DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Südbahnforum vom 22.4.2021


... der Abbau ist im Gange. Die Gleise werden in handliche 5-Meter Stücke geschnitten und von Niederbiegen in Arbeitsrichtung Baienfurt samt Schwellen ausgebaut. ...

>>> Beitrag mit Fotos

Gruß, Marko
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....

Re: Niederbiegen - Baienfurt - Gleise werden abgebaut

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 02.05.21 18:55

Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
Gibt es für die Strecke überhaupt Ideen für eine Reaktivierung?

Und wenn nicht, dann ist das halt so...

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]

Link zur Karte

geschrieben von: sflori

Datum: 02.05.21 19:46

Es handelt sich um die graue Strecke hier:
[openrailwaymap.org]

Ich sehe da keinen Verkehrsbedarf, da die Strecke völlig neu zu bauen gewesen wäre.
Neben der Papierfabrik sehe ich da auch keinen potentiellen Güterkunden.

Wer den Zug nehmen möchte, fährt eh direkt nach Niederbiegen zum Bahnhof.


Bye. Flo.

Re: Link zur Karte

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 02.05.21 20:35

Einwand erledigt infolge Dahinscheidens des potenziellen Güterkunden.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 22:58.

Re: Link zur Karte

geschrieben von: junglok13

Datum: 02.05.21 21:41

sflori schrieb:
Neben der Papierfabrik sehe ich da auch keinen potentiellen Güterkunden.
Die Papierfabrik war doch der einzige Kunde dieser Strecke der letzten Jahrzehnte. Die Papierfabrik ist aber schon seit über 10 Jahren fertig, sie wird nur noch abgewickelt. Nun entsteht dort ein neues Industriegebiet, mit eben vielen kleinen Firmen.

Daher ja es gibt keinen größeren Bedarf mehr, für Güter.
Für Personentransport, müsste man eh ne neue Strecke bauen, welche mehr dem Siedlungsverlauf folgt. Viel von der alten Stecke hätte man auch da nicht nutzen können.

Es ist halt ein Stück Zeitgeschichte, welches verloren geht.

Ähnlich wie in Weingarten der Güterbahnhof und insbesondere eben auch dort die Gleise welche am Ende nach Niederbiegen führten. Heute komplett überbaut mit einem neuen Wohnviertel.
In 10 Jahren werden sich die Jüngeren wohl fragen, wieso die Bushaltestelle in Weingarten Güterbahnhof heißt, ähnlich wie in Tettnang Bahnhof, obwohl beides mal es am Bahnhof keine Gleise mehr gibt.

Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: diezge

Datum: 02.05.21 22:14

Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
...sollte man vielleicht einfach die Finger von der Tastatur lassen.

Du kannst uns sicher erklären, was eine gerade mal zwei Kilometer lange Stichstrecke zu einem Ort mit 7000 Einwohnern mit der Verkehrswende zu tun hat. Darüber hinaus ist die Streckengeschwindigkeit sehr niedrig, ein Teil lief sogar auf der Straße. Es hätten also ständig Sicherungsposten dabei sein müssen. Außerdem war schon lange vor der großen Stilllegungswelle der Bundesbahn das Fahrgastaufkommen so niedrig, dass die 1911 gebaute Strecke bereits 1938(!) für den Personenverkehr stillgelegt wurde.

Die Strecke wurde 2014 übrigens ausgeschrieben und es hat sich niemand gemeldet, der die Strecke übernehmen wollte. Daraufhin wurde sie 2015 offiziell stillgelegt. Von schnell Fakten schaffen nach sechs Jahren kann also beim Besten Willen keine Rede sein.

Ja, auch ich finde es doof, wenn Schieneninfrastruktur stillgelegt und abgebaut wird. Aber in diesem Fall hält sich der Schaden wirklich in Grenzen.

Aber Hauptsache irgendeinen Standardspruch rausgerotzt, anstatt dass man sich mal über die örtlichen Gegebenheiten informiert, nachdenkt und dann seinen Senf dazu gibt.


Grüße,

diezge

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: Henra

Datum: 02.05.21 22:22

diezge schrieb:
Du kannst uns sicher erklären, was eine gerade mal zwei Kilometer lange Stichstrecke zu einem Ort mit 7000 Einwohnern mit der Verkehrswende zu tun hat.

Güterverkehr?
Industriegebiet?

Aber hier im S-Bahn Knutscher Forum kennt man sowas ja gar nicht mehr und es wird auch nicht als Teil der Verkehrswende betrachtet.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 22:23.

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: diezge

Datum: 02.05.21 22:46

Henra schrieb:
diezge schrieb:
Du kannst uns sicher erklären, was eine gerade mal zwei Kilometer lange Stichstrecke zu einem Ort mit 7000 Einwohnern mit der Verkehrswende zu tun hat.

Güterverkehr?
Industriegebiet?

Aber hier im S-Bahn Knutscher Forum kennt man sowas ja gar nicht mehr und es wird auch nicht als Teil der Verkehrswende betrachtet.
Hallo,

welcher Güterverkehr soll das sein? Da kommt höchstens ein Gewerbegebiet mit vielen kleinen Firmen hin, die jetzt nicht unbedingt Bedarf für eine Bahnverladung haben. Die Papierfabrik, die dort als letztes beliefert wurde, ist lange Geschichte.

Du musst die Zeit und die Kosten einrechnen. Bis der Zug von Baienfurt nach Niederbiegen gefahren ist, ist der Lkw schon in Biberach. Des Weiteren hat die Gemeinde Baienfurt kein Interesse an der Bahnstrecke, da sie die Fläche zur städtebaulichen Entwicklung braucht.

Wie gesagt, mir gefällt das auch nicht aber man muss dabei halt nicht den eisenbahnliebhaberischen sondern den betriebswirtschaftlichen Blick drauf werfen.


Grüße,

diezge

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: MartinKBS751

Datum: 02.05.21 23:37

Henra schrieb:
Güterverkehr?
Industriegebiet?

Den entscheidenen Fehler hat m.E. die Gemeinde Baienfurt gemacht, indem sie das großflächige Industriegebiet in kleine Parzellen aufgeteilt und an zahlreiche (Klein-)Unternehmen verkauft hat, die auch an einem x-beliebigen Kreisverkehr gepasst hätten. Heutzutage dürfte es nahezu unmöglich sein in der Region ein zusammenhängendes Industriegebiet in der Größe durchzubringen. Zudem hat zu der Zeit als die Papierfabrik dicht gemacht hat ein großer Holzindustrieller Flächen gesucht und am Wunschort hat ihm eine BI die Ansiedelung zunichte gemacht. Baienfurt wäre da ne gute Alternative gewesen, Chance verpasst, ist ja nicht das erste mal. Güter gehören zwar auf die Bahn, aber bei uns passts halt grad nicht. Zudem gibt es mehre unübersichtliche und unbeschrankte Bahnübergänge mitten im Ort, das würde in der heutigen Zeit nicht lange gut gehen und für einen ordentlichen Ausbau will keiner Geld ausgeben


Viele Grüsse
Martin

Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 03.05.21 01:36

dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!

So, weiter im Programm:
Durch Weingarten (25.000 EW) hindurch bis zum Abzweig Ulmer Straße. Dort weiter in Richtung Altstadt Ravensburg (Kernstadt der 50.000 EW Stadt), der Gartenstraße folgend. Halt am St. Elizabethen Klinikum, weiter bis vor die Stadttore an der Schussenstraße.
Von dort der Schussenstraße folgend bis zum Bahnhof Ravensburg. Einfädelung zur "Staatsbahn" vor oder nach dem Bahnhof, oder auch erstmal "unten durch" - wie belieben.

Ab dort wieder als "Lumpensammler" alles abklappern (den sinnlosen "International Airport" inkl.) bis Friedrichshafen Stadt.

