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Es war schon einmal Thema in DSO, dass die DB ein neues ICE-Werk in Nürnberg eröffnen möchte.

Jetzt gibt eine neue DB-Website zu dem Thema:
[www.ice-werk-nuernberg.de]

Sowie eine Pressemitteilung der DB von heute (Do 29.04.2021) dazu:
Zitat
ICE-Werk Nürnberg: Standortsuche geht in die nächste Phase
Neun Gebiete in der Metropolregion Nürnberg werden im Detail untersucht: Deutsche Bahn schließt Vorauswahl möglicher Standorte ab • Bürgerdialoge starten im Mai • Raumordnungsverfahren ab November

Die Deutsche Bahn (DB) baut ihre Fernverkehrsflotte in den kommenden Jahren deutlich aus und erhöht dafür ihre Werkstattkapazitäten. Rund 400 Millionen Euro plant die DB in ein neues ICE-Instandhaltungswerk in der Bahn-Metropole Nürnberg zu investieren. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. Mit dem neuen ICE-Werk entstehen 450 neue Arbeitsplätze. Das Werk wird zu den modernsten Europas gehören und zu 100 Prozent CO2-neutral betrieben.
„Das Wachstum des Verkehrs auf der Schiene und die Einführung des Deutschlandtaktes machen einen Ausbau von Flotten und Werken erforderlich. Denn eine starke Schiene braucht zuverlässige Züge. Im neuen Werk in Nürnberg können
wir bis zu 25 ICE-Züge pro Tag fit machen
und zudem den wichtigen Bahnknoten in Franken stärken“, betont Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern.

In den letzten Monaten hat die DB die Flächensuche ausgedehnt und mögliche Standorte anhand objektiver Kriterien miteinander verglichen. Auch die Flächenplanung für das neue Werk wurde geprüft und optimiert. Der Längenbedarf für das Werksgelände konnte von rund 5,5 km auf rund 3,2 km reduziert werden.
Damit ergeben sich in der Region mehr Möglichkeiten. „Wir haben rund 70 potenzielle Standorte betrachtet und werden die neun betrieblich geeigneten Flächen im nächsten Schritt detaillierter untersuchen“, erklärt DB-Projektleiter Carsten Burmeister.

Neun mögliche Standorte

Die Standorte Allersberg/Pyrbaum, Nürnberg-Altenfurt/Fischbach, das ehemalige Munitionslager (MUNA) Feucht sowie das Gebiet südlich der MUNA erfüllen die notwendigen Voraussetzungen. Hinzu kommen weitere mögliche Standorte bei Heilsbronn, Müncherlbach, Raitersaich, Mimberg und Ezelsdorf.

Für diese Standorte erstellt die DB nun die erforderlichen Gutachten für das Raumordnungsverfahren, das im November beginnt.
In dem Verfahren prüft die Regierung von Mittelfranken, welche der im November verbliebenen Standorte mit den Grundsätzen der Raumordnung vereinbar sind. Nach dem Einreichen der Antragsunterlagen bei der Raumordnungsbehörde werden diese öffentlich ausgelegt.

Verwaltungen, Kommunen, Naturschutzorganisationen sowie die Öffentlichkeit können sich an dem Verfahren beteiligen, das mit den landesplanerischen Beurteilungen für die Flächen durch die Regierung von Mittelfranken endet. Dialogveranstaltungen im Mai und Juni Bereits vor Beginn des Raumordnungsverfahrens stellt die DB die Zwischenergebnisse öffentlich vor. Interessierte Bürger:innen finden ab dem 29. April aktualisierte Informationen auf der Projektwebsite. Ab Mai bietet die DB Bürgerdialoge zu den neun Standorten an. In den Veranstaltungen können sich Bürger:innen zum aktuellen Planungsstand informieren und mit dem DB-Projektteam sowie den Planungsbüros und Gutachtern austauschen. Interessierte Bürger:innen können sich ab dem 18. Mai auf der Projektwebsite zu den Terminen anmelden: [www.ice-werk-nuernberg.de]
[www.deutschebahn.com]

