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 02 - Allgemeines Forum 

Diskussionen, Fragen und Antworten zum Thema Eisenbahnen in Deutschland, soweit diese nicht Bestandteil der übrigen Foren sind wie Neuigkeiten, Betriebsstörungen, Fahrzeiten, Sichtungen, Museumsbahnen, Straßenbahnen, Wagen und historische Themen.
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Liebe Forenteilnehmer,

bisher war es (letzter erfolgreicher Kauf: 15. Juli) mir (in Übereinstimmung mit den Besonderen Internationalen Beförderungsbedingungen der DB) immer noch möglich, Fahrkarten zum (Super-)Sparpreis Europa am Schalter zu kaufen (unpersonalisiert auf Fahrkartenpapier). Nunmehr ist das bereits an zwei Schaltern der DB gesperrt, ausgegeben wird nur noch der Normalpreis auf unpersonalisierten Fahrkarten.
Ich weiß, daß die Verkaufsmitarbeiter (noch) Zugriff auf zwei unterschiedliche Systeme haben (ein neues und ein altes; unpersonalisierte Fahrkarten lassen sich wohl nur mit dem alten erstellen).

Kann mir jemand sagen, ob hier ein Bedienfehler vorliegt oder ob das alte System rechtswidrig (bzw. BB-widrig) umgestellt worden ist und nun den Verkauf von SSP und SP Europa als Papierfahrkarte verweigert?

Danke und viele Grüße
Korbinian

PS: Wenige Sekunden nach dem Absenden fiel mir auf, daß der Beitrag vielleicht besser ins Auslandsforum passen könnte. Tut mir leid (vielleicht kann ihn ja ein Moderator verschieben)!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 17:30.
Zu der Frage kann ich zwar konkret nichts sagen, allerdings geht's über Agenturen noch bis 31.08

Hat bei mir selbst nach 15. 7. noch geklappt.
Eine Agentur hat's heute nicht hinbekommen.
Danke für Deine Antwort, kannst Du mehr dazu sagen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.26 19:27.
Wie verhält es sich denn mit dem (Super) Sparpreis Gruppe? Der wurde ja auch innerdeutsch noch bis zuletzt über das "alte" System (VSP) verkauft und als direkter Druck ausgegeben. Wird dieses Angebot nun auch ausschließlich digital und personalisiert verkauft?
Hallo,

ich hätte eine Anschlussfrage. Wie sehen die neuen personalisierten Sparpreise eigentlich aus? So wie die bekannten Onlinetickets aus dem selbstbedienten Verkauf?

Ich denke mir, dass doch für Fahrkarten nach dem Ausland im Regelfall das bekannte CIV-Muster weiterverwendet werden muss, oder kann da mittlerweile jede Bahn auch international ihr eigenes Muster verwenden?

Danke und Grüße
Daniel
Daniel_Aachen schrieb:
So wie die bekannten Onlinetickets aus dem selbstbedienten Verkauf?
Ja.

Zitat
Ich denke mir, dass doch für Fahrkarten nach dem Ausland im Regelfall das bekannte CIV-Muster weiterverwendet werden muss, oder kann da mittlerweile jede Bahn auch international ihr eigenes Muster verwenden?
Nein, auch ganz normale Onlinetickets, sehen aus wie eine Binnenfahrkarte. Die Ausnahmen (Ukraine und Italien mit TI Nahverkehr) scheinen mittlerweile auch entfallen zu sein (ukraine geht als OT, TI Nahverkehr ist nicht mehr bepreisbar).


Was noch auf herkömmlichem Muster ausgegeben wird sind ein paar reine Auslandsstrecken die nicht über MCP laufen (zB CZ-SK, HU-RO usw.)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 11:23.
Korbinian schrieb:
Eine Agentur hat's heute nicht hinbekommen.
Danke für Deine Antwort, kannst Du mehr dazu sagen?
Am 24.7. hatte ich noch Erfolg. Allerdings gibt es mWn zwei verschiedene System in den Agenturen, vielleicht treten da Unterschiede auf

Oder es handelte sich um einen Bedienerfehler. Das neue System ist nämlich auch schon verfügbar und es muss explizit aufs alte zurückgegriffen werden, wenn bis 31.8 als Papierticket gedruckt werden soll. So wurde es mir erklärt. Bahntix geht übrigens auch bis 31.8 noch wie früher üblich.
Achso ok, danke. Irgendwie schade. Nehme ich richtigerweise an, dass das Kontrollpersonal dann vornehmlich alle Infos über den QR-Code angezeigt bekommt, wie es es jeweils braucht?