Und falls die Stadt Friedrichshafen, Zeit, Lust und Geld hat (was in Tübingen und Reutlingen der Fall wäre), könnte man noch einen Stadtbezirk damit zusätzlich erschließen. Wie wäre es z.B. mit dem Industriegebiet der ZF- und MTU-Werke?

Aber ich merke schon: Das übersteigt jegliche Vorstellungskraft aller Kleingeister, denen kein Verkehrskonzept zwischen ICE und Audi A8 einfällt!

Natürlich gäbe es bei solch einer Entwicklung mannigfaltige Hürden und Herausforderungen. Keine Frage.
Aber Dieter Ludwig hatte dazu einst die treffenden Worte zur Entwicklung des Karlsruher Modells gesagt: "Die Bundesbahn fand zu jeder unserer Lösungen immer ein passendes Problem".


So und jetzt bitte weiterschlafen!
Ach ja: Und Tanken nicht vergessen. ;-)

Grüße,
Dirk
Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
Mimimi. Mimimi

Wenn es keinen Sinn macht, dann weg damit.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: diezge

Datum: 03.05.21 02:24

Dirk Mattner schrieb:
dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!

So, weiter im Programm:
Durch Weingarten (25.000 EW) hindurch bis zum Abzweig Ulmer Straße. Dort weiter in Richtung Altstadt Ravensburg (Kernstadt der 50.000 EW Stadt), der Gartenstraße folgend. Halt am St. Elizabethen Klinikum, weiter bis vor die Stadttore an der Schussenstraße.
Von dort der Schussenstraße folgend bis zum Bahnhof Ravensburg. Einfädelung zur "Staatsbahn" vor oder nach dem Bahnhof, oder auch erstmal "unten durch" - wie belieben.

Ab dort wieder als "Lumpensammler" alles abklappern (den sinnlosen "International Airport" inkl.) bis Friedrichshafen Stadt.

Und falls die Stadt Friedrichshafen, Zeit, Lust und Geld hat (was in Tübingen und Reutlingen der Fall wäre), könnte man noch einen Stadtbezirk damit zusätzlich erschließen. Wie wäre es z.B. mit dem Industriegebiet der ZF- und MTU-Werke?

Aber ich merke schon: Das übersteigt jegliche Vorstellungskraft aller Kleingeister, denen kein Verkehrskonzept zwischen ICE und Audi A8 einfällt!

Natürlich gäbe es bei solch einer Entwicklung mannigfaltige Hürden und Herausforderungen. Keine Frage.
Aber Dieter Ludwig hatte dazu einst die treffenden Worte zur Entwicklung des Karlsruher Modells gesagt: "Die Bundesbahn fand zu jeder unserer Lösungen immer ein passendes Problem".


So und jetzt bitte weiterschlafen!
Ach ja: Und Tanken nicht vergessen. ;-)

Grüße,
Dirk
Hallo,

Dein Vorschlag in Ehren. Er hört sich sogar gar nicht so schlecht an. Es gab ja mal eine Straßenbahn mit ungefähr diesem Streckenverlauf.

Geh zu den Kreistagspolitikern, hol das Verkehrsministerium ins Boot. Wenn Du es schaffst, dass Deine Vorschläge Gehör finden und näher betrachtet werden, dann ziehe ich meinen Hut vor Dir.

Aber bis dahin sind das dann halt nur unrealistische Träumereien.


Grüße,

diezge

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: De David

Datum: 03.05.21 03:08

Genau so siehts aus. In google earth kann man sichs ja schön ansehen, Stand von 2000, 2006, 2014 und 2019, wie sich da alles entwickelt hat und wie es den Bach runter ging.
Das Bähnchen war echt einzig für die Papierfabrik da, und seit die nicht mehr ist, hats auch irgendwie keinen Sinn mehr.
Man könnte es zwar liegen lassen, so "arg" ist die Gegend auch nicht daß man nicht anderswo genau so Platz hätte irgend einen Mist hin zu bauen, nur wo wäre absehbar nochmal das Protential daß da jemals wieder was laufen könnte?
Guten Morgen,

nachdem die letzten Jahre baden-württembergischer SPNV-Politik nicht nur von Fortschritten geprägt war, sondern auch davon, dass die Karlsruher Zweisystemzüge nur noch unter dem Adjektiv "zu teuer" bekannt waren und lieber ersatzweise sinnfreie Murkslösungen wie der künftige "RE" zwischen Karlsruhe und Heilbronn gebastelt wurden, gehe ich davon aus, dass diese Art Nahverkehr im Prinzip mit ihrem Gründervater Dieter Ludwig beerdigt wurde.

Man wird wohl die Verkehre rund um Karlsruhe und Heilbronn auf das absolut nicht vermeidbare Mindestmaß zusammenstreichen und neue Ideen erst gar nicht mehr weiter verfolgen. Kann man ja auch wunderbar in den jahrelangen Mühlen der Planungsbürokratie einschlafen und versacken lassen. Bei der Regionalstadtbahn Neckar-Alb gehe ich zum Beispiel davon aus, dass nach Elektrifizierungen von Ammer- und Ermstalbahn und viel zu spät eines Teils der Zollern-Alb-Bahn Schluss ist aus "Kostengründen". Neubauabschnitte nach BOStrab in Reutlingen und/oder Tübingen sowie sonstige Innovationen glaube ich erst dann, wenn sie real erfahrbar gebaut und in Betrieb sind.

Immer dran denken, die Autolobby schläft in Baden-Württemberg nicht. Und die CDU regiert weiter mit. Noch Fragen, warum es mit großen Sprüngen nichts werden wird?

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: 20PSLok

Datum: 03.05.21 07:03

Hallo,

Vielen Dank für diesen Beitrag, genau so sähe vorausschauende Verkehrspolitik im Jahre 2021 aus! Genauso wie man vorausschauend heute noch lange nicht wissen kann ob in 20 Jahren nicht doch ein Anschlussgleis auf dem ehem. Papierfabrikgelände sinnvoll wäre.
Aber klar, die paar m² Bahnfläche werden ja für "stadtplanerische" Zwecke gebraucht, dazu fällt einem dann auch nichts mehr ein.

P.S. Hatte unser Verkehrsminister nicht mal erzählt, unter ihm wird nichts stillgelegt und abgebaut? Schade drum, dass man das in seinem Ministerium nicht konsequent umsetzt (ich erinnere an die perfekte STadtbahntrasse Vaihingen - Enzweihingen)

Grüße
20PSLok

Schön hast du das beschrieben ...

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 03.05.21 07:44

... da bekommst du ganz viele Fleißbienchen.
Blöd eben das wir hier vom Güterverkehr schreiben aber das weißt du ja und wolltest nur trollen.
Wo willst du die ganzen Firmen auf deinem skizierten Weg hernehmen um überhaupt ein paar Pakete aufs Straßenbähnchen bekommen? Oder anders gesagt, wenn bei manchen die Phantasie durch geht kommen eben nur Träume eines Modellbahnspediteurs für den sichtbaren Anlagenteil raus.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.21 08:54

Dirk Mattner schrieb:
dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!....
Das erste Problem hierbei du würdest Baindt ausschließen. Dazu noch die vorhandenen Straßenkreuzungen, teils ungesichert. Was würde da am Ende gespart werden, im Vergleich zu einer komplett neuen ähnlichen Variante als Straßenbahn RV-Baindt? Man hätte vielleicht 500 - 1000 m vorhandenes Gleis mitbenutzen können, dass war es aber auch schon. Soviel Geld hätte man da nicht eingespart.
Und was die die Dorfautobahn angeht, für mich ist dies eher eine 4 spurige innerstädtische Straße welche Weingarten und Ravensburg verbindet, die B30neu, würde ich mittlerweile eher als Stadtautobahn bezeichnen. Jedenfalls ist man da regional, dem Scheuer auf dem Leim gegangen. In Zukunft soll die Dorfautobahn auch Federn lassen, allerdings für einen Fahrradschnellweg von Baindt - Friedrichshafen. Womit man einen ähnlichen Effekt, CO2 Einsparung erhofft, als mit einer Straßenbahn, aber eben wohl nur mit dem Zehntel der Kosten einer Solchen.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 08:56

