DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -
Südbahnforum vom 22.4.2021


... der Abbau ist im Gange. Die Gleise werden in handliche 5-Meter Stücke geschnitten und von Niederbiegen in Arbeitsrichtung Baienfurt samt Schwellen ausgebaut. ...

>>> Beitrag mit Fotos

Gruß, Marko
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....

Re: Niederbiegen - Baienfurt - Gleise werden abgebaut

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 02.05.21 18:55

Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
Gibt es für die Strecke überhaupt Ideen für eine Reaktivierung?

Und wenn nicht, dann ist das halt so...

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]

Link zur Karte

geschrieben von: sflori

Datum: 02.05.21 19:46

Es handelt sich um die graue Strecke hier:
[openrailwaymap.org]

Ich sehe da keinen Verkehrsbedarf, da die Strecke völlig neu zu bauen gewesen wäre.
Neben der Papierfabrik sehe ich da auch keinen potentiellen Güterkunden.

Wer den Zug nehmen möchte, fährt eh direkt nach Niederbiegen zum Bahnhof.


Bye. Flo.

Re: Link zur Karte

geschrieben von: LoneStarr27

Datum: 02.05.21 20:35

Einwand erledigt infolge Dahinscheidens des potenziellen Güterkunden.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 22:58.

Re: Link zur Karte

geschrieben von: junglok13

Datum: 02.05.21 21:41

sflori schrieb:
Neben der Papierfabrik sehe ich da auch keinen potentiellen Güterkunden.
Die Papierfabrik war doch der einzige Kunde dieser Strecke der letzten Jahrzehnte. Die Papierfabrik ist aber schon seit über 10 Jahren fertig, sie wird nur noch abgewickelt. Nun entsteht dort ein neues Industriegebiet, mit eben vielen kleinen Firmen.

Daher ja es gibt keinen größeren Bedarf mehr, für Güter.
Für Personentransport, müsste man eh ne neue Strecke bauen, welche mehr dem Siedlungsverlauf folgt. Viel von der alten Stecke hätte man auch da nicht nutzen können.

Es ist halt ein Stück Zeitgeschichte, welches verloren geht.

Ähnlich wie in Weingarten der Güterbahnhof und insbesondere eben auch dort die Gleise welche am Ende nach Niederbiegen führten. Heute komplett überbaut mit einem neuen Wohnviertel.
In 10 Jahren werden sich die Jüngeren wohl fragen, wieso die Bushaltestelle in Weingarten Güterbahnhof heißt, ähnlich wie in Tettnang Bahnhof, obwohl beides mal es am Bahnhof keine Gleise mehr gibt.

Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: diezge

Datum: 02.05.21 22:14

Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
...sollte man vielleicht einfach die Finger von der Tastatur lassen.

Du kannst uns sicher erklären, was eine gerade mal zwei Kilometer lange Stichstrecke zu einem Ort mit 7000 Einwohnern mit der Verkehrswende zu tun hat. Darüber hinaus ist die Streckengeschwindigkeit sehr niedrig, ein Teil lief sogar auf der Straße. Es hätten also ständig Sicherungsposten dabei sein müssen. Außerdem war schon lange vor der großen Stilllegungswelle der Bundesbahn das Fahrgastaufkommen so niedrig, dass die 1911 gebaute Strecke bereits 1938(!) für den Personenverkehr stillgelegt wurde.

Die Strecke wurde 2014 übrigens ausgeschrieben und es hat sich niemand gemeldet, der die Strecke übernehmen wollte. Daraufhin wurde sie 2015 offiziell stillgelegt. Von schnell Fakten schaffen nach sechs Jahren kann also beim Besten Willen keine Rede sein.

Ja, auch ich finde es doof, wenn Schieneninfrastruktur stillgelegt und abgebaut wird. Aber in diesem Fall hält sich der Schaden wirklich in Grenzen.

Aber Hauptsache irgendeinen Standardspruch rausgerotzt, anstatt dass man sich mal über die örtlichen Gegebenheiten informiert, nachdenkt und dann seinen Senf dazu gibt.