Denn ansonsten stelle ich es mir kompliziert vor, denn ukrainisches/französisches/... Zugpersonal auf die schnelle ein deutsches Onlineticket im individuellen Design auswerten können muss...?

VG
Daniel_Aachen schrieb:
Achso ok, danke. Irgendwie schade. Nehme ich richtigerweise an, dass das Kontrollpersonal dann vornehmlich alle Infos über den QR-Code angezeigt bekommt, wie es es jeweils braucht?
Wenn es den Code denn auslesen kann, natürlich.


Zitat
Denn ansonsten stelle ich es mir kompliziert vor, denn ukrainisches/französisches/... Zugpersonal auf die schnelle ein deutsches Onlineticket im individuellen Design auswerten können muss..
Naja, Frankreich ist ja insoweit unproblematisch, weil sowieso nur noch die grenzüberschreitend verkehrenden Züge buchbar sind. Da hat das Personal dann halt zwei Kontrollgeräte oder es gibt sowieso keine Kontrollen (Kehl - Straßburg).

Bei Ukraine stelle ichs mir auch interessant vor. Keine Ahnung ob das auslesen dort klappt. Grundsätzlich stehen aber natürlich auch alle Informationen die im Code stehen auf dem PDF. Nach meiner Erfahrung sind Kandidaten für Sichtprüfung PKP IC und Öresundstog. Da klappt das Auslesen wohl meistens nicht. Früher waren auch HZPP und MAV (insbesondere abseits des FV) bekannt dass sie nicht auslesen können, das würde aber wohl mittlerweile behoben.

Nach meiner Beobachtung kann der HZPP Zub zwar mit seinem Kontrollgerät nicht auslesen, hat aber auf dem Diensthandy eine App dafür.
Danke für die nochmals interessanten Zusatzinfos.

Ich will da jetzt gar keine Diskussion zu aufmachen. Ich finde nur, dass es doch für alle ausländischen Schaffner und Kontrollsysteme viel einfacher wäre, wenn neben den Infos in einem QR-Code einfach das international etablierte CIV-Fahrkartenmuster verwendet werden würde.

Das machen doch die PKP, CD, SBB, ... auch auf ihren internationale Onlinetickets?

VG
Ich frage mich, weshalb legt man soviel Wert auf ein
a) unpersonalisiertes und
b) auf Fahrkartenpapier?

Hat das "historische" Gründe oder woran liegt es?

Vielen Dank
Frank
fdl12:
Ich frage mich, weshalb legt man soviel Wert auf ein
a) unpersonalisiertes und
b) auf Fahrkartenpapier?

Hat das "historische" Gründe oder woran liegt es?
Hallo,

und ich frage mich immer, warum deine Art Fragestellung eine Einbahnstraße zu sein scheint.
Oder wurde bei DSO schonmal einem Nur-Onlineticketnutzer sein Tun hinterfragt? (Ich persönlich wäre darüber noch nicht gestolpert.)

Leben klappt bei den meisten Menschen ganz gut, nur leben lassen (erst recht abseits der "Mehrheitsnorm") will scheinbar gelernt sein.

Es ist doch vollkommen egal, warum jemand eine haptische Erinnerung an seine Bahnfahrt(en) haben (und ggf. aufbewahren) will oder warum beim anderen Datenschutz stringend bei der Vermeidung von Datenweitergabe beginnt.
So lange es die Möglichkeit unpersonalisierte Papierfahrscheine zu erwerben gibt, ist jeder frei dies zu tun (und ggf. erhöhten Besorgungsaufwand dafür zu treiben). Es findet ja durchaus innerhalb unseres Rechtsrahmens statt ... ;-)

Und DSO lebt schließlich auch vom Austausch über (Eisenbahn-)Themen jenseits der eigenen Nasenspitze, oder?

