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Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Q-Boy

Datum: 04.05.21 01:22

Abellio wird das "Diesel-Netz Nord" bis 2024 fahren, und dann soll der Betreiber wechseln.

Das "Südnetz" (E-Netz) soll bis 2030 vertragsgemäß befahren werden, die Strafzahlungen wegen Bauarbeiten sollen aber verringert werden.

[www.volksstimme.de]

Absolut nachvollziehbar

geschrieben von: ejfix

Datum: 04.05.21 02:58

m.M.n. die einzig richtige Entscheidung - wenn sie von Abellio getroffen wurde, was aus dem Text nicht genau hervorgeht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 03:02.

Re: Absolut nachvollziehbar

geschrieben von: matzehbs

Datum: 04.05.21 06:44

Das ist schon eine ganz peinliche Nummer von Abellio. Aber das wurde ja hier schon rauf und runter diskutiert.

Bin dann auf die offizielle Meldung gespannt. Diese vorab durchgereichten Informationen beantworten nicht alle Fragen.

Irritierend ist die Bezeichnung Nordnetz. Ich vermute mal, dass das gesamt Dieselnetz Saschsen Anhalt (so wie es ausgeschrieben war) gemeint ist?

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Ronetisumen

Datum: 04.05.21 08:37

Finde es einfach nur amüsant: Ein Unternehmen bietet zwanglos für eine Ausschreibung einen lächerlich niedrigen Preis, nur um dann später mehr Geld zu verlangen, da es sich doch nicht gerechnet hat. Und das alles kommt zulasten des Fahrgastes.
Da schaue ich neidisch auf unsere Nachbarländer wie Belgien, Österreich und die Schweiz, wo der ausschreibungswahn noch nicht eingekehrt ist.

Lg

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Gumminase

Datum: 04.05.21 09:08

Ein wenig sieht das Entgegenkommen des Landes mit der vorzeitigen Vertragsbeendigung auch nach einem möglichen Eingeständnis eigener Fehler im Vergabeverfahren aus.

Es wäre Hausaufgabe des Landes/der Nasa gewesen, die Angebote auch auf Plausibilität zu prüfen. So ganz scheint das nicht passiert zu sein. Es geht hier ja nicht um Kleingeld.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: KHM

Datum: 04.05.21 09:56

Gumminase schrieb:
Ein wenig sieht das Entgegenkommen des Landes mit der vorzeitigen Vertragsbeendigung auch nach einem möglichen Eingeständnis eigener Fehler im Vergabeverfahren aus.

Es wäre Hausaufgabe des Landes/der Nasa gewesen, die Angebote auch auf Plausibilität zu prüfen. So ganz scheint das nicht passiert zu sein. Es geht hier ja nicht um Kleingeld.
Sorry, aber das ist Unsinn. Es war und ist nicht nur "Hausaufgabe", sondern ganz offiziell Aufgabe von Vergabestellen, Angebote auf eventuelle Nichtauskömmlichkeit zu prüfen.

Man beachte aber erstens, dass "ist nicht unauskömmlich" noch lange nicht "ist auskömmlich" bedeutet - nur Ersteres ist aber zu prüfen (oder mit den Worten von Gumminase: "nicht unplausibel" ist noch lange nicht "plausibel", und "plausibel" ist auch noch lange nicht "richtig und robust"). Zweifel der Vergabestelle an der Auskömmlichkeit müssen konkret und belastbar sein, um den Zuschlag zu versagen - ein "wir haben da ein ungutes Gefühl" reicht bei Weitem nicht aus und würde von den Vergabekammern umgehend kassiert. Anders ausgedrückt: Es kommt nicht so selten vor, dass eine Vergabestelle ein Angebot bezuschlagen muss, bei dem sie kein gutes Gefühl hat.

