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Hallo,

die Koalitionsverhandlungen der grün-schwarzen Landesregierung schwenken auf die Zielgerade ein. Die dabei für unsere Szene relevante Aussage ist, dass es weiterhin zwei Winfriede in der Landesregierung gibt, denn neben Winfried Kretschmann als Ministerpräsident bleibt auch Winfried Hermann auf seinem Posten als Landesverkehrsminister. Nach einem gewissen Schwergang in den ersten Jahren nach 2011 beginnen nun nach und nach die damals gesetzten Keime auch im Bahnverkehr erkennbar auszutreiben. Stichwort massive Angebotsausweitungen, Stichwort neue Züge (oder neue alte, wo sie gebraucht werden), das ergänzende Regiobuslinien-Konzept zur Schienenergänzung, das sukzessive Ausrollen der landeseinheitlichen Bedienungsstandards mit mindestens einem stündlichen Angebot von früh bis ganz spät oder aktuell die Reaktivierungs-Offensive, kostenfreie Fahrradmitnahme im ganzen Land (außer Mo-Fr vor 9 Uhr), ein Fahrzeugpool für Sonderverkehre, mehr Zugbegleiter auf den Zügen u.v.m.. Das geerbte Projekt Stuttgart 21 musste Winfried Hermann fortführen, versuchte aber Verbesserungen im Sinne der Fahrgäste zu erreichen. Dazu passt auch die folgende Meldung:

Einen ersten Erfolg gab es bereits im Vorfeld des Verhandlungs-Abschlusses: die seit Jahren von Verkehrsminister und echten Verkehrsexperten propagierte Idee, zusätzlich zum nur achtgleisigen neuen Stuttgarter Tunnelbahnhof eine Ergänzungsstation zu errichten, ist auf einmal wieder salonfähig. Diese Idee wurde vor allem von Seiten der CDU und dem grünen Stuttgarter Baubürgermeister vehement bekämpft, weil es Einflüsse auf ihre ambitionierten Immobilien-Planungen gehabt hätte. Allerdings können so drohende Kapazitätsengpässe aufgefangen, die Gäubahn im besten Falle unterbrechungsfrei nach Stuttgart geführt und damit gleichzeitig ein S-Bahn-Bypass bei Störungen in der Tunnelstrecke (so wie gerade heute früh!) beibehalten werden. Nicht zuletzt vor dem jüngsten Klimaschutz-Urteil spricht sich neben den Grünen auch die CDU für konkrete Fortplanungen dieses Ergänzungsbahnhofes aus.

Viele Grüße und

bleibt bei der Diskussion im Lichtraumprofil der Eisenbahn! Oder engagiert euch selbst in einer Partei/Bürgerinitiative, auch wenn das aufwändiger ist als Polit-Bashing. Jeder darf das!

Heiko

Edit: zuvielen Buchstaben aus dem Betreff gelöscht

Urlaub nur im eigenen Bundesland?
Viele Grüße nach Bremen! Und die Hamburger fahren alle auf ihre Insel Neuwerk.




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 21:45.
Der Zeuge Desiros schrieb:
... zusätzlich zum nur achtgleisigen neuen Stuttgarter Tunnelbahnhof eine Ergänzungsstation zu errichten,
Ergänzungsbahnhof ? - Heißt das, daß ein Teil des bestehenden Hauptbahnhofs weiterhin bestehen wird?
Guten Mittag,

Es besteht anscheinend Einigkeit zwischen den ehemaligen und wohl auch künftigen Koalitionspartnern (Bündnis90/die Grünen und CDU) in Baden-Württemberg, dass mit den anderen Projektpartnern auf eine Lösung hingearbeitet werden soll, die zum Ziel hat, einen Teil des heute bestehenden Kopfbahnhofs sowie die Zulaufstrecken zu erhalten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 14:34.

S21-Ergänzungsbahnhof: Plan postitiv, aber ...

geschrieben von: 1208

Datum: 03.05.21 14:48

Hallo,

es ist beachtenswert dass der Ergänzungsbahnhof jetzt zumindest die Chance einer ernsthaften Prüfung bekommt. Beide Koalitionsparter sprechen sich "für konkrete Fortplanungen dieses Ergänzungsbahnhofes aus".

Jetzt das Aber:

Der Koaltitionsvertrag soll nach den bisher bekannten Pressemeldungen unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen. Vergleiche hierzu u.a.
Zitat
Deshalb steht der Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode auch unter Finanzierungsvorbehalt. Grüne und CDU haben sich darauf verständigt, in ihrem Koalitionsvertrag den Finanzbedarf für ihre neuen Projekte offen zu lassen. Es soll aber dabei bleiben, dass die schon in der Sondierung vereinbarten Projekte wie etwa im Klimaschutz und bei der Inneren Sicherheit Vorrang haben.
Quelle: [www.swr.de]

Zitat
Doch im Koalitionsvertrag soll so gut wie jedes Projekt, das Kosten nach sich zieht, mit einem Haushaltsvorbehalt belegt werden. Diese Vorhaben sollen dann realisiert werden, wenn die Steuereinnahmen nach Ende der Pandemie wieder steigen. Nach den jüngsten Prognosen fehlen in den nächsten drei Jahren jeweils etwa vier Milliarden Euro
Quelle: [www.zeit.de]

Noch muss man also darauf hoffen, dass am Ende der Ergänzugsbahnhof nicht nur das Prädikat "verkehrlich sinnvoll" bekommt, wovon ich ausgehe. Darüber hinaus müssen auch die erforderlichen Millionen oder Milliarden für eine tatsächliche Umsetzung erst noch gefunden werden. Sonst könnte ein verkehrlich sinnvolles Projekt am Ende an fehlenden Finanzmitteln scheitern.

VG Uli
Bisher war vieles ja sehr stark auf die Region Stuttgart und lokale Verkehrsbedürfnisse gemünzt. Das ist ja nicht schlecht, Stuttgart wächst schnell und wenn ich an das Geld der Gemeinden will, müssen die auch was davon haben.

Was mir etwas fehlt sind weitere überregionale Verbindungen zwischen den Ballungsräumen wie zum Beispiel von Würzburg in den Rhein-Neckar-Raum, von Freiburg über den Schwarzwald nach Ulm, Ravensburg, den Bodensee oder nach Tübingen. Oder wenigstens etwas, dass weniger lahm und komfortabler ist als die S-Bahn. Bei den von der Bahn gebotenen Fahrzeiten und den teilweise mehrmaligen Umstiegen holt man da kaum jemanden ab. Ulm-Würzburg sieht es ähnlich aus. Entlang von Bodensee und Hochrhein muss man mal schauen wie es wird. Andere Regionen wachsen aber auch. Heidelberg und Umland, vom Bodensee wird ja oft und laut gejammert.

Das man am Komfort der bwegt-Züge oberhalb der RB, besonders in der ersten Klasse, noch schrauben sollte dürfte auch unbestritten sein. Persönlich würde ich mir eine Reservierungsmöglichkeit im langlaufende RE für Menschen und Fahrräder wünschen.

Beim Tarif fehlt mir eigentlich nur eine Jahresnetzkarte und wegen mir auch eine BahnCard-BW. Die kann dann gerne auch exklusiv in die Monatsstreckenkarte der Verbünde inkludiert sein.

Ich persönlich befürchte aber, dass es erstmal darum geht den Status zu erhalten und laufenden Projekte zu beenden. Aktuell ist das ja auch schon eine Leistung die gewürdigt werden kann. Ich Stütze much da etwas darsuf wenn ich denke, wie schnell das Thema "Ausbau des ÖPNV" bei den Koalitionsgesprächen in der Priorität nach hinten gerückt ist.

Bis zum Ende der Amtszeit war er dann 15 Jahre im Amt. Er rückt damit in die Liga von Seebohm, Kramer und Arndt. Oder gibt's noch einen Landesverkehrsminister der es länger ausgehalten hat? In Bayern oder im ehemals roten NRW könnte ich mir das vorstellen.
Aber warum dann in diesem Forum? So trägt man die Kleinkriege aus dem 'Giftschrank' S21-Forum hier wieder hin. Ein Verweis auf die Diskussion hätte es doch auch getan.
Der Zeuge Desiros schrieb:

bleibt bei der Diskussion im Lichtraumprofil der Eisenbahn! Oder engagiert euch selbst in einer Partei/Bürgerinitiative, auch wenn das aufwändiger ist als Polit-Bashing. Jeder darf das!

Heiko

Tja Heiko,

je nach Coleur der jeweiligen Partei ist das leider schwerer als du vermittelst.
Denn ohne "Verbindungen" bist du in einer Partei erstmal nur Zahler, egal welcher Richtung.

Und BI haben oftmals sehr eigenartige Vorstellungen von ihrer "Macht".


Was den Ergänzungsbahnhof betrifft, man gibt also zu daß S21 zu klein geplant ist?
Nicht schlecht, mal sehen was draus wird.

Gruß

-OR

Vertrag?

geschrieben von: ChristophHH

Datum: 03.05.21 15:39

Moin moin,

ist der Vertrag noch unter Verschluss? Keine der beiden Parteien hat ihn bislang veröffentlicht. Ohne den kann ja auch nicht diskutiert werden :-)

Re: Vertrag?

geschrieben von: Gumminase

Datum: 03.05.21 15:43

ChristophHH schrieb:
ist der Vertrag noch unter Verschluss? Keine der beiden Parteien hat ihn bislang veröffentlicht. Ohne den kann ja auch nicht diskutiert werden :-)
Umgekehrt ist richtig: Ohne Diskussion kein Vertrag ;-)

Re: Vertrag?

geschrieben von: 1208

Datum: 03.05.21 15:54

ChristophHH schrieb:
Moin moin,

ist der Vertrag noch unter Verschluss? Keine der beiden Parteien hat ihn bislang veröffentlicht. Ohne den kann ja auch nicht diskutiert werden :-)
Schau in den Lead des verlinkten SWR Artikels, da steht auch wann der Vertrag öffentlich wird ...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 16:00.

Ne, oder?

geschrieben von: Exil-Stuttgarter

Datum: 03.05.21 16:02

Hallo Heiko,

das sind ja tatsächlich mal positive Nachrichten, hätte ich so nicht vermutet.
Allein mir fehlt der Glaube, daß sich bei einer der beiden Parteien doch noch die betreffende Einsicht durchsetzt. Schaun mer mal...
Deinen Hinweis mit der BI nehme ich gerne wieder auf.

Viele Grüße von einem Parkschützer im Exil
Heiko hat schon recht, mit seinem Aufruf zur Mitarbeit im öffentlichen Geschehen. Aber es ist zeitintensiv. Parteien sind etablierte Organisationen, wer neu ist, muss sich hocharbeiten, genauso wie in einer Firma. Bei einer Umweltorganisation habe ich vor vielen Jahren mal tiefer reingeschaut, das war mir aber ein zu geschlossener Insiderkreis. Bei einem - ich nenne es mal Wohnumfeld-Verbesserungsprojekt - in meinem Stadtteil habe ich mich vom Start weg engagiert, nach jetzt 12 Jahren Planungs- und Umsetzungsarbeiten wird mein persönlicheses Lieblingsprojekt in der zweiten Jahreshälfte angegangen: Eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über eine größere Straße zum Nachbarstadtteil. Sowas ist schön, aber das ist nichts für schnell mal eine Meinung raushauen.
Es ist politische Zuarbeit (gewesen) aber keine Parteimitgliedschaft und immer enge Kooperation mit der Stadtverwaltung.

Ein paar Gehwegnasen wurden auch vor einiger Zeit gebaut und was hat es da auch in Präsenzveranstaltungen für einen "Shitstorm" gegeben. Unfllgefahren, "alle bekloppt", Geld rausschmeißen... Ich möchte aber auch erwähnen, dass einer der Haupt-Redeführer später genauso öffentlich gesagt hat, er hätte das falsch eingeschätzt und wäre jetzt doch versöhnt damit.
Solche Dinge muss man alle einkalkulieren und es es ist gut, wenn man sie nicht alleine abbekommt bzw. nur alleine bewältigen muss.

Ich schließe mich dem Rat von Heiko an: Engagiert euch, irgendwo, je nach dem, was im eigenen Ort oder Nachbarort läuft, konzentriert euch auf die für euch wichtigen und bewältigbaren Dinge, verzettelt euch nicht (ich konnte hier im Stadtteil auch nicht überall mitmischen) und bringt jahrelange Ausdauer mit.

Nebenbei: Brief an den eigenen Wahlkreisabgeordneten mit ein paar zustimmenden Worten, sinngemäß "neue Richtung stimmt, unterstütze ich" tut den Leuten gut und ist zumindest eine konkrete Äußerung, ganz niederschwellig ohne weitere Verpflichtungen.

Gruß
Uwe

Re: Ne, oder?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 16:11

Exil-Stuttgarter schrieb:
Hallo Heiko,

das sind ja tatsächlich mal positive Nachrichten, hätte ich so nicht vermutet.
Allein mir fehlt der Glaube, daß sich bei einer der beiden Parteien doch noch die betreffende Einsicht durchsetzt. Schaun mer mal...
Deinen Hinweis mit der BI nehme ich gerne wieder auf.

Viele Grüße von einem Parkschützer im Exil
Das Problem ist, dass die Koalitionspartner der Grünen nie davon ablassen wollten. Erst jetzt die schwer gestutzte CDU lässt unter dem Druck der Tatsachen auf eine Änderung ein. Vor allem wohl, weil die Inbetriebnahme 2025 noch in die Legislaturperiode fällt und so der CDU im Wahlkampf 2026 auf die Füße fallen könnte. Heute regt sich übrigens der ehemalige Projektleiter Leger in der Zeitung darüber auf.
Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
... zusätzlich zum nur achtgleisigen neuen Stuttgarter Tunnelbahnhof eine Ergänzungsstation zu errichten,
Ergänzungsbahnhof ? - Heißt das, daß ein Teil des bestehenden Hauptbahnhofs weiterhin bestehen wird?
So preiswert wie durch seine komplette Erhaltung kriegt man nirgendwo anders Bahnhofskapazität. Vielleicht gibts ja bei der CDU wirklich irgendeinen Wirtschaftsexperten, der das aus- bzw. nachrechnen kann.

Edit: wirklich nur Rechtschreibung



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 17:46.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof: Plan postitiv, aber ...

geschrieben von: kmueller

Datum: 03.05.21 16:32

1208 schrieb:
es ist beachtenswert dass der Ergänzungsbahnhof jetzt zumindest die Chance einer ernsthaften Prüfung bekommt. Beide Koalitionsparter sprechen sich "für konkrete Fortplanungen dieses Ergänzungsbahnhofes aus".

Jetzt das Aber:

Der Koaltitionsvertrag soll nach den bisher bekannten Pressemeldungen unter einem Finanzierungsvorbehalt stehen. Vergleiche hierzu u.a....
Ein Finanzierungsvorbehalt müßte eigentlich das Tiefbahnhofprojekt killen.
kmueller schrieb:
Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
Ergänzungsbahnhof ? - Heißt das, daß ein Teil des bestehenden Hauptbahnhofs weiterhin bestehen wird?

So preiswert wie durch seine komplette Erhaltung kriegt mann nirgendwo anders Bahnhofskapazität. Vielleicht gibts ja bei der CDU wirklich irgendeinen Wirtschaftsexperten, der das aus- bzw. nachrechnen kann.
Die minimalen Kosten sind wohl der Rückkauf eines Teils der Grundstücke von der Stadt und mindestens ein paar Überwerfungen in Feuerbach um den Restkopfbahnhof sinnvoll nutzen zu können.
Also ein paar Tage werden wir noch Geduld haben müssen. Lasst die doch erstmal zu Atem kommen. Geht es nicht erst noch um einige Personen? Die beiden Winfrieds sind doch nicht alles.

