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Der MDR berichtete gestern darüber, welche Auswirkungen die Kohleausstiegsgelder auf das mitteldeutsche Bahnnetz haben sollen (Artikel und Radiobeitrag). Der Landrat vom Kreis Leipziger Land verkündet dabei, dass "die Anbindung von Grimma bis nach Colditz" gerade im Rahmen der Verkehrsbestellung für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz II in das Netz eingebaut werde. Diese offensive Aussage könnte man durchaus so interpretieren, als wäre die Reaktivierung mittlerweile eher Tatsache als nur Wunschdenken. In der Ausschreibung (SPNV-Leistungen MDSB 2025+) hieß es noch sehr wolkig "möglicherweise Anbindung Muldentalbahn", woraufhin in der Region landkreis- und zweckverbandsübergreifend für die Muldentalbahn (Wikipedia) getrommelt wurde. Deshalb verwundert auch etwas, dass nicht gleichzeitig eine Aussage über den 10 Kilometer langen Streckenabschnitt von Colditz bis Rochlitz getroffen wurde, die bisher immer in einem Atemzug mit der Anbindung von Colditz genannt wurde. Da würde ich aber mal noch nicht allzu viel hineininterpretieren, es handelt sich schließlich um einen einzigen Satz des Landrates.
Wie immer nur politische Absichtserklärungen. Die tatsächliche Umsetzung steht auf nem ganz anderen Blatt. Die Elektrifizierung Leipzig-Chemnitz sei hier exemplarisch genannt.

Warum sind im Zeitungshandel die Bahnmagazine immer neben den Hochglanzheftchen?
Die Elektrifizierung Leipzig-Chemnitz ist doch schon beschlossen und wird geplant? Und eine Strecke in eine laufende Ausschreibung aufzunehmen ist keine Absichtserklärung, sondern der entscheidende Schritt zur Reaktivierung.
Befuerworter schrieb:
Die Elektrifizierung Leipzig-Chemnitz ist doch schon beschlossen und wird geplant? Und eine Strecke in eine laufende Ausschreibung aufzunehmen ist keine Absichtserklärung, sondern der entscheidende Schritt zur Reaktivierung.
Grimma - Großbothen - Colditz liegt aber nicht an der Strecke Chemnitz - Geithain - Leipzig.
Wo soll da der Zusammenhang sein?
Tatsächlich könnte es aber bei moderat positivem Verlauf der Dinge in einigen Jahren so kommen, dass Colditz und Rochlitz beide wieder Bahnanschluss haben, aber nicht untereinander.

Für Colditz ginge es wohl eher um eine Eventualposition der Eventualposition einer Batterie S-Bahn bis Döbeln mit Flügelkonzept in Großbothen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.21 20:26.
Befuerworter schrieb:
Und eine Strecke in eine laufende Ausschreibung aufzunehmen ist keine Absichtserklärung, sondern der entscheidende Schritt zur Reaktivierung.
Der S-Bahn-Anschluss ins Muldental wurde nicht in eine Ausschreibung aufgenommen, sondern (wie es in dem von Dir gesetzten Link zu lesen ist) lediglich als Möglichkeit in einer Ankündigung einer Ausschreibung erwähnt. Denn eins ist sicher, bis 2025 wird dort kein regulärer Zugverkehr möglich sein. Bisher gibt es ja nur den Auftrag für ein Gutachten, ob eine Reaktivirung sinnvoll und finanzierbar wäre.

Gruß Peter

Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein (1879–1955)
Siggis Malz schrieb:
Grimma - Großbothen - Colditz liegt aber nicht an der Strecke Chemnitz - Geithain - Leipzig. Wo soll da der Zusammenhang sein?
Tatsächlich könnte es aber bei moderat positivem Verlauf der Dinge in einigen Jahren so kommen, dass Colditz und Rochlitz beide wieder Bahnanschluss haben, aber nicht untereinander.
Den Zusammenhang hat der Jörsch in seiner Misanthropie dahingerotzt. Die Reaktivierung des Streckenabschnitts Grimma - Rochlitz - Narsdorf wird ausweislich einschlägiger Kleiner Anfragen derzeit auf Landes- und Zweckverbandsebene geprüft. Rochlitz und Colditz werben gemeinsam für eine Reaktivierung, aber klar, Colditz schaut eher Richtung Leipzig so wie Rochlitz eher nach Chemnitz blickt. Im dümmsten Fall werden es am Ende wirklich nur zwei Stichbahnen. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, daß die Reaktivierung von Colditz - Rochlitz mit zwei respektablen Flussbrücken doch recht aufwendig sein dürfte.