Zweitens: Fehlerhafte Prognosen über die künftige Entwicklung bestimmter Kosten bzw. Risikopuffer, die sich später als zu klein herausstellen - wie es hier der Fall zu sein scheint - lassen sich auf diesem Weg schon kaum aufdecken. Das fällt schlicht in die Verantwortung derer, die die Angebote schreiben. Auf jeden Fall wäre es aber aussichtslos (!), wenn eine Vergabestelle ein Angebot ablehnen wöllte mit der Begründung "na ja, für jetzt mag es ja richtig kalkuliert sein, aber wir glauben, dass der Bieter _künftige_ Entwicklungen nicht robust genug eingepreist hat." Anders ausgedrückt: Selbst wenn - siehe oben - die Vergabestelle ein gutes Gefühl hatte, heißt das noch lange nicht, dass das Angebot nicht verdeckte Risiken enthielt, die dann vielleicht auch eintreten. Dafür dann der Vergabestelle die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen ist aber m. E. schlicht unredlich. Die Vergabestelle ist NICHT die Kontrollstelle der Bieter.

=> Dass da Land und Nasa hier irgendwelche Fehler eingestehen würden, ist schon deswegen Unsinn, weil es diese Fehler so nicht gegeben haben kann. Das ist eher Wunschdenken, hier die öffentliche Hand in eine Mitverantwortung zu drängen.
Und vielleicht, vielleicht noch die Erkenntnis, dass man mit den heutigen Regelungen zu Personalübergang und Tariftreue andere Vorgaben machen und die auch anders prüfen könnte als damals bei Vergabe. Aber - damals gab es diese Regelungen noch nicht, und egal ob die Nasa gewollt hätte oder nicht, ohne gesetzliche Regelungen KONNTE sie damals also keine solchen Vorgaben machen.

An die Aluhutträger: Woher kommen derzeit eigentlich die ganzen Chemtrails, wo doch so gut wie keine Flugzeuge mehr unterwegs sind?

Re: Absolut nachvollziehbar

geschrieben von: Endbahnhof

Datum: 04.05.21 11:45

Abellio hat in Sachsen-Anhalt beide Lose des Dieselnetzes erhalten. Ich vermute es geht um die Strecken in Los A:

[wettbewerb.spnv-deutschland.de]

Im Link auf 2018 klicken und dann runterscrollen. Dort sind die Strecken ersichtlich.

Neid auf Belgien?

geschrieben von: Torsten83

Datum: 04.05.21 12:09

Hallo.

Ronetisumen schrieb:
Da schaue ich neidisch auf unsere Nachbarländer wie Belgien

Ernsthaft? Neidisch auf Belgien? Bist Du in den letzten Jahren mal in Belgien gewesen und/oder mit der Bahn/dem ÖPNV auch tatsächlich mitgefahren? Wie kann man auf dieses runtergewirtschaftete System ansatzweise neidisch sein?
Züge sind in der Regel eher beschmiert und verdreckt. Der Zustand im Inneren ist auch allenfalls für Fans des Zerfalls noch eine Offenbarung.
Neben wirklichen Top-Stationen, wie Antwerpen, sind Bahnhöfe oftmals aber auch gammelig, veraltet und schlicht runter gekommen, die Bahnsteige teils eine Katastrophe (Zustand: miese Beleuchtung, defekte Rolltreppen, sonstige Stolperfallen) und das gilt ja auch für Bahnhöfe/Stationen in größeren Städten (wie Charleroi).

Wenn Belgien für mich etwas ist, dann ein Beispiel wie man es nicht machen sollte. Die Niederlande mit ihrer "Privatisierung light" geben da ein deutlich besseres Bild ab (für mich aus Nutzer-Sicht).

