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D-Ticket: QR-Code und "Betrugsversuch"

geschrieben von: jensenmann

Datum: 31.07.25 18:30

Hallo,

ich hoffe, das Thema wurde nicht schon durchgekaut, gefunden habe ich es jedenfalls nicht.

Ich bin seit geraumer Zeit Nutzer des D-Tickets als Jobticket. Normalerweise wird es ja in meine Google Wallet geladen, aber zur Sicherheit mache ich davon noch einen Screenshot, falls die Wallet mal ne Macke hat. Weil der Screenshot schneller zur Hand ist, zeige ich meist diesen vor. Jetzt ist es mir schon paarmal passiert, dass der Screenshot nicht akzeptiert wird, weil es "Betrugsversuch" wäre. Aber warum? Ein QR-Code ist und bleibt nunmal ein QR-Code, egal ob er in der Wallet, in der Ticket-App oder nur ein Foto ist. Genauso gut könnte er auch ausgedruckt oder selbst gemalt sein. Wichtig ist ja der codierte Inhalt. Bei Konzertbesuchen kann man ja auch selbst ausdrucken.

Der QR-Code muss mit dem Personalausweis zusammenpassen. Aber komischerweise wurde der nicht verlangt :-D

Verwundert,
Jens

Re: D-Ticket: QR-Code und "Betrugsversuch"

geschrieben von: Papierfahrkarte

Datum: 31.07.25 18:43

Wen jemand ein D-Ticket als QR-Code vorzeigt, ist das zweifellos Betrug.

https://s20.directupload.net/images/user/240419/iwstugpl.jpg

Re: D-Ticket: QR-Code und "Betrugsversuch"

geschrieben von: Canaris

Datum: 31.07.25 18:50

Papierfahrkarte schrieb:
Wen jemand ein D-Ticket als QR-Code vorzeigt, ist das zweifellos Betrug.
Betrug ist es erst dann, wenn das D-Ticket-Abo nicht mit der Person des/der Vorzeigenden identisch ist.
Mit meiner RMV-Chipcard hab ich den Zirkus nicht. Aber für manche muss es ja unbedingt ein Schmartfön sein.

Gruß
Canaris

Re: D-Ticket: QR-Code und "Betrugsversuch"

geschrieben von: gezi

Datum: 31.07.25 19:10

Um zweifellos Betrug zu sein, müsste derjenige aber beim Gegenüber einen Schaden verursachen. Tut er aber nicht, wenn er tatsächlich ein D-Ticket hat. In dem Fall ist es zweifellos kein Betrug.
Man lese nach in § 263 StGB.

Viele Grüße,
gezi

Ha ha...

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 31.07.25 19:13

Hallole!

Papierfahrkarte schrieb:
> Wen jemand ein D-Ticket als QR-Code vorzeigt, ist das zweifellos Betrug.

Ja, es ist ein Aztec-Code, danke für den sinnlosen Hinweis 😵‍💫

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Gegenfrage

geschrieben von: 07N1

Datum: 31.07.25 19:14

jensenmann schrieb:
der Screenshot nicht akzeptiert wird, weil es "Betrugsversuch" wäre. Aber warum?
Hallo,

würde man denn auch eine Kopie von einer Paierfahrkarte akzeptieren? Eher nicht oder? Warum soll man dies mit dem digitalen D-Ticket machen?

VG

Beim Bahnfahren gewinnt derjenige, der keine Geduld verliert

Re: Gegenfrage

geschrieben von: benzor

Datum: 31.07.25 19:20

07N1 schrieb:
jensenmann schrieb:
der Screenshot nicht akzeptiert wird, weil es "Betrugsversuch" wäre. Aber warum?
Hallo,

würde man denn auch eine Kopie von einer Paierfahrkarte akzeptieren? Eher nicht oder? Warum soll man dies mit dem digitalen D-Ticket machen?

VG
Weil auch der kopierte Aztec-Code immer noch die gleiche Signatur und persönlichen Infos enthält, die das Ticket dem Besitzer zuordnen?

Re: Gegenfrage

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 31.07.25 19:32

benzor schrieb:
07N1 schrieb:
jensenmann schrieb:
der Screenshot nicht akzeptiert wird, weil es "Betrugsversuch" wäre. Aber warum?
Hallo,

würde man denn auch eine Kopie von einer Paierfahrkarte akzeptieren? Eher nicht oder? Warum soll man dies mit dem digitalen D-Ticket machen?