Auf der Projekt-Website gibt es zusätzlich:
- eine Karte mit den neun potentiellen Standorten: [www.ice-werk-nuernberg.de] [PDF; 0,2 MB; 1 S.]
- eine Infografik "Mögliche Betriebslayouts für das neue ICE-Werk Nürnberg": [www.ice-werk-nuernberg.de] [PDF; 0,3 MB; 2 S.]
- eine Übersicht "Übersicht: Kriterien für die Standortauswahl": [www.ice-werk-nuernberg.de] [PDF; 0,2 MB; 1 S.]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.21 22:19.

kann schwierig werden

geschrieben von: ThomasR

Datum: 29.04.21 22:43

Wenn da einer nicht mitspielt und verkauft, platzt das Ding. Mit einer Enteignung wird es bei einer reinen Wartungsanlage für einen eigenwirtschaftlichen Verkehr im Wettbewerb eher schwierig werden (Art 14 Abs 3 GG). Ich verweise auf die einschlägigen Urteile des BVerfG in Sachen Boxberg und Bad Dürkheim (BVerfGE 56, 249)

Also besser rechtzeitig den Geldbeutel aufmachen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.21 22:46.

Re: kann schwierig werden

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 30.04.21 00:26

ThomasR schrieb:
Wenn da einer nicht mitspielt und verkauft, platzt das Ding.
Also besser rechtzeitig den Geldbeutel aufmachen.
Naja, wie viel kostet das Muna-Gelände? Das dürfte doch jetzt der Favorit sein und böte mit der Lage Muna-Süd auch noch Platz für spätere Erweiterungen.

Re: kann schwierig werden

geschrieben von: bauigel

Datum: 30.04.21 07:52

ThomasR schrieb:
Also besser rechtzeitig den Geldbeutel aufmachen.
Oder der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern sagen: Die Arbeitsplätze gibt es nur, wenn wir die Fläche bekommen. Am Besten ist, Ihr kümmert euch drum und wir kaufen sie euch dann ab.

Andere machen es ja auch so...

Re: kann schwierig werden

geschrieben von: M. Müller

Datum: 30.04.21 08:44

bauigel schrieb:
ThomasR schrieb:
Also besser rechtzeitig den Geldbeutel aufmachen.
Oder der Stadt Nürnberg und dem Freistaat Bayern sagen: Die Arbeitsplätze gibt es nur, wenn wir die Fläche bekommen. Am Besten ist, Ihr kümmert euch drum und wir kaufen sie euch dann ab.

Andere machen es ja auch so...
Der Coronamarkus wird das schon richtig vermitteln. Hat mit dem Deutschen Museum in N ja damals auch gepasst......
Die Frage ist, ist es ein echtes offenes Raumordnungsverfahren oder muß man nur den Anschein einer Auswahl und Umweltabwägung machen, damit der gewählte Standort rechtssicher ist.
Es ist hier so wie bei vielen Großprojekten der DB. Die erstgenannte Variante ist auch die sinnvollste, der Rest ist nur Blabla, damit man Dialogbereitschaft vortäuschen kann. Oder glaubt jemand, daß die in freier Landschaft reingepflanzten, dafür vom HBf meilenweit entfernten Standorte besser verträgelich sind?

Dann lieber doch bei Altenfurt im einem Wald, der ohnehin nur ein schmaler Streifen zwischen Bahn und Bundesstraße ist und kaum ins Gewicht fällt.
Baleine rouge schrieb:
Was wurde aus dem ehemaligen Adtranzwerk?

Meinst du die ehemalige MAN, mitten in der Stadt?
Flauschi schrieb:
Es ist hier so wie bei vielen Großprojekten der DB. Die erstgenannte Variante ist auch die sinnvollste, der Rest ist nur Blabla, damit man Dialogbereitschaft vortäuschen kann. Oder glaubt jemand, daß die in freier Landschaft reingepflanzten, dafür vom HBf meilenweit entfernten Standorte besser verträgelich sind?

Dann lieber doch bei Altenfurt im einem Wald, der ohnehin nur ein schmaler Streifen zwischen Bahn und Bundesstraße ist und kaum ins Gewicht fällt.
Öhm ... jein ... auf der Karte hat man - leider leider - "zufällig"(?) das Siedlungsgebiet Fischbach nicht eingezeichnet.
Das liiegt 100m weiter nördlich. Zusammen mit Altenfurt liegt man also genau zwischen 2 Siedlungen mit nur max. 100m Abstand. In Anbetracht der nötigen Makrofontests würde ich das keinen dort wünschen.