Grüße,

diezge

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: Henra

Datum: 02.05.21 22:22

diezge schrieb:
Du kannst uns sicher erklären, was eine gerade mal zwei Kilometer lange Stichstrecke zu einem Ort mit 7000 Einwohnern mit der Verkehrswende zu tun hat.

Güterverkehr?
Industriegebiet?

Aber hier im S-Bahn Knutscher Forum kennt man sowas ja gar nicht mehr und es wird auch nicht als Teil der Verkehrswende betrachtet.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 22:23.

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: diezge

Datum: 02.05.21 22:46

Henra schrieb:
diezge schrieb:
Du kannst uns sicher erklären, was eine gerade mal zwei Kilometer lange Stichstrecke zu einem Ort mit 7000 Einwohnern mit der Verkehrswende zu tun hat.

Güterverkehr?
Industriegebiet?

Aber hier im S-Bahn Knutscher Forum kennt man sowas ja gar nicht mehr und es wird auch nicht als Teil der Verkehrswende betrachtet.
Hallo,

welcher Güterverkehr soll das sein? Da kommt höchstens ein Gewerbegebiet mit vielen kleinen Firmen hin, die jetzt nicht unbedingt Bedarf für eine Bahnverladung haben. Die Papierfabrik, die dort als letztes beliefert wurde, ist lange Geschichte.

Du musst die Zeit und die Kosten einrechnen. Bis der Zug von Baienfurt nach Niederbiegen gefahren ist, ist der Lkw schon in Biberach. Des Weiteren hat die Gemeinde Baienfurt kein Interesse an der Bahnstrecke, da sie die Fläche zur städtebaulichen Entwicklung braucht.

Wie gesagt, mir gefällt das auch nicht aber man muss dabei halt nicht den eisenbahnliebhaberischen sondern den betriebswirtschaftlichen Blick drauf werfen.


Grüße,

diezge

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: MartinKBS751

Datum: 02.05.21 23:37

Henra schrieb:
Güterverkehr?
Industriegebiet?

Den entscheidenen Fehler hat m.E. die Gemeinde Baienfurt gemacht, indem sie das großflächige Industriegebiet in kleine Parzellen aufgeteilt und an zahlreiche (Klein-)Unternehmen verkauft hat, die auch an einem x-beliebigen Kreisverkehr gepasst hätten. Heutzutage dürfte es nahezu unmöglich sein in der Region ein zusammenhängendes Industriegebiet in der Größe durchzubringen. Zudem hat zu der Zeit als die Papierfabrik dicht gemacht hat ein großer Holzindustrieller Flächen gesucht und am Wunschort hat ihm eine BI die Ansiedelung zunichte gemacht. Baienfurt wäre da ne gute Alternative gewesen, Chance verpasst, ist ja nicht das erste mal. Güter gehören zwar auf die Bahn, aber bei uns passts halt grad nicht. Zudem gibt es mehre unübersichtliche und unbeschrankte Bahnübergänge mitten im Ort, das würde in der heutigen Zeit nicht lange gut gehen und für einen ordentlichen Ausbau will keiner Geld ausgeben


Viele Grüsse
Martin

Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: Dirk Mattner

Datum: 03.05.21 01:36

dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!

So, weiter im Programm:
Durch Weingarten (25.000 EW) hindurch bis zum Abzweig Ulmer Straße. Dort weiter in Richtung Altstadt Ravensburg (Kernstadt der 50.000 EW Stadt), der Gartenstraße folgend. Halt am St. Elizabethen Klinikum, weiter bis vor die Stadttore an der Schussenstraße.
Von dort der Schussenstraße folgend bis zum Bahnhof Ravensburg. Einfädelung zur "Staatsbahn" vor oder nach dem Bahnhof, oder auch erstmal "unten durch" - wie belieben.

Ab dort wieder als "Lumpensammler" alles abklappern (den sinnlosen "International Airport" inkl.) bis Friedrichshafen Stadt.