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 03:39.
fdl12 schrieb:
Ich frage mich, weshalb legt man soviel Wert auf ein
a) unpersonalisiertes und
b) auf Fahrkartenpapier?

Hat das "historische" Gründe oder woran liegt es?

Vielen Dank
Frank
Den meisten dürfte es wie mir v.a. um den Aspekt unpersonalisiert gehen. Wenn ich einen Sparpreis für 5 Personen kaufe, spielt es bei einem unpersonalisierten Ticket keine Rolle, ob der Hauptreisende kurzfristig nicht mitfahren kann. Bei personalisierten Tickets können dann alle nicht fahren und müssen teuer neue Tickets kaufen.

Mein bereits mehrfach geäußerter Vorschlag ist eine ähnliche Vorgehensweise wie bei den ÖBB: Vor dem Bezug des digitalen Tickets (entweder als PDF oder per Import in den Navigator bzw. Anklicken einer "Aktivieren" Schaltfläche) kann der Name beliebig oft geändert werden. Ist das Ticket bezogen, geht nichts mehr.
a ist wichtig, b diente nur zur Klarstellung, welche Art von Fahrkarte gemeint ist.

Natürlich ist es auch in Wert, (noch) halbwegs anonym reisen zu können. 1983 wäre es (in der BRD) undenkbar gewesen, hätte die DB wissen wollen, wer wann wohin fährt.

Die Sensibilität für Datenschutz ist heutzutage leider vielen abhandengekommen; vielen fehlt schon ein Grundverständnis dafür und das Bewußtsein, was das Grundrecht auf Datenschutz (niemand ist gezwungen, es wahrzunehmen) mit einer (nachhaltig) funktionierenden Demokratie zu tun hat.


fdl12 schrieb:
Ich frage mich, weshalb legt man soviel Wert auf ein
a) unpersonalisiertes und
b) auf Fahrkartenpapier?

Hat das "historische" Gründe oder woran liegt es?

Vielen Dank
Frank
miltenberg schrieb:
Den meisten dürfte es wie mir v.a. um den Aspekt unpersonalisiert gehen. Wenn ich einen Sparpreis für 5 Personen kaufe, spielt es bei einem unpersonalisierten Ticket keine Rolle, ob der Hauptreisende kurzfristig nicht mitfahren kann.
Mal ein Beispiel aus dem (nicht bahnaffinen) Bekanntenkreis: kleines Grüppchen 4 Leute fährt zu irgend einem Konzert von München nach Berlin. 1 Person hatte SSP für alle 4 gebucht.

Aus irgendeinem Grund fahren zwei Personen aber einen Tag früher mit irgendwem im Auto mit

Person 3 und 4 fahren wie geplant und gebucht mit dem auf Person 1 lautenden Ticket im Zug. Dazu schrieb Person 1 eine "Vollmacht". Tatsächlich wurde kontrolliert und die Abweichung ist aufgefallen, vermutlich gerade deshalb weil die Buchungsperson einen eindeutig weiblichen Vornamen trägt und beide Reisende männlich waren. Die "Vollmacht" wurde nicht akzeptiert.

Folge: beide Reisende durften gnädigerweise im Zug am Handy einen Flexpreis lösen, über 300 Euro in den Wind geschossen, dazu drei Leute die zukünftig nur noch Flix fahren wollen. Mit einem Papierticket (oder einer vernünftigen Option zur Umpersonalisierung) wäre das nicht passiert...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 16:56.
Max__Mustermann schrieb:
miltenberg schrieb:
Den meisten dürfte es wie mir v.a. um den Aspekt unpersonalisiert gehen. Wenn ich einen Sparpreis für 5 Personen kaufe, spielt es bei einem unpersonalisierten Ticket keine Rolle, ob der Hauptreisende kurzfristig nicht mitfahren kann.
Mal ein Beispiel aus dem (nicht bahnaffinen) Bekanntenkreis: kleines Grüppchen 4 Leute fährt zu irgend einem Konzert von München nach Berlin. 1 Person hatte SSP für alle 4 gebucht.