Für Colditz ginge es wohl eher um eine Eventualposition der Eventualposition einer Batterie S-Bahn bis Döbeln mit Flügelkonzept in Großbothen.
Flügeln muss man da garnicht. Mit geringfügigen Fahrplananpassungen könnten die jetzt in Grimma endenden Verstärkerzüge auch nach Colditz durchfahren. Und wenn die nur bis Colditz fahren, resultiert daraus noch nicht mal einen Fahrzeugmehrbedarf.

Gruß Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.21 21:11.
Moin,
Zitat:
Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, daß die Reaktivierung von Colditz - Rochlitz mit zwei respektablen Flussbrücken doch recht aufwendig sein dürfte.
Wow!
Wie hat man es vor etwa 150 Jahren nur geschafft, diese Strecke überhaupt zu bauen? Und das in einer Zeit, in der man heute weder den Planungsprozess noch die Realisierung der Reaktivierung (jeder Punkt für sich betrachtet) hinbekommt... Und dabei ist die Trasse an sich ja vorhanden.

1418

Re: [Sachsen] Muldentalbahn

geschrieben von: Jan Bochmann

Datum: 02.05.21 08:27

Guten Tag,

1418 schrieb:
Wow!
Wie hat man es vor etwa 150 Jahren nur geschafft, diese Strecke überhaupt zu bauen?

1418
Auch damals nur mit großer Mühe: Begonnen wurde der Bau durch eine Privatbahn, geplant als 2gleisige Hauptbahn. Mangels Geld wurde nur 1 Gleis gebaut, trotzdem ging die Gesellschaft dabei Pleite.

Die Bauruine wurde dann vom Staat übernommen und fertiggestellt. Allerdings hat das Land damals weit weniger Geld für parallele Straßen ausgegeben.

Eine der Brücken bei Grimma wurde so billig gebaut, daß sie 1931 nach ca. 50 Jahren ersetzt werden mußte.

Grüße,
Jan B.

Re: [Sachsen] Muldentalbahn

geschrieben von: Falk12

Datum: 02.05.21 10:16

Jan Bochmann schrieb:
Guten Tag,

Zitat:
Auch damals nur mit großer Mühe: Begonnen wurde der Bau durch eine Privatbahn, geplant als 2gleisige Hauptbahn. Mangels Geld wurde nur 1 Gleis gebaut, trotzdem ging die Gesellschaft dabei Pleite.

Die Bauruine wurde dann vom Staat übernommen und fertiggestellt. Allerdings hat das Land damals weit weniger Geld für parallele Straßen ausgegeben.

Eine der Brücken bei Grimma wurde so billig gebaut, daß sie 1931 nach ca. 50 Jahren ersetzt werden mußte.

Grüße,
Jan B.
Hallo,

ja das ist richtig, aber an dem Ziel zu bauen wurde festgehalten trotz aller Schwierigkeiten. Heute braucht man schon Jahre um Studien zu erstellen, ob man überhaupt bauen soll, dann noch mal Jahre eine eigentlich vorhandene Strecke zu planen, am schnellsten geht dann meist noch das bauen, was aber auch unterschiedlich ist, je nach dem wie sehr sich unterdessen die Baukosten erhöht haben. Da wiehert der Amtsschimmel!! Wenn wir unsere Gesetze endlich mal entschlacken und nicht jede Eventualität in unserer Vollkaskomentalität mit bedenken würden, würden auch weniger Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gebraucht und in diese Prozesse rein quatschen , dann würde es auch schneller gehen. Und dem Steuerzahler wäre auch geholfen. So wird wenn überhaupt vor 2040 hier wohl kein Zug jemals fahren.