LG
Torsten

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: ThomasR

Datum: 04.05.21 12:30

Wenn das Angebot nicht auskömmlich ist, hätte auch ein Mitbewerber Einwendungen erheben können. Ich habe mal eine Ausschreibung gesehen, da wurde Arbeitsleistung im Sicherheitsbereich für 11,50€ die Stunde angeboten. Das war vor dem Mindestlohn und in Baden-Württemberg. Der wurde ausgeschlossen.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Desiro HC

Datum: 04.05.21 12:54

Ich finde Abellio sollte von einem weiteren Betrieb auf beiden Netzen ausgeschlossen werden. Ich hoffe, dass sich DB Regio bemühen wird wenigstens eins der Netze zu gewinnen. Wenn man bedenkt wie wenig Linien aktuell die DB Regio hier in Mitteldeutschland befährt. Ausgenommen S-Bahn Mitteldeutschland.

Ich finde Abellio sollte einen Denkzettel bekommen und eine saftige Vertragsstrafe erhalten, für die aktuellen Leistungen. Wenn man bedenkt das die RE10 zb fast täglich zu spät und verspätetet ist.

Die Aufgabenträger sollten ihre Vergabepraxis überdenken und nicht immer auf den billigsten Anbieter setzen, daraus muss man jetzt gelernt haben.

Vielleicht holt sich ja Transdev sein altes Dieselnetz zurück:-).

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: ejfix

Datum: 04.05.21 14:01

Desiro HC schrieb:
Ich hoffe, dass sich DB Regio bemühen wird wenigstens eins der Netze zu gewinnen.

Die AG hat ja nicht umsonst "Start" gegründet.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 14:01.

Re: Neid auf Belgien?

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 14:11

Torsten83 schrieb:
Ernsthaft? Neidisch auf Belgien?

Neben wirklichen Top-Stationen, wie Antwerpen, sind Bahnhöfe oftmals aber auch gammelig, veraltet und schlicht runter gekommen, die Bahnsteige teils eine Katastrophe (Zustand: miese Beleuchtung, defekte Rolltreppen, sonstige Stolperfallen) und das gilt ja auch für Bahnhöfe/Stationen in größeren Städten (wie Charleroi).
Ich kann das auch für Ostbelgien (konkret: Köln) bestätigen.

Re: Neid auf Belgien?

geschrieben von: Ronetisumen

Datum: 04.05.21 14:20

Ich wüsste nicht, warum das EVU für den Unterhalt der Bahnhöfe aufkommen sollte.
Oder unterhält Abellio, Agilis oder die ODEG in Deutschland mit Übernahme der Verkehrsverträge den die Bahnhöfe gleich mit?

Was ich z.B an Österreich und Belgien gut finde, dass die Staatsunternehmen den ganzen ÖPNV bedienen und das auch ziemlich erfolgreich.
Und das ohne diesen ganzen Ausschreibungsquatsch.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Meier Zwo

Datum: 04.05.21 15:08

Desiro HC schrieb:
Vielleicht holt sich ja Transdev sein altes Dieselnetz zurück:-).
Womit dann sicherlich alles besser würde ... (?)

Du bist sicherlich in den letzten Jahren täglich mit Transdev unterwegs gewesen und hast die im Vergleich zu Abellio hervorragenden Leistungen erlebt?

* Beitrag könnte Dosen von Ironie enthalten *
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Mit freundlichen Grüssen
SwissExpress

Meine hier wiedergegebenen Äusserungen sind einzig und allein meine private Meinung.

Teilweise sind meine Beträge bewusst provokant und/ oder zynisch verfasst.

Nord- und Südnetz

geschrieben von: MD 612

Datum: 04.05.21 17:33

Endbahnhof schrieb:
Abellio hat in Sachsen-Anhalt beide Lose des Dieselnetzes erhalten. Ich vermute es geht um die Strecken in Los A
Nein, in der regionalen Presse schreibt man beim Thema Abellio (das geistert ja schon einige Monate immer durch die Gazetten) vom "Nordnetz", wenn man das Dieselnetz Sa.-Anhalt meint, und vom "Südnetz", wenn es um das E-Netz Saale-Thüringen-Südharz (STS) geht. Auch wenn das Dieselnetz in zwei Losen ausgeschrieben war, man hat nur einen Verkehrsvertrag für beide Lose vereinbart. Und genau um diesen einen Vertrag geht es im verlinkten Zeitungsartikel und in Summe bei der Diskussion um die wahrscheinliche Vertragsauflösung. Das Dieselnetz will Abellio offensichtlich los werden, das E-Netz aber weiterfahren.