Aus irgendeinem Grund fahren zwei Personen aber einen Tag früher mit irgendwem im Auto mit

Person 3 und 4 fahren wie geplant und gebucht mit dem auf Person 1 lautenden Ticket im Zug. Dazu schrieb Person 1 eine "Vollmacht". Tatsächlich wurde kontrolliert und die Abweichung ist aufgefallen, vermutlich gerade deshalb weil die Buchungsperson einen eindeutig weiblichen Vornamen trägt und beide Reisende männlich waren. Die "Vollmacht" wurde nicht akzeptiert.

Folge: beide Reisende durften gnädigerweise im Zug am Handy einen Flexpreis lösen, über 300 Euro in den Wind geschossen, dazu drei Leute die zukünftig nur noch Flix fahren wollen. Mit einem Papierticket (oder einer vernünftigen Option zur Umpersonalisierung) wäre das nicht passiert...
Richtig, genau um diesen Anwendungsfall geht es mir. Alternativ wäre es auch eine Option, es wie die Ceske Drahy zu machen - dort kann bei einem Fahrscheinkauf für mehr als 1 Person ausgewählt werden, dass alle Reisenden separate Tickets erhalten sollen. Wie ist das denn bei Flix, wenn die Personen "drohen", zukünftig dort mitzufahren - geht dort eine Umpersonalisierung bzw. werden bei Buchung von mehr als 1 Person alle Namen erfasst, damit es gar keinen Hauptreisenden gibt?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 16:59.
miltenberg schrieb:
Wie ist das denn bei Flix, wenn die Personen "drohen", zukünftig dort mitzufahren - geht dort eine Umpersonalisierung bzw. werden bei Buchung von mehr als 1 Person alle Namen erfasst, damit es gar keinen Hauptreisenden gibt?
Keine Ahnung, gemeint war aber der Bus. Sowohl bei Bus als auch Zug fehlt mir hier die eigene Erfahrung. Gerade beim Bus kann ich mir aber kaum vorstellen dass Fahrer sowas kontrollieren bzw. beanstanden
miltenberg schrieb:
Mein bereits mehrfach geäußerter Vorschlag ist eine ähnliche Vorgehensweise wie bei den ÖBB: Vor dem Bezug des digitalen Tickets (entweder als PDF oder per Import in den Navigator bzw. Anklicken einer "Aktivieren" Schaltfläche) kann der Name beliebig oft geändert werden. Ist das Ticket bezogen, geht nichts mehr.
Damit erschlägst du aber leider nicht alle Themen, du verschiebst sie nur von "Person kann nicht dabei sein" zu "Das muss auch danach noch gehen". Ideal wäre doch eine Erfordernis, wirklich alle Namen zu erfassen – denn dann kann einer der Reisenden abspringen und die anderen vier haben nichts verloren. Andersrum bin ich unsicher, inwieweit eine mögliche Namensänderung (ggf. auch kostenpflichtig) nicht Risiken für einen Zweitmarkt schafft.

Die ÖBB selbst schafft m.W. die gegenüber anderen europäischen Transporteuren sehr restriktiven bis absurden Regelungen rund ums Online-Ticket schrittweise ab – d.h. Stornierung sollte künftig auch nach Abruf möglich sein. Ergänzend wird die nervtötende Vorgabe zum Ausdruck der Tickets (wozu?) hoffentlich bald entfallen.
Daniel_Aachen schrieb:
Danke für die nochmals interessanten Zusatzinfos.

Ich will da jetzt gar keine Diskussion zu aufmachen. Ich finde nur, dass es doch für alle ausländischen Schaffner und Kontrollsysteme viel einfacher wäre, wenn neben den Infos in einem QR-Code einfach das international etablierte CIV-Fahrkartenmuster verwendet werden würde.

Das machen doch die PKP, CD, SBB, ... auch auf ihren internationale Onlinetickets?

VG
In welcher Welt ist das denn (heute noch) etabliert? Jedes Land gibt doch eigene Tickets aus, inzwischen ist irgendwie überall das digitale Ticket angekommen und jede Bahn nutzt eigene Kontrollsysteme mit einer digitalen Darstellung der Reisedaten. Statt hierbei nun eine Rolle rückwärts zu machen und auf Sichtkontrollen bei internationalen Buchungen zu setzen, ist es doch deutlich sinnvoller, einen einheitlichen Kontrollstandard zu haben.

