DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Die Amerikalinie soll bekanntlich im Abschnitt Stendal - Uelzen als Teil des sogenannten Ostkorridors endlich durchgehend zweigleisig ausgebaut werden.
Ein größeres Problem dabei ist die Einbindung des zweiten Gleises in die Einfahrt von Stendal, weil dort auch die Nord-Süd-Strecke von Wittenberge und die Anbindung der Schnellfahrstrecke dazu kommen.

Die Volksstimme berichtete am Donnerstag:
Zitat
Die Deutsche Bahn hat über den Verlauf der zukünftigen zweigleisigen Trasse der Verbindung Stendal-Uelzen (Amerikalinie) an der Einfahrt zum Stendaler Hauptbahnhof entschieden. Darüber berichtete Wahrburgs Ortsbürgermeisterin Carola Radtke (parteilos) am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss.

Direkt an der Strecke gelegen, ist der Stendaler Ortsteil besonders betroffen. Laut Radtke habe sich die Bahn entschlossen, die sogenannte Variante 2 – zur Auswahl standen vier Szenarien - in die Tat umzusetzen. Das zweite Gleis wird dann parallel zur bereits bestehenden Einfahrt gesetzt. Damit rücken die Schienen näher an den Ortsteil heran.

[...]

Der Ausbau soll im Jahre 2024 beginnen und 2028 abgeschlossen sein.
[www.volksstimme.de]

Zur Visualisierung sei auf die DB-Präsentation vom Mai 2020 verwiesen, in der die Varianten dargestellt und erläutert wurden:
[www.ostkorridor.de] [PDF; 0,8 MB; S. 4 von 12]

Mehr zum Projekt auf der DB-Website: [www.ostkorridor.de]
Ich kann den Nachteil der Variatne 2 "Vermischung der Verkehre der Ost-West-Relation mit der Nord-Süd-Relation" aus der PDF nicht nachvollziehen - gemäß Übersichtsbild sollen die Gleise Uelzen-Stendal doch unter den Gleisen Wittenberge-Stendal hindurchgeführt werden, ergo findet dann doch keine Vermischung Nord-Süd / Ost-West statt...

Eine solche Vermischung wäre doch nur bei Variante 4 gegeben, bei der die Gleise aus Uelzen weiterhin auf der Südseite der Einfahrt liegen, während die Nord-Süd-Relation weiterhin "mittig" liegt.
ReneRomann schrieb:
Ich kann den Nachteil der Variante 2 "Vermischung der Verkehre der Ost-West-Relation mit der Nord-Süd-Relation" aus der PDF nicht nachvollziehen - gemäß Übersichtsbild sollen die Gleise Uelzen-Stendal doch unter den Gleisen Wittenberge-Stendal hindurchgeführt werden, ergo findet dann doch keine Vermischung Nord-Süd / Ost-West statt...
Ja, aber wie gehts weiter nach Magdeburg? Da muss man dann Berlin-Hannover kreuzen, sprich Ost-West. Nachdem die ICEs (und hoffentlich auch einige Güterzüge) aber die Umfahrung nehmen dürften, müsste in Stendal eher nicht so viel los sein, von daher wohl verschmerzbar.
NBStrecke schrieb:
ReneRomann schrieb:
Ich kann den Nachteil der Variante 2 "Vermischung der Verkehre der Ost-West-Relation mit der Nord-Süd-Relation" aus der PDF nicht nachvollziehen - gemäß Übersichtsbild sollen die Gleise Uelzen-Stendal doch unter den Gleisen Wittenberge-Stendal hindurchgeführt werden, ergo findet dann doch keine Vermischung Nord-Süd / Ost-West statt...
Ja, aber wie gehts weiter nach Magdeburg? Da muss man dann Berlin-Hannover kreuzen, sprich Ost-West. Nachdem die ICEs (und hoffentlich auch einige Güterzüge) aber die Umfahrung nehmen dürften, müsste in Stendal eher nicht so viel los sein, von daher wohl verschmerzbar.
Hallo in die Runde,

ich glaube, dass die ausgewählte Variante 2 auch betrieblich gut umsetzbar ist.

Zur Verdeutlichung habe ich mal die Situation mit der neuen Spange nach Variante 2 nachgemalt (etwas verkürzt):

Stendal_Gleisplanstudie.jpg

Die betrieblichen Nachteile betreffen ja nur die Richtung von Magdeburg nach Uelzen. In der Gegenrichtung ist alles schick.

Für den Fall, dass ein solcher Zug zur Unzeit die Strecke Hannover - Berlin lahm legt (deren Hauptverkehr ohnehin über die Umfahrung läuft), gibt es aber weitere Fahrmöglichkeiten durch den Personenbahnhof oder die Überholungsgleise (mit zeitweiligen Fahrstraßenausschlüssen Wittenberge - Magdeburg und Uelzen - Magdeburg).

Insofern teile ich die Einschätzung von NBStrecke, dass diese Variante funktionieren wird.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Edit: Grafik ausgetauscht (inhaltlich gleich)

Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.21 02:23.

Falsch abgezeichnet

geschrieben von: Ermenrich

Datum: 04.05.21 02:39

Hallo,
schaue Dir die Präsentation noch einmal genau an. Das Gleis Stendal nach Salzwedel soll unter der Strecke Stendal - Wittenberge parallel zu Stendal - Oebisfelde geführt werden.
SDL.JPG

Gruß

Korrigierte Version, betrieblich bleibt es gleich

geschrieben von: E 44 051

Datum: 06.05.21 01:06

Ermenrich schrieb:
Hallo,
schaue Dir die Präsentation noch einmal genau an. Das Gleis Stendal nach Salzwedel soll unter der Strecke Stendal - Wittenberge parallel zu Stendal - Oebisfelde geführt werden.
[attachment]

Gruß
Hallo Ermenrich,

Dein Einwand ist berechtigt, weshalb ich hier noch eine korrigierte Version einbinde:

Stendal_Gleisplanstudie_2.jpg

Betrieblich verändert sich die Situation nicht. Der eingleisige Abschnitt der Fahrt im Gegengleis aus Magdeburg in Richtung Uelzen verlängert sich durch den südlichen Bahnhofsbereich etwas. Meine grundsätzlichen Aussagen zur Machbarkeit halte ich aber aufrecht. Es geht ja nach wie vor nur um die relativ seltenen Fälle, dass auf der Relation Hannover-Berlin hier im Bahnhof mehr Betrieb herrscht.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]