist Realsatire.
Lok 22025 schrieb:
So ein Professor sitzt nur in seiner Uni und muss sich mit dummen Studenten herumschlagen. Aber hier bekommt er endlich mal Stimme und Zuhörer.
HW
Auf DSO hätte er auch noch die dummen 'Kommentare' der DB-alles-schön-Schreiber' und 'Allesbesserwisser'



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 14:01.

Bitte keine unverständlichen Schachtelsätze!

geschrieben von: Hansawagen

Datum: 05.08.26 14:18

K.Malzahn schrieb:
Moin

Sehr interessant finde ich das bei der Darstellung der Generalsanierung der Strecken der Nordosten wenn auch keine Generalsanierung sondern nur ein Ausbau Berlin Stralsund geplant war und auch bei anderen Darstellungen in anderen Publikationen zb. auch im Bundesverkehrswege Plan 2030 so gut wie überhaupt nicht berücksichtigt wird.


Hallo Kai,

dein Text mit eingeschobenen Nebensätzen zweiten Grades und völlig ohne Kommas ist leider schwer verständlich. Worum geht es dir überhaupt?



Mit freundlichen Grüßen

Peter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 14:20.
Der Professor ist kein Professor mehr, sondern emeritiert. Glücklicherweise hat ihn das ZDF temporär aus seiner Pensionärslangeweile herausgeholt.


Lok 22025 schrieb:
So ein Professor sitzt nur in seiner Uni und muss sich mit dummen Studenten herumschlagen. Aber hier bekommt er endlich mal Stimme und Zuhörer.
HW
bogrács schrieb:
Das Staatsfernsehen
Noch ist es kein Staatsfernsehen. Aus Angst davor, alsbald von Staatsfernsehen abgelöst zu werden, gibt es sich aber zunehmend "volkstümlich".

Ob ich mir nach dem Totalausfall im ZDF vor 2 Wochen auch noch das anschauen werde? Bin noch unentschlossen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 15:24.

Re: "frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: Ziggy

Datum: 05.08.26 15:30

Ist bzw war genau so gut oder schlecht wie vor 2 Wochen. Nur der große Sturm bleibt auf DSO bisher aus weil der Name ‚Hayali‘ 😱 nicht involviert ist. 😆

Ganz toller Hecht

geschrieben von: Lenoir

Datum: 05.08.26 15:54

Dein Kommentar zeigt: Du scheinst ja ein ganz toller Hecht zu sein, in deinem Tümpel.

Der längst emeritierte Prof. Hecht ist sicher nicht kritikfrei bezüglich vieler seiner Aussagen. Und das ist auch der Kern dessen, was ich den Medienmachern bei solchen Reportagen vorwerfe: Die eigene Recherche ist nicht gut genug, um insbesondere ggü. der professionellen Pressemaschine der Deutsche Bahn AG bestehen zu können. Da sah man schon bei Hayalis Reportage, bei anderen zuvor und hier auch wieder

Dummerweise scheint es außer Hecht, Böttger und Leister keinen halbwegs telegenen wirklichen Bahnversteher zu geben, der den Medienmachern gut beratend zur Seite steht.
Und in diese Lücken, die die vermeidbaren Fehler der Berichterstattung geben, stößt die DB-Pressemaschinerie eben immer wieder herein.

Nicht schön.

Re: Ganz toller Hecht

geschrieben von: bauigel

Datum: 05.08.26 17:17

Lenoir schrieb:
Zitat:
Dummerweise scheint es außer Hecht, Böttger und Leister keinen halbwegs telegenen wirklichen Bahnversteher zu geben, der den Medienmachern gut beratend zur Seite steht.
Dieser "halbwegs telegene Bahnversteher" müsste ja von dem Projekt wissen - also auf der Liste sein, die von diesen Medienmachern angefragt wird.
Lenoir schrieb:
Und in diese Lücken, die die vermeidbaren Fehler der Berichterstattung geben, stößt die DB-Pressemaschinerie eben immer wieder herein.
Man möchte am liebsten kurze kompakte Aussagen - wenn das Füllen solcher Lücken zu kompliziert oder zu langatmig klingt, scheint man die ganz bewusst zu lassen. Zumindest habe ich am Rande einer VDEI-Veranstaltung von jemand Zuverlässigem im persönlichen Gespräch gehört, er habe schon zweimal auf Anfrage vor der Kamera Rede und Antwort gestanden um am Ende mit Null Sekunden Sendezeit im geschnittenen Beitrag aufzutauchen. Ein drittes Mal wird ihm das nicht passieren...

Re: "frontal"-Dokumentation "Das Deutsche-Bahn-Desaster"

geschrieben von: bauigel

Datum: 05.08.26 17:19

Ziggy schrieb:
Nur der große Sturm bleibt auf DSO bisher aus weil der Name ‚Hayali‘ 😱 nicht involviert ist. 😆
Vielleicht sollte man erwähnen, dass da mehrere "Studierte" - einer davon auch noch BWL'er - ihre Meinung zum Besten geben? 😁😂

Fachlich besser als die vorherige Doku

geschrieben von: Giovanni

Datum: 05.08.26 17:28

Um es ganz ehrlich zu sagen: Sie ist besser als die vorherige Doku "Unsere Bahn: Geliebt, verflucht - und gefährlich?".
Zumindest sind mir keine Fehler oder irreführende Schnitte aufgefallen.