Also ein paar Wochen werden wir noch Geduld haben müssen, bis es ein schriftliches Ergebnis der Koalitionsverhandlungen gibt.

Also ein paar Monate werden wir noch Geduld haben müssen, bis neben dem Finanzierungsvorbehalt auch weitere Vorbehalte durchsickern. Ich hoffe auf so geschickte Zeitpunkte, dass man es mit enttäuschenden Meldungen nach der Bundestagswahl verquicken kann.

Also ein Jahr werden wir wohl noch Geduld haben müssen, bis langsam klar wird, welche Auswirkungen die ersten Gesetzesanpassungen zur Reduzierung der klimaschädlichen Auswirkungen auf die verschiedenen Verkehrsarten haben werden. Ob sich Bahn- freundliche Ideen überhaupt durchsetzen können, oder ob die Angst vor dem autofahrenden Volk, das sich teure Elektroautos nicht leisten kann und zu Populisten strömt (Wir produzieren für China und USA, können uns aber nur billige Benziner aus der dritten Welt leisten), Grüne und CDU einknicken lässt:

Also, tut mir leid, hier verlässt mich meine Phantasie. Denn Verkehr und Klimaschutz, das passt einfach nicht zusammen. Schon gar nicht auf die sanfte Art. Denn totale Freiheit führt zu totalem Chaos. Nicht einmal, wenn wir alle aufs Fahrrad umsteigen würden, könnte das Chaos verhindert werden. Home-office könnte schon eher die Lösung sein. Das mag aber gerade die Automobilindustrie auch nicht gerne hören.

Also, Lösungen für Deutschland mag es geben. Aber Lösungen für Stuttgart???
Womit wir wieder beim Ergänzungsbahnhof sind.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof: Plan postitiv, aber ...

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 03.05.21 16:59

1208 schrieb:
Noch muss man also darauf hoffen, dass am Ende der Ergänzugsbahnhof nicht nur das Prädikat "verkehrlich sinnvoll" bekommt, wovon ich ausgehe. Darüber hinaus müssen auch die erforderlichen Millionen oder Milliarden für eine tatsächliche Umsetzung erst noch gefunden werden. Sonst könnte ein verkehrlich sinnvolles Projekt am Ende an fehlenden Finanzmitteln scheitern.
Moin Ulli,

also als Optimist ist das doch nicht schlecht. Denn wenn kein Geld da ist, ist auch keines für die Demontage der obenliegenden Gleise da, ergo es bleibt so wie es ist.
Problematisch wird es erst, wenn nach einer Überprüfung plötzlich das Tunnelgebirge als baufällig / unsicher eingestuft werden würde.


Grüße

NBS

Re: S21-Ergänzungsbahnhof: Plan postitiv, aber ...

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 03.05.21 17:07

Könnte vielleicht auch mal einer auf die Idee kommen solch dringend notwendigen Erweiterungen von S 21 nicht nur unter "Finanzierungsvorbehalt" zu stellen, sondern auch den bislang geplanten Tiefbahnhof unter einen "Funktions- und Kapazitätsvorbehalt" zu stellen?

Re: S21-Ergänzungsbahnhof: Plan postitiv, aber ...

geschrieben von: graetz

Datum: 03.05.21 17:53

1208 schrieb:
Noch muss man also darauf hoffen, dass am Ende der Ergänzugsbahnhof nicht nur das Prädikat "verkehrlich sinnvoll" bekommt, wovon ich ausgehe. Darüber hinaus müssen auch die erforderlichen Millionen oder Milliarden für eine tatsächliche Umsetzung erst noch gefunden werden. Sonst könnte ein verkehrlich sinnvolles Projekt am Ende an fehlenden Finanzmitteln scheitern.

VG Uli
Laut Gutachten kommen 75% der 770 Millionen Euro (Kostenstand heute plus 25%) aus den GVFG-Mitteln des Bunds. Das Land erzielt also mit einem relativ geringen Betrag eine große Hebelwirkung.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 17:54.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof: Plan postitiv, aber ...

geschrieben von: ingo st.

Datum: 03.05.21 17:55

Für die häufigen sanierungsbedingten Vollsperrungen des S21-System brauch Stuttgart sowieso ab 2030 einen Parallelbahnhof.
Oder Klimaschutz durch Verkehrslockdown?

S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: MS Baden

Datum: 03.05.21 18:21

Ergänzende Infrastruktur (Quelle: Verkehrsministerium)

Wer also mehr wissen will, was sich das Landesverlehrsministerium hier unter dem Ergänzungsbahnhof vorstellt, wird hier fündig. Daraus wird deutlich, dass es sich um einen unterirdischen Ergänzungsbahnhof handelt.

Wie könnte die Ergänzungsstation also aussehen? Hierzu gibt es ein PDF (siehe weiter unten im PDF mit bildlicher Darstellung!):

PDF mit Ergänzungsstation




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 18:25.
Hallo,

die oberirdischen Grundstücke die mit der Inbetriebnahme von S21 "nicht mehr gebraucht werden", hat die Stadt Stuttgart schon zum Beginn des Projektes S21 von der DB Netz AG gekauft. Die DB Netz AG darf die Grundstücke noch bis zur Inbetriebnahme von S21 nutzen und muss die Grundstücke danach vollständig geräumt, also Rückbau aller Bahnanlagen, an die Stadt Stuttgart übergeben. Wenn da noch ein oberirdischer Ergänzungsbahnhof kommen soll muss der jenige der den oberirdischen Ergänzungsgsbahnhof will mit der Stadt Stuttgart verhandeln und der die entsprechenden Grundstücke abkaufen, sofern die Stadt Stuttgart die Grundstücke verkaufen möchte.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 18:33.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Ersatzsignal

Datum: 03.05.21 18:34

Danke für den Link.

Zitat: Alle vertraglichen Bestandteile von Stuttgart 21 werden umgesetzt. Die vertraglich vorgesehene Führung der Gäubahn über den Flughafen wird nicht in Frage gestellt.

Stellt sich die Frage warum der Minister und Regierungspräsident es blockieren ? Der Minister will nach eigener Aussage sich das Geld dort sparen.

Vertraglich festgelegt ist die Antragstrasse.
Ist eben die Frage was ist günstiger, den bestenden Bahnhof wieder von der Stadt zurück kaufen oder das Gelände komplett von allen Bahntrassen frei machen und den zusätzlichen Bahnhof dann komplett neu unterirdisch zu bauen, wobei das wieder die Übergabe der verkauften Gleisflächen an die Stadt verzögert und zu weiteren Strafzinszahlungen führt, da der sich dereit im Bau befindliche Tiefbahnhof allein es niemals wird stemmen können. Also müßte zumindest ein Teil des alten Kopfbahnhofs so lange in Betrieb bleiben, bis der neue unterirdische Kopfbahnhof in Betrieb gehen kann.

Und wie lange wird man sich hier seitens der Stadt sperren können, welche politisch von den gleichen Parteien angeführt wird, welche nun gerade wieder erneut die Landesregierung bilden wollen und auch genau das so in ihren Koalitionsvertrag schreiben wollen?

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 03.05.21 18:40

Ist eben die Frage was ist günstiger, den bestenden Bahnhof wieder von der Stadt zurück kaufen oder das Gelände komplett von allen Bahntrassen frei machen und den zusätzlichen Bahnhof dann komplett neu unterirdisch zu bauen, wobei das wieder die Übergabe der verkauften Gleisflächen an die Stadt verzögert und zu weiteren Strafzinszahlungen führt, da der sich dereit im Bau befindliche Tiefbahnhof allein es niemals wird stemmen können. Also müßte zumindest ein Teil des alten Kopfbahnhofs so lange in Betrieb bleiben, bis der neue unterirdische Kopfbahnhof in Betrieb gehen kann.

Und wie lange wird man sich hier seitens der Stadt sperren können, welche politisch von den gleichen Parteien angeführt wird, welche nun gerade wieder erneut die Landesregierung bilden wollen und auch genau das so in ihren Koalitionsvertrag schreiben wollen?

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: VT

Datum: 03.05.21 18:42

Welche Linien sollen denn da hin fahren?

Am meisten Sinn machen würden natürlich solche die in Stuttgart enden. Am wahrscheinlichsten wird das Weiterhin der Fernverkehr nach Zürich tun. Aber den will man ja mit aller Gewalt an den Krautkopfflugplatz bringen. Zumindest hat es die DB bisher auch nicht geschafft den Fernverkehr nach Zürich in irgendeiner Weise überregional weiterzuführen. Und es gibt augenscheinlich auch keine Bestrebungen dazu
Bei den Nahverkerszügen waren natürlich überregionale Durchbindungen über die Region Stuttgart hinaus vorstellbar.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: VT

Datum: 03.05.21 18:44

Stupor Mundi schrieb:
Und wie lange wird man sich hier seitens der Stadt sperren können, welche politisch von den gleichen Parteien angeführt wird, welche nun gerade wieder erneut die Landesregierung bilden wollen und auch genau das so in ihren Koalitionsvertrag schreiben wollen?
Ewig. Baden-Württembergische Bürgermeister sind in der Regel sehr selbstbewusst und nach den Wahlen von den Parteien emanzipiert.

Re: Oberirdischer S21 Ergänzungsbahnhof und Grundstückseigentum

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 03.05.21 18:55

Stupor Mundi schrieb:
Ist eben die Frage was ist günstiger, den bestenden Bahnhof wieder von der Stadt zurück kaufen oder das Gelände komplett von allen Bahntrassen frei machen und den zusätzlichen Bahnhof dann komplett neu unterirdisch zu bauen, wobei das wieder die Übergabe der verkauften Gleisflächen an die Stadt verzögert und zu weiteren Strafzinszahlungen führt, da der sich dereit im Bau befindliche Tiefbahnhof allein es niemals wird stemmen können. Also müßte zumindest ein Teil des alten Kopfbahnhofs so lange in Betrieb bleiben, bis der neue unterirdische Kopfbahnhof in Betrieb gehen kann.

Und wie lange wird man sich hier seitens der Stadt sperren können, welche politisch von den gleichen Parteien angeführt wird, welche nun gerade wieder erneut die Landesregierung bilden wollen und auch genau das so in ihren Koalitionsvertrag schreiben wollen?

Man kann sich ja viel wünschen.
Aber hier wird eine politische Willenserklärung schon als feststehende Tatsache aufgebauscht.
Dann wünsche ich allen Wünsch-Dir-Was ein frohes Erwachen in einigen Monaten...

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Ersatzsignal

Datum: 03.05.21 19:07

VT schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Und wie lange wird man sich hier seitens der Stadt sperren können, welche politisch von den gleichen Parteien angeführt wird, welche nun gerade wieder erneut die Landesregierung bilden wollen und auch genau das so in ihren Koalitionsvertrag schreiben wollen?
Ewig. Baden-Württembergische Bürgermeister sind in der Regel sehr selbstbewusst und nach den Wahlen von den Parteien emanzipiert.
Also wenn das Land ein unmoralisches Angebot von 1 Mrd. Euro an die Stadt Stuttgart macht, wird der Ob sich nicht dagegen wehren.

Eher werden die Landkreise gegen die Nahverkehrsabgabe klagen.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 03.05.21 19:16

Man kann sich ja wünschen die Züge der Gäubahn (also auch Zürich) über den Flughafen zu führen, aber es wird schlechtweg am Tunnel zwischen Flughafen und Hauptbahnhof sowie an den fehlenden Gleisen im Tiefbahnhof scheitern. Die Macht des Faktischen ist eben selten deckungsgleich mit den Wünschen.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 03.05.21 19:18

Dann muß man diese Bürgermeister eben zu ihrem Glück zwingen, entweder sie arbeiten konstruktiv mit an den neuen Plänen oder man kündigt an welche Städte dann zukünftig die Stadt nicht mehr direkt anfahren und um welchen Prozentsatz die Zugverbindungen insgesamt reduziert werden müßten. Denn klar ist, allein die 8 Gleise im Tiefbahnhof werden es nicht schaffen, kommt nicht noch was hinzu, wird es weniger Züge und weniger Pünktlichkeit geben, eine ganz einfache Rechnung des Faktischen.
Wessex Trains schrieb:
Wenn da noch ein oberirdischer Ergänzungsbahnhof kommen soll muss der jenige der den oberirdischen Ergänzungsgsbahnhof will mit der Stadt Stuttgart verhandeln und der die entsprechenden Grundstücke abkaufen, sofern die Stadt Stuttgart die Grundstücke verkaufen möchte.
Der Bahnhof soll unterirdisch werden und auch die Gewinner des Stadtebauwettbewerbs haben schon signalisiert, dass sie Trasse und Bahnhof mit ihrer Planung vereinigen können. Die Stadt bekommt also trotzdem, was sie will. Und dazu im Keller noch einen Bahnhof.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: dt8.de

Datum: 03.05.21 20:44

VT schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Und wie lange wird man sich hier seitens der Stadt sperren können, welche politisch von den gleichen Parteien angeführt wird, welche nun gerade wieder erneut die Landesregierung bilden wollen und auch genau das so in ihren Koalitionsvertrag schreiben wollen?
Ewig. Baden-Württembergische Bürgermeister sind in der Regel sehr selbstbewusst und nach den Wahlen von den Parteien emanzipiert.
Aber nur, wenn sie den Gemeinderat hinter sich bringen. Ansonsten hat dieser auch mitzureden.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: 18 610

Datum: 03.05.21 22:01

Guten Abend,

Och, da gäbe es schon einige Kandidaten.

Die ganzen MEXe, der IC aus Zürich, ja sogar die IC-Linie Nürnberg - Karlsruhe (statt der Stadtrundfahrt). Auch beginnende/endende IC wären dort vielleicht besser aufgehoben als im Tiefschräghaltepunkt.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 03.05.21 22:08

MS Baden schrieb:
Ergänzende Infrastruktur (Quelle: Verkehrsministerium)

... Daraus wird deutlich, dass es sich um einen unterirdischen Ergänzungsbahnhof handelt.
Da wären ja die bekannten Schildbürger wesentlich schlauer (um nicht zu schreiben 'hochintelligent') ...

[Da hat man in Stuttgart einen schönen nutzerfreundlichen Hauptbahnhof mit 16 Bahnsteiggleisen, den man für viele Milliarden Euro durch einen unterirdischen Maulwurfsbau einer U-Bahn-Sation ähnelnden 'Bahnhof' mit nur noch halb soviel Bahnsteiggleisen ersetzen möchte - wenn man das einem unvoreingenommenen Menschen erzählen würde, der würde es kaum glauben wollen.]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 22:12.
Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
Ergänzungsbahnhof ? - Heißt das, daß ein Teil des bestehenden Hauptbahnhofs weiterhin bestehen wird?
Jein. Den bisherigen Kopfbahnhof einfach zu behalten und ihn hübsch in die Umgebung einzubinden, das wäre vieeel zu einfach :-) Die letzten bekannt gewordenen Entwürfe zeigen einen 6-gleisigen Kopfbahnhof an gleicher Stelle; jedoch einige Meter tiefer gelegt, um eine Überbauung zu ermöglichen:

https://vm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm_S21_Schnitt_Tiefbahnhof_Ergaenzungsstation_2434x1310_6ce7462540.jpg
Quelle mit zusätzlichem Text: [vm.baden-wuerttemberg.de]

Nachdem die letzten Wochen auch der Stadt Stuttgart klar geworden ist, dass es dem Verkehrsministerium Ernst mit dieser Ergänzungsstation ist, hat sie umgehend verlauten lassen, dass sie natürlich das Gelände dieser Ergänzungsstation zu allererst bebauen will und ein paar Jahre Verzögerung mit Baubeginn nicht tragbar seien. Daneben gibt es weitere Tücken mit der Tieferlegung, würden doch die Brücken über quer laufende Strassen etwas weiter stadtauswärts noch niedriger als ohnehin schon werden. Unter der Strasse durch ist auch nicht so einfach, da man dann schnell dem Mineralwasser im Boden zu nahe kommt und das Gelände ausserhalb des Tiefbahnhofs Heilquellenschutzgebiet höchster Kategorie ist.