Gruß Peter

Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein (1879–1955)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 17:36.

Richtig, es geht um das gesamte Dieselnetz

geschrieben von: Lalu

Datum: 04.05.21 17:53

Hallo,

laut Angaben von Abellio wird mit dem Dieselnetz auch der höchste Verlust eingefahren. Dort häufen sich die Probleme. U.a. sind auch die LINT41 ein „Steinchen“ des ganzen Problems. Hier spielte wohl der Instandhaltungsstau beim externen Dienstleister in Halberstadt eine Rolle, sowie bei vielen Fahrzeugen Probleme mit der Bordelektronik und deren notwendigen Überführung (da Garantie) nach Salzgitter verbunden mit längeren Ausfällen.

Grüße,
Lalu

Re: Neid auf Belgien?

geschrieben von: truestepper

Datum: 04.05.21 20:55

Ronetisumen schrieb:
Ich wüsste nicht, warum das EVU für den Unterhalt der Bahnhöfe aufkommen sollte.
Oder unterhält Abellio, Agilis oder die ODEG in Deutschland mit Übernahme der Verkehrsverträge den die Bahnhöfe gleich mit?

Was ich z.B an Österreich und Belgien gut finde, dass die Staatsunternehmen den ganzen ÖPNV bedienen und das auch ziemlich erfolgreich.
Und das ohne diesen ganzen Ausschreibungsquatsch.
In Österreich werden SPNV-Leistungen ausgeschrieben. Das wirst Du in den kommenden Wochen erleben. Wetten, dass?

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: djvanny

Datum: 04.05.21 21:00

Abellio zieht sich wohl wie angekündigt aus Deutschland komplett zurück. Was schade ist anbetracht dessen, wie innovativ einst die ursprüngliche Gesellschaft aus Essen mal war.

Desiro HC schrieb:
Ich finde Abellio sollte von einem weiteren Betrieb auf beiden Netzen ausgeschlossen werden. Ich hoffe, dass sich DB Regio bemühen wird wenigstens eins der Netze zu gewinnen. Wenn man bedenkt wie wenig Linien aktuell die DB Regio hier in Mitteldeutschland befährt. Ausgenommen S-Bahn Mitteldeutschland.

Ich finde Abellio sollte einen Denkzettel bekommen und eine saftige Vertragsstrafe erhalten, für die aktuellen Leistungen. Wenn man bedenkt das die RE10 zb fast täglich zu spät und verspätetet ist.

Die Aufgabenträger sollten ihre Vergabepraxis überdenken und nicht immer auf den billigsten Anbieter setzen, daraus muss man jetzt gelernt haben.

Vielleicht holt sich ja Transdev sein altes Dieselnetz zurück:-).

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: DES68

Datum: 04.05.21 22:51

Rein aus Fahrgastsicht:

Heute im RE10 von Magdeburg nach Sangerhausen. Freundliches Personal, auf die Minute pünktlich, sauberes Fahrzeug (648). Im WC Wasser, Seife und Handtücher. Machte für ein Eisenbahnfahrzeug und seine Nutzer*innen insgesamt einen sauberen Eindruck. Mülleimer am Platz in Magdeburg geleert.

Top!

Wie gesagt: aus Fahrgastsicht. Und, da nicht in Sachsen-Anhalt wohnend, kein regelmäßiger Nutzer.