VG
Weil auch der kopierte Aztec-Code immer noch die gleiche Signatur und persönlichen Infos enthält, die das Ticket dem Besitzer zuordnen?
Trotzdem passiert es im Alltag immer wieder, dass solche Kopierer nur auffliegen, weil das Prüfgerät sagt, dass das Ticket vor einer 1 Minute schon mal geprüft wurde. Das Zeigen vom Personalausweis und von der Krankenkassenkarte konnte das auch nicht aufdecken, weil die Typen fast gleich aussehen. Gegen diese Masche kann man noch besser vorgehen, wenn man dafür sorgt, dass das Ticket nur in der App mit bewegten Elementen akzeptiert wird und auch nur auf einem App Client zur gleichen Zeit vorhanden sein kann.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:31:19:46:06.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: internaut

Datum: 31.07.25 19:55

Signalschruber schrieb:
benzor schrieb:
07N1 schrieb:
Weil auch der kopierte Aztec-Code immer noch die gleiche Signatur und persönlichen Infos enthält, die das Ticket dem Besitzer zuordnen?
Trotzdem passiert es im Alltag immer wieder, dass solche Kopierer nur auffliegen, weil das Prüfgerät sagt, dass das Ticket vor einer 1 Minute schon mal geprüft wurde. Das Zeigen vom Personalausweis und von der Krankenkassenkarte konnte das auch nicht aufdecken, weil die Typen fast gleich aussehen. Gegen diese Masche kann man noch besser vorgehen, wenn man dafür sorgt, dass das Ticket nur in der App mit bewegten Elementen akzeptiert wird und auch nur auf einem App Client zur gleichen Zeit vorhanden sein kann.
Das Vorzeigen des App-tickets mit bewegtem Element dauert aber gerne mal 2 Minuten, bis es geladen ist, wenn das Handy ein bisschen älter ist oder kein 5G kann (im Flugmodus geht es schneller). Beim Ticket auf dem Screen anklicken crasht auch gerne ein älteres Handy (und friert den Aztec code auf dem Display ein - aber viel zu klein). Die meisten Schaffner sind daher dankbar, wenn man einen Screenshot vorzeigen kann.

Re: D-Ticket: QR-Code und "Betrugsversuch"

geschrieben von: Korbinian

Datum: 31.07.25 20:18

Du mußt erst mal einen Schaffner finden, der Dir dann ein erhöhtes Beförderungsentgelt ausstellt. M.E. ist es wurscht, von welchem Medium ein (statischer!) Barcode gescannt wird, Du dürftest ihn Dir auch auf Dein Hinterteil tätowieren (was wiederum andere Schwierigkeiten auslösen dürfte)... Der Tarif schreibt kein Medium, auf dem das DLT vorgezeigt werden muß, vor (er schreibt nur vor, daß es von den beteiligten Unternehmen nur noch digital ausgegeben werden darf).

Re: D-Ticket: QR-Code und "Betrugsversuch"

geschrieben von: bollisee

Datum: 31.07.25 20:22

Papierfahrkarte schrieb:
Wen jemand ein D-Ticket als QR-Code vorzeigt, ist das zweifellos Betrug.
Wenn der Support von der DB und die Schaffner einem selbst vorschlagen Screenshots zu machen oder gar einen Ausdruck, dann würden ja DB-Mitarbeiter Beihilfe zum Betrug leisten. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

kein QR-Code

geschrieben von: Mühlenexpress

Datum: 31.07.25 20:29

bollisee schrieb:
Papierfahrkarte schrieb:
Wen jemand ein D-Ticket als QR-Code vorzeigt, ist das zweifellos Betrug.
Wenn der Support von der DB und die Schaffner einem selbst vorschlagen Screenshots zu machen oder gar einen Ausdruck, dann würden ja DB-Mitarbeiter Beihilfe zum Betrug leisten. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Ihm geht es nur um den QR-Code, es ist ein Aztec-Code.

Grüße

Christoph

https://up.picr.de/48038362mz.jpg
Meine bisherigen Foto-Beiträge auf DSO: [www.drehscheibe-online.de]
Stand: 29.07.2021

Re: Gegenfrage

geschrieben von: infranah

Datum: 31.07.25 20:37

Bei Screenshots/Ausdrucken bleibt ja der Aztec Code gleich, also ändert sich von da ausgehend nichts.

Bei vielen DTicket-Anbietern kann man das digitale Ticket auch mehrfach haben (bspw. auf Smartcard und in der Äpp, auch gleichzeitig verschiedenen Endgeräten).