Dort bestand ja wohl schon vor der Motorisierungswelle in den 60er Jahren kein Bedarf an SPNV (PV eingestellt 1938). Auch die Straßenbahn Ravensburg-Weingarten-Niederbiegen wurde ja schon 1958/59 eingestellt. Da lief man, fuhr evtl mit dem Bus oder dann viel später mit dem eigenen Auto. Erst seit 1998 halten da wieder Züge der BOB.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 09:00

junglok13 schrieb:
Dirk Mattner schrieb:
dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!....
Das erste Problem hierbei du würdest Baindt ausschließen. Dazu noch die vorhandenen Straßenkreuzungen, teils ungesichert. Was würde da am Ende gespart werden, im Vergleich zu einer komplett neuen ähnlichen Variante als Straßenbahn RV-Baindt? Man hätte vielleicht 500 - 1000 m vorhandenes Gleis mitbenutzen können, dass war es aber auch schon. Soviel Geld hätte man da nicht eingespart.
Und was die die Dorfautobahn angeht, für mich ist dies eher eine 4 spurige innerstädtische Straße welche Weingarten und Ravensburg verbindet, die B30neu, würde ich mittlerweile eher als Stadtautobahn bezeichnen. Jedenfalls ist man da regional, dem Scheuer auf dem Leim gegangen. In Zukunft soll die Dorfautobahn auch Federn lassen, allerdings für einen Fahrradschnellweg von Baindt - Friedrichshafen. Womit man einen ähnlichen Effekt, CO2 Einsparung erhofft, als mit einer Straßenbahn, aber eben wohl nur mit dem Zehntel der Kosten einer Solchen.
B30neu geht aber außenrum, die bedient den überörtlichen Verkehr und auch die LKW mit den Containern von und nach Beimerstetten oder ist das Terminal wieder in Betrieb?

Nicht überall wird die Ecke so stiefmütterlich behandelt wie bei der DB. Auf die Kommunikatinsinfrastruktur dort stützt sich das halbe Allgäu bis nach Kempten einschließlich. Es ist nämlich zwischen Freiburg im Westen und Augsburg im Osten der einzige Ort von einiger Bedeutung mit viel Technik.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 09:04.

Gewerbegebiet

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.21 09:04

Und was das Gewerbegebiet angeht, auf der ehemaligen Papierfabrik, da sind schon alle Grundstücke verkauft, Gewerbeflächen sind sehr rar und begehrt im Schussental.
Es ist ja schon ein neues interkommunales Gewerbegebiet für Weingarten/Baindt/Baienfurt geplant. Im Bereich von B30neu, Südbahn und Dachser. Da wäre es eher sinnvoll da nen Gleisanschluss hinzulegen die paar Meter, bzw. eben gleich einen Containerumschlag dort zu bauen. Da wäre das Geld, die Investition in die Zukunf, am Ende besser angebracht, als etwas Altem hinterherzutrauern, was einfach nicht mehr zukunftsfähig ist.
Ebenso im Süden ist eine Ausweitung des Gewerbegebietes Karrer (Mülldeponie/Kläranlage) geplant, auch hier bestünde die Chance bzgl. Gleisanschluss, wie auch Containerumschlag. Wenn man regional wollen würde. Aber da sieht man aktuell nur noch Fahrrad und dann lange Zeit nichts mehr.

Re: Gewerbegebiet

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 09:06

junglok13 schrieb:
Und was das Gewerbegebiet angeht, auf der ehemaligen Papierfabrik, da sind schon alle Grundstücke verkauft, Gewerbeflächen sind sehr rar und begehrt im Schussental.
Es ist ja schon ein neues interkommunales Gewerbegebiet für Weingarten/Baindt/Baienfurt geplant. Im Bereich von B30neu, Südbahn und Dachser. Da wäre es eher sinnvoll da nen Gleisanschluss hinzulegen die paar Meter, bzw. eben gleich einen Containerumschlag dort zu bauen. Da wäre das Geld, die Investition in die Zukunf, am Ende besser angebracht, als etwas Altem hinterherzutrauern, was einfach nicht mehr zukunftsfähig ist.
Ebenso im Süden ist eine Ausweitung des Gewerbegebietes Karrer (Mülldeponie/Kläranlage) geplant, auch hier bestünde die Chance bzgl. Gleisanschluss, wie auch Containerumschlag. Wenn man regional wollen würde. Aber da sieht man aktuell nur noch Fahrrad und dann lange Zeit nichts mehr.
Den Containerumschlag dort hatte doch die DBCargo zugemacht und nach Beimerstetten verlegt.

Re: Gewerbegebiet

geschrieben von: Henra

Datum: 03.05.21 09:40

junglok13 schrieb:
Es ist ja schon ein neues interkommunales Gewerbegebiet für Weingarten/Baindt/Baienfurt geplant. Im Bereich von B30neu, Südbahn und Dachser. Da wäre es eher sinnvoll da nen Gleisanschluss hinzulegen die paar Meter, bzw. eben gleich einen Containerumschlag dort zu bauen. Da wäre das Geld, die Investition in die Zukunf, am Ende besser angebracht, als etwas Altem hinterherzutrauern, was einfach nicht mehr zukunftsfähig ist.
OK, wenn man das neue Gewerbegebiet so anlegt, dass man da problemlos einen Gleisanschluss hin legen kann, dann wäre das ja schon ein großer Fortschritt und der Verlust des alten Gleisanschlusses zu verschmerzen. Der allgemeine Trend der letzten Jahre war halt, alte Gewerbegebiete mit Gleisanschluss stillzulegen (oder ihres Gleisanschlusses irreversibel zu berauben) und neue ohne die Möglichkeit eines späteren Gleisanschlusses zu errichten. Wenn das hier anders gemacht wird, habe ich nix gesagt.

*gähn* laaaaaangweilig! (o.w.T)

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 03.05.21 09:49

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: Gewerbegebiet

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.21 09:55

Henra schrieb:
OK, wenn man das neue Gewerbegebiet so anlegt, dass man da problemlos einen Gleisanschluss hin legen kann, dann wäre das ja schon ein großer Fortschritt und der Verlust des alten Gleisanschlusses zu verschmerzen. Der allgemeine Trend der letzten Jahre war halt, alte Gewerbegebiete mit Gleisanschluss stillzulegen (oder ihres Gleisanschlusses irreversibel zu berauben) und neue ohne die Möglichkeit eines späteren Gleisanschlusses zu errichten. Wenn das hier anders gemacht wird, habe ich nix gesagt.
Es bleibt ja nicht viel anderes übrig, weil schlicht weg die Fläche dafür fehlt, insbesondere in der Ebene. Es gibt nur noch diese einzige weiße, ungebaute Zone, welches nicht mal auf Weingartner Gemarkung liegt. Weingarten hat schlicht kaum mehr freie Grundstücke, daher droht auch dort Widerstand. Wenn das aktuelle Projekt in der Innenstadt, Wohnungen auf ehemaliger Großgewerbefläche fertig ist, leben in Weingarten mehr als 2100 Einw./km², und das ohne Hochhäuser.

Re: Gewerbegebiet

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.21 09:58

ThomasR schrieb:
Den Containerumschlag dort hatte doch die DBCargo zugemacht und nach Beimerstetten verlegt.
Da gab es noch nie einen Containerumschlag, da musst du etwas verwechseln.
In Ravensburg in der Innenstadt gab es mal einen Containerumschlag aber nicht außerhalb, am Stadtrand, nahe an der Schnellstraße.
Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
Diese Killerphrase wird bei tausendster Wiederholung aber auch nicht besser.