Und dabei geht es doch deutlich voran und fast alle Bahnen können z.B. DB-Tickets direkt aus dem Navigator einscannen und auslesen. Dabei hakt es sicherlich noch in einzelnen Spezialfällen, aber wozu eine komplette Rolle rückwärts?

Meine letzte Buchung von Berlin nach Polen war übrigens weit entfernt vom CIV-Look, sondern hatte ein Layout analog zum deutlich aufgefrischten polnischen Inlandsdesign.

Gruß Flo
KVV323 schrieb:
Dabei hakt es sicherlich noch in einzelnen Spezialfällen, aber wozu eine komplette Rolle rückwärts
Naja, ich weiß jetzt nicht was bei der Nutzung von einem standardisiertem PDF Design so eine Rolle rückwärts wäre. Eher glaube ich, dass man bei der Entwicklung der neuen Software sich die Kosten für eine zweite Designvorlage einfach sparen wollte...

Sichtprüfung als Rückfallebe gibt's halt zum Teil sogar in Deutschland noch ;-)

Ansonsten meine ich auch dass nahezu alle Bahnen internationale NRT online noch nach grob dem alten Muster ausgeben. Polen ist da vielleicht eine Ausnahme.
Max__Mustermann schrieb:
miltenberg schrieb:
Wie ist das denn bei Flix, wenn die Personen "drohen", zukünftig dort mitzufahren - geht dort eine Umpersonalisierung bzw. werden bei Buchung von mehr als 1 Person alle Namen erfasst, damit es gar keinen Hauptreisenden gibt?
Keine Ahnung, gemeint war aber der Bus. Sowohl bei Bus als auch Zug fehlt mir hier die eigene Erfahrung. Gerade beim Bus kann ich mir aber kaum vorstellen dass Fahrer sowas kontrollieren bzw. beanstanden
Bei internationalen Reisen findet eine Ausweiskontrolle durch den Busfahrer statt.
miltenberg schrieb:
Max__Mustermann schrieb:
miltenberg schrieb:
Den meisten dürfte es wie mir v.a. um den Aspekt unpersonalisiert gehen. Wenn ich einen Sparpreis für 5 Personen kaufe, spielt es bei einem unpersonalisierten Ticket keine Rolle, ob der Hauptreisende kurzfristig nicht mitfahren kann.
Mal ein Beispiel aus dem (nicht bahnaffinen) Bekanntenkreis: kleines Grüppchen 4 Leute fährt zu irgend einem Konzert von München nach Berlin. 1 Person hatte SSP für alle 4 gebucht.

Aus irgendeinem Grund fahren zwei Personen aber einen Tag früher mit irgendwem im Auto mit

Person 3 und 4 fahren wie geplant und gebucht mit dem auf Person 1 lautenden Ticket im Zug. Dazu schrieb Person 1 eine "Vollmacht". Tatsächlich wurde kontrolliert und die Abweichung ist aufgefallen, vermutlich gerade deshalb weil die Buchungsperson einen eindeutig weiblichen Vornamen trägt und beide Reisende männlich waren. Die "Vollmacht" wurde nicht akzeptiert.

Folge: beide Reisende durften gnädigerweise im Zug am Handy einen Flexpreis lösen, über 300 Euro in den Wind geschossen, dazu drei Leute die zukünftig nur noch Flix fahren wollen. Mit einem Papierticket (oder einer vernünftigen Option zur Umpersonalisierung) wäre das nicht passiert...
Richtig, genau um diesen Anwendungsfall geht es mir. Alternativ wäre es auch eine Option, es wie die Ceske Drahy zu machen - dort kann bei einem Fahrscheinkauf für mehr als 1 Person ausgewählt werden, dass alle Reisenden separate Tickets erhalten sollen. Wie ist das denn bei Flix, wenn die Personen "drohen", zukünftig dort mitzufahren - geht dort eine Umpersonalisierung bzw. werden bei Buchung von mehr als 1 Person alle Namen erfasst, damit es gar keinen Hauptreisenden gibt?
Grundsätzlich zählt eine Namensänderung als Stornierung und Neubuchung, siehe die Flix-Webseite. Wie das bei einer Fahrkarten für mehrere Personen (mit Namen aller Reisenden) abläuft, ist mir nicht bekannt.
MP schrieb:
miltenberg schrieb:
Max__Mustermann schrieb:
miltenberg schrieb:
Den meisten dürfte es wie mir v.a. um den Aspekt unpersonalisiert gehen. Wenn ich einen Sparpreis für 5 Personen kaufe, spielt es bei einem unpersonalisierten Ticket keine Rolle, ob der Hauptreisende kurzfristig nicht mitfahren kann.
Mal ein Beispiel aus dem (nicht bahnaffinen) Bekanntenkreis: kleines Grüppchen 4 Leute fährt zu irgend einem Konzert von München nach Berlin. 1 Person hatte SSP für alle 4 gebucht.