Zum anderen ist es überhaupt nicht sichergestellt, das die App überhaupt irgendwelche Sicherheitsmerkmalen hat (die im Übrigen meist trivial kopierbar sind) oder diese dem Kontrollpersonal am anderen Ende vom Deutschland bekannt sind (z.B. solche mit Wallet Integration).

Das ist großes Sicherheitstheater, um ein Problem zu lösen (Aztek Code nur auf dem Gerät vom Käufer), was so nicht lösbar ist (selbst die kommenden wechselnden Codes).

Die einzige ansatzweise wirklich sichere Option ist und bleibt den Perso mit zu kontrollieren (und ich frage mich wie es zwei Persos auf den gleichen Namen bei der Kontrolle gab).

Re: Gegenfrage

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 31.07.25 20:52

Zitat
Die einzige ansatzweise wirklich sichere Option ist und bleibt den Perso mit zu kontrollieren (und ich frage mich wie es zwei Persos auf den gleichen Namen bei der Kontrolle gab).
Nicht nur der Personalausweis wird als Lichtbildausweis akzeptiert, sondern auch Pässe oder Führerscheine. In der Praxis werden auch Krankenkassenkarten mit Lichtbild akzeptiert. Wenn man die Karten an andere Personen verteilt, ist gar nichts sicher.

Hä?

geschrieben von: 1.Bauserie

Datum: 31.07.25 21:04

Hallole!

Signalschruber schrieb:
> Trotzdem passiert es im Alltag immer wieder, dass solche Kopierer nur auffliegen, weil das Prüfgerät sagt, dass das Ticket vor einer 1 Minute schon mal geprüft wurde. Das Zeigen vom Personalausweis und von der Krankenkassenkarte konnte das auch nicht aufdecken, weil die Typen fast gleich aussehen.

Und der kopierte Personalausweis kommt dem Prüfer nicht komisch vor? Oder sehen die Typen nicht nur gleich aus, sondern heißen auch genau gleich?

Gruß
1.Bauserie


Fahr lieber mit der BUNDESBAHN

Re: Gegenfrage

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 31.07.25 21:06

infranah schrieb:
Bei Screenshots/Ausdrucken bleibt ja der Aztec Code gleich, also ändert sich von da ausgehend nichts.

Bei vielen DTicket-Anbietern kann man das digitale Ticket auch mehrfach haben (bspw. auf Smartcard und in der Äpp, auch gleichzeitig verschiedenen Endgeräten).

Zum anderen ist es überhaupt nicht sichergestellt, das die App überhaupt irgendwelche Sicherheitsmerkmalen hat (die im Übrigen meist trivial kopierbar sind) oder diese dem Kontrollpersonal am anderen Ende vom Deutschland bekannt sind (z.B. solche mit Wallet Integration).

Das ist großes Sicherheitstheater, um ein Problem zu lösen (Aztek Code nur auf dem Gerät vom Käufer), was so nicht lösbar ist (selbst die kommenden wechselnden Codes).

Die einzige ansatzweise wirklich sichere Option ist und bleibt den Perso mit zu kontrollieren (und ich frage mich wie es zwei Persos auf den gleichen Namen bei der Kontrolle gab).
Jein, es ist dann kein Sicherheitstheater, wenn im Falle von Sperrungen das Ticket nicht nur auf die Sperrliste gelangt, sondern auch noch aus der App entzogen wird (so wird es hier bei begründetem Betrugsverdacht gehandhabt). Dann ist da nämlich schlichtweg kein Barcode mehr, den man vorzeigen könnte - deshalb werden Screenshots hier nicht mehr akzeptiert.

Wobei man dazu sagen muss, dass das auch nicht so richtig konsequent ist, denn je nach Vertriebsweg existieren auch Wallet-Tickets und die lassen sich nicht wieder vom Gerät entfernen und im Falle von iOS kann man die pkpass-Datei halt auch auf zig Geräten speichern. Da hilft dann nur noch die konsequente Anwendung der Sperrliste.

Der Motics-Barcode ist sehr wohl ein Zugewinn, da er an das Gerät gebunden ist und in kurzen Abständen lokal erneuert wird (u.a. mit einem signierten Zeitstempel). Da müsste man schon sehr kreativ werden und sich wechselweise ein Gerät teilen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:31:21:16:18.

Re: Hä?

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 31.07.25 21:13

1.Bauserie schrieb:
Hallole!