Und falls die Stadt Friedrichshafen, Zeit, Lust und Geld hat (was in Tübingen und Reutlingen der Fall wäre), könnte man noch einen Stadtbezirk damit zusätzlich erschließen. Wie wäre es z.B. mit dem Industriegebiet der ZF- und MTU-Werke?

Aber ich merke schon: Das übersteigt jegliche Vorstellungskraft aller Kleingeister, denen kein Verkehrskonzept zwischen ICE und Audi A8 einfällt!

Natürlich gäbe es bei solch einer Entwicklung mannigfaltige Hürden und Herausforderungen. Keine Frage.
Aber Dieter Ludwig hatte dazu einst die treffenden Worte zur Entwicklung des Karlsruher Modells gesagt: "Die Bundesbahn fand zu jeder unserer Lösungen immer ein passendes Problem".


So und jetzt bitte weiterschlafen!
Ach ja: Und Tanken nicht vergessen. ;-)

Grüße,
Dirk
Henra schrieb:
Na läuft doch mit der Verkehrswende.
War da jetzt irgendwas vom BVerfG?!

Lieber noch mal schnell Fakten schaffen, eh man sich am Ende noch mit 'ner blöden Bahn rumschlagen muss....
Mimimi. Mimimi

Wenn es keinen Sinn macht, dann weg damit.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: diezge

Datum: 03.05.21 02:24

Dirk Mattner schrieb:
dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!

So, weiter im Programm:
Durch Weingarten (25.000 EW) hindurch bis zum Abzweig Ulmer Straße. Dort weiter in Richtung Altstadt Ravensburg (Kernstadt der 50.000 EW Stadt), der Gartenstraße folgend. Halt am St. Elizabethen Klinikum, weiter bis vor die Stadttore an der Schussenstraße.
Von dort der Schussenstraße folgend bis zum Bahnhof Ravensburg. Einfädelung zur "Staatsbahn" vor oder nach dem Bahnhof, oder auch erstmal "unten durch" - wie belieben.

Ab dort wieder als "Lumpensammler" alles abklappern (den sinnlosen "International Airport" inkl.) bis Friedrichshafen Stadt.

Und falls die Stadt Friedrichshafen, Zeit, Lust und Geld hat (was in Tübingen und Reutlingen der Fall wäre), könnte man noch einen Stadtbezirk damit zusätzlich erschließen. Wie wäre es z.B. mit dem Industriegebiet der ZF- und MTU-Werke?

Aber ich merke schon: Das übersteigt jegliche Vorstellungskraft aller Kleingeister, denen kein Verkehrskonzept zwischen ICE und Audi A8 einfällt!

Natürlich gäbe es bei solch einer Entwicklung mannigfaltige Hürden und Herausforderungen. Keine Frage.
Aber Dieter Ludwig hatte dazu einst die treffenden Worte zur Entwicklung des Karlsruher Modells gesagt: "Die Bundesbahn fand zu jeder unserer Lösungen immer ein passendes Problem".


So und jetzt bitte weiterschlafen!
Ach ja: Und Tanken nicht vergessen. ;-)

Grüße,
Dirk
Hallo,

Dein Vorschlag in Ehren. Er hört sich sogar gar nicht so schlecht an. Es gab ja mal eine Straßenbahn mit ungefähr diesem Streckenverlauf.

Geh zu den Kreistagspolitikern, hol das Verkehrsministerium ins Boot. Wenn Du es schaffst, dass Deine Vorschläge Gehör finden und näher betrachtet werden, dann ziehe ich meinen Hut vor Dir.

Aber bis dahin sind das dann halt nur unrealistische Träumereien.