Für andauernde popcorn-verdächtige Diskussionen ist also ausreichend gesorgt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Traumflug

Datum: 04.05.21 00:15

Stupor Mundi schrieb:
Dann muß man diese Bürgermeister eben zu ihrem Glück zwingen, entweder sie arbeiten konstruktiv mit an den neuen Plänen oder man kündigt an welche Städte dann zukünftig die Stadt nicht mehr direkt anfahren und um welchen Prozentsatz die Zugverbindungen insgesamt reduziert werden müßten.
Mit "Stadt nicht anfahren" kann man zumindest den Oberbürgermeister und die Mehrheit des Gemeinderates nicht schocken. Dass die Gäubahn durch das Bestehen der Stadt auf schnelle Baufeldfreimachung für mehrere Jahre vom Hauptbahnhof abgehängt wird, ist schon seit Jahren bekannt. Dennoch machte man keinerlei Anstalten, dem temporären Erhalt zweier Kopfbahnhofsgleise für diese Anbindung auch nur ansatzweise zuzustimmen. Im Gegenteil, man schimpfte mit allen Haken und Ösen dagegen und ersann zusammen mit der Region (VRS) einen Halt auf freier Strecke nahe dem ehemaligen Nordbahnhof, um bei der politischen Forderung "Erhalt der Panoramastrecke" zumindest dem Wortlaut nach ein Häkchen setzen zu können.

Man kann nur zu dem Schluss kommen, dass der Stadt die Immobilienwirtschaft 10x wichtiger als der Bahnverkehr ist.


Stupor Mundi schrieb:
Denn klar ist, allein die 8 Gleise im Tiefbahnhof werden es nicht schaffen, kommt nicht noch was hinzu, wird es weniger Züge und weniger Pünktlichkeit geben, eine ganz einfache Rechnung des Faktischen.
Dir und sehr vielen Verkehrsexperten mag das klar sein. Vielleicht sogar der Deutschen Bahn intern. Doch offiziell lässt diese Deutsche Bahn keine Gelegenheit aus zu betonen, dass der 8-gleisige Tiefbahnhof äusserst leistungsfähig und damit für die Verdoppelung der Fahrgastzahlen und den Deutschlandtakt mehr als ausreichend sei.

... und das ist etwas, was ich bis heute nicht verstehe. Eigentlich müsste sich die DB freuen, wenn sie mehr Infrastruktur bezahlt bekommt. Mehr Flexibilität, zusätzliche Züge, zusätzliche Trasseneinnahmen, weniger Betriebsstörungen, sie kann sogar neue Baupreise vorgeben. Doch sie bringt noch nicht einmal ein "könnte man mal darüber reden" über die Lippen.

Edit: verloren gegangenen Absatz wieder eingesetzt.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 00:20.
Gäbe so sicher ein schönes Konstrukt, fast so ein bisschen mit frühem 19. Jahrhundert Charakter, wo sowas auch hätte entstehen können. Wenn die eine Bahngesellschaft ihre Strecke in einer Richtung durch Stuttgart hindurch, und eine andere Bahn dann mit einem Sackbahnhof beginnend ihre Strecke im rechten Winkel davon in ein anderen Landesteil gebaut hätte. Gefällt mir :)

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Christian_AT

Datum: 04.05.21 07:54

18 610 schrieb:
Guten Abend,

Och, da gäbe es schon einige Kandidaten.

Die ganzen MEXe, der IC aus Zürich, ja sogar die IC-Linie Nürnberg - Karlsruhe (statt der Stadtrundfahrt). Auch beginnende/endende IC wären dort vielleicht besser aufgehoben als im Tiefschräghaltepunkt.
Und schon wieder einer der auf das Verwirrspiel der Ergänzungsstationbefürworter bzw Trolle bzw S21-Hasser hereingefallen ist (oder es selbst spielt), wieso gibt es wohl kein eindeutiges Konzept dazu?


Die Ergänzungsstation hat KEINE Anbindung nach Cannstatt, somit können da viele aufgezählte Züge garnicht reinfahren, außer es wird halt das Beamen zwischenzeitlich erfunden, die Anbindung nach Cannstatt kann übrigens NICHT nachgerüstet werden weil in Cannstatt einfach KEIN Platz (Physik ist das Problem) ist

Somit bleibt eine Ergänzungsstation teuer und gleichzeitig verkrüppelt, das Nordkreuz ist und bleibt eine viel bessere Lösung für etwaige Probleme, sie liefert eine zweite S-Bahnstammstrecke, hilft sowohl im Störfall alsauch das es ein echtes Wachstum des S-Bahnnetzes erlaubt weil da plötzlich sich der limitierende Faktor Stammstrecke verdoppelt

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Dieter Mäurer

Datum: 04.05.21 07:57

hallo,

der Ergänzungs(kopf)bahnhof soll selbstverständlich unter die Erde. Es ist also nicht vorgesehen, einen Teil des jetzigen Kopfbahnhofs zu erhalten. Quelle, ohne die ja manche hier nix glauben: die Zeitungen der Region. Es sollen bis zu 6 Gleise für Teile der S-Bahn und den Regionalverkehr zur Verfügung stehen. Die Kosten sollen nach derzeitiger Schätzung bei knapp 1 Mrd.Euro liegen, bei Realisierung dürfen wir getrost von 2 Mrd. Euro ausgehen. Man gibt jetzt also endlich zu, dass der neue Bahnhof auch kapazitätsmäßig eine Lüge ist.

Aus Stuttgart

Dieter Mäurer

Erfolg?

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 04.05.21 08:03

Lt. Stuttgarter Zeitung lehnt Nopper den Zusatzbahnhof ab.
Artikel ist hinter einer Bezahlschranke.

Allerdings man hat´s mit einem grünen Ministerpräsident , einem grünen Verkehrsminister und einen grünen Oberbürgermeister nicht geschafft hier ein Einigung zu erzielen und ejtzt wollen die mit einem schwarzen Oberbürgermeister das Ziel erreichen?
Wenn auch die Landesschwarzen dafür sein sollen geht´s an den Stuttgarter Schwarzen nicht vorbei.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: VT

Datum: 04.05.21 08:06

Christian_AT schrieb:

Somit bleibt eine Ergänzungsstation teuer und gleichzeitig verkrüppelt, das Nordkreuz ist und bleibt eine viel bessere Lösung für etwaige Probleme, sie liefert eine zweite S-Bahnstammstrecke, hilft sowohl im Störfall alsauch das es ein echtes Wachstum des S-Bahnnetzes erlaubt weil da plötzlich sich der limitierende Faktor Stammstrecke verdoppelt
Hm, bei einer Störung komme ich bin der Gäubahn mit dem Nordkreuz doch gar nicht zum Hauptbahnhof?

Der größte Vorteil dürfte sein, dass man den störenden schnellen Fernverkehr mit den langen Zügen nach Bad Cannstatt verlegen kann und dann im Tiefbahnhof Platz für den rasant wachsenden Regionalverkehr in Doppelbelegung gewinnen kann.
Hier ein Link inkl. Streckengrafik!

[vm.baden-wuerttemberg.de]

Sehr hilfreich wäre eine Ergänzungsstation m.E. vor allem, um den aus Richtung Norden kommenden Verkehr zu entflechten (ICE von der NBS in den Tiefbahnhof, Regionalverkehr in den Ergänzungsbahnhof). Das ist bekanntermaßen ja auch der größte limitierende Faktor des Tiefbahnhofs.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Benedikt_Hone

Datum: 04.05.21 08:44

Dieter Mäurer schrieb:
Zitat:
Quelle, ohne die ja manche hier nix glauben: die Zeitungen der Region.
Ein Link zur Originalquelle vom Verkehrsministerium wurde doch schon gestern hier gepostet. Von daher weiß ich nicht was die Bemerkung soll.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: 18 610

Datum: 04.05.21 08:55

Guten Morgen,

Ähm, von Cannstatt kommt man also schon heute nicht zum Hauptbahnhof?????

Im übrigen gibt es schon Ideen und Konzepte. Allein schon ein guter Teil der Doppelbelegungen im Durchgangsbahnhof ließe sich dadurch mit soooooo vielen Vorteilen für Betrieb und Fahrgäste auflösen. Dass das, wie von den S21-Fanboys gerne gefordert wird, noch nicht detailliert hinterlegt ist, liegt eben wohl daran, dass einige der Projektpartner sich bis dato einer anderen Lösung rigoros verschlossen haben. Und die eklatanten Mängel schönreden sowie weitere Nebelkerzen (Nordkreuz) zünden. Im Konzept des VM ist es natürlich auch (noch) nicht vorhanden.

Es dreht sich ja nicht um zusätzliche, noch gar nicht vorhandene oder geplante Gleise mit zusätzlichen Tunnelverbindungen. Aber eine zweigleisige Zufahrt, mindestens von Gleis 4 bis Gleis 8 über die jetzt schon befahrene Brücke sollte sich schon machen lassen. Zumal auch im Ostkopf von Cannstatt noch Weichenverbindungen schon vorhanden und zusätzliche machbar sind.

Es hat keiner behauptet, auch wenn das von den S21-Fanboys so gerne angebracht wird, dass es einfach wird. Aber welche physikalische Grenze wird da unumgänglich gesetzt?

Was übrigens das Tunnelgebirge angeht, so kann da durchaus einiges wegfallen, auch wenn Cannstatt dann mit 2 Gleisen an die Ergänzungsstation angebunden wird.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 08:59.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Christian_AT

Datum: 04.05.21 09:30

18 610 schrieb:
Guten Morgen,

Ähm, von Cannstatt kommt man also schon heute nicht zum Hauptbahnhof?????

Im übrigen gibt es schon Ideen und Konzepte. Allein schon ein guter Teil der Doppelbelegungen im Durchgangsbahnhof ließe sich dadurch mit soooooo vielen Vorteilen für Betrieb und Fahrgäste auflösen. Dass das, wie von den S21-Fanboys gerne gefordert wird, noch nicht detailliert hinterlegt ist, liegt eben wohl daran, dass einige der Projektpartner sich bis dato einer anderen Lösung rigoros verschlossen haben. Und die eklatanten Mängel schönreden sowie weitere Nebelkerzen (Nordkreuz) zünden. Im Konzept des VM ist es natürlich auch (noch) nicht vorhanden.

Es dreht sich ja nicht um zusätzliche, noch gar nicht vorhandene oder geplante Gleise mit zusätzlichen Tunnelverbindungen. Aber eine zweigleisige Zufahrt, mindestens von Gleis 4 bis Gleis 8 über die jetzt schon befahrene Brücke sollte sich schon machen lassen. Zumal auch im Ostkopf von Cannstatt noch Weichenverbindungen schon vorhanden und zusätzliche machbar sind.

Es hat keiner behauptet, auch wenn das von den S21-Fanboys so gerne angebracht wird, dass es einfach wird. Aber welche physikalische Grenze wird da unumgänglich gesetzt?

Was übrigens das Tunnelgebirge angeht, so kann da durchaus einiges wegfallen, auch wenn Cannstatt dann mit 2 Gleisen an die Ergänzungsstation angebunden wird.
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges

deshalb MUSS mit Inbetriebnahme die alte Neckarbrücke gekappt werden um die neue anzuschliessen, die neue übernimmt 1:1 die Funkion der alten Neckarbrücke

das ist PHYSIK, die Lehre vom existierenden Raum, wir haben da keine magischen schwarzen Löcher, genauso sind Züge spurgeführte Fahrzeuge die mal eben NICHT den Blinker raushauen können

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 10:05

Christian_AT schrieb:
zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges

deshalb MUSS mit Inbetriebnahme die alte Neckarbrücke gekappt werden um die neue anzuschliessen, die neue übernimmt 1:1 die Funkion der alten Neckarbrücke

das ist PHYSIK, die Lehre vom existierenden Raum, wir haben da keine magischen schwarzen Löcher, genauso sind Züge spurgeführte Fahrzeuge die mal eben NICHT den Blinker raushauen können
Gerade in Stuttgart wurde doch in den letzen Jahren bewiesen, daß und wie sich solche Einschränkungen aufheben lassen, indem man unendlich viel Geld in beliebig lange Tunnel vergräbt.

Notfalls muß halt schon Cannstatt samt seiner Zuläufe eingebuddelt werden; wenn dort nur moderne Triebwagenzüge halten, sollten auch 4% Steigung im Bahnhof noch machbar sein.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: kmueller

Datum: 04.05.21 10:08

MS Baden schrieb:
Wie könnte die Ergänzungsstation also aussehen? Hierzu gibt es ein PDF (siehe weiter unten im PDF mit bildlicher Darstellung!):

PDF mit Ergänzungsstation

Warum ein .pdf? Täte es nicht auch ein Luftbild?

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 04.05.21 10:13

Christian_AT schrieb:
18 610 schrieb:
Guten Morgen,

Ähm, von Cannstatt kommt man also schon heute nicht zum Hauptbahnhof?????

Im übrigen gibt es schon Ideen und Konzepte. Allein schon ein guter Teil der Doppelbelegungen im Durchgangsbahnhof ließe sich dadurch mit soooooo vielen Vorteilen für Betrieb und Fahrgäste auflösen. Dass das, wie von den S21-Fanboys gerne gefordert wird, noch nicht detailliert hinterlegt ist, liegt eben wohl daran, dass einige der Projektpartner sich bis dato einer anderen Lösung rigoros verschlossen haben. Und die eklatanten Mängel schönreden sowie weitere Nebelkerzen (Nordkreuz) zünden. Im Konzept des VM ist es natürlich auch (noch) nicht vorhanden.

Es dreht sich ja nicht um zusätzliche, noch gar nicht vorhandene oder geplante Gleise mit zusätzlichen Tunnelverbindungen. Aber eine zweigleisige Zufahrt, mindestens von Gleis 4 bis Gleis 8 über die jetzt schon befahrene Brücke sollte sich schon machen lassen. Zumal auch im Ostkopf von Cannstatt noch Weichenverbindungen schon vorhanden und zusätzliche machbar sind.

Es hat keiner behauptet, auch wenn das von den S21-Fanboys so gerne angebracht wird, dass es einfach wird. Aber welche physikalische Grenze wird da unumgänglich gesetzt?

Was übrigens das Tunnelgebirge angeht, so kann da durchaus einiges wegfallen, auch wenn Cannstatt dann mit 2 Gleisen an die Ergänzungsstation angebunden wird.
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges
Überwerfungen passen sicher nicht rein, aber von Gleis 7/8 in Cannstatt könnte man per Abzweigweiche "klassisch" nivaugleich abzweigen. Wenn die Taktzeiten eingehalten werden, wäre die Kreuzung auch kein Problem, da man stadtein/auswärts fast immer gleichzeitig führen, ergo kein Gegenverkehr gekreuzt werden müsste.