Beste Grüße
Michael

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: De David

Datum: 04.05.21 23:05

Es wurde doch überprüft, mit dem Ergebnis daß es wohl gerade so funktionieren kann.

HEX

geschrieben von: Desiro HC

Datum: 05.05.21 06:24

Meier Zwo schrieb:
Desiro HC schrieb:
Vielleicht holt sich ja Transdev sein altes Dieselnetz zurück:-).
Womit dann sicherlich alles besser würde ... (?)

Du bist sicherlich in den letzten Jahren täglich mit Transdev unterwegs gewesen und hast die im Vergleich zu Abellio hervorragenden Leistungen erlebt?

* Beitrag könnte Dosen von Ironie enthalten *
Ich kenne die Strecke nur unter Abellio. Transdev fuhr dort Jahre lang. Ob jetzt Abellio besser oder schlechter ist, läst sich streiten.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Desiro HC

Datum: 05.05.21 06:29

djvanny schrieb:
Abellio zieht sich wohl wie angekündigt aus Deutschland komplett zurück. Was schade ist anbetracht dessen, wie innovativ einst die ursprüngliche Gesellschaft aus Essen mal war.


Korrekt. Ich kenne Abellio von der S7, RE16 und RB40. Zum Schluss auch von der RE19 und RB35. Ich war bisher mit Abellio zufrieden was die Fahrzeuge, Personal und Zuverlässigkeit der Züge angeht. Selbst hier in Mitteldeutschland wo ich mit der RE8, RE9 gefahren bin war es das gleiche Bild. Saubere Züge, freundliches Personal.

Ich denke das Unternehmen ist zu schnell gewachsen. Wenn mam bedenkt welche Netze hier in Mitteldeutschland Abellio betreibt. Nicht zu vergessen auch das große Netz in Baden-Württemberg

Re: HEX

geschrieben von: matzehbs

Datum: 05.05.21 07:18

Desiro HC schrieb:
Meier Zwo schrieb:
Desiro HC schrieb:
Vielleicht holt sich ja Transdev sein altes Dieselnetz zurück:-).
Womit dann sicherlich alles besser würde ... (?)

Du bist sicherlich in den letzten Jahren täglich mit Transdev unterwegs gewesen und hast die im Vergleich zu Abellio hervorragenden Leistungen erlebt?

* Beitrag könnte Dosen von Ironie enthalten *
Ich kenne die Strecke nur unter Abellio. Transdev fuhr dort Jahre lang. Ob jetzt Abellio besser oder schlechter ist, läst sich streiten.
Aus Fahrgastsicht: Abellio macht dort einen guten Job. Die Lint 41 sind relativ komfortabel, sauber und modern in der Innenausstattung und das Personal an der Basis ist freundlich. Problematisch finde ich eher das Fahrplankonzept und die Probleme verursacht durch die "DB Rückbau AG". Insofern war es schon nicht so gut, dass dieser Zustand bis 2032 festgeschrieben war.

Re: HEX

geschrieben von: tobiasw

Datum: 05.05.21 08:04

matzehbs schrieb:
Desiro HC schrieb:
Meier Zwo schrieb:
Desiro HC schrieb:
Vielleicht holt sich ja Transdev sein altes Dieselnetz zurück:-).
Womit dann sicherlich alles besser würde ... (?)

Du bist sicherlich in den letzten Jahren täglich mit Transdev unterwegs gewesen und hast die im Vergleich zu Abellio hervorragenden Leistungen erlebt?