Signalschruber schrieb:
> Trotzdem passiert es im Alltag immer wieder, dass solche Kopierer nur auffliegen, weil das Prüfgerät sagt, dass das Ticket vor einer 1 Minute schon mal geprüft wurde. Das Zeigen vom Personalausweis und von der Krankenkassenkarte konnte das auch nicht aufdecken, weil die Typen fast gleich aussehen.

Und der kopierte Personalausweis kommt dem Prüfer nicht komisch vor? Oder sehen die Typen nicht nur gleich aus, sondern heißen auch genau gleich?

Gruß
1.Bauserie
Lies nochmal genau, dann sollte dir klar werden, dass kein kopierter Personalausweise im Spiel war. Wenn man drei Lichtbildausweise (Reisepass, Perso, Führerschein) besitzt muss man nichts kopieren. Der Personalausweis ändert seinen aufgeprägten Namen nicht, wenn man ihn einer anderen Person aushändigt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:31:21:16:16.

Was ist, wenn ich die Fahrkarte mehrfach ausdrucke?

geschrieben von: tobtilo

Datum: 31.07.25 22:01

07N1 schrieb:
jensenmann schrieb:
der Screenshot nicht akzeptiert wird, weil es "Betrugsversuch" wäre. Aber warum?
Hallo,

würde man denn auch eine Kopie von einer Paierfahrkarte akzeptieren? Eher nicht oder? Warum soll man dies mit dem digitalen D-Ticket machen?

VG
Wenn ich die Fahrkarte online kaufe und mehrfach ausdrucke - woran erkenne ich, welches das Original und welches die Kopie ist? Also ja, in dem Fall würde die Kopie akzeptiert, wenn diese zu erst kontrolliert wird!


Und auch bei digital gilt, dass das zu zeigende auch nur ein Display-Ausgabe ist - die eigentlichen Bits und Bytes, in denen die Fahrkarte abgelegt ist, sieht man dabei nicht. Daher sollte es wurscht sein, wie diese Bits und Bytes angezeigt werden! Wichtiger sind die darin enthaltenen Informationen - und da muss der Name nunmal zu der betreffenden Person passen, nachweisbar durch ein amtliches Dokument. Alles andere ist digitales Unverständnis.

Uuuuh, gleich kommt die Nazi-Keule!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 31.07.25 22:04

1.Bauserie schrieb:
Und der kopierte Personalausweis kommt dem Prüfer nicht komisch vor? Oder sehen die Typen nicht nur gleich aus, sondern heißen auch genau gleich?
Oha, 1. Bauserie,

zieh dich warm an!
Als ich einen genauso gelagerten Missbrauch von Zeitkarten (gleiches Aussahen, gleicher Name) vor einigen Monaten einmal schilderte, wurde ich gleich mit Rassismus-Vorwürfen, der rechten Gesinnung und den anderen üblichen Reflexen bedacht.

Die Zugbegleiter sahen damals auf ihren Lesegeräten vom Karteninhaber "aus Datenschutzgründen" nur die ersten Buchstaben des Namens (ob das immer noch so ist, weiß ich nicht). Außerdem sehen viele Südländer, insbes. Schwarze, für europäische Augen sehr ähnlich aus, zumal auf Passfotos. In Verbindung mit dem Umstand, dass Namen wie Mohammed oder Ali südöstlich von Wien eher als Sammelbegriff dienen, war es vergleichsweise einfach, dass diese Karten munter von einem zum anderen Nicht-Biodeutschen weiter gereicht wurden. Als ich mir erlaubte, diesen Umstand einmal im Forum zu schildern, begann der Shitstorm (der sich mit der eigentlichen Problematik aber gar nicht auseinander setzte, da ging es nur um die Empörung, das beschrieben zu haben).

Jenseits dieser Empörung ist deine Frage also nicht so völlig unberechtigt.

Heiko

Quo vadis, 605? / Abschied von der 218 im Fernverkehr / Letzte Ostseeflirts bekommen neue Heimat / Ankunft unbestimmt verspätet: der Coradia max / Das alles (und noch viel mehr) jetzt in DREHSCHEIBE 353. Viel mehr wert, als sie kostet!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:31:22:05:09.

Wenn du die Fahrkarte ausdruckst…

geschrieben von: 07N1

Datum: 31.07.25 22:20

ist es ein ausgedrucktes digitales Ticket. Eine Papierfahrkarte kaufst du und verwendest du analog.

VG

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