Grüße,

diezge

Re: Wenn man keine Ahnung hat,...

geschrieben von: De David

Datum: 03.05.21 03:08

Genau so siehts aus. In google earth kann man sichs ja schön ansehen, Stand von 2000, 2006, 2014 und 2019, wie sich da alles entwickelt hat und wie es den Bach runter ging.
Das Bähnchen war echt einzig für die Papierfabrik da, und seit die nicht mehr ist, hats auch irgendwie keinen Sinn mehr.
Man könnte es zwar liegen lassen, so "arg" ist die Gegend auch nicht daß man nicht anderswo genau so Platz hätte irgend einen Mist hin zu bauen, nur wo wäre absehbar nochmal das Protential daß da jemals wieder was laufen könnte?
Guten Morgen,

nachdem die letzten Jahre baden-württembergischer SPNV-Politik nicht nur von Fortschritten geprägt war, sondern auch davon, dass die Karlsruher Zweisystemzüge nur noch unter dem Adjektiv "zu teuer" bekannt waren und lieber ersatzweise sinnfreie Murkslösungen wie der künftige "RE" zwischen Karlsruhe und Heilbronn gebastelt wurden, gehe ich davon aus, dass diese Art Nahverkehr im Prinzip mit ihrem Gründervater Dieter Ludwig beerdigt wurde.

Man wird wohl die Verkehre rund um Karlsruhe und Heilbronn auf das absolut nicht vermeidbare Mindestmaß zusammenstreichen und neue Ideen erst gar nicht mehr weiter verfolgen. Kann man ja auch wunderbar in den jahrelangen Mühlen der Planungsbürokratie einschlafen und versacken lassen. Bei der Regionalstadtbahn Neckar-Alb gehe ich zum Beispiel davon aus, dass nach Elektrifizierungen von Ammer- und Ermstalbahn und viel zu spät eines Teils der Zollern-Alb-Bahn Schluss ist aus "Kostengründen". Neubauabschnitte nach BOStrab in Reutlingen und/oder Tübingen sowie sonstige Innovationen glaube ich erst dann, wenn sie real erfahrbar gebaut und in Betrieb sind.

Immer dran denken, die Autolobby schläft in Baden-Württemberg nicht. Und die CDU regiert weiter mit. Noch Fragen, warum es mit großen Sprüngen nichts werden wird?

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: 20PSLok

Datum: 03.05.21 07:03

Hallo,

Vielen Dank für diesen Beitrag, genau so sähe vorausschauende Verkehrspolitik im Jahre 2021 aus! Genauso wie man vorausschauend heute noch lange nicht wissen kann ob in 20 Jahren nicht doch ein Anschlussgleis auf dem ehem. Papierfabrikgelände sinnvoll wäre.
Aber klar, die paar m² Bahnfläche werden ja für "stadtplanerische" Zwecke gebraucht, dazu fällt einem dann auch nichts mehr ein.

P.S. Hatte unser Verkehrsminister nicht mal erzählt, unter ihm wird nichts stillgelegt und abgebaut? Schade drum, dass man das in seinem Ministerium nicht konsequent umsetzt (ich erinnere an die perfekte STadtbahntrasse Vaihingen - Enzweihingen)

Grüße
20PSLok

Schön hast du das beschrieben ...

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 03.05.21 07:44

... da bekommst du ganz viele Fleißbienchen.
Blöd eben das wir hier vom Güterverkehr schreiben aber das weißt du ja und wolltest nur trollen.
Wo willst du die ganzen Firmen auf deinem skizierten Weg hernehmen um überhaupt ein paar Pakete aufs Straßenbähnchen bekommen? Oder anders gesagt, wenn bei manchen die Phantasie durch geht kommen eben nur Träume eines Modellbahnspediteurs für den sichtbaren Anlagenteil raus.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.21 08:54

