Welchen Vorteil haben die aufgeständerten Metall Kanäle gegenüber der alten VerlegeartEinen einzigen. Sie sind billiger zu installieren. Und nur das zählt(e) zum Zeitpunkt ihrer Installation.
.... Und früher gab's sogar in der Luft gespannte Drähte, das hat auch funktioniert.Das hat auch schöner ausgesehen 😊.
.... früher ...warum früher? Oder sind die Überreste nur da, damit Fotographen bei Sonderfahrten ein schönes Motiv haben?
Guten Morgen,Die Metallkanäle, die ich kenne, sind verzinkt (Fabrikat Früps).
auf meiner Rückfahrt heute von Duisburg nach Bochum habe ich mir mal die weißen Metall Kabelkanäle angesehen, die seit einigen Jahren links und rechts der Strecke verbaut werden.
Es ist mir aufgefallen, dass vermutlich durch Vegetationsschnitt, viele Abdeckungen fehlen und einige Kanäle auch verbogen sind. Die Kabel sind offen sichtbar und zum Teil auch schon wieder zugewachsen.
Meine Frage an die Experten: wäre es nicht besser gewesen, die neuen Leitungen wie früher üblich in Betonschalen und Deckel zu verlegen?
Ich kann mir vorstellen, dass die freiliegenden Kabel ggf. auch zusätzliche Probeme und Störungen verursachen können.
Welchen Vorteil haben die aufgeständerten Metall Kanäle gegenüber der alten Verlegeart?
Viele Grüße
Michael
... Meine Frage an die Experten: wäre es nicht besser gewesen, die neuen Leitungen wie früher üblich in Betonschalen und Deckel zu verlegen?Diese aufgeständerten Kabelkanäle sind absoluter Murks und taugen vielleicht nur was für die aktuelle Situation kurz nach dem Neubau (und für tolle Hochglanzfotos der Hersteller auf der Innotrans). Wie die Dinger nach einigen Jahren aussehen kann man ja häufig sehen, auch die verzinkten.
Diese aufgeständerten Kabelkanäle sind absoluter Murks und taugen vielleicht nur was für die aktuelle Situation kurz nach dem Neubau (und für tolle Hochglanzfotos der Hersteller auf der Innotrans). Wie die Dinger nach einigen Jahren .
Danke für eure fachlichen Antworten.Das gute an diesen Kanälen ist ihr Preis und ihre Flexibilität in der Verlegung, das spart viel Zeit - bis dann der nächste heiße Sommer kommt und der nächste GZ mit Heißläufer oder fester Bremse das trockene Gras entzündet. Alternativ kann auch eine S-Bahn die OL abräumen. Kommt mir alles irgendwie bekannt vor, hatten wir erst vor kurzem...
Genau das habe ich mir auch gedacht.
Ich verstehe nicht, dass die Bahn überhaupt solche Kabelkanäle zugelassen hat, wenn eigentlich klar ist, das diese mit Sicherheit keine lange Lebensdauer haben.
Diese aufgeständerten Kabelkanäle sind absoluter Murks und taugen vielleicht nur was für die aktuelle Situation kurz nach dem Neubau
Alles hat Vor und Nachteile.Ob PE wirklich nachhaltiger ist? Egal, darum geht es mir gerade nicht. Das Rohr hat den Nachteil, dass ich nicht einfach den Deckel öffnen kann um einen Kabelfehler zu finden und zu beseitigen. Und auch in Rohren fühlen sich Vier- und Sechsfüßler (Ameisen!) wohl, wenn sie reinkommen. Ratten und Ameisen fressen sich durch fast alles.
Rohre und Schächte sind andere Arten Leitungen und Kabel im Erdreich zu verlegen. Da man heute Maschinen hat um Kabel durch Rohre zu ziehen, ist es nicht zwingend notwendig einen Trog zu haben. Legt man mehrere Rohre ist Segregation ein Kinderspiel. PE (Kabelrohre) ist verglichen mit Beton, der nachhaltigere Baustoff.
Thorfinn schrieb:Auch Bauprodukte des Anlagenbaus haben heutzutage eine Umweltproduktdeklaration - Environmental Product Declaration (EPD). Die politischen Weichen sind so gestellt, dass zur Genehmigung eines Anlagenprojektes diese quatitativ herangezogen werden. Die Daten kannst du bei den Herstellern ziehen.Alles hat Vor und Nachteile.Ob PE wirklich nachhaltiger ist? Egal, darum geht es mir gerade nicht. Das Rohr hat den Nachteil, dass ich nicht einfach den Deckel öffnen kann um einen Kabelfehler zu finden und zu beseitigen. Und auch in Rohren fühlen sich Vier- und Sechsfüßler (Ameisen!) wohl, wenn sie reinkommen. Ratten und Ameisen fressen sich durch fast alles.
Rohre und Schächte sind andere Arten Leitungen und Kabel im Erdreich zu verlegen. Da man heute Maschinen hat um Kabel durch Rohre zu ziehen, ist es nicht zwingend notwendig einen Trog zu haben. Legt man mehrere Rohre ist Segregation ein Kinderspiel. PE (Kabelrohre) ist verglichen mit Beton, der nachhaltigere Baustoff.