Was indiskutabel wäre, wäre sicherlich die SBahngleise noch auf der alten Brücke anzubinden, die müssten dann theoretisch alle Gleise kreuzen, was sicher nicht ginge. Aber: Die SBahn soll in den neuen Kopfbahnhof ja auch nicht angebunden werden.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Christian_AT

Datum: 04.05.21 10:23

NBStrecke schrieb:
Christian_AT schrieb:
18 610 schrieb:
Guten Morgen,

Ähm, von Cannstatt kommt man also schon heute nicht zum Hauptbahnhof?????

Im übrigen gibt es schon Ideen und Konzepte. Allein schon ein guter Teil der Doppelbelegungen im Durchgangsbahnhof ließe sich dadurch mit soooooo vielen Vorteilen für Betrieb und Fahrgäste auflösen. Dass das, wie von den S21-Fanboys gerne gefordert wird, noch nicht detailliert hinterlegt ist, liegt eben wohl daran, dass einige der Projektpartner sich bis dato einer anderen Lösung rigoros verschlossen haben. Und die eklatanten Mängel schönreden sowie weitere Nebelkerzen (Nordkreuz) zünden. Im Konzept des VM ist es natürlich auch (noch) nicht vorhanden.

Es dreht sich ja nicht um zusätzliche, noch gar nicht vorhandene oder geplante Gleise mit zusätzlichen Tunnelverbindungen. Aber eine zweigleisige Zufahrt, mindestens von Gleis 4 bis Gleis 8 über die jetzt schon befahrene Brücke sollte sich schon machen lassen. Zumal auch im Ostkopf von Cannstatt noch Weichenverbindungen schon vorhanden und zusätzliche machbar sind.

Es hat keiner behauptet, auch wenn das von den S21-Fanboys so gerne angebracht wird, dass es einfach wird. Aber welche physikalische Grenze wird da unumgänglich gesetzt?

Was übrigens das Tunnelgebirge angeht, so kann da durchaus einiges wegfallen, auch wenn Cannstatt dann mit 2 Gleisen an die Ergänzungsstation angebunden wird.
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges
Überwerfungen passen sicher nicht rein, aber von Gleis 7/8 in Cannstatt könnte man per Abzweigweiche "klassisch" nivaugleich abzweigen. Wenn die Taktzeiten eingehalten werden, wäre die Kreuzung auch kein Problem, da man stadtein/auswärts fast immer gleichzeitig führen, ergo kein Gegenverkehr gekreuzt werden müsste.

Was indiskutabel wäre, wäre sicherlich die SBahngleise noch auf der alten Brücke anzubinden, die müssten dann theoretisch alle Gleise kreuzen, was sicher nicht ginge. Aber: Die SBahn soll in den neuen Kopfbahnhof ja auch nicht angebunden werden.
habe ich auch schon überlegt

aber bei den Fernbahngleisen dann 1 Gleis = 1 Bahnsteig --> erhebliche Reduktion der Streckenkapazität weil die Zugfolgezeit massiv erhöht wird, für eine wirkliche Leistungsfähigkeit braucht man mindestens 2 Bahnsteiggleise pro Streckengleis (so wie es heute ist)

zusätzlich kommt in Cannstatt dazu das sich 2x 4gleisige Strecken hier treffen und mit Überwerfungen Kreuzungsfrei vorsortiert wird, jedes östliche Zulaufgleis hat einen eigenen Bahnsteig der kreuzungsfrei angefahren werden kann, theoretisch können über alle 8 Gleise 8 Züge gleichzeitig fahren, einzelne Verspätungen zerhauen nicht so den ganzen Fahrplan, in Cannstatt kann man dann sortieren wie die Züge reinkommen/rausfahren und man minimiert so Verspätungen, das alles würde man zerstören,
rein praktisch würde es heißen entweder massiv die Leistungsfähigkeit der Fernbahn - Neckarbrücke(n) reduzieren ODER Cannstatt zu einer S-Bahnstation degradieren und Regionalzüge fahren alle durch

alles in Cannstatt was man machen würde kostet Geld, alles hat Nachteile, einfache schöne leistungsfähige Lösungen gibt es nicht, das ist auch der Grund wieso das Land OHNE Cannstatter Zulauf seine KES plant, es gibt kein Kaninchen aus dem Hut zu ziehen

Bahncard-Thema

geschrieben von: Barzahlung

Datum: 04.05.21 10:30

Im Landtags-Wahlprogramm der Grünen hieß es:

Zitat
Unser Ziel ist ein flexibles Tarifsystem, das Vielfahrer*innen belohnt und durch einen Höchstpreis gedeckelt ist. Im Jahresticket soll der öffentliche Verkehr – nach österreichischem Vorbild – vor Ort nicht mehr als einen Euro pro Tag kosten, im Tarifverbund der Region nicht mehr als zwei Euro und im ganzen Land nicht mehr als drei Euro. Wir wollen, dass die Verkehrsverbünde die BahnCard akzeptieren. Beim Landestarif bwTarif haben wir die Anerkennung umgesetzt. Hier gelten die BahnCard-Rabatte.
Da die Koalition jetzt steht hat man hoffentlich auch eine Ahnung, wie man bei den Verbund-Fürstentümern das Wahlversprechen einlösen kann.
Betrifft das nur den Alibi-25%-Rabatt oder sollen (hoffentlich) alle Stufen 25, 50 und 100 voll anerkannt werden?

Vielen Dank!

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 04.05.21 10:43

Christian_AT schrieb:
Und schon wieder einer der auf das Verwirrspiel der Ergänzungsstationbefürworter bzw Trolle bzw S21-Hasser hereingefallen ist (oder es selbst spielt), wieso gibt es wohl kein eindeutiges Konzept dazu?

Die Ergänzungsstation hat KEINE Anbindung nach Cannstatt, somit können da viele aufgezählte Züge garnicht reinfahren, außer es wird halt das Beamen zwischenzeitlich erfunden, die Anbindung nach Cannstatt kann übrigens NICHT nachgerüstet werden weil in Cannstatt einfach KEIN Platz (Physik ist das Problem) ist

Somit bleibt eine Ergänzungsstation teuer und gleichzeitig verkrüppelt, das Nordkreuz ist und bleibt eine viel bessere Lösung für etwaige Probleme, sie liefert eine zweite S-Bahnstammstrecke, hilft sowohl im Störfall alsauch das es ein echtes Wachstum des S-Bahnnetzes erlaubt weil da plötzlich sich der limitierende Faktor Stammstrecke verdoppelt
Und wie sieht das Konzept aus den Trog um zwei oder vier Gleise zu erweitern? Da dürfte selbst ein Anschluss der Ergänzungsstation aus Cannstatt einfacher sein. Wenn man es von Anfang an gewollt hätte man schon auf der Neckarbrücke aus den Fernbahngleisen auf beiden Seiten je ein Gleis ausfädeln können. Ab den Tunnelportal hätte man das nördliche Gleis parallel zu den S-Bahngleisen abtauchen lassen und den Cannstatter Tunnel Richtung Kopfbahnhof unterqueren lassen können. Das südliche Gleis hätte man ohne irgendetwas kreuzen zu müssen im Tunnel Richtung Bahnhof Mittnachstrasse führen können (Karte).

Und Nordkreuz und T-Spange sind in ihrer Funktion und Infrastruktur weitgehend unabhängig von einer Ergänzungsstation (bis auf die Zusammenführung der Zufahrten im Bereich Nordbahnhof). Das eine kann weder das andere ersetzen noch schließen sie sich gegenseitig aus.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 04.05.21 10:54

Christian_AT schrieb:
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges

deshalb MUSS mit Inbetriebnahme die alte Neckarbrücke gekappt werden um die neue anzuschliessen, die neue übernimmt 1:1 die Funkion der alten Neckarbrücke
Man kann dann eben S21 (zumindest für die Züge aus Cannstatt) solange nicht in Betrieb nehmen bis die neue Neckarbrücke so umgebaut ist dass von ihr ein Anschluss an die Ergänzungsstation besteht. Dauert natürlich ein paar Jahre, aber wenn die S21-Absolutisten dies schon vor z.B. fünf Jahren eingesehen hätten, wären wir schon fünf Jahre näher an der vollständigen Umsetzung. Alternativ kann man aber natürlich auch die Linien aus Cannstatt ähnlich wie die der Gäubahnstrecke für 5 bis 10 Jahre außerhalb des Stadtzentrums (in Cannstatt) enden lassen.
Der Zeuge Desiros schrieb:
Hallo,

die Koalitionsverhandlungen der grün-schwarzen Landesregierung schwenken auf die Zielgerade ein. Die dabei für unsere Szene relevante Aussage ist, dass es weiterhin zwei Winfriede in der Landesregierung gibt, denn neben Winfried Kretschmann als Ministerpräsident bleibt auch Winfried Hermann auf seinem Posten als Landesverkehrsminister. Nach einem gewissen Schwergang in den ersten Jahren nach 2011 beginnen nun nach und nach die damals gesetzten Keime auch im Bahnverkehr erkennbar auszutreiben. Stichwort massive Angebotsausweitungen, Stichwort neue Züge (oder neue alte, wo sie gebraucht werden), das ergänzende Regiobuslinien-Konzept zur Schienenergänzung, das sukzessive Ausrollen der landeseinheitlichen Bedienungsstandards mit mindestens einem stündlichen Angebot von früh bis ganz spät oder aktuell die Reaktivierungs-Offensive, kostenfreie Fahrradmitnahme im ganzen Land (außer Mo-Fr vor 9 Uhr), ein Fahrzeugpool für Sonderverkehre, mehr Zugbegleiter auf den Zügen u.v.m.. Das geerbte Projekt Stuttgart 21 musste Winfried Hermann fortführen, versuchte aber Verbesserungen im Sinne der Fahrgäste zu erreichen. Dazu passt auch die folgende Meldung:

Einen ersten Erfolg gab es bereits im Vorfeld des Verhandlungs-Abschlusses: die seit Jahren von Verkehrsminister und echten Verkehrsexperten propagierte Idee, zusätzlich zum nur achtgleisigen neuen Stuttgarter Tunnelbahnhof eine Ergänzungsstation zu errichten, ist auf einmal wieder salonfähig. Diese Idee wurde vor allem von Seiten der CDU und dem grünen Stuttgarter Baubürgermeister vehement bekämpft, weil es Einflüsse auf ihre ambitionierten Immobilien-Planungen gehabt hätte. Allerdings können so drohende Kapazitätsengpässe aufgefangen, die Gäubahn im besten Falle unterbrechungsfrei nach Stuttgart geführt und damit gleichzeitig ein S-Bahn-Bypass bei Störungen in der Tunnelstrecke (so wie gerade heute früh!) beibehalten werden. Nicht zuletzt vor dem jüngsten Klimaschutz-Urteil spricht sich neben den Grünen auch die CDU für konkrete Fortplanungen dieses Ergänzungsbahnhofes aus.
Alles schön und recht, aber vor lauter fetten Ausbauten gerät das feine Gefüge aus dem Gefüge. Während auf der einen Seite die großen Dinge wie S21, ein blödsinniger Gäubahntunnel beim Flughafen die gesamte politische Aufmerksamkeit auf sich ziehen, knarzt und harzt es überall im Gebälk. Da wird häufig nur noch notdürftig geflickt, und nicht einmal das. Die erste grüne Landesregierung musste viel vom früheren Chaos retten und notdürftig Fahrplanlöcher flicken, die zweite Legislaturperiode brachte die Durchführung wichtiger und nötiger Verbesserungen, einige Elektrifizierungen, eigentlich eine beachtenswerte Bilanz. Insbesondere die Straßen sind mittlerweile weitaus weniger holprig als vor 10 Jahren.

Aber Moment, viele Baustellen heißt, dass was passiert. Man merkt es langsam deutlich auf den Straßen. Bei der Bahn dauert alles länger. Gesperrte Straßen sind lästig, aber gesperrte Bahnstrecken eine Katastrophe, es gibt ja keine Alternativen.

Damit wären wir bei Punkt 1. Streckensperrungen. Es scheint ja niemanden zu interessieren, ob für die Bauzeit 1, 3, oder 5 Jahre Streckensprerrungen verursacht. Wie viele Jahre ist Friedrichshafen nur noch eingeschränkt erreichbar, jetzt läuft (für mehrere Jahre?) über den Schwarzwald nichts mehr, die Gäubahn war ständig gesperrt, der Hochrhein auch öfters und die ehemals wichtige Strecke nach München ist fahrplantechnisch aus Baden-Württemberg seit zwei Jahrzehnten nicht mehr erreichbar und die Gäubahn hat keine Lösung, obwohl seit dem Baubeginn von S 21 davor gewarnt wird. Es hat schon fast religiöse Züge, wie Verbesserungen für die Zukunft angepriesen werden, aber tatsächlich nur Verschlechterungen zu sehen sind. Während die Friedrichshafener bald angebunden sind, werden die anderen am Bodensee erst recht abgehängt. Ich sehe schon den Fahrplan vor meinem geistigen Auge, wo die Verbindung mit dem Bus nach Ravensburg und dann umsteigen als schnellste Verbindung im DB-Navigator erscheint. Gleichzeitig schwärmt die DB im Internet von einer Drehscheibe Basel und beschleunigten Verbindungen zum Bodensee nach Friedrichshafen. Mit der Stuttgarter Brille fallen die Nöte vor Ort überhaupt nicht auf. Bezeichnend, "wir stehen mit den Leuten vor Ort laufend im Gespräch" zum Thema Gottmadingen. Nach 8 Jahren sagt der geneigte Beobachter... Davor tönte es "5 Minuten Stehen zur Hauptverkehrszeit sind zumutbar." Ja das schon, erwidert der geneigte Beobachter, aber nicht 35 oder 65 Minuten, weil man aufgrund von Stehplatzmangel auf die nächste Bahn warten muss, und der Betreiber die häufig genug ausfallen lässt. Stuttgarter Brille halt... neigt zur Kurzsichtigkeit. Und man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass andernorts diese Probleme auch bestehen. Ich sag nur Breisgau-S-Bahn als Beispiel.

Nichtsdestotrotz läuft uns die Zeit davon. Die Bahn ist im Gegensatz zum Jahr 2000 kein nice-to-have-Feature mehr, sondern schlicht und ergreifend ein zentraler Baustein der Klimawende. Wenn man dann fragt, wie es denn um den Beschluss von 2017 oder 2018 (der Bundesregierung) steht, den Bahnverkehr zu verdoppeln, so hat man im Jahr 2021 noch immer keine Ahnung, wie man das vor Ort plant. Ich sag nur, Bahnsteigkante an Gleis 6. Die verzweifelte Ausschreibung zum Thema Gottmadingen spricht Bände. Auch auf explizite Nachfrage kommt niemand mit einem Plan um die Ecke, wie etwa die Ausbauschritte der Bahn zum Jahr 2035 sein sollen. Und wenn rechnet man mit dem Stand jetzt. Dazu braucht es nicht die Gelder der Schweiz sondern schlicht und ergreifend mal eine Utopie, die in Worte und eine Veröffentlichung gefasst werden will. Dazu hat man in Stuttgart offenbar keinen Mut. Das obwohl man sicherlich 2020 rückblickend sagen kann, alle Erwartungen von 2010 wurden übertroffen. Nur es läuft im Einzelnen immer noch genauso chaotisch wie damals. Außer einem, die Dienstleister also EVUs haben sich auf einen Landesstandard geeinigt, noch unzuverlässiger als je zuvor. Während sich das Verkehrsministerium um die Farbe von Türknöpfen kümmert, wobei der Fahrgast immer noch einem Reaktionstest unterzogen wird, ist inzwischen auch die DB beim unterirdischen Zuverlässigkeitsniveau der privaten Anbieter angekommen. Irgendwie klappt immer nur dann etwas, wenn der Verkehrsminister zuvor dem betreffenden Unternehmen einen Einlauf verpasst hat, weil der politische Druck zu hoch wurde.

