Warum sind da eigentlich so gut wie nur Wochenendentgleisungen dabei, wo ich doch den Meldungszeitraum auf eine ganze Woche festgelegt habe?Lass das Seemannsgarn; gemäß RSD Annex I Appendix 1 heißt es Collision of train with rail vehicle (Kollision eines Zugs mit einem Schienenfahrzeug). In Regina (SK) war die Primärursache jedoch Derailment of train (Zugentgleisung).
[...]
(*) Ich habe mir den Begriff der Allision aus der Seemannssprache gemopst. Darunter versteht man einen Zusammenstoß, bei dem nur ein beteiligtes Gefährt in Bewegung ist, also einen Zusammenstoß mit einem oder mehreren festen Hindernissen. Im Gegensatz zur Kollision, bei der sich mindestens zwei Gefährte (oder sonstige Dinge) crashursächlich in Bewegung befinden zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes.
Warum sind die USA so häufig betroffen in dem Sample?Häufig? Alles ist relativ, das Güterverkehrsaufkommen in den USA und Canada ist knapp 10mal so hoch wie in der EU, 23mal so hoch wie in Deutschland [Wikipedia].
Newsmedien berichten nur über einen verschwindend kleinen Teil der Entgleisungen, — primär nur, wenn sie einen Video bekommen können. An Wochenenden werden halt mehr Videos gedreht...Nun ja, es mag vielleicht sein, dass in den USA hinter jedem Baum ein Eisenbahnfotograf oder -filmer steht. Trotzdem scheinen die Entgleisungsvideos 100:1 für die USA zu stehen, insbesondere beim Filmen, wenn gerade ein Zug vor laufender Kamera entgleist. Ich finde das Missverhältnis schon ziemlich krass. So ganz passen die "Daten" nicht zusammen. Selbst wenn ich zugeben muss, so krass, wie in Deinem Nachweis hätte ich das Verhältnis bei Tonnenkilometern trotz der erheblich längeren Distanzen in den USA nicht vermutet. Nun ja, auch Straßenverkehr in den USA ist erheblich gefährlicher (und tödlicher als in Deutschland), vielleicht machen die Züge da auch keine Ausnahme?Warum sind die USA so häufig betroffen in dem Sample?Häufig? Alles ist relativ, das Güterverkehrsaufkommen in den USA und Canada ist knapp 10mal so hoch wie in der EU, 23mal so hoch wie in Deutschland [Wikipedia].
Google’s Suchergebnisse hängen von der geographischen Region (IP-Adresse), Sprache, Suchgeschichte (Cookies) und vielen anderen Faktoren ab. Für eine statistische Auswertung sind sie eher ungeeignet.
Siehe auch ERA’s Report on Railway Safety. Er beinhaltet jedoch nur meldepflichtige significant accidents (signifikante Unfälle) [RSD]: Mindestens 1 Tote/r oder Schwerverletzte/r, 150.000 € Schäden oder eine 6-stündige Betriebsunterbrechung (außer Werkstätten und Depots).
geschrieben von: dbi
Datum: 06.08.26 08:25
Nun ja, auch Straßenverkehr in den USA ist erheblich gefährlicher (und tödlicher als in Deutschland)Das wage ich zu bezweifeln.
Der Statista-Redaktion liegt derzeit kein vollständiger Datensatz der Autobahntoten je Fahrzeugkilometer vor.Wenn ich die Anzahl Verkehrstote / Fz.-km in den einzelnen Ländern aus der Wikipedia-Tabelle vergleiche, korrelieren die Zahlen ungefähr mit der Dichte des Autobahnnetzes.
| Interstate | ||
| Other freeways and expressways | ||
| Other principal arterial | ||
| Minor arterial | ||
| Major collector | ||
| Minor collector | ||
| Local | ||
| Total | ||
geschrieben von: X73900
Datum: 08.08.26 18:23
Da in Deutschland ein weit höherer Anteil des Verkehrs auf Autobahnstrecken abgewickelt wird, als in den USA, könnte das m. E. durchaus den Unterschied erklären.Ist das wirklich so? Rein subjektiv hatte ich in den USA den Eindruck, dass schon fast jede - nach deutscher Terminologie - Kreisstraße mit für unsere Verhältnisse relativ geringem Verkehr vierspurig und oft mit höhenfreien Knoten ausgebaut ist, also nach unserem Verständnis im Autobahnstandard. Aber vielleicht ist das ein zu subjektiver Eindruck.
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