Wie Du schon sagtest: Alles hat Vor- und Nachteile…
Viele Grüße von der Lahn
HPNuller
HPNuller schrieb:Mal ganz sarkastisch gesagt: Ich nehme den Inhalt der gelben Tonne und mache damit den grauen Beton grün, in dem ich den Plastikmüll, den keiner wiederverwenden will, im Drehohrofen wiederverwerte.Ob PE wirklich nachhaltiger ist? Egal, darum geht es mir gerade nicht. Das Rohr hat den Nachteil, dass ich nicht einfach den Deckel öffnen kann um einen Kabelfehler zu finden und zu beseitigen. Und auch in Rohren fühlen sich Vier- und Sechsfüßler (Ameisen!) wohl, wenn sie reinkommen. Ratten und Ameisen fressen sich durch fast alles.Auch Bauprodukte des Anlagenbaus haben heutzutage eine Umweltproduktdeklaration - Environmental Product Declaration (EPD). Die politischen Weichen sind so gestellt, dass zur Genehmigung eines Anlagenprojektes diese quatitativ herangezogen werden. Die Daten kannst du bei den Herstellern ziehen.
Wie Du schon sagtest: Alles hat Vor- und Nachteile…
Viele Grüße von der Lahn
HPNuller
Die Kalk und Zementwirtschaft hat es da richtig schwer.
Plastikdeckel passend für den alten Betontrog sind schon im Handel. Punktlast ist geringer, aber für einen Mann mit Werkzeugkasten (150 kg) reicht das.
alles hat Vor- und Nachteile.
ValloIm Telekommunikationsbereich plant man dafür heute Leerrohre ein. Bei Glasfasern ist es sogar möglich Signale passiv zu teilen (PON), um so mehrere Teilnehmer auf eine Faser zu bekommen. Die teilen sich dann die Bandbreite und die ist pro Faser je nach Übertragungsstandard durchaus beachtlich. Wenn man unterirdisch verlegt baut man in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Wartungsschächte, die Reparaturen und das nachträgliche einfädeln von Leitungen/Fasern in Hohlrohren ermöglichen.
Eine weitere historische Variante war bei der DR, zumindest auf Strecken durch Wälder, die Erdverlegung.
Dazu wurde ein Graben mittels Maschine geschaffen, die Kabel eingelegt und zugebuddelt. Fertig!
Kein Kabeldiebstahl, aber auch keine einfache Störungsbeseitigung.
Was auch nicht ging, alle paar Jahre irgendwelche zusätzlichen Spielereien zu installieren. Dafür wurden in den Kabeln aber Reserveadern eingeplant.
ValloErdverlegte Kabeltrassen gab bzw gibt es im Bereich der ehemaligen DB noch zuhauf. Oft genug auch weitab vom Streckengleis, z.B. am Rand der Grundstücksgrenzen eines Bahnhofsareals.
Eine weitere historische Variante war bei der DR, zumindest auf Strecken durch Wälder, die Erdverlegung.
Dazu wurde ein Graben mittels Maschine geschaffen, die Kabel eingelegt und zugebuddelt. Fertig!
Kein Kabeldiebstahl, aber auch keine einfache Störungsbeseitigung.
Was auch nicht ging, alle paar Jahre irgendwelche zusätzlichen Spielereien zu installieren. Dafür wurden in den Kabeln aber Reserveadern eingeplant.
Im Telekommunikationsbereich plant man dafür heute Leerrohre ein. Bei Glasfasern ist es sogar möglich Signale passiv zu teilen (PON), um so mehrere Teilnehmer auf eine Faser zu bekommen. Die teilen sich dann die Bandbreite und die ist pro Faser je nach Übertragungsstandard durchaus beachtlich. Wenn man unterirdisch verlegt baut man in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Wartungsschächte, die Reparaturen und das nachträgliche einfädeln von Leitungen/Fasern in Hohlrohren ermöglichen.Abgesehen davon, dass in bestimmten Bereichen des Bahnkörpers weder Rohr- noch Erdverlegung möglich sind - nach derzeitigem Regelwerk müssten die Wartungsschächte alle 50m und an allen Richtungsänderungen eingebaut werden.
...
Schienenknecht schrieb:Im LST-Bereich waren erdverlegte Signalkabel z.B. bei frühen Relaisstellwerken durchaus üblich, und zwar sowohl bei DB als auch DR. Auch bei mechanischen- und elektromechanischen Stw war bereits vor dem Krieg Erdverlegung üblich. Verwendet wurden dabei meistens (aber nicht immer) Kabel mit Nagetierschutz.Eine weitere historische Variante war bei der DR, zumindest auf Strecken durch Wälder, die Erdverlegung. Dazu wurde ein Graben mittels Maschine geschaffen, die Kabel eingelegt ...Erdverlegte Kabeltrassen gab bzw gibt es im Bereich der ehemaligen DB noch zuhauf. Oft genug auch weitab vom Streckengleis, z.B. am Rand der Grundstücksgrenzen eines Bahnhofsareals.
Es gibt auch genug offene Betonkanäle im Boden, und wo läuft Oberflächenwasser hin...Die liegen im Schotter:
.... Und früher gab's sogar in der Luft gespannte Drähte, das hat auch funktioniert.


Ich verstehe nicht, dass die Bahn überhaupt solche Kabelkanäle zugelassen hat, wenn eigentlich klar ist, das diese mit Sicherheit keine lange Lebensdauer haben.1. Bauaufsichtliche Zulassungen werden seit fast dreieinhalb Jahrzehnten nicht mehr von der Bahn (Bundesbahnzentralamt), sondern von der Eisenbahnaufsicht (Eisenbahnbundesamt) ausgesprochen.
Die EBA-Personale der ersten Stunde waren Leute aus den BZAs. Gefühlt Praktiker, die den Betrieb Bahn kannten.Die EBA-Personale der ersten Stunde waren gemischt. Zum einen die von dir genannten Praktiker, aber leider auch gewisse Anteile an Theoretikern aus den höheren Amtsstuben und Leuten, die einfach beim BEV auf der Personalbestandsliste waren und die man irgendwo unterbringen musste...
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