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Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
[ted.europa.eu] 2021/S 085-220150
******************************************

II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:
Ausschreibung/Teilnetz Ländchesbahn
Referenznummer der Bekanntmachung: Ausschreibung 2023-Ländchesb

II.1.4)Kurze Beschreibung:
Gegenstand dieser Vergabe sind Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Zuständigkeitsbereich des Auftraggebers.
Die zu vergebenden Leistungen sind im Teilnetz Ländchesbahn auf folgenden Strecken zu erbringen:
— RMV-Linie RB 21: Limburg – Niedernhausen – Wiesbaden Hbf.
Die Leistungen sind mit 10 Dieseltriebwagen zu erbringen, die dem Auftragnehmer durch den Auftraggeber über die Fahrzeugmanagement
Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma), verpflichtend zur Verfügung gestellt werden.

Die zu vergebenden Leistungen umfassen im Fahrplanjahr 2023 insgesamt ca. 0,521 Mio. Zugkilometer/Jahr. Die zu vergebenden Leistungen umfassen
zudem die Instandhaltung der von der fahma zur Verfügung gestellten 10 Dieseltriebwagen.
Das o. g. Teilnetz wird nur als Gesamtleistung vergeben.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 11/12/2022
Ende: 11/12/2032
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:
Der Auftraggeber hat das Recht, die Laufzeit des Verkehrs-Service-Vertrages unter ansonsten unveränderten Bedingungen bis zum nächsten internationalen
Fahrplanwechsel, maximal jedoch um 13 Monate zu verlängern (§ 132 Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 GWB). Diese Verlängerungsoption kann insgesamt zweimal ausgeübt
werden. Nähere Einzelheiten sind § 2 Absatz 3 VSV zu entnehmen.

IV.1.1)Verfahrensart
Nichtoffenes Verfahren

IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2017/S 074-142149

IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge

Tag: 31/05/2021
Ortszeit: 12:00

IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 04/06/2021

IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 11/01/2022

Mit freundlichen Grüßen
Knut Rosenthal

https://abbestellungen.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png https://liniensignets.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png
https://reaktivierungen.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png
https://wettbewerb.spnv-deutschland.de/Grafiken/Linkbutton.png
Knut Rosenthal schrieb:
Die Leistungen sind mit 10 Dieseltriebwagen zu erbringen, die dem Auftragnehmer durch den Auftraggeber über die Fahrzeugmanagement
Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma), verpflichtend zur Verfügung gestellt werden.

Hallo,

das heißt, die derzeit eingesetzten Desiros und GTW 2/6 der HLB werden unabhängig vom künftigen Betreiber verschwinden. Vielleicht fahren die ab 2023 in Osteuropa?
Bis dahin sollen die Bahnsteige auf 76 cm gebracht werden (Klick). Die derzeit eingesetzten 55er-Fahrzeuge sind ja eher ein Kompromiss zwischen 76 cm (Niedernhausen, Wiesbaden Hbf) und den Zwischenhalten (ca. 20 cm).

Gruß

Limburg-Durchläufer und Bahnsteighöhen

geschrieben von: Pinne46

Datum: 03.05.21 11:02

VT 516 schrieb:
das heißt, die derzeit eingesetzten Desiros und GTW 2/6 der HLB werden unabhängig vom künftigen Betreiber verschwinden. Vielleicht fahren die ab 2023 in Osteuropa?
Bis dahin sollen die Bahnsteige auf 76 cm gebracht werden (Klick). Die derzeit eingesetzten 55er-Fahrzeuge sind ja eher ein Kompromiss zwischen 76 cm (Niedernhausen, Wiesbaden Hbf) und den Zwischenhalten (ca. 20 cm).

Gruß
Guten Tag!

In der Ausschreibung wird auch auf Durchläufer von/nach Limburg abgehoben, siehe Bestandsfahrplan.

Bezüglich der Modernisierung der Stationen entlang der Ländchesbahn war ja ein Kernargument, dass die „neuen“ Triebwagen ab 2022/23 76cm-Bahnsteige voraussetzen bzw. mit den Niedrigbahnstiegen 38…20 nicht zurechtkommen.

Frage: Wie sieht das denn auf der Main-Lahn-Bahn zwischen Niedernhausen und Limburg aus?