Ich könnte jetzt nachfragen, um welchen Verkehrswert es hier geht. Ich vermute nur, das Ergebnis ist wie so oft, auch nach siebzehn Seiten Debatte, irgendwo bei Null.
nozomi07 schrieb:
Diese Killerphrase wird bei tausendster Wiederholung aber auch nicht besser.
Die Bahn hat's mit ihren Freunden echt nicht leicht....
Alles was nicht direkt dem eigenen, ganz persönlichen Verkehrsbedürfnis nutzt, geht locker am Ar*** vorbei.
Gib mir meine S- Bahn und reiß' den Rest der Schei* Bahn ab.
Habe ich mittlerweile verstanden.
Henra schrieb:
nozomi07 schrieb:
Diese Killerphrase wird bei tausendster Wiederholung aber auch nicht besser.
Die Bahn hat's mit ihren Freunden echt nicht leicht....
Alles was nicht direkt dem eigenen, ganz persönlichen Verkehrsbedürfnis nutzt, geht locker am Ar*** vorbei.
Gib mir meine S- Bahn und reiß' den Rest der Schei* Bahn ab.
Habe ich mittlerweile verstanden.
Schwarz-Weiß-Denken: Wer gegen den Erhalt jeder rostigen Schiene in irgendeinem Wald ist, der ist ein Gegner der Bahn...

Garnichts hast du verstanden - denn zum Verstehen braucht man mehr als nur zwei Schubladen. Verstehen hat mit Differenzieren zu tun.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 13:20.

Bitte differenzieren

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 03.05.21 13:30

Hallo!

20PSLok schrieb:
P.S. Hatte unser Verkehrsminister nicht mal erzählt, unter ihm wird nichts stillgelegt und abgebaut? Schade drum, dass man das in seinem Ministerium nicht konsequent umsetzt (ich erinnere an die perfekte STadtbahntrasse Vaihingen - Enzweihingen)

Da wäre ich ja mal auf einen Beleg gespannt, wann er das gesagt haben soll. Vor allem das mit dem Abbauen.

Ich kann mich vielmehr an eine Aussage erinnern, dass es unter ihm zu keinen Abbestellungen (oder Einstellungen, den genauen Wortlaut bekomme ich auch nicht mehr rekapituliert). Ihm diese Worte nun umzudrehen und auch auf reine Güterstrecken auszurollen, finde ich ein stückweit unredlich.

Und auch wenn für den nachdenklichen Stromrichter wieder einmal das Jüngste Verkehrsgericht schon morgen über uns kommen wird: wer einmal mit einer Straßenbahn von Karlsruhe nach Freudenstadt und weiter nach Bondorf gefahren ist, der weiß, was ein Sinuslauf ist und der weiß auch, dass die Langläufer wie nach Achern, Freudenstadt oder auch der Eilzug Karlsruhe <-> Heilbronn kein primäres Betätigungsfeld für Stadtbahnwagen sind.

Gruß

Heiko

Urlaub nur im eigenen Bundesland?
Viele Grüße nach Bremen! Und die Hamburger fahren alle auf ihre Insel Neuwerk.

Langweilig?

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 03.05.21 14:52

Damit´s dir nicht langweilig wird, weil du schwadronierst oben zwar von vielen netten Hirngespinsten aber das gab´s doch schon alles. Nur mal so weil du eben immer wieder zu spät kommst.

[de.wikipedia.org]

Interessant ist das Ende der Geschichte.
nozomi07 schrieb:
Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
Diese Killerphrase wird bei tausendster Wiederholung aber auch nicht besser.

Ich könnte jetzt nachfragen, um welchen Verkehrswert es hier geht. Ich vermute nur, das Ergebnis ist wie so oft, auch nach siebzehn Seiten Debatte, irgendwo bei Null.

Diesen Beweis musst du schon selbst bringen! Also los, wie stellst du dir die ÖV-Anbindung von Weingarten vor? Es geht schließlich nicht nur um die 7000 Einwohner von Baienfurt, sondern auch um eine adäquate Lösung für die 25000 aus Weingarten.
nozomi07 schrieb:
Schwarz-Weiß-Denken: Wer gegen den Erhalt jeder rostigen Schiene in irgendeinem Wald ist, der ist ein Gegner der Bahn...
Sag' ich doch: Jede Strecke, die Dir persönlich nix nutzt, und wo keine schönen bunten S- Bahnen fahren wird zur 'rostigen Schiene im Wald' und muss weg. Ich habe Deinen Standpunkt verstanden.

Gegenfrage

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 03.05.21 16:02

Henra schrieb:
Sag' ich doch: Jede Strecke, die Dir persönlich nix nutzt, und wo keine schönen bunten S- Bahnen fahren wird zur 'rostigen Schiene im Wald' und muss weg. Ich habe Deinen Standpunkt verstanden.

Hallo,

Gegenfrage: wem hätte konkret diese Strecke denn genutzt? Nozomi 07 sicher nicht, denn der wohnt m.W. irgendwo in Bayern. Aber wem dann?

Viele Grüße

Heiko

Urlaub nur im eigenen Bundesland?
Viele Grüße nach Bremen! Und die Hamburger fahren alle auf ihre Insel Neuwerk.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: Henra

Datum: 03.05.21 16:12

Der Zeuge Desiros schrieb:
Gegenfrage: wem hätte konkret diese Strecke denn genutzt? Nozomi 07 sicher nicht, denn der wohnt m.W. irgendwo in Bayern. Aber wem dann?
Entweder unmittelbar als Anschluss zu den Industriegebieten oder in der Weiterführung über die alte Straßenbahntrasse durch Weingarten nach Ravensburg den Bewohnern entlang der Achse.
Ist der Kram erstmal weg, besteht in einer derart dicht besiedelten Gegend faktisch keine Chance mehr, Baienfurt und/oder Weingarten jemals wieder direkt an die Bahn anzubinden. Gut, für Weingarten könnte man sich einen Flugtaxi - Shuttleservice oder eine Seilbahn zum Haltepunkt in der Pampas oder nach Ravensburg vorstellen.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: diezge

Datum: 03.05.21 16:58

Henra schrieb:
Gut, für Weingarten könnte man sich einen Flugtaxi - Shuttleservice oder eine Seilbahn zum Haltepunkt in der Pampas oder nach Ravensburg vorstellen.

Flugtaxis? Seilbahn? Jetzt fängts an komplett hanebüchen und abstrus zu werden.

Ich stelle immer mehr fest, Du bewegst weit ab von jeglicher Realität und lebst in einer rosaroten Parallelwelt.

Oder es gibt zwei Lösungen:
Entweder Du bist ein Troll oder Du solltest weniger von den bunten Pillen einwerfen...


Grüße,

diezge

Re: Gegenfrage

geschrieben von: Henra

Datum: 03.05.21 17:12

diezge schrieb:
Flugtaxis? Seilbahn? Jetzt fängts an komplett hanebüchen und abstrus zu werden.
Ok, und wie stellst Du Dir vor, den Menschen auf längere Sicht eine attraktive Möglichkeit zu verschaffen, mit was anderem als dem eigenen Auto nach Ravensburg /Friedrichshafen zu fahren?

Zitat
Ich stelle immer mehr fest, Du bewegst weit ab von jeglicher Realität und lebst in einer rosaroten Parallelwelt.

Oder es gibt zwei Lösungen:
Entweder Du bist ein Troll oder Du solltest weniger von den bunten Pillen einwerfen...
:-D
Man muss nur mal ein bisschen pointiert die Auswirkungen beschreiben, dann kommen gleich ein paar verzweifelte Akrobaten panisch an und gehen zur persönlichen Attacke über.
bahamas schrieb:
Diesen Beweis musst du schon selbst bringen! Also los, wie stellst du dir die ÖV-Anbindung von Weingarten vor? Es geht schließlich nicht nur um die 7000 Einwohner von Baienfurt, sondern auch um eine adäquate Lösung für die 25000 aus Weingarten.
Da die Gegend ziemlich Kohle hat: Am ehesten mit einer kommunalen Straßenbahn, bestehend aus einer Nord- und Südschleife um die Ravensburger Altstadt, von Baindt im Norden bis wegen mir Liebenau im Süden(Ravensburger Spieleland). Verknüpfung zur Fernbahn in Ravensburg. Wenn es denn schon unbedingt mit Schienen sein soll. Also in etwa die heutigen Buslinien 1,4 und 3.