An der Muna hätte man wenigstens ~1 km Abstand, außerdem könnte man später noch expandieren, das wäre in Anbetracht des Bahnausbaus ja nun auch nicht verwunderlich. Aber keine Ahnung, was dort noch an Altlasten herumliegt.

Re: kann schwierig werden

geschrieben von: X73900

Datum: 30.04.21 23:47

ThomasR schrieb:
Wenn da einer nicht mitspielt und verkauft, platzt das Ding. Mit einer Enteignung wird es bei einer reinen Wartungsanlage für einen eigenwirtschaftlichen Verkehr im Wettbewerb eher schwierig werden (Art 14 Abs 3 GG). Ich verweise auf die einschlägigen Urteile des BVerfG in Sachen Boxberg und Bad Dürkheim (BVerfGE 56, 249)
Das AEG gilt auch für Betriebsanlagen der Eisenbahn, die dem eigenwirtschaftlichen Verkehr dienen. Insofern gibt es da eigentlich kein Problem bei einer Enteignung. Ansonsten könnte man auch für Bahnanlagen für den Güterverkehr nicht enteignen, der Güterverkehr läuft ja eigentlich immer eigenwirtschaftlich.

Mit Boxberg und Bad Dürkheim ist das nicht vergleichbar. Da ging es nicht um Bahnanlagen nach AEG. Bei Boxberg wäre eine Enteignung denkbar gewesen, nur fehlte es in Baden-Württemberg an einem "Allgemeinen Industrieanlagengesetz", und ohne passendes Gesetz gibts auch keine Enteignung.

Generell ist eine Enteignung von Privateigentümern natürlich nur möglich, wenn es keinen gleichwertigen Alternativstandort auf eigenen oder sonstigen öffentlichen Grundstücken gibt.

Gruß
X73900
Ich dachte auf dem aktuellen Aw-Gelände wäre noch Platz genug dafür ?!
Das Gelände ist schon für die neue Uni verplant und im Vergleich zu Fischbach schwerer zu erreichen. Und lärmtechnisch auch nicht ganz ohne
Der erste Vorschlag scheint aus den Kritereien, die auch ein Laie beurteilen kann, als der sinnvollste. U. a. Am nähesten zum Hbf gelegen (= kürzeste Leerfahrten) und am besten auch mit dem ÖPNV für die MA zu erreichen. Das System Bahn hat sich im Stadtgebiet von Nürnberg dank allgemein fragwürdiger Verkehrspolitik schon von unzähligen Flächen zurückziehen müssen, zu letzt u .a. auf dem Gebiet an der Brunecker Straße., demnächst vermutlich dann das Gelände in Gostenhof, ex Regio Bw. Da ist es mehr als recht und billig, wenn im Rahmen einer leichten Kurskorrektur der Verkehrspolitik nun auch mal die Stadt der Bahn entgegen kommt und entsprechend bei der Bereitstellung geeigneter Flächen in Altenfurt unterstützt.
Das ist die gleiche Stadt, die aktuell plant, fast 0,7 Mrd € in den Ausbau der stadtquerenden Autobahn (Verharmlosend "Frankenschnellweg") zu stecken!
Wo waren die Aufschreie der Stadt, der Anwohner und lokalen Naturkümmerer, als es um den größenwahnsinnigen Ausbau mehrerer Autobahnkreuze rund um Nürnberg ging?
Baut in Altenfurt und wenn Flächen zur Aufforstung benötigt werden, gäbe es dort genügend zu renaturierende Flächen, die gegenwärtig gerade frisch asphaltiert wurden und werden.....
WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
Der erste Vorschlag scheint aus den Kritereien, die auch ein Laie beurteilen kann, als der sinnvollste. U. a. Am nähesten zum Hbf gelegen (= kürzeste Leerfahrten) und am besten auch mit dem ÖPNV für die MA zu erreichen. Das System Bahn hat sich im Stadtgebiet von Nürnberg dank allgemein fragwürdiger Verkehrspolitik schon von unzähligen Flächen zurückziehen müssen, zu letzt u .a. auf dem Gebiet an der Brunecker Straße., demnächst vermutlich dann das Gelände in Gostenhof, ex Regio Bw. Da ist es mehr als recht und billig, wenn im Rahmen einer leichten Kurskorrektur der Verkehrspolitik nun auch mal die Stadt der Bahn entgegen kommt und entsprechend bei der Bereitstellung geeigneter Flächen in Altenfurt unterstützt.
Das ist die gleiche Stadt, die aktuell plant, fast 0,7 Mrd € in den Ausbau der stadtquerenden Autobahn (Verharmlosend "Frankenschnellweg") zu stecken!
Wo waren die Aufschreie der Stadt, der Anwohner und lokalen Naturkümmerer, als es um den größenwahnsinnigen Ausbau mehrerer Autobahnkreuze rund um Nürnberg ging?
Baut in Altenfurt und wenn Flächen zur Aufforstung benötigt werden, gäbe es dort genügend zu renaturierende Flächen, die gegenwärtig gerade frisch asphaltiert wurden und werden.....
Was hätte denn mit der Bahnanlage an der Brunecker Straße passieren sollen? Ein Güterbahnhof mitten in der Stadt?
Warum soll sich DB Regio aus Gostenhof zurückziehen? Dafür gibt es doch keinerlei Pläne. Das dortige Werk ist doch quasi nagelneu.
CaptainPlanet schrieb:
Was hätte denn mit der Bahnanlage an der Brunecker Straße passieren sollen? Ein Güterbahnhof mitten in der Stadt?
Grundsätzlich könnte eine Option auch auf der Schiene Waren _in_ (und nicht nur an den Rand) eine Stadt bringen zu können, für zukünftige, umweltfreundliche Logistikkonzepte durchaus hilfreich sein. Das wäre jedenfalls realistischer als eine Warenverteilung per Straßenbahn. Mit der Aufgabe zentrumsnaher Verlademöglichkeiten ist die Nutzung von LKW nicht nur für die letzte Meile, sondern für die letzten 30 Meilen alternativlos geworden...(wie auch bei der Post). btw. Eine Alternativlosigkeit der LKW für solche Aufgaben zu schaffen, ist wohl auch einer der insgeheimen Ziele der lobbygetriebenen Verkehrspolitik.