Der Bahnsteigbestand unterhalb 76 cm dürfte derzeit ungefähr so aussehen:

* Idstein – Gleis 1: 34cm
* Bad Camberg - Gleis 1: 38 cm
* Oberbrechen – Gleis 1: 30 cm
* Lindenholzhausen – Gleis 1: 24 cm
* Lindenholzhausen – Gleis 2: 30 cm


Werden all diese Bahnsteige bis Dezember 2022 auch auf 76 cm angehoben?

Und was wenn nicht?

Grüße
Pinne46
Knut Rosenthal schrieb:
Zitat:
Die Leistungen sind mit 10 Dieseltriebwagen zu erbringen, die dem Auftragnehmer durch den Auftraggeber über die Fahrzeugmanagement
Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma), verpflichtend zur Verfügung gestellt werden.

Liege ich richtig mit der Annahme, dass die zu verwendenden Dieseltriebwagen jene 10 Lint 41/H sind, welche Ende 2022 auf der Taunus- und der Königsteiner Bahn durch iLints ersetzt werden?
Waldviertlerbahn schrieb:Zitat:
Knut Rosenthal schrieb:
Zitat:
Die Leistungen sind mit 10 Dieseltriebwagen zu erbringen, die dem Auftragnehmer durch den Auftraggeber über die Fahrzeugmanagement
Region Frankfurt RheinMain GmbH (fahma), verpflichtend zur Verfügung gestellt werden.

Liege ich richtig mit der Annahme, dass die zu verwendenden Dieseltriebwagen jene 10 Lint 41/H sind, welche Ende 2022 auf der Taunus- und der Königsteiner Bahn durch iLints ersetzt werden?
Ja, es sei denn du wüsstest andere zehn ab Dezember 2022 freie Dieseltriebwagen im Besitz der fahma? Itinos können es ja wohl nicht sein,da diese im Odenwald vollständig benötigt werden.

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Das steht - in meinem Reiseführer
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Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Limburg-Durchläufer und Bahnsteighöhen

geschrieben von: Christof_K

Datum: 03.05.21 14:37

Pinne46 schrieb:
VT 516 schrieb:
das heißt, die derzeit eingesetzten Desiros und GTW 2/6 der HLB werden unabhängig vom künftigen Betreiber verschwinden. Vielleicht fahren die ab 2023 in Osteuropa?
Bis dahin sollen die Bahnsteige auf 76 cm gebracht werden (Klick). Die derzeit eingesetzten 55er-Fahrzeuge sind ja eher ein Kompromiss zwischen 76 cm (Niedernhausen, Wiesbaden Hbf) und den Zwischenhalten (ca. 20 cm).

Gruß
Guten Tag!

In der Ausschreibung wird auch auf Durchläufer von/nach Limburg abgehoben, siehe Bestandsfahrplan.

Bezüglich der Modernisierung der Stationen entlang der Ländchesbahn war ja ein Kernargument, dass die „neuen“ Triebwagen ab 2022/23 76cm-Bahnsteige voraussetzen bzw. mit den Niedrigbahnstiegen 38…20 nicht zurechtkommen.

Frage: Wie sieht das denn auf der Main-Lahn-Bahn zwischen Niedernhausen und Limburg aus?

Der Bahnsteigbestand unterhalb 76 cm dürfte derzeit ungefähr so aussehen:

* Idstein – Gleis 1: 34cm
* Bad Camberg - Gleis 1: 38 cm
* Oberbrechen – Gleis 1: 30 cm
* Lindenholzhausen – Gleis 1: 24 cm
* Lindenholzhausen – Gleis 2: 30 cm


Werden all diese Bahnsteige bis Dezember 2022 auch auf 76 cm angehoben?

Und was wenn nicht?

Grüße
Pinne46
Hallo,

also ich habe noch nicht gehört, dass die Bahnsteige angehoben werden sollen. Aber du hast in der Auflistung Limburg vergessen. In Limburg haben wir 3 Bahnsteighöhen:
Gleise 4 und 5: 76 cm
Gleise 2 und 3: 55 cm
Gleise 1 und 8: Naja, vielleicht sind es 30 cm, vielleicht auch weniger.
Während die Gleise 2 und 8 nur in Richtung Westen (Diez, Staffel) genutzt werden können, fahren sehr viele Züge Richtung Niedernhausen von Gleis 1 ab.