Das Dumme ist, dass das Siedlungsband in einiger Entfernung parallel zur Südbahn verläuft und so auch die Verkehrsströme sein werden. Dafür wächst die Gegend dort unheimlich schnell zu einem ernsthaften Ballungsraum heran. Das ist kein Kunststück; drumrum ist nicht viel. Friedrichshafen ist ne Fabrik mit Seepromenade. Die Innenstadt in Ravensburg ist deutlich attraktiver.
Wenn dann noch Geld übrig ist, kann man noch über Tettnang zum See fahren. Aktuell sehe ich dort (und natürlich auch in Ravensburg) aber erstmal für ne Weile den Bus als gesetzt an.
Weingarten könnte man zusätzlich noch mit einem niveaufreien Radschnellweg an Baienfurt anbinden. Oder mit einem autonomen Bus. Die ZF hat da doch auch in den Projekten ihre Finger und könnte unterstützen. Da man von Baienfurt nicht so wirklich weit kommt, und wahrscheinlich auch nie kommen wird, denke ich dass, die Relation nie eine hohe Bedeutung haben wird.
Der Zeuge Desiros schrieb:
Zitat:
Und auch wenn für den nachdenklichen Stromrichter wieder einmal das Jüngste Verkehrsgericht schon morgen über uns kommen wird: wer einmal mit einer Straßenbahn von Karlsruhe nach Freudenstadt und weiter nach Bondorf gefahren ist, der weiß, was ein Sinuslauf ist und der weiß auch, dass die Langläufer wie nach Achern, Freudenstadt oder auch der Eilzug Karlsruhe <-> Heilbronn kein primäres Betätigungsfeld für Stadtbahnwagen sind.
Guten Abend Heiko,

also auf das jüngste Gericht warte ich kraft Glaubens ganz entspannt, auf gute Fahrpläne leider viel zu oft und viel zu lange vergeblich. Aber das kennst du ja selbst. Und ich werde eine "Innovation", die tausende Fahrgäste, die wegen eines minimalen Fahrzeitvorteils (der dann von unterirdischen Anschlüssen wieder aufgefressen wird?!) und ein paar Kröten fuffzig Vorteil für die Landeskasse unnötig wieder alltäglich umsteigen lässt, auch weiterhin Murks nennen. Nix anderes ist es. Murks!

Und ansonsten steht es den bwegten Gestaltern ja immer offen, mit dem Besseren (auch) mich davon zu überzeugen, was wirklich gut ist.

Viele Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Gegenfrage

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.21 22:30

Henra schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
Gegenfrage: wem hätte konkret diese Strecke denn genutzt? Nozomi 07 sicher nicht, denn der wohnt m.W. irgendwo in Bayern. Aber wem dann?
Entweder unmittelbar als Anschluss zu den Industriegebieten oder in der Weiterführung über die alte Straßenbahntrasse durch Weingarten nach Ravensburg den Bewohnern entlang der Achse.
Ist der Kram erstmal weg, besteht in einer derart dicht besiedelten Gegend faktisch keine Chance mehr, Baienfurt und/oder Weingarten jemals wieder direkt an die Bahn anzubinden. Gut, für Weingarten könnte man sich einen Flugtaxi - Shuttleservice oder eine Seilbahn zum Haltepunkt in der Pampas oder nach Ravensburg vorstellen.
Wie ja schon angesprochen, könnte man problemlos die B30alt, welche ja meist 4 spurig innerstädtisch vorhanden ist, zukünftig mit Straßenbahnschienen ausstatten. Da wäre noch Platz vorhanden, welcher wohl auch zukünftig nicht verbaut wird.
Da braucht es kein Flugtaxi, oder eben wie heute schon mit dem Bus zum Bahnhof Ravensburg oder Haltepunkt Weingarten bzw. Niederbiegen und dann mit der BOB an den See, oder woanders hin.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 22:42

Henra schrieb:
diezge schrieb:
Flugtaxis? Seilbahn? Jetzt fängts an komplett hanebüchen und abstrus zu werden.
Ok, und wie stellst Du Dir vor, den Menschen auf längere Sicht eine attraktive Möglichkeit zu verschaffen, mit was anderem als dem eigenen Auto nach Ravensburg /Friedrichshafen zu fahren?

Zitat
Ich stelle immer mehr fest, Du bewegst weit ab von jeglicher Realität und lebst in einer rosaroten Parallelwelt.

Oder es gibt zwei Lösungen:
Entweder Du bist ein Troll oder Du solltest weniger von den bunten Pillen einwerfen...
:-D
Man muss nur mal ein bisschen pointiert die Auswirkungen beschreiben, dann kommen gleich ein paar verzweifelte Akrobaten panisch an und gehen zur persönlichen Attacke über.
Man nimmt den Stadtbus oder geht zu Fuß. Weingarten ist so klein, dass du in gut einer halben Stunde überall zu Fuß hinkomnst.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 22:46

junglok13 schrieb:
Henra schrieb:
Der Zeuge Desiros schrieb:
Gegenfrage: wem hätte konkret diese Strecke denn genutzt? Nozomi 07 sicher nicht, denn der wohnt m.W. irgendwo in Bayern. Aber wem dann?
Entweder unmittelbar als Anschluss zu den Industriegebieten oder in der Weiterführung über die alte Straßenbahntrasse durch Weingarten nach Ravensburg den Bewohnern entlang der Achse.
Ist der Kram erstmal weg, besteht in einer derart dicht besiedelten Gegend faktisch keine Chance mehr, Baienfurt und/oder Weingarten jemals wieder direkt an die Bahn anzubinden. Gut, für Weingarten könnte man sich einen Flugtaxi - Shuttleservice oder eine Seilbahn zum Haltepunkt in der Pampas oder nach Ravensburg vorstellen.
Wie ja schon angesprochen, könnte man problemlos die B30alt, welche ja meist 4 spurig innerstädtisch vorhanden ist, zukünftig mit Straßenbahnschienen ausstatten. Da wäre noch Platz vorhanden, welcher wohl auch zukünftig nicht verbaut wird.
Da braucht es kein Flugtaxi, oder eben wie heute schon mit dem Bus zum Bahnhof Ravensburg oder Haltepunkt Weingarten bzw. Niederbiegen und dann mit der BOB an den See, oder woanders hin.
Überlege dir mal, was das soll. Die beiden Städte haben zusammen gerade mal 80.000 Einwohner und die Siedlungsstruktur ist nur in Weingarten so dicht, in Ravensburg ist lockerer bebaut. Da macht eine Straßenbahn wenug Sinn.
bahamas schrieb:
Diesen Beweis musst du schon selbst bringen! Also los, wie stellst du dir die ÖV-Anbindung von Weingarten vor? Es geht schließlich nicht nur um die 7000 Einwohner von Baienfurt, sondern auch um eine adäquate Lösung für die 25000 aus Weingarten.
Um Weingarten gehts hier doch gar nicht, da liegen längst keine Gleise mehr (und auch keine brauchbare Trasse, wie es aussieht).