Gruß Falk 12

Gruß

Falk12

Re: [Sachsen] Muldentalbahn

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 02.05.21 12:25

Falk12 schrieb:Zitat:
ja das ist richtig, aber an dem Ziel zu bauen wurde festgehalten trotz aller Schwierigkeiten. Heute braucht man schon Jahre um Studien zu erstellen, ob man überhaupt bauen soll, dann noch mal Jahre eine eigentlich vorhandene Strecke zu planen, am schnellsten geht dann meist noch das bauen, was aber auch unterschiedlich ist, je nach dem wie sehr sich unterdessen die Baukosten erhöht haben. Da wiehert der Amtsschimmel!! Wenn wir unsere Gesetze endlich mal entschlacken und nicht jede Eventualität in unserer Vollkaskomentalität mit bedenken würden, würden auch weniger Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gebraucht und in diese Prozesse rein quatschen , dann würde es auch schneller gehen. Und dem Steuerzahler wäre auch geholfen. So wird wenn überhaupt vor 2040 hier wohl kein Zug jemals fahren.
Wobei man dazu auch folgendes sagen muss:
1. Die genauere Untersuchung ist darin begründet, dass wir heute als Gesellschaft wissen, dass man Auswirkungen prüfen muss - beispielsweise der Umweltauswirkungen. Zudem ist der mündige Bürger viel schwerer ruhig zu stellen, dass der Untertan.
2. Dass man einen volkswirtschaftlichen Nutzen belegen muss, ist durchaus sinnvoll. Die Frage ist nur, nach welchen Faktoren und Quantitäten man dies bemisst. Nicht jedoch, dass man etwas baut, was nachweislich nichts nutzt. Gleiches gilt natürlich über die Förderwirkung von Projekten (bspw. Elektrifizierung ohne Fahrplannutzen)

Ein großes Problem sehe ich allerdings eher bei der Akzeptanz von Verkehrsprojekte durch die Anwohner. Ich kenne mittlerweile kein Schienenverkehrsprojekt, bei dem nicht die Thematik Lärmschutz - trotz sehr strenger Vorgaben und deutlich spürbarer Lärmabsenkung beim Güterverkehr - das Hauptkritikthema ist. Selbst der immer wieder kritisierte Umweltschutz ist von den meisten Bürgern nur ein Vehikel, um das Projekt des Lärmschutz wegens zu beseitigen. Seltener spielt die Angst um Wertverlust der eigenen Immobilien eine Rolle und dann eher nicht beim kleinen "Häuslebauer".

Bei Stadtverkehrsprojekten ist die Einschränkung des Straßenverkehrs Hauptkritikpunkt, eben weil eine Straßenbahn abschnittsweise eigene Spuren verlangt und häufig auch Parkplätze kostet. Auch das wird gerne durch etwaigen Verlust der Grünflächen oder der hohen Baukosten kritisiert.

Wir dürften dabei auch nicht vergessen, dass auch auf politischer Seite es an Fachpersonal fehlt, die den ÖPNV funktional und technisch verstehen. Gleiches gilt es für Mitarbeiter der Kommunen, die solche Projekte (anderer) betreuen sollten. Da wird der größte Murx vorgelegt und dennoch wohlwollend abgesegnet. Gleiches gilt es, wenn man - aus Angst vor Lärmwirkungen - die betriebliche Fkexibilität einschränkt. Der Staat dankt diese Senkung der Projektkosten dann gerne. Damit wird aber aus einer "Starken Schiene" keine "Robuste Schiene", die mit den alltäglichen und weniger alltählichen Probleme trotzdem gut umgehen kann.