Gruß

Christof

Re: Limburg-Durchläufer und Bahnsteighöhen

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 03.05.21 15:45

Hej,

Pinne46 schrieb:
Guten Tag!

In der Ausschreibung wird auch auf Durchläufer von/nach Limburg abgehoben, siehe Bestandsfahrplan.
nein, die Durchläufer werden deutlich minimiert, da ab diesen Dezember ein täglicher Stundentakt auf der RB22 gefahren wird. Es verbleiben nur Mo-Fr in der HVZ(bzw. ein Mittagszug für Schüler) auf der Main-Lahn-Bahn.


Pinne46 schrieb:
Frage: Wie sieht das denn auf der Main-Lahn-Bahn zwischen Niedernhausen und Limburg aus?

Der Bahnsteigbestand unterhalb 76 cm dürfte derzeit ungefähr so aussehen:

* Idstein – Gleis 1: 34cm
* Bad Camberg - Gleis 1: 38 cm
* Oberbrechen – Gleis 1: 30 cm
* Lindenholzhausen – Gleis 1: 24 cm
* Lindenholzhausen – Gleis 2: 30 cm


Werden all diese Bahnsteige bis Dezember 2022 auch auf 76 cm angehoben?

Und was wenn nicht?

Grüße
Pinne46
Bisher habe ich noch nichts von einem Umbau gehört - Für Lindenholzhausen waren mal Bauarbeiten geplant, ob da aber auch eine Bahnsteigerhöhung dabei war, kann ich nicht sagen. Ich hatte nur die Pläne für den BÜ Umbau in der Hand, der aber auch noch nicht passiert ist(wenn er denn überhaupt noch kommt).

Und zum künftigen Betreiber: Es wird eh die HLB, da könnt man drauf wetten...

Gruß
Tz 4683
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Mein Dank an Knut Rosenthal für die Info zur Ausschreibung.

Für mich gehört Wiesbaden - Niedernhausen elektrifiziert und danach müsste ein Konzept mit durchgehenden elektrischen Zügen von Wiesbaden bis Limburg eingerichtet werden.
Die Ländchesbahn hätte danach das Potenzial auch als Umleitungsstrecke für Limburger Güterzüge genutzt zu werden.
Anscheinend sind hierzu weder die Deutsche Bahn, noch das Bundesland Hessen oder der RMV fähig.
Das gilt auch für die RBn 11, 12, 15 + 16, die ja auch längst augeschrieben sein soll(t)en.
Diesel unter Strom - schlimmer geht es nicht.

Re: Vergabeverfahren "Ländchesbahn"

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 03.05.21 20:49

Tz 4683 schrieb:
Und zum künftigen Betreiber: Es wird eh die HLB, da könnt man drauf wetten...
Könnte man, muß aber nicht sein, da die Fahrzeuge ja gestellt werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 20:51.
Hej,

Der Mann aus dem Feld schrieb:
Diesel unter Strom - schlimmer geht es nicht.
es geht so - Positiv ist auf jeden Fall, dass die Fahrten deutlich verringert werden.

- Mo-Fr Ri. Limburg von 7 auf 6
- Mo-Fr Ri. Niedernhausen von 6 auf 4
- Sa Ri. Limburg von 3 auf 0
- Sa Ri. Niedernhausen von 3 auf 0
- So Ri. Limburg von 10 auf 0
- So Ri. Niedernhausen von 9 auf 0

Natürlich wäre eine elektrifizierung der Ländchesbahn gut, aber eher unwahrscheinlich.

Zum Glück hat man das abendliche Zugpaar FL(22:18) - FF(23:31/00:28) - FL(01:41) schon länger auf 143+Dosto umgestellt - Hier wurde komplett und Fahrdraht gedieselt.

Gruß
Tz 4683
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Re: "Ländchesbahn"

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 03.05.21 21:24

Der Mann aus dem Feld schrieb:
Für mich gehört Wiesbaden - Niedernhausen elektrifiziert ....
Die Ländchesbahn hätte danach das Potenzial auch als Umleitungsstrecke für Limburger Güterzüge genutzt zu werden.
Anscheinend sind hierzu weder die Deutsche Bahn, noch das Bundesland Hessen oder der RMV fähig.
Das Land Hessen (und auch der RMV) hätte(n) schon interesse, ab die Deutsche Bahn mag nicht.