Die Fläche wäre jedenfalls auch für das nun zu bauende ICE Werk geeignet gewesen.

Zitat:
Warum soll sich DB Regio aus Gostenhof zurückziehen? Dafür gibt es doch keinerlei Pläne. Das dortige Werk ist doch quasi nagelneu.
Es geht um das "alte" Werk, das z. B. eine wunderbare Ergänzung für das DB Museum hätte werden können. Ich vermute, dass der weitere Abriss der Bestandsbauten an der Jansenbrücke nur noch ein Frage der Zeit ist und das Gelände dann mit Sicherheit ebenfalls eine andere Nutzungs als eine solche für Bahnzwecke erhält.
WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
CaptainPlanet schrieb:
Was hätte denn mit der Bahnanlage an der Brunecker Straße passieren sollen? Ein Güterbahnhof mitten in der Stadt?
Grundsätzlich könnte eine Option auch auf der Schiene Waren _in_ (und nicht nur an den Rand) eine Stadt bringen zu können, für zukünftige, umweltfreundliche Logistikkonzepte durchaus hilfreich sein. Das wäre jedenfalls realistischer als eine Warenverteilung per Straßenbahn. Mit der Aufgabe zentrumsnaher Verlademöglichkeiten ist die Nutzung von LKW nicht nur für die letzte Meile, sondern für die letzten 30 Meilen alternativlos geworden...(wie auch bei der Post). btw. Eine Alternativlosigkeit der LKW für solche Aufgaben zu schaffen, ist wohl auch einer der insgeheimen Ziele der lobbygetriebenen Verkehrspolitik.

Die Fläche wäre jedenfalls auch für das nun zu bauende ICE Werk geeignet gewesen.

Zitat:
Warum soll sich DB Regio aus Gostenhof zurückziehen? Dafür gibt es doch keinerlei Pläne. Das dortige Werk ist doch quasi nagelneu.
Es geht um das "alte" Werk, das z. B. eine wunderbare Ergänzung für das DB Museum hätte werden können. Ich vermute, dass der weitere Abriss der Bestandsbauten an der Jansenbrücke nur noch ein Frage der Zeit ist und das Gelände dann mit Sicherheit ebenfalls eine andere Nutzungs als eine solche für Bahnzwecke erhält.
Na ob man dafür riesige Fläche benötigt? Der neue autoarme Stadtdteil der dort entsteht, würde sich freuen über alle die Lieferwägen.

Für das alte Werk gibt es doch schon längst Pläne. Ein sehr kleiner Teil wird zu einem Park, der Rest kommt zum DB Museum. Hier unter "Planung" sieht man eine Übersichtskarte vom Projekt: Maxgrün
[www.rehwaldt.de]

Erweiterung DB Museum Bw Gostenhof.

geschrieben von: WorldwideKreiseisenbahn

Datum: 01.05.21 18:54

CaptainPlanet schrieb:
WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
Zitat:
Warum soll sich DB Regio aus Gostenhof zurückziehen? Dafür gibt es doch keinerlei Pläne. Das dortige Werk ist doch quasi nagelneu.
Es geht um das "alte" Werk, das z. B. eine wunderbare Ergänzung für das DB Museum hätte werden können. Ich vermute, dass der weitere Abriss der Bestandsbauten an der Jansenbrücke nur noch ein Frage der Zeit ist und das Gelände dann mit Sicherheit ebenfalls eine andere Nutzungs als eine solche für Bahnzwecke erhält.
Na ob man dafür riesige Fläche benötigt? Der neue autoarme Stadtdteil der dort entsteht, würde sich freuen über alle die Lieferwägen.

Für das alte Werk gibt es doch schon längst Pläne. Ein sehr kleiner Teil wird zu einem Park, der Rest kommt zum DB Museum. Hier unter "Planung" sieht man eine Übersichtskarte vom Projekt: Maxgrün
[www.rehwaldt.de]

Oha. Das war mir völlig neu. Danke für diese Info. Ich bin erstaunt und sehr positiv überrascht. Das ist genau das, was ich mir für dieses Gelände auch als Nutzung gewünscht habe. Danke sehr!

? Maxgrün

geschrieben von: elixir

Datum: 01.05.21 19:16

Aber über 10 Jahre alt!

Strecke nach Fürth noch 2gleisig!

Re: kann schwierig werden

geschrieben von: ThomasR

Datum: 01.05.21 19:26

X73900 schrieb:
ThomasR schrieb:
Wenn da einer nicht mitspielt und verkauft, platzt das Ding. Mit einer Enteignung wird es bei einer reinen Wartungsanlage für einen eigenwirtschaftlichen Verkehr im Wettbewerb eher schwierig werden (Art 14 Abs 3 GG). Ich verweise auf die einschlägigen Urteile des BVerfG in Sachen Boxberg und Bad Dürkheim (BVerfGE 56, 249)
Das AEG gilt auch für Betriebsanlagen der Eisenbahn, die dem eigenwirtschaftlichen Verkehr dienen. Insofern gibt es da eigentlich kein Problem bei einer Enteignung. Ansonsten könnte man auch für Bahnanlagen für den Güterverkehr nicht enteignen, der Güterverkehr läuft ja eigentlich immer eigenwirtschaftlich.

Mit Boxberg und Bad Dürkheim ist das nicht vergleichbar. Da ging es nicht um Bahnanlagen nach AEG. Bei Boxberg wäre eine Enteignung denkbar gewesen, nur fehlte es in Baden-Württemberg an einem "Allgemeinen Industrieanlagengesetz", und ohne passendes Gesetz gibts auch keine Enteignung.

Generell ist eine Enteignung von Privateigentümern natürlich nur möglich, wenn es keinen gleichwertigen Alternativstandort auf eigenen oder sonstigen öffentlichen Grundstücken gibt.

Gruß
X73900
Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Wenn es ein halbwegs geeignetes, bundeseigenes Gelände gibt, passt das mit der Muna doch am besten. Auf alten Militärgeländen hat man auch schon andere Sachen untergebracht. Und die Zufuhr der Mitarbeiter, gibt es halt einen Shuttle. Dumm wird es nur für den Bund, wenn er Militärgelände gewinnbringend vertickt und dann in der Nähe neues Gelände für die Bw enteignen will. Das dürfte nach hinten losgehen. So einen Fall kenne ich auch.