Was ich an wichtigen Punkten mitnehme, auch wenn sie etwas kurz angeschnitten wurden:
- verschleißabhängige Zuschläge für Loks mit hohem Schienenverschleiß gibt es in DE nicht, obwohl sie Vorteile hätten
- manchmal wird ersetzt statt repariert, weil dann andere zahlen
- explodierende Kosten in zeitlichem Zusammenhang mit den Generalsanierungen werden mit Beispielen unterlegt

Ob jetzt der parallele Test durch zwei Reporter notwendig war? Naja.

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!

Beim Zuschauer auch nicht der Brüller

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 05.08.26 17:38

Hallo!

Bei den TV-Zuschauern fand der Beitrag auch keinen riesigen Anklang. Gemessen wurden gestern rund 1,617 Millionen Zuschauer (entsprach einem Marktanteil von rund 9,1 %, damit deutlich unter Senderschnitt). Man musste sich hinter der ARD (Das Erste) und dem RTL-Krimi einrangieren. Bei den 14-49-jährigen sah es gar nicht mal so übel aus: 390.000 Zuschauer (rund 14,8 %, damit deutlich über Senderschnitt bei diesem Zuschauerkreis).

Die Sendung hatte damit weniger Zuschauer als zwei Wochen zuvor die Doku mit Dunja Hayali. Sie lief allerdings schon um 20.15 Uhr.

Ich habe gestern schon am Morgen kurz hineingelunzt, da bei der Sendung "Volle Kanne" über die Sendung gesprochen wurde. Da ging es um das Gewicht von Lokomotiven (Vectron vs. SBB-Lok). Hat mir schon gereicht.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 18:10.

Staats-Fernsehen?

geschrieben von: PeterK

Datum: 05.08.26 17:45

Hallo bogrács,

wenn das ZDF wirklich staatlich wäre, dürfte es dann über die DB AG (100% im Besitz des Bundes) so herziehen?

Gruß

Peter




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 17:46.

Re: Fachlich besser als die vorherige Doku

geschrieben von: korridor

Datum: 05.08.26 17:46

Giovanni schrieb:
- verschleißabhängige Zuschläge für Loks mit hohem Schienenverschleiß gibt es in DE nicht,

Dieses Thema wird schon lange totgeschwiegen, es darf vermutet werden aus industriepolitischen Gründen (Siemens).
Die Industrie verkauft Loks immer näher an der Reibungsgrenze, und die öffentlichen Netzbetreiber dürfen es ausbaden und häufigere Schienenwechsel bezahlen.
Die SBB werden schon wissen, warum sie den Vectron in der Bogengeschwindigkeit eingebremst haben und die Entwicklung einer gleisfreundlicheren Lok forcieren (Stadler)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.26 17:47.
Was wäre gewesen, wenn die Bahn den Ausbau von ETCS Level 2 ohne Signale auf Hamburg-Berlin einfach durchgezogen hätte? Dann wäre der Aufschrei noch viel größer, weil außer den ICE und Flixtrain kaum ein Zug im Güter-und Nahverkehr mehr auf der gesamten Strecke gefahren wäre.
Auf der Riedbahn hat man auch doppelt ausgerüstet (ETCS Level 2 mit Signale) und es erzählt euch keiner das das ETCS dort bis jetzt immer noch nicht richtig geht und nur von ICE genutzt werden kann und darf. Warum recherchiert keiner der Journalisten dort mal nach? Immerhin was das der Musterkandidat der ganzen "Generalsanierungen".

Es fehlt auch der Masterplan der Politik für das Thema ETCS. Nicht nur ich will haben weil "billig und es können noch mehr Züge fahren".
Sondern es muss auch im Nachgang ein gemeinsamer Plan mit den beteiligten Akuteren gefunden werden, was Neubau und Umbau der Strecken, Nachrüstung von Bestandsfahrzeuge und Ausbildung von Personal (Tf und Fdl) angeht.

Also egal wie es die Bahn macht, macht sie es falsch und die Bahn war und ist nun mal der Prügelknabe der Nation.

Eisenach–Erfurt?

geschrieben von: Lenoir

Datum: 05.08.26 18:53

Sven1066 schrieb:
Auf der Riedbahn hat man auch doppelt ausgerüstet (ETCS Level 2 mit Signale) und es erzählt euch keiner das das ETCS dort bis jetzt immer noch nicht richtig geht und nur von ICE genutzt werden kann und darf. Warum recherchiert keiner der Journalisten dort mal nach? Immerhin was das der Musterkandidat der ganzen "Generalsanierungen".
Für den Generalsquatsch mag das zutreffen, für die Doppelausrüstung PZB und ETCS L2 nicht. Da dürfte sowas wie Eisenach–Erfurt ins Spiel kommen. Wie sieht denn dort die technische Zuverlässigkeit aus?
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