* Beitrag könnte Dosen von Ironie enthalten *
Ich kenne die Strecke nur unter Abellio. Transdev fuhr dort Jahre lang. Ob jetzt Abellio besser oder schlechter ist, läst sich streiten.
Aus Fahrgastsicht: Abellio macht dort einen guten Job. Die Lint 41 sind relativ komfortabel, sauber und modern in der Innenausstattung und das Personal an der Basis ist freundlich. Problematisch finde ich eher das Fahrplankonzept und die Probleme verursacht durch die "DB Rückbau AG". Insofern war es schon nicht so gut, dass dieser Zustand bis 2032 festgeschrieben war.
Ich rechne nicht damit, dass sich an den genannten problematischen Punkten durch die kommende Ausschreibung etwas ändern wird. Im Gegenteil: In Zukunft wird die NASA für den Status quo mehr bezahlen müssen. Wir müssen bald wohl eher über Kürzungen und Abbestellungen diskutieren.
djvanny schrieb:
Abellio zieht sich wohl wie angekündigt aus Deutschland komplett zurück.
Das machst du wo dran genau fest?

Grüße

-chriz

--
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Re: HEX

geschrieben von: ejfix

Datum: 05.05.21 14:59

matzehbs schrieb:
Abellio macht dort einen guten Job.
Soso, Mathias-aus-Halberstadt, und wie isses nun wirklich? Ich erinnere mich an Ausdrücke wie "Labello" und "Tulpenknicker"? (Ich erinnere mich noch an ganz andere Sachen, die vielleicht nicht wiederholt, aber auch nicht vergessen werden sollten. Wer als Niederländer in der Gegend gelebt hat, entwickelt halt eine gewisse Sensibilität 😃).

Aber lassen wir das vielleicht lieber. Abellio hat die einzig richtige Entscheidung getroffen und in Sachsen Anhalt startet demnächst ein Anbieter, der mehr ins örtliche Profil paßt.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 16:14.

Re: HEX

geschrieben von: Tafelmoor

Datum: 05.05.21 17:05

ejfix schrieb:

Aber lassen wir das vielleicht lieber. Abellio hat die einzig richtige Entscheidung getroffen und in Sachsen Anhalt startet demnächst ein Anbieter, der mehr ins örtliche Profil paßt.
Richtig erkannt, leider dauert es noch bis 2024 eh die Tulpenknicker weg sind.

Einen Regionalverwurzelten Anbieter hatten wir dort übrigens schon mal, er hieß: HarzElbeExpress und hat einen guten Job gemacht!

Der "HEX" war nicht nur die erste Privatbahn im SPNV in Sachsen-Anhalt, sondern hat sich schnell zu einem beliebten Namen in der Region etabliert, jetzt haben wir einen 0815 No-Name Dienstleister.

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 18:12.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 05.05.21 17:23

Ich bin mal gespannt, ob das nur auf Abellio S-A zutrifft oder auch auf die anderen Ländergesellschaften von Abellio.

Viele Grüße aus EMRS
Moritz

Regionale Verwurzelung

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.05.21 20:16

Tafelmoor schrieb:
Einen Regionalverwurzelten Anbieter hatten wir dort übrigens schon mal, er hieß: HarzElbeExpress und hat einen guten Job gemacht!
Bei aller Toleranz für Deine übrigen Bemerkungen zum HEX, aber wo war denn Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt oder am Ende Transdev Sa.-Anhalt besser regional verwurzelt als Abellio Mitteldeutschland?? Das eine war ein Ableger eines französischen Mischkonzerns, das andere ist ein ebensolche Ableger eines niederländischen Konzerns. Regional verwurzelt waren beide ebensowenig wie der Vorbetreiber aus dem DB Konzern.

Gruß Peter

Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein (1879–1955)

Re: Regionale Verwurzelung

geschrieben von: ejfix

Datum: 05.05.21 20:32

Hallo Peter,

im Grunde ist 'regionale Verwurzelung', was auch immer das sei, hier nicht das Thema. Der Teilsatz, der Tafelmoor so wunderbar anbeißen ließ, lautete: "[...] und in Sachsen Anhalt startet demnächst ein Anbieter, der mehr ins örtliche Profil paßt.". Hoffentlich sind wir uns alle darüber einig, daß das nicht "ein EVU aus Sachsen Anhalt" bedeutet, sondern daß "ein EVU, das besser zu Sachsen Anhalt passen mag", demnächst an den Start gehen wird. Trotzdem bin ich froh wegen der, ähm, thematischen Vertiefung, die seine Antwort gebracht hat. Sei also bitte nicht zu hart in Deinem Urteil.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 20:38.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: bollisee

