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Hattingen: Jugendliche verletzt – Transport auf Waggon

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 01.05.21 08:40

Falls sich jemand gefragt hat, was da los war, hier die nachträgliche Erklärung:




Zitat
Hattingen – Zwei Jugendliche schwer verletzt

01.05.2021 | 07:47

Feuerwehr Hattingen

An einem Steilhang in einem Waldstück zwischen Welper und Blankenstein, oberhalb der Ruhr sind zwei Jugendliche gegen 18.50 Uhr mehrere Meter in die Tiefe gestürzt.

Dabei wurden sie gestern schwer verletzt und kamen in unmittelbarer Nähe zur dortigen Bahntrasse zu liegen. Da der Bereich mit Fahrzeugen nicht zu erreichen war, wurde neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr zur Unterstützung alarmiert.

Gleichzeitig erfolgte eine Anordnung zur Sperrung der Bahnstrecke. Dies war auch erforderlich, da kurz nach dem Unfall ein Güterzug die Stecke befuhr. Er konnte rechtzeitig gestoppt werden, sollte aber später noch eine wichtige Rolle spielen.

Die Einsatzkräfte näherten sich über die Straße "Zu den sieben Hämmern" der Einsatzstelle und mussten anschließend mehrere hundert Meter das Einsatzmaterial zur Unfallstelle transportieren. Die beiden Verunfallten wurden auf spezielle Tragen gelegt. In Abstimmung mit dem Zugpersonal entschied man sich für einen Transport der Verletzten auf einem der Waggons. Hierauf wurden sie gehoben und mit langsamer Fahrt zum Bahnhof am Wasserschloss Kemnade gefahren. Dort wurden sie mit zwei Rettungswagen in Spezialkliniken transportiert. "Durch die Unterstützung des Zugpersonals ist es gelungen, die beiden Verletzten schnell und schonend aus der Einsatzstelle zu transportieren", erklärt Feuerwehrsprecher Jens Herkströter.

Der Notfallmanager des Streckenbetreibers TER GmbH hat nochmals sehr deutlich darauf hingewiesen, wie gefährlich ein Betreten der Gleichanlagen ist. Dort fahren in unregelmäßigen Abständen die verschiedensten Schienenfahrzeuge. Einige Züge sind bis zu 2.500 Tonnen schwer und fahren bis zu 50 km/h. Selbst bei einer Notbremsung beträgt der Anhalteweg noch zwischen 700 und 800 Metern. Dies sollte jedem bewusst sein, der im Bereich der Gleisanlage unterwegs ist.


[polizeiticker.online]

(Bilder im Artikel)

.
Hallo,

großartig was in solchen Situationen alles machbar ist. Einfach und pragmatisch.

Gruß Baubetriebliche Zugregelung
Moin,

ich würde den Titel des Themas vielleicht anpassen, denn so könnte man verstehen, dass sie auf dem Wagen mitgefahren sind, dabei hat ja hier der Güterwagen und das Personal des Zuges zum schnellen Abtransport der Verletzten geholfen.

Klasse, was alles geht, wenn man Hand in Hand arbeitet, da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen.

Schönen 1. Mai!
Das so etwas heute in Deutschland noch möglich ist, mag man kaum glauben! Einfach so, ohne Das-geht-doch-nicht und lähmendes Bedenkenträgertum. Super!
Das war auch mein erster Gedanke.

Erleichternd dürfte gewesen sein, dass diese Strecke wohl nicht elektrifiziert ist.
Radiowaves schrieb:
Das war auch mein erster Gedanke.