Und zum Thema Geschwindigkeit in der Fläche, nebst der Hochgeschwindigkeits-Metro unter Alb, Kraichgau und Oberrhein passiert nichts, rein gar nichts. Wir werden immer langsamer. Dabei wäre es grüne Politik, die vorhandenen Resourcen smart auszunutzen, statt Landschaft umzugraben. Die FDP fordert das ja immer aber ist bei konkreten Plänen Totalversager. Und die CDU möchte ja offenbar langsamere Verbindungen auf der Fläche, wie etwa das Lieblingsprojekt der Vertreterin aus Waldshut zeigt, die zwar deutlich stärker als landesdurchschnitt vom Wähler abgestraft wurde, aber nichts desto trotz stolz auf ihr Projekt ist und doch noch in den Landtag über die Quote kommt. Kein Wunder, dass immer mehr Leute nicht auf ein Auto verzichten können. Wer es doch tut, wird vom Leben bestraft. Vor allem vom Leben am Bahnsteig beim Warten auf den verspäteten Zug oder beim Umstieg vom überfüllten SEV in die Regionalbahn.

Um es mal so zu sagen, so nicht, liebe Landesregierung. Ihr habt jetzt einen riesigen Vertrauensbeweis der Wähler bekommen. Das ist ein Auftrag! Aber weil es momentan keine Alternative für grüne, klimaschonende Bahn/Verkehspolitik gibt, heißt das nicht, dass man sich jetzt zurücklehnen kann und sich um S 21 kümmern soll mit der Kurzsichtigkeitsbrille auf 10-50 km Stadtumkreis um Stuttgart. Das Ziel ist in den letzten 10 Jahren drei Nummern größer geworden. Es gilt jetzt zu liefern! Nicht ein weiter so. Um Lichtraumprofil des Bahnthemas zu bleiben, sage ich es es mit der Schwarzwaldbahn Frau Gönner hatte Gengenbach erreicht, mit Winfried Hermann wurde Haslach und jetzt Hausach erreicht. Ab jetzt geht beginnt die Steilstrecke, da müssen wir hoch, wenn wir noch weiter im Flachstück bleiben, dann wird aus der Schwarzwaldbahn die Höllentalbahn...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 10:58.

Re: Bahncard-Thema

geschrieben von: bauigel

Datum: 04.05.21 11:05

Barzahlung schrieb:
Im Landtags-Wahlprogramm der Grünen hieß es:

Zitat
Unser Ziel ist ein flexibles Tarifsystem, das Vielfahrer*innen belohnt und durch einen Höchstpreis gedeckelt ist. Im Jahresticket soll der öffentliche Verkehr – nach österreichischem Vorbild – vor Ort nicht mehr als einen Euro pro Tag kosten, im Tarifverbund der Region nicht mehr als zwei Euro und im ganzen Land nicht mehr als drei Euro. Wir wollen, dass die Verkehrsverbünde die BahnCard akzeptieren. Beim Landestarif bwTarif haben wir die Anerkennung umgesetzt. Hier gelten die BahnCard-Rabatte.
Da die Koalition jetzt steht hat man hoffentlich auch eine Ahnung, wie man bei den Verbund-Fürstentümern das Wahlversprechen einlösen kann.
Dazu hat der alte und neue Ministerpräsident nach den Koalitionsverhandlungen sinngemäß gesagt:
Ob wir was machen, was Geld koschtet, entscheiden wir, wenn wir wieder Geld haben...

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: andreas +

Datum: 04.05.21 11:51

MS Baden schrieb:
Ergänzende Infrastruktur (Quelle: Verkehrsministerium)

Wer also mehr wissen will, was sich das Landesverlehrsministerium hier unter dem Ergänzungsbahnhof vorstellt, wird hier fündig. Daraus wird deutlich, dass es sich um einen unterirdischen Ergänzungsbahnhof handelt.

Wie könnte die Ergänzungsstation also aussehen? Hierzu gibt es ein PDF (siehe weiter unten im PDF mit bildlicher Darstellung!):

PDF mit Ergänzungsstation

Danke ! (Erinnert mich irgendwie an den Blaumilchkanal )

Re: Bahncard-Thema

geschrieben von: Cernow

Datum: 04.05.21 11:55

Hi,

Neue Station neben Durchgangsbahnhof
Die Zusatzstation in der City ist vor allem für S-Bahnen und den Regionalverkehr gedacht und soll den achtgleisigen Durchgangsbahnhof entlasten. Gedacht ist bei der neuen Station an einen Kopfbahnhof mit sechs Gleisen.

Die designierte grün-schwarze Koalition geht davon aus, dass die Kosten für die beiden Projekte vom Bund übernommen werden.

Ziel sei es, dass die Ergänzungs-Projekte für den Schienenverkehr im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.

Die Kosten für den Tunnelbau werden auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Für die zusätzliche Station in der Innenstadt wird ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag veranschlagt.

[www.swr.de]

Na dann bis in 20 Jahren.

Cernow

Re: Bahncard-Thema

geschrieben von: ThomasR

Datum: 04.05.21 13:18

Barzahlung schrieb:
Im Landtags-Wahlprogramm der Grünen hieß es:

Zitat
Unser Ziel ist ein flexibles Tarifsystem, das Vielfahrer*innen belohnt und durch einen Höchstpreis gedeckelt ist. Im Jahresticket soll der öffentliche Verkehr – nach österreichischem Vorbild – vor Ort nicht mehr als einen Euro pro Tag kosten, im Tarifverbund der Region nicht mehr als zwei Euro und im ganzen Land nicht mehr als drei Euro. Wir wollen, dass die Verkehrsverbünde die BahnCard akzeptieren. Beim Landestarif bwTarif haben wir die Anerkennung umgesetzt. Hier gelten die BahnCard-Rabatte.
Da die Koalition jetzt steht hat man hoffentlich auch eine Ahnung, wie man bei den Verbund-Fürstentümern das Wahlversprechen einlösen kann.
Betrifft das nur den Alibi-25%-Rabatt oder sollen (hoffentlich) alle Stufen 25, 50 und 100 voll anerkannt werden?

Vielen Dank!
Dazu müsste sie DB einen Teil der Einnahmen aus der Bahncard an das Land abgeben.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 04.05.21 15:09

Christian_AT schrieb:
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges

deshalb MUSS mit Inbetriebnahme die alte Neckarbrücke gekappt werden um die neue anzuschliessen, die neue übernimmt 1:1 die Funkion der alten Neckarbrücke

das ist PHYSIK, die Lehre vom existierenden Raum, wir haben da keine magischen schwarzen Löcher, genauso sind Züge spurgeführte Fahrzeuge die mal eben NICHT den Blinker raushauen können
Eine höhengleiche Anbindung an Gleise 6,7 und 8 im Westen sollte reichen. Damit käme man gut sowohl auf die Filstalbahn als auch nach Nürnberg (letzteres über die bestehende Überwerfung im Ostkopf Cannstatts). Wenn man Reserven will, bindet man auch noch Gleis 5 im Westen an.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Traumflug

Datum: 04.05.21 21:45

Christian_AT schrieb:
Zitat:
mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges
Ach, das hat man auch jahrelang von der Gäubahnanbindung behauptet. Kaum hatte sich das mal ein Profi angesehen, war es plötzlich für kleines Geld möglich.

Man sollte beim Gleisplan des Verkehrsministeriums auf den Stern achten. Da steht: * Varianten sind zu prüfen

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Christian_AT

Datum: 05.05.21 07:17

Elztalbahn schrieb:
Christian_AT schrieb:
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges

deshalb MUSS mit Inbetriebnahme die alte Neckarbrücke gekappt werden um die neue anzuschliessen, die neue übernimmt 1:1 die Funkion der alten Neckarbrücke

das ist PHYSIK, die Lehre vom existierenden Raum, wir haben da keine magischen schwarzen Löcher, genauso sind Züge spurgeführte Fahrzeuge die mal eben NICHT den Blinker raushauen können
Eine höhengleiche Anbindung an Gleise 6,7 und 8 im Westen sollte reichen. Damit käme man gut sowohl auf die Filstalbahn als auch nach Nürnberg (letzteres über die bestehende Überwerfung im Ostkopf Cannstatts). Wenn man Reserven will, bindet man auch noch Gleis 5 im Westen an.
ähm nein

man fordert eine zusätzliche Station mit zusätzlicher Anbindungsstrecke was alles zusätzliche Kosten sind um dann eine Einbindung zu bauen die nicht funktioniert

bzw keine zusätzlichen Züge erlaubt bzw kaum zusätzliche Züge, aber wir wollen ja einen großen Wurf was das wieder nicht ist, wieder keine reale Steigerung

wie das ganze Ergänzungsstationthema schizophren, es liegt kein klares Konzept am Tisch, keine reale Bedarfsanalyse, keine realen Kosten, jeder Befürworter behauptet was anderes nur in einem sind sie sich alle gleich, man braucht sie unbedingt

ich hätte einfach gerne einmal ein paar Fakten damit ich mir eine Meinung bilden kann, aktuell ist das für mich nur eine politische Scheinheiligkeit und dafür hab ich nun echt keinen Bedarf
Lieber Heiko,

das was Du geschrieben hast, ist mir doch ein wenig zu viel Jubelarie. Momentan wird OB Nopper (Stuttgart) für seine kritische Haltung zur Ergänzungsstation stark kritisiert. Der Stadtverwaltung liegt das Gutachten des Landesverkehrsministeriums vor. Die Stuttgarter Nachrichten haben hierzu geschrieben: "Die seit Ende März vorliegende Machbarkeitsstudie wollte man keinesfalls vor Ende der Koalitionsgespräche veröffentlicht wissen - und ist mit diesem Plan baden gegangen. Zähneknirschend hat Hermann das Papier ans Rathaus weitergeleitet - aber die Plananlagen zurückgehalten." Die Stadträte haben übrigens nicht einmal Einblick in die Studie nehmen dürfen. Die Flächen, die Minister Hermann da bebauen will, gehören übrigens der Stadt Stuttgart.

Geheimniskrämerei und meiner Meinung nach einfach schlechter Poltikstil in diesem Fall. Eigentlich sollte man die Diskussion erst weiterführen, wenn die Studie allen zugänglich ist. Vorher sind Bashing und Lobhudelei wenig zielführend.
"Die Flächen, die Minister Hermann da bebauen will, gehören übrigens der Stadt Stuttgart."

Das ist richtig, aber am Ende ist es eben auch die Frage in welche Städte (Zürich?) und in welcher Zugdichte will die Stadt Stuttgart zukünftig per Bahn angebunden sein/werden. Das aktuelle Niveau bebeihalten (oder sogar auf eine eigentlich versprochene über unmögliche Verdoppelung im Vergleich zu K20 zu kommen) sowie gegen jede Erweiterung der Bahnhofskapazität von S21 zu sein, gibt es eben nicht, die Fakten sind am Ende stärker als das Wunschkonzert.

Von daher liegt hier der Ball insbesondere im Feld der Stadt, welche sich hier zu positionieren hat. Wenn man in Zukunft mit weniger Bahn einverstanden ist (wobei man dem Bürger ja stets das Gegenteil versprach, siehe "unser schönstes Geschenk, Stuttgart 21 kommt"), dann kann man auf diesen Vorschlag aus dem Ministerium verzichten. Dann mögen aber die dafür Verantwortlichen uns allen bitte erklären wie das zum Ziel den Bahnanteil am Verkehr bis 2030 zu verdoppeln, unseren Verkehr klimaverträglicher zu machen und überhaupt die Klimaziele einzuhalten (siehe jüngstes Urteil aus Karlsruhe) passen soll.

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß, das reicht jetzt nicht mehr, Farbe bekennen ist jetzt angesagt!

Und warum nun auch für weiters Geld (eine Milliarde mindestens) einen weiteren unterirdischen Bahnhof bauen, wenn an der Stelle, wo er hin soll, so ein Bahnhof in voll einsatzfähigem Zustand bereits existiert, und sort sogar täglich viele Züge halten und fahren? Natürlich ist das alles aktuell nur ein unschönes Provisorium, der alte gekröpfte Kopfbahnhof und dahinter die Baustelle. Hier wäre also Raum für einen weiteren Architektenwettbewerb wie man einen Teil des Kopfbahnhofs (oben) mit den neu entstehenden Tiefbahnhof sowie dem alten Bahnhofsgebäude in eine sinnvolle bauliche Einheit bringt, welche städtebaulichen Gesichtspunkten genauso gerecht wird wie die Bedürfnisse der Reisenden. Gerne darf die Stadt Stuttgart dann die weiter genutzten Gleise im Zulauf, also ab dem Ende der Bahnsteige, überbauen, aber ohne diese eben in ein neu zu buddelndes Loch zu versenken. Denn mit all dem Geld, was das nun kosten wird oder könnte, muß man ja nur Probleme lösen, welche gar nicht erst entstanden wären, hätte man nicht die (derzeit) 10 Milliarden Euro für diesen ganzen Mist nutzlos versenkt!

zwei konkrete Argumente

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 05.05.21 10:13

Christian_AT schrieb:
ich hätte einfach gerne einmal ein paar Fakten damit ich mir eine Meinung bilden kann, aktuell ist das für mich nur eine politische Scheinheiligkeit und dafür hab ich nun echt keinen Bedarf

Gerne!

Dann als Aufschlag zwei ganz konkrete Fakten. Völlig unabhängig von Deutschland-Takten, Kapazitäts-Streitereien, sondern einfach für den täglichen Bedarf:

1) Keine Unterbrechung der Gäubahn für >10 Jahre.
2) Redundanz bei S-Bahn-Störungen in der Röhre. So wie zuletzt gestern.

Alleine das sollte ausreichen, das Thema zu verfolgen.

Heiko

Urlaub nur im eigenen Bundesland?
Viele Grüße nach Bremen! Und die Hamburger fahren alle auf ihre Insel Neuwerk.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 10:19.
Lieber Stupor Mundi,

das mit den Fakten ist eine schwierige Sache. Für mich ist S21 eine erhebliche Verbesserung sowohl mengen als auch qualitätsmäßig gegenüber K20. Ganz so deutlich, wie von mir wirst Du diese Aussage vom baden-württembergischen Verkehrsministerium nicht bekommen, aber zumindest behautpet man inzwischen nicht mehr das Gegenteil.

Nun zum Vergleich der Bahnhöfe:
K20 ist für mich der Typ Sprinter - in der Hauptverkehrszeit können 37 Züge ankommen und etwa 20 abfahren. Danach muss sich der Bahnhof erholen.
S21 ist für mich der Typ Marathonläufer - er kann locker über 40 Züge aufnehmen und auch wieder abfahren lassen und das über einen langen Zeitraum. Eine Erholung (also Taktminderderung) ist nicht notwendig.