Aus irgendeinem Grund fahren zwei Personen aber einen Tag früher mit irgendwem im Auto mit

Person 3 und 4 fahren wie geplant und gebucht mit dem auf Person 1 lautenden Ticket im Zug. Dazu schrieb Person 1 eine "Vollmacht". Tatsächlich wurde kontrolliert und die Abweichung ist aufgefallen, vermutlich gerade deshalb weil die Buchungsperson einen eindeutig weiblichen Vornamen trägt und beide Reisende männlich waren. Die "Vollmacht" wurde nicht akzeptiert.

Folge: beide Reisende durften gnädigerweise im Zug am Handy einen Flexpreis lösen, über 300 Euro in den Wind geschossen, dazu drei Leute die zukünftig nur noch Flix fahren wollen. Mit einem Papierticket (oder einer vernünftigen Option zur Umpersonalisierung) wäre das nicht passiert...
Richtig, genau um diesen Anwendungsfall geht es mir. Alternativ wäre es auch eine Option, es wie die Ceske Drahy zu machen - dort kann bei einem Fahrscheinkauf für mehr als 1 Person ausgewählt werden, dass alle Reisenden separate Tickets erhalten sollen. Wie ist das denn bei Flix, wenn die Personen "drohen", zukünftig dort mitzufahren - geht dort eine Umpersonalisierung bzw. werden bei Buchung von mehr als 1 Person alle Namen erfasst, damit es gar keinen Hauptreisenden gibt?
Grundsätzlich zählt eine Namensänderung als Stornierung und Neubuchung, siehe die Flix-Webseite. Wie das bei einer Fahrkarten für mehrere Personen (mit Namen aller Reisenden) abläuft, ist mir nicht bekannt.
Habe es eben getestet - Flix erfragt im Buchungsvorgang die Namen aller Reisenden. Hat eben alles Vor- und Nachteile - so verfällt zwar beim Ausfall eines Reisenden nicht die ganze Fahrkarte, aber wenn ein Mitfahrer ausfällt, ist dieser nicht beliebig austauschbar. Wobei zugegebenermaßen dieser Fall eher selten vorkommen dürfte, dass ausfallende Mitreisende spontan ersetzt werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 20:33.
fdl12 schrieb:
Ich frage mich, weshalb legt man soviel Wert auf ein
a) unpersonalisiertes und
b) auf Fahrkartenpapier?

Hat das "historische" Gründe oder woran liegt es?

Vielen Dank
Frank
Ich kann den Sparpreis unkompliziert weitergeben, wenn mir was dazwischen kommt. Gerade Fahrradreservierungen gebe ich dabei gerne weiter, so dass sie noch jemand nutzen kann.
KVV323 schrieb:
miltenberg schrieb:
Mein bereits mehrfach geäußerter Vorschlag ist eine ähnliche Vorgehensweise wie bei den ÖBB: Vor dem Bezug des digitalen Tickets (entweder als PDF oder per Import in den Navigator bzw. Anklicken einer "Aktivieren" Schaltfläche) kann der Name beliebig oft geändert werden. Ist das Ticket bezogen, geht nichts mehr.
Damit erschlägst du aber leider nicht alle Themen, du verschiebst sie nur von "Person kann nicht dabei sein" zu "Das muss auch danach noch gehen". Ideal wäre doch eine Erfordernis, wirklich alle Namen zu erfassen – denn dann kann einer der Reisenden abspringen und die anderen vier haben nichts verloren. Andersrum bin ich unsicher, inwieweit eine mögliche Namensänderung (ggf. auch kostenpflichtig) nicht Risiken für einen Zweitmarkt schafft.