Datum: 06.05.21 01:20

Gumminase schrieb:
Ein wenig sieht das Entgegenkommen des Landes mit der vorzeitigen Vertragsbeendigung auch nach einem möglichen Eingeständnis eigener Fehler im Vergabeverfahren aus.

Es wäre Hausaufgabe des Landes/der Nasa gewesen, die Angebote auch auf Plausibilität zu prüfen. So ganz scheint das nicht passiert zu sein. Es geht hier ja nicht um Kleingeld.
Wenn das Land die Kalkulation für das Unternehmen machen muss, dann braucht man keine Privatisierung des Bahnbetriebs. Dann könnte das Land mit einem eigenen Unternehmen bessere Dienste leisten. Man bräuchte keine Ausschreibungen mehr machen, keine Gerichtsprozesse darum mehr auszufechten... etc.

Aber dazu hat man Verträge, die ja auch bindend sein müssen. Sonst wird das Unterbieten der Mitbewerber und später Nachfordungen stellen zur Masche. Das wurde Abellio offensichtlich zu recht vorgeworfen, wie man jetzt sieht. Abellio hätte ja auch realistisch kalkulieren können, haben sie aber wohl aus wettbewerbsgründen nicht gemacht. Beim Pokern verzockt...

Außerdem bezweifle ich, dass das Entgegenkommen des Landes ein solches ist. Eher wollte man das Unternehmen loswerden. Ähnliches ist in meinem Landkreis bereits drei Mal mit zwei Unternehmen passiert. Da war nur die offizielle Sprachregelung, dass das Unternehmen den Vertrag vorzeitig beenden wolle... De facto war der Ärger schon groß und eigentlich auf Betreiben des Bestellers zog das jeweilige Unternehmen zurück. Eine Ausschreibung wurde hier bereits kürzlich diskutiert. Ob in Sachsen-Anhalt eine ebenso große Diskrepanz von Tatsachen und offizieller Verlautbarung existiert, das entzieht sich meiner Kenntnis.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Gumminase

Datum: 06.05.21 08:31

Bollisee schrieb:Gumminase schrieb:
Gumminase schrieb:
Ein wenig sieht das Entgegenkommen des Landes mit der vorzeitigen Vertragsbeendigung auch nach einem möglichen Eingeständnis eigener Fehler im Vergabeverfahren aus.

Es wäre Hausaufgabe des Landes/der Nasa gewesen, die Angebote auch auf Plausibilität zu prüfen. So ganz scheint das nicht passiert zu sein. Es geht hier ja nicht um Kleingeld.
Wenn das Land die Kalkulation für das Unternehmen machen muss, dann braucht man keine Privatisierung des Bahnbetriebs. Dann könnte das Land mit einem eigenen Unternehmen bessere Dienste leisten. Man bräuchte keine Ausschreibungen mehr machen, keine Gerichtsprozesse darum mehr auszufechten... etc.
Im Prinzip ist das für den SPNV so richtig. Warum die Politik das nicht realisiert ist mir ein Rätsel. Fahrzeugpools haben manche Länder ja schon, und einige haben sogar eine Länderbahn.

Konsequent gehört zu solch einem Modell dann auch die Regionalisierung der Infrastruktur, also die Einrichtung von Landesinfrastrukturgesellschaften. Das würde sehr vieles vereinfachen. Aber es soll wohl noch nicht so sein.

Re: Sachsen-Anhalt: Abellio zieht sich zurück

geschrieben von: Pio

Datum: 06.05.21 09:51

Noch mehr Schnittstellen bei der Infrastruktur würden alles vereinfachen???
Da müßten Heerscharen eingestellt werden, welche sich mit der Infrastruktur, ihren Regelungen, Prozessen und anderen Schnittstellen zu anderen EVU/EIU beschäftigen. Das ist ganz genau das, was die große Keksfabrik so krank macht. Man beschäftigt sich hauptsächlich mit den vielen Keksmanufakturen, ihrer Organisation, ihren gegenseitigen Verteilungs-/Organisations-Abstimmungsprozessen ect. pp. ? Das wirklich wichtige fällt aus der Zeit oder hinten runter. Könnte nicht jedes Land, der Einfachheit halber, auch wieder seine eigene Vorschriften, Signalsysteme und ähnliches dem entsprechenden Lokalkolorit anpassen??? Was führte vor etwa hundert Jahren zur Auflösung der Länderbahnen??? Der ökonomische Druck und die damit erforderliche Standardisierung (Enheitsbauarten). Heute ist der Weg zurück zu länderspezifischender Kleinserien und Aufteilungen ökonomischere???

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Regionalisierung von Eisenbahninfrastruktur

geschrieben von: Gumminase

Datum: 06.05.21 11:23

Pio schrieb:
Noch mehr Schnittstellen bei der Infrastruktur würden alles vereinfachen???
Da müßten Heerscharen eingestellt werden, welche sich mit der Infrastruktur, ihren Regelungen, Prozessen und anderen Schnittstellen zu anderen EVU/EIU beschäftigen...
Du siehst Probleme, ich sehe Synergien.

Wenn man will, kann man es gut machen. Regionale Infrastruktur, EVU und Angebotsplanung in Aufgabenträgerhand, natürlich mit geregelten und definerten Schnittstellen, bietet grundsätzlich die Chance, kurz- und langfristig SPNV-Angebote auf die Schiene zu bringen und die Kosten dafür besser zu kalkulieren, als das heute der Fall ist.
Ich bezweifele auch, dass dafür in der Summe mehr Menschen für die Verwaltung zuständig sind, als heute in den einzelnen der Bereiche zusammen. Im Gegenteil: Wenn diese unter einem Dach zusammen arbeiten, ist sicher mehr möglich, als wenn jeder in seinem eigenen Haus zuerst auf seine Firma schaut. Es darf nur keine AG sein.

Zu alten Länderbahnen möchte niemand zurück.

Beitrag ausgeholzt. Und zwar mächtig.

geschrieben von: Heiko Focken

Datum: 06.05.21 23:05

Hallo,

die Ausgangssperre macht sich bemerkbar. Zu späten Stunden wird viel Blödsinn geschrieben. Nicht nur (das sei ausdrücklich betont!), aber erkennbar viel.
Ich habe den Thread geleichtert um
- die übliche Gewerkschaftsdiskussion
- wilde und haltlose Spekulatius zu verschiedenen Themen mit ebenso wilden Diskussionen danach
- die schätzungsweise 73. wir-wollen-unsere-gute-alte-Bundesbahn-wiederhaben (die im Sachsen-Anhalt übrigens nie fuhr)
- verschiedene Zwiegespräche
Zum Schutze der moderativen Nachtruhe schließe ich den Thread jetzt. Das wichtigste wurde ohnehin gesagt, das unwichtige auch, und wenn es wirklich etwas neues gibt, dann gibt es einen neuen Thread.

Gute N8

Heiko

Jetzt erhältlich und manchmal sogar von der Steuer absetzbar (im Abo auch, ohne das Haus verlassen zu müssen): 218- und Skandinavien-Umläufe! / Ein Quietschie-Plan (Hurra!) / Der nächste Schritt zur Digitalen S-Bahn / Neue 218-Leistung nach Westerland? / Das alles (und noch viel mehr) gibt es in der DREHSCHEIBE 311. Viel mehr wert als sie kostet!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 23:12.