Re: Gegenfrage

geschrieben von: Henra

Datum: 03.05.21 23:55

ThomasR schrieb:
Man nimmt den Stadtbus oder geht zu Fuß. Weingarten ist so klein, dass du in gut einer halben Stunde überall zu Fuß hinkomnst.
Attraktiv? Mit dem Rumpelbus sich durch die Orte schuckeln lassen um dann am Bahnhof auf den Zug zu warten? Um gegenüber dem Auto die dreifache Gesamtfahrzeit zu haben?! Oder 'ne halbe Stunde zum Bahnhof in der Pampas dackeln? Danke aber Nein Danke. Das macht doch kein 'normaler' Mensch mit. Bin immer wieder tiiiieeef beeindruckt, was für eine Leidensfähigkeit dem Kameraden Otto Normalverbaucher so zugetraut wird. Meine Lebenserfahrung sagt mir da halt was anderes: So ist schlicht sichergestellt, das alles bleibt wie es ist. Naja, Daimler, VW &Co wollen auch leben...
Habe verstanden: Alles OK. Aber dann bitte ned' rumflenne, dass de Leut' weiter mit de Kraftdroschke fahrn.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 00:00.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 04.05.21 14:22

Henra schrieb:
ThomasR schrieb:
Man nimmt den Stadtbus oder geht zu Fuß. Weingarten ist so klein, dass du in gut einer halben Stunde überall zu Fuß hinkomnst.
Attraktiv? Mit dem Rumpelbus sich durch die Orte schuckeln lassen um dann am Bahnhof auf den Zug zu warten? Um gegenüber dem Auto die dreifache Gesamtfahrzeit zu haben?! Oder 'ne halbe Stunde zum Bahnhof in der Pampas dackeln? Danke aber Nein Danke. Das macht doch kein 'normaler' Mensch mit. Bin immer wieder tiiiieeef beeindruckt, was für eine Leidensfähigkeit dem Kameraden Otto Normalverbaucher so zugetraut wird. Meine Lebenserfahrung sagt mir da halt was anderes: So ist schlicht sichergestellt, das alles bleibt wie es ist. Naja, Daimler, VW &Co wollen auch leben...
Habe verstanden: Alles OK. Aber dann bitte ned' rumflenne, dass de Leut' weiter mit de Kraftdroschke fahrn.

Aus dem Oberschwäbischen scheinst du nicht zu stammen mit deinem Gestammel. Hast also keine Ahnung von der Gegend, außer über Google Earth vielleicht noch.
Warum postest du dann deinen Blödsinn? Geltungsdrang?

Re: Gegenfrage

geschrieben von: Henra

Datum: 04.05.21 16:07

TW 48/I schrieb:
Aus dem Oberschwäbischen scheinst du nicht zu stammen mit deinem Gestammel. Hast also keine Ahnung von der Gegend, außer über Google Earth vielleicht noch.
Warum postest du dann deinen Blödsinn? Geltungsdrang?
Alles gut!
Macht was Ihr wollt.
Aber wehe ich höre hier nochmal das leiseste Geheul, dass die bösen Menschen immer noch mit dem Auto fahren.

Re: Gegenfrage

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 04.05.21 16:54

Henra schrieb:
TW 48/I schrieb:
Aus dem Oberschwäbischen scheinst du nicht zu stammen mit deinem Gestammel. Hast also keine Ahnung von der Gegend, außer über Google Earth vielleicht noch.
Warum postest du dann deinen Blödsinn? Geltungsdrang?
Alles gut!
Macht was Ihr wollt.
Aber wehe ich höre hier nochmal das leiseste Geheul, dass die bösen Menschen immer noch mit dem Auto fahren.

Wen interessiert was du meinst?
bahamas schrieb:
Zitat:
Diesen Beweis musst du schon selbst bringen! Also los, wie stellst du dir die ÖV-Anbindung von Weingarten vor? Es geht schließlich nicht nur um die 7000 Einwohner von Baienfurt, sondern auch um eine adäquate Lösung für die 25000 aus Weingarten.
So wie es bisher praktiziert wird mit Fenster-Unimog.
märchenerzähler schrieb:
So wie es bisher praktiziert wird mit Fenster-Unimog.
Es scheint dann ja wirklich alles gut so zu sein, wie es ist. Das ist dann doch mal eine positive Meldung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 19:02.
Henra schrieb:
märchenerzähler schrieb:
So wie es bisher praktiziert wird mit Fenster-Unimog.
Es scheint dann ja wirklich alles gut so zu sein, wie es ist. Das ist dann doch mal eine positive Meldung.
In letzter Zeit entwickelst du immer seltsamere Ansichten.
Wenn irgendwo Schienen wegkommen drehtst du am Rad das es nicht mehr feierlich ist und wenn dann jemand meint das es auch mit anderen Verkehrsmitteln geht rotierst du schon mit Maximaldrehzahl.

Im Gegensatz erinner ich mich noch an diverse Sätze wenn´s drum ging dem Individualverkehr die entsprechenden Umweltkosten aufzuerlegen streitest du es grundsätzlich ab weil es deiner Ansicht nach nichts bringt.
Da fragt sich schon ob du integrität kennst oder einfach nur trollen willst.
märchenerzähler schrieb:
In letzter Zeit entwickelst du immer seltsamere Ansichten.
Wenn irgendwo Schienen wegkommen drehtst du am Rad das es nicht mehr feierlich ist und wenn dann jemand meint das es auch mit anderen Verkehrsmitteln geht rotierst du schon mit Maximaldrehzahl
Ja, weil es mich einfach ärgert, dass immer noch Schieneninfrastruktur vernichtet wird, obwohl eigentlich klar ist, dass die Kommenden Jahrzente zumindest teilweise der Schiene gehören müssen. Schienen die aber einmal weg sind kommen nicht wieder. Da gibt es zwar regelmäßig riesige Krokodilstränen bei der Politik oder in den betroffenen Gemeinden, passieren tut aber nichts. Ausnahmen gibt's so gut wie keine. Lasse mich in Zukunft aber mit größter Freude positiv überraschen. Wetten würde ich keinen Cent drauf.
Der Glaube, dass ein Bus auch ein adäquates Verkehrsmittel ist, mit dem die Menschen gerne statt mit dem MIV fahren ist einfach naiv. Otto Normalverbraucher kriegt man mit ein bisschen Glück und Überredung noch in die Bahn. (Wobei ich mir da auch schon einiges anhören durfte, wenn die dann bei ihrem ersten Real- Versuch mit den Bahn Realitäten des 21.JH kollidiert sind) Aber wenn er erst eine halbe Stunde mit dem Bus zur Bahn juckeln muss, hat sich das Thema sehr sicher erledigt.

Zitat
Im Gegensatz erinner ich mich noch an diverse Sätze wenn´s drum ging dem Individualverkehr die entsprechenden Umweltkosten aufzuerlegen streitest du es grundsätzlich ab weil es deiner Ansicht nach nichts bringt.
Da fragt sich schon ob du integrität kennst oder einfach nur trollen willst.
???
Wo habe ich das geschrieben?
Vielleicht einfach mal die Hasskappe absetzen und nüchtern durchlesen was geschrieben wird und nicht aufgrund persönlicher Aversion Dinge irgendwo reininterpretieren.

Wo ich ein Problem sehe ist, nichts am ÖV zu verbessern und zu glauben es reicht in einem Eisenbahnforum sich gegenseitig zu vergewissern, dass der MIV eh am Ende ist.
Eine Verteuerung wird schon ein Stück was bringen (wenn auch wohl keine Wunder da die Tür zu Tür Fahrzeiten einfach zu oft zu sehr auseinanderliegen - da muss man was machen, wenn sich grundlegend was ändern soll - Otto Normalverbraucher gewichtet jenseits der Studenten Zeit deutlich höher als Geld, so lange es im Rahmen ist). Wo ich nicht mitgehe ist der Glaube, dass es reicht, den Leuten vorzurechnen, wie teuer das Auto ist, weil die das angeblich nicht wissen. Ich behaupte, die wissen das, ignorieren es aber bewusst. Wenn sie gefragt werden, wird das halt als billige Schutzbehauptung herangezogen um einer Diskussion aus dem Wege zu gehen. Zudem muss man für solche Dinge Mehrheiten in dieser Republik (-nein nicht nur in DSO) gewinnen. Und da sehe ich momentan immer noch sehr wenige Fälle, wo das klappt und ziemlich viele wo die Mehrheit selbst kleine Einschränkungen des MIV (auch bei Bürgerentscheiden) ablehnt.