Der Grundtakt von S 21 ist deutlich höher geplant, als der vorliegende Grundtakt von K20. Die Aussage der "Verdoppelung" halte ich auch für eine Werbeaussage. Qualitativ und mengenmäßig ist die deutliche Verbesserung jedoch da.

Reicht es für nach 2030- keine Ahnung - das Verkehrsministerium hält ja die Studie über die Ergänzungsstation verschlossen. Die Stadt Stuttgart hat sie nach Nachfragen mit erheblichem Nachdruck gesehen, darf sie aber im Gemeinderat nicht diskutieren. Und Du verlangst hier Farbe bekennen. Einen Maulkorb zur Diskussion tragen zu müssen halte ich für nicht besonders fair.

Noch zwei weitere Anmerkungen.
(1) Selbst das Verkehrsministerium will einen tiefer gelegte Ergänzungsstation.
(2) Fernverkehr Stuttgart - Zürich. Ich gehe davon aus, dass die Strecke im Rheintal früher ausgebaut ist. Wenn ich von Stuttgart nach Zürich fahren will, geht es wohl zukünftig über Karlsruhe Basel schneller. Geografisch haben wir hier zwei parallele Strecken mit unter 100 km Abstand. Die eine Strecke hat ein recht gerades und flaches Profil. Die andere Strecke überquert ein Mittelgebirge und hat schöne enge Kurvenradien. Wo macht der schnellere Ausbau wohl mehr Sinn?
Chris-S schrieb:
(1) Selbst das Verkehrsministerium will einen tiefer gelegte Ergänzungsstation.

Ursache und Wirkung verwechselt. Die Tieferlegung ist ein angebotener Kompromiss. Günstiger und einfacher zu realisieren wäre der Erhalt.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 05.05.21 10:34

Christian_AT schrieb:
ich hätte einfach gerne einmal ein paar Fakten damit ich mir eine Meinung bilden kann, aktuell ist das für mich nur eine politische Scheinheiligkeit und dafür hab ich nun echt keinen Bedarf
Ein Fakt: Mit acht Bahnsteiggleisen kann man maximal vier Linien pro Knotenzeit in einen ITF-Knoten einbinden. Wenn man das zwei Mal pro Stunde macht ergibt dies 16 Zugankünfte pro Stunde (wenn alle Gleise doppelt belegt würden, könnte man dies auf 32 verdoppeln).
Zweites Fakt: Mit vier (Doppelspur) Zufahrten kann man bei einer minimalen Zugfolgezeit von zwei Minuten theoretisch 120 Zugankünfte pro Stunde haben.

Welche dieser Zahlen relevant für Kapazitätsberechnungen ist hängt davon ab was für einen Fahrplan man fahren will bzw. fahren kann (aufgrund von Zwangspunkten außerhalb des Talkessels). Ob man eine Ergänzungsstation benötigt hängt daher davon ab was für einen Fahrplan man in Stuttgart und indirekt auch in anderen Teilen des Netzes fahren will. Wieviel Linien, mit welcher Frequenz man fahren will ergibt wiederum die Anzahl der Zugankünfte.

Und wenn für dich eine Verdopplung der Kapazität und ein ITF politische Scheinheiligkeiten sind, dann arbeite bitte auf Bundesebene dagegen und sei nicht selber scheinheilig in dem du Lippenbekenntnisse zu beiden abgibst und dann aber auf lokaler Ebene die Konsequenzen daraus nicht wahrhaben willst.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 11:13.
Aus dem neuen Koalitionsvertrag

Zitat
Wir befürworten die Umsetzung der im Zuge des Deutschlandtaktes vorgesehenen Bundesprojekte des beschleunigten Nordzulaufs, der P-Option und des Ausbaus der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen mit dem langen Gäubahntunnel zum Flughafen. Wir setzen auf eine sehr zeitnahe Umsetzung der Planungen und der Finanzierung 10. Mobilität und Infrastruktur 125 durch den Bund im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes. Zu einer für Projektänderungen notwendigen Anpassung des Finanzierungsvertrages zu Stuttgart 21 sind wir bereit, sofern eine gleichwertige Umsetzungs- und Finanzierungsabsicherung ohne Zusatzkosten für das Land gesichert und eine schnellstmögliche Umsetzung gegeben ist.
graetz schrieb:
"Ursache und Wirkung verwechselt. Die Tieferlegung ist ein angebotener Kompromiss. Günstiger und einfacher zu realisieren wäre der Erhalt."
Ich habe nur ein Faktum beschrieben und dabei nichts verwechselt.

Wenn Du oberirdisch bleiben willst müsstest Du trotzdem die Zufahrt oder zumindest weite Teile komplett neu bauen. Überwurfwerke brauchst man dann nicht mehr in dem Maße. Der Verkehr nach Bad Cannstatt muss nicht mehr entmischt werden. Die S-Bahn verläuft nicht mehr durchs Vorfeld. Du darfst auch nicht vergessen, die Grundstücke für oberirdische Strecken gibt es nicht umsonst. Die gehören der Stadt und müssten der Stadt abgekauft werden. Ich nehme an, dass das Verkehrsministerium eine oberirdische Lösung präsentiert hätte, wenn die wirklich vorteilhafter wäre.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 05.05.21 11:28

Elztalbahn schrieb:
Christian_AT schrieb:
Stichwort: HEUTE

mit der Inbetriebnahme von S21 --->>> MUSS <<<---- die Verbindung getrennt werden, zwischen Neckarbrücke (alt und neu) und Bahnhof Bad Cannstatt ist kein Platz für ein zusätzliches Gleisvorfeld, für zusätzliche Überwerfungen oder sonstiges

deshalb MUSS mit Inbetriebnahme die alte Neckarbrücke gekappt werden um die neue anzuschliessen, die neue übernimmt 1:1 die Funkion der alten Neckarbrücke

das ist PHYSIK, die Lehre vom existierenden Raum, wir haben da keine magischen schwarzen Löcher, genauso sind Züge spurgeführte Fahrzeuge die mal eben NICHT den Blinker raushauen können
Eine höhengleiche Anbindung an Gleise 6,7 und 8 im Westen sollte reichen. Damit käme man gut sowohl auf die Filstalbahn als auch nach Nürnberg (letzteres über die bestehende Überwerfung im Ostkopf Cannstatts). Wenn man Reserven will, bindet man auch noch Gleis 5 im Westen an.
Und im Koalitionsvertrag steht nun die "Nahverkehrs-Ergänzungsstation mit Zuläufen aus drei Richtungen" das liest sich für mich, als wäre auch eine Anbindung aus Cannstadt her vorgesehen. Im Gegensatz zu den früher veröffentlichten Planungen, die nur zwei Zuläufe von der Panoramabahn und Zuffenhausen her vorsahen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 11:36.

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: dt8.de

Datum: 05.05.21 13:01

Christian_AT schrieb:
bzw keine zusätzlichen Züge erlaubt bzw kaum zusätzliche Züge, aber wir wollen ja einen großen Wurf was das wieder nicht ist, wieder keine reale Steigerung

Der Kapazitätsengpass bei S21 sind die zu wenigen vorhandenen Bahnsteigkanten, nicht die Zufahrten. Damit bringen zusätzliche Bahnsteigkanten ohne Kapazitätserhöhung der Zufahrten schon mehr Gesamtkapazität.

Auch bei der Diskussion um den S21-Tiefbahnhof geht es ja nur um ein 9. und 10. Gleis und nicht um weitere Zufahrten(*). Damit dürfte auf allen Seiten klar sein, wo der Engpass liegt.

(*) von der P-Option abgesehen, aber dass die Feuerbacher Zufahrt mit nur einem Gleispaar unterdimensioniert ist, ist hier nicht Thema.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: S21-Ergänzungsbahnhof

geschrieben von: rad3m

Datum: 05.05.21 13:15

Elztalbahn schrieb:
Und im Koalitionsvertrag steht nun die "Nahverkehrs-Ergänzungsstation mit Zuläufen aus drei Richtungen" das liest sich für mich, als wäre auch eine Anbindung aus Cannstadt her vorgesehen. Im Gegensatz zu den früher veröffentlichten Planungen, die nur zwei Zuläufe von der Panoramabahn und Zuffenhausen her vorsahen.
Was ist ein Zulauf? Ist das eine Bahnlinie oder eine Strecke mit verschiedenen Zuläufen, so dass geflügelte Züge nur einmal zählen? Allein über Ludwigsburg würde man drei Zuläufe leicht zusammen bekommen. Und die schwäbische Schwarzwaldbahn Leonberg- Calw gibt es ja auch noch. Von Böblingen via Leonberg könnte man sogar die Gäubahn an die Ergänzungsstation anbinden. Also kein Problem, die Kopfbahnsteige voll zu bekommen. Ganz ohne Neckarbrücke.

Spaß beiseite! Ich hatte es auch so verstanden mit Panoramabahn und Zuffenhausen, allerdings Zuffenhausen = Ludwigsburg Regionalverkehr plus S-Bahn Gleise. Oder auch gerne Zuffenhausen = Leonberg plus Ludwigsburg, wenn es mehr um die Richtung als um den Zugtyp geht.
Chris-S schrieb:
Die gehören der Stadt und müssten der Stadt abgekauft werden.

Nein: sie gehören zwar der Stadt, sind aber als Bahnanlagen gewidmet. Eine Freistellung ist nicht möglich, wenn daran Bedarf als Bahnanlage, also als Bahnhof besteht. Da hat die Stadt dann auch keinerlei Planungs- oder Bauhoheit, die untersteht dem EBA bzw. dem EIU.
Ein Abkauf von der Stadt dürfte somit nicht notwendig werden werden, es muss nur das EBA den Ergänzungsbahnhof dort genehmigt.

Die Stadt hat dann zwei Handlungsalternativen: das alles hinnehmen oder von der DB die Rückabwicklung des Grundstückskaufs zu fordern, weil der Grundstück nicht in vereinbartem Zustand übergeben werden kann. Eine Rückabwicklung ist dabei etwas anderes als ein Kauf, weil bei ersterer die Preise feststehen und niedriger sein dürften.
Eine Möglichkeit für die Stadt, das zu verhindern, sehe ich außer auf politischem Weg nicht.

Das wird Nopper vermutlich wissen (irgendwer wird es ihm schon gesagt haben), entsprechend laut tönt er jetzt, weil er keine Alternative hat.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Lieber dt8.de,

du hast geschrieben:
"Nein: sie gehören zwar der Stadt, sind aber als Bahnanlagen gewidmet. Eine Freistellung ist nicht möglich, wenn daran Bedarf als Bahnanlage, also als Bahnhof besteht. Da hat die Stadt dann auch keinerlei Planungs- oder Bauhoheit, die untersteht dem EBA bzw. dem EIU.
Ein Abkauf von der Stadt dürfte somit nicht notwendig werden werden, es muss nur das EBA den Ergänzungsbahnhof dort genehmigt.

Die Stadt hat dann zwei Handlungsalternativen: das alles hinnehmen oder von der DB die Rückabwicklung des Grundstückskaufs zu fordern, weil der Grundstück nicht in vereinbartem Zustand übergeben werden kann. Eine Rückabwicklung ist dabei etwas anderes als ein Kauf, weil bei ersterer die Preise feststehen und niedriger sein dürften.
Eine Möglichkeit für die Stadt, das zu verhindern, sehe ich außer auf politischem Weg nicht.

Das wird Nopper vermutlich wissen (irgendwer wird es ihm schon gesagt haben), entsprechend laut tönt er jetzt, weil er keine Alternative hat."

So einfach ist das nun wiederum auch nicht. Das EIU muss erst auch mal zum Schluss kommen, dass der Bedarf besteht. Wenn die DB sagt, das sehen wir nicht und das Landesverkehrsministerium anderer Meinung ist - was passiert dann?

Das Landesverkehrsministerium könnte sagen wir möchten bauen. Die DB könnte sagen - wir sehen zwar den Bedarf nicht, ihr könnt uns gerne beauftragen. Unsere Eigenbeteiligung ist übrigens 0 und wir stellen euch die (jetzt nehm ich die korrekte Bezeichnung) Rückabwicklungskosten des Grundstückskauf (Beinhaltet sicherlich auch die Zinsen ) in Rechnung.

Neben dem politischen Weg steht der Stadt auch der juristische Weg offen.
Chris-S schrieb:
Neben dem politischen Weg steht der Stadt auch der juristische Weg offen.
Der könnte mit einer Feststellung enden, daß keiner der 'Partner' über eine noch gewidmete Bahnstrecke verfügen kann, so daß sämtliche Abmachungen über diese Grundstücke (einschließlich zugehöriger Leistungs- und Zahlungsverpflichtungen) von Beginn an nichtig waren. Damit wäre das Gericht fein raus; den Rest vom Schlamassel müßten diejenigen aufräumen, die ihn angerichtet hatten.
Chris-S schrieb:

So einfach ist das nun wiederum auch nicht. Das EIU muss erst auch mal zum Schluss kommen, dass der Bedarf besteht. Wenn die DB sagt, das sehen wir nicht und das Landesverkehrsministerium anderer Meinung ist - was passiert dann?


Was ist eigentlich aus der Stuttgarter Netz AG geworden? Die wollten doch den Kopfbahnhof weiterbetreiben!

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
Chris-S schrieb:
Lieber dt8.de,

du hast geschrieben:
"Nein: sie gehören zwar der Stadt, sind aber als Bahnanlagen gewidmet. Eine Freistellung ist nicht möglich, wenn daran Bedarf als Bahnanlage, also als Bahnhof besteht. Da hat die Stadt dann auch keinerlei Planungs- oder Bauhoheit, die untersteht dem EBA bzw. dem EIU.
Ein Abkauf von der Stadt dürfte somit nicht notwendig werden werden, es muss nur das EBA den Ergänzungsbahnhof dort genehmigt.

Die Stadt hat dann zwei Handlungsalternativen: das alles hinnehmen oder von der DB die Rückabwicklung des Grundstückskaufs zu fordern, weil der Grundstück nicht in vereinbartem Zustand übergeben werden kann. Eine Rückabwicklung ist dabei etwas anderes als ein Kauf, weil bei ersterer die Preise feststehen und niedriger sein dürften.
Eine Möglichkeit für die Stadt, das zu verhindern, sehe ich außer auf politischem Weg nicht.

Das wird Nopper vermutlich wissen (irgendwer wird es ihm schon gesagt haben), entsprechend laut tönt er jetzt, weil er keine Alternative hat."

So einfach ist das nun wiederum auch nicht. Das EIU muss erst auch mal zum Schluss kommen, dass der Bedarf besteht. Wenn die DB sagt, das sehen wir nicht und das Landesverkehrsministerium anderer Meinung ist - was passiert dann?

Ich gehe davon aus, dass die DB sich dem nicht widersträuben wird.

Chris-S schrieb:
Das Landesverkehrsministerium könnte sagen wir möchten bauen. Die DB könnte sagen - wir sehen zwar den Bedarf nicht, ihr könnt uns gerne beauftragen. Unsere Eigenbeteiligung ist übrigens 0 und wir stellen euch die (jetzt nehm ich die korrekte Bezeichnung) Rückabwicklungskosten des Grundstückskauf (Beinhaltet sicherlich auch die Zinsen ) in Rechnung.

Das wird dann so passieren. Und? Bei den Steigerungen der Grundstückspreise und niedrigen Zinsen ist das die günstiger Alternative zum Rückkauf von der Stadt. Die Stadt wird wahrscheinlich versuchen, Verhinderungspreise aufzurufen.
Und die DB wird mitmachen, weil sie eine Möglichkeit sieht, S21-Kosten darin zu verstecken.