Andersherum gedacht: Ein Zweitmarkt funktioniert nur, wenn die DB ihre Tickets verteuert, je näher der Termin rückt.

In einem System wo Preise von der erwarteten Auslastung abhängen, sich aber nicht um Größenordnungen ändern je nachdem ob man früh oder spät bucht, wäre der Hebel entfallen.

D.h. man sichert effektiv ein Vorgehen (wer spontan entscheidet zahlt am meisten) das Fahrgästen die Flexibilität raubt durch eine Regel (nicht übertragbare Tickets) ab, die ebenso die Flexibilität reduziert.
MP schrieb:
Bei internationalen Reisen findet eine Ausweiskontrolle durch den Busfahrer statt.
Interessanter. Dann hatte ich wohl bei mehreren Dutzend davon einfach Busfahrer, die das ignoriert haben...
So sehe ich das nämlich auch. Fürs standardisierte schnelle elektronische Auslesen im Regelfall gerne ein QR-Code. Aber es kann doch offenbar nach wie vor nicht jede europäische Bahn die Onlinetickets jeder europäischen Bahn auslesen (vorausgesetzt es gelten überhaupt Tickets der einen Bahn bei der konkreten anderen). Also warum dafür nicht weiterhin ein wohl hoffentlich überall bekanntes Design verwenden?
Daniel_Aachen schrieb:
So sehe ich das nämlich auch. Fürs standardisierte schnelle elektronische Auslesen im Regelfall gerne ein QR-Code. Aber es kann doch offenbar nach wie vor nicht jede europäische Bahn die Onlinetickets jeder europäischen Bahn auslesen (vorausgesetzt es gelten überhaupt Tickets der einen Bahn bei der konkreten anderen). Also warum dafür nicht weiterhin ein wohl hoffentlich überall bekanntes Design verwenden?
Gute Frage, aber aktuell entwickeln sich ja viele Bahnen eher in andere Richtungen. Spontan würde ich sagen, weil das den Leidensdruck mindert, zu einer endgültigen technischen Lösung zu kommen. Dafür ist es vermutlich wichtig, regelmäßig in der Zeitung zu stehen ;-)

Am Ende ist meine Tendenz aber auch, dass alle Bahntickets am Ende auf dem A4-Ausdruck oder auch digital durch alle auslöndischen Zugbegleiter faktisch "lesbar" sind (d.h. MA versteht, was drauf steht), gleichzeitig aber eben nicht maschinenlesbar sind. Damit ist am Ende vom Tag ja leider keine wirkliche Gültigkeitsprüfung möglich – unabhängig vom Layout.

Re: (Super-)Sparpreis Europa Ukraine ist auslesbar

geschrieben von: MrIdK

Datum: 04.08.26 02:21

Hallo zusammen,
In einem Beitrag im Auslandsforum habe ich eine solche DB Online Fahrkarte vom Schalter für eine Fahrt aus der Ukraine gepostet. Die ukrainischen Schaffer behaupteten zwar erst, die Fahrkarte sei nicht gültig weil sie den Code nicht lesen könnten. Nach einiger Diskussion stellt sich aber heraus, dass der Zugchef den Code dann doch scannen kann und die Fahrkarte anerkannt wird. Scheit aber insgesamt eine sehr seltene Sache zu sein.

Grüße,
MrIdK
Daniel_Aachen schrieb:
Aber es kann doch offenbar nach wie vor nicht jede europäische Bahn die Onlinetickets jeder europäischen Bahn auslesen (vorausgesetzt es gelten überhaupt Tickets der einen Bahn bei der konkreten anderen).
Hatte ich erst kürzlich bei Polregio (Ticket Szczecin - Frankfurt (Oder) im Navigator). Scannen nicht möglich, dem Konduktor reichte aber sich das im Navigator anzusehen.
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