Dirk Mattner schrieb:
dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!....
Das erste Problem hierbei du würdest Baindt ausschließen. Dazu noch die vorhandenen Straßenkreuzungen, teils ungesichert. Was würde da am Ende gespart werden, im Vergleich zu einer komplett neuen ähnlichen Variante als Straßenbahn RV-Baindt? Man hätte vielleicht 500 - 1000 m vorhandenes Gleis mitbenutzen können, dass war es aber auch schon. Soviel Geld hätte man da nicht eingespart.
Und was die die Dorfautobahn angeht, für mich ist dies eher eine 4 spurige innerstädtische Straße welche Weingarten und Ravensburg verbindet, die B30neu, würde ich mittlerweile eher als Stadtautobahn bezeichnen. Jedenfalls ist man da regional, dem Scheuer auf dem Leim gegangen. In Zukunft soll die Dorfautobahn auch Federn lassen, allerdings für einen Fahrradschnellweg von Baindt - Friedrichshafen. Womit man einen ähnlichen Effekt, CO2 Einsparung erhofft, als mit einer Straßenbahn, aber eben wohl nur mit dem Zehntel der Kosten einer Solchen.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 08:56

Dort bestand ja wohl schon vor der Motorisierungswelle in den 60er Jahren kein Bedarf an SPNV (PV eingestellt 1938). Auch die Straßenbahn Ravensburg-Weingarten-Niederbiegen wurde ja schon 1958/59 eingestellt. Da lief man, fuhr evtl mit dem Bus oder dann viel später mit dem eigenen Auto. Erst seit 1998 halten da wieder Züge der BOB.

Re: Wenn man keine Phantasie hat,...

geschrieben von: ThomasR

Datum: 03.05.21 09:00

junglok13 schrieb:
Dirk Mattner schrieb:
dann fällt einem auch nix anderes ein.


N'Abend erstmal.

Nur mal auf die Schnelle ins Unreine skizziert:

Man stelle sich eine Zweisystem-Stadtbahn "Modell Karlsruhe" vor:

Los geht's in Aulendorf und dann mit allen Zwischenhalten bis vor den Bahnhof Baienfurt.
Dort zweigt die Stadtbahn ab, fährt über die Systemtrennstelle und hält hinter dem Bahnhof. Weiter geht es auf der Stichstrecke bis zum ehem. Abzw. Weingarten. Haltepunkt am Penny-Markt: "Baienfurt Ort".
Weiter über die alte Weingartner Verbindung zur Ravensburger Straße.
Dieser folgend ins Weingartner Zentrum (wenn man das so nennen mag).

Klar, die vierspurige "Dorfautobahn" müsste da etwas Federn lassen, aber ich stelle diesen Vorschlag ja eben gerade nicht in AvD-Forum zur Diskussion!....
Das erste Problem hierbei du würdest Baindt ausschließen. Dazu noch die vorhandenen Straßenkreuzungen, teils ungesichert. Was würde da am Ende gespart werden, im Vergleich zu einer komplett neuen ähnlichen Variante als Straßenbahn RV-Baindt? Man hätte vielleicht 500 - 1000 m vorhandenes Gleis mitbenutzen können, dass war es aber auch schon. Soviel Geld hätte man da nicht eingespart.
Und was die die Dorfautobahn angeht, für mich ist dies eher eine 4 spurige innerstädtische Straße welche Weingarten und Ravensburg verbindet, die B30neu, würde ich mittlerweile eher als Stadtautobahn bezeichnen. Jedenfalls ist man da regional, dem Scheuer auf dem Leim gegangen. In Zukunft soll die Dorfautobahn auch Federn lassen, allerdings für einen Fahrradschnellweg von Baindt - Friedrichshafen. Womit man einen ähnlichen Effekt, CO2 Einsparung erhofft, als mit einer Straßenbahn, aber eben wohl nur mit dem Zehntel der Kosten einer Solchen.
B30neu geht aber außenrum, die bedient den überörtlichen Verkehr und auch die LKW mit den Containern von und nach Beimerstetten oder ist das Terminal wieder in Betrieb?

Nicht überall wird die Ecke so stiefmütterlich behandelt wie bei der DB. Auf die Kommunikatinsinfrastruktur dort stützt sich das halbe Allgäu bis nach Kempten einschließlich. Es ist nämlich zwischen Freiburg im Westen und Augsburg im Osten der einzige Ort von einiger Bedeutung mit viel Technik.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.21 09:04.
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -