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MOZ vom 26.4.2021


Die „Initiative Wriezener Bahn“ gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag – und die soll noch in diesem Jahr 2021 vorliegen.


"Von Wriezen bis Werneuchen haben wir nun alle an Bord" sagt Steffen Blink. Seinem Verein "Initiative Wriezener Bahn" sind nun sukzessive fünf Kommunen beigetreten, um sich gemeinsam für die Reaktivierung der Wriezener Bahn stark zu machen. ...

>>> Zeitungsartikel
Achtung Bezahlschranke!


Gruß, Marko
Es ist natürlich immer schwierig die Verlinkung zu einem Artikel in den Raum zu werfen, der hinter einer Bezahlschranke ist. Was soll dann hier im Forum sinnvoll diskutiert werden?

Worum geht es hier? Im Jahr 1998 (genau zum 100-Jährigen Streckenjubiläum) wurde der Abschnitt Tiefensee - Wriezen stillgelegt. Ein Hauptaktie daran hat für mich nach wie vor der damalige Brandenburger Verkehrsminister Meyer (aus Wriezen!). Im Zuge das Ausbaus der B 167 war für die Überführung über die Wriezener Bahn eine Brücke notwendig. Diese wurde zu Gunsten irgendwelcher anderer Sachen geopfert und damit war der Streckenabschnitt weg. Sicher spielte da auch rein, dass die Strecke mit ihren 50 km/h und den zahlreichen Überwegen auch nicht das gelbe vom Ei war. Die Verkehrsströme nach Berlin hatten sich verschoben. Viele fuhren/fahren mit dem Auto nach Strausberg Nord und von dort weiter. Als Ersatz wurde für Wriezen eine direkte Bahnanbindung nach Berlin mittels Durchbindung der RB 60 nach Lichtenberg über Eberswalde geschaffen (inzwischen auch schon Geschichte). Von Werneuchen bis Tiefensee gab es weiter den Stundentakt, der dann aber nach und nach auch reduziert wurde und 2006 war dann auch auf dem Abschnitt ganz Schluss.

Auf dem Streckenbereich hinter Tiefensee gibt es u.a. Draisinenfahrten. Der Abschnitt Werneuchen - Tiefensee gehört inzwischen der KGT Gleis- und Tiefbau GmbH. Diese will Tiefensee nutzen zum Abstellen von Fahrzeugen. Die Strecke ist freigeschnitten und am 15.01.2021 bewegte sich erstmals wieder ein Zug in diesem Abschnitt.

Jetzt wollen die Anliegerkommunen/Ämter die gesamte Wriezener Bahn wieder beleben. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie soll 72.000 Euro kosten und soll jetzt angeschoben werden.

Ein Wiederaufnahme des Betriebes brächte auf jeden Fall erhebliche Investitionen mit sich. Die 50 km/h müssten auf 80 km/h ertüchtigt werden. Dazu kommt eine völlig neuzubauende LST-Technik, der notwendige Lückenschluss kurz vor Wriezen sowie die Einbindung in den Bahnhof Wriezen. Das ist ein kühnes Vorhaben und man muss da schon sehen, ob dafür das nötige Reisendenpotential auch da ist. Ich bin da echt gespannt auf die Studie und auch darauf, wie dort eventuelle Ausbaukosten beleuchtet werden.

Da bleibt mir nur, den Akteuren viel Kraft und Erfolg zu wünschen.
Jede Bahn hat es heute (seit über 25 Jahren) schwer neben einer Straße zu bestehen. Das Problem geht idR 150 Jahre zurück - der Bahnhof ist am Stadtrand oder zwischen 2 Orten. Wer läuft heute noch?
Aber allein am starken Zugang der Reisenden in Werneuchen und Blumberg nach Berlin ist das schon widerlegt! Es geht.
Aber wer wohnt in Tiefensee?
Über Wriezen brauchen wir nicht reden. Das ist die neue Straße mehr als nur im Weg.
Wie geschrieben, sind all die Verkehrswechsel durch den VBB nicht förderlich. Wer von Bad Freienwalde nach Berlin will... fährt Auto auf der 158 (und muss nur durch das Nadelöhr Ahrensfelde) und gondelt erst mal nicht nach Eberswalde, dann mit der RB nach Ostkreuz, dann S-Bahn.
Hier ist der Zug abgefahren...
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde hier im Forum schon mal über eine mögliche Streckenreaktivierung diskutiert:

Wriezen - Werneuchen