Mit Differenzierung oder nicht-digitaler Sicht (Schwarz/Weiß) auf die Dinge ist man hier in der Sekte halt nicht im Mainstream. Damit kann ich aber blendend leben. Dazu gehört auch mal eine etwas provokante These in den Raum zu stellen. Das muss eine Diskussion aushalten. Aber Diskussion kommt leider in der Gesellschaft immer mehr aus der Mode und wird ersetzt durch 'Feel good' und gegenseitige Vergewisserung in der jeweiligen Blase der Gleichgesinnten. Tut mir Leid, wenn ich da immer mal wieder Unruhe reinbringe. Muss aber auch mal sein.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 20:42.
märchenerzähler schrieb:
Henra schrieb:
Es scheint dann ja wirklich alles gut so zu sein, wie es ist. Das ist dann doch mal eine positive Meldung.
In letzter Zeit entwickelst du immer seltsamere Ansichten.
P.S.: Jetzt muss sich doch noch mal nachfragen, wieso Du aus meiner Schlussfolgerung, dass dann doch alles OK ist herausliest, dass ich jetzt immer noch total ärgerlich bin, dass die Gleise rausgerissen werden.

Im Prinzip war für mich schon mal eine positive Meldung dass das geplante Gewerbegebiet zumindest theoretisch einen Gleisanschluss erlauben würde. Ob der kommt, steht natürlich auf einem anderen Blatt aber es ist trotzdem schon ein klarer Fortschritt gegenüber Gewerbegebieten, die fernab jeder Schiene errichtet werden.
Die Diskussion um eine Nahverkehrserschließung hat jetzt ja ergeben, dass das mit dem aktuellen Ansatz auch für die nächsten Jahrzente gut funktioniert. Insofern ist für mich das Thema im positiven Sinne erledigt.
Guten Abend,

Die Argumente sind nicht falsch, wenn man das auf diesen Raum begrenzt sehen mag. Dirk Mattner hat das schon besser umschrieben. Und wenn man die tatsächlichen Verkehrsströme, sowohl des MIV als auch Fahrrad im ganzen unteren Schussental ansieht, die Pendlerströme, die zurückgelegten Wege ansieht, so macht eine Regio-Stadtbahn hier Sinn, und zwar so richtig. Wir reden zwischen Niederbiegen, Baienfurt, Baindt, Berg, Tettnang, Meckenbeuren und Friedrichshafen von über 200.000 Einwohnern. Der Binnen(MIV-)verkehr ist allein in diesem Bereich gewaltig.

Ja, es kostet auch als Regio-Stadtbahn richtig Kohle. Ohne Frage. Aber für das Geld, was in den letzten 20 Jahren in allein diesem Bereich verasphaltiert wurde, hätte man dieses, und vermutlich noch sogar noch größeres, Stadtbahnnetz auch aufbauen können. Und vom Verkehr, der durch diese Straßen erst induziert wurde und auch kostet, ist noch gar nicht die Rede.

Natürlich müsste die Region und die genannten Gemeinden sich mal ein Herz fassen, eine Machbarkeits- und Potentialstudie zu erstellen. Und, nach dann hoffentlich geändertem (und ÖV-freundlicherem) standardisierten Verfahren, das Projekt auf den Weg bringen. Förderungen für Studien und Planung gibt's zuhauf, nicht ganz umsonst, aber finanzierbar.

Eines muss jedenfalls klar sein: Ohne einen massiv ausgebauten ÖV, auch und gerade in solchen Regionen, wird erst ein Umstieg ermöglicht. Von heute auf morgen wird das natürlich nicht gehen, aber man sollte mal anfangen. Und auch mal ausprobieren und Alternativen untersuchen. Mit nur leicht angepasstem Status Quo geht's nicht. Und mit "das geht nicht, das ist doof" schon gar nicht. Dass dies noch wesentlich mehr Menschen zu Nutzen kommt als das Millionengrab Flughafen sein auch mal angemerkt ;-).

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg
Henra schrieb:
Ja, weil es mich einfach ärgert, dass immer noch Schieneninfrastruktur vernichtet wird, obwohl eigentlich klar ist, dass die Kommenden Jahrzente zumindest teilweise der Schiene gehören müssen. Schienen die aber einmal weg sind kommen nicht wieder.
Okay. Und warum ärgert es dich? Weil du dir eine vergangene Epoche zurückwünschst? Weil du Angst vor Vergänglichkeit hast (letztlich: der eigenen)? Mir scheinen da solche tiefenpsychologischen Aspekte mitzuschwingen.

Um Verkehrspolitik geht es dir jedenfalls nicht. Die Gleise, über die wir hier reden (Baienfurt-Niederbiegen) haben keinen Einfluss darauf, wie viel ein Ravensburger Auto fährt. Diese Frage könnte man tatsächlich mit einem kurzen Blick auf Google Earth abhaken. Probleme von morgen lösen wir sicher nicht mit Relikten von gestern. Wir brauchen Lösungen von heute. Und da juckt es einen feuchten Kehricht, ob da irgendwo ein Schienestück mit einer für Bahnfans interessanten alten Prägung rumliegt.

Ich fände die Idee der Straßenbahn in diesem Korridor sehr interessant. Aber beurteilen kann man das nur mit solidester Ortskenntnis. Da sollten wir alle mal eine Schritt zurücktreten und zuhören, was die Bewohner so diskutieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 23:34.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 12:55.
märchenerzähler schrieb:
Henra schrieb:
märchenerzähler schrieb:
So wie es bisher praktiziert wird mit Fenster-Unimog.
Es scheint dann ja wirklich alles gut so zu sein, wie es ist. Das ist dann doch mal eine positive Meldung.
In letzter Zeit entwickelst du immer seltsamere Ansichten.
Wenn irgendwo Schienen wegkommen drehtst du am Rad das es nicht mehr feierlich ist und wenn dann jemand meint das es auch mit anderen Verkehrsmitteln geht rotierst du schon mit Maximaldrehzahl.

Im Gegensatz erinner ich mich noch an diverse Sätze wenn´s drum ging dem Individualverkehr die entsprechenden Umweltkosten aufzuerlegen streitest du es grundsätzlich ab weil es deiner Ansicht nach nichts bringt.
Da fragt sich schon ob du integrität kennst oder einfach nur trollen willst.
Hallo,

meiner Meinung nach ist Henra ein Troll.

Warscheinlich wohnt er nicht mal da, geschweige kennt sich dort aus. Aber ne große Klappe haben...


Grüße,

diezge
diezge schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Da fragt sich schon ob du integrität kennst oder einfach nur trollen willst.

Hallo,

meiner Meinung nach ist Henra ein Troll.
Nööö, eigentlich nicht. Zumindest die meiste Zeit nicht. Mag aber Definitionssache sein und da mag der eine oder andere eine andere Sicht darauf haben.
Es gibt manchmal Fälle, wo ich das Gefühl habe, mal eine etwas provokante These in den Raum stellen zu müssen, um ein allzu einmütiges Abhaken zu challengen. Wir haben uns daran gewöhnt, das Schienen rausgerissen werden oder die Eisenbahn kastriert wird und legen uns als Eisenbahnfreunde am Ende selbst noch eine Argumentation zu Recht, warum das völlig OK und Gut so ist.
Im gegebenen Fall (Nein ich wohne tatsächlich nicht in der Gegend) hat sich in der Diskussion ja auch nach mehrmaligem Gegenklopfen gezeigt, dass da wohl tatsächlich kein Potenzial absehbar ist. Damit es dann ja auch OK, wenn die Schienen weg kommen. Zumal wenn für ein neues Industriegebiet die Option für einen Gleisanschluss zumindest theoretisch besteht. Deswegen ist der hier gegebene Casus für mich tatsächlich positiv abgehakt.