Als Umleitungsstrecke wäre die elektrifizierte Ländchesbahn nur nutzbar, wenn man (seinerzeit mit dem Bau der Schnellfahrstrecke zum Abzw. Breckenheim) auch den Ausbau der Kurve von Erbenheim nach Wiesbaden-Ost (Strecke 3503) vorgenommen hätte. (Die Bahn hatte das Geld dafür vom Bund einkassiert, aber die Strecke nicht gebaut bzw. nicht erneuert. Für diese Kurve hatte der Bund 40 Mio Euro bereitgestellt, die erst nach vielen Jahren und wiederholten Mahnungen des Bundesrechnungshofes (teilweise) zurückgezahlt wurden.*

* http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/110/1611000.pdf Seite 115

Taunusstrecke: Durchläufer und geringe Bahnsteighöhen

geschrieben von: ETLO 528

Datum: 03.05.21 21:29

Tz 4683 schrieb:
Hej,
nein, die Durchläufer werden deutlich minimiert, da ab diesen Dezember ein täglicher Stundentakt auf der RB22 gefahren wird.
Es verbleiben nur Mo-Fr in der HVZ(bzw. ein Mittagszug für Schüler) auf der Main-Lahn-Bahn.

Bisher habe ich noch nichts von einem Umbau gehört - Für Lindenholzhausen waren mal Bauarbeiten geplant, ob da aber auch eine
Bahnsteigerhöhung dabei war, kann ich nicht sagen. Ich hatte nur die Pläne für den BÜ Umbau in der Hand, der aber auch noch nicht
passiert ist(wenn er denn überhaupt noch kommt).

Und zum künftigen Betreiber: Es wird eh die HLB, da könnt man drauf wetten...
Auch bei reduzierter Zahl der Durchläufer Wiesbaden - Limburg bleibt das Problem der zu niedrigen Bahnsteige,
allerdings sind Schüler und Berufstätige ja auch deutlich sportlicher, als der "Rest der Gesellschaft" ;-))
Haben die Lint41/H wenigstens Schiebetritte?

Der "Umbau" in Lindenholzhausen beschränkte sich bislang auf die Befestigung eines kurzen Bahnsteigabschnitts,
der in Fahrtrichtung Limburg aber nur einen trocknen Ein- und Ausstieg zur schiebenden 143 (114) sicherstellt ;-)
Die Stadt Limburg hat sich bisher gegen eine Kostenbeteiligung für die Bahnsteiganhebung gewehrt, weil sie der
Auffassung ist, dass dies ja eine Anlage im Eigentum der DB ist, die dafür dann auch die Stationsgebühren bekommt.
Für die Umbauten in Eschhofen oder Limburg wurden in der Vergangenheit auch keine Kostenbeteiligungen gefordert.

Die Wette mit der Vergabe an die HLB ist schon gewonnen ...
(... da sich der liebe Knut mit dem lieben Veit immer so einig ist.)

Re: Vergabeverfahren "Ländchesbahn"

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 03.05.21 21:29

Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
Tz 4683 schrieb:
Und zum künftigen Betreiber: Es wird eh die HLB, da könnt man drauf wetten...
Könnte man, muß aber nicht sein, da die Fahrzeuge ja gestellt werden.
Na klar kann jeder gewinnen, aber (Achtung: Meine Meinung) die HLB ist Liebling des RMV und gewinnt nicht nur Bestandsstrecken(RB11, 12, 15, 16, 46, 47 und 48), sondern gweinnt auch ordentlich dazu(RB58, RE59 und RB75).

Dann hat die HLB noch Leistungen im Mittelhessennetz ergattert(oder ist da noch ein Einspruch der DB offen?).

Gruß
Tz 4683
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"Ländchesbahn" und GV > 40 Mio für NIX

geschrieben von: ETLO 528

Datum: 03.05.21 21:40

Zp9b an Gleis 9 3/4 schrieb:
Als Umleitungsstrecke wäre die elektrifizierte Ländchesbahn nur nutzbar, wenn man (seinerzeit mit dem Bau der Schnellfahrstrecke zum Abzw. Breckenheim) auch den Ausbau der Kurve von Erbenheim nach Wiesbaden-Ost (Strecke 3503) vorgenommen hätte. (Die Bahn hatte das Geld dafür vom Bund einkassiert, aber die Strecke nicht gebaut bzw. nicht erneuert. Für diese Kurve hatte der Bund 40 Mio Euro bereitgestellt, die erst nach vielen Jahren und wiederholten Mahnungen des Bundesrechnungshofes (teilweise) zurückgezahlt wurden.*
* http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/110/1611000.pdf Seite 115
Danke, dass Du das jetzt gleich parat hattest, ich hätte erst mal suchen müssen ;-)

Auf dem ehemaligen Verbindungsgleis Richtung WI Ost stehen jetzt zahlreiche Fahrleitungsmasten,
für deren Aufstellung immer ein paar Meter Gleis entfernt wurden. Die Nutzung im Güterverkehr wäre
auch ein Segen für den Kalkverkehr aus dem Aartal (Fa. SchaeferKalk in Hahnstätten) zu Dyckerhoff
nach WI Amöneburg gewesen, da man damit den von den Anwohnern der "Langenschwalbacher Bahn"
zutiefst verhassten Güterverkehr statt über die Eiserne Hand "leise außenrum" hätte führen können
(was rein technisch immer noch möglich bleibt, aber mit Kopf machen im Hbf).

Gruß
ETLO 528

Re: "Diesel unter Strom" + "Ländchesbahn"

geschrieben von: Zp9b an Gleis 9 3/4

Datum: 03.05.21 21:42

Tz 4683 schrieb:
Positiv ist auf jeden Fall, dass die Fahrten deutlich verringert werden.
Naja, die in Wiesbaden Werktätigen aus dem Raum Limburg - Idstein wären über umsteigefreie Verbindungen sicher froh (insbesondere, wenn es mit den Anschlüssen in Niedernhausen nicht klappt).

Re: "Diesel unter Strom" + "Ländchesbahn"

geschrieben von: luchs

Datum: 03.05.21 22:30

Ich halte das auch für eine beschissene Idee und eine deutliche Verschlechterung für die Ländchesbahn. Der größte Teil der Fahrgäste fährt von Wiesbaden aus über Niederhausen hinaus weiter.

Ja, hätte man damals die Normalspurige Stadtbahn in Wiesbaden realisiert, hätte das mit einer Durchbindung in die Innenstadt noch mal viel attraktiver werden können :-(. So fährt die Ländchesbahn ja eher im großen Bogen um Wi herum und der Hbf ist auch nicht besonders zentral gelegen (aber durch die Neubau vieler Bürogebäude östlich nahe an vielen Arbeitsplätzen).

Luchs.

Re: Vergabeverfahren "Ländchesbahn"

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 03.05.21 23:49

Tz 4683 schrieb:Zitat:
Na klar kann jeder gewinnen, aber (Achtung: Meine Meinung) die HLB ist Liebling des RMV und gewinnt nicht nur Bestandsstrecken(RB11, 12, 15, 16, 46, 47 und 48), sondern gweinnt auch ordentlich dazu(RB58, RE59 und RB75).

Dann hat die HLB noch Leistungen im Mittelhessennetz ergattert(oder ist da noch ein Einspruch der DB offen?).
Wie gut, dass du es auf deine Meinung einschränkst, das muss nämlich wirklich nicht zwingend die Einstellung des RMV sein...
Spannend wäre doch die Frage, wo die HLB Ausschreibungen verloren hat - beispielsweise hatte man sich ja als Cantus auf das S-Bahnnetz Los Kleyer beworben (mit Desiro Mainline anstatt 430er). Für das Main-Neckar-Ried-Netz hatte man eine Fahrzeugausschreibung gestartet, die aber recht zeitig zurückgezogen wurde.
Und wie es in Mittelhessen ausgeht ist doch noch sehr offen oder habe ich etwas überlesen?

Insofern kann man das Ganze nicht so einfach aus der Ferne bewerten ohne nicht alle Fakten zu kennen.

Zudem heißt "Liebling" nicht automatisch Gewinner, darf es ja auch nicht, weil es ansonsten gute Gründe gäbe, gegen entsprechende Vergaben erfolgreich vorzugehen. Dass beim RMV involvierte Personen wirklich sowas wie "Lieblingsunternehmen" haben bzw. auch das Gegenteil davon, ist mir auch geläufig. Ich würde da aber weniger von HLB an vorderster Front sprechen als von anderen. Glücklicherweise lösen sich manche Problem von Selbst auf, wenn man sich einige ungeliebte Unternehmen anschauen, die jetzt eben nicht mehr an Vergaben im RMV-Gebiet teilnehmen (können).