Die nicht benötigten Teile des Grundstücks kann die DB dann selbst direkt vermarkten, denn die Rückabwicklung bezieht sich immer auf das ganze Geschäft.

Chris-S schrieb:
Neben dem politischen Weg steht der Stadt auch der juristische Weg offen.
Darin wird es nur um die Höhe der Kosten gehen, nicht um das "ob" oder "wie". Ich wüsste nicht, wie die Stadt einen solchen Bahnhof verhindern will, die Gründe habe ich schon dargelegt. Entgangener Gewinn dürfte hier nicht schadensersatzfähig sein.
Die Stadt beschwert sich zwar über Verträge zulasten Dritter, aber weil das AEG hier eindeutig ist, dürfte sie mit der Argumentation nicht weit kommen.

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Stuttgart 21 Schluss!
Nemo schrieb:
Chris-S schrieb:
So einfach ist das nun wiederum auch nicht. Das EIU muss erst auch mal zum Schluss kommen, dass der Bedarf besteht. Wenn die DB sagt, das sehen wir nicht und das Landesverkehrsministerium anderer Meinung ist - was passiert dann?


Was ist eigentlich aus der Stuttgarter Netz AG geworden? Die wollten doch den Kopfbahnhof weiterbetreiben!
Das wurde vom Bundesverwaltungsgericht(?) abgelehnt, weil es S21 nicht als neuen Bahnhof sah und somit die Entwidmung der Strecke zum Bahnhof auf Antrag des Bahn zugelassen hätte. Hier ist die Situation aber eine neue, weil die Bahn den alten Bahnhof dann gar nicht mehr (vollständig) aufgibt und somit auch keine Entwidmung der Bahnanlagen beantragen wird.

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Stuttgart 21 Schluss!
Lieber dt8.de,Zitat
Darin wird es nur um die Höhe der Kosten gehen, nicht um das "ob" oder "wie". Ich wüsste nicht, wie die Stadt einen solchen Bahnhof verhindern will, die Gründe habe ich schon dargelegt. Entgangener Gewinn dürfte hier nicht schadensersatzfähig sein.
Die Stadt beschwert sich zwar über Verträge zulasten Dritter, aber weil das AEG hier eindeutig ist, dürfte sie mit der Argumentation nicht weit kommen.
Zwei Punkte:
1) Die Stadt könnte vor dem Verwaltungsgericht den Bedarf an der Ergänzungsstation anzweifeln. Das wäre die juristische Marschrichtung.
2) Ich habe gar nicht von Schadensersatz gesprochen. Ich habe nur angemerkt, dass die Stadt den Kaufpreis (plus wahrscheinlich Zinsen) zurückerstattet bekommen muss. Die Bahn wird also garantiert dafür sorgen, dass der Betrag nicht mit ihr heimfährt.

Punkt 2 führt mich zur Einschätzung, dass die Bahn kein gesteigertes Interesse daran hat einen irgendwie gearteten Bedarf zu sehen. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass die Bahn die Entwidmung der Anlagen beantragen wird.

Wenn das Verkehrsministerium eine Ergänzungsstation haben möchte, bekommen die das nur mit Bund Bahn und Stadt in Einvernehmen hin. S21 hat ja auch nur geklappt, weil es in einem bestimmten Zeitfenster ein Einvernehmen zwischen alle Beteiligten gab.
Chris-S schrieb:
Das Landesverkehrsministerium könnte sagen wir möchten bauen. Die DB könnte sagen - wir sehen zwar den Bedarf nicht, ihr könnt uns gerne beauftragen. Unsere Eigenbeteiligung ist übrigens 0 und wir stellen euch die (jetzt nehm ich die korrekte Bezeichnung) Rückabwicklungskosten des Grundstückskauf (Beinhaltet sicherlich auch die Zinsen ) in Rechnung.

Neben dem politischen Weg steht der Stadt auch der juristische Weg offen.
Dass die Bahn was zugeben soll, ist auch nirgends zu lesen. Da es nur um Teile geht, die sich nicht überbauen lassen, wird die Summe, die da rauskommt, auch sehr übersichtlich.

Re: zwei konkrete Argumente

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 05.05.21 15:54

Der Zeuge Desiros schrieb:
Christian_AT schrieb:
ich hätte einfach gerne einmal ein paar Fakten damit ich mir eine Meinung bilden kann, aktuell ist das für mich nur eine politische Scheinheiligkeit und dafür hab ich nun echt keinen Bedarf
Gerne!

Dann als Aufschlag zwei ganz konkrete Fakten. Völlig unabhängig von Deutschland-Takten, Kapazitäts-Streitereien, sondern einfach für den täglichen Bedarf:

1) Keine Unterbrechung der Gäubahn für >10 Jahre.
2) Redundanz bei S-Bahn-Störungen in der Röhre. So wie zuletzt gestern.
Was ist eigentlich mit Charterverkehr, z.B. die vor Corona immer üblicheren Fußballzüge samt Partywagen? Wäre dafür in S21 Platz, oder gäbe es sonstwo lange genug ne freie Kante, an der angetrunkene Fans langsam in/aus dem Zug torkeln könnten?
Chris-S schrieb:
graetz schrieb:
"Ursache und Wirkung verwechselt. Die Tieferlegung ist ein angebotener Kompromiss. Günstiger und einfacher zu realisieren wäre der Erhalt."
Ich habe nur ein Faktum beschrieben und dabei nichts verwechselt.

Wenn Du oberirdisch bleiben willst müsstest Du trotzdem die Zufahrt oder zumindest weite Teile komplett neu bauen. Überwurfwerke brauchst man dann nicht mehr in dem Maße. Der Verkehr nach Bad Cannstatt muss nicht mehr entmischt werden. Die S-Bahn verläuft nicht mehr durchs Vorfeld. Du darfst auch nicht vergessen, die Grundstücke für oberirdische Strecken gibt es nicht umsonst. Die gehören der Stadt und müssten der Stadt abgekauft werden. Ich nehme an, dass das Verkehrsministerium eine oberirdische Lösung präsentiert hätte, wenn die wirklich vorteilhafter wäre.
Eine oberirdische Variante ist schon deshalb preiswerter, weil oberirdisch bauen preiswerter als Tunnel bauen ist. Obendrein komfortabler für die Fahrgäste, die nicht in einem muffigen Keller, sondern an der frischen Luft ankommen.

Blättert man in den Zeitungen ein paar Jahre zurück, findet man auch Aussagen von Hermann dazu. In etwa: "ein oberirdischer Bahnhof ist mit der Stadt nicht zu machen". Dass die Tieferlegung ein Kompromiss ist, ist so offensichtlich, dass das kaum weiter diskutiert wurde.

Was die Grundstücke angeht: für den Bau von S 21 hat man rund 3000 Grundstückseigentümer enteignet. Da sollte das doch auch bei einem einzigen weiteren Eigner, der Stadt, gelingen. Wenn es denn wirklich notwendig wird.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Chris-S schrieb:
Wenn das Verkehrsministerium eine Ergänzungsstation haben möchte, bekommen die das nur mit Bund Bahn und Stadt in Einvernehmen hin. S21 hat ja auch nur geklappt, weil es in einem bestimmten Zeitfenster ein Einvernehmen zwischen alle Beteiligten gab.
"Alle Beteiligte" meint nicht unbedingt auch die Stadt. Land und Bund sind ausreichend, wie bei den meisten Schienenbauprojekten in Deutschland. Dieser Ergänzungsbahnhof wird ja nicht Teil von Stuttgart 21, sondern ein Ergänzungsprojekt.

Trotzdem ist es natürlich für den politischen Frieden gut, die Stadt mit in die Diskussion einzubeziehen und auf ihre Wünsche einzugehen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Hallo,

Chris-S schrieb:
Lieber dt8.de,Zitat
Darin wird es nur um die Höhe der Kosten gehen, nicht um das "ob" oder "wie". Ich wüsste nicht, wie die Stadt einen solchen Bahnhof verhindern will, die Gründe habe ich schon dargelegt. Entgangener Gewinn dürfte hier nicht schadensersatzfähig sein.
Die Stadt beschwert sich zwar über Verträge zulasten Dritter, aber weil das AEG hier eindeutig ist, dürfte sie mit der Argumentation nicht weit kommen.
Zwei Punkte:
1) Die Stadt könnte vor dem Verwaltungsgericht den Bedarf an der Ergänzungsstation anzweifeln. Das wäre die juristische Marschrichtung.
Ja, das kann sie tun. Allerdings hätte sie dann schlechte Rechtsberatung gehabt, weil sie nicht damit durchkommen wird. Urteile in dieser Richtung gibt es, Beispiel Wiehltalbahn. Da ging IIRC es auch um Streckenabschnitte, die zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb waren, aber der Betreiber nicht aufgeben wollte.
Hier ist es noch einfacher: das Land braucht nur Züge von der Ergänzungsstation über Vaihingen auf die Gäubahn zu bestellen, da gibt es keine Wegalternative.

Chris-S schrieb:
2) Ich habe gar nicht von Schadensersatz gesprochen. Ich habe nur angemerkt, dass die Stadt den Kaufpreis (plus wahrscheinlich Zinsen) zurückerstattet bekommen muss. Die Bahn wird also garantiert dafür sorgen, dass der Betrag nicht mit ihr heimfährt.
Den habe ich zugestimmt mit dem Hinweis, dass das ggf. billiger als ein Rückkauf wäre.
Die Bahn kann da gut Gewinn machen: sie könnte die freiwerdenden Grundstücke (es wird ja der ganze Kauf rückabgewickelt) selber vermarkten, der Gewinn, den die Stadt wollte, würde bei der Bahn landen. Jetzt, da der Bebauungsplan feststeht, ist das Risiko viel geringer als zu Beginn des Projekts. Und wenn nicht so, die andere Alternative habe ich auch schon genannt.

Chris-S schrieb:
Punkt 2 führt mich zur Einschätzung, dass die Bahn kein gesteigertes Interesse daran hat einen irgendwie gearteten Bedarf zu sehen. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass die Bahn die Entwidmung der Anlagen beantragen wird.
Die Situation ist aber mit dem nicht-fertig-werden der Gäubahneinbindung eine andere als bisher. Das Land bestellt Züge, die DB kann dann die Infrastruktur nicht ohne Ersatz einstellen. Den Flughafen-Ersatz gibt es ja nicht.

Chris-S schrieb:
Wenn das Verkehrsministerium eine Ergänzungsstation haben möchte, bekommen die das nur mit Bund Bahn und Stadt in Einvernehmen hin. S21 hat ja auch nur geklappt, weil es in einem bestimmten Zeitfenster ein Einvernehmen zwischen alle Beteiligten gab.
Ohne die Stadt dürfte der Rest in Einvernehmen zu bringen sein.
Es geht ja hier nur um die Haltung von OB Nopper und der Verwaltung dazu, schon die Gemeinderatsmehrheit könnte das durchaus anders sehen. OB Nopper hat im Gemeinderat keine Mehrheit hinter sich, das darf nicht vergessen werden.

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Stuttgart 21 Schluss!
Traumflug schrieb:
Was die Grundstücke angeht: für den Bau von S 21 hat man rund 3000 Grundstückseigentümer enteignet. Da sollte das doch auch bei einem einzigen weiteren Eigner, der Stadt, gelingen. Wenn es denn wirklich notwendig wird.

Wozu? Wenn die Stadt will, darf sie doch die Grundstücke behalten. Sie wird sie nur nicht vom Eisenbahnbetrieb entwidmet bekommen, was die Grundstücke für sie recht wertlos machen könnte. Damit wird sie von sich aus ein Interesse haben, diese Grundstücke los zu werden, ganz ohne Enteignung.

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Stuttgart 21 Schluss!
dt8.de schrieb:
Traumflug schrieb:
Was die Grundstücke angeht: für den Bau von S 21 hat man rund 3000 Grundstückseigentümer enteignet. Da sollte das doch auch bei einem einzigen weiteren Eigner, der Stadt, gelingen. Wenn es denn wirklich notwendig wird.
Wozu?
Weil es auch dann einer (Teil-)Enteignung bedarf, wenn der bisherige Eigentümer die Fläche behält, aber Einschränkungen, z.B. durch unter dem Gelände verlaufende Tunnel, in Kauf nehmen muss.

Den Abbau der Kopfbahnhofs nach § 11 AEG zu verhindern, hat übrigens schon mal ein Startup namens "Stuttgarter Netz AG" versucht. Auch mit Verweis auf die Wiehltalbahn und Züge, die nur in den Kopfbahnhof fahren können. Hat nicht geklappt. Allerdings kann man auch davon ausgehen, dass sich das Landesverkehrsministerium nicht so stümperhaft wie die SNAG anstellt, da hast Du Recht.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
dt8.de schrieb:
Traumflug schrieb:
Was die Grundstücke angeht: für den Bau von S 21 hat man rund 3000 Grundstückseigentümer enteignet. Da sollte das doch auch bei einem einzigen weiteren Eigner, der Stadt, gelingen. Wenn es denn wirklich notwendig wird.
Wozu?
Weil es auch dann einer (Teil-)Enteignung bedarf, wenn der bisherige Eigentümer die Fläche behält, aber Einschränkungen, z.B. durch unter dem Gelände verlaufende Tunnel, in Kauf nehmen muss.
Du hättest Recht, wenn es Flächen sind, die bisher nicht dem Bahnbetrieb dienten. Aber wir sprechen gerade von Flächen, die dem bereits Bahnbetrieb gewidmet sind, wo es nur einen privatrechtlichen Vertrag zwischen DB und Stadt gibt, nach dem die DB die Flächen ohne diese Widmung zu übergeben hat. Ein solcher Privatvertrag kann aber eine Widmung nach AEG nicht aushebeln.

Traumflug schrieb:
Den Abbau der Kopfbahnhofs nach § 11 AEG zu verhindern, hat übrigens schon mal ein Startup namens "Stuttgarter Netz AG" versucht. Auch mit Verweis auf die Wiehltalbahn und Züge, die nur in den Kopfbahnhof fahren können. Hat nicht geklappt. Allerdings kann man auch davon ausgehen, dass sich das Landesverkehrsministerium nicht so stümperhaft wie die SNAG anstellt, da hast Du Recht.

Die SNAG ist hier irrelevant. Diese wollte ja die Entwidmung nach AEG durch die DB verhindern, indem sie für die Bahnanlage Interesse am Weiterbetrieb angemeldet hätte. Jetzt ist es aber so, dass die DB für die erforderlichen Teilflächen schon gar keinen Entwidmungsantrag stellen könnte/würde (sie würde ja den Ergänzungsbahnhof bauen und betreiben), die Stadt als Eigentümer das aber lt. Wiehltalbahn-Urteil gar nicht darf.
Also eine völlig andere Situation, weil gar kein Entwidmungsantrag mehr.

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Stuttgart 21 Schluss!
"Für mich ist S21 eine erhebliche Verbesserung sowohl mengen als auch qualitätsmäßig gegenüber K20"

Diese Realität hat nur auf den Broschüren der Jubelfraktion je existiert, die Fakten seit Baubeginn sprechen da eine ganz andere Sprache! Wenn es eine Seite gab, welche in fast allen Punkten recht hatte, dann war dies die Expertise der Gegner, sowohl was die Kosten, als auch den Nutzen angeht. Und daran wird der weitere Fortgang des Projekts auch nichts mehr ändern, außer das es am Ende nochmal später und nochmal um einie Milliarden teurer fertig werden wird.
dt8.de schrieb:
Hier ist es noch einfacher: das Land braucht nur Züge von der Ergänzungsstation über Vaihingen auf die Gäubahn zu bestellen, da gibt es keine Wegalternative.