Was mir aber insgesamt sehr negativ auffällt, ist das einige Zeitgenossen bei Thesen, die ihnen nicht in den Kram passen sofort zu heftigsten ausschließlich auf die Person gerichteten Angriffen übergehen. Ich mutmaße jetzt nicht, warum sie das tun, denke mir aber meinen Teil dazu. Es wäre der Sache aber dienlich, wenn man in der Sache durchaus gerne auch mal etwas mit Ecken und Kanten diskutiert, ein unmittelbares Ausweichen auf persönliche Angriffe aber unterbleiben würde. Es ficht mich persönlich zwar nicht sonderlich an, manchmal muss ich gar schmunzeln (wo wir wieder bei der Frage sind, ob ich ein Troll bin -Ansichtssache halt), es führt aber entweder zum Ersticken jedweder Diskussion, weil Dritte mit einer abweichenden Meinung dadurch abgeschreckt werden oder es führt zum schnöden Abgleiten in eine Schlammschlacht.
Wer es schafft, meine fallweise auch mal etwas provokanten Beiträge emotionsarm zu lesen wird feststellen, dass ich auf solche Ad Hominem Attacken i.d.R. verzichte.
Henra schrieb:
Zitat:
Es gibt manchmal Fälle, wo ich das Gefühl habe, mal eine etwas provokante These in den Raum stellen zu müssen, um ein allzu einmütiges Abhaken zu challengen. Wir haben uns daran gewöhnt, das Schienen rausgerissen werden oder die Eisenbahn kastriert wird und legen uns als Eisenbahnfreunde am Ende selbst noch eine Argumentation zu Recht, warum das völlig OK und Gut so ist.
Trolle sind Leute, die Debatten bewusst stören - ohne inhaltliches Interesse daran. Da sehe ich hier nicht. Unterschiedliche Meinungen, gerne spitz und pointiert gesagt, sind gut und wichtig.

Aber was du hier machst ist ein klassisches Stohmann-Argument: Du legst Leuten was in den Mund, was nie jemand gesagt hat. Wer bitte ist dafür, die "Eisenbahn zu kastrieren"? Wer soll das "völlig OK" finden? Ich sehe keinen. Die Debatte geht darum, wo welche Infrastruktur sinnvoll ist und wo nicht. Wenn man ein nutzloses Stück Schiene als genau das bezeichnet, nutzlos, wird man hier gleich als "Eisenbahnfeind" angegangen. Was soll das. Oder kennst du irgendeinen Autolobbyisten, der die Fertigstellung der Strecke 46 [de.wikipedia.org] fordert?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 15:08.
nozomi07 schrieb:
Aber was du hier machst ist ein klassisches Stohmann-Argument: Du legst Leuten was in den Mund, was nie jemand gesagt hat. Wer bitte ist dafür, die "Eisenbahn zu kastrieren"? Wer soll das "völlig OK" finden? Ich sehe keinen.
Ich sage nicht das hier jemand aktiv dafür ist, Infrastruktur zu kastrieren. Das macht die (Lokal-) Politik. Aber ich beobachte, dass viele Eisenbahnfreunde sich damit 'arrangieren' indem sie das Ganze rationalisieren mit Argumenten der 'Gegenseite' und dann nicht mehr so schlimm finden. Ist natürlich gut für den eigenen Gemütszustand aber irgendwie fehlt mir damit jedweder Aufschrei, den die Politik zu befürchten hat, wenn sie mal wieder die Säge ansetzt.
Wie gesagt im gegebenen Fall ist ja alles OK. Aber mit genau der gleichen Rationalisierung hat man damals sicherlich seinen 'Frieden' mit der Entwidmung von Bocholt - Coesfeld oder der Balkantrasse oder Olpe - Dieringhausen oder Menden/Hemer - Iserlohn gemacht. Die wurden zu dem Zeitpunkt damals auch als nutzlos und überflüssig und ggf. sogar hinderlich betrachtet. Ob es ein schwerer Fehler ist oder nicht, erschließt sich nicht immer einwandfrei zum aktuellen Zeitpunkt x, sondern wenn es dumm läuft erst 10 oder mehr Jahre später. Leider sind durch gesellschaftliche Entwicklungen und rechtliche Rahmenbedingungen solche Entscheidungen bei der Eisenbahn noch mehr als in vielen anderen Bereichen faktisch irreversibel.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 15:28.
Man sollte aber vielleicht schon einen Unterschied erkennen, ob es sich um eine Kurzstrecke geht, welche nur 2 km lang ist, oder eben doch mehr als 10 km lang ist.
Aber wenn eine Strecke eben nicht wirklich passend zum Verkehrsaufkommen verläuft, dann muss man sich halt fragen, hält man an der Strecke da noch 20 Jahre dran fest, oder baut in 20 Jahren wenn man dann da eine Strecke braucht, einfach ne neue, welche besser trassiert und eben auch mehr Menschen, mehr Güter anbindet.
Zumal alte Strecken halt vielfach mittlerweile Probleme mit kreuzenden Straßen haben, diese Problem gab es ja auch bei Niederbiegen - Baindt, aber auch aktuell bei Bad Wurzach - Roßberg auch so ein Problem, wie auch teils bei der Ablachtalbahn.
Bei der Eisenbahn sollte es heutzutage am besten keinen ebenen Kreuzungen mit Straßen mehr geben. Anders sieht es aus, wenn man die Strecke als Straßenbahn betreiben will, da sind dann niveaugleiche Kreuzungen mit Straßen wieder erlaubt, hauptsächlich auf Grund der besseren Bremseigenschaften, der Straßenbahnfahrzeuge.

Es gab doch genug Aufschreie in der Region in den letzten Jahrzehnten, Stichwort Friedrichshafen Hafen, Lindau Insel. Da sah man ja durch aus Potential, den Sinn darin, anders als teils die Bahn die Strecken beizubehalten und nicht komplett einzustampfen. Oder auch schon lange, Schreie nach Strom, Elektrifizierung. Aber auch die Einstellung, Auflassung von Bahnhöfen des Zugverkehr Ravensburg - Friedrichshafen, nur noch Eil- und D-Züge in den 80zigern. Führte ja auch zur Gründung der BOB noch zu Bundesbahn Zeiten, und die Fahrgastzahlen stiegen, welche völlig die besten Prognossen weit überstiegen. Hier in der Region wurde schon immer für eine Starke Schiene gekämpft und meist über alle Parteien hinweg.

Auch wenn heute mittlerweile teils dennoch die Stichstrecke Friedrichshafen Hafen teils kritisiert wird, gerade von Menschen welche nicht aus der Region kommen, insbesondere im Netz oder auf der Tube, ob es da nicht auch einen Bus reichen würde, bzw. nicht billiger wäre.

Aber man muss halt auch die Kirche im Dorf lassen, wenn keiner mehr darin eine Zukunft sieht, bei 2 km Schienenstrecke.
junglok13 schrieb:
Anders sieht es aus, wenn man die Strecke als Straßenbahn betreiben will, da sind dann niveaugleiche Kreuzungen mit Straßen wieder erlaubt, hauptsächlich auf Grund der besseren Bremseigenschaften, der Straßenbahnfahrzeuge.
Das ist in dieser Pauschalität falsch...
Zitat
§1 Eisenbahnkreuzungsgesetz

(5) Straßenbahnen, die nicht im Verkehrsraum einer öffentlichen Straße liegen, werden, [...] wenn sie Straßen kreuzen, wie Eisenbahnen behandelt.
Bei unabhängigen Bahnkörper hast du die gleiche Diskussion an der Backe, frag mal bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe, wie lange die um eine Ausnahmegenehmigung für diesen "Straßenbahnübergang" haben kämpfen müssen.
Hallo,
die Strecke wurde von der LAG München gebaut und betrieben, 1938 verstaatlicht.
Ein Foto des Bahnhofs Baienfurt mit Güterzug gibt es im GeraMond Wagenarchiv. Auf der Strecke war die LAG 7 "Füssen" eingesetzt - heute in Nördlingen.
Gruß
Wismarer