Erleichternd dürfte gewesen sein, dass diese Strecke wohl nicht elektrifiziert ist.
Dazu keine Strecke der DB Netz, ggf. war sogar jemand von der Infrastruktur vor Ort, dann kann man schon mal leichter einfach mal ein Stück hin und her fahren.
Was hat die Elektifizierung damit zu tun, solange die Fahrleitung nicht berührt oder Beschädigt wurde, und mit Kränen oder eben Wasserstrahl musste auch nicht gearbeitet werden.
Na da hat das Rettungsteam doch wirklich mit viel Ideenreichtum gehandelt, super. Und ich hoffe die beiden Jugendlichen sind künftig vorsichtiger, sowas macht man nur einmal. Auch ich habe bis heute nach über 20 Jahren meine Spuren von ähnlichen Aktionen über den Zaun zwecks Abkürzung an der Hand. Vielleicht braucht man das auch um vor noch schlimmeren Gefahren im Leben auf der Hut zu sein.
Samba Tw 303 schrieb:
Na da hat das Rettungsteam doch wirklich mit viel Ideenreichtum gehandelt, super. Und ich hoffe die beiden Jugendlichen sind künftig vorsichtiger, sowas macht man nur einmal. Auch ich habe bis heute nach über 20 Jahren meine Spuren von ähnlichen Aktionen über den Zaun zwecks Abkürzung an der Hand. Vielleicht braucht man das auch um vor noch schlimmeren Gefahren im Leben auf der Hut zu sein.

Sowas macht man nur einmal, aber du hast Spuren von ähnlichen Aktionen an der Hand? Wie darf man das verstehen?
Größere Fläche war lediert, ist gut verheilt aber bei genauem Hinsehen noch sichtbar hat mich aber vielleicht davor bewahrt später noch beklopptere Sachen zu machen. Die Stelle sah halt weniger gefährlich aus als sie war. Gar kein Spaß verstehe ich dagegen vor Jugendlichen die auf Güterwagen steigen und dann gegrillt werden, was Strom ist sollte man eigentlich viel eher von den Eltern beigebracht kriegen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 12:27.
Sollte man immer so machen wenn es geht. Die Rettungskräfte mussten die Jugendlichen nicht unnötig weit tragen und bei unseren Schlaglochsammlungen dürfte der Transport auf dem Zug schonender gewesen sein. Spezialtrage spricht für einen Verdacht auf gebrochene Wirbel.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Mein Vater hatte mich rechtzeitig über die Gefahren bei der Bahn aufgeklärt und zu meiner Schulzeit gab es regelmäßig Belehrungen über das Thema. Meine Schwester hat das bei ihren Kindern auch so gemacht aber in der Schule wurde die Betriebsgefahr bei der Bahn nicht behandelt. Sollte man mal darüber nachdenken ob solche Belehrungen besser wären als Religionsunterricht.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Ladehilfe schrieb:
Spezialtrage spricht für einen Verdacht auf gebrochene Wirbel.
Entweder das oder z.B. eine Schleifkorbtrage. Die Retter wussten ja um das unwegsame Gelände, da werden sie nicht mit der "normalen" Trage aus dem Rettungswagen rein sein. Bei den Journalisten wird da dann ein "Spezial..." draus, die machen ja auch aus einem normalen Autokran fast immer einen Spezialkran. Klingt halt nicht so alltäglich, darauf kommts an.

Es ist auch in Innsbruck passiert

geschrieben von: DUEWAG-IBK

Datum: 09.05.21 19:56

Es geschieht nicht nur in Hattingen:
Dem schönen Sommerwetter und dem Fakt geschuldet, dass man wegen der Pandemie nur in der Natur spazieren kann, sind in Innsbruck momentan einige Leute in der Sillschlucht unterwegs. Dabei sind gestern Samstag zwei Männer hintereinander an derselben Stelle verunglückt. Die Bergung erfolgte über die Brennerbahn und eine Rangierlok der Type 2070 "Hector". Hierzu der Zeitungsbericht.

War wohl eine Nachtwanderung

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 09.05.21 23:20

Moin,

wenn man den Bericht liest, war da wohl ein Treffen von Nachtwanderern. Völlig üblich zu den aktuellen Zeiten.

Gruß aus Mannheim
RZ