Btw: Ich erinnere daran, dass die Wartung der Wasserstofftriebwagen durch DB in Griesheim erfolgt, also nicht durch die HLB, wie die bisherige Flotte der Taunusbahn.

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Der Mann aus dem Feld schrieb:
Zitat:
Für mich gehört Wiesbaden - Niedernhausen elektrifiziert und danach müsste ein Konzept mit durchgehenden elektrischen Zügen von Wiesbaden bis Limburg eingerichtet werden.
Entweder das oder eine Einbindung in ein innerstädtisches Straßenbahnnetz, was derzeit leider wieder in weiter Ferne liegt.



Der Mann aus dem Feld schrieb:
Zitat:
Die Ländchesbahn hätte danach das Potenzial auch als Umleitungsstrecke für Limburger Güterzüge genutzt zu werden.
Das sehe ich eher nicht. Wenn es zu der von Rheinland-Pfalz gewünschten Elektrifizierung Koblenz - Limburg kommen sollte, gäbe es ja schon eine entsprechende Umleitungsstrecke.




Der Mann aus dem Feld schrieb:
Zitat:
Anscheinend sind hierzu weder die Deutsche Bahn, noch das Bundesland Hessen oder der RMV fähig.
Die Kommunikation und Verfolgung von Elektrifizierungsnacholbedarf in Hessen beim Bund ist noch deutlich Optimierungsbedürftig. Neben dem Taunusnetz hätte die Odenwaldbahn für mich eine hohe Priorität, weil das bestehende Fahrzeugkonzept so langfristig nicht mehr funktioniert, aber durch das Fahrplankonzept und die Infrastruktur kaum etwas anderes möglich ist.


Der Mann aus dem Feld schrieb:
Das gilt auch für die RBn 11, 12, 15 + 16, die ja auch längst augeschrieben sein soll(t)en.
Diesel unter Strom - schlimmer geht es nicht.
Läuft nicht bereits etwas in Richtung Verkehrsvergabe für das Taunusbahnnetz? Immerhin ist die Verkehrsleistung auch hier abgekoppelt von der Fahrzeugbeschaffung, die ja unabhängig umgesetzt wird.
Absurd ist echt, dass hier weite Teile des Netzes elektrifiziert sind, die Fahrzeuge aber keine (partielle) Stromabnahme ab Fahrleitung haben werden, sondern als Muster für Wasserstofffahrzeuge dienen sollen, nur weil in Höchst zufälligerweise Wasserstoff produziert wird.

Bei der RB11 steht zudem in Zukunft die Umstellung auf Zweisystemstadtbahnen an.
Und die RB15 wird mit fortschreitender Verlängerung der S5 in den Hochtaunus immer stärker zur abseits liegenden Insellinie.

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Re: "Diesel unter Strom" + "Ländchesbahn"

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 04.05.21 07:02

luchs schrieb:
Ich halte das auch für eine beschissene Idee und eine deutliche Verschlechterung für die Ländchesbahn. Der größte Teil der Fahrgäste fährt von Wiesbaden aus über Niederhausen hinaus weiter.
Wiesbaden unterliegt bei den Pendlern eben gegen Frankfurt - Ähnlich wie auf der KRM wo es ja nur noch zwei Zugpaare(Mo-Fr) gibt, weil eben alle nach Frankfurt wollen.

Und wer von Limburg bis Wiesbaden fährt, nimmt mittlerweile den X72(der ja auch schneller ist).

Gruß
Tz 4683
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Re: "Diesel unter Strom" + "Ländchesbahn"

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 04.05.21 12:59

Tz 4683 schrieb:Zitat:
Und wer von Limburg bis Wiesbaden fährt, nimmt mittlerweile den X72(der ja auch schneller ist).
Ist der mit RMVsmart nicht auch erheblich billiger? Mir war es jedenfalls so, dass dies ein Musterfall war, wo RMVsmart den "konventionellen" RMV-Tarif auf längerer Strecke massiv unterschreitet...

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