Der Steuerzahler an sich freut sich, wenn durch Untersuchungen Projekte nicht realisiert werden können. Da sind wird dann bei der Methodikfrage unter 2. Die Standardisierte Bewertung hat sich hier in den letzten Jahren sehr negativ entwickelt, ich bin gespannt, wie sich die Überarbeitung hierauf auswirkt.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Siggis Malz schrieb:


Für Colditz ginge es wohl eher um eine Eventualposition der Eventualposition einer Batterie S-Bahn bis Döbeln mit Flügelkonzept in Großbothen.
In Großbothen kann mangels passender Gleisverbindungen nicht geflügelt werden. Die Strecken trennen sich schon direkt hinter dem Einfahrsignal. Dann eher die Variante mit abwechselnder Bedienung von Döbeln und Colditz. Damit wäre auch der 30 min Takt bis Großbothen sicher.
Aber ich sehe die Einbindung des RB110 in die Sbahn eher skeptisch, verlängert sich doch für die Hälfte der Ziele in Leipzig die Fahrzeit um bis zu 10 Minuten. Im Extremfall ist man dann mit der parallelen Busverbindung schneller als mit der SBahn. Ob das so gewollt ist?
stuvar schrieb:
In Großbothen kann mangels passender Gleisverbindungen nicht geflügelt werden. Die Strecken trennen sich schon direkt hinter dem Einfahrsignal.
Da sehe ich das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wenn es tatsächlich zu einer Reaktivierung kommt, könnte durchaus auf die Anbindung von der Döbelner Seite her umgebaut werden. Das hätte einige Vorteile und es wäre ganz sicher nicht teurer, als den ganzen vergammelten Krempel auf der Rochlitzer Seite auf Vordermann zu bringen. Die Anbindung in ihrer jetzigen Form taugt sowieso nicht für Reisezugverkehr. Das war nur für die Sandzüge von und nach Sermuth gedacht, aber mit dem Vorhaben ist ein hinlänglich bekanntes EIU ja auf ganzer Länge gescheitert.

Aber ich sehe die Einbindung des RB110 in die Sbahn eher skeptisch, verlängert sich doch für die Hälfte der Ziele in Leipzig die Fahrzeit um bis zu 10 Minuten. Im Extremfall ist man dann mit der parallelen Busverbindung schneller als mit der SBahn. Ob das so gewollt ist?
Das musst Du mit den Anliegerkommunen, allen voran Grimma, ausdiskutieren. Wenn die das Stichwort S-Bahn hören, siehst Du bei denen nur noch das Weiße im Auge.

Gruß Thomas

Einbindung in Leipzig

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 06.05.21 11:17

stuvar schrieb:
Aber ich sehe die Einbindung des RB110 in die Sbahn eher skeptisch, verlängert sich doch für die Hälfte der Ziele in Leipzig die Fahrzeit um bis zu 10 Minuten. Im Extremfall ist man dann mit der parallelen Busverbindung schneller als mit der SBahn. Ob das so gewollt ist?

Nicht nur du. Ich betrachte es schon als erhebliche Schwächung der RB 110 bzw. künftigen S-Bahn, wenn der Weg zum Leipziger HBF und damit auch zur Innenstadt durch die Fahrt über Stötteritz und den Tunnel länger wird. Bisher ist die Fahrzeit von etwas über einer halben Stunde von Grimma ob Bf bis Leipzig HBF durchaus mit etwas Augenzudrücken konkurrenzfähig zum Auto, auch wenn sie trotz Modernisierung an der Strecke immer noch ein Stück über der vergangener RE-Fahrzeiten liegt. Das aufzugeben, halte ich für sehr unklug. Wobei ich auch immer nur den Bürgermeister von Grimma von der S-Bahn im Tunnel hoffen und träumen höre - ob das wirklich der Wunsch der Bahnkunden ist, ist völlig offen.

Dazu kommt, dass Grimma und Naunhof via Bus/Straßenbahn bereits eine vertaktete ÖPNV-Verbindung in den Leipziger Osten haben. Es ist also für das Verkehrsbedürfnis ziemlich redundant, den Zug auch noch diese Schleife fahren zu lassen. Außerdem ist die Frage, wie dann der Hp Sellerhausen bedient wird, der nach meiner Wahrnehmung auch nicht so gering von Bahnkunden frequentiert wird.

Wurzen hat es da besser. Da können die Fahrgäste gleichberechtigt wählen zwischen schneller Fahrt zum HBF (RE 50) oder in die (süd)östlichen Stadtteile von Leipzig (S-Bahn).

Gruß, Amzfriend

Fakten zur Einbindung in Leipzig

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.05.21 17:58

Amzfriend schrieb:
Nicht nur du. Ich betrachte es schon als erhebliche Schwächung der RB 110 bzw. künftigen S-Bahn, wenn der Weg zum Leipziger HBF und damit auch zur Innenstadt durch die Fahrt über Stötteritz und den Tunnel länger wird.
Das ist doch die gleiche Diskussion der Skeptiker, die seinerzeit im Falle der S-Bahn nach Wurzen schon geführt wurde. Das Ergebnis in der Praxis sind entgegen der Vermutungen der User hier volle Züge, voller den je. Man unterschlägt nämlich in der Diskussion, dass die wenigsten Fahrgäste direkt zum Hbf wollen. Viele nutzen die Umsteigemöglichkeiten in den ÖPNV am Völkerschlachtdenkmal, MDR, Bayer.Bf. und Leuschnerplatz. Da kommt man in alle Richtungen, hat kürzere Umsteigewege als am Hbf und spart oft noch an der Gesamtfahrzeit. Und wer direkt in die City will, der steigt am Markt oder Leuschnerplatz aus, ist schon da und muss eben nicht erst vom Hbf in die Stadt laufen.

Amzfriend schrieb:
Bisher ist die Fahrzeit von etwas über einer halben Stunde von Grimma ob Bf bis Leipzig HBF durchaus mit etwas Augenzudrücken konkurrenzfähig zum Auto, auch wenn sie trotz Modernisierung an der Strecke immer noch ein Stück über der vergangener RE-Fahrzeiten liegt. Das aufzugeben, halte ich für sehr unklug.
Schaun wer mal: Fahrzeit Grimma - Leipzig 34min plus 15min Fußweg zum Markt = 49min; Fahrzeit Grimma - Markt über Stötteritz = Törrööö!!: 45min und zurück mit vollen Taschen superbequem. Grimma - Hbf 34min (RB110) -> 5min Fußweg zur Strab -> Strab11 Hbf - Connewitz (Kreuz) 18min = 57min; Grimma - Völkerschlachtdenkmal 36min -> 2min zum Bus -> Bus70 zum Kreuz 10min = Törrööö!!: 48min. Bei vielen anderen Verbindungen fällt der Vergleich ähnlich aus. Und für die Eilgen direkt zum Hbf besteht immer noch die Möglichkeit in Engelsdorf bahnsteiggleich in den RE50 umzusteigen, so wie es einige Leute aus Bennewitz, Altenbach, Machern und Gerichshain heute schon tun.

Amzfriend schrieb:
Dazu kommt, dass Grimma und Naunhof via Bus/Straßenbahn bereits eine vertaktete ÖPNV-Verbindung in den Leipziger Osten haben.
Von Grimma stündlich bis 19 Uhr, am Sonnabend 6x von 7-17Uhr, am Sonntag 4x von 9-17Uhr, ich bin begeistert. Ach übrigens Fahrzeit Grimma - Alte Messe 43min, die S-Bahn wird (s.o.) 36 min brauchen sowie alle halbe Stunde und abends bis weit in die Nacht hinein fahren. Der Bus von Naunhof fährt unregelmäßig und nur unter der Woche, braucht alleine bis Probstheida 45min, dazu noch die Straßenbahn bis Alte Messe 8min, die S-Bahn dann 27min.

Amzfriend schrieb:
Außerdem ist die Frage, wie dann der Hp Sellerhausen bedient wird, der nach meiner Wahrnehmung auch nicht so gering von Bahnkunden frequentiert wird.
Das ist natürlich das ganz große Problem der Menschheit, welches alle anderen Vorteile für viele Fahrgäste vollends in den Schatten stellt...

Gruß Peter

Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein (1879–1955)