Nun ist das Land ja Vertragspartner und hat damit zugestimmt, dass solche Verkehre nicht bestellt werden. Das Land kann sich nun nicht einfach hinstellen und sagen "Ätschibätschi Stadt, Deine Grundstücke sind jetzt wertlos".
Sebastian2 schrieb:
dt8.de schrieb:
Hier ist es noch einfacher: das Land braucht nur Züge von der Ergänzungsstation über Vaihingen auf die Gäubahn zu bestellen, da gibt es keine Wegalternative.


Nun ist das Land ja Vertragspartner und hat damit zugestimmt, dass solche Verkehre nicht bestellt werden. Das Land kann sich nun nicht einfach hinstellen und sagen "Ätschibätschi Stadt, Deine Grundstücke sind jetzt wertlos".
Das wuerde ich gerne mal sehen, dass wirklich im Vertrag drinsteht, die "Partner" wollten ueber die Bestellungspolitik auf kaltem Weg eine Entwidmung von Bahnanlagen nicht nur fahrlaessig sondern vorsaetzlich herbeifuehren, und womoeglich sogar erzwingen. Da wuerden manche womoeglich nicht nur zum BVerfGer ziehen, sondern darueber hinaus noch zur Bundesanwaltschaft, die zustaendig fuer Regierungskriminalitaet ist.
Sowohl das Land als auch die Stadt haben beide den Bürgern stets eine viel größere Kapazität versprochen. Nun haben beide auch die Pflicht alles mögliche dafür zu tun, das diese auch kommen kann, da sind beide Seiten mit in der Verantwortung. Und wer eine bessere Idee hat als diesen Kombibahnhof, möge jetzt vortreten und sprechen!
Sebastian2 schrieb:
dt8.de schrieb:
Hier ist es noch einfacher: das Land braucht nur Züge von der Ergänzungsstation über Vaihingen auf die Gäubahn zu bestellen, da gibt es keine Wegalternative.


Nun ist das Land ja Vertragspartner und hat damit zugestimmt, dass solche Verkehre nicht bestellt werden. Das Land kann sich nun nicht einfach hinstellen und sagen "Ätschibätschi Stadt, Deine Grundstücke sind jetzt wertlos".
Echt, kann man das irgendwo nachlesen, dass das Land zugesichert hat, dass solche Verkehre nicht bestellt werden? Eine entsprechende Quellenangabe würde mich sehr interessieren. Oder ist das nur eine Interpretation?
Walensee schrieb:
Echt, kann man das irgendwo nachlesen, dass das Land zugesichert hat, dass solche Verkehre nicht bestellt werden? Eine entsprechende Quellenangabe würde mich sehr interessieren. Oder ist das nur eine Interpretation?
Was es gibt ist eine ‘Projektförderpflicht’. Der 2009 von Land, Stadt, Region, Flughafen und der DB (inkl. drei Untergesellschaften) unterzeichnete Finanzierungsvertrag enthielt in Paragraph 16 (Schlussbestimmungen) Absatz 10 den Satz: “Die Vertragsparteien verpflichten sich, das Projekt zu fördern”. Was für Pflichten sich da genau heraus ableiten lassen weiß ich nicht.
Und selbst wenn das Land sich verpflichtet hätte, könnte nicht einfach irgendein Gäubahn-Landkreis wie Böblingen ein Zugpaar bestellen, dass über die Panoramabahn geführt werden muss? Dann wäre das Land seinen Verpflichtungen(?) nachgekommen, wir hätten aber das gleiche Ergebnis.
Sebastian2 schrieb:
dt8.de schrieb:
Hier ist es noch einfacher: das Land braucht nur Züge von der Ergänzungsstation über Vaihingen auf die Gäubahn zu bestellen, da gibt es keine Wegalternative.


Nun ist das Land ja Vertragspartner und hat damit zugestimmt, dass solche Verkehre nicht bestellt werden. Das Land kann sich nun nicht einfach hinstellen und sagen "Ätschibätschi Stadt, Deine Grundstücke sind jetzt wertlos".
Nun, dazu gab es ja schon genug Antworten. Aber Fakt ist nunmal, dass der Bau des Bahnhofs in den Koalitionsvertrag eingegangen ist, und ein Bahnhof ohne Bestellung von Zugleistungen völlig sinnlos wäre.

Zusätzlich gab es da kürzlich ein Urteil des BVerfG. Daraus ergeben sich Änderungen an den Rahmenbedingungen, welche die Stadt hinnehmen muss.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
Eine "Projektförderpflicht" würde ich so interpretieren alles dafür zu tun dass die versprochenen Kapazitäten und Betriebsqualitäten am Ende auch erreicht werden, ergo: Der Kombibahnhof ist sogar zwingend, wenn man diese Förderpflicht ernst nimmt!
Sebastian2 schrieb:
dt8.de schrieb:
Hier ist es noch einfacher: das Land braucht nur Züge von der Ergänzungsstation über Vaihingen auf die Gäubahn zu bestellen, da gibt es keine Wegalternative.


Nun ist das Land ja Vertragspartner und hat damit zugestimmt, dass solche Verkehre nicht bestellt werden. Das Land kann sich nun nicht einfach hinstellen und sagen "Ätschibätschi Stadt, Deine Grundstücke sind jetzt wertlos".
Wo wurde da explizit "zugestimmt"? Es gibt doch nur eine "Projektförderpflicht". Nun will das Land "S21" ja gar nicht verhindern. Auch das Immobilienprojekt will das Land ja grade durch den Kompromissvorschlag "unterirdische" Ergänzungsstation auch nicht verhindern. und da sagen sogar die Stadtplaner, dass die Station kein Hindernis wäre.
Die Grundstücke werden also nicht "wertlos". Im Gegenteil könnte man eher sagen, durch die dann perfekte Bahnanbindung werden diese Grundstücke noch wertvoller in einer Welt, in der "Klimaschutz" quasi Verfassungsrang hat. Wobei die Stadt auch auf meine Nachfrage mal erklärt hat, dass sie an einer Ausschöpfung einer Wertsteigerung nicht interessiert sei.
Hallo zusammen,
anbei die Passagen aus dem Koalitionsvertrag von Seite 124 und 125:

Initiative „Eisenbahnknoten Stuttgart 2040“: Wir
wollen in einem ständigen Prozess den Eisenbahnknoten
Stuttgart für die Anforderungen weiterer Angebotssteigerungen
in künftigen Jahrzehnten (z. B. auch über einer
Verdoppelung der Fahrgastzahlen im Schienenverkehr
bis 2030 hinaus) zukunftsfähig machen. Wir vereinbaren
daher eine Initiative „Eisenbahnknoten Stuttgart 2040“.
Dazu werden wir die aktuellen und künftigen Chancen
nutzen, um das Bahnprojekt Stuttgart 21 noch in seiner
Umsetzungsphase weiter fortzuentwickeln. Die von uns
bereits eingeleiteten und unterstützten Projektverbesserungen
wie die große Wendlinger Kurve, die Digitalisierung
des Bahnknotens (ETCS) sowie den Erhalt der Panoramabahn
werden wir umsetzen.

Wir befürworten die Umsetzung der im Zuge des Deutschlandtaktes
vorgesehenen Bundesprojekte des beschleunigten
Nordzulaufs, der P-Option und des Ausbaus der
Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen mit dem langen
Gäubahntunnel zum Flughafen. Wir setzen auf eine sehr
zeitnahe Umsetzung der Planungen und der Finanzierung
durch den Bund im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes.
Zu einer für Projektänderungen notwendigen
Anpassung des Finanzierungsvertrages zu Stuttgart 21
sind wir bereit, sofern eine gleichwertige Umsetzungsund
Finanzierungsabsicherung ohne Zusatzkosten für
das Land gesichert und eine schnellstmögliche Umsetzung
gegeben ist.

Für weitere Kapazitäten: Wir setzen uns aktiv für weitere
Ergänzungen ein, die die Kapazitäten von Regionalverkehr
und S-Bahn einschließlich verbesserter Robustheit bei
Störfällen erweitern. Dazu gehören für uns insbesondere
die Nahverkehrs-Ergänzungsstation mit Zuläufen aus drei
Richtungen sowie der perspektivische Ausbau des Nordkreuzes
mit T-Spange und eine Filderspange mit Anbindung
von Kirchheim (Teck).

Es gibt zusätzliche Infrastrukturelemente, die sich baulich
nur noch während der Umsetzungsphase von Stuttgart
21 und der damit zusammenhängenden Bebauung realisieren
lassen. Dazu gehören die Ergänzungsstation und
ihre Zuläufe. Für diese Infrastrukturelemente werden
wir unverzüglich den perspektivischen Bedarf, den verkehrlichen
und volkswirtschaftlichen Nutzen und die
Finanzierungswege (wie Bundes-GVFG) ermitteln sowie
eine Verständigung mit den betroffenen Partnern Stadt

Stuttgart und Verband Region Stuttgart herstellen.

Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich an dem
Projekt Stuttgart 21 mit einem Zuschuss entsprechend
den Regelungen des Finanzierungsvertrags. Der von der
Deutschen Bahn auf eine Beteiligung an den Mehrkosten
erhobenen Klage tritt das Land entgegen und hält dabei
an dem Ziel fest, dass über die im Vertrag genannten
Kostenanteile in Höhe von 930,6 Millionen Euro hinaus
von Seiten des Landes keine Zahlungen zu leisten sind.

Was ist mir aufgefallen:
1) der Gäubahntunnel zum Flughafen wird befürwortet.
2) man setzt sich aktiv für eine Nahverkehrs-Ergänzungsstation mit Zuläufen aus drei
Richtungen ein.
3) Für diese Infrastrukturelementesoll der perspektivische Bedarf, der verkehrliche
und volkswirtschaftliche Nutzen und Finanzierungswege (wie Bundes-GVFG) ermitteln werden.
4) Eine Verständigung mit den betroffenen Partnern Stadt
Stuttgart und Verband Region Stuttgart soll hergestellt werden.

Man möchte also sowohl Gäubahntunnel als auch Ergänzungsstation haben. Für die Ergänzungsstation möchte man dabei gerne Bundesmittel verwenden und man möchte sich mit der Stadt Stuttgart und der Region Stuttgart verständigen.

Das hört sich für mich nach einem sehr dicken Brett an.
Danke für den Text aus dem Koalitionsvertrag!

Eine beachtlich detaillierte Sammlung der offenen Verkehrsprobleme verquickt mit momentanen Vorstellungen, wie man sie beheben könnte. Die eigentlichen Probleme sind aber wohl diejenigen, die schon uralt sind und sich auch in einer Legislaturperiode nicht erledigen lassen. Selbst wenn überraschenderweise S21 in weniger als fünf Jahren voll in Betrieb gehen sollte, wird man sich wohl auch in zehn Jahren noch darüber zanken, wie die Mehrkosten- Milliarden aufzuteilen sind. Dass man für den Ergänzungsbahnhof eine total getrennte neue Finanzierung vereinbaren kann, erscheint bei dem herrschenden Interessen- Durcheinander recht erfolglos. Einzige Hoffnung, und da hilft vielleich wiklich diese "große Koalition": Man findet einen Trick für "Aus den Augen- aus dem Sinn!" Ein gutes Versteck hinter aktuelleren Problemen.

Europäische, vielleicht sogar weltweite Klimaschutz- Politik, (für Deutschland fokussiert, falls der Grünen- Trend bis zur Bundestagswahl durchhalten kann,) könnte einige Rahmenbedingungen in ÖPNV- freundliche Richtung verschieben. Im Autoland könnte manche Änderung krasser ablaufen als bei den Nachbarländern. Stichwort Höchstgeschwindigkeit Autobahn/ Innerorts. Unser Bahn- Schnellverkehr könnte ebenfalls eine Entschleunigung auf europäische Gelassenheit gut vertragen und mit einem Schlag am Ende Pünktlichkeit wiedererlangen. "Deutschlantakt .2" würde Vieles einfacher machen.

Der Grund für diesen Exkurs: Der Ergänzugsbahnhof ist auch nur solch eine vorübergehende Idee. Nicht besser oder schlechter als der zu enge Tiefbahnhof. Verkehr muss in den nächsten Jahren ganz neu geplant werden. Zum Autoverkehr der Zukunft überschlagen sich die Ideen. Bald werden wir sehen, was sich durchsetzen wird. Nicht jeder Bedarf wird sich befriedigen lassen. Der Rest bleibt wieder für die Bahn, so wie heute: Kinder und Senioren brauchen ÖPNV. Die einzige Konstante neben dem Güterschwer- und Fernverkehr, für den die Autobahnen nie reichen werden.

Der Deutschlandtakt .2 wird einen ganz anderen Bedarf abzudecken haben. Vielleicht Start - Ziel orientiert. Über den Tag verteilt kämen dann in Stuttgart z.B. 50 Züge aus 50 Großstädten an. Alle ohne Zwischenhalt, ohne Umsteigen, wie es auf einem Flughafen zugeht. Tiefbahnhof und Ergänzungsbahnhof würden ihre Aufgaben vertauschen müssen. Der Tiefbahnhof mit seinen auf Durchbindungen optimierten Bahnsteigen wäre für S-Bahnen und ÖPNV sowieso besser geeignet. Für Leute ohne Gepäck.
Chris-S schrieb:

Was ist mir aufgefallen:
1) der Gäubahntunnel zum Flughafen wird befürwortet.
2) man setzt sich aktiv für eine Nahverkehrs-Ergänzungsstation mit Zuläufen aus drei
Richtungen ein.
3) Für diese Infrastrukturelementesoll der perspektivische Bedarf, der verkehrliche
und volkswirtschaftliche Nutzen und Finanzierungswege (wie Bundes-GVFG) ermitteln werden.
4) Eine Verständigung mit den betroffenen Partnern Stadt
Stuttgart und Verband Region Stuttgart soll hergestellt werden.

Man möchte also sowohl Gäubahntunnel als auch Ergänzungsstation haben. Für die Ergänzungsstation möchte man dabei gerne Bundesmittel verwenden und man möchte sich mit der Stadt Stuttgart und der Region Stuttgart verständigen.

Das hört sich für mich nach einem sehr dicken Brett an.
Zumal, siehe aktuelle DS, die angesetzten Kosten für diesen Tunnel nicht annährend den tatsächlichen Kosten entsprechen dürften!
Auch das soll dann der Bund zahlen....
rad3m schrieb:
Dass man für den Ergänzungsbahnhof eine total getrennte neue Finanzierung vereinbaren kann, erscheint bei dem herrschenden Interessen- Durcheinander recht erfolglos.
Da gibt es Beispiele, die schon funktioniert haben. Zum Beispiel die Änderungen, die unter "3. Gleis" bekannt sind, die Grosse Wendlinger Kurve oder auch die "digitale" Signalisierung. In jedem Fall wurden Teile des ursprünglichen Projekts durch andere, erweiterte Planungen ersetzt. Finanzierung jeweils eine Mischung aus Extragaben eines oder mehrerer Projektbeteiligter und auch durch Übernahme eines Teils der Finanzierung des Originalprojekts. Die neue Signalisierung wird z.B. mit 160 Millionen aus dem S-21-Etat finanziert, der Rest aus anderen Quellen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker